Klickpreis steigt: 8 Ursachen bei Google Ads und was hilft

Warum steigt der Klickpreis bei Google Ads?
Der Klickpreis (CPC) ist der durchschnittliche Betrag, den Sie zahlen, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Er steigt meist durch mehr Wettbewerb, schwächere Anzeigenqualität, lockerere Keyword Optionen, Saisoneffekte oder eine geänderte Gebotsstrategie. Zunächst prüfen Sie, welche Ebene sich verändert hat.
Ein höherer Wert ist also allein noch kein Problem. Entscheidend ist dann, ob die teureren Klicks weiter zu Verkäufen führen. Deshalb lesen wir den Klickpreis immer zusammen mit den Kosten pro Conversion.
Unser Team hört diese Frage in fast jedem Kontoreview. Unsere Antwort lautet fast immer gleich: Suchen Sie nicht den einen Schuldigen, denn der Anstieg entsteht meist aus mehreren Ursachen.
In diesem Beitrag zeigen wir acht Hauptursachen, erklären, wie Sie sie unterscheiden, und nennen die passende Gegenmaßnahme. Die Grundlagen finden Sie in unserem Beitrag zum CPC und seiner Berechnung.
Kurz gesagt: Ziel ist nicht der Klickpreis null. Ziel ist, für jeden bezahlten Klick einen echten Gegenwert zu erhalten.
Zudem gilt: Alle Schwellen in diesem Text sind Anfangswerte aus Praxiserfahrung und keine Garantie. Jede Branche hat eigene Margen, eigenen Wettbewerb und eigenes Kundenverhalten. Prüfen Sie daher jede Regel an Ihren eigenen Daten.
Wie legt Google Ads den Klickpreis fest?
Um den Klickpreis zu verstehen, brauchen Sie zunächst die Logik der Auktion. Google startet bei jeder Suche eine Auktion und ordnet die Anzeigen. Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Ad Rank, der Ihr Gebot mit der Qualität von Anzeige und Zielseite verbindet.
Laut Google Ads Hilfe berücksichtigt der Ad Rank Ihr Gebot, die Qualität von Anzeige und Zielseite, Schwellenwerte, die Wettbewerbsstärke der Auktion, den Suchkontext und die erwartete Wirkung von Anzeigenerweiterungen. Quelle: Google Ads Hilfe zum Ad Rank.
Der tatsächliche Preis liegt oft unter Ihrem Maximalgebot. Sie zahlen also nur das Minimum, das nötig ist, um Ihre Position zu halten. Google erklärt das unter tatsächlicher CPC.
Somit ändert sich auch Ihr Preis, wenn ein Wettbewerber sein Gebot oder seine Qualität ändert. Der Wert kann sich somit bewegen, obwohl Sie im Konto nichts anfassen.
Die ganze Mechanik erklärt unser Beitrag zum Ad Rank und seiner Berechnung.
Wie diagnostizieren Sie einen steigenden Klickpreis richtig?
Die Reihenfolge Ihrer Prüfung ist deshalb wichtig. Zunächst bestätigen Sie, dass der Wert wirklich gestiegen ist, dann finden Sie die Änderung. Mit der folgenden Abfolge greifen Sie nicht an der falschen Stelle ein.
- Vergleichen Sie einen gleich langen Zeitraum mit der Vorperiode und achten Sie auf das Verhältnis von Werktagen zu Wochenenden.
- Finden Sie heraus, wo sich der Anstieg bündelt: Konto, Kampagne, Anzeigengruppe oder Keyword.
- Suchen Sie nach Sprüngen bei Gerät, Standort und Uhrzeit.
- Durchsuchen Sie den Änderungsverlauf nach Änderungen an Geboten, Budget, Keyword Optionen oder Targeting.
- Öffnen Sie die Auktionsdaten und beobachten Sie das Verhalten der Wettbewerber.
Nach diesen fünf Schritten fällt dann meist eine Ebene auf. Zum Beispiel: Zeigt sich der Anstieg nur auf dem Handy und nur in einer Kampagne, hat sich das Problem nicht über das Konto verteilt.
Vergleichen Sie außerdem nicht nur Durchschnittswerte. Ein Durchschnitt kann ein sehr teures Keyword verstecken.
In vielen Konten bestimmen zwei oder drei Keywords die Hälfte der Klickkosten. Daher suchen Sie diese zuerst.
Wie verändert Wettbewerb den Klickpreis?
Wenn mehr Werbetreibende dasselbe Keyword anvisieren, wird die Auktion härter. Mitbewerber bieten dann mehr oder schreiben bessere Anzeigen. Sie zahlen dann mehr, um Ihre Position zu halten.
Diese Verschiebung entsteht oft außerhalb Ihrer Kontrolle. Ein neuer Anbieter im Markt, eine große Marke mit mehr Budget oder eine Aktionsphase können das Rennen beschleunigen.
Der erste Reflex ist also, das Gebot zu erhöhen. Allerdings wird dieser Reflex oft teuer. Prüfen Sie zuerst den Anteil an möglichen Impressionen und den Grund für Ihren Verlust.
Der Bericht zum Impression Share zeigt, ob Sie Impressionen wegen des Budgets oder wegen des Rangs verlieren. Liegt es am Rang, prüfen Sie daher das Verhältnis von Qualität und Geboten.
Andererseits ist ein höheres Gebot in umkämpften Auktionen nicht die einzige Antwort. Sie können auch zu spezifischeren Suchbegriffen mit mehr Kaufabsicht und weniger Andrang wechseln.
Erhöht ein sinkender Quality Score den Klickpreis?
Der Quality Score ist eine Diagnosebewertung von 1 bis 10 auf Keyword Ebene. Laut Google Ads Hilfe besteht er aus drei Komponenten: erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung auf der Zielseite. Quelle: Google Ads Hilfe zum Quality Score.
Die Hilfeseite sagt klar, dass der Quality Score kein direkter Eingabewert der Auktion ist. Dennoch deuten schwache Komponenten auf schwache Qualitätssignale in der Auktion hin.
Deshalb überrascht ein Kostensprung bei einem Keyword mit fallendem Quality Score nicht. Wirkt Ihre Anzeige weniger relevant, brauchen Sie ein höheres Gebot für dieselbe Position.
Um einen niedrigen Wert anzuheben, prüfen Sie Folgendes:
- Enthält der Anzeigentext das Keyword auf natürliche Weise?
- Beantwortet die Zielseite die Suchabsicht direkt?
- Sind Ladezeit und mobile Nutzung gut?
- Können Sie schwache Überschriften ersetzen, die die Klickrate drücken?
Zur Relevanz hilft Ihnen unser Beitrag zur Keyword Relevanz.
Warum treiben lockere Keyword Optionen den Klickpreis nach oben?
Die weitgehend passende Option kann Ihre Anzeige bei Suchen zeigen, die nur lose zum Keyword passen. Sie sammeln dann irrelevante und teure Klicks. Der Durchschnitt steigt somit.
Das sehen wir vor allem in Konten, die diese Option mit automatischen Geboten kombinieren. Dabei probiert das System neue Suchbegriffe aus, die Ausgaben wachsen, aber die Kaufabsicht kann sinken.
Das Problem finden Sie konkret im Suchbegriffsbericht. Sortieren Sie die Begriffe in drei Gruppen: Gewinner, Neutrale und Ausreißer. Dann machen Sie aus der letzten Gruppe negative Keywords.
Zwei unserer Beiträge vertiefen das: weitgehend passend und seine Risiken sowie negative Keywords ausschließen.
Allerdings ist auch ein komplettes Verengen keine Lösung. Sehr enges Targeting kappt das Volumen und hebt den Preis manchmal trotzdem, weil Sie um weniger Wörter konkurrieren.
Wie verändern Saison und Nachfragewellen den Klickpreis?
Die Nachfrage folgt dem Kalender. In starken Phasen zielen mehr Werbetreibende auf dasselbe Keyword, daher wird die Auktion teurer. Feiertage, Rabatttage, Schulanfang und Jahresende sind typische Beispiele.
Ein saisonaler Anstieg ist also normal. Entscheidend ist, ob auch Ihre Conversion Rate in derselben Phase steigt. Wachsen Nachfrage und Conversion Rate gemeinsam, kann der teurere Klick weiter profitabel sein.
Um das zu sehen, vergleichen Sie denselben Zeitraum des Vorjahres und die Vorwoche. Ein reiner Monatsvergleich täuscht, denn Saisons verschieben sich Woche für Woche.
Drei Vorbereitungen helfen vor einer Saison:
- Erhöhen Sie das Budget einige Tage vor dem Nachfragehöhepunkt.
- Bereiten Sie saisonale Anzeigentexte und Zielseiten früh vor.
- Kürzen Sie Keywords, die auch im Höhepunkt ineffizient bleiben.
Nach dem Ende der Saison setzen Sie die Gebote wieder auf das normale Niveau. Sonst zahlen Sie in normalen Wochen grundlos zu viel.
Kann eine neue Gebotsstrategie den Klickpreis erhöhen?
Ja, das kann passieren, denn das System lernt dann neu. Der Wechsel von manuellen zu automatischen Geboten, ein neues Ziel oder ein plötzlich höheres Budget zwingt das System, neu zu lernen. In der Lernphase schwanken die Kosten daher.
Ein zu hoher Ziel ROAS ist eine weitere Falle. Das System muss bei einer engen Zielgruppe hoch bieten, und der Preis pro Klick steigt. Ein zu niedriger Ziel CPA erzeugt dann eine ähnliche Enge.
Wie das Update zu zielbasierten Geboten funktioniert, beschreiben wir im Beitrag zu den Gebotsstrategien mit Ziel CPA und Ziel ROAS.
Denken Sie außerdem daran, dass automatische Gebote auf das Conversion Ziel optimieren und nicht auf den Klickpreis. Manchmal kauft das System bewusst einen teureren Klick, weil er wahrscheinlicher konvertiert.
Deshalb beurteilen Sie automatische Gebote nicht allein am durchschnittlichen Klickpreis. Schauen Sie auch auf die Kosten pro Conversion und den Gesamtertrag.
Ist der Klickpreis dasselbe wie die Kosten pro Conversion?
Nein, beide Zahlen messen also Verschiedenes. Der Klickpreis zeigt den Preis des Traffics. Die Kosten pro Conversion zeigen den Preis eines Kunden. Dazwischen steht somit die Conversion Rate.
Hier eine einfache Beispielrechnung. Zahlt eine Kampagne 2 Euro pro Klick und konvertiert zu 2 Prozent, kostet eine Conversion 100 Euro. Steigt der Klickpreis auf 2,40 Euro und die Conversion Rate auf 3 Prozent, sinken die Kosten auf 80 Euro.
Das ist eine Beispielrechnung und kein Branchendurchschnitt. Sie zeigt aber die Logik: Ein teurerer Klick kann der besser konvertierende Klick sein.
- Steigt der Klickpreis und bleibt die Conversion Rate gleich: Die Kosten treffen direkt Ihre Marge.
- Mit steigendem Klickpreis steigt auch die Conversion Rate: Die Lage kann gesund sein.
- Sinkt der Klickpreis, sinkt die Conversion Rate stärker: Sie kaufen günstigen, aber unpassenden Traffic.
Um Ihre eigenen Zahlen schnell zu testen, nutzen Sie unseren CTR Rechner und den ROAS Rechner.
Wie verändern Gerät, Standort und Uhrzeit den Preis?
Schon innerhalb einer Kampagne haben Segmente also verschiedene Preise. Handy und Desktop unterscheiden sich, Großstädte und Kleinstädte unterscheiden sich, und Bürozeiten unterscheiden sich von der Nacht.
Wenn der Wettbewerb in einem Segment zunimmt, steigt der Kampagnendurchschnitt. Sie lesen das dann als allgemeinen Anstieg, obwohl das Problem in einem einzigen Segment liegt.
Daher öffnen Sie die Segmentberichte regelmäßig. Die folgende Tabelle fasst zusammen, worauf Sie achten.
| Segment | Worauf Sie achten | Mögliche Maßnahme |
|---|---|---|
| Gerät | Teure Klicks und schwache Conversions auf dem Handy | Gerätegebotsanpassung, mobile Ladezeit |
| Standort | Hohe Kosten in bestimmten Städten | Standortgebotsanpassung oder Ausschluss |
| Uhrzeit und Tag | Sprünge zu Stoßzeiten | Anzeigenzeitplan, Budgetverteilung |
| Zielgruppe | Hoher Klickpreis bei unpassender Zielgruppe | Zielgruppe eingrenzen oder ausschließen |
Senken Sie das Gebot insgesamt, ohne ins Detail zu gehen, bestrafen Sie auch die Segmente, die gut laufen. Also trennen Sie zuerst und handeln dann.
Wie beeinflussen Anzeigentext und Klickrate den Preis?
Eine Anzeige mit niedriger Klickrate signalisiert Google, dass sie für den Nutzer nicht relevant genug ist. Die erwartete Klickrate sinkt daher, und Sie zahlen für dieselbe Position mehr.
Daher ist die Arbeit am Anzeigentext direktes Kostenmanagement. Eine starke Überschrift, ein klarer Nutzen und ein passender Handlungsaufruf heben die Klickrate.
Bei einer neuen Anzeige gehen wir in dieser Reihenfolge vor:
- Fassen Sie die Suchabsicht in einem Satz zusammen.
- Setzen Sie das Hauptkeyword und einen konkreten Nutzen in die Überschrift.
- Ergänzen Sie ein Detail, das die Entscheidung erleichtert, etwa Preis, Lieferzeit oder Garantie.
- Füllen Sie die Erweiterungen aus: Sitelinks, Zusatzinfos und Telefonnummer.
- Testen Sie mindestens zwei Anzeigenvarianten.
Ändern Sie deshalb bei einem Test nur eine Variable. Ändern Sie Überschrift, Beschreibung und Zielseite gleichzeitig, wissen Sie nicht, was gewirkt hat.
Im organischen Bereich gilt eine ähnliche Logik. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag zur organischen Klickrate.
Warum schlägt die Zielseite auf den Preis durch?
Die Zielseite ist die dritte Komponente des Quality Score. Ist sie langsam, mobil fehlerhaft oder passt sie nicht zum Versprechen der Anzeige, sinkt die Bewertung.
Eine sinkende Bewertung verteuert also auf zwei Wegen. Erstens wirkt Ihre Anzeige in der Auktion schwächer. Zweitens verlassen Besucher die Seite sofort, und Ihre Kosten pro Conversion steigen.
Suchen Sie die Ursache des Klickpreises also nicht nur im Konto. Öffnen Sie die Seite wie ein Kunde und beantworten Sie diese Fragen:
- Sehe ich das Versprechen aus der Anzeige auf dem ersten Bildschirm?
- Lädt die Seite mobil in unter drei Sekunden?
- Ist das Formular oder der Bestellschritt kurz und klar?
- Sind Vertrauenssignale wie Bewertungen und Kontaktdaten sichtbar?
Antworten Sie bei zwei dieser vier Fragen mit Nein, reparieren Sie die Seite vor jedem Gebot. Denn jeder zusätzliche Klick auf eine schwache Seite bedeutet zusätzlichen Verlust.
Wie blähen Kontostruktur und Budgetgrenzen den Preis auf?
Ein schlecht gebautes Konto kann dazu führen, dass Kampagnen in derselben Auktion gegeneinander bieten. Zielen zwei Kampagnen auf dieselbe Suche, konkurrieren Sie gegen sich selbst.
Auch ein zu knappes Budget wirkt daher indirekt auf die Kosten. Ist das Budget mittags aufgebraucht, erscheint dann die Anzeige nur am Vormittag. Sind diese Stunden teuer, steigt der Durchschnitt.
Diese Zeichen deuten auf ein strukturelles Problem:
- Dasselbe Keyword steht in mehreren Kampagnen.
- Schwache und starke Keywords teilen sich ein Budget.
- Marken und Nicht Marken Suchen mischen sich in einer Kampagne.
- Der durch das Budget verlorene Impression Share ist hoch.
Für die Budgetplanung ist unser Beitrag zum Google Ads Budget festlegen ein guter Start. Häufige Fehler zeigt der Beitrag Google Ads Fehler, die Budget verbrennen.
Warum kosten Marken und Nicht Marken Suchen unterschiedlich viel?
Suchen nach Ihrer Marke sind meist günstig, denn der Nutzer sucht Sie bereits. Allgemeine Suchen ohne Markenbezug sind der teure Raum, in dem alle konkurrieren. Ändert sich Ihr Mix, ändert sich auch der Durchschnitt.
Zum Beispiel: Kürzen Sie das Budget der Markenkampagne und schieben es auf allgemeine Suchen, steigt der Durchschnitt. Dabei wurde aber kein einziges Keyword teurer. Nur der Traffic Mix hat sich verändert.
Um diese Falle zu vermeiden, berichten Sie Marken und Nicht Marken Kampagnen getrennt. Dann sehen Sie, ob der Anstieg vom Mix oder von einer echten Preiserhöhung kommt.
Zudem können Wettbewerber, die auf Ihren Markennamen bieten, Ihre Markenkampagne verteuern. Sie zahlen dann etwas mehr, um dort einen hohen Anteil zu halten.
Zusammengefasst: Lesen Sie den Durchschnitt als Mix und nicht als einzelne Zahl. Ändert sich der Mix, ändert sich der Durchschnitt, und das ist keine Überraschung.
Warum sind Keywords mit Wettbewerbermarken teurer?
Zielen Sie auf den Namen eines Wettbewerbers, erscheint Ihre Anzeige bei einer Suche mit geringer Relevanz. Der Nutzer sucht nämlich eine andere Marke, denn er kennt sie bereits. Erwartete Klickrate und Relevanz sinken deshalb.
Somit brauchen Sie für dieselbe Position ein höheres Gebot. Zudem bleibt die Conversion Rate oft niedrig, weil der Nutzer der gesuchten Marke treu bleiben kann.
Sie müssen diese Taktik allerdings nicht aufgeben. Führen Sie sie aber in einer eigenen Kampagne mit eigenem Budget und klarem Ziel. So verzerrt sie Ihren Gesamtdurchschnitt nicht.
Prüfen Sie außerdem die Richtlinien der Plattform und das Markenrecht. In manchen Fällen dürfen Sie den Namen eines Wettbewerbers nicht im Anzeigentext nennen. Für das Anvisieren als Keyword gelten eigene Regeln.
Um Ihre eigene Marke vor demselben Rennen zu schützen, lassen Sie die Markenkampagne laufen. Dann erscheint eine fremde Anzeige nicht allein bei Ihrer Markensuche.
Was passiert mit Ihren Zahlen, wenn das Conversion Tracking ausfällt?
Fällt das Conversion Tracking aus, lernen automatische Gebote aus falschen Daten. Das System erkennt dann nicht, welche Klicks wertvoll sind. Die Gebote verhalten sich dann fast zufällig, und die Kosten steigen meist.
Zählt das Tracking dagegen fälschlich doppelt, passiert das Gegenteil. Die Kosten pro Conversion wirken niedriger als sie sind, und Sie treffen falsche Optimierungsentscheidungen.
Geben Sie deshalb nach einem Kostensprung Ihre erste Prüfung der Messung:
- Bestätigen Sie, dass das Conversion Tag weiter auslöst.
- Vergleichen Sie die Conversions der Plattform mit Ihren eigenen Bestellungen.
- Prüfen Sie, ob eine Cookie Einwilligung oder eine Website Änderung die Messung unterbrochen hat.
- Prüfen Sie, ob sich Conversion Fenster oder Zählmethode geändert haben.
Ist die Messung sauber, gehen Sie dann zu den Kostenebenen über. Ist sie defekt, arbeitet jede Optimierung auf das falsche Ziel hin.
Warum zählt der Klickpreis pro Suchbegriff?
Der Kampagnendurchschnitt ist der Mittelwert aus Dutzenden Suchbegriffen. Manche sind sehr teuer, manche dagegen sehr günstig, also zählt das Gewicht. Statt den Durchschnitt zu steuern, steuern Sie die Begriffe, die sein Gewicht bestimmen.
Sortieren Sie den Suchbegriffsbericht nach Ausgaben. Die obersten zwanzig Begriffe machen meist den Großteil der Ausgaben aus. Beantworten Sie für jeden drei Fragen:
- Bringt dieser Begriff Conversions?
- Liegt sein Klickpreis weit über dem Durchschnitt?
- Gibt es für diesen Begriff eine bessere Anzeige und Seite?
Teure Begriffe ohne Conversions schließen Sie daher aus. Bei teuren Begriffen mit Conversions heben Sie stattdessen die Qualität von Anzeige und Seite.
Dieser Ansatz schadet viel weniger als eine pauschale Gebotssenkung, denn Sie greifen nur an der Problemstelle ein.
Einen guten Einstieg bietet unser Beitrag zu Keywords, die verkaufen.
Wie beeinflussen Zielgruppen und Remarketing den Klickpreis?
Zielgruppensignale und Remarketing Listen grenzen ein, wer die Anzeige sieht. In einer engen Zielgruppe kann sich der Wettbewerb verdichten, weil alle denselben qualifizierten Nutzer anvisieren. Somit kann der Klickpreis steigen.
Andererseits konvertieren qualifizierte Zielgruppen meist besser. Sie erhalten dann teuren, aber effizienten Traffic. Beurteilen Sie die Entscheidung also am Ergebnis und nicht allein am Klickpreis.
Ist eine Remarketing Liste klein, zeigt das System derselben Person die Anzeige immer wieder. Mit wachsender Häufigkeit sinkt die Klickrate, und die Effizienz fällt. Prüfen Sie dann Listengröße und Frequenzlimit.
Auch das Erweitern der Zielgruppe ist also eine Option. Ähnliche Zielgruppen und breite Signale bringen Volumen, können aber die Qualität senken. Sie müssen dieses Gleichgewicht in jedem Konto einzeln testen.
Zusammengefasst: Bewerten Sie Zielgruppenentscheidungen nach Kosten und Ertrag gemeinsam.
Warum steigen die Kosten, wenn Sie das Budget skalieren?
Erhöhen Sie das Budget, muss das System mehr Impressionen gewinnen. Die besten Gelegenheiten sind anfangs nämlich schon ausgeschöpft, denn das System nutzt sie zuerst. Daher fließen die zusätzlichen Ausgaben meist in teurere und weniger passende Suchen.
Wir nennen das also den Skalierungseffekt. Jeder zusätzliche Euro bringt etwas weniger als der vorherige. Sehen Sie das nicht als Fehler, denn es ist der normale Preis des Wachstums.
Trotzdem ist eine schrittweise Erhöhung gesünder als ein plötzlicher Sprung. Bei automatischen Geboten können scharfe Änderungen die Lernphase neu starten.
Beim Skalieren folgen wir drei Regeln:
- Erhöhen Sie das Budget in kleinen Schritten und warten Sie nach jedem einige Tage.
- Beachten Sie Ihre Marge: Legen Sie die höchsten akzeptablen Kosten pro Conversion vorab fest.
- Erweitern Sie das Volumen mit neuen Keywords und neuen Kampagnen, statt nur die Gebote auf denselben Wörtern aufzublasen.
So behalten Sie beim Wachsen die Kosten im Griff.
Welche Ursache zeigt sich mit welchem Symptom?
Damit Sie die Ursachen schnell unterscheiden, fassen wir die Symptome in einer Tabelle zusammen. Sie ist ein Startleitfaden aus der Praxis und keine endgültige Diagnose.
| Ursache | Typisches Symptom | Erste Anlaufstelle |
|---|---|---|
| Mehr Wettbewerb | Impression Share sinkt, Kosten breit gestreut | Auktionsdaten |
| Qualitätsverlust | Anstieg bei einzelnen Keywords | Quality Score Komponenten |
| Lockeres Matching | Mehr irrelevante Suchbegriffe | Suchbegriffsbericht |
| Saison | Schwankung im Takt des Kalenders | Vergleich mit dem Vorjahr |
| Gebotsstrategie | Plötzlicher Sprung nach einer Änderung | Änderungsverlauf |
| Segmentverschiebung | Anstieg nur bei einem Gerät oder Standort | Segmentberichte |
Ein Symptom kann zu mehreren Ursachen passen. Nutzen Sie die Tabelle daher als geordnete Checkliste und nicht als Urteil.
Sinkt zum Beispiel der Impression Share und zugleich der Quality Score, können zwei Faktoren gleichzeitig wirken.
In welcher Reihenfolge senken Sie den Klickpreis?
Kosten senken heißt also nicht, Gebote zu kürzen. Kürzen Sie Gebote, verlieren Sie somit Volumen. Die richtige Reihenfolge lautet: zuerst Verschwendung stoppen, dann Qualität heben, zuletzt Gebote anpassen.
- Bereinigen Sie die Suchbegriffe und fügen Sie negative Keywords hinzu.
- Verbessern Sie die Passung von Anzeige und Seite bei Keywords mit niedrigem Quality Score.
- Überdenken Sie die Gebotsanpassungen in den teuren Segmenten.
- Testen Sie Anzeigentexte und heben Sie die Klickrate.
- Senken Sie die Ziele der Gebotsstrategie auf ein realistisches Niveau.
Warten Sie nach jedem Schritt mindestens eine Woche. Nutzen Sie automatische Gebote, warten Sie länger, denn das System braucht Daten, um die Änderung zu verarbeiten.
Somit erholt sich ein geduldiges und geordnetes Konto schneller als ein Konto, das in Panik Gebote kürzt.
Wann ist ein höherer Klickpreis normal?
Nicht jeder Anstieg ist also ein Problem. Bleiben Kosten pro Conversion und Ertrag stabil oder besser, kann der teurere Klick Teil gesunden Wachstums sein.
In diesen Fällen dürfen Sie den Anstieg als normal betrachten:
- In einer Saison oder Aktionsphase, wenn die Conversion Rate mitsteigt.
- Sie öffnen sich für eine neuere und besser qualifizierte Zielgruppe.
- Suchen ohne Markenbezug mit hoher Kaufabsicht kommen in Ihren Mix.
- Die Auktionsdaten zeigen, dass Wettbewerber im selben Zeitraum steigen.
Steigen die Kosten dagegen, während die Conversions fallen, ist das ein Warnsignal. Dann kehren Sie zur Diagnosereihenfolge oben zurück.
Reagieren Sie schließlich nicht allein auf Wochenschwankungen. Entscheiden Sie anhand eines Trends von mindestens vier Wochen.
Wann sollten Sie externe Hilfe holen?
Können Sie die Ursachen nicht trennen oder wirken die Maßnahmen nicht, hilft ein Blick von außen. Kontostruktur, Tracking und Gebotsstrategie hängen also zusammen. Die Korrektur eines Teils kann einen anderen manchmal stören.
Wir von Talha Aslan und Team prüfen zunächst das Konto. Danach berichten wir Verschwendung, Qualitätsprobleme und strategische Lücken einzeln. Wir machen keine erfundenen Versprechen, denn Ergebnisse hängen von vielen äußeren Faktoren ab.
Den Umfang der Leistung sehen Sie auf unserer Seite zur Google Ads Verwaltung.
Haben Sie auch beim Ertrag Probleme, ergänzt unser Beitrag zu den Ursachen eines ROAS Rückgangs diesen Text.
Zur Vorbereitung sammeln Sie die Daten der letzten drei Monate, Ihren Änderungsverlauf und Ihre Ziele. Der Wert des Gesprächs hängt deshalb von dieser Vorbereitung ab.




