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Keywords finden, die verkaufen: Conversion orientierte SEO Keyword Recherche

Talha AslanTalha Aslan 18 Min. Lesezeit 2 Aufrufe

Wie funktioniert eine Keyword Recherche, die wirklich verkauft?

Eine verkaufsorientierte Keyword Recherche bewertet jede Suchanfrage nach drei Faktoren: Kaufabsicht, Erreichbarkeit und Passung zur Seite. Zunächst sammeln Sie die Sprache Ihrer Kunden, dann erweitern Sie die Liste mit Tools, klassifizieren die Intention, prüfen die Suchergebnisse, vergeben Punkte und ordnen jedes Keyword einer Seite zu. Danach messen Sie Anfragen statt Rankings und streichen, was nicht liefert.

Ich arbeite seit 2012 mit Unternehmen in der Türkei, in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Viele Websites ranken für Begriffe, die niemand mit Geld in der Hand sucht. Deshalb beginnt meine SEO Beratung nicht mit dem Suchvolumen, sondern mit der Frage, welche Suchanfrage zu einer Anfrage oder Bestellung führt.

Kurz gesagt lautet meine These: Nicht das Volumen verkauft, sondern das Produkt aus Kaufabsicht, Erreichbarkeit und Seitenpassung. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie ich diese Rechnung in der Praxis aufstelle. Alle Zahlenbeispiele sind als Beispielrechnung gekennzeichnet, und alle Studienwerte stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen.

Warum bringen Keywords mit hohem Suchvolumen oft keinen Umsatz?

Hohes Suchvolumen bedeutet meistens frühe Recherche, nicht Kaufbereitschaft. Wer "Webdesign" sucht, will vielleicht studieren, sich bewerben oder eine Definition lesen. Wer dagegen "Webdesign Agentur Kosten Wien" sucht, hat ein Budget im Kopf. Deshalb ist der zweite Begriff in jeder Keyword Recherche für ein Unternehmen wertvoller.

Außerdem ist der Wettbewerb um große Begriffe erdrückend. Ahrefs hat rund 14 Milliarden Seiten aus seinem Index untersucht: 96,55 Prozent aller Seiten erhalten keinerlei Traffic von Google, weitere 1,94 Prozent nur ein bis zehn Besuche pro Monat. Die drei Hauptgründe: kein Suchbedarf, keine Backlinks und Inhalte, die nicht zur Suchintention passen.

Dazu kommt die Klickverteilung. Laut der Backlinko Analyse von vier Millionen Suchergebnissen erhält das erste organische Ergebnis 27,6 Prozent der Klicks, etwa doppelt so viel wie Platz zwei. Folglich bringt Platz acht für ein großes Keyword oft weniger Besucher als Platz eins für ein kleines. Genau daher rechne ich Erreichbarkeit immer mit ein.

Welche Arten von Suchintention gibt es und welche bringt Geld?

In der Praxis arbeite ich mit vier Klassen, die auch das Semrush Keyword Magic Tool automatisch vergibt: informational (I), navigational (N), kommerziell (C) und transaktional (T). Für eine Keyword Recherche, die verkaufen soll, haben C und T Vorrang. Allerdings gehören einige informationale Fragen ebenfalls hinein, weil sie den Weg zur Anfrage vorbereiten.

IntentionBeispielanfrageAbstand zum KaufPassender SeitentypPriorität
Informationalwas ist SuchmaschinenwerbungweitRatgeber, Glossar3
NavigationalGoogle Ads Loginkein Kaufkeine eigene Seiteausschließen
Kommerziellbeste SEO Agentur ZürichnahVergleich, Leistungsseite mit Referenzen1
TransaktionalOnlineshop erstellen lassen Kostensehr nahLeistungsseite, Preisseite, Angebotsformular1

Konkret heißt das: Eine kommerzielle Anfrage braucht Vertrauen, also Referenzen, Preise und ein klares Angebot. Eine transaktionale Anfrage braucht den kürzesten Weg zum Formular. Ein Ratgeber gehört zur informationalen Anfrage und verlinkt dann auf die Leistungsseite. Somit zahlt jede Intention auf denselben Trichter ein, aber mit unterschiedlichen Seiten.

Warum ist es rentabler, die Keyword Recherche mit der Kundensprache zu beginnen?

Tools kennen nur Begriffe, die bereits viele Menschen tippen. Ihre Kunden dagegen formulieren ihr Problem in eigenen Worten, und genau diese Worte tauchen oft in keiner Datenbank auf. Deshalb beginne ich jede Keyword Recherche mit Material, das schon im Unternehmen liegt.

  • Verkaufsgespräche: Welche Frage stellt der Kunde, bevor er nach dem Preis fragt?
  • WhatsApp und E-Mail Anfragen: Welche Formulierung kommt in den ersten zwei Zeilen vor?
  • Interne Suche im Shop: Welche Begriffe liefern null Treffer, obwohl es das Produkt gibt?
  • Supporttickets: Welche Probleme führen zu Kündigung oder Nachkauf?
  • Bewertungen bei Google: Welche Nutzenversprechen loben oder vermissen die Kunden?

Zum Beispiel sprach ein Möbelhersteller intern von "Objektmöbeln", während seine Käufer nach "Tische für Restaurants stapelbar" suchten. Diese Lücke findet kein Tool von allein. Erst danach nehme ich Keyword Planner, Ahrefs oder Semrush hinzu, um die gefundene Sprache zu erweitern und mit Zahlen zu unterlegen. So entsteht eine Liste, die zur echten Nachfrage passt und nicht zur Fachsprache.

Wie holen Sie verkaufsstarke Suchanfragen aus der Search Console?

Die Google Search Console ist meine wichtigste kostenlose Quelle, weil sie echte Impressionen zeigt, nicht Schätzungen. Allerdings sehen Sie dort nur einen Teil der Wahrheit. Ahrefs hat 22 Milliarden Klicks aus 887.534 Properties ausgewertet: 46,77 Prozent der Klicks stecken hinter anonymisierten Suchanfragen. Der Rest des Bedarfs liegt also im Long Tail verborgen.

Trotzdem reicht die sichtbare Hälfte für eine starke Chancenliste. Seit März 2025 bietet der Leistungsbericht laut Google Hilfe einen Filter für Marken und Nichtmarken Anfragen, und die Daten reichen 16 Monate zurück. Für mich ist die Nichtmarken Liste die eigentliche Fundgrube, denn dort steht, wofür Fremde Sie bereits finden.

  1. Öffnen Sie den Leistungsbericht und wählen Sie die letzten zwölf Monate.
  2. Filtern Sie nach Nichtmarken Anfragen, damit Ihr Firmenname die Liste nicht verzerrt.
  3. Sortieren Sie nach Impressionen und blenden Sie die durchschnittliche Position ein.
  4. Markieren Sie alle Anfragen zwischen Position vier und fünfzehn mit kommerziellen Wörtern.
  5. Prüfen Sie, welche Seite dafür rankt, und ob diese Seite eine Anfrage überhaupt ermöglicht.

Danach hat Ihre Keyword Recherche eine Liste von Begriffen, für die Google Sie schon ernst nimmt. Ein Sprung von Position neun auf drei kostet meist weniger als ein neuer Artikel von null.

Wie lesen Sie Keyword Planner Daten conversionorientiert?

Der Google Ads Keyword Planner zeigt das durchschnittliche monatliche Suchvolumen nur für die exakte Übereinstimmung, inklusive naher Varianten. Ohne aktives Werbekonto erscheinen die Zahlen zudem als Spannen wie 100 bis 1.000 oder 1.000 bis 10.000. Daher taugt das Volumen für eine grobe Sortierung, aber nicht für eine Entscheidung.

Viel spannender ist für mich die Spalte mit dem Gebot für die obere Position. Ein hoher Klickpreis bedeutet, dass andere Unternehmen für diesen Klick Geld ausgeben, weil er sich rechnet. Also nutze ich den CPC als Indikator für Kaufabsicht, selbst wenn ich gar keine Anzeigen schalten will. Ein Keyword mit 300 Suchen und sechs Euro CPC schlägt oft eines mit 5.000 Suchen und 30 Cent.

Zusätzlich lohnt ein Blick auf den Wettbewerbswert für Anzeigen. Er beschreibt zwar nur den Anzeigenmarkt, deutet aber an, wie viele Firmen den Begriff kommerziell einordnen. Mit dem ROAS Rechner können Sie außerdem überschlagen, welchen Umsatz ein Klickpreis tragen muss, bevor sich ein Keyword für Sie lohnt.

Welche Modifier zeigen eine hohe Kaufabsicht?

Modifier sind kleine Zusätze, die aus einem allgemeinen Begriff eine konkrete Absicht machen. In meinen Listen sortiere ich sie nach Trichterstufe, weil sie den passenden Seitentyp gleich mitliefern. Im deutschsprachigen Raum sehe ich vor allem diese Gruppen:

  • Preisfragen: Kosten, Preise, Preisliste, was kostet, günstig, Angebot.
  • Anbieterfragen: Agentur, Anbieter, Dienstleister, Freelancer, Firma, Berater.
  • Ortsfragen: in der Nähe, plus Stadt, plus Bezirk, plus Bundesland oder Kanton.
  • Vergleichsfragen: beste, Test, Vergleich, Erfahrungen, Alternative, versus.
  • Handlungsfragen: erstellen lassen, beauftragen, buchen, kaufen, mieten, bestellen.
  • Zielgruppenfragen: für Zahnärzte, für Startups, für kleine Unternehmen, B2B.

Konkret kombiniere ich jeden Kernbegriff mit zwei oder drei Modifiern aus verschiedenen Gruppen. Aus "Onlineshop" entstehen dann "Onlineshop erstellen lassen Kosten" oder "Onlineshop Agentur für Handwerk". Diese Kombinationen haben selten große Zahlen. Dennoch bringen sie in meinen Kundenprojekten regelmäßig die Anfragen, die ein Vertrieb gern beantwortet.

Bringen Long Tail und Zero Volume Keywords wirklich Umsatz?

Ja, häufig sogar überdurchschnittlich, weil die Absicht so präzise ist. Google selbst erklärt seit Jahren, dass 15 Prozent aller täglichen Suchanfragen noch nie zuvor gestellt worden sind. Diese Anfragen tauchen in keinem Tool auf, weil Tools nur Vergangenheit kennen. Folglich zeigt "null Volumen" oft nur eine Messlücke.

Ahrefs hat das in einem Experiment geprüft. Für Keywords mit einer Schätzung von zehn Suchen pro Monat lagen die echten Impressionen in der Search Console häufig darüber. Ein Beispiel aus der Studie: Der Begriff "submit domain to search engines" hatte ein geschätztes Volumen von zehn, die Seite erhielt aber rund 3.800 Suchbesuche pro Monat. Allerdings überschritt weniger als ein Prozent der getesteten Begriffe 100 Impressionen, und der Autor nennt die Stichprobe selbst klein.

Meine Regel für die Keyword Recherche: Ein Zero Volume Keyword lohnt sich, wenn es eine klare Kaufabsicht enthält, aus echter Kundensprache stammt und sich mit wenig Aufwand auf einer bestehenden Seite abdecken lässt. Es lohnt sich nicht, wenn es nur eine ausgefallene Schreibweise eines großen Begriffs ist. Dann reicht ein Absatz auf der Hauptseite.

Wie finden Sie die Keywords, mit denen Ihre Wettbewerber Geld verdienen?

Wettbewerber verraten ihre profitablen Begriffe an drei Stellen, ganz ohne teures Tool. Erstens in ihren Anzeigentexten: Für einen Suchbegriff, der monatelang Anzeigen trägt, fließt offensichtlich Geld zurück. Zweitens in den Titeln ihrer Leistungsseiten, denn dort steht der Begriff, den sie für ihre wichtigste Anfrage halten. Drittens in den Fragen, die sie in ihren FAQ beantworten.

  1. Suchen Sie Ihre zehn wichtigsten Kernbegriffe im privaten Fenster und notieren Sie jede Anzeige.
  2. Wiederholen Sie die Suche nach zwei Wochen und behalten Sie nur Begriffe mit denselben Werbetreibenden.
  3. Öffnen Sie die Leistungsseiten der organischen Top fünf und kopieren Sie die H1 und Title Tags.
  4. Prüfen Sie im Werbetransparenzcenter von Google, welche Anzeigenvarianten ein Wettbewerber aktuell schaltet.
  5. Ergänzen Sie mit einem Tool Ihrer Wahl die organischen Keywords, für die der Wettbewerber auf Seite eins steht.

Danach vergleiche ich diese Liste mit der Kundensprache aus dem ersten Schritt. Wo sich beides überschneidet, liegt fast immer ein Keyword mit direktem Umsatzbezug. Wo nur der Wettbewerber steht, prüfe ich, ob er den Begriff aus Gewohnheit trägt oder weil er wirklich konvertiert.

Wie prüfen Sie die Suchintention direkt in den Suchergebnissen?

Die Suchergebnisseite ist der ehrlichste Intentionsfilter, weil Google dort bereits zeigt, welche Seitentypen Nutzer belohnen. Bevor ich ein Keyword aus der Keyword Recherche freigebe, öffne ich es also selbst und beantworte fünf Fragen:

  • Welcher Seitentyp dominiert die ersten zehn Plätze: Ratgeber, Leistungsseite, Kategorie oder Vergleich?
  • Stehen oben Anzeigen, und wenn ja, wie viele?
  • Erscheinen Shopping Ergebnisse, ein Kartenpaket oder eine KI Übersicht?
  • Beantwortet ein Featured Snippet die Frage schon vollständig?
  • Wie alt sind die Ergebnisse, und wie stark sind die Domains?

Zum Beispiel bedeutet ein Kartenpaket, dass Google eine lokale Absicht vermutet. Dann gewinnt eine Standortseite mit Unternehmensprofil, nicht ein Blogartikel. Dominieren Ratgeber, wäre eine reine Verkaufsseite fehl am Platz, auch wenn der Begriff kommerziell klingt. Dieser Abgleich verhindert den dritten Fehler aus der Ahrefs Studie, die Diskrepanz zwischen Inhalt und Intention.

Anschließend formuliere ich Titel und Beschreibung so, dass sie zur gefundenen Intention passen. Mit der Google SERP Vorschau sehen Sie vorab, ob Ihr Titel im Vergleich zu den Wettbewerbern die Kaufabsicht anspricht oder in der Masse untergeht.

Wie bewerten Sie Keyword Schwierigkeit und Erreichbarkeit realistisch?

Ein Schwierigkeitswert aus einem Tool misst meist nur Backlinks der rankenden Seiten. Das ist ein Teil der Wahrheit, aber nicht die ganze. Deshalb ergänze ich in der Keyword Recherche drei eigene Kriterien, bevor ich ein Keyword als erreichbar einstufe.

  • Domainstärke im Verhältnis: Steht in den Top zehn mindestens eine Domain, die ähnlich stark ist wie Ihre?
  • Inhaltsqualität der Konkurrenz: Sind die Seiten aktuell, vollständig und auf die Intention zugeschnitten, oder dünn und veraltet?
  • Formatlücke: Fehlt in den Ergebnissen ein Vergleich, ein Rechner oder eine Preisübersicht, den Sie liefern könnten?

Wenn zwei dieser drei Fragen positiv ausfallen, halte ich ein Top drei Ranking innerhalb von sechs bis zwölf Monaten für realistisch. Fällt nur eine positiv aus, plane ich das Keyword als Unterstützer für einen stärkeren Begriff ein. Fällt keine positiv aus, streiche ich es vorerst, egal wie attraktiv das Volumen wirkt.

Zudem gilt: Erreichbarkeit ist keine feste Größe. Eine neue Domain kann mit zehn guten Ratgebern in einer Nische in kurzer Zeit Autorität aufbauen, sofern sie ein enges Thema besetzt. Daher beginne ich bei jungen Websites mit Long Tail Begriffen und arbeite mich zu den Kernbegriffen hoch.

Wie bauen Sie eine Bewertungstabelle für die Keyword Recherche auf?

Eine Bewertungstabelle zwingt Sie, Bauchgefühl in Zahlen zu übersetzen. Ich vergebe für jedes Keyword vier Teilwerte von eins bis fünf und multipliziere Kaufabsicht und Seitenpassung, weil ein Keyword ohne passende Seite nichts wert ist. Die folgende Beispielrechnung zeigt das Prinzip mit fiktiven, aber typischen Werten.

KeywordVolumen (Spanne)KaufabsichtCPC IndikatorErreichbarkeitSeitenpassungGesamtpunkte
Website erstellen lassen Kosten1.000 bis 10.0005hoch355 x 5 + 3 + 5 = 33
was ist Webdesign10.000 bis 100.0001niedrig221 x 2 + 2 + 1 = 5
Webdesign Agentur Hamburg100 bis 1.0004hoch444 x 4 + 4 + 5 = 25

Beispielrechnung für den Ertrag: Angenommen, "Website erstellen lassen Kosten" hat 2.000 Suchen pro Monat. Mit Platz eins und 27,6 Prozent Klickrate ergibt das rund 550 Besucher. Bei einer angenommenen Anfragequote von zwei Prozent entstehen etwa elf Anfragen monatlich. Der Definitionsbegriff bringt trotz fünffachem Volumen bei realistischer Quote unter einem Prozent kaum eine einzige.

Diese Rechnung ist eine Annahme, kein Versprechen. Trotzdem macht sie sichtbar, warum ich in der Keyword Recherche zuerst die rechte Spalte fülle und erst danach auf das Volumen schaue.

Welches Keyword gehört auf welche Seite?

Jedes Keyword braucht genau eine Zielseite, und jede Seite braucht ein Hauptkeyword plus einige Nebenbegriffe. Ohne diese Zuordnung entstehen Doppelungen und Lücken. Deshalb ordne ich das Ergebnis der Keyword Recherche nach Trichterstufe, bevor ich einen Redaktionsplan schreibe.

StufeKeyword MusterSeitentypInternes LinkzielMessgröße
Bewusstseinwas ist, wie funktioniert, TippsRatgeberLeistungsseiteVerweildauer, Klick auf Leistung
AbwägungVergleich, Kosten, beste, ErfahrungenVergleichsseite, PreisseiteKontakt, ReferenzenKlick auf Kontakt
EntscheidungAgentur, beauftragen, erstellen lassen, StadtLeistungsseite, StandortseiteFormular, WhatsAppAnfragen, Anrufe
BindungAnleitung, Fehler beheben, ErweiterungHilfeartikelZusatzleistungNachkauf, Empfehlungen

Anschließend prüfe ich jede Zielseite mit dem Keyword Dichte Tool, damit das Hauptkeyword natürlich vorkommt und nicht auf einer zweiten Seite ebenso stark. Für neue Seiten erzeuge ich die URL mit dem Slug Generator, kurz und ohne Füllwörter, weil der Pfad später schwer zu ändern ist.

Wie unterscheiden sich verkaufsstarke Keywords für lokale Unternehmen?

Lokale Unternehmen verkaufen über Nähe und Vertrauen, also enthalten ihre besten Keywords fast immer einen Ort oder das Wort "in der Nähe". Das Suchvolumen wirkt winzig, doch die Anfragequote ist oft die höchste im ganzen Konto. Daher baue ich die Keyword Recherche bei lokalen Kunden um Stadt, Bezirk und Umland herum auf.

  • Leistung plus Stadt: Zahnarzt Graz, Steuerberater Köln, Elektriker Basel.
  • Stadtteil statt Stadt: Physiotherapie Schwabing, Friseur Kreuzberg.
  • Leistung plus Dringlichkeit: Notdienst, heute, sofort, am Wochenende.
  • Vertrauenswörter: Bewertungen, Erfahrungen, Empfehlung.

Außerdem hat Google bei lokalen Anfragen fast immer ein Kartenpaket. Deshalb gehört zur Keyword Arbeit das Unternehmensprofil mit denselben Begriffen in Kategorien und Beschreibung. Auf der Website braucht jede Stadt oder jeder Stadtteil eine eigene Seite mit echten Inhalten, nicht nur einem ausgetauschten Ortsnamen.

Ein sauber gebautes Webdesign hilft hier mehr als jeder Trick, weil eine lokale Seite mit Adresse, Öffnungszeiten, Anfahrt und Bildern aus dem echten Geschäft sowohl Google als auch den Anrufer überzeugt. Konkret messe ich dann Anrufe und Routenanfragen, nicht nur Klicks.

Wie trennen Sie im E-Commerce Kategorie und Produkt Keywords?

Im Onlinehandel entscheidet die richtige Ebene über den Umsatz. Ein allgemeiner Begriff wie "Laufschuhe Herren" gehört auf die Kategorieseite, ein konkreter Begriff mit Marke, Modell und Größe auf die Produktseite. Wer beides auf einer Seite mischt, verliert für beide Anfragen.

  • Kategorie: Produkttyp plus Zielgruppe oder Eigenschaft, etwa "Laufschuhe Herren wasserdicht".
  • Unterkategorie: Produkttyp plus Einsatzzweck, etwa "Trailrunning Schuhe Herren".
  • Produkt: Marke plus Modell plus Variante, etwa "Modellname Größe 44 blau".
  • Ratgeber: Frage rund um die Kaufentscheidung, etwa "Laufschuhe für Übergewicht welche".

Zudem lohnt der Blick in die interne Suche des Shops. Begriffe mit vielen Eingaben und null Treffern sind entweder Sortimentslücken oder Benennungsprobleme. Beides ist reines Umsatzpotenzial. In meiner E-Commerce Beratung prüfe ich diese Liste als Erstes, denn sie kostet nichts und liefert Keywords mit bewiesener Kaufabsicht.

Danach folgt die Frage nach Filterseiten. Eine Filterkombination mit eigener Nachfrage, zum Beispiel Farbe plus Größe, verdient eine indexierbare URL mit eigenem Titel. Alle anderen Kombinationen bleiben ausgeschlossen, sonst verwässern tausende Varianten die Autorität der Kategorie.

Wie beschleunigen Google Ads Daten die Keyword Recherche für SEO?

Google Ads ist das schnellste Labor für eine Keyword Recherche, weil Sie innerhalb weniger Wochen echte Conversion Daten pro Suchbegriff sehen. Der Suchbegriffsbericht zeigt nicht Schätzungen, sondern die Wörter, die jemand tatsächlich getippt hat, bevor er anfragte oder kaufte. Diese Liste ist für mich der Goldstandard.

  1. Exportieren Sie den Suchbegriffsbericht der letzten 90 Tage mit Conversions und Kosten pro Conversion.
  2. Filtern Sie Begriffe mit mindestens zwei Conversions und akzeptablen Kosten.
  3. Prüfen Sie, ob Ihre organische Seite dafür bereits in den Top zehn steht.
  4. Bauen Sie für die Lücken eine Seite oder erweitern Sie eine bestehende.
  5. Vergleichen Sie nach 90 Tagen, ob die organischen Anfragen die bezahlten ergänzen.

Umgekehrt zeigt der Bericht auch, welche Begriffe zwar klicken, aber nie konvertieren. Diese Begriffe streiche ich aus dem SEO Plan, bevor jemand Stunden in einen Artikel steckt. So spart die Google Ads Verwaltung dem SEO Team Monate an Rätselraten, weil bezahlte Daten bereits verraten, was verkauft.

Wie senkt Keyword Kannibalisierung den Umsatz und wie vermeiden Sie sie?

Kannibalisierung entsteht, wenn zwei oder mehr Seiten derselben Website um dasselbe Keyword konkurrieren. Google wechselt dann zwischen den Seiten, keine sammelt stabile Signale, und meist rankt ausgerechnet der Ratgeber statt der Leistungsseite. Folglich bekommen Sie Besucher, aber keine Anfragen.

Typische Auslöser sehe ich regelmäßig in gewachsenen Websites: ein Blogartikel mit demselben Titel wie die Leistungsseite, mehrere Standortseiten mit identischem Text oder Kategorien und Tags, die den gleichen Begriff tragen. In der Search Console erkennen Sie das Problem, wenn eine Anfrage mehrere URLs mit schwankender Position zeigt.

  • Legen Sie pro Keyword eine Hauptseite fest und dokumentieren Sie die Zuordnung.
  • Führen Sie schwächere Duplikate per Weiterleitung mit der Hauptseite zusammen.
  • Verschieben Sie den Fokus des Ratgebers auf die informationale Variante und verlinken Sie auf die Leistungsseite.
  • Schreiben Sie unterschiedliche Titel, Überschriften und Einleitungen, statt Texte zu kopieren.

Danach braucht Google einige Wochen, bis sich die Signale bündeln. Zusammengefasst gilt: Eine Seite pro Absicht, ein Hauptkeyword pro Seite, und der Ratgeber schickt seinen Leser dorthin, wo er kaufen kann.

Wie messen Sie, ob Ihre gewählten Keywords tatsächlich verkaufen?

Rankings sind ein Zwischenwert, nicht das Ziel. Ich messe daher jede Zielseite an Anfragen, Anrufen und Bestellungen, die aus organischer Suche kommen. Dafür verbinde ich drei Quellen: die Search Console für Anfragen und Klicks, Google Analytics 4 für Conversions pro Landingpage und das CRM für den tatsächlichen Auftragswert.

  1. Definieren Sie in GA4 die Ereignisse, die Geld bedeuten: Formular gesendet, Anruf geklickt, Bestellung abgeschlossen.
  2. Werten Sie Conversions pro Landingpage aus und legen Sie die Zielseiten aus Ihrer Keyword Zuordnung daneben.
  3. Ziehen Sie aus der Search Console die Anfragen der jeweiligen Seite, um die Verbindung zwischen Suchbegriff und Anfrage zu sehen.
  4. Kennzeichnen Sie Kampagnen und Newsletter mit dem UTM Generator, damit bezahlter und organischer Traffic sauber getrennt bleiben.
  5. Bewerten Sie alle 90 Tage: ausbauen, umschreiben oder streichen.

Dieser 90 Tage Zyklus ist bewusst kurz, weil er Fehlentscheidungen begrenzt. Ein Keyword mit Platz zwei und null Anfragen nach einem Quartal hat entweder die falsche Intention oder die falsche Seite. Beides lässt sich korrigieren, aber nur, wenn Sie es messen.

Welche Fehler sehe ich bei der Keyword Recherche am häufigsten?

Die meisten Fehler entstehen nicht aus Unwissen, sondern aus Bequemlichkeit. Ein Tool liefert eine Liste, und die Liste wird zum Plan. Deshalb hier die Muster, die ich in Audits am häufigsten korrigiere:

  • Sortieren nach Volumen: Der größte Begriff steht oben, obwohl er die schwächste Kaufabsicht hat.
  • Fachsprache statt Kundensprache: Die Website spricht wie die Branche, der Kunde sucht anders.
  • Keine Intentionsprüfung: Eine Verkaufsseite zielt auf eine Frage, die Google mit Ratgebern beantwortet.
  • Ein Keyword pro Seite, wörtlich genommen: Nebenbegriffe und Synonyme fehlen, die Seite wirkt künstlich.
  • Eine Seite für alles: Kategorie, Produkt und Ratgeber kämpfen um denselben Begriff.
  • Kein Ende: Die Liste wächst, aber niemand streicht Begriffe ohne Anfragen.
  • Textlänge als Ziel: Google hat laut eigener Dokumentation keine bevorzugte Wortzahl; entscheidend ist, ob der Leser sein Ziel erreicht.

Vor allem der letzte Punkt verdient Aufmerksamkeit. Nach einer guten Keyword Recherche muss der Inhalt die Absicht vollständig bedienen, damit der Nutzer nicht zurück zu Google geht. Länge allein erreicht das nicht, Vollständigkeit schon.

Wie verändern KI Übersichten und Chat Suchen die Keyword Wahl?

KI Übersichten und Antworten in ChatGPT oder Gemini verändern vor allem die informationale Stufe. Kurze Definitionsfragen beantwortet die Maschine selbst, der Klick entfällt häufiger. Kommerzielle und transaktionale Anfragen bleiben dagegen wertvoll, weil eine Anfrage oder Bestellung weiterhin eine Website braucht.

Daher verschiebe ich in aktuellen Projekten das Gewicht: weniger Glossarartikel, mehr Vergleichs- und Preisseiten mit klaren Aussagen, die eine Maschine zitieren kann und ein Mensch danach anklicken will. Zudem gewinnen längere, gesprochene Formulierungen an Bedeutung, etwa "welche Agentur eignet sich für einen kleinen Onlineshop mit 50 Produkten".

Übertreiben sollten Sie diesen Wandel allerdings nicht. Die Grundregel bleibt dieselbe: Beantworten Sie die Frage besser als alle anderen und zeigen Sie dem Leser den nächsten Schritt. Anders gesagt, eine gute Keyword Recherche für Menschen ist auch eine gute Vorbereitung für Maschinen.

Wie oft sollten Sie Ihre Keyword Liste aktualisieren?

Für die Keyword Recherche empfehle ich einen festen Rhythmus: einen Blick pro Monat in die Search Console, eine Neubewertung pro Quartal und einen kompletten Neuaufbau einmal im Jahr. Saisonale Branchen ergänzen einen Termin sechs Wochen vor ihrer Hauptsaison, damit neue Seiten rechtzeitig indexiert sind.

Zwischen den Terminen gilt: Jede neue Kundenfrage aus Vertrieb oder Support wandert in eine gemeinsame Liste. So bleibt die Kundensprache aktuell, und die nächste Bewertung beginnt nicht bei null. Außerdem streichen Sie bei jeder Runde konsequent Begriffe, die nach zwei Quartalen keine Anfrage gebracht haben.

Wenn Sie diese Arbeit nicht allein stemmen möchten, können Sie mich über die Kontaktseite erreichen; einige Ergebnisse aus vergangenen Projekten finden Sie unter Referenzen. Am Ende zählt nicht, wie viele Keywords auf Ihrer Liste stehen, sondern wie viele davon Kunden bringen.

Häufig gestellte Fragen

Wie macht man eine Keyword Recherche?
Eine Keyword Recherche beginnt mit der Sprache Ihrer Kunden aus Gesprächen, Anfragen und interner Suche. Danach erweitern Sie diese Begriffe mit Keyword Planner, Search Console oder einem SEO Tool, klassifizieren die Suchintention, prüfen die Suchergebnisse, vergeben Punkte für Kaufabsicht und Erreichbarkeit und ordnen jedes Keyword genau einer Seite zu. Anschließend messen Sie Anfragen statt Rankings.
Woran erkennt man ein Keyword, das verkauft?
Ein verkaufendes Keyword enthält eine erkennbare Kaufabsicht, etwa Kosten, Anbieter, Agentur, Stadt oder erstellen lassen. Zusätzlich zeigt ein hoher Klickpreis im Keyword Planner, dass andere Unternehmen für diesen Begriff bezahlen, weil er sich rechnet. Die sicherste Bestätigung liefert der Suchbegriffsbericht in Google Ads oder eine Landingpage, die in Analytics nachweislich Anfragen erzeugt.
Welche kostenlosen Tools gibt es für die Keyword Recherche?
Kostenlos nutzbar sind die Google Search Console, der Google Ads Keyword Planner, Google Trends, die automatische Vervollständigung in der Suche und der Bereich mit weiteren Fragen auf der Ergebnisseite. Dazu kommen die interne Suche Ihres Shops und Ihre eigenen Kundenanfragen. Für Wettbewerbsdaten und Schwierigkeitswerte helfen die kostenlosen Grundversionen von Ahrefs, Semrush oder Ubersuggest mit begrenzten Abfragen.
Lohnen sich Keywords mit geringem Suchvolumen?
Ja, wenn sie eine klare Kaufabsicht enthalten und aus echter Kundensprache stammen. Tools unterschätzen kleine Begriffe regelmäßig, und rund 15 Prozent aller täglichen Suchanfragen sind laut Google völlig neu. Ein Keyword mit 30 Suchen und hoher Absicht bringt oft mehr Anfragen als ein Begriff mit 5.000 Suchen und reiner Informationsabsicht. Entscheidend ist, dass eine passende Seite mit geringem Aufwand entsteht.
Was ist die Keyword Schwierigkeit und welcher Wert ist gut?
Die Keyword Schwierigkeit (KD) ist ein Schätzwert von Tools wie Ahrefs oder Semrush, der meist auf den Backlinks der rankenden Seiten beruht. Ein Wert unter 30 gilt für junge Websites als machbar, über 60 ist ohne starke Domain schwierig. Wichtiger als die Zahl ist der Vergleich mit den tatsächlichen Wettbewerbern: Domainstärke, Aktualität der Inhalte und ob ein Format in den Ergebnissen fehlt.
Wie viele Keywords sollte eine Seite anvisieren?
Eine Seite sollte ein Hauptkeyword und drei bis zehn eng verwandte Nebenbegriffe abdecken, die dieselbe Suchintention teilen. Synonyme, Fragen und Varianten des Hauptbegriffs gehören auf dieselbe Seite, weil Google sie ohnehin gemeinsam bewertet. Sobald ein Nebenbegriff eine andere Absicht hat, etwa Preis statt Definition, verdient er eine eigene Seite. So vermeiden Sie Kannibalisierung und dünne Inhalte.
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Talha Aslan
Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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