Google Ads Qualitätsfaktor: Was ist das und wie verbessern?

Was ist der Google Ads Qualitätsfaktor?
Der Google Ads Qualitätsfaktor ist eine Diagnosekennzahl auf einer Skala von 1 bis 10, die die Qualität Ihrer Anzeige mit der anderer Werbetreibender vergleicht. Außerdem gilt: Er gilt auf Keyword Ebene. Google leitet ihn aus drei Teilen ab: erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Zielseite.
Verstehen Sie ihn als Thermometer, nicht als Ziel. Konkret heißt das: Ein Arzt misst Fieber, um die Ursache zu finden. Genauso lesen Sie den Qualitätsfaktor, um die schwache Stelle in Ihrem Konto zu finden.
Wir stützen uns hier auf die Definition in der Google Ads Hilfe. Außerdem zeigen wir die praktischen Schritte, die unser Team in Konto Audits nutzt. Wir trennen dabei geprüfte Fakten von Praxiserfahrung, daher finden Sie hier keine überzogenen Versprechen.
Wenn Sie Ihr Konto lieber von Experten prüfen lassen möchten, lesen Sie unsere Leistung Google Ads Verwaltung.
In der Praxis sehen wir oft das gleiche Muster. Ein Werbetreibender entdeckt einen niedrigen Wert und ändert dann wahllos Anzeigentexte. Besser ist es, zunächst die Status der Teilkomponenten zu lesen. Danach beheben Sie das schwächste Glied.
Aus welchen drei Komponenten besteht der Qualitätsfaktor?
Sie lesen den Wert über drei Komponenten. Zudem gilt: Jede hat einen eigenen Status. Die Status heißen "überdurchschnittlich", "durchschnittlich" und "unterdurchschnittlich".
- Erwartete Klickrate: die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Anzeige beim Einblenden angeklickt wird.
- Anzeigenrelevanz: wie genau Ihre Anzeige zur Absicht hinter der Suche passt.
- Nutzererfahrung mit der Zielseite: wie relevant und hilfreich Ihre Seite für den Klickenden ist.
Google vergibt diese Status im Vergleich mit Anzeigen, die in den vorherigen 90 Tagen um dieselben Suchanfragen konkurrierten. Ihr Status hängt also von Branche und Wettbewerb ab. In einer umkämpften Kategorie ist "durchschnittlich" schwerer zu erreichen.
Die drei Status getrennt zu lesen ist sehr wichtig. Außerdem gilt: Ist der Gesamtwert niedrig, zeigen nur die Status, wo das Problem liegt. Zudem sehen Sie, ob Sie den Anzeigentext oder die Seite verbessern müssen.
Jede Komponente folgt einer eigenen Logik. Konkret heißt das: Die erwartete Klickrate betrachtet die Klickwahrscheinlichkeit. Bei der Anzeigenrelevanz geht es um die Verbindung zwischen Text und Suchabsicht. Die Zielseite steht für alles, was nach dem Klick passiert.
Nehmen wir an, zwei Status sind gut und einer ist schwach. Dann stecken Sie Ihre ganze Energie in den schwachen. So bleibt Ihre Arbeit fokussiert, und Sie sehen die Wirkung jeder Änderung einzeln.
Wo sehen Sie den Google Ads Qualitätsfaktor?
Sie finden den Wert in Ihrem Google Ads Konto auf der Seite Keywords Ihrer Suchkampagnen. Zudem gilt: Die Standardtabelle zeigt diese Spalten nicht. Deshalb müssen Sie die Spalten zunächst anpassen.
- Öffnen Sie den Tab Keywords Ihrer Suchkampagnen.
- Klicken Sie auf das Spaltensymbol und wählen Sie "Spalten ändern".
- Fügen Sie unter Qualitätsfaktor den Wert und die drei Komponentenstatus hinzu.
- Ergänzen Sie die Verlaufsspalten, um frühere Werte zu sehen.
Nach dem Speichern der Ansicht verfolgen Sie den aktuellen Wert jedes Keywords und seine Veränderung. Außerdem legen Sie den Wert neben Klicks, Kosten und Conversions. Der Wert allein kann nämlich in die Irre führen.
Für einen schnellen Blick auf Ihr Konto nutzen Sie auch unser Google Ads Audit Tool.
Wie lesen Sie einen Qualitätsfaktor zwischen 1 und 10?
Der Wert reicht von 1 bis 10 und gilt pro Keyword. Außerdem gilt: Ein höherer Wert bedeutet, dass Google Ihre Anzeige und Seite als besseren Treffer für diese Suche sieht. Allerdings veröffentlicht Google keine offizielle Tabelle mit Schwellenwerten.
Die folgende Tabelle ist daher eine Praxiseinschätzung, keine Garantie. Unser Team nutzt den Wert als Prioritätenliste, nicht als Urteil.
| Wertebereich | Praxiseinschätzung | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|
| 1 bis 4 | Mindestens eine Komponente ist deutlich schwach | Zuerst die Status prüfen, dann Anzeige und Seite verbessern |
| 5 bis 6 | Mittleres Niveau mit Luft nach oben | Anzeigentexte testen und Seitenrelevanz erhöhen |
| 7 bis 10 | Insgesamt gesund | Nicht anfassen und auf Skalierung achten |
Ein Keyword mit niedrigem Wert abzuschalten, obwohl es Gewinn bringt, kann falsch sein. Zum Beispiel kann ein Markenbegriff niedrig bewertet sein und trotzdem Umsatz liefern. Entscheiden Sie daher immer anhand von Conversion und Gewinn.
Auch der Durchschnitt ist eine Falle. Konkret heißt das: Die Google Ads Hilfe rät davon ab, den Wert mit anderen Kennzahlen zu einem einzigen KPI zu verrechnen. Ein "durchschnittlicher Qualitätsfaktor des Kontos" kann also täuschen.
Besser ist der Blick auf die Keywords mit dem größten Anteil am Budget. Zudem gilt: Wenn wenige Keywords den Großteil der Ausgaben tragen, liegt dort die eigentliche Wirkung. Keywords mit geringen Ausgaben verändern das Ergebnis kaum.
Nutzt Google den Qualitätsfaktor direkt in der Anzeigenauktion?
Nein. Außerdem gilt: Die Google Ads Hilfe stellt klar, dass der Qualitätsfaktor kein Eingangswert der Anzeigenauktion ist. Er ist ein Diagnosewerkzeug, mit dem Sie Ihr Konto lesen. Die Auktion selbst verwendet Signale, die Google im Moment jeder Suche berechnet.
Dieser Unterschied verwirrt viele Werbetreibende. Konkret heißt das: Ein Keyword von 5 auf 8 zu heben, steigert Ihren Rang nicht auf magische Weise. Entscheidend ist, dass Sie die Signale hinter dem Wert wirklich verbessern: erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Zielseite.
Die Google Seite zum Anzeigenrang stützt das. Zudem gilt: Sie nennt Messwerte wie erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Zielseite als Teil der Auktion. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ad Rank Ratgeber.
Wie wirkt der Google Ads Qualitätsfaktor auf die Kosten pro Klick?
Laut Google erzielen hochwertigere Anzeigen im Allgemeinen niedrigere Kosten pro Klick und bessere Positionen. Das heißt, mit steigender Qualität zahlen Sie für dieselbe Position eher weniger. Die Richtung stimmt, die Stärke des Effekts ist aber nicht fix.
Die Kosten hängen auch von Wettbewerb, Gebotsstrategie, Gerät, Uhrzeit und Suchkontext ab. Daher lässt sich der Effekt einer Qualitätsverbesserung schwer isolieren. Vergleichen Sie bei Vorher Nachher Analysen deshalb gleiche Zeiträume.
Die folgende Rechnung ist ein einfaches Rechenbeispiel. Außerdem gilt: Sie zeigt nur die Logik. Ihre echten Zahlen weichen ab.
- Rechenbeispiel: Ein Keyword erhält im Monat 1.000 Klicks bei durchschnittlich 2,00 Euro CPC.
- Die Ausgaben betragen 2.000 Euro im Monat.
- Sinkt der CPC nach einer Qualitätsverbesserung auf 1,80 Euro, kosten dieselben Klicks 1.800 Euro.
- Mit den 200 Euro Differenz kaufen Sie bei gleichem Budget außerdem mehr Klicks.
Wie Sie Klickkosten berechnen, lesen Sie in unserem CPC Ratgeber.
Wie verbessern Sie die erwartete Klickrate?
Die erwartete Klickrate schätzt, wie wahrscheinlich Ihre Anzeige beim Einblenden angeklickt wird. Daher wirken Überschrift, Beschreibung und Assets direkt. Anzeigen, die Sprache und Frage der Nutzer spiegeln, erhalten meist mehr Klicks.
- Nutzen Sie das Haupt Keyword natürlich in der Überschrift.
- Nennen Sie einen klaren Vorteil, etwa Preisrahmen, schnelle Lieferung oder kostenlose Beratung.
- Ergänzen Sie einen starken Handlungsaufruf.
- Füllen Sie Assets wie Sitelinks, Zusatzinformationen und Bilder aus.
- Testen Sie in jeder Anzeigengruppe mindestens drei Textvarianten.
Irrelevante Suchanfragen drücken zudem Ihre Klickrate. Deshalb sollten Sie Ihre Liste negativer Keywords regelmäßig pflegen. Der Suchbegriffe Bericht ist dafür die wichtigste Quelle.
Ändern Sie beim Testen jeweils nur eine Variable. Variieren Sie zum Beispiel nur die Überschrift und lassen Sie die Beschreibung gleich. Dann wissen Sie, welches Element die Klickrate bewegt hat. Entscheiden Sie erst nach einigen hundert Impressionen.
Vermeiden Sie außerdem zu große Versprechen. Konkret heißt das: Eine mutige Überschrift kann Klicks bringen, doch die Conversions sinken, wenn die Seite nicht liefert. Das schadet Anzeigenrelevanz und Zielseite zugleich.
Ihre aktuelle Rate messen Sie mit unserem CTR Rechner. Für eine ähnliche Arbeit im organischen Bereich lesen Sie, wie Sie die organische Klickrate erhöhen.
Wie steigern Sie die Anzeigenrelevanz?
Die Anzeigenrelevanz misst, wie gut Ihre Anzeige zur Absicht hinter der Suche passt. Zudem gilt: Das Problem liegt selten im Wortlaut. Meist liegt es an der Struktur. Packen Sie Keywords mit sehr verschiedenen Absichten in eine Anzeigengruppe, passt keine Anzeige zu allen.
Die Lösung ist, Keywords nach Absicht zu gruppieren. Jede Gruppe erhält dann eine Anzeige in ihrer Sprache. Somit wächst die Übereinstimmung zwischen Anzeigentext und Suchbegriff.
- Bauen Sie jede Anzeigengruppe um ein Thema auf.
- Schreiben Sie Überschriften und Beschreibungen passend zu diesem Thema.
- Sammeln Sie allgemeine Begriffe in einer eigenen Gruppe mit breiterer Botschaft.
- Lesen Sie den Suchbegriffe Bericht und übernehmen Sie echte Suchanfragen in den Text.
Auch die Keyword Option spielt eine Rolle. Außerdem gilt: Eine sehr weite Option lässt irrelevante Suchen herein. Unsere Beiträge zu den Risiken von weitgehend passend und zu genau passend erklären das Gleichgewicht. Außerdem prüfen Sie Ihre Keywords mit unserem Keyword Match Type Tool.
Werkzeuge wie die dynamische Keyword Einfügung können helfen, brauchen aber Sorgfalt. Konkret heißt das: Zerstört das eingefügte Wort den Satz, sinkt die Lesbarkeit. Prüfen Sie daher die Anzeigenvorschau vor der Veröffentlichung.
Wie verbessern Sie die Nutzererfahrung mit der Zielseite?
Die Zielseitenerfahrung beschreibt, wie relevant und hilfreich Ihre Seite für den Klickenden ist. Zudem gilt: Die Google Ads Hilfe weist darauf hin, dass die Seitenqualität Nützlichkeit, Relevanz und einfache Navigation betrachtet. Auch die Übereinstimmung zwischen Anzeige und Seite zählt.
Verspricht Ihre Anzeige eine "kostenlose Beratung", sollte die Seite das im ersten Bildschirm zeigen. Sonst verirrt sich der Besucher und verlässt die Seite. Dieses Verhalten schwächt Conversions und Erfahrungssignale gleichermaßen.
- Wiederholen Sie das Versprechen der Anzeige in der Überschrift der Seite.
- Halten Sie die Seite schlank, damit sie mobil schnell lädt.
- Machen Sie das Formular nicht mit unnötigen Feldern lang.
- Machen Sie Kontakt, Preis und Vertrauensangaben leicht auffindbar.
- Leiten Sie keine themenfremden Keywords auf dieselbe Seite.
Unser Ratgeber zur B2B Landing Page ist ein guter Startpunkt für den Seitenaufbau. Außerdem gilt: Messen Sie vor jeder Änderung das aktuelle Verhalten. Absprungrate, Verweildauer und Formularabschluss zeigen Ihnen die Schwachstellen.
Zudem schlägt eine eigene Seite für Anzeigenverkehr oft die Startseite. Sie fokussiert eine Absicht und entfernt ablenkende Menüs.
Wie beeinflussen Keyword und Anzeigengruppen Struktur den Qualitätsfaktor?
Die Kontostruktur prägt den Google Ads Qualitätsfaktor mit allen drei Komponenten indirekt. Konkret heißt das: Treffen Keywords, Anzeigentext und Seite bei derselben Absicht zusammen, steigt Ihr Wert von selbst. Deshalb beginnen wir die Verbesserung meist bei der Struktur.
In der Praxis sehen wir zwei Extremfehler. Zudem gilt: Der eine ist, hunderte Keywords in eine Anzeigengruppe zu packen. Ein anderer ist, für jedes Keyword eine eigene Gruppe zu öffnen und ein Konto zu bauen, das niemand verwalten kann. Besser ist es, Keywords mit gleicher Absicht in kleinen, stimmigen Gruppen zu bündeln.
| Struktur | Vorteil | Risiko |
|---|---|---|
| Viele Keywords in einer Gruppe | Einfach einzurichten | Geringere Anzeigenrelevanz und mehr Seitenbruch |
| Kleine Gruppen nach Absicht | Hohe Passung von Anzeige und Seite | Erfordert Pflegeaufwand |
| Eine Gruppe pro Keyword | Sehr hohe Präzision | Komplexes Konto und verstreute Daten |
Für den Google Ads Qualitätsfaktor empfehlen wir bei den meisten Konten das zweite Modell. Allerdings bedenken wir, dass Keywords mit geringem Volumen zu wenig Daten liefern können. Unsere Anleitung zum Keyword Mapping vertieft diese Planung.
Was tun Sie mit einem Keyword mit niedrigem Qualitätsfaktor?
Schauen Sie zunächst, was das Keyword im Konto leistet. Außerdem gilt: Bringt ein Keyword mit niedrigem Wert Conversions, pausieren Sie es nicht sofort. Keywords mit niedrigem Wert ohne Conversions haben Vorrang, denn sie können Budget leise aufzehren.
- Sortieren Sie Keywords nach Ausgaben und wählen Sie die mit niedrigem Wert und hohen Kosten.
- Finden Sie heraus, welche der drei Komponenten "unterdurchschnittlich" ist.
- Ist die Anzeigenrelevanz schwach, ändern Sie Anzeigentext und Gruppenstruktur.
- Bei schwacher Zielseite verbessern Sie sie oder leiten Sie auf eine passendere Seite.
- Bei niedriger Klickrate testen Sie neue Texte und aktualisieren Sie die negativen Keywords.
- Warten Sie nach der Änderung einige Wochen und vergleichen Sie die Ergebnisse.
Notieren Sie, welche Änderung Sie wann vorgenommen haben. Dann lesen Sie die Ergebnisse nach einigen Wochen sinnvoll. Ohne Notizen fällt es schwer, sich an den wirksamen Schritt zu erinnern.
Bei manchen Keywords ist es richtig, sie aus der aktuellen Gruppe zu nehmen und in eine neue zu setzen. Das Problem ist dann nicht das Keyword, sondern sein Platz.
Der Conversion Wert entscheidet diesen Prozess. Konkret heißt das: Ein Keyword zu stoppen, das nichts einbringt und Korrekturen widersteht, ist sinnvoll. Den Ertrag auf Keyword Ebene prüfen Sie mit unserem ROAS Rechner.
Was ist der Unterschied zwischen Qualitätsfaktor und Anzeigenrang?
Der Qualitätsfaktor ist eine Diagnosekennzahl. Zudem gilt: Der Anzeigenrang ist die Gesamtheit der Werte, die bestimmt, ob Ihre Anzeige erscheint und an welcher Stelle. Laut Google fließen Gebot, Anzeigen und Zielseitenqualität, Schwellenwerte, Wettbewerb, Suchkontext und die erwartete Wirkung von Assets ein.
Kurz gesagt, der Qualitätsfaktor ist nur eine Zusammenfassung dieses Bildes. Außerdem gilt: Ist Ihr Gebot hoch, aber die Qualität schwach, zahlen Sie viel, selbst wenn Sie Impressionen gewinnen. Ist die Qualität hoch, das Gebot aber sehr niedrig, bleibt die Sichtbarkeit begrenzt.
| Begriff | Funktion | Eingangswert in der Auktion |
|---|---|---|
| Qualitätsfaktor | Fasst die Anzeigenqualität als Diagnose zusammen | Nein |
| Anzeigenrang | Bestimmt Anzeige und Position | Ja |
| Erwartete Klickrate, Relevanz, Seitenerfahrung | Die Signale hinter der Qualität | Wird zur Auktionszeit gemessen |
Warum kann derselbe Qualitätsfaktor in zwei Konten Unterschiedliches bedeuten?
Die Status entstehen im Vergleich mit Ihren Wettbewerbern. Konkret heißt das: Derselbe Anzeigentext kann in einer ruhigen Branche "überdurchschnittlich" erhalten und in einer belebten nur "durchschnittlich". Markenbekanntheit, Suchabsicht und Geräteverteilung verschieben das Ergebnis ebenfalls.
Deshalb ist es sinnlos, dem Wert eines anderen Kontos hinterherzulaufen. Zudem gilt: Schauen Sie auf Ihr eigenes Konto im Zeitverlauf. Zum Beispiel ist es wertvoller, dass sich Ihre Komponentenstatus über 90 Tage verbessern, als dass ein einzelner Wert steigt.
Markensuchen erzielen meist eine höhere Klickrate. Daher hält es Ihre Analyse sauber, Marken und Nicht Marken Keywords in getrennten Kampagnen zu verfolgen.
Auch Sprache und lokale Suchgewohnheiten spielen eine Rolle. Außerdem gilt: Mehrere Begriffe können dasselbe Produkt beschreiben. Passt Ihr Text nicht zu den eingegebenen Wörtern, sinkt der Relevanzstatus. Das regelmäßige Lesen des Suchbegriffe Berichts ist also Pflicht.
Gilt der Qualitätsfaktor auch für Performance Max und andere Kampagnentypen?
Die Google Seite zum Qualitätsfaktor ist für Suchkampagnen geschrieben. Wert und Komponentenstatus sind daher bei Keywords in Suchkampagnen am klarsten. Bei anderen Kampagnentypen sehen Sie die Spalten womöglich nicht.
Die Logik gilt trotzdem. Konkret heißt das: Passung zur Suchabsicht, Klickwahrscheinlichkeit und Seitenerfahrung prägen die Ergebnisse in jedem Kampagnentyp. In Performance Max Kampagnen steuern Sie diese drei Faktoren über Asset Qualität und Seitenpassung.
Dieser Beitrag konzentriert sich deshalb auf Suchkampagnen. Hat Ihr Konto weitere Kampagnentypen, bewerten Sie jeden einzeln.
Beeinflussen Anzeigen Assets den Qualitätsfaktor?
Laut Google berücksichtigt der Anzeigenrang auch die erwartete Wirkung von Assets. Sitelinks, Zusatzinformationen und Telefonnummern zählen also in der Auktion. Außerdem machen sie Ihre Anzeige größer und informativer.
Eine informativere Anzeige zieht oft die richtige Person an. Zudem gilt: Das stützt die erwartete Klickrate. Allerdings lässt sich die Stärke des Effekts allein schwer messen, daher nennen wir keine kühnen Zahlen.
- Leiten Sie Sitelinks auf wirklich verschiedene Seiten.
- Geben Sie in Zusatzinformationen neue Angaben, statt sich zu wiederholen.
- Fügen Sie Telefon und Standort Assets nur hinzu, wenn sie relevant sind.
- Halten Sie Assets aktuell und entfernen Sie abgelaufene Aktionen.
Beeinflussen Seitengeschwindigkeit und mobile Nutzung den Qualitätsfaktor?
Google nennt bei der Zielseitenerfahrung einfache Navigation und Nützlichkeit. Außerdem gilt: Eine langsame Seite, die mobil unbequem ist, erfüllt diese Erwartung nicht. Daher sind Tempo und mobile Passung ein logischer, messbarer Weg, die Zielseitenerfahrung zu verbessern.
Wir können nicht sagen, dass Google einen einzelnen Geschwindigkeitsschwellenwert für den Qualitätsfaktor veröffentlicht. Das Nutzerverhalten ist allerdings klar: Lädt eine Seite spät, gehen Menschen zurück. Halten Sie den ersten Bildschirm also schlank.
Technisch zeigt unser Beitrag zur LCP Optimierung die ersten Schritte. Bilder verkleinern, unnötige Skripte entfernen und das Formular vereinfachen bringt auf den meisten Seiten etwas.
Wie schreiben Sie wirksame Anzeigentexte?
Der Anzeigentext prägt sowohl die erwartete Klickrate als auch die Anzeigenrelevanz direkt. Konkret heißt das: Ein guter Text beantwortet die Frage des Nutzers und deckt sich mit dem Versprechen der Seite. Nutzen Sie das Keyword in der Überschrift und einen konkreten Vorteil in der Beschreibung.
Das folgende Beispiel zeigt nur die Struktur. Es ist kein echter Kundenfall.
| Element | Schwaches Beispiel | Starkes Beispiel |
|---|---|---|
| Überschrift | Unsere Leistungen | Preise für Firmenwebsites |
| Beschreibung | Gute und günstige Leistung | Pakete vergleichen und Formular für kostenlose Beratung ausfüllen |
| Seite | Startseite | Eigene Seite mit Preisen und Paketen |
Wie Sie sehen, erfüllt das starke Beispiel die Suchabsicht offen. Der Besucher findet auf der Seite also, was er gesucht hat. Dieselben Formulierungen wie auf der Seite sorgen für zusätzliche Stimmigkeit.
Binden Sie saisonale und aktionsbezogene Texte an einen Kalender. Zudem gilt: Ein abgelaufener Rabatt schadet Vertrauen und Seitenpassung. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Text nach Kampagnenende zu entfernen.
Prüfen Sie vor der Veröffentlichung, wie die Anzeige aussieht. Außerdem planen Sie Ihre Ausgaben mit unserem Google Ads Budget Rechner.
Lohnt sich Qualitätsfaktor Arbeit bei kleinen Budgets?
Ja, aber Sie sollten den Ansatz vereinfachen. Außerdem gilt: Bauen Sie bei kleinem Budget wenige Keywords und eine straffe Struktur auf. Sind Daten knapp, ist jeder Klick wertvoll, und jede irrelevante Impression lässt das Budget schmelzen.
- Starten Sie mit wenigen Keywords mit hoher Kaufabsicht.
- Bereiten Sie für jedes Keyword Anzeigentext und Seite vor.
- Nutzen Sie weitgehend passend mit Vorsicht und ergänzen Sie negative Keywords von Anfang an.
- Prüfen Sie den Suchbegriffe Bericht jede Woche.
In kleinen Konten kann der Wert schwanken, weil Google nur begrenzt Daten zum Vergleich hat. Daher ist es zuverlässiger, Geschäftskennzahlen wie Kosten pro Conversion und Gewinn zu verfolgen.
Welche Kennzahlen verfolgen Sie neben dem Qualitätsfaktor?
Den Wert allein zu beobachten reicht nicht. Konkret heißt das: Der Wert ist eine Zusammenfassung, das Geschäftsergebnis ist die Conversion. Deshalb empfehlen wir, die folgenden Kennzahlen in derselben Tabelle zu verfolgen.
- Klickrate und Anteil an möglichen Impressionen.
- Kosten pro Klick und Kosten pro Conversion.
- Conversion Rate und Conversion Wert.
- Return on Ad Spend (ROAS).
- Der Anteil irrelevanter Suchanfragen im Suchbegriffe Bericht.
Zusammen gelesen zeigen diese Kennzahlen die echte Wirkung Ihrer Qualitätsarbeit. Sinken zum Beispiel die Kosten pro Conversion bei gleichem Wert, zahlt sich Ihre Arbeit aus. Sehen Sie den Wert also als Hinweis, nicht als einzigen KPI.
Wie planen Sie die Arbeit am Qualitätsfaktor Schritt für Schritt?
Ein guter Plan ist kurz und messbar. Der folgende Ablauf ist der schlichte Rahmen, den unser Team in Audits nutzt.
- Exportieren Sie aktuelle Werte und Komponentenstatus und speichern Sie sie mit Datum.
- Wählen Sie Prioritäts Keywords nach Ausgaben und Conversions.
- Bestimmen Sie für jedes Keyword die schwache Komponente.
- Vereinfachen Sie Anzeigengruppen nach Absicht.
- Veröffentlichen Sie neue Anzeigentexte mit mindestens zwei Varianten.
- Bringen Sie die Zielseite in Einklang mit dem Anzeigenversprechen.
- Aktualisieren Sie die Liste negativer Keywords.
- Vergleichen Sie nach vier bis sechs Wochen mit derselben Tabelle.
Wiederholen Sie diesen Kreislauf jeden Monat. Zudem gilt: Wettbewerber, Suchverhalten und Saisons ändern sich ständig. Regelmäßige Audits bringen stärkere Ergebnisse als eine einmalige Bereinigung.
Erstellen Sie am Ende einen kurzen Bericht. Außerdem gilt: Zeigen Sie Status vorher und nachher, Klickrate, Kosten und Conversions nebeneinander. So sehen Entscheider die Wirkung auf das Geschäftsergebnis, und der Wert bleibt keine Abstraktion.
Wie lange dauert es, bis sich der Qualitätsfaktor verbessert?
Für den Google Ads Qualitätsfaktor gibt es keine feste Dauer. Google stützt die Status auf einen Vergleich über 90 Tage, daher zeigen sich Änderungen nicht sofort. In der Praxis sehen wir meist innerhalb weniger Wochen Bewegung bei den Komponentenstatus, aber das ist keine Garantie.
Außerdem brauchen Sie genug Daten. Konkret heißt das: Bei einem Keyword mit wenigen Impressionen pro Tag können die Status schwanken. Schauen Sie bei Keywords mit geringem Volumen daher auf Conversion und Kosten, nicht auf den Wert.
Geduld ist hier eine Messnotwendigkeit, keine Tugend. Zudem gilt: Bewerten Sie eine Änderung nach drei Tagen, halten Sie Rauschen womöglich für ein Ergebnis. Planen Sie Verbesserungen deshalb in Monatszyklen.
Welche Fehler machen Werbetreibende beim Qualitätsfaktor?
Beim Google Ads Qualitätsfaktor begegnen uns immer wieder dieselben Fehler. Die meisten entstehen, weil man den Wert für ein Ziel hält. In Wahrheit ist er ein Wegweiser.
- Den Wert zum einzigen Erfolgsmaß machen und Conversions vernachlässigen.
- Den Anteil von Markenbegriffen aufblähen, nur um den Wert zu heben.
- Anzeigentexte schreiben, ohne die Seite anzusehen.
- Alle Keywords auf die Startseite leiten.
- Ständig ändern und nie auf Ergebnisse warten.
- Den Suchbegriffe Bericht nie lesen.
Ein weiterer häufiger Fehler ist, alle Verantwortung an die Automatisierung abzugeben. Außerdem gilt: Automatisierung hilft, doch ein Mensch sollte Absicht und Botschaft prüfen. Setzen Sie daher nicht jeden Punkt im Tab Empfehlungen blind um.
Um diese Fehler zu vermeiden, prüfen Sie Ihr Konto in festen Abständen. Für die Budgetseite lesen Sie unseren Beitrag zum Google Ads Budget für B2B.
Wie prüft unser Team den Google Ads Qualitätsfaktor?
Wir beginnen ein Audit mit dem Ziel, nicht mit dem Wert. Zunächst klären wir den Zweck, die Gewinngrenze und die Conversion Definition. Danach lesen wir Keywords zusammen mit Ausgaben und Conversion Daten.
In jedem Konto prüfen wir Absicht, Anzeige und Seite als drei getrennte Teile. Bringt zum Beispiel eine Leistungsseite sowohl Formular als auch Telefon Conversions, behalten wir sie und verbessern den Anzeigentext. Ist die Seite schwach, entwerfen wir zuerst einen Maßnahmenplan für die Seite.
Somit beruht die Verbesserung auf einem geordneten Plan, nicht auf Zufall. Was eine solche Prüfung umfasst, lesen Sie unter Google Ads Betreuung und Leistungen.
Ist es klüger, die Qualität zu verbessern oder die Gebote zu erhöhen?
Beides ergänzt sich, aber die Reihenfolge unterscheidet sich. Verbessern Sie zuerst die Qualität, passen Sie dann bei Bedarf das Gebot an. Ein höheres Gebot hebt die Kosten sofort, Qualitätsarbeit dagegen bringt dauerhaften Nutzen.
Zum Beispiel kann eine Anzeige mit hohem Gebot auf der ersten Seite stehen und wegen einer schwachen Seite dennoch kaum konvertieren. Dann vergrößert ein höheres Gebot die Verschwendung. Erst die Seite zu verbessern, stoppt sie.
Auch automatische Gebotsstrategien hängen mit der Qualität zusammen. Konkret helfen Ihnen bei der Wahl die Budgetplanung und ein Blick in die Analyse des Suchbegriffe Berichts.
Halten Sie bei der Aufteilung Ihres Aufwands diese Reihenfolge ein: Struktur, dann Text, dann Seite und zuletzt Gebote. So beginnen Sie mit der günstigsten und dauerhaftesten Verbesserung.




