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Redirect Checker
Sehen Sie die Weiterleitungskette und HTTP Statuscodes einer Adresse Schritt für Schritt: 301 → 302 → 200. Erkennen Sie unnötige Ketten, Schleifen und HTTPS zu HTTP Abstufungen sofort. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Ergebnis
Redirect Checker: So funktioniert es
- Adresse einfügen
Tragen Sie die gewünschte URL in das Feld Adresse (URL) ein. Ohne http oder https startet das Tool mit https und wandelt außerdem Domains mit Umlauten selbst um.
- Modus wählen
Mit Einzelne URL verfolgen Sie eine Adresse. Mit 4 Varianten vergleichen Sie die Versionen Ihrer Domain mit http und https, jeweils mit und ohne www.
- Prüfen drücken
Das Tool schickt bei jedem Schritt eine neue Anfrage und folgt der Kette höchstens 10 Schritte weit. Die Eingabetaste startet die Prüfung ebenfalls; im Modus 4 Varianten zeigt der Button den Fortschritt.
- Kette lesen
Jede Zeile zeigt Statuscode, Adresse und Antwortzeit. Danach fassen die vier Karten oben Endstatus, Anzahl der Weiterleitungen, Typ und Gesamtzeit zusammen.
- Hinweise umsetzen
Das Badge und die Hinweise darunter nennen Schleifen, Ketten, temporäre Codes und Abstufungen von HTTPS auf HTTP. Nach der Korrektur prüfen Sie dieselbe URL erneut.
Wie bewertet das Tool eine Kette?
Bei jedem Schritt liest das Tool den Statuscode und den Location Header; den Seiteninhalt gibt es weder zurück noch speichert es ihn. Der schwerste Befund der Kette bestimmt die Farbe des Badges.
Zahl der 3xx Antworten mit Location Header; die Zahl der Schritte liegt immer um eins höherLetzte Antwort 2xx und die Kette enthält entweder keine Weiterleitung oder genau eine 301 oder 3082 oder mehr Weiterleitungen, ein temporärer Code wie 302, 303 oder 307, eine Abstufung von HTTPS auf HTTP oder eine unerwartete letzte Antwort statt 200Eine Schleife, ein 4xx oder 5xx Code im letzten Schritt oder gar keine Verbindung zur ZieladresseDauerhaft bei ausschließlich 301 und 308, Temporär bei ausschließlich temporären Codes, Gemischt bei beidenDie 2xx Adresse, die die meisten Varianten erreichen, gilt als gemeinsames Ziel; eine abweichende Zieladresse löst eine Warnung vor doppelten Seiten ausDie Zeit ist die Anfragedauer, gemessen von unserem Server aus; Ihre eigene Verbindung kann schneller oder langsamer sein. Erreicht die Kette 10 Schritte, stoppt das Tool und zeigt eine Warnung zur langen Kette.
Beispielketten und das Ergebnis des Tools
Die Adressen sind Beispielszenarien; somit bekommt jede URL mit derselben Kette im Tool genau dieses Ergebnis.
| Start URL | Kette | Weiterleitungen | Ergebnis im Tool |
|---|---|---|---|
| http://beispiel.de/ | 301 → https://beispiel.de/ (200) | 1 | Gesund: erreicht das Ziel mit einer einzigen 301 |
| http://beispiel.de/blog | 301 → https://beispiel.de/blog, 301 → https://beispiel.de/blog/ (200) | 2 | Verbesserbar: Kette mit 2 Weiterleitungen |
| http://www.beispiel.de/ | 302 → https://www.beispiel.de/ (200) | 1 | Verbesserbar: temporäre Weiterleitung (302) |
| https://beispiel.de/a | 301 → https://beispiel.de/b, 301 → https://beispiel.de/a | 2 | Problem: Weiterleitungsschleife |
| https://beispiel.de/alt | 301 → https://beispiel.de/neu (404) | 1 | Problem: Zieladresse liefert 404 |
| https://beispiel.de/login | 301 → http://beispiel.de/login (200) | 1 | Verbesserbar: Abstufung von HTTPS auf HTTP |
| https://www.beispiel.de/ | Direkt 200 | 0 | Gesund: keine Weiterleitung |
Das Wort vor dem Doppelpunkt entspricht dem Badge im Tool; der Rest fasst den Hinweis des Tools zusammen.
HTTP Statuscodes und wie Google sie behandelt
Die Codes, die Ihnen im Tool am häufigsten begegnen, ihre Bedeutung und was Google damit macht:
| Code | Bedeutung | Was Google tut | Wann einsetzen? |
|---|---|---|---|
| 200 | OK | Verarbeitet den Inhalt und kann ihn indexieren | Die Seite lädt normal |
| 301 | Dauerhaft verschoben | Folgt der Weiterleitung und wertet sie als starkes Signal für die kanonische Zieladresse | Dauerhafte URL Änderung, Umstellung auf HTTPS oder Domainumzug |
| 308 | Dauerhafte Weiterleitung, Methode bleibt | Gleich starkes Signal wie 301 | Dauerhafter Umzug von URLs mit POST Anfragen, etwa Formulare oder APIs |
| 302 | Gefunden, vorübergehend woanders | Folgt ihr, nutzt sie aber nur als schwaches Signal für die kanonische URL | Kurze Kampagnen, Wartung oder Tests |
| 303 | Siehe andere Adresse | Behandelt sie wie eine temporäre Weiterleitung | Weiterleitung auf eine Ergebnisseite nach dem Absenden eines Formulars |
| 307 | Temporäre Weiterleitung, Methode bleibt | Gleich schwaches Signal wie 302 | Temporäre Weiterleitung, die POST Anfragen nicht verändern darf |
| 304 | Nicht geändert | Erkennt, dass der Inhalt seit dem letzten Crawl gleich ist | Bedingte Anfragen zur Prüfung des Caches |
| 404 | Nicht gefunden | Nutzt den Inhalt nicht und nimmt eine indexierte URL mit der Zeit aus dem Index | Die Seite existiert wirklich nicht |
| 410 | Dauerhaft entfernt | Behandelt sie genauso wie 404 | Sie haben die Seite bewusst und endgültig entfernt |
| 503 | Dienst nicht verfügbar | Crawlt vorübergehend langsamer | Geplante Wartung |
Quellen: Google Search Central Dokumentation zu Weiterleitungen und HTTP Statuscodes, RFC 9110. Googles Verhalten kann sich ändern; prüfen Sie vor jedem kritischen Umzug die aktuelle Dokumentation.
Was ist ein Redirect Checker und welche Fehler findet er?
Ein Redirect Checker zeigt Schritt für Schritt, über welche Adressen ein Server Sie schickt, bevor Sie auf der Zielseite landen. Dieser Redirect Checker listet für jeden Schritt den HTTP Statuscode, die URL und die Antwortzeit. Danach bekommt die Kette ein Badge mit Gesund, Verbesserbar oder Problem, damit Sie sie auf einen Blick lesen können.
Vor allem diese Fälle erkennt das Tool:
- Kette: die URL braucht zwei oder mehr Weiterleitungen bis zur Zielseite.
- Temporärer Code: ein dauerhafter Umzug nutzt 302, 303 oder 307.
- Schleife: die Adressen verweisen aufeinander, und die Kette endet nie.
- Sicherheitsabstufung: ein Schritt fällt von HTTPS auf HTTP zurück.
- Kaputtes Ziel: die Kette endet mit 404, 410 oder einem 5xx Fehler.
Mein Team und ich machen diese Prüfung bei jedem Website Umzug, jeder Umstellung auf HTTPS und jeder Änderung der URL Struktur. In der SEO Beratung stammen einige der teuersten Fehler aus Weiterleitungen, die nie jemand angesehen hat. Zudem verändert das Tool nichts an Ihrer Website; es liest nur Statuscodes und speichert keine Seiteninhalte.
Dauerhaft oder temporär: welchen Weiterleitungscode sollten Sie nutzen?
Die Entscheidung hängt an einer Frage: kommt die alte URL zurück? Wenn nicht, nutzen Sie einen dauerhaften Code, sonst einen temporären. In seiner Dokumentation zu Weiterleitungen wertet Google 301 und 308 als Signal, dass das Ziel kanonisch sein soll. Die Codes 302, 303 und 307 nutzt Google dagegen nicht für diesen Zweck.
- 301: dauerhafter Umzug, Umstellung auf HTTPS und Domainwechsel. Das ist Ihr Standard.
- 308: dauerhaft wie 301, aber die Methode der Anfrage bleibt gleich. Deshalb passt der Code für URLs mit POST Anfragen, etwa Formulare oder APIs.
- 302 und 307: kurze Kampagnen, Wartung oder Tests. Auch 307 behält die Methode bei.
- 303: nach dem Absenden eines Formulars auf eine Ergebnisseite schicken.
In der Praxis ist der häufigste Fehler keine bewusste Wahl, sondern eine Voreinstellung. Zum Beispiel sendet die Apache Direktive Redirect ohne Statusangabe eine 302. Ebenso liefert ein Location Header über die PHP Funktion header eine 302, solange Sie nichts anderes angeben. Schauen Sie also nach dem Schreiben der Regel auf die Karte Typ im Tool; steht dort nicht Dauerhaft, setzen Sie 301 ausdrücklich.
Warum sind Weiterleitungsketten ein Problem?
Eine Kette bedeutet, dass eine URL mehr als eine Weiterleitung bis zur Zielseite braucht. Ein typischer Fall: http://beispiel.de springt zuerst auf https://beispiel.de, dann auf die www Version und schließlich auf die Adresse mit abschließendem Schrägstrich. Jeder Schritt ist für Browser und Googlebot eine eigene Anfrage. Wechselt die Kette auf einen anderen Host, muss der Browser zudem eine neue Verbindung aufbauen.
Ketten entstehen selten auf einen Schlag; meist wachsen sie über Jahre:
- Drei getrennte Regeln für HTTPS, www und den Schrägstrich laufen nacheinander.
- Ein neuer Umzug setzt auf die Regeln eines älteren Umzugs auf.
- Menüs und Texte verlinken noch die alte URL, also startet jeder Klick die Kette neu.
Auch Google empfiehlt im Leitfaden zum Website Umzug, direkt auf das endgültige Ziel weiterzuleiten. Fassen Sie dafür Ihre Serverregeln so zusammen, dass jede alte URL das Ziel in einem Schritt erreicht. Richten Sie außerdem alte Regeln auf die neue Zieladresse aus. Aktualisieren Sie danach interne Links und die URLs in Ihrer XML Sitemap. Die Folgen für die Ladezeit beschreibe ich im Beitrag wie die Ladezeit SEO beeinflusst.
Wie entstehen Weiterleitungsschleifen und HTTPS Abstufungen?
In einer Schleife verweisen die Adressen aufeinander, und die Kette endet nie. Irgendwann gibt der Browser auf; Chrome zeigt dann ERR_TOO_MANY_REDIRECTS. Das Tool stoppt dagegen, sobald die Kette zu einer bereits besuchten Adresse zurückkehrt, und setzt das Badge auf Problem.
Diese Ursachen für Schleifen sehe ich am häufigsten:
- CDN und Server im Konflikt: im Modus Flexible SSL verbindet sich Cloudflare per HTTP mit Ihrem Server. Leitet der Server HTTP dann auf HTTPS um, entsteht eine Schleife; die Cloudflare Dokumentation empfiehlt stattdessen Full oder Full (strict).
- Widersprüchliche www Regeln: die Serverregel fügt www hinzu, ein Plugin oder eine Einstellung im Hosting Panel entfernt es wieder.
- Adresse im CMS: die Adresse der Website in WordPress und die Serverregel zeigen auf unterschiedliche Versionen.
Eine HTTPS Abstufung ist dagegen ein Schritt von einer https Adresse auf eine http Adresse. Meist steht in einer alten Regel noch ein Ziel mit http. Besucher landen in diesem Schritt auf einer unverschlüsselten Verbindung, und der Browser zeigt Nicht sicher an. Zudem listet der Bericht zur Seitenindexierung in der Google Search Console Schleifen und zu lange Ketten als Weiterleitungsfehler. Wie Sie diesen Bericht lesen, zeige ich in meiner Search Console Anleitung.
Vier Varianten im Test: enden http, https und www an einer Adresse?
Eine Domain erreichen Sie auf vier Wegen: http und https, jeweils mit und ohne www. Bei einer gesunden Website enden alle vier an einer einzigen Zieladresse, und jede Variante nutzt höchstens eine Weiterleitung. Sonst bleiben mehrere Kopien derselben Seite erreichbar, und Google entscheidet selbst, welche kanonisch ist.
Konkret prüft der Modus 4 Varianten diese vier Adressen nacheinander. Als gemeinsames Ziel gilt die 200 Adresse, die die meisten Varianten erreichen. Auf der Karte Gleiches Ziel sollten Sie 4/4 sehen. Diese Muster begegnen mir am häufigsten:
- 3/4: eine Variante liefert ihre eigene Seite ohne Weiterleitung. Zum Beispiel bleibt auch https://www erreichbar, und derselbe Inhalt steht unter zwei URLs.
- http + www mit Kette: http://www springt zuerst auf die Domain ohne www und erst dann auf https. Schreiben Sie die Regel so um, dass sie das Ziel in einem Schritt erreicht.
- Nicht erreichbare Variante: fehlt der www Eintrag im DNS, kommt für diese Variante keine Verbindung zustande. Den Eintrag prüfen Sie mit der DNS Abfrage.
Welche Variante Sie wählen, ändert das Ranking für sich allein nicht; das heißt, es kommt auf Konsequenz an. Nutzen Sie die gewählte Variante auch in Canonical Tags, in der Sitemap und in internen Links.
Checkliste mit dem Redirect Checker nach einem Website Umzug
Am Tag des Umzugs prüfe ich zuerst die alten URLs mit dem meisten Traffic und den meisten Backlinks, eine nach der anderen. Für die ganze Website eignet sich ein Crawler besser. Für den kurzen Blick auf kritische URLs ist ein Redirect Checker allerdings schnell und eindeutig. Gehen Sie so vor:
- Erstellen Sie eine Tabelle, die alte und neue URLs zuordnet; jede Zeile führt zu genau einer Zieladresse.
- Wählen Sie Beispiele aus jeder Vorlage: Startseite, Kategorie, Produkt oder Leistung, Blogbeitrag und alte Kampagnen URLs.
- Bei jedem Beispiel sollte die Karte Typ Dauerhaft zeigen und die Karte Weiterleitungen eine 1.
- Prüfen Sie, ob die Zieladresse 200 liefert und der Inhalt die alte Seite tatsächlich ersetzt.
- Nehmen Sie die neuen URLs in die Sitemap auf, passen Sie Canonical Tags an und reichen Sie die neue Sitemap in der Search Console ein.
- Beobachten Sie in den folgenden Wochen die Zeile Weiterleitungsfehler im Bericht zur Seitenindexierung.
Alle Phasen eines Umzugs habe ich in meiner Checkliste zur Website Migration gesammelt. Stecken Sie mitten in einem Relaunch, hilft Ihnen auch der Leitfaden SEO beim Relaunch schützen.
Was sieht das Tool nicht, und wie lesen Sie die Ergebnisse?
Kurz gesagt liest das Tool nur die HTTP Antworten des Servers; es führt die Seite nicht wie ein Browser aus. Deshalb bleiben manche Weiterleitungen hier unsichtbar:
- Meta Refresh: eine Weiterleitung im HTML der Seite. Google deutet einen sofortigen Meta Refresh als dauerhafte und einen verzögerten als temporäre Weiterleitung.
- JavaScript Weiterleitung: Google sieht sie nur, wenn das Rendern der Seite gelingt. Nutzen Sie sie daher nur, wenn keine serverseitige Weiterleitung möglich ist.
- Regeln pro Besucher: Weiterleitungen nach Sprache, Land, Gerät oder Cookie. Das Tool fragt mit eigenem User Agent vom Standort unseres Servers an, also kann die Kette in Ihrem Browser anders aussehen.
Zeigt das Tool am Ende 200, Ihr Browser aber eine andere Seite, liegt die Ursache fast immer in dieser Gruppe. Lesen Sie auch die Zeit nicht als absoluten Wert, denn sie stammt von unserem Server. Entscheidend ist der Unterschied zwischen den Schritten: ist ein Schritt deutlich langsamer als die anderen, liegt das Problem meist bei diesem Server.
Wenn Sie die Ergebnisse mit einer breiteren technischen Prüfung verbinden möchten, sind meine Tipps zum technischen SEO ein guter Einstieg.
Häufige Fehler bei Weiterleitungen
- ✕FehlerEinen dauerhaften Umzug auf 302 belassen.✓Besser soNutzen Sie für dauerhafte Umzüge 301 oder 308 und betrachten Sie die Arbeit erst als erledigt, wenn die Karte Typ im Tool Dauerhaft zeigt.
- ✕FehlerJede alte Seite ohne Gegenstück auf die Startseite leiten.✓Besser soLeiten Sie auf eine ähnliche Seite weiter, falls es eine gibt, sonst liefern Sie 404 oder 410; Google kann eine Weiterleitung auf ein unpassendes Ziel als Soft 404 werten.
- ✕FehlerEine geänderte Regel im selben Browser testen.✓Besser soBrowser können eine 301 im Cache halten und die alte Weiterleitung weiter zeigen; testen Sie die Änderung mit diesem Tool oder in einem privaten Fenster.
- ✕FehlerNur die bevorzugte Variante prüfen.✓Besser soKontrollieren Sie im Modus 4 Varianten, dass die Adressen mit http, https, mit und ohne www alle an einer Adresse enden.
- ✕FehlerDas Ziel der Weiterleitung per robots.txt sperren oder auf noindex lassen.✓Besser soHalten Sie das Ziel crawlbar und indexierbar; sonst kann Google den Inhalt unter der neuen URL nicht verarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
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