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Inflationsrechner
Der Inflationsrechner zeigt mit amtlichen Daten, was ein früherer Betrag heute wert ist: für Deutschland, Österreich, die Eurozone, jedes EU Land, die Türkei und das Vereinigte Königreich. Mit Ländervergleich, Prognose und D-Mark Umrechnung; Eurostat HVPI und ONS CPI, kostenlos, ohne Anmeldung.
Inflationsrechner: So funktioniert es
- 1Modus wählen
Für den heutigen Wert eines früheren Betrags bleiben Sie bei Heutiger Wert. Zwei Länder im gleichen Zeitraum vergleichen Sie im Ländervergleich, ein Szenario für die Zukunft rechnen Sie unter Prognose.
- 2Betrag und Land eingeben
Schreiben Sie den Betrag als 1.000 oder 1000. Zur Auswahl stehen alle EU Länder, die Eurozone, der EU Durchschnitt, die Schweiz, Norwegen, Island, die Türkei und das Vereinigte Königreich; die Währung passt sich automatisch an.
- 3Start und Ende festlegen
Das Ende steht beim Öffnen auf dem letzten veröffentlichten Monat. Jahre ohne Daten erscheinen blass; für Deutschland beginnt die Reihe im Januar 1996, für die Schweiz im Dezember 2004.
- 4Richtung und Währung klären
Früher → heute zeigt, was ein alter Betrag heute wert ist, Heute → früher rechnet umgekehrt. Liegt der Start vor 2002, erscheint für Deutschland und die Eurozone ein Kästchen für Beträge in DM, für Österreich eines für Schilling.
- 5Ergebnis, Grafik und Hinweise lesen
Die große Zahl ist Ihr Ergebnis, die Karten zeigen die Inflation gesamt und pro Jahr. Über der Grafik sehen Sie jeden Monat, in der Tabelle die Inflation nach Jahren und in den Hinweisen Quelle und Datenstand.
Formeln des Inflationsrechners
Alle Modi nutzen denselben amtlichen Monatsindex; E(Monat) steht unten für den Indexwert eines Monats. Innerhalb der Rechnung rundet das Tool nicht, erst auf dem Bildschirm: Prozente auf eine Nachkommastelle, Beträge auf zwei.
Betrag × E(Ende) / E(Start)Betrag × E(Start) / E(Ende)Betrag / 1,95583 (DM) oder Betrag / 13,7603 (ATS), danach wie oben(E(Ende) / E(Start) - 1) × 100((E(Ende) / E(Start)) ^ (12 / Anzahl Monate) - 1) × 100(1 - E(Start) / E(Ende)) × 100E(Dezember) / E(Vorjahresdezember) - 1; im laufenden Jahr letzter Monat / VorjahresdezemberNötiger Betrag = Betrag × (1 + r) ^ Jahre; Kaufkraft = Betrag / (1 + r) ^ JahreEurostat berechnet die eigenen Raten aus ungerundeten Indizes, deshalb kann eine Rate hier um etwa 0,1 Punkte abweichen. Der Ländervergleich enthält keine Wechselkurse und setzt beide Länder im Startmonat auf 100.
Beispielrechnungen mit dem Inflationsrechner
Die Zeilen sind Beispielrechnungen mit dem amtlichen Index bis August 2026; mit denselben Eingaben zeigt das Tool exakt dasselbe Ergebnis.
| Szenario (Beispiel) | Eingabe | Ergebnis | Inflation gesamt | Pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Seit der Bargeldeinführung | 1.000 €, Deutschland, Januar 2002 → August 2026 | 1.680,10 € | 68,0 % | 2,1 % |
| Deutsche Mark | 1.000 DM (Kästchen aktiv), Deutschland, Januar 1996 → August 2026 | 927,98 € | 81,5 % | 2,0 % |
| Schilling | 1.000 ATS (Kästchen aktiv), Österreich, Januar 1996 → August 2026 | 146,07 € | 101,0 % | 2,3 % |
| Österreich seit 2002 | 1.000 €, Österreich, Januar 2002 → August 2026 | 1.852,58 € | 85,3 % | 2,5 % |
| Seit der Pandemie | 1.000 €, Deutschland, Januar 2020 → August 2026 | 1.296,87 € | 29,7 % | 4,0 % |
| Heute → früher | 1.000 €, Deutschland, Heute → früher, Januar 2002 und August 2026 | 595,20 € | 68,0 % | 2,1 % |
| Ländervergleich | Deutschland und Eurozone, Januar 2016 → August 2026 | Abstand 0,2 Prozentpunkte pro Jahr | 38,4 % und 35,5 % | 3,1 % und 2,9 % |
| Prognose zum EZB Ziel | 1.000 €, Deutschland, 10 Jahre, Ziel 2 % | 1.218,99 € | 21,9 % | 2,0 % |
Die Zeile Heute → früher bedeutet: 1.000 € im August 2026 hatten im Januar 2002 die Kaufkraft von 595,20 €. Im Ländervergleich ist der Abstand die Differenz der durchschnittlichen Jahresraten, ohne Wechselkurse.
Inflationsrate im Dezember: Deutschland, Österreich, Eurozone und Schweiz
Raten Dezember gegen Vorjahresdezember aus denselben Daten, die der Rechner nutzt (Eurostat HVPI), auf eine Nachkommastelle gerundet.
| Jahr | Deutschland | Österreich | Eurozone | Schweiz |
|---|---|---|---|---|
| 2019 | 1,6 % | 1,8 % | 1,3 % | -0,1 % |
| 2020 | -0,6 % | 1,0 % | -0,3 % | -1,0 % |
| 2021 | 5,7 % | 3,8 % | 5,0 % | 1,3 % |
| 2022 | 9,6 % | 10,5 % | 9,2 % | 2,7 % |
| 2023 | 3,7 % | 5,7 % | 2,9 % | 2,1 % |
| 2024 | 2,8 % | 2,1 % | 2,4 % | 0,4 % |
| 2025 | 2,0 % | 3,8 % | 2,0 % | 0,2 % |
Ich habe jede Rate aus dem veröffentlichten Index berechnet. Amtliche Meldungen können um 0,1 Punkte abweichen, weil die Statistikämter mit ungerundeten Indizes rechnen; der VPI von Destatis liefert zudem eigene Werte.
Was berechnet der Inflationsrechner genau?
Der Inflationsrechner zeigt, was ein früherer Geldbetrag heute wert ist. Konkret stützt er sich auf den amtlichen Verbraucherpreisindex des gewählten Landes. Das Prinzip ist einfach: Er teilt den Index Ihres Endmonats durch den Index Ihres Startmonats. Haben sich die Preise verdoppelt, brauchen Sie heute für denselben Warenkorb doppelt so viel Geld.
Den Index liefert der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) von Eurostat. Deshalb messen Deutschland, Österreich, alle anderen EU Länder, die Schweiz und die Türkei nach derselben Methode; für das Vereinigte Königreich nutzt das Tool den CPI der ONS. Auf einen Blick sehen Sie:
- Heutiger Wert: was ein alter Betrag heute wert ist oder was der heutige Betrag damals entsprach.
- Raten: Inflation gesamt, Inflation pro Jahr im Schnitt und Kaufkraftverlust.
- Inflation nach Jahren: Dezember gegen Vorjahresdezember sowie Jahresdurchschnitt.
- Vergleich und Prognose: zwei Länder im gleichen Zeitraum und ein Szenario mit festem Satz.
Für eine einzelne prozentuale Veränderung reicht auch der Prozentrechner. Über mehrere Jahre dürfen Sie Jahresraten allerdings nicht addieren; der Rechner vergleicht daher immer Indexstände.
Inflationsrechner oder VPI: Welcher Index gilt wann?
Destatis veröffentlicht zwei Indizes: den nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) und den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der wichtigste Unterschied betrifft vor allem selbst genutztes Wohneigentum. Der VPI schätzt dafür eine unterstellte Miete, der HVPI lässt diesen Posten weg. Deshalb hat Wohnen im VPI ein deutlich höheres Gewicht.
Trotzdem liegen beide Raten meist nah beieinander. Im Jahresdurchschnitt 2025 meldete Destatis für den VPI 2,2 % und für den HVPI 2,3 %. Der Rechner nutzt den HVPI, weil nur dieser Index alle Länder vergleichbar macht; auch die EZB misst ihr Ziel von 2 % am HVPI der Eurozone.
Für rechtliche Zwecke zählt allerdings der VPI:
- Indexmiete: Nach § 557b BGB richtet sich die Miete nach dem vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisindex für die Lebenshaltung, also dem VPI.
- Österreich: Wertsicherungsklauseln in Mietverträgen und Lieferverträgen verweisen meist auf den VPI von Statistik Austria.
- Verträge allgemein: Maßgeblich ist immer der Index, den der Vertrag nennt.
Kurz gesagt: Für Orientierung und Ländervergleich nutzen Sie diesen Rechner, für eine Mieterhöhung den VPI. Bei rechtlich wichtigen Rechnungen prüfen Sie zudem die aktuelle Rechtslage.
Was ist eine Deutsche Mark heute wert?
Der Umrechnungskurs steht seit dem Start des Euro fest: 1 € entspricht 1,95583 DM. Liegt Ihr Startmonat vor 2002, blendet der Rechner für Deutschland und die Eurozone ein Kästchen ein. Aktivieren Sie es, teilt das Tool Ihren Betrag zuerst durch 1,95583 und rechnet dann mit dem Index weiter.
Ein Beispiel: 1.000 DM aus dem Januar 1996 entsprechen im August 2026 einer Kaufkraft von 927,98 €. Die Preise sind in diesem Zeitraum um 81,5 % gestiegen, also um 2,0 % pro Jahr. Ohne Inflation wären aus 1.000 DM nur 511,29 € geworden; die Differenz ist der Preisanstieg.
Für Österreich funktioniert das genauso mit dem Schilling zum festen Kurs von 13,7603 je Euro. Aus 1.000 Schilling vom Januar 1996 werden somit 146,07 € heutiger Kaufkraft. Zwei Grenzen sollten Sie kennen:
- Startjahr 1996: Die HVPI Reihen beginnen im Januar 1996. Für ältere Beträge greifen Sie daher auf die langen VPI Reihen von Destatis zurück.
- Richtung: Bei Heute → früher zeigt das Tool das Ergebnis in DM, also was der heutige Betrag damals in Mark gewesen wäre.
Wie viel Kaufkraft hat der Euro seit der Bargeldeinführung verloren?
Seit Januar 2002 zahlen wir mit Eurobargeld. Im Beispiel entsprechen 1.000 € aus jenem Monat im August 2026 in Deutschland 1.680,10 €. Die Preise sind also um 68,0 % gestiegen, im Schnitt um 2,1 % pro Jahr, und derselbe Schein kauft heute 40,5 % weniger als 2002.
Der Durchschnitt verdeckt allerdings den Verlauf. Die Tabelle zeigt lange ruhige Jahre und dann einen Sprung: Im Dezember 2022 lag die Rate in Deutschland bei 9,6 %, in Österreich bei 10,5 %. Seit Januar 2020 sind die Preise in Deutschland um 29,7 % gestiegen, das sind 4,0 % pro Jahr.
Zudem laufen die Länder auch innerhalb der Eurozone auseinander. Mit denselben 1.000 € von 2002 brauchen Sie in Österreich heute 1.852,58 €, also 85,3 % mehr. Deshalb lohnt der Blick auf das Land, in dem Sie tatsächlich leben und einkaufen, statt auf den Durchschnitt der Eurozone.
Wie vergleichen Sie die Inflation zweier Länder?
Im Ländervergleich setzt der Rechner beide Preisniveaus im Startmonat auf 100 und verfolgt sie Monat für Monat. Zwischen Januar 2016 und August 2026 stieg der Warenkorb in Deutschland von 100 auf 138,4 und in der Eurozone auf 135,5. Der Abstand der durchschnittlichen Jahresraten beträgt also 0,2 Prozentpunkte.
Drei Punkte sollten Sie beim Lesen beachten:
- Keine Wechselkurse: Jedes Land zeigt den Preisanstieg in seiner eigenen Währung. Für Franken oder Pfund ist der Wechselkurs eine eigene Rechnung.
- Gleiche Monate: Das Tool nutzt nur Monate, die beide Reihen abdecken. Beginnt ein Land später, nennt der Hinweis den tatsächlichen Start.
- Gleiche Methode: Auch die Schweiz meldet einen HVPI an Eurostat. Dort stiegen die Preise zum Beispiel von Januar 2005 bis August 2026 nur um 12,9 %.
Ich nutze diese Ansicht vor allem mit Kunden, die in mehreren Ländern verkaufen. Sie zeigt schnell, ob eine Preisliste aus dem einen Markt im anderen hinter der Inflation zurückliegt. Vergleichen Sie Bruttopreise über Grenzen hinweg, rechnen Sie zuerst mit dem Mehrwertsteuer Rechner die unterschiedlichen Steuersätze heraus.
Wo sollten Unternehmen mit Inflationszahlen rechnen?
Wenn ich mit Kunden Jahresumsatz und Werbeleistung bespreche, bereinige ich die Zahlen zuerst um die Inflation. Ein Umsatz, der um 10 % gewachsen ist, während die Preise um 8 % stiegen, ist real kaum gewachsen. Diesen Schritt sollten Sie deshalb bei jedem Marketing Report machen.
Besonders nützlich ist der Rechner für drei Aufgaben:
- Preise: Welchem Preis entspricht Ihr Vorjahrespreis heute, und hat Ihre Preiserhöhung mit der Inflation Schritt gehalten?
- Budgets: Wer das Marketingbudget auf dem Vorjahreswert hält, kürzt es in Wahrheit. Berücksichtigen Sie das, wenn Sie Ihr Google Ads Budget festlegen.
- Gehälter und Angebote: Der heutige Wert eines alten Angebots oder Gehalts gibt jeder Verhandlung eine sachliche Grundlage.
In Zeiten hoher Inflation entscheiden Zeitpunkt der Preiserhöhung, Preisstufen und Aktionen über Ihre Marge. Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, entwickeln wir Ihre Preisstrategie gemeinsam im Rahmen meiner E-Commerce Beratung.
Wie verlässlich ist eine Inflationsprognose?
Die Prognose ist zunächst ein Szenario, keine Vorhersage. Das Tool hält Ihren Satz für jedes Jahr konstant und lässt den Betrag mit diesem Satz wachsen. Die echte Inflation schwankt jedoch von Jahr zu Jahr; lesen Sie das Ergebnis also als: wenn dieser Satz anhält.
Voreingestellt ist die Inflation der letzten 12 Monate im gewählten Land. Für Länder der Eurozone wählen Sie mit einem Klick das Ziel der EZB von 2 %, für das Vereinigte Königreich das ebenfalls bei 2 % liegende Ziel der Bank of England. Haben Sie eine eigene Erwartung, tragen Sie diese unter Eigener % ein.
Eine schnelle Faustregel hilft zudem: Teilen Sie 70 durch die Jahresrate, dann erhalten Sie grob die Zahl der Jahre, bis sich die Preise verdoppeln. Bei 2 % sind das etwa 35 Jahre, bei 5 % etwa 14. Im Beispiel muss 1.000 € bei konstant 2 % nach 10 Jahren auf 1.218,99 € wachsen, nur um die Kaufkraft zu halten. Für Sparentscheidungen rechnen Sie deshalb besser mehrere Sätze durch statt sich auf eine Zahl zu verlassen.
Häufige Fehler bei der Inflationsrechnung
- ✕FehlerJahresraten addieren, um die Gesamtinflation zu erhalten✓Besser soRaten wirken mit Zinseszinseffekt. Zwei Jahre mit je 50 % Inflation ergeben 125 %, nicht 100 %. Der Rechner vergleicht daher immer Start und Endindex.
- ✕FehlerHVPI und VPI verwechseln✓Besser soFür Indexmieten und Wertsicherungsklauseln gilt der im Vertrag genannte VPI. Nutzen Sie diesen Rechner zur Orientierung und den VPI für die rechtlich verbindliche Zahl.
- ✕FehlerBeträge in DM oder Schilling als Euro eingeben✓Besser soAktivieren Sie bei einem Start vor 2002 das Kästchen für DM oder Schilling. Sonst ist das Ergebnis fast doppelt beziehungsweise fast vierzehnmal zu hoch.
- ✕FehlerWechselkurse mit Inflation verwechseln✓Besser soFranken oder Pfund können sich ganz anders bewegen als der Inflationsabstand zweier Länder. Der Ländervergleich lässt Wechselkurse deshalb bewusst weg.
- ✕FehlerNominales Wachstum für echtes Wachstum halten✓Besser soBringen Sie Vorjahreszahlen zuerst auf das heutige Preisniveau. Sonst sieht Inflation wie Wachstum aus.
Häufig gestellte Fragen
Preise bei Inflation anpassen ist Strategie.
Zeitpunkt der Preiserhöhung, Preisstufen und Margenschutz entscheiden, ob die Inflation Ihren Gewinn auffrisst. Gestalten wir Ihre E-Commerce Preisstrategie gemeinsam.
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