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Rückrufformular auf der Website: Steigert es wirklich die Conversion?

Talha Aslan 18 Minuten Lesezeit 2 Aufrufe

Kurze Antwort

Was ist ein Rückrufformular und steigert es wirklich die Conversion?

Ein Rückrufformular ist ein kleines Formular mit Name, Telefonnummer und optional einem Wunschzeitraum, damit Ihr Team den Besucher zurückruft. Bei Leistungen, die im Gespräch verkauft werden, kann es die Conversion steigern. Die Wirkung hängt allerdings von Reaktionszeit, Feldanzahl und Vertrauen ab, deshalb sollten Sie sie messen.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Ein Rückrufformular ist ein kurzes Formular, in dem Besucher Namen und Telefonnummer hinterlassen und um einen Rückruf bitten. Richtig umgesetzt, bringt es bei beratungsintensiven Leistungen oft mehr Anfragen. Allerdings wirkt es nicht auf jeder Website gleich. In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team, was wir in der Praxis sehen, von der Feldanzahl bis zur Messung.

Kurz gesagt: Das Formular ist kein Wundermittel. Zum Beispiel möchten manche Besucher gerade nicht anrufen. Sie sitzen vielleicht in einem Meeting, sind unterwegs oder surfen nach Feierabend. Für sie bietet das Formular einen stillen Weg. Andererseits schadet ein verspäteter oder verpasster Rückruf dem Vertrauen. Daher lautet die bessere Frage nicht „Brauchen wir ein Formular?“, sondern „Können wir in der versprochenen Zeit zurückrufen?“

In der Praxis sehen wir Folgendes. Direkt anrufen, eine Nachricht schreiben und ein Formular ausfüllen sprechen unterschiedliche Besuchertypen an. Ein Rückrufformular erreicht Menschen, die ungern anrufen, aber auch keinen langen Text schreiben wollen. Fehlt diese Zielgruppe auf Ihrer Website, bleibt der Effekt klein. Deshalb empfehlen wir: zuerst die Zielgruppe, dann das Formular.

Für welche Unternehmen lohnt sich ein Rückrufformular besonders?

Rückrufwünsche spielen ihre Stärke aus, wenn Preis oder Umfang erst im Gespräch klar werden. Zum Beispiel passen Renovierung, Handwerk, Bildungsträger, Versicherungsmakler, B2B-Zulieferer und Beratung gut zu diesem Muster. Dort möchten Besucher vor einer Entscheidung mit einem Menschen sprechen. Bei einfachen Produkten, die man in den Warenkorb legt und sofort kauft, ist das Formular dagegen oft ein unnötiger Zwischenschritt.

  • Leistungen, deren Preis von einem Termin vor Ort oder einem Aufmaß abhängt.
  • Zielgruppen, die vor der Entscheidung mehrere Fragen stellen.
  • Websites, deren Besucher meist mobil und während der Arbeitszeit kommen.
  • Unternehmen mit einem Vertriebsteam oder Supportteam, das am selben Tag reagieren kann.

Der Nutzen sinkt allerdings, wenn niemand regelmäßig ans Telefon geht. Er sinkt ebenso, wenn Ihre Aufträge über schriftliche Angebote laufen oder Besucher aus anderen Zeitzonen kommen. Dann sind E-Mail oder ein Messenger oft sinnvoller. Anders gesagt: Die Entscheidung hängt weniger von der Branche ab als von Ihrer Kapazität für Rückrufe.

Worin unterscheidet sich ein Rückrufformular vom klassischen Kontaktformular?

Beide Formulare sammeln zunächst Anfragen. Sie verlangen jedoch unterschiedlich viel Aufwand und wecken unterschiedliche Erwartungen an Ihre Antwort. Die Tabelle fasst den Unterschied zusammen. Formulare für Termine, Angebote und Demos behandeln wir ausführlich in unserem Beitrag Formulare für Termin, Angebot und Demo optimieren.

KriteriumRückrufformularKlassisches KontaktformularAnrufbutton
Feldanzahl2 bis 3 Felder4 bis 7 FelderKeine Felder
Aufwand für NutzerSehr geringMittelGering, aber Gespräch sofort nötig
Erwartete AntwortTelefonisch, recht baldPer E-Mail, flexiblerSofort
Aufwand im TeamGeplante RückrufeSchriftliche AntwortenJemand muss erreichbar sein
Passt zuBeratungsintensiven LeistungenAusführlichen Anfragen, Dateien, BriefingsDringenden Aufträgen während der Geschäftszeit
MessungAbsendung und Ergebnis des RückrufsAbsendungKlicks und Gesprächsdauer

Die Tabelle zeigt vor allem eines. Das Rückrufformular ist eine Brücke zwischen Direktanruf und Kontaktformular. Daher funktioniert es auf den meisten Websites besser, alle drei Wege in einem ruhigen Layout anzubieten, statt einen gegen den anderen zu tauschen.

Wie viele Felder braucht ein Rückrufformular?

Unser Ausgangspunkt sind zwei Pflichtfelder: Name und Telefonnummer. Ein Wunschzeitraum kommt als drittes, optionales Feld dazu. Jedes weitere Feld verlangt nämlich eine zusätzliche Entscheidung, deshalb hat es seinen Preis. Wie die Feldanzahl die Conversion beeinflusst, erklären wir im Beitrag über kognitive Belastung und Formularfelder. Hier geht es nur um das, was speziell für Rückrufe gilt.

Ein E-Mail Feld ist meist überflüssig, denn Sie antworten ohnehin telefonisch. Das Themenfeld kann zudem eine kurze Auswahl mit höchstens drei Optionen sein statt Freitext. Konkret funktionieren etwa „Preisinfo“, „Termin“ und „Sonstiges“ gut. Somit startet die anrufende Person vorbereitet, und der Besucher muss nichts tippen.

  • Pflicht: Name, als ein einziges Feld ohne Trennung von Vorname und Nachname.
  • Pflicht: Telefonnummer.
  • Optional: Wunschzeitraum.
  • Optional: kurze Themenauswahl.

Wünscht Ihr Vertrieb mehr Details, fragen Sie diese im Gespräch ab, nicht im Formular. Das Rückrufformular öffnet also nur die Tür. Die Details gehören ins Gespräch.

Wie gestalten Sie das Telefonfeld richtig?

Das Telefonfeld ist das Herz des Formulars, deshalb passieren hier die meisten Fehler. Kennzeichnen Sie das Feld als Telefoneingabe, dann zeigen Mobilgeräte eine Zifferntastatur. Außerdem hilft der passende Autocomplete Wert, damit der Browser eine gespeicherte Nummer vorschlägt. Die MDN Referenz zu autocomplete definiert „tel“ für die vollständige Telefonnummer und „name“ für den vollständigen Namen.

Seien Sie dann beim Format nicht streng. Menschen tippen Nummern mit Leerzeichen, führender Null oder Ländervorwahl. Diese Unterschiede bereinigen Sie im Hintergrund, statt dem Nutzer ein Muster aufzuzwingen. Zum Beispiel sollte eine Eingabemaske eingefügte Nummern nicht zerstören. Erhalten Sie internationale Anfragen, bieten Sie zudem eine schlichte Liste der Ländervorwahlen an.

Halten Sie außerdem die Beschriftung sichtbar. Ein Platzhalter „Telefon“ verschwindet, sobald jemand zu tippen beginnt. Setzen Sie die Beschriftung dauerhaft über das Feld. Ein Beispielformat zeigen Sie dann in einer kleinen Hinweiszeile darunter.

Warum ist die Auswahl eines Wunschzeitraums so wichtig?

Der Wunschzeitraum löst das größte Problem beim Rückruf: die Nichterreichbarkeit. Vielleicht hat der Besucher das Formular zwischen zwei Terminen ausgefüllt. Rufen Sie zehn Minuten später an und er kann nicht abnehmen, kühlt die Anfrage ab. Deshalb gibt die Frage „Wann dürfen wir anrufen?“ dem Nutzer Kontrolle und Ihrem Team einen Plan.

Halten Sie die Optionen deshalb schlicht. Statt eines Kalenders mit Minutenangaben genügen drei oder vier Zeitfenster. Zum Beispiel decken „So bald wie möglich“, „Vormittags“, „Nachmittags“ und „Früher Abend“ die meisten Fälle ab. Bei Anfragen nach Feierabend ist es ehrlich, „So bald wie möglich“ auszublenden oder in „Am nächsten Werktag früh“ umzubenennen.

  1. Richten Sie die Zeitfenster nach Ihren echten Arbeitszeiten aus.
  2. Arbeiten Sie am Wochenende nicht, sagen Sie das im Optionstext.
  3. Übernehmen Sie das gewählte Zeitfenster in die Benachrichtigung ans Team.
  4. Planen Sie einen zweiten Versuch, falls im Zeitfenster niemand abnimmt.

Schließlich sollte dieses Feld kein Pflichtfeld sein. Wer es überspringt, meint meist „wann immer es passt“. Ein Pflichtfeld liefert nur einen weiteren Grund, das Formular abzubrechen.

Wie steuern Sie die Erwartung an die Reaktionszeit?

Sagen Sie direkt über dem Formular oder unter dem Button, wann Sie anrufen. Ein realistischer Satz wie „Während der Geschäftszeit rufen wir in der Regel zeitnah zurück“ nimmt Unsicherheit. Versprechen Sie allerdings nie eine Zeit, die Sie nicht halten können. Eine gebrochene Zusage kostet mehr Vertrauen als gar keine Zeitangabe.

Zudem sollte sich die Botschaft nach Wochentag und Uhrzeit richten. Am Freitagabend „innerhalb weniger Minuten“ zu versprechen, führt in die Irre. Daher empfehlen wir eine Dankeseite, die die Geschäftszeiten berücksichtigt. Nach Feierabend ist zum Beispiel „Wir rufen Sie am Montag gleich morgens an“ die ehrlichere Aussage.

Legen Sie zudem ein internes Ziel fest. Wer ruft welche Anfrage zurück, und wie schnell? Ohne schriftliche Regel bleiben Anfragen im Posteingang liegen. Leiten Sie sie in ein CRM, wird die Nachverfolgung einfacher; die Einrichtung beschreiben wir im Beitrag CRM Anbindung der Website.

Wo platzieren Sie das Rückrufformular auf der Seite?

Die Platzierung für ein Rückrufformular folgt dem Moment der Entscheidung. Auf einer Leistungsseite ist ein Kasten direkt nach dem Preis oder Leistungsumfang oft sichtbarer als ein Formular ganz unten. Mobil kann ein kleiner, fixierter Button „Rückruf anfordern“ am unteren Bildschirmrand das Formular öffnen.

Das Formular überall einzubauen, ist allerdings ein Fehler. Overlays, die die Seite verdecken, behindern das Lesen, vor allem mobil. Wer nach der Nummer fragt, bevor der Besucher Ihr Angebot versteht, erreicht meist das Gegenteil. Also zeigen Sie das Formular so, dass es den Inhalt nicht unterbricht und sich öffnet, wenn der Nutzer es möchte.

  • Leistungsseite: nach Beschreibung und Preisinformation.
  • Mobil: ein kleiner, schließbarer Button am unteren Rand.
  • Kontaktseite: als dritte Option neben Anruf und E-Mail.
  • Kampagnenseite: im oberen Bereich, mit einem kurzen Nutzenversprechen.

Diese Entscheidungen planen wir von Anfang an im gesamten Seitenaufbau. Im Rahmen unseres Webdesign Angebots bauen wir Formular, Button und Tracking passend zu Ihrem tatsächlichen Vertriebsprozess.

Wie sollte sich das Formular auf dem Smartphone verhalten?

Mobile Besucher füllen das Formular oft mit einer Hand und in einem kurzen Moment aus. Deshalb ordnen wir die Felder in einer einzigen Spalte über die volle Breite an. Verdeckt die Tastatur den Button, glaubt der Nutzer vielleicht, er sei fertig, und verlässt die Seite. Testen Sie daher auf einem echten Telefon und prüfen Sie, ob der Button sichtbar bleibt.

Verkleinern Sie außerdem die Schrift nicht. Manche Browser zoomen beim Tippen in ein Feld mit kleiner Schrift hinein und verschieben das Layout. Zeigen Sie Zeitfenster als große, antippbare Optionen statt als Dropdown, dann wählt der Nutzer mit einem Fingertipp. Auch die Formularempfehlungen von web.dev betonen, dass der passende Eingabetyp die richtige Tastatur öffnet und das automatische Ausfüllen erleichtert.

  • Felder in einer Spalte über die volle Breite anordnen.
  • Prüfen, ob der Button bei geöffneter Tastatur sichtbar bleibt.
  • Zeitfenster als große, antippbare Optionen zeigen.
  • Bei langsamer Verbindung testen; der Button sollte reagieren.

Zuletzt deaktivieren Sie den Button kurz während des Absendens. Sonst tippt ein ungeduldiger Nutzer zweimal, und Ihr Team sieht dieselbe Person als zwei Anfragen.

Welche Formulierungen schrecken Besucher ab?

Vor allem kleine Wörter können große Sorgen auslösen. „Unser Vertriebsmitarbeiter meldet sich bei Ihnen“ klingt für manche nach einem aufdringlichen Verkaufsgespräch. Dagegen sagt „Wir rufen an, um Ihre Fragen zu beantworten“ dasselbe viel ruhiger. Menschen möchten wissen, was sie erwartet.

Vage Versprechen schwächen zudem das Vertrauen. Sätze wie „exklusive Angebote“ oder „bleiben Sie über Aktionen informiert“ deuten an, dass die Nummer noch anderen Zwecken dient. Ein Rückrufformular funktioniert mit einem einzigen, klaren Zweck besser. Konkret ist „Wir rufen Sie zur Preisfrage an“ eindeutig und ehrlich.

  • Vermeiden: „Unser Berater wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.“
  • Vermeiden: „Hinterlassen Sie Ihre Nummer für exklusive Deals.“
  • Besser: „Wir beantworten Ihre Frage kurz am Telefon.“
  • Besser: „Wir rufen einmal an, zu der Zeit, die Sie wählen.“

Versetzen Sie sich beim Schreiben in den Besucher. Was möchten Sie lesen, bevor Sie einer fremden Firma Ihre Nummer geben? Meist ist die Antwort ein kurzer, ruhiger Satz.

Was sollten Button und Überschrift sagen?

Zunächst sollte der Button sagen, was der Nutzer bekommt. „Absenden“ erklärt nichts. „Rufen Sie mich an“ oder „Rückruf anfordern“ beschreibt dagegen das Ergebnis. Die Überschrift braucht dieselbe Klarheit, etwa „Wir beantworten Ihre Fragen am Telefon“, damit der Zweck auf einen Blick erkennbar ist.

Eine kurze Vertrauenszeile unter dem Button funktioniert gut. Zum Beispiel beantwortet „Wir nutzen Ihre Nummer nur für diese Anfrage“ die häufigste Sorge. Diese Zeile ersetzt allerdings keine Datenschutzhinweise, sie fasst sie nur zusammen. Allgemeine Prinzipien finden Sie in unserem Beitrag mit Beispielen für CTA Buttons.

Bei Farbe und Größe ist Übertreibung unnötig. Gestalten Sie den Button passend zu den anderen Hauptbuttons der Seite. Die Tippfläche sollte breit genug für einen Daumen sein. So treffen Nutzer nicht versehentlich ein benachbartes Element.

Wie binden Sie Datenschutzhinweise und Einwilligung ein?

Eine Telefonnummer ist ein personenbezogenes Datum. Daher braucht das Formular einen sichtbaren Link zu Hinweisen, wer die Daten zu welchem Zweck verarbeitet. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Klären Sie den Inhalt der Hinweise und eine mögliche Einwilligungspflicht nach DSGVO bitte mit Ihrer Rechtsberatung.

Auf der Gestaltungsseite ist die Aufgabe einfach. Wir setzen einen kurzen Satz mit Link zu den Datenschutzhinweisen direkt über den Button. Möchten Sie Werbeanrufe tätigen oder Kampagnennachrichten senden, fragen Sie das über ein separates, nicht vorausgewähltes Kästchen ab. Den Rückrufwunsch an eine Werbeerlaubnis zu koppeln, verärgert Nutzer.

  1. Verlinken Sie die Datenschutzhinweise nahe am Button.
  2. Brauchen Sie eine Werbeeinwilligung, fragen Sie sie mit einem separaten, leeren Kästchen ab.
  3. Nutzen Sie die Daten nur für den Rückruf.
  4. Halten Sie Speicherdauer und Löschprozess intern schriftlich fest.

Cookies, Formulare und Datenflüsse der ganzen Website behandeln wir im Leitfaden zur datenschutzkonformen Website.

Was macht ein Rückrufformular barrierefrei?

Schon ein winziges Rückrufformular kann für Menschen mit Screenreader oder Tastatur eine Hürde sein. Das W3C Erfolgskriterium WCAG 3.3.2 Labels or Instructions verlangt für jedes Eingabeelement eine Beschriftung oder Anleitung. Das heißt: Jedes Feld braucht eine sichtbare Beschriftung, die auch im Code mit ihm verknüpft ist.

Die Tabulatorreihenfolge sollte logisch verlaufen: Name, Telefon, Zeitfenster, Einwilligung, Button. Das fokussierte Feld hebt sich sichtbar ab. Zeigen Sie Zeitfenster außerdem nicht nur als farbige Kästen, sondern geben Sie jeder Option einen Text. So kann auch jemand wählen, der Farben schlecht unterscheidet.

Barrierefreiheit zieht meist in dieselbe Richtung wie die Conversion. Ein Formular mit klaren Beschriftungen, großen Tippflächen und verständlichen Fehlertexten füllt jeder schneller aus. Den größeren Rahmen beschreibt unser Beitrag zur barrierefreien Website nach WCAG und BFSG.

Wie sollten Fehlermeldungen und Prüfung funktionieren?

Eine Fehlermeldung sagt also, was falsch ist und wie man es behebt. Das WCAG Kriterium 3.3.1 Error Identification verlangt, dass ein automatisch erkannter Fehler dem Nutzer in Textform beschrieben wird. Ein rot markiertes Feld allein reicht also nicht.

Prüfen Sie die Eingabe, wenn der Nutzer das Feld verlässt, nicht bei jedem Tastendruck. Wirkt eine Nummer zu kurz, genügt zum Beispiel ein ruhiger Hinweis unter dem Feld: „Die Nummer wirkt kurz, bitte prüfen Sie sie.“ Tritt beim Absenden ein Fehler auf, behalten Sie die Eingaben bei. Wer alles neu tippen muss, bricht am schnellsten ab.

Prüfen Sie die Daten zusätzlich auf dem Server, denn die Browserprüfung allein ist nicht zuverlässig. Diese Serverprüfung ist zugleich der erste Schritt gegen gefälschte Anfragen, um die es weiter unten geht.

Was sollten Nutzer nach dem Absenden sehen?

Nach dem Absenden sollte der Nutzer klar sehen, dass seine Anfrage angekommen ist und was als Nächstes passiert. „Danke, erhalten“ genügt nicht. „Wir rufen Sie heute Nachmittag von dieser Nummer an“ schafft dagegen eine klare Erwartung. Die Anzeige Ihrer Rufnummer hilft zudem, weil viele Menschen unbekannte Nummern ignorieren.

Außerdem zählt die Dankeseite für die Messung. Eine eigene Adresse oder ein eindeutiges Absendeereignis sorgt dafür, dass Ihr Analysetool die Conversion korrekt zählt. Wie Sie diese Seite gestalten, zeigt unser Beitrag zur Gestaltung der Dankeseite nach dem Formular. Ein Lesetipp für die Wartezeit ist erlaubt, solange er die Hauptbotschaft nicht überdeckt.

  • Eine klare Überschrift, die die Anfrage bestätigt.
  • Rückrufzeit und die Nummer, von der Sie anrufen.
  • Ein Direktanruf für dringende Fälle.
  • Ein Link zu hilfreichen Inhalten für die Wartezeit.

Wie reduzieren Sie Spam und falsche Nummern?

Kurze Formulare sind leider auch für Bots kurz. Mit der Zeit erhalten Rückrufformulare deshalb falsche Nummern und automatische Absendungen. Jeder Anruf bei einer falschen Nummer kostet Ihr Team Zeit und Motivation. Um zu filtern, ohne echte Nutzer zu stören, kombinieren Sie mehrere Ebenen.

  1. Fügen Sie ein verstecktes Honeypotfeld hinzu, das Menschen nie sehen.
  2. Fassen Sie wiederholte Anfragen derselben Nummer in kurzem Abstand zusammen.
  3. Prüfen Sie Länge und Ländervorwahl der Nummer auf dem Server.
  4. Nutzen Sie bei Bedarf eine unsichtbare Botprüfung.

Bilderrätsel sind deshalb das letzte Mittel, denn sie ermüden auch echte Nutzer. Details zum mehrstufigen Schutz finden Sie im Beitrag Kontaktformular Spam verhindern.

Wie leiten Sie Rückrufwünsche im Team weiter?

Mit dem Absenden endet die Arbeit nicht, sie beginnt erst. Legen Sie nicht fest, wer welche Anfrage erhält, glaubt jeder, ein anderer habe schon angerufen. Deshalb empfehlen wir, jede Anfrage einer verantwortlichen Person oder einer festen Reihenfolge zuzuordnen. Halten Sie diese Regel auch im kleinen Team schriftlich fest.

Verlassen Sie sich nicht allein auf E-Mail, denn eine E-Mail geht leicht unter. Schicken Sie stattdessen eine kurze Meldung in einen Kanal, den Ihr Team tagsüber ohnehin nutzt, etwa einen Gruppenchat oder ein CRM. Enthält die Meldung Name, Nummer, Zeitfenster und die Herkunftsseite, startet die anrufende Person gut vorbereitet.

  1. Ordnen Sie jeder Anfrage eine verantwortliche Person zu.
  2. Nehmen Sie Seitenadresse und Zeitfenster in die Meldung auf.
  3. Legen Sie für nicht erreichte Anfragen einen zweiten Versuch fest.
  4. Besprechen Sie offene Anfragen einmal pro Woche gemeinsam.

So führt jeder Besucher, den das Formular bringt, zu einem Ergebnis. Erst durch diese Routine bekommt auch die Messung einen Sinn.

Wie messen Sie die Conversion eines Rückrufformulars?

Die Messung hat zwei Ebenen: die Absendung und das Ergebnis des Rückrufs. Zunächst erfassen Sie die erste Ebene als Ereignis im Analysetool. Die Seite Empfohlene Ereignisse in Google Analytics schlägt für das Absenden eines Formulars oder einer Informationsanfrage das Ereignis „generate_lead“ vor. Mit diesem Namen bleiben Ihre Berichte einheitlich.

Die zweite Ebene ist der eigentliche Geschäftswert. Wie viele Anfragen haben Sie erreicht, und wie viele wurden zu Angeboten oder Aufträgen? Das weiß Ihr Analysetool nicht; die Aufzeichnungen Ihres Vertriebs schon. Vergeben Sie zum Beispiel für jede Anfrage einen Status wie „erreicht“, „nicht erreicht“ oder „Angebot gesendet“, dann sehen Sie den echten Beitrag des Formulars.

Für die Quote nutzen Sie unseren Conversion Rate Rechner. Messen Sie zusätzlich Anrufe aus Anzeigen, hilft Ihnen unser Beitrag Anrufe aus Google Ads als Conversion tracken, beide Kanäle sauber getrennt zu zählen.

Wie testen Sie, ob das Rückrufformular wirklich wirkt?

Am zuverlässigsten ist ein kontrollierter Vergleich. Ein Teil der Besucher sieht die Version mit Rückrufformular, der andere Teil die bisherige Version. Dann vergleichen Sie nicht nur Absendungen, sondern auch die Gesamtzahl der Anfragen und die Anfragen, die zu Aufträgen wurden. Denn das Formular zieht womöglich nur Direktanrufe an sich, ohne die Summe zu verändern.

Lassen Sie den Test laufen, bis genug Besucher zusammenkommen. Unterschiede über wenige Tage sind allerdings oft Zufall. Ob ein Ergebnis belastbar ist, prüfen Sie mit unserem A/B Test Rechner. Bei wenig Besuchern vergleichen Sie stattdessen einen Zeitraum vorher und nachher und notieren saisonale Einflüsse.

  • Gesamtzahl der Anfragen: Formular, Anrufe und Nachrichten zusammen.
  • Anteil der Anfragen, die Sie tatsächlich erreicht haben.
  • Anfragen, aus denen Angebote und Aufträge wurden.
  • Zeit bis zum ersten Rückruf.

Beispielszenario: Wie richtet ein Servicebetrieb den Ablauf ein?

Dies ist ein Beispielszenario, keine echten Kundendaten. Stellen Sie sich konkret einen Betrieb für Klimawartung vor. Die meisten Besucher kommen mobil und zur Mittagszeit. Die aktuelle Website zeigt nur eine Telefonnummer. Der Betrieb vermutet, dass er Besucher verliert, die außerhalb der Bürozeit kommen.

In diesem Szenario setzen wir nach dem Preisabschnitt der Leistungsseite ein Formular mit zwei Feldern: Name und Telefon. Darunter folgen drei optionale Zeitfenster. Nach Feierabend sagt die Dankeseite: „Wir rufen Sie morgen früh als Erstes an.“ Anfragen landen als Meldung auf den Telefonen des Teams, und das Team vergibt für jede einen Status.

Danach verfolgen wir vier Wochen lang Anfragen, Erreichbarkeitsquote und gebuchte Termine. Steigen die Absendungen, die Termine aber nicht, liegt das Problem bei der Reaktionszeit und nicht beim Formular. Somit beruht die Entscheidung auf den eigenen Zahlen des Betriebs statt auf einer Vermutung.

In der zweiten Phase testen wir kleine Änderungen einzeln. Zuerst den Buttontext, danach die Zahl der Zeitfenster. Jede Änderung beobachten wir in einem eigenen Zeitraum, weil drei gleichzeitige Änderungen verschleiern, welche gewirkt hat. Zudem führt das Team nicht erreichte Anfragen auf einer eigenen Liste und ruft am nächsten Tag erneut an.

Checkliste vor dem Livegang

Bevor das Formular online geht, empfehlen wir, die folgende Liste Punkt für Punkt durchzugehen. Jede Prüfung dauert zwar nur wenige Minuten. Fehlt eine davon, entstehen allerdings Verluste, die monatelang niemand bemerkt.

  1. Sind Name und Telefon die einzigen Pflichtfelder?
  2. Öffnet das Telefonfeld mobil eine Zifferntastatur?
  3. Hat jedes Feld eine sichtbare, dauerhafte Beschriftung?
  4. Passen die Zeitfenster zu Ihren echten Arbeitszeiten?
  5. Ist die Aussage zur Reaktionszeit ein haltbares Versprechen?
  6. Steht der Datenschutzlink nahe am Button?
  7. Sind Fehlermeldungen als Text und in ruhigem Ton formuliert?
  8. Zeigt die Dankeseite Rückrufzeit und Rufnummer?
  9. Kommt das Absendeereignis im Analysetool an?
  10. Erreicht die Meldung die richtige Person?

Am sichersten ist ein kompletter Durchlauf im Team mit einer echten Testnummer. Formular ausfüllen, Meldung abwarten, anrufen und den Eintrag schließen. Wiederholen Sie das auf Telefon, Tablet und Desktop, und senden Sie außerdem einen Test nach Feierabend.

Was passiert, wenn Ihr Team nicht für Rückrufe bereit ist?

Dann erzeugt das Formular Beschwerden statt Conversions. Der Nutzer hinterlässt seine Nummer, wartet stundenlang und ruft schließlich die Konkurrenz an. Zudem kommt eine schlechte Erfahrung oft als Bewertung zurück. Klären Sie daher vor dem Einbau, wer wann anruft.

Ist Ihr Team klein, verkleinern Sie daher die Rückruffenster. Bieten Sie zum Beispiel nur zwei Zeitfenster an und lassen Sie das Formular für den Rest des Tages als „Wir rufen Sie morgen an“ laufen. So bleiben Versprechen und Kapazität im Gleichgewicht. Außerdem steuert eine angepasste Zeitangabe auf der Dankeseite in Stoßzeiten die Erwartung ehrlich.

Für manche Unternehmen passt ein Messenger besser, weil eine schriftliche Antwort den Zeitdruck senkt. Welcher Kanal zu Ihnen passt, können wir gemeinsam anhand Ihrer Besucherzahlen und Teamstruktur bewerten.

Lohnt sich ein Rückrufformular also für Sie?

Verkaufen Sie im Gespräch, geht Ihr Team regelmäßig ans Telefon und wollen Sie messen, dann lohnt sich ein Test. Starten Sie mit zwei Feldern, fragen Sie den Wunschzeitraum optional ab, nennen Sie die Reaktionszeit ehrlich und bewerten Sie das Ergebnis nach Aufträgen, nicht nur nach Absendungen.

Fehlt dagegen die Kapazität für Rückrufe oder laufen Ihre Aufträge über schriftliche Angebote, verbessern Sie zuerst diese Seite. Das Formular ist eine Tür vor einem funktionierenden Prozess. Den Prozess selbst baut es nicht.

Möchten Sie, dass wir den Rückrufablauf auf Ihrer Website umsetzen, mit Formular, Meldungen, Tracking und Datenschutzlink, fordern Sie über unser Webdesign Angebot ein Angebot an. Wir schlagen die schlankste Lösung für Ihre bestehende Website vor und setzen sie mit unserem Team um.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Felder sollte ein Rückrufformular haben?
Zwei Pflichtfelder genügen: Name und Telefonnummer. Einen Wunschzeitraum und eine kurze Themenauswahl können Sie optional ergänzen. Ein E-Mail Feld ist meist überflüssig, denn Sie antworten ohnehin telefonisch. Brauchen Sie mehr Details, fragen Sie diese im Gespräch ab. So bleibt das Formular leicht, und weniger Besucher brechen ab.
Ersetzt ein Rückrufformular den Anrufbutton?
Nein, wir empfehlen beides. Manche Menschen möchten sofort anrufen, andere lieber zu einer passenden Zeit angerufen werden. Ein Rückrufformular erreicht Besucher, die ungern anrufen, aber auch keinen langen Text schreiben wollen. Anrufbutton, Messenger und Formular zusammen in einem ruhigen Layout sprechen deshalb unterschiedliche Besuchertypen an.
Sollte ich eine Reaktionszeit angeben?
Ja, aber nur eine Zeit, die Sie sicher halten können. Eine realistische Angabe nimmt Besuchern die Unsicherheit. Bei Anfragen nach Feierabend passen Sie den Text an, damit er ehrlich bleibt. Eine gebrochene Zusage kostet mehr Vertrauen als gar keine Zeitangabe, daher orientieren Sie sich an der echten Kapazität Ihres Teams.
Brauche ich für ein Rückrufformular eine Einwilligung?
Eine Telefonnummer ist ein personenbezogenes Datum, deshalb verlinken Sie die Datenschutzhinweise nahe am Button. Planen Sie Werbeanrufe, fragen Sie das separat mit einem nicht vorausgewählten Kästchen ab. Dies ist keine Rechtsberatung; klären Sie Inhalt und mögliche Einwilligungspflicht nach DSGVO bitte mit Ihrer Rechtsberatung.
Woran erkenne ich, ob das Formular mehr Conversions bringt?
Schauen Sie über Absendungen hinaus auf die Gesamtzahl der Anfragen, erreichte Anfragen und Aufträge. Absendungen zählen Sie als Ereignis im Analysetool. Aufträge entnehmen Sie den Aufzeichnungen Ihres Teams. Bei genug Besuchern ist ein kontrollierter Vergleich zweier Versionen am zuverlässigsten, bei wenigen ein Vergleich vorher und nachher.
Wie gehe ich mit Rückrufwünschen nach Feierabend um?
Zeigen Sie auf der Dankeseite den nächsten Werktag und das Zeitfenster für den Anruf. Blenden Sie die Option „So bald wie möglich“ nach Feierabend aus oder benennen Sie sie um. Die Anfrage erreicht das Team als Meldung und steht morgens auf der Liste, sodass keine Anfrage im Posteingang vergessen bleibt.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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