Influencer Marketing Trends: Was ändert sich und was sollten Marken tun?

Was sind die wichtigsten Influencer Marketing Trends?
Influencer Marketing Trends sind dauerhafte Veränderungen in der Art, wie Marken Creator Kooperationen führen. Creator Inhalte dienen zunehmend als Anzeigenmaterial, Kennzeichnungen für Werbung und KI werden zur Regel, und die Messung wird datenbasiert. Wir behandeln nur Entwicklungen, die wir in offiziellen Quellen prüfen konnten.
Zunächst eine Warnung. Viele Trendartikel mischen Prognosen mit Meinung. Wir machen es anders. Konkret nennen wir zu jedem Trend die Quelle, das Datum und die Bedeutung für Ihre Marke. Eine Aussage, die wir nicht belegen können, stellen wir nicht als Trend dar.
Außerdem ist nichts hier ein Ergebnisversprechen. Plattformregeln ändern sich nämlich häufig. Deshalb öffnen Sie vor jeder Entscheidung die aktuelle Hilfeseite der Plattform. Kurz gesagt: Dieser Artikel entscheidet nicht für Sie, er macht Ihre eigene Entscheidung belastbarer.
Zur Klärung der Begriffe: Ein Influencer ist ein Creator mit eigener Reichweite, der mit Marken zusammenarbeitet. Creator ist jede Person, die Inhalte erstellt. Das Briefing ist die schriftliche Aufgabenbeschreibung für den Creator. Diese drei Begriffe nutzen wir genau so.
Welche Influencer Marketing Trends lassen sich mit offiziellen Quellen belegen?
Zunächst: Vier Themen halten einer Prüfung stand. Erstens läuft Creator Content als Anzeige der Marke. Zweitens wird die Kennzeichnung bezahlter Kooperationen strenger. Drittens kennzeichnen Plattformen KI Inhalte. Viertens wandern Freigaben und Messung in den Vertrag.
Die folgende Tabelle fasst die vier Themen nach Quellenart und Bedeutung für Sie zusammen.
| Trend | Quellenart | Bedeutung für Ihre Marke |
|---|---|---|
| Creator Inhalt als Partnership Ad | Offizielle Hilfeseiten und Mitteilungen von Meta und TikTok | Freigabe und Nutzungsrechte gehören ins Briefing |
| Kennzeichnung bezahlter Kooperationen | Werberecht, Plattform Funktionen | Das Kooperationslabel ist nicht verhandelbar |
| Kennzeichnung von KI Inhalten | Offizielle Mitteilungen von TikTok, YouTube und Meta | Briefing und Vertrag brauchen eine KI Klausel |
| Messdisziplin | Offizielle Analytics Dokumentation | Jede Kooperation erhält einen messbaren Link |
Jede Zeile öffnen wir unten in einem eigenen Abschnitt, mit Quelle.
Wie lesen wir Quellen zu Influencer Marketing Trends?
Wir haben nur offizielle Quellen genutzt: Hilfecenter der Plattformen, offizielle Blogs und Newsrooms. Diese Seiten tragen ein Veröffentlichungsdatum. Deshalb schreiben wir das Datum neben jede Aussage.
Allerdings ist der häufigste Fehler, eine alte Mitteilung als aktuell darzustellen. Zum Beispiel kann sich eine Kennzeichnungsregel aus dem Jahr 2024 inzwischen geändert haben. Prüfen Sie also die Daten in diesem Artikel und öffnen Sie dann die aktuelle Hilfeseite.
Zwei Dinge vertrauen wir nicht. Erstens Prozentzahlen ohne Quelle. Zweitens Pauschalsätze wie "jede Marke muss das tun". Denn ein Trend lohnt sich nur, wenn er zu Ihrem Produkt, Ihrer Zielgruppe und Ihrem Budget passt.
Unsere Reihenfolge ist einfach. Zunächst beginnen wir mit dem Hilfecenter, weil dort Menünamen und Regeln aktuell bleiben. Danach lesen wir den offiziellen Blog oder die Newsroom Mitteilung. So erfahren wir, wann und warum eine Regel kam.
Können wir eine Quelle nicht öffnen oder prüfen, lassen wir die Aussage weg. Manche Hilfeseiten zeigen je nach Land andere Inhalte. Dann verweisen wir Sie auf die Seite in Ihrem eigenen Konto.
Warum gilt Creator Content heute als Anzeigenmaterial?
Weil Plattformen daraus eine offizielle Funktion gemacht haben. Bei Meta heißt sie Partnership Ads, bei TikTok Spark Ads. In beiden Fällen bleibt der Inhalt auf dem Konto des Creators, und die Marke bewirbt ihn als Anzeige.
Der Vorteil für die Marke liegt auf der Hand, denn die Anzeige wirkt wie die Empfehlung einer Person, nicht wie ein glattes Markenvideo. Außerdem behält der Creator seine eigene Stimme. Allerdings sind Werberechte eine eigene Freigabe mit eigener Laufzeit.
Deshalb gehören "organischer Beitrag" und "Anzeigennutzung" als getrennte Zeilen ins Briefing. Zudem macht diese Funktion den Creator nicht zum "Werbegesicht". Er erstellt weiter Inhalte auf seinem Konto. Die Marke zahlt nur für mehr Reichweite.
Ein Muster finden Sie daher in unserem Leitfaden zum Influencer Briefing.
Wie funktionieren Freigaben bei Meta Partnership Ads?
Das Hilfecenter von Meta erklärt, dass der Werbetreibende die Erlaubnis des Partners braucht, also der Person, deren Identität oder Inhalt Sie nutzen. Der Partner kann die Erlaubnis für einen einzelnen Inhalt oder für das ganze Konto geben. Außerdem kann er sie später zurückziehen. Einzelheiten finden Sie auf der Seite zu Partnership Ad Berechtigungen im Meta Business Help Center.
In der Praxis ist das Ergebnis einfach: Ihre Anzeige läuft nur, solange die Freigabe des Creators gilt. Deshalb sollte der Vertrag die Freigabedauer regeln und festhalten, was bei einem Widerruf passiert.
Außerdem ändern sich Menüschritte und Bildschirmnamen mit der Zeit. Darum nennen wir hier keine Klickpfade. Folgen Sie bei der Einrichtung nur der aktuellen Hilfeseite von Meta.
Wie halten Sie Anzeigenfreigaben im Creator Vertrag fest?
Drei Fragen genügen. Welcher Inhalt darf als Anzeige laufen? Wie lange? Was passiert, wenn der Creator die Freigabe zurückzieht: Stoppt die Anzeige, und was ersetzt sie?
Legen Sie außerdem die Freigabestufe fest. Zunächst: Eine Freigabe für einen Inhalt deckt genau einen Beitrag ab. Eine Freigabe für das Konto öffnet der Marke ein größeres Tor. Daher ist sie für den Creator heikler.
Zum Beispiel ein Szenario, keine echte Kampagne. Eine Marke für Heimtextilien möchte ein Reel eines Creators zwei Wochen lang als Anzeige schalten. Der Vertrag nennt den Inhalt, den Zeitraum, die Freigabestufe und die Frist, falls der Creator widerruft. Den größeren Rahmen zeigt unser Beitrag zu 8 Vertragspunkten.
Schreiben Sie die Freigabestufe konkret auf. Denn ein Satz wie "Anzeigennutzung ist erlaubt" führt später zu Streit. Nennen Sie stattdessen Inhalt, Zeitraum und Plattform einzeln. Dann erwarten beide Seiten dasselbe.
Wie nutzen Sie Creator Content als Anzeige auf TikTok?
Auf TikTok läuft das über Spark Ads. Dabei gibt der Creator der Marke die Erlaubnis, einen Beitrag als Anzeige zu nutzen. Diese Erlaubnis erfolgt über einen Code. Mit dem Code verknüpft die Marke den Beitrag mit ihrem Anzeigenkonto.
Wir haben das in einem eigenen Beitrag behandelt, deshalb wiederholen wir die Schritte nicht. Lesen Sie stattdessen unsere Anleitung zum Spark Ads Autorisierungscode.
Wichtiger ist hier der Entscheidungspunkt. Fragen Sie vor dem Schritt zur Anzeige: Hat dieses Video auch organisch funktioniert? Anzeigenbudget ergibt mehr Sinn bei Inhalten, die schon eine Verbindung zum Publikum haben. Das ist jedoch eine Annahme zum Testen, keine allgemeine Regel.
Achten Sie auch auf die Dauer der Autorisierung. Läuft sie aus, müssen Sie die Anzeige womöglich stoppen. Tragen Sie das Datum daher in einen Kalender ein und gleichen Sie es mit der Vertragslaufzeit ab. So schließen Sie das Risiko einer unerlaubten Schaltung.
Worin unterscheiden sich organischer Beitrag, Partnership Ad und Spark Ads?
Alle drei beruhen auf Creator Inhalten. Sie unterscheiden sich aber bei Geld, Freigabe und Kontrolle. Die Tabelle fasst den Unterschied in einfachen Worten zusammen. Details finden Sie auf der Hilfeseite der jeweiligen Plattform.
| Thema | Organischer Beitrag | Meta Partnership Ad | TikTok Spark Ads |
|---|---|---|---|
| Wer veröffentlicht den Inhalt? | Der Creator | Bleibt auf dem Konto des Creators | Das Video des Creators |
| Wer gibt Werbebudget aus? | Niemand | Die Marke | Die Marke |
| Was braucht die Marke? | Eine Kooperationsvereinbarung | Erlaubnis des Partners | Autorisierungscode vom Creator |
| Hauptrisiko | Unklare Reichweite | Erlaubnis lässt sich zurückziehen | Dauer und Umfang der Rechte |
Die drei Wege konkurrieren nicht miteinander. Vielmehr starten die meisten Marken mit einem organischen Beitrag. Danach entscheiden sie, ob der erfolgreiche Inhalt in bezahlte Verbreitung geht.
Ihr Ziel entscheidet also über die Wahl. Für Bekanntheit kann ein organischer Beitrag genügen. Bei einem Verkaufsziel passen Partnership Ads oder Spark Ads besser. In jedem Fall empfehlen wir zuerst einen kleinen Test.
Warum wird Transparenz bei Kooperationen wichtiger?
Weil Plattformen und Aufsicht erwarten, dass eine bezahlte Kooperation für das Publikum sichtbar ist. In der Türkei bilden die Verordnung über kommerzielle Werbung und unlautere Geschäftspraktiken sowie der Werberat den Rahmen. Die Vorschriften wiederholen wir hier nicht, denn wir behandeln sie in einem eigenen Beitrag.
Die jüngsten Änderungen lesen Sie in unserem Beitrag zur türkischen Werbeverordnung. Für Artikelnummern und Einzelheiten nutzen Sie den offiziellen Text.
Dieser Artikel ist keine Rechts oder Steuerberatung. Für Verträge, Steuern und Rechnungen sprechen Sie mit einer qualifizierten Fachperson. Wenn Sie im deutschsprachigen Raum werben, gelten dort andere Regeln, die Sie ebenfalls prüfen lassen sollten.
Zudem gibt es eine praktische Seite. Entdecken Zuschauer, dass ein Beitrag bezahlt war, kann das Vertrauen sinken. Sagen Sie es dagegen von Anfang an, wirkt die Kooperation ehrlicher. Sehen Sie die Kennzeichnung also als Vertrauenswerkzeug.
In der Praxis schreiben Sie die Kennzeichnungsregel ins Briefing, prüfen den Inhalt vor der Veröffentlichung und kontrollieren danach, ob das Label sichtbar ist.
Wie verändern KI Labels die Zusammenarbeit mit Influencern?
Drei große Plattformen verlangen, dass Creator realistische KI Inhalte angeben, oder sie kennzeichnen diese selbst. Das kann daher auch für ein Werbevideo gelten, das ein Creator erstellt. Eine mit KI erzeugte Stimme oder eine Szene, die nie stattfand, wirft zum Beispiel die Kennzeichnungsfrage auf.
Die Frage für Ihre Marke lautet: Nutzt ein Creator KI im Video, sagt er es Ihnen dann? Falls nicht, was geschieht mit dem Plattform Label, dem Vertrauen der Zuschauer und der Anzeige selbst?
Schauen wir dafür zuerst auf die Plattformregeln. Die nächsten drei Abschnitte stützen sich auf offizielle Aussagen von TikTok, YouTube und Meta. Das Datum nennen wir jeweils dazu.
Was sagt TikTok zu realistischen KI Inhalten?
Laut einer Mitteilung im TikTok Newsroom vom 9. Mai 2024 verlangt die Plattform seit über einem Jahr, dass Creator realistische KI Inhalte kennzeichnen. Seit dem Herbst 2023 haben demnach mehr als 37 Millionen Creator das Kennzeichnungswerkzeug genutzt. Quelle: TikTok Newsroom.
In derselben Mitteilung beschreibt TikTok die Einführung der Content Credentials nach dem Standard der C2PA. Dadurch lassen sich KI Inhalte von anderen Plattformen anhand der Metadaten automatisch kennzeichnen.
Diese Information stammt allerdings aus dem Jahr 2024. Prüfen Sie deshalb die aktuelle Regel im Hilfecenter von TikTok. Für Ihre Marke heißt das: Steckt in einem Creator Video ein realistisches KI Element, klären Sie die Kennzeichnung vor der Veröffentlichung.
Stellen Sie außerdem eine direkte Frage. Wenn der Creator eine Szene erzeugt, die er nie gefilmt hat, sagt er es Ihnen dann? Verlangen Sie diese Angabe also im Briefing. Denn unausgesprochene Erwartungen bleiben oft unerfüllt.
Was müssen Creator laut YouTube offenlegen?
Laut einem Beitrag im YouTube Blog vom 14. November 2023 müssen Creator realistisch veränderte oder synthetische Inhalte beim Hochladen angeben. Der Beitrag nennt neue Optionen im Upload Ablauf. Quelle: YouTube Blog.
Zunächst erscheint das Label im Beschreibungsfeld. Bei sensiblen Themen wie Wahlen, Konflikten und öffentlicher Gesundheit zeigt YouTube ein deutlicheres Label direkt im Player.
Der Beitrag sagt außerdem, dass Creator, die wiederholt nicht offenlegen, mit Entfernung des Inhalts, Sperre im YouTube Partnerprogramm oder anderen Folgen rechnen müssen. Klären Sie daher bei einer Kooperation auf YouTube vorab, wer das Häkchen setzt. Diese Aufgabe liegt beim Creator. Trotzdem sollten Sie sie prüfen. Ein kurzer Freigabeschritt vor dem Start beugt späterem Ärger vor.
Was bedeutet das Meta Label "AI info" für Marken?
Meta hat seinen Beitrag am 5. April 2024 veröffentlicht und am 1. Juli sowie am 12. September 2024 aktualisiert. In der neuen Fassung heißt das Label nicht mehr "Made with AI", sondern "AI info". Es erscheint bei Inhalten, die ein KI Werkzeug erzeugt hat. Bei Inhalten, die KI Werkzeuge nur bearbeitet haben, sitzt es im Beitragsmenü. Quelle: Meta Newsroom.
Meta nennt branchenweit geteilte Signale. Außerdem können Nutzer KI Inhalte selbst angeben. Zur Durchsetzung fanden wir in diesem Beitrag keine Angaben, deshalb schreiben wir dazu nichts.
Für Ihre Marke heißt das: Mit KI erstellte Inhalte können auf Instagram und Facebook ein Label tragen. Das kann die Wahrnehmung der Zuschauer prägen. Setzen Sie die Erwartungen also früh.
Zudem kann sich der Umfang des Labels ändern. Meta hat denselben Beitrag zweimal aktualisiert. Prüfen Sie daher die aktuelle Hilfeseite von Meta. Verstehen Sie die Daten hier als Ausgangspunkt, nicht als letztes Wort.
Wie nehmen Sie eine KI Klausel in Briefing und Vertrag auf?
Halten Sie die Klausel kurz. Die Liste zeigt fünf Fragen, die Sie ins Briefing schreiben können.
- Nutzt der Creator im Inhalt mit KI erzeugte Bilder, Audio oder Szenen?
- Falls ja, teilt er das vor der Veröffentlichung schriftlich mit?
- Setzt der Creator die Offenlegungsoption der Plattform selbst?
- Ist KI in Szenen mit echten Personen oder Ihrem Produkt untersagt?
- Wer korrigiert den Inhalt, wenn ein KI Problem auftritt?
Ziel ist nicht, KI zu verbieten. Stattdessen geht es um Transparenz und Kontrolle. Kleine Anwendungen wie das Erzeugen von Untertiteln oder das Bereinigen eines Hintergrunds machen zum Beispiel selten Probleme. Lesen Sie dennoch die aktuelle Regel der Plattform und fragen Sie bei Unklarheit schriftlich nach.
Ergänzen Sie einen Sicherheitshinweis. Erfundene Nutzerbewertungen oder ausgedachte Kundengeschichten sind ethisch und rechtlich riskant. Schlagen Sie solche Inhalte daher nie vor.
Was sagt der UGC Trend über Creator Inhalte für Ihre Marke aus?
Der Trend lautet: Zuschauer möchten neben der Markenerzählung echte Nutzerstimmen sehen. Wir stellen das nicht als Statistik dar, denn wir stützen es nicht auf eine geprüfte Berichtszahl. Verstehen Sie es als Arbeitshypothese.
Der Test ist einfach. Zunächst nutzen Sie Kunden oder Creator Inhalte auf Ihrer Produktseite und in Ihren Anzeigen. Vergleichen Sie sie dann mit Ihrem eigenen Markenmaterial. So entscheiden Sie mit Ihren eigenen Daten.
Für einen fairen Vergleich zeigen Sie dasselbe Produkt derselben Zielgruppe mit ähnlichem Budget. Lesen Sie danach Klickqualität und Conversion getrennt. Denn schon ein kleiner Test liefert mehr als ein allgemeiner Bericht.
Definition, Arten und Rechterisiken von UGC finden Sie in unserem UGC Leitfaden. Wir wiederholen sie hier nicht. Ein Punkt verdient Nachdruck: Holen Sie die schriftliche Erlaubnis ein, bevor Sie Kundeninhalte nutzen.
Wie gewichten Sie Aussagen zu langfristigen Partnerschaften, kleinen Communities und Kurzvideos?
Drei Aussagen hören Sie häufig. Erstens wechseln Marken von Einzelbeiträgen zu langfristigen Partnerschaften. Zweitens gewinnen kleine, treue Communities an Gewicht. Drittens werden Kurzvideos zum dominanten Format. Für diese Aussagen nennen wir hier keine offizielle Quelle. Deshalb nennen wir sie nicht Trends.
Stattdessen schlagen wir für jede eine Testfrage vor.
- Langfristige Partnerschaft: Brachte eine Serie mit drei Beiträgen beim selben Creator stabilere Ergebnisse als ein Einzelbeitrag?
- Kleine Community: Sind Kommentar und Klickqualität kleinerer Creator für Ihr Ziel besser?
- Kurzvideo: Welches Format brachte mehr Klicks, wenn Sie dieselbe Botschaft kurz und lang testen?
Zur Auswahl kleinerer Creator lesen Sie unseren Leitfaden zur Mikro Influencer Kampagne.
Wie ändert sich die Creator Auswahl durch diese Entwicklungen?
Partnership Ads und Kennzeichnungsregeln bringen neue Fragen in die Creator Auswahl. Die Followerzahl allein reicht daher nicht mehr. Denn auch die Bereitschaft zur Anzeigenfreigabe, der richtige Umgang mit Labels und die offene Angabe von KI Nutzung prägen die Qualität der Zusammenarbeit.
Stellen Sie im ersten Gespräch deshalb drei Fragen. Gibt der Creator eine Freigabe, und für wie lange? Hat er schon gekennzeichnete Kooperationen umgesetzt? Wie nutzt er KI Werkzeuge?
Bei den Kennzahlen hilft unser Beitrag zu 7 Kennzahlen bei der Influencer Auswahl als Einstieg. Die Interaktionsrate prüfen Sie schnell mit unserem Instagram Engagement Rate Tool.
Führen Sie vor dem Vertrag ein kurzes Gespräch. Betrachten Sie gemeinsam Zielgruppe, Inhaltsstil und frühere Kooperationen. So stimmen die Erwartungen von Anfang an überein.
Wie sehr können Sie Zahlen aus Trendberichten vertrauen?
Prüfen Sie fünf Dinge, bevor Sie eine Zahl nutzen. Die Liste macht daraus eine Checkliste.
- Wer hat den Bericht veröffentlicht, und verkauft diese Stelle ein Produkt?
- Welches Jahr deckt er ab, und wer gehört zur Stichprobe?
- Ist die Zahl ein Durchschnitt oder das Ergebnis einer einzelnen Branche?
- Bestätigt eine zweite Quelle dieselben Daten?
- Gilt die Zahl für Ihr Land und Ihre Plattform?
Können Sie die meisten Fragen nicht beantworten, stützen Sie keine Entscheidung auf die Zahl. Deshalb nutzen wir in diesem Artikel keine Zahlen ohne Quelle.
Zeigen Sie außerdem keine alte Zahl als aktuell. Nennen Sie Jahr und Herausgeber im selben Satz. Dann können Ihre Leser die Aussage selbst prüfen.
Warum ist Messung die Voraussetzung für jeden Influencer Marketing Trend?
Denn egal welchen Trend Sie testen, ohne Messung lernen Sie nichts. Das gilt für Partnership Ads, UGC und eine langfristige Serie gleichermaßen. Ohne Messung bleibt jede Entscheidung eine Vermutung.
Erstens brauchen Sie einen messbaren Link für jede Kooperation. Unser UTM Generator erleichtert das. Zweitens beobachten Sie den Ertrag bei Kooperationen, die Sie als Anzeige schalten. Dafür nutzen Sie unseren ROAS Rechner.
Den ganzen Messrahmen lesen Sie in unserem Leitfaden zur Messung des Influencer Marketing ROI. Hier ergänzen wir nur eine Notiz: Schreiben Sie den Messplan, bevor die Kooperation startet.
Verlassen Sie sich nicht auf eine einzige Kennzahl. Beobachten Sie Klicks, Warenkorb und Verkauf als getrennte Schritte. Ein Creator Beitrag kann Klicks steigern, ohne Verkäufe zu steigern. Auch das Gegenteil ist möglich.
Welche Influencer Marketing Trends passen zu welcher Marke?
Nicht jeder Trend passt zu jeder Marke. Deshalb gibt die Tabelle für vier Situationen eine erste Richtung. Sie enthält keine Zahlen und fasst nur die Logik zusammen.
| Situation der Marke | Erster Test | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Neue Marke, kleines Budget | Ein Beitrag mit einem Mikro Creator und messbarem Link | Anzeigenfreigabe und Zeitraum |
| Onlineshop mit Produktseiten | Creator Inhalte auf Produktseiten und in Anzeigen | Inhaltsrechte und Labels |
| Etablierte Marke, stabiles Budget | Kurze Serie und Partnership Ads | Vertrag und Messplan |
| Team, das mit KI produziert | Kennzeichnungs und Offenlegungsregel ins Briefing | Aktualität der Plattformregel |
Diese Tabelle ist nur ein Startrahmen. Im Rahmen unserer Leistung Influencer Marketing bestimmen wir mit Ihnen den passenden Einstieg.
Wie testen Sie Influencer Marketing Trends in 90 Tagen?
Bevor Sie einen Trend zur großen Investition machen, bauen Sie einen kleinen Test auf. Die folgende Reihenfolge gibt Ihnen einen einfachen Plan.
- Wählen Sie einen Trend und schreiben Sie die Hypothese in einem Satz auf.
- Legen Sie Erfolgsmaß und messbaren Link vorab fest.
- Starten Sie einen kurzen Pilot mit einer kleinen Creator Gruppe.
- Schreiben Sie Freigabe, Label und KI Regeln ins Briefing.
- Lesen Sie am Ende des Piloten das Ergebnis mit Ihren eigenen Daten und entscheiden Sie dann über Fortsetzung oder Stopp.
So bauen Sie für jeden Trend eine eigene Lernschleife. Die ganze Strategie finden Sie in unserem Leitfaden zur Influencer Marketing Strategie.
Beim Aufteilen des Budgets gilt: Das Testbudget sollte ein Betrag sein, den Sie verschmerzen können. Dazu hilft unser Beitrag zum Social Media Werbebudget.
Außerdem greifen Sie während des Piloten nicht ein. Selbst wenn die Zahlen nach drei Tagen schlecht aussehen, bringen Sie den geplanten Zeitraum zu Ende. Sonst lernen Sie nicht, was gewirkt hat. Am Ende vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Maß, das Sie vorab notiert haben.
Welche Fehler machen Marken bei Influencer Marketing Trends?
Sechs Fehler tauchen immer wieder auf. Die Liste nennt jeden mit einer kurzen Korrektur.
- Eine Entscheidung auf eine Zahl ohne Quelle stützen. Korrektur: Quelle und Jahr prüfen.
- Werberechte nicht in den Vertrag schreiben. Korrektur: Zeitraum und Freigabestufe festhalten.
- Nie nach KI Nutzung fragen. Korrektur: Eine Offenlegungsklausel ins Briefing aufnehmen.
- Das Label nach der Veröffentlichung nicht prüfen. Korrektur: Einen Kontrollschritt nach dem Start einplanen.
- Die Messung nachträglich planen. Korrektur: Den Plan vor der Kooperation schreiben.
- Alle Trends gleichzeitig testen. Korrektur: Einen wählen und der Reihe nach testen.
Alle haben also dieselbe Wurzel: ausgelassene Vorbereitung. Dafür brauchen Sie allerdings kein großes Team. Ein einseitiges Briefing, eine kurze Vertragsklausel und ein messbarer Link reichen meist aus. Zudem lassen sich alle drei bei jedem neuen Test wiederverwenden.
Eine längere Liste finden Sie in unserem Beitrag zu 6 häufigen Fehlern bei Influencer Kampagnen.
Was sollte Ihr nächster Schritt bei Influencer Marketing Trends sein?
Wir sind Talha Aslan und Team und bieten Influencer Marketing und Social Media Betreuung an. Trends zu beobachten heißt für uns nicht, einen Bericht zu schreiben, sondern Ihre nächste Entscheidung zu schärfen. Zunächst hören wir Ihr Ziel und Ihre aktuellen Inhalte an. Dann besprechen wir, welcher Test passt, welche Freigabe und Kennzeichnung nötig sind und wie die Messung aussieht.
Bei den Anzeigen hilft unsere Meta Ads Betreuung, organisch unsere Social Media Betreuung. Ergebnisse versprechen wir nicht, denn sie hängen von Produkt, Zielgruppe und Budget ab.
Der nächste Schritt ist, nur eines der vier Themen aus diesem Artikel zu wählen. Das kann der Test von Creator Inhalten als Anzeige sein, die Kennzeichnungsregel im Briefing, die KI Klausel oder der Aufbau der Messung.
Zusammengefasst schaffen Trends nur dann Wert, wenn sie für Ihr Produkt und Ihre Zielgruppe etwas bedeuten. Prüfen Sie die Quelle, testen Sie klein und lesen Sie das Ergebnis mit Ihren eigenen Daten.
Brauchen Sie einen Einstieg, helfen zwei Beiträge. Unser Leitfaden zu Influencer Marketing erklärt die Grundlagen. Unser Product Seeding Leitfaden zeigt einen risikoarmen ersten Test.



