Website erstellen lassen: Was Sie dem Webdesigner vorab liefern

Kurze Antwort
Was müssen Sie vorbereiten, wenn Sie eine Website erstellen lassen?
Wenn Sie eine Website erstellen lassen, brauchen Sie sieben Dinge: Logodateien, Markenfarben, Seitentexte, Fotos, eine Leistungsliste oder Produktliste, Zugang zu Domain und Hosting sowie Beispielseiten. Liegt dieses Paket bereit, wird das Angebot genauer, der Zeitplan hält, und das Design entsteht mit echten Inhalten.
Dieser Leitfaden zeigt, in welcher Form Sie jeden Punkt liefern sollten. Außerdem finden Sie darin eine ausfüllbare Vorbereitungstabelle zum Kopieren. Das Briefing ist dagegen ein eigenes Dokument, das Ziele und Umfang beschreibt. Dazu lesen Sie am besten unseren Beitrag Webdesign Briefing erstellen. Hier geht es nur um das Material, das Sie übergeben.
Wie wirkt sich fehlende Vorbereitung auf das Projekt aus?
Fehlende Vorbereitung zeigt sich selten im Design, sondern fast immer im Warten. Zum Beispiel baut der Designer die Startseite mit Platzhaltertext, weil die Leistungstexte noch fehlen. Dann kommt der echte Text, die Überschrift läuft über zwei Zeilen, und die Gestaltung muss noch einmal angepasst werden.
In der Praxis sehen wir vor allem diese drei Verzögerungen:
- Niemand weiß, in wessen Konto die Domain liegt, deshalb beginnt die Suche erst am Tag des Livegangs.
- Das Logo kommt als kleines Bild aus den sozialen Medien.
- Verschiedene Personen schicken zu verschiedenen Zeiten verschiedene Meinungen.
Keines dieser Probleme ist technisch schwierig. Trotzdem kostet jedes davon Tage und manchmal Wochen. Vorbereitung ist also kein Gefallen für Ihren Designer, sondern schützt Ihr eigenes Budget und Ihren Zeitplan. Zudem erhalten gut vorbereitete Firmen meist klarere Angebote, denn die Gegenseite muss keine Unsicherheit einpreisen.
Welche Logodateien sollten Sie bereithalten?
Am wertvollsten ist die Vektordatei Ihres Logos: SVG, AI, EPS oder ein PDF mit Vektordaten. Eine Vektordatei bleibt in jeder Größe scharf, daher funktioniert sie im kleinen Menü ebenso wie auf einem großen Bildschirm. Zusätzlich hilft eine PNG Datei mit transparentem Hintergrund.
Fehlt die Vektordatei, fragen Sie die Person, die das Logo entworfen hat, oder Ihre Druckerei. In der Praxis bewahren Druckereien diese Datei oft auf. Finden Sie sie gar nicht, muss das Logo eventuell neu gezeichnet werden. Sagen Sie das vor dem Angebot, denn so vermeiden Sie spätere Überraschungen bei den Kosten.
- Liefern Sie horizontale und gestapelte Fassungen, falls vorhanden.
- Ergänzen Sie eine weiße oder einfarbige Fassung für dunkle Hintergründe.
- Halten Sie eine quadratische Fassung nur mit dem Symbol bereit, denn das Favicon braucht sie.
Google verlangt in den Favicon Richtlinien ein quadratisches Format und empfiehlt eine Quelle, die größer als 48 Pixel ist. Einen langen Schriftzug einfach zu verkleinern reicht deshalb nicht. Sie brauchen also eine eigene Symbolfassung, die auch sehr klein noch lesbar bleibt.
Woher bekommen Sie Markenfarben und Schriftarten?
Haben Sie ein Markenhandbuch, erledigt eine einzige Datei diesen Punkt. Andernfalls fragen Sie Ihre Druckerei nach den Farbwerten Ihrer Visitenkarten und Prospekte. Allerdings sieht ein CMYK Wert am Bildschirm oft anders aus, deshalb sollte der Designer die passende HEX Entsprechung gemeinsam mit Ihnen auswählen.
Bei Schriften gibt es zudem eine ähnliche Hürde. Ihre Druckschrift benötigt womöglich eine eigene Lizenz für das Web. Nennen Sie also den Namen der Schrift, klären Sie die Lizenz und akzeptieren Sie im Zweifel eine ähnliche Alternative.
Neben der Optik zählt vor allem die Lesbarkeit. Hellgrauer Text auf Weiß wirkt elegant, doch viele Besucher lesen ihn nur mit Mühe. Bevor Sie Markenfarben für Text und Schaltflächen festlegen, testen Sie diese mit unserem Kontrastrechner. So erkennen Sie schon vor dem Entwurf, welche Farbe wo Probleme bereitet.
Gar kein Erscheinungsbild vorhanden? Auch das ist machbar. Notieren Sie zwei oder drei Farben und ein paar Worte zum gewünschten Ton, etwa „seriös, schlicht, warm“. Der Designer findet damit eine Richtung, und zugleich klären Sie, ob die Markenarbeit zum Angebot gehört.
Welche Texte brauchen Sie, um eine Website erstellen lassen zu können?
Texte verzögern Projekte am häufigsten, weil Unternehmer sie gern bis zuletzt aufschieben. Dabei ist die Menge begrenzt, und ein Rohentwurf genügt völlig. Zunächst brauchen Sie richtige Informationen, keine perfekten Sätze.
- Firmenprofil: seit wann es Sie gibt, was Sie tun und für wen.
- Kurzbeschreibung jeder Leistung: Inhalt, Zielgruppe und Ablauf.
- Häufige Kundenfragen samt Ihren echten Antworten.
- Kontaktdaten: Adresse, Telefon, E-Mail, Öffnungszeiten und Einsatzgebiet.
- Referenzen, Zertifikate und Mitgliedschaften, die Sie veröffentlichen dürfen.
Schon das Einsprechen ins Telefon und anschließende Abtippen ist ein guter Anfang. Schreiben Sie dann so, wie Sie es einem Kunden am Telefon erklären. Ein Texter oder das Designteam überarbeitet das später, doch Ihr Fachwissen kann niemand von Grund auf erfinden.
Was tun, wenn Sie die Texte nicht selbst schreiben können?
Dass Sie kein geübter Texter sind, stoppt Ihr Projekt nicht. Sie müssen es nur am Anfang sagen. Texterstellung ist in vielen Angeboten ein eigener Posten, und ein späterer Nachtrag verändert Zeitplan und Budget. Fragen Sie deshalb direkt nach, ob Textunterstützung enthalten ist.
Kommen Firmen mit Rohinformationen zu uns, bereiten wir meist kurze Fragen vor und formen die Antworten zu Seitentexten um. Die letzte Freigabe bleibt trotzdem bei Ihnen, denn für Zusagen zu Preisen, Garantien und Fristen tragen Sie die Verantwortung. Zu kleinen, aber wirksamen Texten wie Schaltflächen und Formularen lesen Sie am besten unseren Beitrag UX Writing und Mikrotexte.
Wirkt die Liste überwältigend oder wissen Sie nicht, welche Punkte wirklich zählen, hilft ein Team, das den Ablauf mit Ihnen gemeinsam steuert. Unser Angebot für professionelles Webdesign zeigt, welche Aufgaben wir übernehmen. Fehlendes Material planen wir dann einfach in das Projekt ein.
Worauf sollten Sie bei Fotos achten?
Stellen Sie bei jedem Foto zwei getrennte Fragen: Reicht die Qualität, und dürfen Sie das Bild nutzen? Ein scharfes Handyfoto aus der Werkstatt schafft oft mehr Vertrauen als ein Stockbild, das jeder kennt. Unscharfe, dunkle oder beschriftete Bilder ziehen eine Website dagegen nach unten.
Auch Google betont in seinen Hinweisen zu Bildern, dass scharfe und klare Fotos Nutzern gefallen und in den Suchergebnissen besser wirken. Schicken Sie daher möglichst Originaldateien, denn Messenger verkleinern Bilder meist. Ein gemeinsamer Ordner ist der bessere Weg.
- Trennen Sie Fotos von Betrieb, Team, Produktion und Produkten in eigene Ordner.
- Klären Sie Nutzungsrechte für das Web schriftlich mit Ihrem Fotografen.
- Verzichten Sie auf Bilder aus der Suchmaschine, weil Rechteinhaber Sie abmahnen können.
- Holen Sie die Einwilligung von Mitarbeitenden und Kunden ein, deren Gesichter zu sehen sind.
Für die Entscheidung über ein neues Shooting hilft unser Vergleich professionelle Fotos statt Stockfotos. Dieser Abschnitt ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Wie ordnen Sie Ihre Leistungen und Produkte?
Die Leistungsliste bestimmt das Gerüst der Website, denn sie entscheidet darüber, welches Angebot eine eigene Seite erhält. Ersetzen Sie deshalb allgemeine Sätze wie „wir machen alles“ durch eine klare Liste mit einer Leistung pro Zeile.
Sortieren Sie die Liste nach Wichtigkeit und notieren Sie zu jeder Zeile zwei Dinge: wie profitabel die Arbeit ist und wie oft Sie sie verkaufen. Genaue Zahlen sind nicht nötig, denn „hoch“, „mittel“ und „niedrig“ genügen. Somit ist die Frage, was auf die Startseite gehört, schnell geklärt.
Verkaufen Sie Produkte, ist eine Tabelle unverzichtbar. Legen Sie Spalten für Produktname, Kurzbeschreibung, Kategorie, Variante, Artikelnummer und Dateiname des Bildes an. Beispielszenario: Tragen Hunderte Bilder Namen wie „produkt1“ und „produkt2“, wird die Zuordnung zur eigenen Aufgabe. Nutzen Sie dagegen die Artikelnummer als Dateinamen, läuft der Import viel leichter.
Markieren Sie außerdem Leistungen, die Sie nicht mehr anbieten möchten. Eine Seite für unrentable Arbeit zieht nur falsche Anfragen an. Kennzeichnen Sie zudem saisonale Angebote, damit der Designer eine Struktur baut, in der Sie diese hervorheben und wieder zurücknehmen können.
Warum ist der Zugang zu Domain und Hosting am wichtigsten?
Der Zugang zu Domain und Hosting entscheidet darüber, ob ein fertiges Design überhaupt online gehen kann. Fehlt er, blockiert das Projekt am letzten Tag. Brauchen Sie eine neue Domain, schicken Sie zunächst Ihre Namensideen. Dabei hilft unser Beitrag Domain auswählen und Domainnamen finden.
Besitzen Sie bereits eine Domain, sammeln Sie diese Angaben an einem Ort:
- Bei welchem Anbieter Sie die Domain gekauft haben und wer die Zugangsdaten hat.
- Wann sie abläuft und ob die automatische Verlängerung aktiv ist.
- Wo das Hosting liegt und wer das Kundenmenü öffnen kann.
- Ob die geschäftlichen Mails auf demselben Konto laufen oder bei einem anderen Dienst.
Vor allem der letzte Punkt verdient Aufmerksamkeit. Ändern Sie Domaineinstellungen, ohne Ihre E-Mail Einträge zu kennen, kann die Post ausbleiben. Sichern Sie daher vor jeder Änderung die bestehenden Einträge. Müssen Sie ein Passwort teilen, nutzen Sie einen Passwortmanager statt einer normalen E-Mail und ändern Sie das Passwort nach Projektende.
Auf wessen Namen sollte die Domain laufen?
Die Domain sollte auf Sie oder Ihre Firma registriert sein, und auch das Konto sollte unter Ihrer Kontrolle stehen. Eine Domain auf den Namen einer Agentur oder eines früheren Designers macht ernsthafte Schwierigkeiten, sobald die Zusammenarbeit endet. Prüfen Sie den Inhaber deshalb vor dem Projektstart.
Die Transfer Policy von ICANN sichert Inhabern generischer Domains zu, ihre Registrierung zwischen Anbietern wechseln zu können. Zudem müssen Anbieter einen eindeutigen Autorisierungscode oder passende Werkzeuge bereitstellen. Für .de Domains und andere Länderendungen gelten jedoch eigene Regeln, also prüfen Sie den aktuellen Ablauf bei Ihrem Anbieter.
Liegt der Zugang noch beim früheren Dienstleister, kümmern Sie sich früh darum, denn das Tempo hängt oft von ihm ab. Die Schritte beschreiben wir unter Website und Domain von der Agentur zurückholen. Auch hier gilt: allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
Welche Zugänge der alten Website brauchen Sie?
Handelt es sich um einen Relaunch, sichern Sie die Daten der alten Website vor dem neuen Entwurf. Gehen Besucherzahlen, Seitenadressen und Messdaten verloren, kann die Erneuerung Sie zurückwerfen. Bereiten Sie deshalb neben dem Passwort auch den Zugang zur Analyse vor.
- Berechtigungen für Google Search Console und Google Analytics.
- Der Nutzer, dem Google Unternehmensprofil und Werbekonten gehören.
- Das Adminmenü der Website und eine aktuelle Sicherung der Datenbank.
- Eine Liste angebundener Dienste, etwa Formulare, Livechat oder Terminbuchung.
Danach listen Sie die Seiten auf, die Besucher bringen. Diese Liste zeigt, welche Seiten bleiben und welche Sie zusammenführen. Mehr zur Planung finden Sie unter Content Migration beim Website Relaunch. Auch der SEO Startleitfaden von Google empfiehlt aussagekräftige Adressen, damit gehört diese Entscheidung ebenfalls zur Vorbereitung.
Wie wählen Sie passende Beispielseiten aus?
Beispielseiten sind die schnellste gemeinsame Sprache zwischen Ihnen und dem Designer. Sagen Sie nur „modern“, stellt sich jeder etwas anderes vor. Drei Links beseitigen viel von dieser Unsicherheit. Allerdings genügt eine bloße Liste nicht, denn Sie sollten auch sagen, was Ihnen jeweils gefällt.
- Wählen Sie drei bis fünf Websites, möglichst eine aus Ihrer Branche.
- Schreiben Sie zu jeder einen Satz: Menü, Farbe, Fotos oder Seitenablauf.
- Fügen Sie eine Website hinzu, die Ihnen missfällt, denn auch das gibt Orientierung.
- Nennen Sie Wettbewerber getrennt und notieren Sie, wie Sie sich abheben möchten.
Beispielszenario: „Mir gefällt der Ablauf der Leistungsseite von Website A und die schlichte Fotografie von Website B, die bewegten Bildschirme von Website C möchte ich vermeiden.“ Dieser eine Satz leistet mehr als seitenlange Beschreibungen. Dennoch bleibt ein Beispiel nur eine Richtung und keine Kopiervorlage. Design, Text und Bilder sollten zu Ihnen gehören.
Was brauchen Sie für Impressum und Datenschutz?
Pflichtangaben hängen von Ihrem Unternehmen ab, deshalb kann der Designer sie nicht für Sie festlegen. Für Deutschland nennt § 5 DDG die allgemeinen Informationspflichten, unter anderem Name, Anschrift, E-Mail Adresse und je nach Fall Registerangaben sowie Umsatzsteueridentifikationsnummer.
Halten Sie daher Firmenname, Rechtsform, Vertretungsberechtigte, Anschrift und Registerdaten bereit. Notieren Sie außerdem, welche Daten Ihre Formulare erfassen und wozu. Lassen Sie den finalen Text von einer fachkundigen Person prüfen. Zur technischen Seite empfehlen wir den Beitrag datenschutzkonforme Website nach DSGVO.
Dieser Abschnitt ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Riskant ist auch das Kopieren fremder Vorlagen, denn solche Texte beschreiben die Datenflüsse einer anderen Firma. Folglich würde Ihre Website womöglich Dinge zusagen, die gar nicht zu Ihrer Arbeit passen.
Wer gibt die Arbeit frei?
Die frühe Benennung der entscheidenden Person ist genauso wichtig wie das Material. In Familienbetrieben und Partnerschaften bringt jede Feedbackrunde sonst eine neue Richtung. Dann kommt das Design nicht voran, sondern verändert sich bloß. Das Projekt braucht daher eine Ansprechperson und eine letzte Freigabe.
Diese Person sammelt auch die Meinungen aller anderen und schickt sie gebündelt in einer Liste. Prüfen Sie zudem, wie viele Korrekturschleifen das Angebot enthält, und vereinbaren Sie einen festen Termin für Rückmeldungen. Eine Antwort jeden Dienstag bis zum Mittag schützt das Projekt zum Beispiel vor überraschenden Pausen.
Sprechen Sie beim Feedback über Ziele statt über persönlichen Geschmack. „Diese Farbe mag ich nicht“ führt nirgendwohin, während „unsere älteren Kunden können diesen kleinen Text nicht lesen“ zu einer Lösung führt. Schließlich arbeitet die Website für Ihre Besucher, also sollten sie der Maßstab sein.
Stellen Sie außerdem sicher, dass die zuständige Person während des Projekts erreichbar bleibt. Plant jemand eine Reise oder steht die Hauptsaison bevor, wird der Zeitplan riskant. Übertragen Sie die Befugnis dann rechtzeitig an jemand anderen und informieren Sie das Team.
Wie sammeln Sie Bewertungen und Referenzen?
Vertrauenselemente gehören zu den wirksamsten Teilen einer Website, trotzdem verschieben viele Firmen sie auf den letzten Tag. Das Sammeln dauert jedoch, weil die andere Seite antworten und zustimmen muss. Beginnen Sie deshalb vor dem Projektstart und nicht erst währenddessen.
- Bitten Sie zufriedene Kunden um eine kurze schriftliche Stellungnahme.
- Holen Sie die klare Erlaubnis ein, Namen, Position und Firma zu nennen.
- Fragen Sie für jedes Kundenlogo gesondert nach.
- Legen Sie aktuelle Kopien von Zertifikaten und Mitgliedschaften in Ihren Ordner.
Ehrlichkeit ist dabei vor allem eine Pflicht. Erfundene Bewertungen oder das Logo einer Marke, für die Sie nie gearbeitet haben, zerstören Vertrauen und bringen zudem rechtliche Risiken. Sind Sie neu am Markt, stellen Sie stattdessen Ihren Ablauf, Ihre Garantiebedingungen und ein echtes Teamfoto heraus. So schaffen Sie Glaubwürdigkeit, ohne etwas vorzutäuschen.
Welche Angaben brauchen Sie zusätzlich für den Onlineverkauf?
Der Onlineverkauf verlängert die Vorbereitungsliste deutlich. Eine Produktseite allein reicht nicht, denn auch Zahlung, Versand und Rückgabe verlangen Entscheidungen. Nennen Sie den Verkauf deshalb schon in der Angebotsphase, weil sich der Umfang stark ändert.
- Zahlungsanbieter und Stand Ihres Antrags.
- Versanddienstleister, Lieferbedingungen und Liefergebiete.
- Bedingungen für Rückgabe, Umtausch und Widerruf.
- Ablauf der Rechnungsstellung und eingesetzte Buchhaltungssoftware.
- Der Ort, an dem Sie den Lagerbestand pflegen.
Zahlungsanbieter verlangen in der Regel Firmenunterlagen, und die Prüfung braucht Zeit. Stellen Sie den Antrag daher zu Projektbeginn und nicht erst nach Fertigstellung. Lassen Sie außerdem Rückgabetexte und Lieferbedingungen von Steuerberater und Rechtsberatung prüfen, und vergleichen Sie aktuelle Pflichten mit offiziellen Quellen.
Was gehört zur Vorbereitung einer mehrsprachigen Website?
Planen Sie mehrere Sprachen, sagen Sie das gleich zu Beginn. Eine mehrsprachige Struktur beeinflusst Layout, Menüs und sogar die Domainentscheidung. Eine später ergänzte Sprache bedeutet meist mehr Arbeit als eine von Anfang an geplante. Die technische Seite behandeln wir unter mehrsprachige Website und SEO.
Halten Sie zunächst fest, welche Sprache welchen Markt bedient. Danach legen Sie fest, wer die Texte schreibt und wer sie zuletzt prüft. Eine reine Maschinenübersetzung ist riskant, vor allem bei Produkten und Verträgen, wo ein kleiner Fehler große Missverständnisse auslöst.
Übersetzen bedeutet also mehr als Wörter tauschen. Für eine türkische oder englische Fassung gelten womöglich andere Pflichtangaben als für die deutsche. Kurze Wörter werden in anderen Sprachen zudem oft länger, deshalb sollte der Designer Schaltflächen und Menüs auf die längste Sprache auslegen. Dafür braucht er frühzeitig Beispieltexte von Ihnen.
Wie nutzen Sie die ausfüllbare Vorbereitungstabelle?
Kopieren Sie die folgende Tabelle in eine Tabellendatei, füllen Sie die Spalte Status aus und senden Sie sie mit Ihrer Angebotsanfrage. Die Gegenseite sieht dann sofort, was bereitliegt und was fehlt, und plant realistischer. Tragen Sie in die Spalte Zuständig eine echte Person ein, denn ein allgemeiner Eintrag wie „die Firma“ nützt nichts.
| Material | Erwartetes Format | Zuständig | Status |
|---|---|---|---|
| Logo | SVG oder AI, transparentes PNG, quadratisches Symbol. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Markenfarben und Schriften | Markenhandbuch oder Farbwerte. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Seitentexte | Bearbeitbares Dokument, Rohentwurf genügt. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Fotos | Originaldateien, in Ordnern sortiert. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Leistungen oder Produkte | Tabelle nach Wichtigkeit. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Domainzugang | Anbieter, Inhaber der Zugangsdaten, Ablaufdatum. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Hosting und E-Mail | Inhaber des Kundenmenüs, E-Mail Dienst. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Beispielseiten | Link und ein Satz als Notiz. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Pflichtangaben | Firma, Anschrift, Notizen zur Datenverarbeitung. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
| Letzte Freigabe | Name, Telefon, Antworttag. | Ausfüllen. | Bereit oder fehlt. |
Noch nützlicher wird die Tabelle außerdem mit Terminen. Ergänzen Sie dafür eine fünfte Spalte mit dem Zieldatum jedes Punktes. Der Designer plant dann nach diesen Daten, und Sie sehen sofort, wie eine Verzögerung den Ablauf verschiebt.
Wie übergeben Sie die Dateien an den Designer?
Die Übergabe zählt genauso viel wie das Material selbst. Verstreute Chatnachrichten bedeuten verlorene Dateien und komprimierte Bilder. Eröffnen Sie stattdessen einen gemeinsamen Ordner, schicken Sie den Link und legen Sie jede neue Datei dort ab.
Zum Beispiel können Sie den Ordner so gliedern:
- 01 Logo und Markenauftritt.
- 02 Texte, pro Seite ein Dokument.
- 03 Fotos mit Unterordnern.
- 04 Tabelle zu Leistungen und Produkten.
- 05 Pflichtangaben und Unterlagen.
- 06 Notizen zu Beispielseiten.
Passwörter gehören nicht in diesen Ordner. Teilen Sie Zugangsdaten stattdessen getrennt und sicher. Verwenden Sie zudem klare Dateinamen, also ein Datum oder den Seitennamen statt „final_final_neu“. Möchten Sie Bilder selbst verkleinern, nutzen Sie unser Werkzeug Bild verkleinern, bewahren Sie aber immer das Original auf. Der LCP Leitfaden von web.dev erklärt nämlich, wie stark Größe und Format die Ladezeit beeinflussen, und diese Entscheidung fällt in der Designphase.
Welche Lücken verhindern den Projektstart nicht?
Sie müssen nicht die komplette Liste abgeschlossen haben, bevor Sie anfangen. Einige Punkte laufen parallel, andere klären Sie besser vorher. Wichtig ist nur, dass Sie die Lücken kennen, also nennen Sie sie in der Angebotsphase offen.
- Ein Fotoshooting kann während des Designs stattfinden, und das bekannte Layout erleichtert es sogar.
- Texte beginnen als Rohentwurf und reifen im Verlauf.
- Eine Logoüberarbeitung sollte vor dem Design enden, weil die Farben davon abhängen.
- Der Domainzugang muss am Anfang feststehen und nicht erst am Tag des Livegangs.
Beispielszenario: Ein kleiner Dienstleister startet mit Logo und Leistungsliste, ergänzt die Texte durch Antworten auf die Fragen des Designers und bucht den Fotografen, sobald das Layout steht. Diese Reihenfolge funktioniert oft besser als das Warten auf alles. Kurz gesagt: Das Ziel ist kein perfektes Paket, sondern sichtbare und gesteuerte Lücken.
Welche Fehler passieren bei der Vorbereitung am häufigsten?
Der häufigste Fehler ist die Diskussion über Optik, bevor das Material feststeht. Ohne Inhalt schweben Gespräche über Farbe und Aufbau in der Luft. Ebenso schädlich ist das Kopieren von Wettbewerbertexten. Das hilft weder rechtlich noch bei SEO, denn auch Google rät zu eigenen Inhalten.
- Ein unscharfes Logo aus den sozialen Medien schicken.
- Den Domainzugang beim früheren Designer lassen und erst zuletzt nachfragen.
- Die Frage nach der Freigabe offenlassen.
- Alle Leistungen aufzählen und dem Designer die Prioritäten überlassen.
- Bilder mit unklaren Rechten verwenden.
Diese Fehler haben eines gemeinsam: Am Anfang wirken sie klein, später werden sie teuer. Ein gründlicher Durchgang durch diese Liste lohnt sich also, denn er erspart Ihnen womöglich wochenlanges Hin und Her. Unterschätzen Sie die Vorbereitung deshalb nicht, nur weil sie wenig glamourös wirkt.
Was klären Sie vor dem Angebot, wenn Sie eine Website erstellen lassen?
Ergänzen Sie Ihre Materialliste vor der Anfrage um drei Sätze: wofür die Website da ist, für wen sie arbeitet und welche Handlung sie auslösen soll. Wer mit diesen Antworten eine Website erstellen lassen will, erhält vergleichbare Angebote, weil alle dieselbe Arbeit kalkulieren.
Schicken Sie danach dieselbe Liste an mehrere Anbieter und vergleichen Sie den Umfang. Fragen Sie konkret nach, ob Text, Fotografie, weitere Sprachen, Onlineverkauf und Wartung enthalten sind. Beim Lesen der Antworten hilft unser Beitrag Webdesign Angebote vergleichen.
Lassen Sie sich außerdem schriftlich bestätigen, dass Dateien, Domain und Adminzugang nach Projektende Ihnen gehören. Diese Klausel gewinnt später an Wert, selbst wenn die Zusammenarbeit heute völlig problemlos wirkt.
Wie sieht die letzte Checkliste aus, bevor Sie eine Website erstellen lassen?
Gehen Sie diese Liste schließlich vor dem Versand ein letztes Mal durch. Nicht jeder Punkt muss erledigt sein, aber Sie sollten den Stand jedes einzelnen kennen.
- Vektorlogo und quadratisches Symbol gefunden.
- Farbwerte und Schriftname notiert.
- Leistungen oder Produkte nach Wichtigkeit sortiert.
- Seitentexte zumindest als Rohentwurf geschrieben.
- Originalfotos gesammelt und Nutzungsrechte geprüft.
- Domaininhaber und Ablaufdatum bestätigt.
- Hosting und E-Mail Dienste aufgelistet.
- Beispielseiten mit kurzen Notizen festgehalten.
- Letzte Freigabe benannt.
Steht die Liste, folgt die Angebotsanfrage. Gern können Sie sie auch uns schicken. Wenn Sie Ihre Firmenwebsite erstellen lassen möchten, ergänzen wir fehlendes Material gemeinsam mit Ihnen, klären den Umfang und erstellen ein schriftliches Angebot. Gehen Sie lieber allein weiter, beschleunigt diese Liste die Arbeit mit jedem Team.



