Die Website einer Bäckerei bedient zwei Kunden gleichzeitig: den Passanten, der in zehn Minuten Brötchen holen will, und die Mutter, die für den Geburtstag in zwei Wochen eine Torte sucht. Der eine braucht Öffnungszeiten und Anfahrt, die andere will Torten sehen, wissen, für wie viele Personen sie reichen, und erfahren, wie man bestellt.
Dieser Leitfaden folgt den Entscheidungen, die Inhaber einer Bäckerei, Konditorei oder Tortenmanufaktur bei einem Websiteprojekt nacheinander treffen. Jeder Abschnitt enthält eine Checkliste, ein Kriterium oder eine konkrete Frage, die Sie Ihrer Agentur stellen können.
01Thekengeschäft und Vorbestellungen trennen
Bevor gestaltet wird, sollten Sie wissen, welcher Anteil Ihres Umsatzes an der Theke und welcher über Vorbestellungen entsteht. Dieses Verhältnis bestimmt, was die Startseite zuerst zeigt, wie das Menü aufgebaut ist und welche Aktionen gemessen werden.
Die Bäckerei im Viertel bedient vor allem Kunden in der Nähe, die sofort kommen; auf den ersten Bildschirm gehören Tagesangebot, Öffnungszeiten und Route. Eine Tortenmanufaktur lebt von Bestellungen, die Tage oder Wochen vorher eingehen; dort zeigt der erste Bildschirm fertige Torten und den Weg zum Bestellformular. Ein Betrieb mit mehreren Filialen trägt beide Abläufe und muss Kunden zuerst zur richtigen Filiale führen.
- Die letzten drei Monate: Zählen Sie die Tortenbestellungen in Ihrem Bestellbuch und notieren Sie, über welchen Weg jede einzelne kam.
- Telefonfragen: Schreiben Sie eine Woche lang die fünf häufigsten Fragen am Telefon und auf WhatsApp auf; die Website muss sie beantworten.
- Stoßzeiten: Halten Sie fest, wann an der Theke am meisten los ist; Anrufe in diesen Stunden zeigen, welche Angaben auf die Website gehören.
- Kapazität: Legen Sie fest, wie viele individuelle Torten Ihre Backstube an einem Tag schafft; das Formular wird an dieser Grenze ausgerichtet.
Mit diesen vier Angaben sprechen Sie mit Ihrer Agentur über Abläufe, bevor es um Farben und Schriften geht. Fragen Sie direkt: Welchem Verkaufsweg dient die erste Schaltfläche auf der Startseite, und warum?
02Sortiment, Personenzahl und Produkttexte
Das Sortiment auf der Website soll Kunden die Auswahl ermöglichen, ohne dass sie anrufen müssen; dafür braucht jedes Produkt mehr als ein Foto. Die Kategorien folgen der Suche der Kunden: Torten, Kuchen und Feingebäck, Kleingebäck, Herzhaftes, Brot und Brötchen sowie Produkte auf Bestellung.
Produktnamen sollten mit den Schildern in Ihrer Auslage übereinstimmen, damit die Himbeertorte mit weißer Schokolade aus dem Laden online nicht anders heißt. In der Beschreibung verkaufen konkrete Angaben besser als Adjektive. Der Satz "Schokoladenbiskuit, Zartbitterganache und Sauerkirschen; im Kühlschrank zwei Tage haltbar; mindestens zwei Tage vorher bestellen" leistet mehr als "ein unvergesslicher Genuss".
- Portionstabelle: Halten Sie auf Basis Ihrer eigenen Formen einmal fest, wie viele Stücke jede Größe ergibt, und verwenden Sie dieselbe Tabelle auf jeder Tortenseite.
- Vorlaufzeit: Geben Sie an, ob ein Produkt täglich verfügbar ist, einen Tag Vorlauf braucht oder eine Woche.
- Lagerung und Transport: ob Kühlung nötig ist, wie lange es frisch bleibt und wie man es im Auto transportiert.
- Varianten: Gibt es dieselbe Torte mit Obst, glutenfrei oder mit Aufschrift, zeigen Sie das als Auswahl auf einer Seite statt als getrennte Produkte.
Ob Preise online stehen, ist eine eigene Entscheidung. Bei festen Produkten senken sie die Zahl der Anfragen; bei Torten nach Motiv hilft eine Erklärung, welche Wahl den Preis bestimmt, mehr als ein vager Mindestpreis.
03Die Felder des Bestellformulars für Torten
Ein gutes Bestellformular fragt alles ab, was Sie heute am Telefon erfragen, in derselben Reihenfolge, und lässt sich ohne die wichtigsten Angaben nicht absenden. Sein Ziel ist eine vollständige Anfrage, die Sie nur noch bestätigen müssen.
Die Reihenfolge der Felder zählt. Zuerst wählt der Kunde das Datum; ist der Tag ausgebucht, sagt das Formular es im ersten Schritt und nicht nach zwanzig Feldern. Danach folgen die Angaben zur Torte, Kontakt und Übergabe kommen zum Schluss.
- Datum und Uhrzeit: Ruhetage und ausgebuchte Termine sind nicht wählbar, die Mindestvorlaufzeit greift automatisch.
- Personenzahl und Etagen: Nach Eingabe der Gästezahl erscheinen die passenden Größen, der Kunde muss nichts umrechnen.
- Geschmack und Füllung: Biskuit, Creme und Füllung zur Auswahl, dazu ein eigenes Kästchen für Unverträglichkeiten.
- Motiv, Farben und Aufschrift: Die Aufschrift steht in einem eigenen Feld mit Zeichengrenze, denn Schreibfehler gehören zu den häufigsten Ärgernissen.
- Beispielfoto: Einige Bilder lassen sich hochladen, mit dem Hinweis, dass sie als Anregung dienen und nicht exakt nachgebaut werden.
- Abholung oder Lieferung: bei Abholung Filiale und Zeitfenster, bei Lieferung Adresse, Hinweise zum Gebäude und Telefonnummer des Empfängers.
Lassen Sie sich von Ihrer Agentur einen Entwurf des Formulars schicken und füllen Sie ihn auf dem eigenen Smartphone aus. Braucht eine Bestellung danach noch eine Rückfrage von Ihnen, müssen die Felder überarbeitet werden.
04Von der Anfrage bis zum Abholtag
Mit dem Absenden beginnt der Ablauf erst; Ordnung entsteht dadurch, wie Anfragen bestätigt, Anzahlungen eingeholt und die Tage bis zur Abholung begleitet werden. Steht dieser Ablauf auf der Website, wissen Kunden, was passiert, und rufen nicht zur Sicherheit an.
Jede Anfrage sollte Sie per E-Mail und WhatsApp im selben Aufbau erreichen: Datum oben, darunter Personenzahl, Geschmack, Aufschrift und Übergabe. Die automatische E-Mail an den Kunden bestätigt den Eingang, sagt klar, dass die Bestellung noch nicht verbindlich ist, und nennt, bis wann Sie sich melden.
Beschreiben Sie den Ablauf auf der Website in vier kurzen Schritten:
- Anfrage: Das Formular wird gesendet, der Kunde erhält eine Zusammenfassung per E-Mail.
- Bestätigung und Anzahlung: Sie bestätigen Motiv und Betrag und nehmen die Anzahlung auf Ihrem gewohnten Weg entgegen; erst danach ist der Termin reserviert.
- Letzter Änderungstag: Aufschrift, Farben und Personenzahl lassen sich bis zu einem festen Tag ändern, der in der Zusammenfassung steht.
- Abholung: Am Vortag geht eine Erinnerung hinaus; bei Lieferung wird der Empfänger noch einmal bestätigt.
Beantworten Sie Tortenfragen weiterhin über WhatsApp, sollte die Schaltfläche auf der Website mit einem vorbereiteten Text öffnen. Mit unserem WhatsApp Link Generator legen Sie einen Starttext wie "Guten Tag, ich möchte eine Torte bestellen, Datum:" fest; so steht das Datum gleich in der ersten Nachricht.
05Anzahlung, Änderung und Storno schriftlich regeln
Die meisten Konflikte um eine individuelle Torte entstehen, weil die Bedingungen bei der Bestellung nicht schriftlich festgehalten wurden. Deshalb gehören sie kurz und lesbar direkt neben das Formular und nicht auf eine Rechtsseite, die niemand öffnet.
§ 312g Abs. 2 BGB nimmt Waren, für deren Herstellung eine individuelle Auswahl des Verbrauchers maßgeblich ist, und schnell verderbliche Waren vom Widerrufsrecht im Fernabsatz aus. Anzahlung und Änderungsfrist dagegen sind Ihre eigenen unternehmerischen Entscheidungen und sollten einheitlich angewendet werden. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Vorschriften; die rechtliche Prüfung liegt bei Ihnen und Ihrer Beratung.
- Anzahlung: ab wann die Bestellung verbindlich ist und was bei Storno mit der Anzahlung geschieht.
- Letzter Änderungstag: bis wann Motiv, Aufschrift und Personenzahl noch geändert werden können.
- Abweichungen: dass Beispielfotos als Anregung dienen und handgemachte Torten leicht abweichen.
- Verantwortung nach Übergabe: ab welchem Moment Transport und Kühlung bei Abholung beim Kunden liegen.
- Lizenzierte Figuren: ob und unter welchen Bedingungen Sie Motive aus Filmen oder von Marken umsetzen.
Ein Pflichtkästchen "Ich habe die Bestellbedingungen gelesen" direkt über der Absenden Schaltfläche, dessen Datum mit der Anfrage gespeichert wird, zeigt im Streitfall, was vereinbart war. Gehen Sie die Texte zu Beginn jeder Saison mit Ihrer Backstube durch; ändert sich eine Regel in der Praxis, muss sie sich auch online ändern.
06Allergene und Zutaten übersichtlich darstellen
Allergenangaben sind das Erste, wonach Kunden mit Unverträglichkeit suchen, und sie sollten auf jeder Produktseite an derselben Stelle und im selben Format stehen. Steht alles in einer einzigen PDF, können Kunden die Angaben dem Produkt nicht zuordnen.
Für lose Ware nennt § 4 LMIDV neben schriftlichen Angaben auch elektronische Informationsangebote, sofern sie unmittelbar und leicht zugänglich sind und Kunden vor Kaufabschluss davon Kenntnis nehmen können. Halten Sie den Aufbau einfach: eine Zeile Zutaten unter der Beschreibung, darunter die Allergene fett hervorgehoben. Glutenfreie und vegane Produkte sollten sich in der Galerie filtern lassen. Besteht ein Risiko von Spuren, etwa weil glutenfreie Torten in derselben Backstube entstehen, steht das klar dabei.
- Quelle: Die Angaben stammen aus Rezepturen und Spezifikationen der Lieferanten, nie aus dem Gedächtnis.
- Zuständigkeit: Benennen Sie die Person, die die Website aktualisiert, sobald sich eine Rezeptur ändert.
- Prüfdatum: Im Verwaltungsbereich wird je Produkt gespeichert, wann die Angaben zuletzt geprüft wurden.
- Lieferantenwechsel: Verschlagworten Sie Zutaten, damit beim Wechsel der Nusspaste oder Kuvertüre alle betroffenen Produkte auf einem Bildschirm erscheinen.
Ist im Bestellformular das Kästchen für Unverträglichkeiten angekreuzt, sollte die Anfrage mit eigener Überschrift eingehen, damit sie in der Backstube nicht übersehen wird. Wir bereiten die Angaben mit Ihrer Backstube auf; Richtigkeit und Aktualität liegen bei Ihrer Produktion.
07Produktfotos, Galerie und Ladezeit
Auf der Website einer Bäckerei beginnt der Verkauf mit dem Foto, doch schwere Bilder können die Galerie auf dem Smartphone so verlangsamen, dass derselbe Verkauf verloren geht. Fotoshooting und technische Aufbereitung gehören deshalb zusammen geplant.
Drei Aufnahmen je Torte genügen meist: die ganze Torte, ein Anschnitt mit sichtbaren Schichten und ein Bild mit Größenbezug, etwa neben einem Teller. Gleicher Hintergrund und gleiches Licht in der ganzen Galerie machen Produkte vergleichbar; Stockbilder von Torten führen Kunden in die Irre und haben auf Ihrer Website nichts verloren.
Die Core Web Vitals von Google geben klare Ziele vor. LCP, das misst, wie lange das größte sichtbare Element zum Laden braucht, sollte bei 2,5 Sekunden oder weniger liegen; CLS, das misst, wie stark das Layout beim Laden springt, bei 0,1 oder weniger.
- Größe: Bilder werden auf die angezeigte Breite skaliert, für Smartphones gibt es eine kleinere Fassung.
- Format: Moderne Formate wie WebP oder AVIF ersetzen schwere JPEG Dateien; mit unserem Bildformat Konverter testen Sie Ihre vorhandenen Fotos.
- Ladereihenfolge: Das erste Bild lädt sofort, Galeriebilder weiter unten erst beim Scrollen.
- Reservierter Platz: Für jedes Bild sind die Maße festgelegt, damit der Text beim Laden nicht verrutscht.
Öffnen Sie die Galerie vor dem Start auf Ihrem eigenen Smartphone, mit mobilen Daten, mitten im Laden. Bleiben Fotos sekundenlang graue Kästen, liegt das an der Bildaufbereitung und nicht am Design.
08Anfrageformular oder Onlineshop mit Warenkorb
Nicht jede Bäckerei braucht einen Onlineshop mit Warenkorb; entscheidend ist, wie standardisiert Ihre Produkte sind und wer liefert. Für Torten, deren Gestaltung im Gespräch entsteht, passt ein Anfrageformular meist besser als eine Zahlung über die Website.
Ein Warenkorb lohnt sich bei Produkten mit fester Größe und festem Inhalt: Plätzchendosen, Stollen, Lebkuchen, Pralinen zu Ostern, fertige Dessertboxen. Lassen sich diese versenden oder im eigenen Liefergebiet zustellen, kann eine Onlinezahlung über einen Onlineshop ergänzt werden. Sahnetorten brauchen Kühlung und einen festen Übergabezeitpunkt und bleiben deshalb meist bei Abholung oder Lieferung im Nahbereich mit eigenem Fahrzeug.
- Anteil fester Produkte: Braucht der Großteil Ihres Sortiments kein Beratungsgespräch, ist ein Warenkorb eine Überlegung wert.
- Liefergebiet: Klären Sie auf Papier, welche Stadtteile, welche Zeitfenster und wessen Fahrzeug, bevor gebaut wird.
- Bestand und Kapazität: Prüfen Sie, ob sich Tageslimits im Verwaltungsbereich festlegen lassen und ob ausverkaufte Produkte automatisch verschwinden.
- Gemischter Aufbau: Verpackte Ware läuft über den Warenkorb, individuelle Torten über das Formular, beides aus derselben Galerie.
Ein Warenkorb bringt laufende Arbeit mit sich: Bestand je Produkt, Liefergebühren, Texte zu Zahlung und Erstattung. Fehlt im Team jemand, der das täglich pflegt, ist es sinnvoller, mit dem Anfrageformular zu beginnen und die Bestellungen einige Monate zu beobachten.
09Saisonkalender und Seiten für Feiertage
Saisonprodukte müssen in den Wochen online sein, in denen Kunden entscheiden; dafür braucht es einen Jahreskalender. Eine Valentinstorte, die erst in derselben Woche erscheint, erreicht Menschen, die längst woanders bestellt haben.
Ist der Kalender einmal angelegt, lässt er sich jedes Jahr wiederverwenden. Halten Sie die Adresse jeder Saisonseite fest und ohne Jahreszahl, damit Sichtbarkeit in der Suche und geteilte Links aus dem Vorjahr erhalten bleiben. Nach der Saison bleibt die Seite online; die Produkte werden ausgeblendet, und ein Hinweis nennt den Termin für das neue Sortiment.
- Jahr auflisten: Fasching mit Berlinern oder Krapfen, Valentinstag, Ostern, Muttertag, Kommunion und Konfirmation, Einschulung, Sankt Martin, Advent und Weihnachten.
- Termine festlegen: Für jeden Anlass bestimmen Sie den Tag, an dem die Seite öffnet, und den letzten Bestelltag.
- Vorher fotografieren: Saisonware wird in der Vorsaison oder bei einem Probebacken aufgenommen.
- Hinweise verbinden: Instagram Beiträge, Aufsteller an der Theke und WhatsApp Nachrichten führen auf dieselbe Seite.
- Ergebnis notieren: Nach der Saison halten Sie fest, welche Produkte Bestellungen brachten; die Liste fürs nächste Jahr wird kürzer und schärfer.
Mit Quellenkennzeichnungen an Kampagnenlinks sehen Sie, ob eine Bestellung von Instagram oder vom Aufsteller an der Theke kam. Mit unserem UTM Link Generator erstellen Sie für jeden Kanal einen eigenen Link.
10Filialseiten und Google Unternehmensprofil
Eine Bäckerei mit mehreren Filialen braucht für jede eine eigene Seite und ein eigenes Google Unternehmensprofil, damit Kunden sofort sehen, wo sie abholen und wann diese Filiale geöffnet hat. Eine Website mit nur einer Adresse schickt früher oder später jemanden am Sonntagmorgen vor eine geschlossene Tür.
Eine Filialseite ist keine Kopie der Galerie. Sie enthält, was diesen Standort ausmacht: vollständige Adresse, Öffnungszeiten, Telefon, Karte, ob es ein Café mit Sitzplätzen gibt, Parkmöglichkeiten, Spezialitäten nur dieser Filiale und wo im Laden Bestellungen abgeholt werden.
- Name des Betriebs: Nach den Google Richtlinien muss der Profilname dem echten Namen auf dem Schild entsprechen; Zusätze wie "frische Torten" gefährden das Profil.
- Sonderöffnungszeiten: Zeiten an Feiertagen werden vorab im Profil und auf der Filialseite eingetragen.
- Kategorie und Produkte: Wählen Sie die Kategorie Bäckerei oder Konditorei und ergänzen Sie ausgewählte Produkte mit Fotos.
- Websitelink: Jedes Profil verlinkt auf die eigene Filialseite, nicht auf die Startseite.
Auch Gedrucktes im Laden kann mehr leisten. Ein QR Code auf Tortenkartons und Thekenaufstellern, der die Bestellseite öffnet, bringt Stammkunden direkt zum Formular. Die umfassendere Arbeit an der Sichtbarkeit, von lokalen Seiten bis zu Inhalten, gehört zu unserer Suchmaschinenoptimierung.
11Firmenkunden und Sammelbestellungen
Beliefern Sie Büros, Schulen oder Veranstaltungen, sollten diese Anfragen nicht in das Formular für Privatkunden gezwängt werden; sie brauchen eine eigene Seite und ein eigenes Formular. Firmenkunden fragen nach Rechnung, Lieferfenster, regelmäßigen Bestellungen und Verpackung.
Am meisten hilft auf einer Firmenseite die klare Beschreibung fertiger Pakete. Ein Paket wie "süße und herzhafte Platte für ein Meeting mit 20 Personen" lässt sich intern leicht zur Freigabe weiterleiten. Bieten Sie bei Veranstaltungen auch Speisen und Service an, rückt der Aufbau näher an eine Website für Catering, und der Ablauf der Angebote braucht eine eigene Planung.
- Rechnungsdaten: Firmenname, Rechnungsadresse und Umsatzsteuer Identifikationsnummer als eigene Felder.
- Lieferfenster: ein Zeitfenster vor Beginn des Termins, mit Name und Telefon der Person, die annimmt.
- Regelmäßige Bestellungen: Startdatum und Rhythmus für wöchentliche oder monatliche Daueraufträge.
- Logo und Marke: ein Upload für eine Vektordatei, wenn ein Logo auf Kekse oder Torte gedruckt wird.
- Verpackung: einzeln verpackt oder auf großen Platten, und ob Etiketten oder Allergenkarten nötig sind.
Firmenanfragen dauern meist länger und laufen über mehrere Personen. Eine übersichtliche Bestätigung mit Zusammenfassung, die der Besteller intern weiterleiten kann, verkürzt diesen Weg spürbar.
12Messung, Cookies und Pflichtangaben
Der Erfolg einer Website für Bäckereien zeigt sich an Bestellanfragen, Anrufen und Routenklicks, nicht an Besucherzahlen. Die Messung muss vor dem Start stehen; wird sie später ergänzt, fehlen die ersten Wochen.
Wer jede Conversion getrennt erfasst, sieht, welche Produktseite und welche Saison Aufträge bringt. Ein kurzer Blick einmal im Monat genügt: Welche Produktseite brachte Anfragen, welche viele Besuche, aber kein Formular?
- Bestellformular: Jede Anfrage wird mit der Produktseite gespeichert, von der sie kam.
- Anruf und WhatsApp: Anruf per Klick und WhatsApp zählen als getrennte Ereignisse.
- Route: Kartenklicks auf den Filialseiten werden je Filiale getrennt.
- Quelle: Instagram, Google Unternehmensprofil und Kampagnenlinks erscheinen als eigene Quellen.
In Deutschland richtet sich die Impressumspflicht nach § 5 DDG. Nach § 25 TDDDG brauchen nicht notwendige Cookies für Messung und Werbung eine Einwilligung, bevor sie gesetzt werden. Da das Formular Namen, Telefonnummern, Adressen und Unverträglichkeiten erfasst, gehört eine Datenschutzerklärung dazu, und mit Anbietern von Formular oder Bestelltool ist nach Art. 28 DSGVO ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig. Klären Sie früh, wer Bestelldaten wie lange speichert.
13Häufige Fehler auf Websites von Bäckereien
Die meisten Probleme auf Websites von Bäckereien entstehen nicht im Design, sondern weil niemand Bestellablauf und Pflege geplant hat. Diese sechs Fehler sehen wir am häufigsten, jeweils mit der besseren Lösung.
- Instagram Feed einbinden: Er lädt langsam und liefert Suchmaschinen keine Produktangaben; veröffentlichen Sie die Produkte in einer gegliederten Galerie mit eigenen Beschreibungen und verlinken Sie von Instagram dorthin.
- Formular nur mit Name, Telefon und Nachricht: Unvollständige Anfragen erzwingen ein zweites Gespräch; bauen Sie ein eigenes Formular mit Datum, Personenzahl, Geschmack, Aufschrift und Übergabe.
- Stockbilder von Torten: Kunden erwarten, was sie gesehen haben, und sind bei der Abholung enttäuscht; fotografieren Sie Ihre eigenen Torten mit gleichem Licht und Hintergrund.
- Bedingungen auf der Rechtsseite verstecken: Ungelesene Regeln führen am Abholtag zum Streit; stellen Sie Anzahlung, Änderungsfrist und Storno in kurzen Punkten neben das Formular.
- Saisonware in der letzten Woche öffnen: Kunden, die früh planen, bestellen woanders; veröffentlichen Sie Saisonseiten Wochen vorher mit letztem Bestelltag.
- Jede Änderung über die Agentur: Ausverkaufte Produkte und geänderte Zeiten bleiben tagelang online; verlangen Sie einen Verwaltungsbereich, in dem Sie Produkte ausblenden, Zeiten ändern und Saisonseiten selbst öffnen.
Legen Sie diese Liste beim Angebotsvergleich jeder Agentur vor und lassen Sie sich schriftlich erklären, wie die Website jeden Punkt löst. Bleibt eine Antwort vage, ist das ein Punkt, der vor Projektbeginn geklärt werden muss.
14Partner wählen und nächster Schritt
Die richtige Agentur fragt nach Ihrem Bestellbuch, Ihren Telefonfragen und Ihren Filialen, bevor sie über Farbpaletten spricht. Formular, Bedingungen und Galerie müssen zusammenpassen, was leichter gelingt, wenn ein Team alle drei plant. Bringen Sie zum ersten Gespräch einige Seiten aus dem Bestellbuch und einen typischen Bestellchat mit.
Stellen Sie beim Vergleich jeder Agentur dieselben Fragen und lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben:
- Wer legt die Felder des Bestellformulars fest, und wie wird die Tageskapazität verwaltet?
- Mit welchen Ansichten im Verwaltungsbereich pflegen wir Produkte und Öffnungszeiten?
- Wie werden die Allergenangaben aufgebaut, und wer hält sie aktuell?
- Welche Ereignisse werden vor dem Start gemessen, und wer liest die Auswertung?
- Wie läuft die Betreuung nach der Übergabe für Saisonseiten und kleine Änderungen?
Für Bäckereien und Konditoreien haben wir noch kein Kundenprojekt online; unseren Ansatz zeigen wir auf einer Demo Website, die auf dieser Seite verlinkt ist. Unsere Arbeiten aus anderen Branchen finden Sie bei den Referenzen, den vollen Umfang unseres Webdesigns auf der eigenen Seite.
Was die Pakete enthalten, sehen Sie in der Preisübersicht. Schicken Sie uns über das Kontaktformular Ihre Produktliste, die Zahl Ihrer Filialen und die Wege, auf denen Bestellungen eingehen; Sie erhalten ein schriftliches Angebot, das Umfang und Zeitplan Punkt für Punkt auflistet.