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Google meldet ungewöhnlichen Traffic aus Ihrem Netzwerk: Was tun?

Talha Aslan 16 Minuten Lesezeit 3 Aufrufe

Was bedeutet die Google Meldung über ungewöhnlichen Traffic aus Ihrem Computernetzwerk?

Die Meldung "Unsere Systeme haben ungewöhnlichen Traffic aus Ihrem Computernetzwerk festgestellt" bedeutet, dass Google von Ihrem Netzwerk aus Suchanfragen sah, die automatisiert wirken statt menschlich. Google verlangt dann eine reCAPTCHA Prüfung. Nach dem Bestehen läuft die Suche also weiter.

Zudem beschreibt die offizielle Google Suchhilfe genau diese Situation. Der Wortlaut auf Ihrem Bildschirm kann je nach Sprache und Zeitpunkt leicht abweichen. Deshalb behandeln wir hier die Warnung und ähnliche Hinweise, nicht einen starren Satz.

Kurz gesagt vermutet Google, dass etwas in Ihrem Netzwerk sich nicht wie ein Mensch verhält. Allerdings ist dieses "Etwas" oft harmlos. Zum Beispiel reicht eine geteilte Adresse oder eine Erweiterung im Hintergrund aus.

In der Praxis erscheint die Seite direkt nach dem Absenden einer Suche. Dann öffnet sich statt der Ergebnisse eine Prüfseite. Somit ist es eine Schutzmaßnahme, keine Strafe.

Ist die Meldung über ungewöhnlichen Traffic ein Problem Ihrer Website?

Nein, die Meldung ist kein Problem Ihrer Website. Wer sie sieht, wird beim Suchen bei Google gebremst. Denn Ihr Server, Ihr Code und Ihre Inhalte haben damit nichts zu tun. Daher müssen Sie auf Ihrer Seite nichts reparieren.

Zum Beispiel geraten manche Websitebetreiber in Panik, rufen den Hoster an oder wechseln das Theme. Allerdings erscheint der Hinweis nur auf der Suchseite. Indexierung, Ranking und Erreichbarkeit Ihrer Seite ändern sich dadurch nicht.

Allerdings gibt es eine Ausnahme. Führt Ihr eigenes Team viele automatisierte Anfragen für die Konkurrenzanalyse aus, sieht es die Warnung im eigenen Netzwerk. Dann liegt das Problem im Suchverhalten und nicht in der Seite. Dazu mehr weiter unten, denn das betrifft vor allem Agenturen.

Schreibt Ihnen ein Kunde deswegen, antworten Sie daher gelassen. Erklären Sie, dass seine Verbindung die Prüfung ausgelöst hat, und nennen Sie ihm die Schritte aus diesem Ratgeber.

Warum zeigt Google eine Meldung über ungewöhnlichen Traffic?

Konkret nennt die Google Hilfe mehrere Hauptursachen. Alle folgen derselben Logik: Die Anfragen aus dem Netzwerk wirken nicht wie normales Nutzerverhalten. Wer die Ursache kennt, wählt deshalb die passende Lösung leichter.

Die wichtigsten Ursachen sind:

  • Schadsoftware, die ohne Ihr Wissen auf Ihrem Gerät läuft.
  • Personen in einem Schul oder Firmennetzwerk, die automatisierte Suchen senden.
  • VPN Nutzer oder Tunneldienste für IPv6, die über dieselbe Adresse automatisierte Anfragen senden.
  • Weitere Kunden Ihres Internetanbieters, die automatisierten Traffic erzeugen.
  • Roboter, Programme, Scraper oder Software, die Suchrankings überwacht.

Schon ein einzelner Punkt kann also Ihre Adresse betreffen. Außerdem schließen sich die Ursachen nicht aus. Nutzen Sie im Büro ein VPN und eine alte Erweiterung, können alle drei zusammenwirken.

Denn Google bewertet die Netzwerkadresse und nicht die einzelne Person. Somit ist der Auslöser oft jemand, den Sie nie getroffen haben.

Warum lösen geteilte Netzwerke und Büro WLAN die Meldung aus?

Büros, Schulen, Cafés und Hotels schicken meist Dutzende Geräte über eine einzige öffentliche Adresse ins Internet. Folglich sieht Google alle diese Anfragen als eine Quelle. Senden einige Geräte automatisierte Anfragen, bekommen alle hinter der Adresse dieselbe Warnung.

Beispielszenario: Ein Praktikant in einer Agentur prüft mit einem Tool die Rankings von Hunderten Keywords. Währenddessen suchen die Kollegen ganz normal, weil sie nichts ahnen. Dann sehen nach wenigen Minuten plötzlich alle den Roboter Test.

Das heißt, das Verhalten einer Person betrifft die ganze Adresse. Deshalb suchen Sie in Büronetzwerken das Gerät, das automatisierten Traffic erzeugt, und nicht die Person, die die Warnung sieht.

Eine einfache Frage hilft: Wie viele Personen haben die Meldung gleichzeitig gesehen? Waren es mehrere, liegt die Ursache wahrscheinlich in der gemeinsamen Adresse oder in einem Tool im Netzwerk, nicht in einem privaten Gerät.

Warum erscheint sie im Mobilfunknetz? Was ist CGNAT?

CGNAT (Carrier Grade NAT) bedeutet, dass ein Mobilfunkanbieter viele Kunden hinter wenige öffentliche Adressen legt. Das spart zwar Adressen, hat aber einen Haken. Allerdings gehen Hunderte Kunden über dieselbe Adresse ins Netz.

Sendet ein Fremder automatisierte Anfragen, sehen Sie die Warnung eventuell ebenfalls. Dennoch passiert das sogar, wenn auf Ihrem Handy keine verdächtige App läuft. Denn Google kann die Personen hinter einer geteilten Adresse nicht unterscheiden.

Stellen Sie sich ein Haus vor, in dem jede Wohnung dieselbe Hausnummer nutzt. Der Briefträger kann daher nicht erkennen, welche Wohnung Ärger gemacht hat. Also trifft die Einschränkung das ganze Haus.

Meist hilft zunächst eine frische Verbindung. Zunächst schalten Sie kurz den Flugmodus ein oder wechseln ins WLAN. Dann erhalten Sie womöglich eine andere Adresse. Eine Garantie gibt es nicht, aber der Versuch kostet nichts. Bleibt das Problem, informieren Sie Ihren Anbieter, weil er die Adressen verwaltet.

Kann ein VPN oder Proxy die Meldung über ungewöhnlichen Traffic auslösen?

Ja, das ist möglich. Die Google Hilfe erklärt, dass andere VPN Nutzer oder Tunneldienste für IPv6 automatisierte Anfragen senden können. Dadurch kann Google missbräuchlichen und normalen Traffic nicht mehr unterscheiden. Die Ausgangsadresse eines VPN teilen sich viele Menschen, daher ist sie riskant.

Ebenso folgen Proxys und ähnliche Zwischendienste derselben Logik. Kostenlose oder stark genutzte Dienste bergen mehr Risiko, denn niemand prüft, wer sie verwendet.

Sehen Sie die Warnung nur bei aktivem VPN, ist der Hinweis eindeutig. Schalten Sie es also aus und suchen Sie erneut. Verschwindet das Problem, wenden Sie sich an Ihren Anbieter oder wählen Sie einen anderen. Auch Google empfiehlt denselben Weg.

Firmen VPNs verhalten sich zudem ähnlich. Schickt ein Unternehmen alle Mitarbeitenden über eine Adresse hinaus, trifft das automatisierte Tool eines Einzelnen alle. Vor allem Teams im Homeoffice erleben das oft.

Können Schadsoftware oder Browser Erweiterungen die Meldung auslösen?

Ja. Laut Google kann Schadsoftware ohne Ihr Wissen auf Ihrem Computer installiert sein und automatisierte Suchanfragen senden. Bemerken Sie Verlangsamungen oder eine unbekannte Erweiterung, nehmen Sie das ernst.

Außerdem sind Erweiterungen ein eigenes Risiko. Manche senden im Hintergrund Suchanfragen. Zum Beispiel können Erweiterungen, die Rankings anzeigen, Preise vergleichen oder Seiten automatisch prüfen, so arbeiten.

Schadsoftware hinterlässt nicht immer eine sichtbare Spur. Stattdessen sendet sie manchmal nur still Anfragen. Daher lohnt sich eine zweite Prüfung mit einem aktuellen Sicherheitsprogramm.

Begann die Warnung direkt nach der Installation einer neuen Erweiterung, ist sie der erste Verdächtige. Deaktivieren Sie sie daher zuerst.

Diese Schritte helfen:

  1. Entfernen Sie Erweiterungen, die Sie nicht kennen oder nicht mehr nutzen.
  2. Führen Sie einen vollständigen Scan mit einem vertrauenswürdigen Sicherheitsprogramm durch.
  3. Aktualisieren Sie Browser und Betriebssystem.
  4. Deinstallieren Sie Programme, die Sie nicht mehr brauchen.

Danach versuchen Sie die Suche erneut.

Was zählt Google als automatisierten Traffic?

Laut Google Hilfe bedeutet automatisierter Traffic Suchanfragen von Robotern, Computerprogrammen, automatisierten Diensten oder Scrapern. Dazu gehört zudem Software, die das Suchranking von Websites überwacht.

Ruft also ein Programm die Suchseite für Sie auf, statt dass ein Mensch tippt, kann Google das als automatisiert werten. Ihre Absicht mag harmlos sein, das Ergebnis bleibt dasselbe.

Konkret entscheiden Häufigkeit und Muster. Dutzende Anfragen pro Minute, immer gleiche Suchen und Anfragen schneller als ein Mensch tippen kann, fallen auf. Deshalb genügt "ich prüfe nur ein paar Keywords" nicht, wenn das Tool schnell läuft.

Manche Programme suchen zudem im Hintergrund für Sie. Haben Sie ein Tool installiert, das Rankings zeigt oder Ergebnisse vergleicht, suchen Sie in dessen Einstellungen nach einer Option für automatische Anfragen.

Wie beheben Sie die Meldung über ungewöhnlichen Traffic als Besucher?

Zunächst bleiben Sie ruhig, denn die Lösung dauert meist nur wenige Minuten. Gehen Sie deshalb die Schritte der Reihe nach durch.

  1. Lösen Sie die reCAPTCHA Prüfung. Laut offizieller Seite verschwindet die Meldung danach normalerweise.
  2. Prüfen Sie, ob Ihr Browser reCAPTCHA unterstützt und JavaScript aktiv ist.
  3. Nutzen Sie ein VPN oder einen Proxy, schalten Sie ihn aus und suchen Sie erneut.
  4. Wechseln Sie zwischen WLAN und Mobilfunk, um ein anderes Netzwerk zu testen.
  5. Prüfen Sie Ihre Browser Erweiterungen und entfernen Sie verdächtige.
  6. Scannen Sie Ihr Gerät auf Schadsoftware.
  7. Besteht das Problem weiter, wenden Sie sich an Ihren Netzwerkadministrator oder Internetanbieter.

Trotzdem kann niemand ein Ergebnis zusichern. Allerdings beginnt diese Reihenfolge mit den einfachsten und risikoärmsten Schritten.

Am Smartphone gilt dieselbe Logik, denn die Ursachen sind gleich. Bestehen Sie die Prüfung, wechseln Sie zwischen Mobilfunk und WLAN. Danach kontrollieren Sie Apps und Sicherheitseinstellungen.

Was tun, wenn die Roboterprüfung immer wieder kommt?

Kehrt die Warnung nach bestandener Prüfung zurück, besteht die Quelle weiter. Das heißt, das Problem liegt womöglich nicht in Ihren eigenen Suchen, sondern in Traffic, der hinter der Adresse weiterläuft.

Testen Sie zunächst mit einem anderen Netzwerk. Schalten Sie das Handy auf Mobilfunk und suchen Sie dasselbe. Klappt es dort, liegt es an Ihrem Heim oder Büronetz. Klappt es dort nicht, schauen Sie dann auf Ihr Gerät.

Prüfen Sie außerdem diese Punkte:

  • Erscheint dieselbe Warnung in einem anderen Browser oder im privaten Fenster?
  • Sind andere Geräte im selben Netzwerk betroffen?
  • Läuft im Hintergrund dauerhaft ein Tool oder Skript?

Die Antworten grenzen das Problem ein, weil jede eine Ursache ausschließt. Zudem können Sie Ihrer IT oder Ihrem Anbieter genaue Angaben machen.

Zwei Fälle machen die Schleife meist dauerhaft: Die Adresse erhält weiter Traffic aus einer riskanten Quelle, oder Ihr Gerät führt wirklich einen automatisierten Prozess aus. Ein zweites Gerät trennt beide Fälle schnell.

Wie lösen Sie die Meldung im Firmen oder Büronetzwerk?

Im Büronetzwerk besteht die eigentliche Aufgabe darin, die Quelle des automatisierten Traffics zu finden. Google rät Netzwerkadministratoren, die Quellen des automatisierten Traffics zu Google zu finden und zu blockieren. Das ist also Aufgabe Ihrer IT.

Eine praktische Reihenfolge sieht so aus:

  1. Notieren Sie, wie viele Personen die Warnung sehen und seit wann.
  2. Scannen Sie die Rechner im Netzwerk auf Schadsoftware.
  3. Listen Sie Rank Tracking, Datensammlung und Automatisierungstools auf.
  4. Pausieren Sie verdächtige Tools vorübergehend.
  5. Prüfen Sie die Ausgänge von Firmen VPN oder Proxy.

Haben Sie einen Adressblock gekauft oder gemietet, recherchieren Sie auch dessen Vorgeschichte. Google empfiehlt, den Adressraum vor dem Kauf zu prüfen. Denn ein Reputationsproblem früherer Nutzer kann auf Sie übergehen.

Kleine Betriebe haben dagegen oft keine IT. Schalten Sie dann die Rechner nacheinander aus und beobachten Sie, bei welchem die Warnung verschwindet. Die Methode ist schlicht, dennoch wirksam.

Größere Netzwerke haben dagegen Protokolle, die das Anfragevolumen zeigen. Sendet ein Gerät viele Anfragen an Google, haben Sie die Quelle gefunden.

Welche Ursache passt zu welcher Lösung?

Die Tabelle zeigt je nach Symptom, wo Sie zuerst suchen. Kurz gesagt ist sie ein Ausgangspunkt, kein Diagnosewerkzeug.

SituationTypisches ZeichenErster Schritt
Gemeinsames Büro oder SchulnetzViele Personen im Netzwerk sehen sieIT soll die automatisierte Quelle suchen
Mobilfunk (CGNAT)Nur im MobilfunknetzVerbindung erneuern, ins WLAN wechseln
VPN oder ProxyMit VPN ja, ohne VPN neinVPN ausschalten oder Anbieter wechseln
Schadsoftware oder ErweiterungEin Gerät, in jedem NetzwerkErweiterungen entfernen, vollständig scannen
Rank Tracking ToolBeginnt, wenn das Tool läuftTool stoppen, offizielle Daten nutzen
InternetanbieterKein Gerät und kein Netz hilftAnbieter kontaktieren

Was passiert, wenn SEO Teams automatisierte Anfragen senden?

Zum Beispiel sehen SEO Teams diese Warnung oft. Ein Tool, das Keyword Rankings automatisch prüft, kann binnen Stunden Hunderte Anfragen senden. Daher wertet Google das als automatisierten Traffic und kann das Netzwerk einschränken.

Außerdem beschränken die Nutzungsbedingungen von Google den Missbrauch der Dienste, und automatisierte Anfragen können in diesem Zusammenhang Probleme bereiten. Es geht also nicht nur um eine technische Sperre, sondern um Regelkonformität. Details finden Sie in den Google Nutzungsbedingungen.

Das Ergebnis betrifft nicht nur Ihr eigenes Netzwerk. Auch Kollegen und Kunden, die es teilen, spüren die Folgen, denn sie sitzen im selben Netz. Somit kann "ich frage das nur von meinem Rechner ab" für das ganze Büro Ärger bedeuten.

Wir halten Ranking Beobachtung mit offiziellen Daten für sinnvoller als das Auslesen der Suchseite.

Viele Teams beginnen mit "wir holen nur wenige Daten". Dann wird ein Tool geplant, das Volumen wächst und das Netzwerk wird eingeschränkt. Am Ende verliert das Team Recherche und eigene Suche zugleich.

Welche offiziellen Wege gibt es für Ranking Daten?

Zunächst gilt: Die richtige Quelle sind die Daten, die Google Ihnen direkt gibt. Die Search Console zeigt, bei welchen Suchanfragen Ihre Seite erscheint, dazu Klicks und durchschnittliche Position. Außerdem können Sie diese Daten über die API abrufen. Details finden Sie in der Dokumentation zur Search Console API.

Sind Sie neu dabei, hilft unsere Anleitung zur Google Search Console für Einsteiger. Für den Vergleich mit Mitbewerbern lesen Sie die Anleitung zur SEO Konkurrenzanalyse.

Die Daten der Search Console sind keine Schätzung. Konkret sind es Impressionen und Klicks, die Google für Ihre eigene Seite gemessen hat. Sie zeigen nicht die Positionen der Konkurrenz, dafür Ihre Leistung genau.

Für Konkurrenzdaten prüfen Sie lizenzierte Anbieter mit offiziellen Schnittstellen und eigenen Bedingungen. Lesen Sie daher zuerst deren Nutzungsbedingungen.

So gelangen Sie an entscheidungsreife Daten, ohne Ergebnisse auszulesen. Brauchen Sie Hilfe bei der Planung, unterstützt Sie unsere SEO Beratung.

Hängt die Meldung mit Googlebot oder Google Ads zusammen?

Nein, das sind getrennte Themen, also halten Sie sie auseinander. Die Warnung erscheint auf der Google Suchseite, die Menschen nutzen. Googlebot ist der Roboter, der Ihre Seite crawlt, und ein anderes System. Bringt Sie das durcheinander, lesen Sie was Googlebot ist und wie Sie ihn verifizieren.

Auch Ihre Google Ads Kampagnen sind nicht direkt betroffen. Denn die Meldung über ungewöhnlichen Traffic betrifft die Verbindung der suchenden Person. Führt allerdings ein Werbemanager viele Suchen aus einem Netzwerk aus, sieht er womöglich selbst die Warnung.

Die Verwirrung entsteht durch das Wort "Traffic". Hier meint es Anfragen an die Suchseite, nicht Besucher Ihrer Website. Dasselbe Wort steht also für zwei verschiedene Systeme.

Googlebot zu sperren oder die robots Datei zu ändern, löst die Warnung nicht. Es würde nur das Crawling Ihrer Seite verändern und könnte dem Ranking schaden. Somit ist es ein unnötiger Eingriff.

Kurz gesagt hindert die Warnung weder Crawling noch Ranking noch Ihre Werbung.

Woran erkennen Sie, ob die Ursache bei Ihnen liegt?

Nutzen Sie dafür einen einfachen Trenntest. Führen Sie dieselbe Suche unter drei Bedingungen aus: im eigenen Netzwerk, im Mobilfunk und in einem fremden Netzwerk. Danach zeigt der Vergleich die Quelle.

Beispiel für die Auswertung:

  • In jedem Netzwerk: Prüfen Sie Gerät und Konto.
  • Nur im Büro: Prüfen Sie das Büronetzwerk.
  • Mit VPN ja, ohne VPN nein: Hinterfragen Sie den VPN Anbieter.
  • Nur im Mobilfunk: Denken Sie an CGNAT.

Der Test dauert nur fünf Minuten. Außerdem zeigt er, was Sie ändern sollten. Die Ursache zu finden ist immer günstiger als zufällige Einstellungen zu ändern.

Notieren Sie: welches Netzwerk, welche Uhrzeit, welches Gerät. Diese Angaben sind nämlich für die IT wertvoll. Überlegen Sie zudem, welches Tool Sie vor der ersten Warnung installiert haben. Allein das löst den Fall also oft.

Zudem hilft ein Zeitstempel. Erscheint die Warnung täglich zur gleichen Stunde, steckt womöglich eine geplante Aufgabe oder ein automatisiertes Tool dahinter.

Was können Sie tun, damit die Meldung nicht wiederkommt?

Vorbeugung beruht auf wenigen einfachen Gewohnheiten. Keine davon ist Zauberei, aber zusammen senken sie die Wahrscheinlichkeit.

  • Verfolgen Sie Rankings mit offiziellen Daten und fragen Sie die Suchseite nicht automatisch ab.
  • Meiden Sie unzuverlässige kostenlose VPN Dienste.
  • Prüfen Sie Browser Erweiterungen regelmäßig.
  • Halten Sie Geräte aktuell und scannen Sie sie oft.
  • Legen Sie Automatisierungstools in die Hand einer benannten Person.

In der Praxis hilft in Unternehmen eine kleine interne Regel. Führen Sie eine Freigabe für Tools ein, die automatisierte Anfragen an die Suchseite senden. Dann wissen Sie, wer welches Tool wann nutzt.

Privatnutzern genügt eine Regel: Installieren Sie keine Erweiterungen, denen Sie nicht trauen, und halten Sie das System aktuell. Somit senken diese zwei Gewohnheiten das Risiko spürbar.

Welche Umgehungen sollten Sie vermeiden?

Geraten Sie nicht in Panik und biegen Sie nicht falsch ab. Jede Methode, die Systeme von Google zu umgehen versucht, ist nutzlos und riskant. Umgehen gilt als Austricksen der Systeme, daher raten wir davon ab.

Meiden Sie Folgendes:

  • Unbekannte Dienste, die versprechen, die Sperre aufzuheben, und bezahlte Vermittler.
  • Ständiges Wechseln der Adresse, um die Prüfung zu umgehen.
  • Tools, die die Prüfung automatisch lösen.
  • Fremde Netzwerke oder Konten ohne Erlaubnis nutzen.

Das löst das Problem nämlich nicht. Stattdessen verschlimmert es die Lage oft und bringt Sicherheitsrisiken. Niemand kann die Systeme von Google für Sie entsperren, weil sie nicht verhandelbar sind. Zahlen Sie daher nie an Fremde und geben Sie keine Ausweisdaten weiter.

Auch die Prüfung von einer anderen Person lösen zu lassen oder per Automatik zu lösen, verstößt gegen die Regeln. Regelkonformes Verhalten ist langfristig der kürzeste Weg. Vertrauen Sie niemandem, der eine garantierte Entsperrung verspricht.

Ist das dasselbe wie ein Verbindungsreset oder ein gehacktes Konto?

Nein, das sind andere Probleme, deshalb unterscheiden sich die Lösungen. Zeigt Ihr Browser einen Fehler wie "Verbindung wurde zurückgesetzt", unterscheiden sich die Schritte. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber zum Fehler Verbindung wurde zurückgesetzt.

Vermuten Sie einen unbefugten Zugriff auf Ihr Konto, gilt ein eigener Ablauf. Lesen Sie dann, wie Sie ein gehacktes Gmail Konto wiederherstellen.

Die Meldung über ungewöhnlichen Traffic bedeutet nicht, dass Ihr Konto gehackt wurde. Weil Schadsoftware aber eine mögliche Ursache ist, bleibt ein Gerätescan sinnvoll.

Zum Beispiel ändern manche nach der Warnung ihre Passwörter. Das ist keine schlechte Idee, löst die Warnung aber nicht. Kontosicherheit und Sucheinschränkung sind zwei getrennte Themen.

Vermuten Sie Schadsoftware, ändern Sie Passwörter von einem sauberen Gerät aus. Änderungen auf einem infizierten Gerät können die neuen Daten dem Angreifer verraten.

Wie messen Sie den Traffic Ihrer Website richtig?

Auch wenn die Meldung über ungewöhnlichen Traffic kein Websiteproblem ist, sehen Sie in Ihren Reports vielleicht seltsames Verhalten. Bot Traffic, Sitzungen ohne klaren Kanal und plötzliche Spitzen sind ungewöhnliche Signale. Das behandeln wir getrennt im Beitrag GA4 Unassigned Traffic: Ursachen und Lösung.

Außerdem halten einheitlich markierte Kampagnenlinks die Daten sauber. Ein UTM Generator beschleunigt das. Für den allgemeinen Zustand einer Seite nutzen Sie den SEO Check.

In der Analyse ist es wichtig, Bot Traffic zu erkennen. Verdächtige Sitzungen verzerren die Messung und führen Kampagnenentscheidungen in die Irre. Prüfen Sie Ihre Reports daher regelmäßig.

Ein verwandter Tipp: Rechner wie der ROAS Rechner sind nur mit sauberen Daten sinnvoll. Eine Rechnung auf Basis verzerrter Zahlen liefert ein falsches Ergebnis.

So sehen Sie den Unterschied zwischen Roboterprüfung und Website Analyse. Das eine betrifft den Zugang auf der Suchseite, das andere die Messung Ihrer Seite.

Wann sollten Sie Netzwerkadministrator oder Internetanbieter kontaktieren?

Haben Sie alle persönlichen Schritte probiert und die Warnung bleibt auf jedem Gerät und in jedem Browser, ist es Zeit für ein Gespräch. Auch Google nennt diese beiden Ansprechpartner deutlich.

Geben Sie Ihrem Netzwerkadministrator diese Informationen:

  • Wann Sie die Warnung zuerst sahen und wie viele Geräte betroffen sind.
  • Welche Schritte Sie probiert haben und mit welchem Ergebnis.
  • Welche Rank Tracking oder Automatisierungstools im Netzwerk laufen.

Sagen Sie Ihrem Internetanbieter, dass dasselbe Problem im Mobilfunk und im Heimnetz anhält. Der Anbieter verwaltet oft den Adresspool. Erwarten Sie keine garantierte Lösung, aber Ihre Chance auf die Quelle steigt.

Bereiten Sie vor dem Anruf eine kurze Zusammenfassung vor. Wer klare Angaben macht, bekommt schneller Hilfe. Eine schriftliche Notiz erspart zudem doppeltes Erklären.

Sagt der Anbieter, das Problem liege nicht bei ihm, suchen Sie im eigenen Netzwerk weiter. Manchmal haben beide recht, und das Problem sitzt an der Schnittstelle.

Was sollten Sie kurz zusammengefasst tun?

Schließen Sie zunächst die Prüfung ab. Dann schalten Sie das VPN aus, wechseln das Netzwerk und scannen das Gerät. Im Büronetz suchen Sie das Tool, das automatisierten Traffic erzeugt. Arbeiten Sie im SEO, hören Sie auf, die Suchseite auszulesen, und wechseln Sie zu den Daten der Search Console.

Die Meldung über ungewöhnlichen Traffic betrifft die Verbindung und nicht Ihre Website. Außerdem ist die Lösung oft einfach, doch die Ursache zu finden braucht Geduld. Möchten Sie Ranking Beobachtung und organisches Wachstum planen, erreichen Sie uns über unsere Seite zur SEO Beratung.

Offizielle Informationen finden Sie in der Google Suchhilfe. Menüs und Formulierungen können sich ändern, prüfen Sie die aktuelle Beschreibung daher dort.

Häufig gestellte Fragen

Verschwindet die Meldung über ungewöhnlichen Traffic von selbst wieder?
Häufig ja. Sobald Sie die Prüfung abgeschlossen haben, läuft die Suche weiter. Kehrt die Meldung ständig zurück, besteht die Quelle weiter. Prüfen Sie dann das gemeinsame Netzwerk, Ihre VPN Verbindung und Ihr Gerät auf Schadsoftware. Die Ursache zu finden ist besser als zu warten, denn eine feste Dauer der Einschränkung kann niemand zusichern.
Schadet diese Meldung dem Ranking meiner Website?
Nein. Die Meldung betrifft das Netzwerk, von dem aus gesucht wird, und nicht Ihre Website. Google schränkt nur die Suchanfragen aus diesem Netzwerk ein. Indexierung und Ranking Ihrer Seite ändern sich dadurch nicht. Sinkt Ihr Ranking, suchen Sie die Ursache in der Search Console, im Inhalt und in der Technik, denn die Meldung liefert dazu keinen Hinweis.
Muss ich auf mein VPN verzichten?
Nicht unbedingt. Erscheint die Meldung jedoch nur bei aktivem VPN, kann es helfen, das VPN auszuschalten oder den Anbieter zu wechseln. Viele Personen teilen sich dieselbe Ausgangsadresse, und einige senden womöglich automatisierte Anfragen. Auch Google empfiehlt, das VPN zu entfernen oder den Anbieter zu kontaktieren. Ein Test ohne VPN ist der risikoärmste erste Schritt.
Kann mir ein Rank Tracking Tool bei Google Ärger bringen?
Es kann Probleme verursachen. Laut Google Hilfe zählt auch Software, die Suchrankings überwacht, als automatisierter Traffic, und automatisierte Anfragen widersprechen den Nutzungsbedingungen. Ihr Netzwerk kann daher eingeschränkt werden. Sicherer sind Daten aus der Search Console und offizielle Schnittstellen. So vermeiden Sie die Meldung und schützen zugleich die Kollegen im selben Netzwerk.
Kann ein einzelner Computer im Büro alle blockieren?
Ja. Büronetzwerke nutzen meist eine gemeinsame öffentliche Adresse. Schadsoftware oder ein automatisiertes Tool auf nur einem Gerät kann alle Personen hinter dieser Adresse betreffen. Deshalb sollte die IT alle Rechner prüfen und die Quelle der automatisierten Anfragen suchen. Ohne diese Suche kommt die Meldung meist wieder, selbst nach bestandener Prüfung.
Warum sehe ich die Meldung im Mobilfunknetz, obwohl ich nichts getan habe?
Mobilfunkanbieter können viele Kunden hinter dieselbe öffentliche Adresse legen. Sie selbst tun nichts, aber jemand anderes mit derselben Adresse sendet vielleicht automatisierte Anfragen. Der Wechsel ins WLAN oder ein kurzer Flugmodus, um die Verbindung zu erneuern, sind die einfachsten ersten Schritte. Hält das Problem an, informieren Sie Ihren Anbieter, denn er verwaltet die Adressen.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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