Produktbeschreibung schreiben: SEO Leitfaden für Onlineshops

Was ist eine Produktbeschreibung und warum zählt sie für SEO?
Eine Produktbeschreibung ist der Text auf einer Produktseite, der erklärt, was der Artikel ist, für wen er passt und warum sich der Kauf lohnt. Zunächst zeigt sie Suchmaschinen das Thema der Seite. Außerdem beantwortet sie die Fragen, die über den Klick auf den Warenkorb entscheiden.
In den meisten Onlineshops bekommt die Produktseite viel Aufwand, aber wenig Überlegung, denn der Alltag drängt. Konkret fotografiert das Team, trägt den Preis ein und fügt den Text des Lieferanten in das Beschreibungsfeld ein. Allerdings nutzen Dutzende Wettbewerber denselben Text. Deshalb fehlt Google jedes Signal, warum gerade Ihre Seite vor den anderen stehen soll.
In unserer Arbeit betrachten wir die Produktbeschreibung als Baustein mit drei Aufgaben. Zunächst passt sie zur Suchanfrage. Dann beantwortet sie die Fragen des Käufers. Schließlich hilft sie, den Kauf abzuschließen. Daher geht dieser Leitfaden jede Aufgabe Schritt für Schritt durch.
Wie lesen Sie die Suchabsicht, bevor Sie eine Produktbeschreibung schreiben?
Hinter jeder Produktsuche steckt eine andere Absicht. Die Suche nach "kabellose Kopfhörer" zeigt zum Beispiel meist Orientierung. Die Suche nach "Sony Kopfhörer XM5 Preis" zeigt dagegen einen Käufer, der kurz vor dem Kauf steht. Diese Unterscheidung treffen Sie also, bevor Sie die erste Zeile schreiben.
Am schnellsten erkennen Sie die Absicht, wenn Sie die Zielanfrage selbst bei Google eingeben. Dann schauen Sie, was erscheint: Produktseiten, Kategorieseiten, Vergleichsartikel oder Videos. Zum Beispiel: Wenn nur Kategorieseiten ranken, hat eine einzelne Produktseite bei dieser Anfrage kaum Chancen. In dem Fall zielen Sie besser auf eine konkretere Marken und Modellanfrage.
- Zunächst: Enthält die Anfrage einen Marken oder Modellnamen, passt eine Produktseite.
- Stehen dagegen Wörter wie "beste" oder "Empfehlung" darin, passt eher eine Kategorieseite oder ein Ratgeber.
- Bei "Preis", "bestellen" oder "kaufen" zeigen Sie daher Preis, Bestand und Lieferung deutlich.
- Bei Fragen wie "Anleitung" ergänzen Sie außerdem einen eigenen Abschnitt zur Nutzung.
In unserer Anleitung zum Keyword Mapping sehen Sie, wie Sie Suchanfragen gebündelt den richtigen Seiten zuordnen.
Wie wählen Sie das passende Keyword für jedes Produkt?
Pro Produkt genügen ein Hauptkeyword und zwei oder drei ergänzende Begriffe. Das Hauptkeyword ist meist der genaue Produktname aus Marke, Modell und Produkttyp. Die ergänzenden Begriffe stammen außerdem aus Details wie Material, Einsatzzweck, Größe oder Zielgruppe.
Laden Sie daher keine allgemeinen Begriffe mit hohem Volumen auf die Produktseite. Ein Wort wie "Schuhe" gehört zum Beispiel auf eine Kategorieseite. Auf der Produktseite arbeitet dagegen ein konkreter Begriff wie "Herren Laufschuhe breite Passform" besser. Zudem haben solche Begriffe oft eine stärkere Kaufabsicht.
Zudem speisen Sie die Keyword Arbeit mit der echten Sprache Ihrer Kunden. Kundenfragen, Chat Protokolle, Marktplatz Bewertungen und die interne Suche sind starke Quellen. In der Praxis verwenden Käufer oft andere Wörter als Lieferanten. Der Lieferant schreibt etwa "kompakt", der Käufer sucht dagegen "klein". Deshalb lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag zu Keywords, die verkaufen. Ihre Wortwahl prüfen Sie mit unserem Keyword Dichte Tool.
Warum ist der Herstellertext als Produktbeschreibung riskant?
Wenn Sie den Herstellertext unverändert übernehmen, wird Ihre Seite zu einer weiteren Kopie neben vielen Shops mit denselben Worten. Denn laut Googles Richtlinien zu hilfreichen Inhalten bevorzugt Google Inhalte mit echtem Mehrwert statt bloß umverpackter Quellen. Die Details finden Sie in den Google Richtlinien für hilfreiche Inhalte.
Das heißt nicht, dass jede kopierte Beschreibung eine Strafe auslöst. Sie brauchen allerdings einen Grund, warum Ihre Seite sich abhebt. Google wählt bei doppelten Seiten oft eine aus und schiebt die anderen nach hinten, und niemand garantiert, dass es Ihre ist. Sehen Sie den Herstellertext also als Rohstoff, nicht als fertige Seite.
Ein praktisches Vorgehen funktioniert deshalb gut. Zunächst übernehmen Sie die technischen Daten, schreiben Sie die Sätze aber neu. Danach ergänzen Sie Ihre eigene Erfahrung. Antworten auf Kundenfragen, Nutzungstipps, Hinweise zu Größe oder Kompatibilität und Angaben zur Verpackung finden Sie im kopierten Text nicht.
Wie schreiben Sie eine einzigartige Produktbeschreibung?
Einzigartig heißt also nicht, Sätze nur umzustellen. Der eigentliche Unterschied entsteht, wenn Sie Informationen ergänzen, die im Text des Wettbewerbers fehlen. Konkret kann das ein Maß sein, ein Testergebnis, ein Nutzungsszenario oder ein Hinweis aus einer Kundenfrage.
Zum Beispiel schreibt jeder bei einer Yogamatte "rutschfeste Oberfläche". Ein Satz über den Halt bei schweißnassen Übungen bringt dagegen Mehrwert. Er funktioniert aber nur, wenn Ihr Team das wirklich getestet hat. Beschreiben Sie nie einen Test, den Sie nicht gemacht haben, denn das schadet Vertrauen und Qualität zugleich.
- Zunächst kopieren Sie die technischen Daten des Herstellers in eine Notizdatei.
- Dann ziehen Sie drei echte Fakten aus Kundenfragen und Retourengründen.
- Beschreiben Sie Käufer und Nutzungsmoment in einem Satz.
- Schreiben Sie diese Fakten in eigenen Worten, in einer Reihenfolge, die zum Produkt passt.
- Schließlich lesen Sie den Entwurf vor der Veröffentlichung neben den Seiten der Wettbewerber.
Die Liste wirkt also kurz. Trotzdem schafft sie im ganzen Katalog echte Unterschiede. Außerdem bringt sie Produktteam und Kundenservice an einen Tisch, weil die beste Information oft im Support Postfach liegt.
Wie gestalten Sie Produkttitel und H1?
Der Produkttitel ist das stärkste Themensignal der Seite, und die meisten Themes zeigen ihn als H1. Nennen Sie daher Marke, Modell, Produkttyp und ein unterscheidendes Merkmal. "Nimbus Leichte Herren Laufschuhe, breite Passform" sagt zum Beispiel mehr als "Herren Laufschuhe".
Ein mit Keywords vollgestopfter Titel schadet dagegen. Eine Folge wie "günstig beste Qualität Laufschuhe Herren Sport" liest sich schlecht und schafft kein Vertrauen. Denn Suchmaschinen versuchen heute, Thema und Qualität einer Seite zu verstehen, statt Wiederholungen zu zählen. Lesen Sie den Titel daher laut vor und prüfen Sie, ob er natürlich klingt.
- Halten Sie nur eine H1 pro Seite, denn sie trägt das Hauptthema.
- Der Titel passt außerdem zum echten Namen des Produkts.
- Legen Sie außerdem fest, wie Farb und Größenvarianten heißen.
- Halten Sie die URL kurz, lesbar und einheitlich; Regeln finden Sie in unserem Beitrag zum URL Slug.
Welche Struktur braucht eine gute Produktbeschreibung?
Eine gute Produktbeschreibung lässt sich schnell überfliegen. Die meisten Besucher lesen nicht jedes Wort, weil sie scannen. Nutzen Sie deshalb kurze Absätze, aussagekräftige Zwischenüberschriften und Aufzählungen.
Wir empfehlen daher diese Reihenfolge. Zunächst sagen Sie in den ersten zwei Sätzen, was das Produkt ist und für wen es passt. Danach nennen Sie die drei wichtigsten Vorteile in einer kurzen Liste. Dann folgen das Nutzungsszenario, eine Tabelle mit technischen Daten und Hinweise zu Pflege oder Kompatibilität. Am Ende verlinken Sie Lieferung, Rückgabe und Garantie, um Vertrauen aufzubauen.
Gehen Sie außerdem mit Überschriften sorgsam um. Auf Produktseiten sollen H2 und H3 die logische Struktur des Inhalts zeigen, nicht nur das Layout. Prüfen Sie außerdem, dass Ihr Theme Menüs oder Seitenleisten nicht automatisch als Überschriften auszeichnet. Sonst gerät die Überschriftenhierarchie durcheinander.
Denken Sie schließlich an das Lesen auf dem Smartphone. Denn eine lange Textwand funktioniert auf kleinem Bildschirm nicht. Setzen Sie die wichtigste Information auf den ersten Bildschirm und erwägen Sie Tabs für Details. Verstecken Sie den Kerntext aber nicht in Tabs, die Suchmaschinen womöglich nicht gewichten; er bleibt besser sichtbar und crawlbar.
Sollten Sie Merkmale oder Nutzen schreiben?
Schreiben Sie beides. Ein Merkmal sagt, was das Produkt ist, ein Nutzen sagt, was das für den Käufer bedeutet. Also: Merkmale allein wirken wie eine kalte Liste. Nutzen allein bleiben dagegen Versprechen ohne Beleg.
Eine einfache Formel hilft: Merkmal, also Nutzen, also Ergebnis. "400 ml doppelwandiger Edelstahlkörper" ist zum Beispiel ein Merkmal. "Hält Ihr Getränk unterwegs länger warm" ist der Nutzen. Zudem gilt: Wenn Sie eine Zahl nennen, etwa Stunden der Wärmehaltung, stützen Sie sie auf Herstellerdaten oder einen eigenen Test.
| Ansatz | Beispielsatz | Problem |
|---|---|---|
| Nur Merkmal | 400 ml doppelwandiger Edelstahlkörper | Der Käufer muss die Bedeutung selbst ableiten |
| Nur Nutzen | Ein tolles Produkt, das Sie lieben werden | Kein Beleg und kein Detail |
| Merkmal und Nutzen | Der doppelwandige Edelstahlkörper hält Ihr Getränk unterwegs länger warm | Ausgewogen; jede Zahl braucht eine Quelle |
Was gehört in den ersten Absatz der Produktbeschreibung?
Der erste Absatz sagt, was das Produkt ist, und enthält das Hauptkeyword auf natürliche Weise. Er ist daher für Suchmaschine und Besucher der wichtigste Teil. Ein klarer Einstieg lautet zum Beispiel: Der Nimbus Laufschuh ist für breite Füße gebaut und passt zum täglichen Training.
Verzichten Sie außerdem im ersten Satz auf aufgeblasene Adjektive. Wörter wie "einzigartig, fantastisch, unglaublich" tragen keine Information. Nennen Sie stattdessen ein Maß, ein Material oder einen Einsatzzweck. Schreiben Sie den ersten Absatz außerdem so, dass er auch allein als Zitat im Suchergebnis Sinn ergibt.
Dieses Vorgehen hilft zudem bei KI gestützten Suchzusammenfassungen. Absätze mit klarer Definition zitieren Systeme nämlich leichter, also beginnen Sie mit einer Definition. Einen weiteren Blick bietet unser Beitrag zu E-Commerce SEO für Produkt und Kategorieseiten.
Wie bauen Sie eine Tabelle mit technischen Daten?
Technische Daten sucht, wer vergleicht, und genau deshalb zählen sie. Statt sie in einem Absatz zu verstecken, zeigen Sie sie in einer Tabelle oder geordneten Liste. So sehen Leser und Suchmaschinen sofort, welcher Wert zu welchem Merkmal gehört.
Zunächst tragen Sie nur richtige und aktuelle Werte ein. Dann verwenden Sie Einheiten im ganzen Katalog einheitlich. Leere Zeilen oder "nicht angegeben" senken das Vertrauen; lassen Sie daher einen unbekannten Wert lieber weg.
| Merkmal | So schreiben Sie es | Darauf achten |
|---|---|---|
| Maße | Breite, Höhe, Tiefe mit Einheit | Gleiche Einheit bei allen Produkten |
| Material | Haupt und Nebenmaterial | Übereinstimmung mit Etikett und Verpackung |
| Kompatibilität | Mit welchen Modellen oder Geräten es funktioniert | Falsche Angaben führen zu Retouren |
| Pflege | Waschen, Reinigen, Lagern | Herstellerangaben befolgen |
| Garantie | Dauer und Umfang | Link zur Garantieseite |
Wie lang sollte eine Produktbeschreibung sein?
Eine ideale Wortzahl gibt es nicht. Google nennt zudem keine Mindestlänge für Produktbeschreibungen. Die richtige Länge ergibt sich daraus, dass Sie dem Käufer alles geben, was er für die Entscheidung braucht.
Zum Beispiel braucht ein einfacher, günstiger Artikel oft nur einen kurzen, klaren Text. Ein teures, technisches oder kompatibilitätskritisches Produkt braucht dagegen eine ausführlichere Beschreibung. Orientieren Sie sich also an einer Liste von Fragen, nicht an einer Wortzahl. Also gilt: Fehlt eine kritische Frage, ist der Text zu kurz. Beantwortet er alle, reicht er aus.
- Günstige, risikoarme Artikel brauchen einen kurzen, klaren Text.
- Teure oder technische Artikel brauchen Abschnitte zu Nutzung, Kompatibilität und Pflege.
- Füllsätze senken außerdem die Lesbarkeit.
- Erhöhen Sie daher die Informationsdichte statt der Länge.
Nach dem Schreiben prüfen Sie den Text mit unserem Lesbarkeits Check.
Wie richten Sie Vorlagen für tausende Produkte ein?
Im großen Katalog ist die Menge also die eigentliche Schwierigkeit. Tausende Beschreibungen von Hand zu schreiben, ist für die meisten Teams unrealistisch. Setzen Sie deshalb Prioritäten. Zunächst schreiben Sie Produkte mit hohem Umsatz, guter Marge und organischem Potenzial von Hand. Für den langen Schwanz bauen Sie eine vorlagenbasierte Struktur.
Hier liegt allerdings die Grenze. Eine Vorlage darf keine festen Sätze erzeugen, in denen nur Marke und Modell wechseln. Denn ein Absatz, der sich auf hunderten Seiten wiederholt, kann als skalierter Inhalt mit niedriger Qualität gelten. Googles Spam Richtlinien richten sich gegen automatisch erzeugte Inhalte im großen Maßstab, die vor allem Rankings manipulieren sollen.
Gestalten Sie stattdessen den festen Teil als Struktur und den variablen Teil als produktspezifische Daten. Maße, Material, Kompatibilität und Einsatzzweck unterscheiden sich nämlich bei jedem Produkt wirklich. Auf diese Weise ordnet die Vorlage echte Informationen, statt einen Text zu wiederholen.
Wie gehen Sie mit der Produktbeschreibung bei Varianten um?
Zunächst: Nicht für jede Farbe, Größe oder Kapazität brauchen Sie eine eigene Seite. Unterscheidet sich die Variante also nur in der Farbe, ist eine Seite mit Auswahl meist sauberer. Ziehen Variantenseiten eigene Suchanfragen an, etwa bei verschiedenen Modellen, können getrennte Seiten sinnvoll sein.
Bevor Sie Varianten aufteilen, wägen Sie das Risiko doppelter Inhalte ab. Denn Seiten, die eine Beschreibung nur mit anderem Farbnamen wiederholen, konkurrieren miteinander. Legen Sie deshalb Canonical und Variantenstrategie gemeinsam mit dem technischen Team fest. Bei Indexierungsproblemen hilft unser Beitrag zu nicht indexierten Produktseiten.
Google unterstützt außerdem die Auszeichnung ProductGroup, um die Beziehung zwischen Produkt und Varianten zu beschreiben. Strukturierte Daten behandeln wir in einem späteren Abschnitt.
Wie nutzen Sie Kundenfragen in der Produktbeschreibung?
Die Fragen, die Kunden immer wieder stellen, sind der wertvollste Rohstoff für eine Produktbeschreibung. Sie sammeln sich zum Beispiel im Chat, in Bewertungen, in Mails und in den Fragen und Antworten von Marktplätzen. Deshalb gilt: Wer sie einsammelt und die Antworten auf die Produktseite setzt, stärkt Verkauf und Sichtbarkeit zugleich.
Dann ergänzen Sie unter der Beschreibung einen kurzen FAQ Block. Der erste Satz jeder Antwort sollte direkt antworten. Zeichnen Sie außerdem nur die Fragen aus, die wirklich auf der Seite stehen, denn unsichtbare Inhalte in strukturierten Daten verstoßen gegen Googles Richtlinien.
- Zu Größe, Maßen und Kompatibilität gehören Antworten, weil sie die Retourenquote senken.
- Lieferung und Rückgabe klären Sie außerdem, denn so sinken Warenkorbabbrüche.
- Nutzung und Pflege erklären Sie zudem, weil das die Zufriedenheit erhöht.
Wie Sie Verluste durch Rücksendungen senken, lesen Sie in unserem Beitrag zur Retourenquote im Onlineshop.
Wie schreiben Sie Meta Title und Meta Description für die Produktseite?
Zunächst: Der Meta Title ist die Überschrift im Suchergebnis. Setzen Sie das Hauptkeyword und ein prägendes Detail an den Anfang. Den Markennamen können Sie ans Ende stellen, achten Sie aber auf die Zeichengrenze. Google kürzt oder ändert Titel mitunter, also gehört die wichtigste Information nach vorn.
Die Meta Description ist dagegen kein direkter Rankingfaktor, beeinflusst aber die Klickrate. Schreiben Sie deshalb einen knappen Text mit dem Nutzen des Produkts, einem starken Detail wie dem Versand und einem leichten Handlungsaufruf. Wiederholen Sie daher nicht bei jedem Produkt denselben Satz. Schreiben Sie außerdem Preis oder Bestand nicht fest in das Meta Feld, denn das Ergebnis zeigt sonst veraltete Werte.
Wie das Ergebnis aussieht, prüfen Sie mit unserer Google SERP Vorschau. Für schnelle Entwürfe hilft der Meta Tag Generator. Mehr Details bietet unsere Anleitung zu Meta Title und Meta Description.
Wie passt das Produkt Schema zur Produktbeschreibung?
Das Produkt Schema zeichnet also die Produktinformationen der Seite so aus, dass Suchmaschinen sie lesen können. Laut Googles Dokumentation zu Produkt Snippets verlangt der Typ Product die Eigenschaft name. Zusätzlich brauchen Sie mindestens eine von review, aggregateRating oder offers. Details finden Sie in der Dokumentation zu Produkt Snippets.
Zudem zählen zu den empfohlenen Eigenschaften Bild, Beschreibung, Marke, Bewertung und ein Angebot mit Preis und Verfügbarkeit. Die wichtigste Regel lautet deshalb: Die Auszeichnung muss zu dem passen, was Nutzer auf der Seite sehen. Das heißt, Maß, Preis oder Bestand in Ihrer Beschreibung müssen dem Wert im Schema entsprechen.
Google empfiehlt Onlineshops außerdem, Product und ProductGroup zusammen mit Review, BreadcrumbList und Organization zu nutzen. Die Quelle finden Sie in der Anleitung zu strukturierten Daten für E-Commerce.
Wie erstellen und prüfen Sie Schema Markup?
Sie können das Schema von Hand schreiben, mit einem Plugin erzeugen oder in Ihre eigene Vorlage einbauen. Welchen Weg Sie auch wählen, nutzen Sie daher nur eine Datenquelle. Wer Preis und Bestand getrennt auf der Seite und im Schema pflegt, erzeugt früher oder später Widersprüche.
Zur Prüfung nutzen Sie Googles Test für umfangreiche Suchergebnisse und die Berichte in der Search Console. Der Test zeigt allerdings nur Syntaxfehler. Ob der Inhalt zur Seite passt, prüfen Sie dann selbst. Als Ausgangspunkt für Ihre Vorlage dient unser Schema Generator.
Seien Sie bei Bewertungen außerdem besonders sorgfältig. Denn wer Bewertungen auszeichnet, die nicht von echten Kunden stammen, liefert falsche Informationen. Deshalb lesen Sie mehr dazu in unseren Beiträgen zu AggregateRating und zu Schema Markup.
Wie unterstützen Alt Texte und interne Links die Produktbeschreibung?
Der Alt Text sagt Nutzern ohne Bildansicht und Suchmaschinen, was das Bild zeigt. Beschreiben Sie das Produkt stattdessen schlicht: "Nimbus Herren Laufschuh, Seitenansicht, Marine". Eine kurze, natürliche Beschreibung schlägt eine eingefügte Keyword Liste.
Interne Links verbinden die Beschreibung mit der Seitenstruktur. Verlinken Sie daher zur übergeordneten Kategorie, zu passendem Zubehör und zu hilfreichen Ratgebern. Dadurch kommen Nutzer leicht weiter, und Suchmaschinen finden verwandte Seiten. Ideen für ergänzende Produkte liefert unser Beitrag zum Cross Selling im Onlineshop.
Vergessen Sie auch die Bildgröße nicht. Denn schwere Bilder bremsen die Seite und schwächen die Wirkung der Beschreibung. Lesen Sie deshalb unseren Leitfaden zum Optimieren von Bildern für Ladezeit und SEO.
Worauf achten Sie, wenn Sie eine Produktbeschreibung mit KI schreiben?
KI Werkzeuge beschleunigen zum Beispiel den Entwurf. Allerdings schreibt ein Modell, das das Produkt nie gesehen hat, meist austauschbare Texte. Schlimmer noch: Ein vom Modell erfundenes Merkmal kann zu einer Retoure oder Beschwerde führen.
Für einen sicheren Ablauf geben Sie der KI nur geprüfte Daten: Maße, Material, Kompatibilität und Kundenfragen. Danach liest jemand, der das Produkt kennt, die Ausgabe und korrigiert sie. Google wertet automatisch erzeugte Inhalte im großen Maßstab als Spam, wenn sie vor allem Rankings manipulieren sollen. Das Werkzeug allein ist nicht das Problem; entscheidend ist, ob der Inhalt Menschen hilft.
- Liefern Sie daher die Produktdaten selbst und erwarten Sie keine erfundenen Fakten.
- Lassen Sie außerdem jeden Entwurf von einer Produktkennerin oder einem Produktkenner prüfen.
- Kopieren Sie zudem nicht ein Muster auf hunderte Produkte.
- Legen Sie Ihre Markensprache in einem Stilleitfaden fest.
Anwendungsfälle und Grenzen beschreiben wir im Beitrag zu KI im E-Commerce.
Was unterscheidet Produktbeschreibung und Kategorietext?
Ein Kategorietext erklärt zunächst das Thema einer Seite, die mehrere Produkte bündelt. Eine Produktbeschreibung konzentriert sich dagegen auf das Detail eines einzelnen Produkts. Zielen beide also auf dasselbe Keyword, können sie sich gegenseitig verdrängen.
Deshalb richten Sie die Kategorieseite auf allgemeine und kommerzielle Suchen aus. Die Produktseite richten Sie dagegen auf Marken, Modell und Detailsuchen aus. Zum Beispiel gehört "Laufschuhe" zur Kategorie, während "Nimbus Laufschuhe breite Passform" zum Produkt gehört. Diese Trennung schafft somit eine klare Struktur und verringert Kannibalisierung.
Wie Kategorie und Produktseiten zusammenspielen, zeigt unser Leitfaden zur Produktseite im Onlineshop.
Wie aktualisieren Sie die Produktbeschreibung bei Saison und Aktionen?
Eine Produktbeschreibung schreiben Sie nicht einmal und vergessen sie dann. Preis, Bestand, Lieferzeit und Kompatibilität ändern sich nämlich mit der Zeit. Prüfen Sie deshalb regelmäßig, wie aktuell jede Beschreibung ist. Denn eine Seite mit veralteten Angaben verliert Ranking und Vertrauen.
In Aktionszeiten ist es verlockend, befristete Formulierungen in die Beschreibung zu schreiben. Vergessen Sie allerdings, sie nach der Aktion zu löschen, gibt die Seite weiter falsche Informationen. Legen Sie Aktionsdetails daher in ein eigenes Feld und halten Sie den dauerhaften Text stabil.
- Zunächst speisen Sie Preis, Bestand und Lieferung aus einer Datenquelle.
- Dann planen Sie bei Saisonware eine Weiterleitung oder einen Status "nicht verfügbar", statt die Seite zu löschen.
- Außerdem lesen Sie jedes Quartal die Beschreibungen Ihrer umsatzstärksten Produkte neu.
- Sobald in Kundenfragen ein neues Thema auftaucht, ergänzen Sie es daher in der Beschreibung.
Wie messen Sie die Leistung einer Produktbeschreibung?
Beurteilen Sie eine Produktbeschreibung daher nicht nur am Ranking. Betrachten Sie drei Gruppen von Kennzahlen gemeinsam: Sichtbarkeit, Interaktion und Geschäftsergebnis.
Für die Sichtbarkeit prüfen Sie in der Search Console Impressionen, Klicks und durchschnittliche Position pro Seite. Zur Interaktion helfen Verweildauer, Scrolltiefe und die Rate der Warenkorb Aktionen. Schließlich zählen für das Geschäftsergebnis Conversion Rate, Umsatz und Retourenquote. Die Rate berechnen Sie dann mit unserem Conversion Rate Rechner.
- Zunächst vergleichen Sie den Zeitraum vor und nach der Änderung.
- Dann trennen Sie Saison und Aktionseffekte sauber.
- Ändern Sie außerdem immer nur eine Variable.
- Beginnen Sie mit Ihren 20 umsatzstärksten Produkten.
Änderungen zeigen sich nämlich erst nach einigen Wochen. Bewerten Sie das Ergebnis also nicht nach drei Tagen.
Welche Fehler machen Shops am häufigsten bei der Produktbeschreibung?
In der Praxis wiederholen sich die Fehler, die wir sehen, erstaunlich regelmäßig, zum Beispiel bei Vorlagen. Dabei entstehen die meisten durch einen hektischen Ablauf, nicht durch böse Absicht. Zusammengefasst: Die Tabelle nennt die häufigsten Fehler und ihre Lösungen zusammen.
| Fehler | Folge | Lösung |
|---|---|---|
| Herstellertext unverändert nutzen | Gleicher Inhalt wie die Wettbewerber | Neu schreiben und eigene Fakten ergänzen |
| Keywords stopfen | Unlesbarer Text, Vertrauensverlust | Natürlich nutzen, eine Hauptphrase |
| Nur Merkmale schreiben | Käufer sieht den Nutzen nicht | Merkmal und Nutzen zusammen schreiben |
| Schema passt nicht zur Seite | Richtlinienverstoß, Verlust von Rich Results | Eine Datenquelle nutzen |
| Eine Vorlage für alle Seiten | Risiko skalierter Inhalte mit niedriger Qualität | Produktspezifische Datenfelder ergänzen |
| Fragen unbeantwortet lassen | Hohe Retouren und Abbrüche | FAQ Block ergänzen |
Die meisten dieser Fehler entstehen, weil niemand die Inhaltsqualität misst. Ein fester Prüfkalender ist deshalb der einfachste Schutz.
Welche Checkliste hilft vor der Veröffentlichung?
Gehen Sie daher diese Liste für jedes Produkt vor der Veröffentlichung durch. Wir haben sie bewusst kurz gehalten, denn sie wirkt nur, wenn Menschen sie nutzen. Zudem teilen Sie sie mit Ihrem Team und machen Sie sie zum gemeinsamen Standard.
- Haben Sie die Absicht der Zielanfrage geprüft?
- Steht das Hauptkeyword natürlich im Titel und im ersten Absatz?
- Unterscheidet sich der Text vom Herstellertext?
- Haben Sie Merkmale und Nutzen zusammen geschrieben?
- Zeigen Sie technische Daten als Tabelle oder Liste?
- Beantworten Sie die Fragen der Kunden?
- Sind Meta Title und Meta Description produktspezifisch?
- Passt das Schema exakt zur sichtbaren Seite?
- Sind Alt Texte und interne Links bereit?
Kurz gesagt: Eine gute Produktbeschreibung dient Suchmaschine und Besucher zugleich. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie im Katalog anfangen sollen, schauen Sie sich unsere SEO Beratung und unsere E-Commerce Beratung an. Als Talha Aslan und Team helfen wir Ihnen, die Prioritäten für Ihren Katalog zu setzen.




