Digitales Marketing

UGC für E-Commerce: Produktseite und Werbung richtig nutzen

Talha Aslan 19 Minuten Lesezeit 2 Aufrufe

Was ist UGC für E-Commerce und wie nutzen Sie es?

UGC für E-Commerce bedeutet, dass Sie Fotos, Videos und Bewertungen Ihrer Kunden als Social Proof auf Produktseiten, in Anzeigen und in der E-Mail Werbung einsetzen. UGC steht für User Generated Content, also nutzergenerierte Inhalte. Vertrauen entsteht nur, wenn der Kunde zustimmt, der Inhalt echt bleibt und der Kontext stimmt.

Dieser Leitfaden behandelt UGC für E-Commerce an drei Stellen: Produktseite, Anzeigenmotiv und technische Umsetzung. Zunächst schauen wir auf Kundengalerien und Bewertungsfotos. Danach folgen Werbung, Einwilligung und Moderation. Zum Schluss geht es um Ladezeit, Messung und einen Plan für die ersten 30 Tage.

Die Grundlagen wiederholen wir daher hier nicht. Eine Definition finden Sie in Was ist UGC. Die Schritte einer Kampagne beschreibt UGC Kampagne erstellen in 7 Schritten.

Hinweis: Wir geben nur einen allgemeinen Rahmen. Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Finanzberatung. Fragen Sie bei Einwilligungstexten, Datenschutz und Werberecht eine Fachperson.

Kurz gesagt: Sie holen die Stimme Ihrer Kunden in den Shop und tun das verantwortungsvoll. Social Proof hilft Ihrer Marke nur, wenn Sie ihn richtig einsetzen. Falsch genutzt, schadet er dem Vertrauen.

Warum unterstützt UGC die Conversion im Onlineshop?

Weil Käufer das Produkt nicht anfassen können. Sie müssen schätzen, und ein Studiofoto allein schließt diese Lücke nicht. Ein echtes Kundenfoto zeigt dagegen, wie der Artikel zu Hause im Alltagslicht aussieht.

In der Praxis wirken drei Effekte:

  • Es klärt Erwartungen: Die Unsicherheit bei Farbe, Größe und Material sinkt.
  • Es schafft Vertrauen: Die Erfahrung eines anderen Kunden wirkt unabhängiger als eine Aussage der Marke.
  • Es beantwortet Einwände: Ein Foto beantwortet "Passt mir das?" schneller als ein Absatz.

Allerdings sollten Sie keine großen Versprechen machen. Wir behaupten nicht, dass UGC die Conversion um einen festen Wert steigert. Das müssen Sie für Ihre Kategorie, Ihr Produkt und Ihren Traffic testen.

Zum Beispiel prüft jemand beim Schuhkauf Bewertungen und Kundenfotos, um den Sitz einzuschätzen. Das heißt, UGC füllt die Lücke, die der Produkttext lässt. Beobachten Sie deshalb auch, ob Retouren und Fragen vor dem Kauf zurückgehen.

Die Wirkung von Bewertungen auf den Umsatz haben wir in Produktbewertungen und Umsatz behandelt. Daher gehen wir hier nicht darauf ein.

Welche UGC Arten können Sie auf der Produktseite einsetzen?

Nicht jeder Kundenbeitrag erfüllt dieselbe Aufgabe. Sortieren Sie daher zunächst Ihre Inhalte nach Art. Danach legen Sie fest, welche Aufgabe jede Art auf der Seite übernimmt. So wird die Galerie nicht zum Zufallshaufen.

  • Bewertungsfotos: Sie zeigen die echte Farbe und Größe.
  • Kundenvideos: Sie zeigen Nutzung, Ton und Bewegung.
  • Social Posts: Sie können einen markierten Beitrag mit Erlaubnis des Urhebers einbetten.
  • Fragen und Antworten: Käufer fragen, andere Kunden geben praktische Hinweise.
  • Stilbeispiele: Sie zeigen dasselbe Produkt in verschiedenen Räumen oder Outfits.

Auch der Preis beeinflusst die Wahl. Bei einem teuren Produkt mit schwieriger Entscheidung stechen Video und ausführliche Bewertungen heraus. Bei einem günstigen Spontankauf reicht oft eine kurze Fotogalerie. Trotzdem ist das keine Regel, sondern ein Startpunkt für Tests.

Ein Möbelstück gewinnt zum Beispiel am meisten durch Fotos aus echten Räumen. Ein Accessoire profitiert eher von Bildern, die Passform und Tragegefühl zeigen. Finden Sie also zuerst den wichtigsten Zweifel und zeigen Sie dann den UGC, der ihn ausräumt.

Wie sammeln Sie UGC bei Ihren Kunden?

Das Sammeln dauert länger als der Bau der Galerie. Denn Kunden schicken selten von selbst Fotos. Sie brauchen einen einfachen Weg und einen kleinen Anlass.

Diese Kanäle funktionieren in den meisten Onlineshops:

  • E-Mail nach dem Kauf: Senden Sie einige Tage nach der Lieferung eine kurze Einladung.
  • Beileger im Paket: Eine Karte mit QR Code führt zur Upload Seite.
  • Kundenservice: Wenn sich ein zufriedener Kunde bedankt, schlagen Sie höflich ein Foto vor.
  • Markierungen: Beobachten Sie Beiträge, die Sie markieren, und schreiben Sie den Urhebern.

Halten Sie die Einladung daher kurz. Fragen Sie nach einer Sache: "Möchten Sie ein Foto des Produkts im Einsatz teilen?" Setzen Sie den Einwilligungssatz direkt darunter. Dann sieht der Kunde genau, wozu er zustimmt.

Seien Sie vor allem bei Anreizen vorsichtig. Ein Beitrag gegen Rabatt oder Geschenk ist nicht mehr ganz spontan. Legen Sie den Anreiz deshalb offen und belohnen Sie nie nur positive Bewertungen. Außerdem reicht eine Erinnerung pro Bestellung, denn aufdringliche Nachfragen schaden dem Vertrauen.

Wie bauen Sie eine Foto und Video Galerie für Kunden auf?

Kurz gesagt ist eine Galerie ein Bereich auf der Produktseite, der Kundenbilder an einer Stelle zeigt. Entscheiden Sie vor dem Aufbau drei Dinge. Woher kommen die Bilder? Wer gibt sie frei? Wie viele erscheinen auf der Seite?

Seien Sie bei Social Inhalten sorgfältig. Eine Markierung gibt Ihnen kein Recht, den Beitrag auf Ihrer Website zu zeigen. Fragen Sie daher den Urheber vorher schriftlich um Erlaubnis.

Konkret empfehlen wir diesen einfachen Aufbau:

  1. Zeigen Sie in der ersten Reihe fünf oder sechs klare, typische Bilder.
  2. Schreiben Sie unter jedes Bild die Variante (Farbe, Größe).
  3. Öffnen Sie den Rest über "Alle ansehen" in einer eigenen Ebene.
  4. Zeigen Sie beim Klick auf ein Foto den Bewertungstext und den Produktlink zusammen.

Außerdem sollten Sie die Galerie aktuell halten. Tauschen Sie alte Beiträge ab und zu gegen neue, denn ein Foto von vor drei Jahren zeigt vielleicht nicht mehr das heutige Modell. Neue freigegebene Beiträge können automatisch auf der Produktseite landen. Trotzdem sollte eine Person sie vor der Veröffentlichung prüfen.

Wie funktionieren Bewertung und Foto zusammen?

Konkret zeigt eine Bewertung mit Foto den Text und das Bild des Kunden auf einer Karte. Dadurch sieht der Käufer zwei Belege auf einmal. Ein Sternewert allein oder ein Foto allein überzeugt weniger.

Denken Sie dann beim Aufbau der Karte an diese Felder:

  • Sternewert und kurze Überschrift.
  • Die eigenen Sätze des Kunden, ohne Kürzen und Glätten.
  • Die gekaufte Variante.
  • Ein kleines Siegel, wenn Sie den Kauf geprüft haben.
  • Ihre Antwort, wenn sie sinnvoll ist.

Zeigen Sie also nicht nur Lob. Ein ausgewogenes Bild ist ehrlicher und glaubwürdiger. Zudem hinterlässt eine höfliche Antwort auf eine negative Bewertung oft einen guten Eindruck bei neuen Käufern.

Ein Siegel für geprüfte Käufe schafft Vertrauen, aber nur, wenn Sie wirklich prüfen. Ohne echte Kontrolle führt das Siegel selbst in die Irre. Bauen Sie also zuerst das System und zeigen Sie dann das Siegel.

Welche UGC Fehler schaden der Conversion?

Eine Galerie zu bauen ist einfach, eine gute zu bauen braucht Sorgfalt. Vermeiden Sie deshalb diese Fehler:

  • Bilder einbauen, die kaum zum Produkt passen.
  • Die ganze Seite um ein einziges auffälliges Foto herum umbauen.
  • Bilder unkomprimiert hochladen und die Seite bremsen.
  • Keine Einwilligung dokumentieren.
  • Ein Layout nutzen, das auf dem Smartphone überläuft oder springt.
  • Negative Bewertungen still löschen.

Ein weiterer häufiger Fehler: Die Galerie einmal bauen und dann vergessen. Kundeninhalte sind aber eine lebende Quelle, denn Produkte und Verpackungen ändern sich. Machen Sie deshalb jeden Monat eine kurze Runde. Entfernen Sie alte oder unpassende Bilder und ergänzen Sie neue, klare.

Die meisten dieser Fehler entstehen unter Zeitdruck. Starten Sie zum Beispiel mit einer Kategorie, testen Sie die mobile Ansicht auf einem echten Handy und rollen Sie erst dann auf den ganzen Katalog aus.

Wo gehört UGC auf der Produktseite hin?

In der Praxis entscheidet die Position, wie stark ein Bild wirkt. Im Moment der Entscheidung schaut der Käufer auf den Kaufbutton. Verstecken Sie den Kundenbeweis deshalb nicht weit davon entfernt.

Unser allgemeines Layout sieht so aus:

  • Nahe bei Preis und Button: Durchschnittsbewertung und Anzahl, mit Link zur Galerie.
  • Nach der Produktbeschreibung: Die Foto Galerie der Kunden.
  • Weiter unten: Die vollständige Bewertungsliste, Filter und der Bereich für Fragen und Antworten.

Hilfreich ist auch die Verbindung zur Variantenwahl. Wählt der Käufer eine Farbe, kann die Galerie zuerst Fotos in dieser Farbe zeigen. So sieht er genau den gewünschten Look. Außerdem können Sie einen Filter "Bewertungen mit Fotos" anbieten.

Zum allgemeinen Seitenaufbau lesen Sie Produktseite im Online Shop optimieren.

Wie sollte eine UGC Galerie auf dem Smartphone funktionieren?

Auf dem Smartphone muss eine Galerie leicht zu wischen sein, schnell öffnen und den Bildschirm nicht überladen. Denn die meisten Shopbesuche kommen vom Handy. Gestalten Sie also nicht zuerst für den Desktop und quetschen es später klein.

  • Tippflächen: Machen Sie Bilder und Pfeile mit dem Daumen leicht treffbar.
  • Scrollen: Nutzen Sie einen horizontalen Streifen und zeigen Sie den Rand des nächsten Bildes.
  • Vollbild: Lassen Sie den Bewertungstext neben dem vergrößerten Foto stehen.
  • Video: Spielen Sie nichts automatisch mit Ton ab. Der Nutzer startet es, Untertitel sind Pflicht.
  • Datenverbrauch: Laden Sie kleine Vorschauen und holen Sie die große Datei erst beim Tippen.

Testen Sie außerdem auf einem echten Handy mit langsamer Verbindung. Anders gesagt: Verlassen Sie sich nicht nur auf die mobile Simulation im Browser. Finden Sie das Problem vor Ihren Kunden.

Wie funktioniert UGC für E-Commerce als Anzeigenmotiv?

In Anzeigen bedeutet UGC, dass Sie das Video oder Foto eines Kunden mit Ihrem Produkt als Werbemotiv nutzen. Es wirkt oft natürlicher als Studiomaterial. Dennoch gehören nur Inhalte mit Erlaubnis, klarer Quelle und korrekter Aussage in eine Anzeige.

Anzeigentaugliches UGC hat meist diese Merkmale:

  • Es zeigt in der ersten Sekunde das Produkt oder das Ergebnis.
  • Die Geschichte ist ein echter Nutzungsmoment.
  • Eine klare Botschaft trägt den Inhalt.
  • Kurzer Text und ein einziger Call to Action runden ihn ab.

Kundenstimmen als Anzeigentext sind ein eigenes Thema. Wir erklären es in Kundenbewertungen in der Werbung nutzen. Dieser Artikel konzentriert sich auf Bild und Video.

Setzen Sie also nicht auf ein einziges Motiv. Testen Sie stattdessen mehrere Kundenclips in einer Kampagne. Eine Methode zeigt Creative Testing bei Meta Ads. Beachten Sie außerdem die Richtlinien der jeweiligen Plattform, denn Regeln für Text, Bild und Targeting unterscheiden sich. Prüfen Sie vor dem Start die offizielle Richtlinienseite.

Welche UGC Anzeigenformate können Sie testen?

Das beste Format hängt vom Produkt ab. Trotzdem funktionieren im E-Commerce einige Muster oft. Verstehen Sie sie als Testideen, nicht als fertige Rezepte.

  • Unboxing: Es zeigt die Ankunft und den ersten Eindruck.
  • Nutzungsmoment: Es zeigt, was das Produkt im Alltag leistet.
  • Vergleich: Der Kunde stellt zwei Optionen nebeneinander.
  • Frage und Antwort: Der Kunde beantwortet einen häufigen Einwand.
  • Kurze Geschichte: Der Kunde erzählt, warum er dieses Produkt gewählt hat.

Welches Format gewinnt, wissen Sie vorher nicht. Starten Sie deshalb mit ein bis zwei Beispielen pro Format und messen Sie. Planen Sie Hochformat, kurze Länge und Untertitel von Anfang an ein, dann braucht das Motiv weniger Korrekturen.

Untertitel sind besonders wichtig, denn viele schauen Videos ohne Ton. Machen Sie die Botschaft also auch ohne Audio verständlich. Zeigen Sie zudem Produkt und Hauptnutzen in den ersten zwei bis drei Sekunden. Einen direkten Vergleich finden Sie in UGC oder klassische Werbung.

Wie briefen Sie einen Creator für eine UGC Anzeige?

Ein Briefing ist eine kurze Anweisung, die dem Creator sagt, was Sie brauchen. Der Creator, also ein Content Ersteller, produziert danach das Video oder Foto. Klare Vorgaben senken die Zahl der Korrekturschleifen.

Ein gutes Briefing für eine UGC Anzeige enthält diese Punkte:

  1. Ziel: Nennen Sie das eine Ziel der Anzeige, zum Beispiel Produktbekanntheit.
  2. Kernbotschaft: Fassen Sie sie in einem Satz zusammen.
  3. Format: Geben Sie Hochformat, Länge und Untertitel vor.
  4. Verbotene Aussagen: Listen Sie Versprechen auf, die das Produkt nicht halten kann.
  5. Nutzungsrechte: Schreiben Sie Kanäle und Zeitraum auf.
  6. Lieferung: Fordern Sie Rohdateien und die fertige Fassung an.

Eine ausführliche Vorlage finden Sie in Influencer Briefing schreiben. Dieselbe Struktur passt auch für UGC Creator.

Arbeiten Sie mit einem bezahlten Creator, teilen Sie die Vergütung in Posten auf: Produktion, Dauer der Nutzungsrechte und Korrekturen. Der Umfang der Arbeit bestimmt den Betrag, daher nennen wir hier keine Zahlen.

Was brauchen Sie, um einen Creator Beitrag als Markenanzeige zu nutzen?

Zunächst brauchen Sie die ausdrückliche Erlaubnis der Person, die den Beitrag veröffentlicht hat. Das Instagram Hilfecenter hat eine Seite dazu, wie Berechtigungen auf Inhaltsebene für Partnerschaftsanzeigen funktionieren: Berechtigungen auf Inhaltsebene für Partnerschaftsanzeigen verwalten. Menünamen können sich ändern, prüfen Sie den aktuellen Weg deshalb nur auf dieser offiziellen Seite.

Vor allem ein Grundsatz ist hier wichtig. Die Erlaubnis, etwas auf der eigenen Website zu zeigen, ist keine Erlaubnis für die Anzeige. Schreiben Sie daher Kanal und Art der Nutzung im Einwilligungstext getrennt auf.

Kurz gesagt, drei Fragen klären die Rechte: Wem gehört der Inhalt, in welchem Kanal nutzen Sie ihn und wie lange? Fehlt Ihnen eine schriftliche Antwort auf alle drei, gehört der Inhalt nicht in Ihre Anzeigen.

Bei bezahlten Kooperationen lesen Sie auch Influencer Vertrag: 8 Punkte, die hineingehören.

Wie holen Sie die Erlaubnis zur Nutzung von Kundeninhalten ein?

Konkret: Fragen Sie in der einfachsten Form, die klar und dokumentiert ist. Der Kunde muss verstehen, was Sie wo und wie lange nutzen. Ein verstecktes Kästchen oder ein unverständlicher Text ist keine tragfähige Einwilligung.

In der Praxis gehen Sie so vor:

  1. Setzen Sie einen kurzen, schlichten Einwilligungssatz neben das Upload Formular.
  2. Lassen Sie den Kunden das Kästchen bewusst anklicken und setzen Sie es nie vorab.
  3. Schreiben Sie, dass Sie den Inhalt vor der Veröffentlichung prüfen.
  4. Zeigen Sie klar, wie der Kunde die Einwilligung widerrufen kann.
  5. Speichern Sie jede Einwilligung mit Inhalt und Datum.

Schreiben Sie den Text in einfacher Sprache. Ein langer Text voller Fachbegriffe schreckt Kunden ab und senkt die Beteiligung. Einfach heißt allerdings nicht unvollständig.

Für Inhalte aus sozialen Netzwerken schicken Sie eine kurze Direktnachricht und fragen nach. Speichern Sie einen Screenshot der Antwort. Zum Datenschutz hilft Datenschutzkonforme Website nach DSGVO. Die letzte Entscheidung treffen Sie mit Ihrer Rechtsberatung.

Was gehört in einen Einwilligungstext für UGC?

Ein Einwilligungstext darf kurz sein, aber nicht lückenhaft. Die Tabelle unten listet Punkte auf, die Sie prüfen können, denn jeder fehlende Punkt kann später Ärger bedeuten. Sie ist eine Fragenliste und keine Rechtsvorlage.

PunktWarum er wichtig istBeispielfrage
UmfangLegt fest, welchen Inhalt Sie nutzen dürfen.Foto, Video oder Bewertungstext?
KanalBegrenzt den Einsatzort.Website, Anzeige oder E-Mail?
DauerZeigt, wann die Nutzung endet.Entfernen Sie den Inhalt danach?
Name und MarkierungBestimmt, wie der Kunde erscheint.Voller Name, Nutzername oder anonym?
BearbeitungDeckt Zuschnitt und Untertitel ab.Dürfen Sie den Inhalt zuschneiden?
WiderrufÖffnet einen Weg zum späteren Nein.An wen und wie geht die Bitte?

Nutzen Sie die Tabelle als Checkliste. Ist zum Beispiel die Zeile zum Widerruf leer, ist Ihr Text noch nicht fertig. Zeigen Sie den Text außerdem Ihrer Rechtsberatung.

Seien Sie bei Fotos mit anderen Personen besonders vorsichtig. Haben nicht alle Abgebildeten zugestimmt, verwenden Sie das Foto nicht.

Wie moderieren Sie UGC?

UGC für E-Commerce braucht Moderation, also eine Prüfung vor der Veröffentlichung. Ohne sie landen unpassende, unangemessene oder irreführende Inhalte auf Ihrer Produktseite. Zudem wirken Sie als Veröffentlicher für alles auf der Seite verantwortlich.

Eine einfache Moderations Checkliste umfasst diese Punkte:

  • Personenbezogene Daten: Schneiden Sie Fotos mit Telefonnummer, Adresse oder Bestellnummer zu oder lehnen Sie sie ab.
  • Themenfremdes: Lehnen Sie Beiträge ab, die nichts mit dem Produkt zu tun haben oder eine andere Marke bewerben.
  • Irreführende Aussagen: Entfernen Sie Sätze, die mehr versprechen, als das Produkt kann.
  • Beleidigung und Hass: Entfernen Sie sie in jedem Fall.
  • Urheberrecht: Prüfen Sie, ob der Kunde kein fremdes Bild hochgeladen hat.

Stellen Sie Inhalte zuerst in eine Freigabe Warteschlange, dann veröffentlichen Sie. Ist Ihr Team klein, kann eine feste Stunde pro Woche reichen. Löschen Sie eine ehrliche negative Erfahrung nicht, nur weil sie Ihnen nicht gefällt. Antworten Sie stattdessen darauf.

Sie können einen automatischen Filter ergänzen. Ein regelbasierter oder KI Filter übersieht allerdings manches, daher sollte ein Mensch das letzte Wort haben.

Warum ist gefälschtes oder gekauftes UGC riskant?

Weil der gesamte Wert von UGC aus seiner Echtheit kommt. Eine gekaufte Bewertung, ein Schauspieler als angeblicher Kunde oder ein Foto aus fremder Quelle kehren dieses Vertrauen um. Merken Käufer das, misstrauen sie womöglich der ganzen Marke, nicht nur dem einen Beitrag.

Die türkischen Werberegeln behandeln wir in einem eigenen Artikel, daher wiederholen wir die Vorschriften hier nicht. Den aktuellen Rahmen finden Sie in Werbeverordnung Türkei: neue Regeln. Fragen Sie vor einer Entscheidung Ihre Rechtsberatung.

Die sichere Alternative ist also einfach. Sammeln Sie echte Kundeninhalte, holen Sie die Erlaubnis ein und zeigen Sie sie unverändert. Haben Sie wenig Material, starten Sie eine Runde Product Seeding oder laden Sie Käufer zum Teilen ein. Haben Sie das Produkt kostenlos gegeben, sagen Sie das klar.

Gefälschte Inhalte können außerdem gegen Plattformrichtlinien verstoßen. Rechnen Sie daher mit Risiken wie abgelehnten Anzeigen. Kurz gesagt: Die Abkürzung kostet langfristig mehr.

Wie beeinflussen Kundenbilder die Ladezeit?

Viele schwere Bilder bremsen eine Seite, denn jede Datei braucht Zeit. Bauen Sie die Kundengalerie deshalb mit Sorgfalt. Ein Handyfoto erreicht leicht mehrere Megabyte. Zudem liegen diese Bilder oft weit unten auf der Produktseite.

Der Leitfaden von Google web.dev empfiehlt Lazy Loading auf Browserebene für Bilder außerhalb des Bildschirms. Derselbe Leitfaden rät, Bilder im ersten Sichtbereich nicht zu verzögern und Breite sowie Höhe anzugeben. Details stehen auf Anleitung zu Lazy Loading auf Browserebene.

web.dev rät Websites außerdem, bei mindestens 75 Prozent der Seitenbesuche einen Largest Contentful Paint (LCP) von 2,5 Sekunden oder weniger anzustreben. Verzögern Sie das Hauptbild nicht und geben Sie ihm hohe Priorität. Quelle: Optimize Largest Contentful Paint.

Enthält die Galerie zum Beispiel zwanzig Bilder, laden Sie nicht alle auf einmal. Laden Sie die ersten sechs und holen Sie den Rest beim Scrollen. So bleibt die Seite leicht, bis der Käufer die Galerie erreicht.

Den Zusammenhang von Tempo und Umsatz haben wir in Ladezeit im Onlineshop und Umsatz untersucht.

Welche technischen Prüfungen sind bei UGC Bildern wichtig?

Die technische Umsetzung soll Kundeninhalte schnell, sicher und zugänglich zeigen. Die folgende Liste dient als Checkliste für das Gespräch mit Ihrem Entwicklungsteam.

  • Upload Grenze: Beschränken Sie Dateityp und Größe und lehnen Sie alles andere ab.
  • Komprimierung: Verkleinern Sie Uploads auf dem Server und wandeln Sie sie in moderne Formate wie WebP oder AVIF um.
  • Responsive Größen: Erzeugen Sie getrennte Größen für Mobil und Desktop.
  • Lazy Loading: Nutzen Sie es nur für Bilder unterhalb des ersten Bildschirms.
  • Größenangaben: Legen Sie Breite und Höhe fest, damit das Layout nicht springt.
  • Alt Text: Beschreiben Sie das Bild kurz und ehrlich.
  • Nutzerlinks: Ergänzen Sie rel="ugc" bei Links in Texten von Kunden.

Zum letzten Punkt empfiehlt Google, Links in nutzergenerierten Inhalten mit dem Wert ugc zu markieren. Siehe Qualify your outbound links to Google.

Erinnern Sie Ihr Team zudem an die Sicherheit. Dateien von Nutzern anzunehmen ist ohne Prüfung riskant. Kontrollieren Sie daher Dateityp und Größe zusätzlich auf dem Server. Zur Umwandlung lesen Sie Bilder für die Website optimieren oder nutzen Sie unser Tool Bild verkleinern.

Wie messen Sie die Wirkung von UGC für E-Commerce?

Die Messung macht aus dem Glauben, dass UGC wirkt, belastbare Daten. Wählen Sie zunächst Ihr Ziel: Conversion Rate, Werbeertrag oder Retourenquote. Danach bauen Sie einen Vergleich, der zu diesem Ziel passt.

  • Auf der Produktseite: Vergleichen Sie Seiten mit und ohne Galerie im selben Zeitraum.
  • In Anzeigen: Testen Sie verschiedene UGC Motive mit gleicher Zielgruppe und gleichem Budget.
  • In Links: Markieren Sie jede Quelle mit UTM Parametern.
  • Nach dem Kauf: Prüfen Sie Retourengründe, denn UGC, das Erwartungen klärt, zeigt sich dort.

Drei Tools erleichtern das: der UTM Generator, der Conversion Rate Rechner und der ROAS Rechner.

Ziehen Sie aus einem einzigen Test also keinen Schluss. Lassen Sie ihn außerdem nicht nur wenige Tage laufen, denn ein kurzes Fenster trennt Zufall und Signal nicht. Aktionen, Saison und Kampagnen können das Ergebnis verwischen, deshalb vergleichen Sie unter gleichen Bedingungen.

Welche UGC Methode passt zu welchem Ziel?

Die Tabelle fasst jede Methode nach Ziel und Prüfpunkt zusammen. Wir nennen keine Zahlen, denn die Daten jedes Shops sind anders.

MethodeBestes ZielPrüfpunkt
BewertungsfotoVertrauen auf der ProduktseiteModeration und personenbezogene Daten
KundengalerieKlarheit im EntscheidungsmomentEinwilligung und Bildgröße
Eingebetteter Social PostLebendiger Social ProofAusdrückliche Erlaubnis des Urhebers
UGC Video in AnzeigenMarke bei kalter Zielgruppe zeigenWerberechte und korrekte Aussagen
Einladung per E-Mail nach dem KaufNeue Inhalte sammelnSchlichter Einwilligungssatz
Product SeedingMenge an Inhalten steigernKostenloses Produkt offenlegen

Seeding heißt, ein Produkt zum Ausprobieren zu schicken. Wir erklären es in Influencer Produkte versenden.

Wie sieht ein UGC Plan für die ersten 30 Tage aus?

Starten Sie zunächst klein und wachsen Sie mit der Messung. Die folgende Reihenfolge gibt einen einfachen Startplan für Produktseite und Anzeigen. Sie können die Zeiten an Ihr Geschäft anpassen.

  1. Woche eins: Wählen Sie Ihre drei Bestseller und listen Sie die vorhandenen Kundeninhalte auf.
  2. Danach schreiben Sie den Einwilligungssatz und die Moderationsregeln.
  3. Woche zwei: Richten Sie die E-Mail Einladung nach dem Kauf und das Upload Formular ein.
  4. In Woche drei: Setzen Sie die erste Galerie auf die Produktseite und prüfen Sie das Tempo.
  5. Bis Woche vier: Bereiten Sie zwei oder drei Anzeigenmotive aus freigegebenen Inhalten vor und testen Sie diese.

Danach werten Sie die Ergebnisse aus. Skalieren Sie das Format, das funktioniert, und lassen Sie das andere fallen. Planen Sie außerdem am Ende jeder Woche eine kurze halbe Stunde zur Auswertung. Was haben Sie gesammelt, was veröffentlicht, wo hakt es? So planen Sie die nächste Woche mit echten Daten.

Für die Qualität der gesamten Seite ergänzt Vertrauen im Onlineshop aufbauen den Plan.

Wie passen UGC und Influencer Kooperationen zusammen?

Ein Influencer, also ein Creator mit eigener Reichweite, kann eine starke UGC Quelle sein. Dennoch sind beide nicht dasselbe. UGC ist die Stimme des Kunden, während Influencer Arbeit meist eine bezahlte oder produktbasierte Kooperation ist.

Sie können beides also gemeinsam planen. Zum Beispiel schicken Sie einem Creator ein Produkt und nutzen den Inhalt mit Erlaubnis auf Ihrer Seite und in Anzeigen. Sie müssen die Kooperation allerdings klar kennzeichnen. Dabei hilft unser Beitrag Influencer Marketing für E-Commerce.

Schreiben Sie bei der Arbeit mit einem Creator die Dauer der Nutzungsrechte in den Vertrag. Zum Beispiel können Nutzung auf Ihrer Website und Nutzung in Anzeigen getrennte Klauseln mit eigenen Zeiträumen sein.

Unser Team unterstützt bei Influencer Marketing und Social Media Betreuung. Den Leistungsumfang sehen Sie auf den Seiten Influencer Marketing und E-Commerce Beratung.

Fazit: Wo starten Sie mit UGC?

Zusammengefasst wirkt UGC für E-Commerce in drei Schritten: Inhalte mit Erlaubnis sammeln, sie an der richtigen Stelle auf der Seite und in Anzeigen platzieren und das Ergebnis messen. Echtheit, Einwilligung und Tempo sind die drei Bedingungen.

Starten Sie daher diese Woche mit einer Produktseite. Sammeln Sie ein paar echte Kundenbilder, führen Sie den Einwilligungsnachweis und veröffentlichen Sie, ohne die Ladezeit zu verschlechtern. Wenn Sie die Ergebnisse sehen, gehen Sie zu den Anzeigen über.

Sind Sie bereit, können Sie auch mit unserem Team arbeiten. Schauen Sie aber zuerst auf Ihre eigenen Daten, denn der richtige UGC Plan hängt von Produkt und Kunde ab.

Häufig gestellte Fragen

Wie binden Sie UGC auf der Produktseite eines Onlineshops ein?
Sammeln Sie zunächst Inhalte mit Einwilligung, moderieren Sie diese und zeigen Sie sie als Bewertungskarte oder Galerie auf der Produktseite. Platzieren Sie eine kurze Zusammenfassung nahe beim Kaufbutton und die ausführliche Galerie darunter. Komprimieren Sie die Bilder und laden Sie Bilder unterhalb des ersten Bildschirms verzögert, damit die Ladezeit nicht leidet.
Brauchen Sie eine Erlaubnis, um ein Kundenfoto in einer Anzeige zu nutzen?
Grundsätzlich ja, Sie brauchen die ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers. Die Erlaubnis für Ihre Website deckt keine Anzeigen ab. Schreiben Sie deshalb Kanal und Zeitraum getrennt in den Einwilligungstext. Diese Antwort ist keine Rechtsberatung, die genauen Regeln klären Sie mit einer Fachperson.
Wie sammeln Sie UGC bei Ihren Kunden?
Am verlässlichsten ist eine E-Mail nach dem Kauf. Senden Sie einige Tage nach der Lieferung eine kurze Einladung und setzen Sie einen schlichten Einwilligungssatz neben das Upload Formular. Außerdem können Sie Urheber von Beiträgen, die Ihre Marke markieren, anschreiben und um schriftliche Erlaubnis bitten. Nutzen Sie nie Inhalte ohne Zustimmung.
Schlagen UGC Videos Studioanzeigen immer?
Nein, das versprechen wir nicht. UGC wirkt oft natürlicher, aber das Ergebnis hängt von Produkt, Zielgruppe und Qualität des Motivs ab. Testen Sie deshalb Studiomaterial und UGC mit gleichem Budget und gleicher Zielgruppe nebeneinander und entscheiden Sie anhand Ihrer eigenen Daten. Verlassen Sie sich nicht auf einen einzigen Test.
Was entfernen Sie bei der UGC Moderation?
Entfernen Sie Fotos mit personenbezogenen Daten, themenfremde Beiträge, Werbung für andere Marken, Aussagen, die das Produkt nicht belegen kann, Beleidigungen und Bilder mit unklarem Urheberrecht. Eine echte, aber negative Erfahrung löschen Sie nicht. Antworten Sie stattdessen höflich, denn ehrliche Antworten schaffen Vertrauen bei neuen Käufern.
Machen Kundenbilder Ihre Website langsamer?
Das können sie, wenn Sie sie falsch einbinden. Komprimieren Sie schwere Bilder, wandeln Sie sie in moderne Formate um, laden Sie Bilder unterhalb des ersten Bildschirms verzögert und legen Sie Breite und Höhe fest. Verzögern Sie das Hauptbild im ersten Sichtbereich nicht. So liefert die Galerie Social Proof, ohne die Ladezeit zu verschlechtern.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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