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Wie funktioniert TikTok Influencer Marketing? Leitfaden für Marken

Talha Aslan 19 Minuten Lesezeit 3 Aufrufe

Was ist TikTok Influencer Marketing?

TikTok Influencer Marketing bedeutet, dass eine Marke mit Creatorn (Content Creatorn) zusammenarbeitet, die auf TikTok eine Reichweite haben, und ihr Produkt oder ihre Dienstleistung in Kurzvideos vorstellt. Das heißt: Die Botschaft wirkt nicht wie klassische Werbung. Sie landet in der Sprache und im Format des Creators im Feed, und Sie messen sie an Zielen wie Aufrufen, Interaktion und Besuchen.

Zunächst klären wir drei Begriffe. Ein Influencer ist ein Account mit Einfluss auf eine Followerschaft. Ein Creator ist vor allem jemand, der Inhalte produziert. Das Briefing ist die kurze Aufgabenbeschreibung, die Ihre Marke für die Zusammenarbeit schreibt. Auf TikTok verschwimmen diese Begriffe, denn schon ein kleiner Creator erreicht mit einem guten Video ein großes Publikum.

Wir haben diesen Leitfaden für Marken geschrieben, die ihre erste Creator Kooperation auf TikTok starten. Den allgemeinen Plan finden Sie in unserem Beitrag zur Influencer Marketing Strategie. Deshalb konzentrieren wir uns hier nur auf Entscheidungen, die für TikTok typisch sind.

Was bringt TikTok Influencer Marketing einer Marke?

Auf TikTok laufen Inhalte stärker über empfohlene Videos als über Accounts, denen Sie folgen. Deshalb erreicht eine neue Marke durch einen Creator Menschen, die sie noch nie gesehen haben. Außerdem wirkt das Video natürlicher, weil es von einem Gesicht kommt, das die Zuschauer ohnehin schauen, und nicht vom Markenkonto.

Allerdings passt TikTok Influencer Marketing nicht zu jedem Ziel. Eine Marke, die schnelle Verkäufe will, aber keine fertige Produktseite und keine klaren Lieferinformationen hat, wandelt Aufmerksamkeit nicht in Ergebnisse um. Legen Sie daher zuerst Ihr Ziel fest: Wollen Sie Bekanntheit, Produkttests, Website Besuche oder wiederverwendbare Inhalte? Kurz gesagt bestimmt das Ziel jede Entscheidung, vom Briefing bis zur Messung.

  • Bekanntheit: Aufrufe und Reichweite sind die wichtigsten Kennzahlen.
  • Produkttests: Kommentare, Speicherungen und die Zahl der Produktfragen sagen mehr aus.
  • Besuche: Sie brauchen einen getrackten Link und Sitzungsdaten.
  • Content Produktion: Das Recht, das Video in Anzeigen wiederzuverwenden, wird wichtig.

Ein Beispielszenario: Eine neu gestartete Marke für Heimtextilien will ihre Produkte vorstellen. Zunächst steht die Bekanntheit im Mittelpunkt. Sobald Produktseite und Lieferdetails stehen, folgen Produkttests und Besuche. Somit ist diese Reihenfolge realistischer, als alles von einer einzigen Kampagne zu erwarten.

Welche Creator Typen gibt es auf TikTok und welcher passt zu Ihnen?

Creator nur nach Followerzahl zu sortieren, führt in die Irre. Denn Format, Thema und die Bindung zum Publikum zählen mindestens so viel wie die Zahl. Die folgende Tabelle fasst die Typen zusammen, die uns am häufigsten begegnen, und nennt ihren typischen Einsatz. Also sehen Sie sie als groben Rahmen und prüfen Sie jeden Creator einzeln.

Creator TypStärkeWorauf Sie achtenPassendes Ziel
Nano und Mikro CreatorAuthentisch, nah an der CommunityBegrenzte Reichweite, mehr Abstimmung bei vielen PersonenProdukttests, Vertrauen
Mittelgroßer CreatorAusgewogene Reichweite und InteraktionKalender kann voll seinBekanntheit und Besuche
Makro CreatorGroße ReichweiteMarkenpassung und Kosten brauchen SorgfaltLaunch, Sichtbarkeit
Nischen ExperteAutorität bei einem klaren ThemaPublikum kann klein seinKäufer in der Entscheidungsphase
UGC CreatorVideos für Ihre eigenen Kanäle und AnzeigenEigene Followerschaft oft kleinAnzeigenmaterial, Produktvideos

UGC steht für nutzergenerierte Inhalte. Ein UGC Creator will vor allem ein glaubwürdiges Video liefern, das die Marke in Anzeigen oder auf dem eigenen Konto nutzt. Die eigene Reichweite steht dabei also nicht im Vordergrund. Dieses Modell erklären wir in unserem UGC Kampagnen Leitfaden.

Wie wählen Sie zwischen Nano, Mikro und Makro Creatorn?

Sie entscheiden dort, wo Ziel und Budget sich treffen. Schreiben Sie also zuerst das Ziel auf und danach das Budget. Zunächst erhalten Sie mit kleinen Creatorn meist authentischere Inhalte. Andererseits brauchen Sie für jeden ein eigenes Briefing, eine eigene Freigabe und eine eigene Nachverfolgung, sodass Ihr Aufwand wächst.

Konkret liefern große Creator mit einem Video breite Reichweite. Dennoch erkennen Zuschauer die Werbung sofort, wenn die Markenpassung schwach ist. Einen genauen Vergleich finden Sie in unserem Beitrag zu Mikro oder Makro Influencern, und zur Stärke kleiner Reichweiten lesen Sie was ein Nano Influencer ist.

Ein praktischer Weg: Testen Sie in der ersten Kampagne mehrere Creator unterschiedlicher Größe statt eines großen Namens. So sehen Sie mit Ihren eigenen Daten, welcher Typ zu Ihrem Ziel passt. Das ist also deutlich verlässlicher, als zu raten.

Zum Beispiel setzen Sie drei Mikro Creator und einen mittelgroßen Creator mit demselben Briefing ein. Danach vergleichen Sie Kommentare, Speicherungen und Besuche über jeden getrackten Link. Schließlich geben Sie das Budget für die nächste Runde der Gruppe mit dem qualifizierteren Interesse. Das ist ein Beispielszenario, die Ergebnisse unterscheiden sich von Marke zu Marke.

Was ist der TikTok Creator Marketplace und wie nutzen Marken ihn?

Der TikTok Creator Marketplace ist das offizielle Werkzeug von TikTok, mit dem Marken Creator finden. Laut TikToks eigenem Blogbeitrag können Marken per Stichwort suchen und in den Profilen Leistungsdaten sehen, etwa durchschnittliche Aufrufe, Followerzahl, Follower Wachstum und Interaktionsrate. Ebenso zeigen die meisten Creator Profile ihre Preise. Details finden Sie in der Vorstellung des Creator Marketplace.

Zudem nennen die offiziellen Hilfeseiten von TikTok den Dienst, der Marken und Creator zusammenbringt, unter dem Namen TikTok One. Außerdem sammeln dieselben Seiten Briefing und Richtlinien in eigenen Dokumenten. Daher empfehlen wir Ihnen, die TikTok One Richtlinien vor dem Start zu lesen.

Menünamen und Länderverfügbarkeit können sich ändern. Prüfen Sie daher im Hilfecenter von TikTok und in Ihrem Werbekonto, ob das Werkzeug für Sie sichtbar ist. Falls nicht, sprechen Sie dann Creator direkt an oder arbeiten mit einer Agentur.

Nach welchen Kriterien wählen Sie einen Creator aus?

Die Followerzahl ist also nur der erste Filter und keine Entscheidung. Schauen Sie zunächst auf das Muster der Aufrufe bei den letzten Videos: Verlässt sich der Creator auf einen viralen Treffer, oder bleibt der Schnitt stabil? Danach prüfen Sie die Qualität der Kommentare. Konkret sagen echte Fragen und Gespräche viel mehr als eine Wand aus Emojis und Ein Wort Antworten.

  • Aufrufe der letzten Videos: Bleiben sie stabil oder hängen sie an einem Treffer?
  • Kommentare: Lesen sie sich wie ein echtes Gespräch mit dem Publikum?
  • Frühere Kooperationen: Wirken sie natürlich und klar gekennzeichnet?
  • Thema und Ton: Passen sie zu Ihrer Zielgruppe?
  • Zuverlässigkeit: Antwortet der Creator pünktlich und hält er Fristen ein?

Eine ausführlichere Liste finden Sie im Beitrag zu den 7 Kennzahlen bei der Influencer Auswahl. Außerdem sollten Sie Accounts mit Anzeichen für gekaufte Follower oder Bot Interaktion meiden. Solche Methoden erklären wir nicht. Kennen Sie also das Risiko, und bevorzugen Sie Creator mit überprüfbarer Leistung.

Die Zielgruppenpassung ist ein eigener Prüfpunkt. Spricht das Publikum Ihre Sprache, lebt es in Ihrem Markt und kann es Ihr Produkt kaufen? Ein Creator mit riesigem Publikum, aber wenigen Zuschauern in Ihrer Zielregion, bringt Ihnen nur begrenzten Wert. Lesen Sie daher die Publikumsangaben im Profil zusammen mit der Sprache in den Kommentaren.

Wie schreiben Sie die erste Nachricht an einen Creator?

Halten Sie die erste Nachricht kurz, persönlich und klar. Nennen Sie konkret in wenigen Sätzen, welches Video Ihnen gefallen hat, warum Sie diesen Creator wählen und was Sie vorschlagen. Massennachrichten ohne Namen bekommen keine Antwort. Außerdem recherchiert der Creator über Sie, also halten Sie Ihr Markenkonto gepflegt.

Sagen Sie zudem im ersten Austausch, ob das Angebot ein Honorar, ein Produkt oder eine andere Gegenleistung enthält. Unklarheit kostet Creator am meisten Zeit. Fügen Sie eine kurze Aufgabenbeschreibung und einen groben Zeitplan hinzu, und schicken Sie das ganze Briefing nur an Interessierte.

Kommt keine Antwort, senden Sie eine freundliche Erinnerung und lassen es dann gut sein. Denn der Kalender des Creators kann voll sein. Stattdessen mit dem nächsten Creator weiterzumachen, ist effizienter als zu drängen.

Wie schreiben Sie ein TikTok Creator Briefing?

Ein Briefing ist ein kurzes Dokument, das dem Creator sagt, was Sie wollen. Ein gutes Briefing zeichnet den Rahmen, lässt das Video aber in der eigenen Stimme des Creators entstehen. Wenn Sie jede Sekunde vorschreiben, wirkt das Video wie Werbung und Zuschauer wischen weiter. Lassen Sie es allerdings zu leer, geht Ihre Botschaft verloren.

Konkret bilden diese Punkte das Gerüst eines Briefings. Ein paar Sätze pro Punkt reichen.

  1. Das eine Ziel der Kampagne und die eine Handlung, die Zuschauer danach ausführen sollen.
  2. Drei zentrale Vorteile des Produkts oder der Dienstleistung in einfacher Sprache.
  3. Pflichtaussagen und Behauptungen, die der Creator nie machen darf.
  4. Vorgeschlagene Videowinkel, zum Beispiel Test, Unboxing, Vorher Nachher oder Fragen und Antworten.
  5. Regeln für Kennzeichnung, Hashtags und Links.
  6. Liefertermine, Korrekturschleifen und Freigabeprozess.

Seien Sie bei Korrekturen vorab klar. Nennen Sie im Vertrag zum Beispiel, wie viele Änderungsrunden Sie verlangen können. Halten Sie außerdem Ihre Freigabezeit kurz, denn ein Trend auf TikTok kann binnen Tagen veralten. Somit verzögert späte Freigabe den Post und schwächt seine Frische.

Vermeiden Sie im Briefing Aussagen zu Gesundheit, Finanzen oder Garantien. Schreiben Sie kein Versprechen ins Video, das der Creator nicht belegen kann. Denn das schadet dem Vertrauen und birgt Risiken im Werberecht.

Welche Videoformate funktionieren bei TikTok Kooperationen?

Auf TikTok zählt das Format so viel wie die Botschaft. In der Praxis entsteht meist ein natürlicheres Ergebnis, wenn Sie den Creator ein vertrautes Format wählen lassen. Die folgenden Formate sind gängige Startpunkte für Marken.

  • Test und erster Eindruck: Der Creator nutzt das Produkt zum ersten Mal und teilt seine echte Reaktion.
  • Unboxing: Verpackung und erster Anblick des Produkts stehen im Mittelpunkt.
  • Anleitungsvideo: Der Creator löst mit dem Produkt Schritt für Schritt ein Problem.
  • Fragen und Antworten: Der Creator beantwortet Kommentare der Zuschauer zum Produkt.
  • Natürliche Einbindung in den Alltag: Das Produkt erscheint als Teil der Geschichte.

Vor allem die ersten Sekunden entscheiden in jedem Format. Wie Sie ein Kurzvideo eröffnen, erklären wir im Beitrag zum Hook in den ersten 3 Sekunden. Der Beitrag behandelt Reels, trotzdem gilt die Logik auf TikTok genauso.

Schauen Sie bei der Formatwahl auf frühere Videos des Creators. Wer noch nie ein Unboxing gemacht hat, wirkt dabei also schnell gezwungen. Bitten Sie den Creator also, sein stärkstes Format vorzuschlagen, und geben Sie nur Ziel und Rahmen vor.

Bleiben Sie außerdem bei der Länge flexibel. Ein kurzes Video reicht oft aus. Entscheidend ist, dass Zuschauer die Botschaft in den ersten Sekunden verstehen. Ein Produktmoment, ein Problemsatz und eine klare Lösung schlagen daher oft eine lange Erklärung.

Sollten Sie dem Creator ein Produkt schicken?

Ein Produkt zu schicken ist ein verbreiteter Einstieg, besonders bei kleinen Creatorn. Man nennt das Product Seeding: Sie senden das Produkt vorab, damit der Creator es testen kann. Wichtig ist daher, dass Sie von Anfang an schriftlich festhalten, ob die Sendung einen Post voraussetzt oder nicht.

Bleibt die Absprache vage, sind am Ende beide Seiten enttäuscht. Dann fühlt sich der Creator nicht verpflichtet zu drehen, und Sie erhalten nicht den erwarteten Inhalt. Versandschritte, Nachfassnachricht und Erwartungen behandeln wir im Leitfaden zum Versand von Produkten an Influencer. Deshalb wiederholen wir sie hier nicht.

Rechnen Sie außerdem damit, dass ein Creator das Produkt nicht mag und das auch sagt. Nutzen Sie ehrliches Feedback also, um Ihr Produkt zu verbessern, statt es zu ignorieren.

Wie nutzen Sie Werbekennzeichnung und Hinweis auf kommerzielle Inhalte?

Sobald Geld, ein Produkt oder eine andere Gegenleistung im Spiel ist, ist der Inhalt kommerziell, und Sie müssen das den Zuschauern klar sagen. TikTok bietet dafür eine Einstellung zur Offenlegung kommerzieller Inhalte. Laut der Hilfeseite von TikTok für Werbetreibende fügt die Einstellung dem Video das Label "Paid partnership" oder "Commercial content" hinzu. Details finden Sie auf der offiziellen Hilfeseite.

Dieselbe Seite nennt, dass Videos ohne passende Offenlegung eventuell nicht für den For You Feed infrage kommen und nur begrenzt ausgespielt werden. Dennoch sieht TikTok bei korrekt gekennzeichneten Inhalten keinen Leistungsunterschied. Somit gibt es keinen Grund, das Label zu verstecken.

In der Türkei betrachten wir Werbung und Influencer Inhalte im Rahmen der Verordnung über kommerzielle Werbung und unlautere Geschäftspraktiken. Ihre Bestimmungen wiederholen wir hier nicht. Den aktuellen Rahmen finden Sie in unserem Beitrag zu den neuen Werberegeln in der Türkei. Dieser Text ist keine Rechtsberatung, sprechen Sie bei Verträgen und Kennzeichnung mit einer Fachperson.

In der Praxis prüfen Sie vor jedem Post drei Dinge: Ist das Video gekennzeichnet, können Sie jede Produktaussage belegen, und passt alles, was der Creator sagt, zur Realität der Marke? Somit senkt ein solcher Check spätere Änderungen und Löschungen. Anders gesagt beginnt das Thema Kennzeichnung im Briefing und nicht erst am Veröffentlichungstag.

Welche Klauseln gehören in den Vertrag?

Schon eine kleine Kooperation braucht eine schriftliche Vereinbarung. Denn mündliche Absprachen aus Chatnachrichten helfen beim ersten Streit nicht. Halten Sie mindestens fest, welchen Inhalt Sie erhalten, den Veröffentlichungstermin, die Korrekturschleifen, die Kennzeichnungspflicht und wo die Marke den Inhalt nutzen darf.

Wollen Sie den Inhalt in Anzeigen wiederverwenden, schreiben Sie das daher offen auf und nennen die Dauer. Sonst machen Sie das Video des Creators womöglich ohne Erlaubnis zur Anzeige. Die vollständige Liste finden Sie im Beitrag zu den 8 Punkten im Influencer Vertrag. Fragen zu Rechnung und Steuern klären Sie außerdem mit Ihrer Steuerberatung.

Wie verlängern Spark Ads ein Creator Video?

Spark Ads ist das Format, mit dem Sie einen organischen TikTok Post als Anzeige ausspielen. Laut der Hilfeseite von TikTok brauchen Sie dafür die Autorisierung des Creators, und den Autorisierungscode können Sie für 7, 30, 60 oder 365 Tage erzeugen. Die offizielle Beschreibung steht auf der Spark Ads Hilfeseite.

So zeigen Sie ein Creator Video, das schon gut läuft, mit festem Budget einem größeren Publikum. Die Einrichtung wiederholen wir nicht. Wie Sie den Code erhalten und im Werbekonto hinzufügen, steht in unserem Beitrag zu Spark Ads und dem Autorisierungscode.

Besprechen Sie Nutzungsrecht für Anzeigen und Autorisierungsdauer außerdem vorab im Vertrag. Sonst müssen Sie mit dem Creator neu verhandeln, wenn Sie ein erfolgreiches Video skalieren wollen.

Welche Budgetposten sollten Sie einplanen?

Wir nennen in diesem Beitrag keine Zahlen, denn Creator Honorare schwanken stark mit Publikum, Format und Nutzungsrechten. Kennen Sie stattdessen die Posten. Konkret umfasst Ihr Budget meist das Creator Honorar, Produkt und Versand, Anzeigenunterstützung und Teamzeit.

  • Creator Honorar: Es hängt von der Zahl der Videos, vom Format und vom Recht zur Nutzung in Anzeigen ab.
  • Produkt und Versand: Wenn Sie Seeding betreiben, rechnen Sie jeden Creator einzeln.
  • Anzeigenunterstützung: Planen Sie einen eigenen Anteil ein, um das beste Video mit Spark Ads zu skalieren.
  • Messung und Reporting: Lassen Sie Zeit für getrackte Links und den Bericht.
  • Reserve: Rechnen Sie mit Korrekturen oder einem Neudreh.

In der Praxis ist es sicherer, mit einem kleinen Pilotbudget zu starten und die funktionierende Kombination auszubauen, als eine große Summe auszugeben. Besprechen Sie in Honorargesprächen auch Nutzungsrecht und Dauer, die der Creator verlangt. Mit dem Umfang ändert sich schließlich auch der Preis.

Wie messen Sie die Ergebnisse von TikTok Influencer Marketing?

Bereiten Sie den Messplan für TikTok Influencer Marketing vor, bevor die Kampagne startet. Erstellen Sie zunächst für jeden Creator einen eigenen getrackten Link, damit Sie sehen, welches Video welchen Besuch gebracht hat. Mit unserem UTM Generator erzeugen Sie diese Links in Minuten. Schreiben Sie außerdem vorab auf, welche Kennzahl zu welchem Ziel gehört.

ZielHauptkennzahlErgänzendes Signal
BekanntheitAufrufe und ReichweiteSuchen nach dem Markennamen, Profilbesuche
InteraktionKommentare, Speicherungen, SharesQualität der Kommentare
BesucheSitzungen mit UTM ParameternVerweildauer, Seiten pro Sitzung
VerkäufeConversions und BestellungenWarenkorb, Nutzung von Rabattcodes
ContentwertLeistung in AnzeigenWie oft das Video wiederverwendet wird

Kennen Sie UTM Parameter noch nicht, hilft unser Beitrag zu UTM Parametern und Kampagnen Tracking. Mit einem eigenen Link pro Creator vergleichen Sie am Ende der Kampagne also fair.

Allerdings führt der Entscheidungsweg auf TikTok nicht immer über einen Klick. Zum Beispiel sieht ein Zuschauer das Video, sucht den Markennamen und kauft einige Tage später. Schauen Sie daher nicht nur auf Linkdaten. Beobachten Sie außerdem Suchen nach dem Markennamen, direkte Besuche und einen Rabattcode pro Creator als ergänzende Signale. Auch ohne exakte Zuordnung zeigt das Zusammenspiel mehrerer Signale die Richtung.

Was gilt als gutes Ergebnis?

Wir nennen hier keine einzelne Zahl, denn Branche, Produkt und Kampagnentyp verändern das Ergebnis stark. Nehmen Sie stattdessen Ihre eigenen früheren Daten als Ausgangspunkt. Ihre erste Kampagne liefert eine Basislinie, und spätere Kampagnen vergleichen Sie mit ihr.

Außerdem lehrt die Qualität der Interaktion oft mehr als das Volumen. Zum Beispiel kann ein Video mit vielen Aufrufen und ohne Fragen für die Bekanntheit stark und für Verkäufe schwach sein. Um die Klickrate Ihrer Links zu vergleichen, bietet sich unser CTR Rechner an. Verstehen Sie ihn also nur als Vergleichswerkzeug und nicht als einzigen Maßstab für den Kampagnenerfolg.

Beachten Sie beim Lesen der Zahlen, dass die Wirkung eines Videos nicht am Veröffentlichungstag endet. Denn Creator Inhalte tauchen auch Wochen später wieder auf. Nehmen Sie daher mehrere Zeitpunkte in Ihren Bericht auf.

Wie gehen Sie mit Kommentaren und Markensicherheit um?

Sobald das Creator Video online ist, endet die Arbeit nicht. Zuschauer fragen nach Produkt, Preis und Lieferung, und manchmal üben sie Kritik. Konkret steigern schnelle, freundliche Antworten die Glaubwürdigkeit des Videos. Klären Sie vorab, wer antwortet, die Marke oder der Creator.

Antworten Sie auf negative Kommentare, statt sie zu löschen, und entfernen Sie nur Beleidigungen und Spam. Taucht eine berechtigte Beschwerde zum Produkt auf, leiten Sie sie an Ihr Team weiter. Somit hilft solches Feedback Ihnen, das nächste Briefing besser zu schreiben.

Für die Markensicherheit schauen Sie außerdem auf frühere Inhalte des Creators. Die Zusammenarbeit mit jemandem, der Ihren Werten widerspricht oder mit hitzigen Themen verbunden ist, kann Ihre Kampagne überschatten. Prüfen Sie das Profil daher mehrere Monate zurück, bevor Sie entscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen TikTok und Reels?

Beide sind vertikale Kurzvideo Plattformen, allerdings unterscheidet sich das Zuschauerverhalten. TikTok hat einen Feed, der auf Entdeckung ausgerichtet ist. Auf Instagram treten dagegen die bestehende Beziehung zu Followern und das Profil stärker hervor. Dasselbe Video auf beiden Plattformen bringt deshalb nicht immer dasselbe Ergebnis.

Die Plattformwahl hängt also von Zielgruppe und Produktart ab. Unser Beitrag TikTok oder Reels behandelt Kriterien und Entscheidungsweg ausführlich. Hier genügt ein Punkt: Bei der Arbeit mit einem Creator ist ein eigenes Briefing je Plattform besser als eine kopierte Vorlage.

  • Für TikTok denken Sie an einen Einstieg, der in der ersten Sekunde neugierig macht und über Ton funktioniert.
  • Für Reels beachten Sie zusätzlich das Profilbild und die Bindung zu den Followern.
  • Auf beiden Plattformen behalten Sie die eigene Stimme des Creators.

Postet derselbe Creator zum Beispiel auf beiden Plattformen, bitten Sie ihn, Einstieg und Text je Plattform anzupassen, statt das Video zu kopieren. Somit wirkt der Inhalt an beiden Orten eigenständig. Berichten Sie außerdem getrennt. Denn ein gemischter Bericht versteckt, welcher Kanal was geliefert hat, und erschwert die nächste Budgetentscheidung.

Wie beeinflusst der Algorithmus die Reichweite von Creator Videos?

Das Empfehlungssystem von TikTok verteilt ein Video nach dem Verhalten der Zuschauer. Zum Beispiel beeinflussen Signale wie Wiedergabezeit, erneutes Ansehen und Interaktion, ob die Empfehlung weiterläuft. Deshalb zählt das Video selbst so viel wie die Größe Ihres Markenkontos.

Für Marken heißt das: Ein Video mit starkem Einstieg, das den Stil des Creators bewahrt, leistet mehr als ein detailliertes Skript. Weil sich das System oft ändert, nennen wir hier keine Regelliste. Den aktuellen Rahmen finden Sie im Beitrag, wie der TikTok Algorithmus funktioniert.

Allerdings wissen Sie vorher nicht, wie sich ein einzelnes Video verbreitet. Dennoch erhöhen Sie Ihre Lernchance, wenn Sie mehrere Creator und mehrere Blickwinkel testen.

Welche Schritte durchläuft eine TikTok Creator Kampagne?

Ein einfacher Kampagnenablauf passt in sechs Schritte. Halten Sie das Ergebnis jedes Schritts schriftlich fest, überlebt der Prozess somit auch einen Teamwechsel. Für einen umfassenderen Plan gehen Sie zurück zu unserem Beitrag zur Influencer Marketing Strategie.

  1. Schreiben Sie Ziel und Messmethode auf.
  2. Erstellen Sie die Creator Liste und prüfen Sie jedes Profil einzeln.
  3. Bereiten Sie das Briefing vor und klären Sie den Vertrag.
  4. Kontrollieren Sie den Inhalt vor dem Post, einschließlich Kennzeichnung und Aussagen.
  5. Beobachten Sie nach dem Post die Kommentare und antworten Sie bei Bedarf schnell.
  6. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit dem Ziel und nehmen Sie Ihre Erkenntnisse in die nächste Kampagne mit.

Für einen kleinen Test ist unser Beitrag, wie Sie eine Micro Influencer Kampagne planen, ein guter Start. Dieselbe Logik gilt auf TikTok.

Planen Sie die Termine nah beieinander. Posten mehrere Creator in derselben Woche, sieht der Zuschauer die Marke an mehreren Orten, und die Erinnerung wächst. Andererseits erschwert es das Kommentarmanagement, alle Posts auf einen Tag zu legen. Kurz gesagt: Legen Sie die Posts ein bis zwei Tage auseinander und bereiten Sie Ihr Team auf schnelle Antworten vor.

Welche Fehler passieren bei TikTok Influencer Marketing am häufigsten?

In der Praxis entstehen die meisten Fehler in der Vorbereitung und nicht beim Creator. Die häufigsten Probleme haben wir unten gesammelt. Daher können Sie jeden Punkt vor einer Kampagne als Checkliste nutzen.

  • Mit der Creator Suche beginnen, ohne ein schriftliches Ziel.
  • Nur nach Followerzahl auswählen.
  • Das Briefing so streng schreiben, dass die Natürlichkeit des Videos leidet.
  • Kennzeichnung und Vertrag überspringen.
  • Messung erwarten, ohne getrackten Link.
  • Nach einem einzigen Video urteilen und den Test abbrechen.

Eine breitere Liste finden Sie im Beitrag zu den 6 häufigen Fehlern bei Influencer Kampagnen. Einige davon kosten auf TikTok extra, denn in einem Kurzvideo kann eine falsche Betonung die ganze Botschaft verderben.

Sollten Sie allein starten oder mit einer Agentur arbeiten?

Beides funktioniert, und die Wahl hängt daher von Zeit und Erfahrung Ihres Teams ab. Zum Beispiel brauchen Sie für einen Produkttest mit einem Mikro Creator vielleicht keine Agentur. Viele Creator, Verträge und Berichte zu steuern, kostet dagegen Zeit.

Wir sind ein Team, das Influencer Marketing anbietet, doch nicht für jede Marke ist eine Agentur die richtige Antwort. Starten Sie also allein, fahren Sie einen kleinen Piloten, schreiben Sie den Prozess auf und wachsen Sie mit den Ergebnissen. Planen Sie die Arbeit mit einer Agentur, nennt unser Leitfaden zur Auswahl einer Influencer Agentur die Kriterien. Unseren Leistungsrahmen finden Sie auf der Seite zu Influencer Marketing.

Wie sieht Ihre Startcheckliste für die erste TikTok Kampagne aus?

In der ersten Kampagne geht es nicht um das perfekte Ergebnis, sondern um eine solide Lernschleife. Die folgende Liste fasst diesen Leitfaden also zusammen. Haken Sie dann jeden Punkt ab, bevor Sie live gehen.

  • Ziel: Haben Sie ein klares Ziel und eine passende Hauptkennzahl festgelegt?
  • Creator: Haben Sie die Profile auf Aufrufmuster und Kommentarqualität geprüft?
  • Briefing: Gibt es einen Rahmen, ohne das Video einzuengen?
  • Vertrag: Deckt er Lieferung, Korrekturen, Kennzeichnung und Nutzungsrechte ab?
  • Offenlegung: Haben Sie den Hinweis auf kommerzielle Inhalte aktiviert?
  • Tracking: Haben Sie für jeden Creator einen eigenen getrackten Link vorbereitet?
  • Spark Ads: Haben Sie die Autorisierung für das beste Video besprochen?

Außerdem finden Sie Ideen für Hashtags in unserem Hashtag Generator. Kurz gesagt gewinnt auf TikTok dieser Ansatz: klares Ziel, passender Creator, flexibles Briefing und messbares Tracking. Haben Sie das aufgesetzt, liefert schon Ihre erste Kampagne also wertvolle Daten.

Häufig gestellte Fragen

Wo beginne ich mit TikTok Influencer Marketing?
Beginnen Sie mit einem einzigen Ziel: Bekanntheit, Produkttests, Besuche oder wiederverwendbare Inhalte. Wählen Sie dann einige passende Creator, schreiben Sie ein kurzes Briefing und planen Sie die Kennzeichnung von Anfang an ein. Die erste Kampagne als kleiner Pilot senkt Ihr Risiko und liefert Ihnen eigene Vergleichsdaten.
Was ist der TikTok Creator Marketplace?
Der TikTok Creator Marketplace ist das offizielle Werkzeug von TikTok, mit dem Marken Creator finden. Laut TikToks Blogbeitrag können Marken per Stichwort suchen und in Profilen Aufrufe, Follower Wachstum und Interaktion sehen. Menünamen und Länderverfügbarkeit können sich ändern, prüfen Sie das Werkzeug daher in Ihrem Werbekonto und im Hilfecenter.
Brauche ich bei Creator Kooperationen eine Kennzeichnung?
Ja, sobald eine Kooperation eine Gegenleistung enthält, müssen Sie den Inhalt als kommerziell kenntlich machen. TikTok bietet dafür die Einstellung zur Offenlegung kommerzieller Inhalte, die das Label "Paid partnership" oder "Commercial content" ergänzt. Regeln unterscheiden sich je nach Markt, und diese Antwort ist keine Rechtsberatung.
Wozu dienen Spark Ads bei einer Creator Kooperation?
Mit Spark Ads spielen Sie den organischen Post eines Creators als Anzeige aus. Dafür muss der Creator Ihnen zuerst einen Autorisierungscode geben. Laut der Hilfeseite von TikTok lässt sich der Code für 7, 30, 60 oder 365 Tage erzeugen. Vereinbaren Sie Nutzungsrechte und Dauer vorab im Vertrag.
Wie messe ich eine TikTok Creator Kampagne?
Wählen Sie eine Hauptkennzahl, die zu Ihrem Ziel passt, und geben Sie jedem Creator einen eigenen UTM Link. Aufrufe und Reichweite passen zur Bekanntheit, Sitzungen zu Besuchen und Conversions zu Verkäufen. Eine allgemeingültige gute Zahl gibt es nicht, nutzen Sie die erste Kampagne als Basislinie für spätere Vergleiche.
Kann ich dasselbe Briefing für TikTok und Reels nutzen?
Sie können es, doch getrennte Briefings funktionieren meist besser. TikTok hat einen auf Entdeckung ausgerichteten Feed, während auf Instagram Profil und Bindung zu Followern stärker zählen. Behalten Sie das gemeinsame Ziel und passen Sie Einstieg und Formatideen je Plattform an. Unser Beitrag TikTok oder Reels nennt die Entscheidungskriterien.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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