Linkbericht der Search Console richtig lesen: interne und externe Links

Kurze Antwort
Was ist der Linkbericht in der Search Console und wofür nutzen Sie ihn?
Der Linkbericht ist die Ansicht in der Google Search Console, die externe Links auf Ihre Website und interne Links zwischen Ihren eigenen Seiten zeigt. Er listet Ihre meistverlinkten Seiten, die verweisenden Domains und die häufigsten Ankertexte. Somit beobachten Sie Ihr Linkprofil kostenlos und direkt aus Googles eigener Quelle.
In diesem Leitfaden lesen wir den Linkbericht Abschnitt für Abschnitt. Außerdem zeigen wir, welche Entscheidung Sie aus jeder Tabelle ableiten. Falls Sie die Search Console noch nie genutzt haben, lesen Sie zunächst unsere Search Console Anleitung für Einsteiger. Die Grundeinrichtung wiederholen wir hier nicht.
Wir von Talha Aslan und Team beginnen viele SEO Audits mit diesem Bericht. Anders als Tools von Drittanbietern zeigt er eine Stichprobe der Links, die Google selbst kennt. Allerdings ist diese Stichprobe keine vollständige Liste. Deshalb beginnt gutes Lesen mit dem Wissen um die Grenzen des Berichts.
Wie öffnen Sie den Linkbericht in der Search Console?
Zunächst wählen Sie in der Search Console Ihre Property aus. Dann öffnen Sie im linken Menü den Bereich für Links. Menünamen können sich ändern, verlassen Sie sich also nicht auf exakte Schaltflächentexte. Die offizielle Hilfe nennt ihn den Bericht „Links“.
- Melden Sie sich mit einem Google Konto an, das Zugriff auf die Property hat.
- Wählen Sie oben links in der Property Auswahl die richtige Website.
- Öffnen Sie im linken Menü den Linkbericht.
- Suchen Sie auf der Startseite die Blöcke „Externe Links“ und „Interne Links“.
- Öffnen Sie über den Link „Mehr“ in jedem Block die vollständige Tabelle.
Ein Beispiel: Eine Domain Property für example.com umfasst alle Subdomains. Eine URL Präfix Property umfasst dagegen nur Seiten unter diesem Präfix. Dieser Unterschied verändert die Zahlen. Daher bedeutet es keinen Fehler, wenn zwei Properties unterschiedliche Werte zeigen.
Zudem bleibt der Bericht bei einer ganz neuen Property eine Weile leer. Die Tabellen füllen sich dann, sobald Google Daten verarbeitet. Deuten Sie einen leeren Bildschirm also nicht als Abstrafung.
Worin unterscheiden sich externe und interne Links?
Der Linkbericht hat zwei Hauptbereiche. Externe Links kommen von außerhalb Ihrer Property; meist nennt man sie Backlinks. Interne Links sind die Verweise Ihrer eigenen Seiten untereinander. Laut Google meint „extern“ alles außerhalb Ihrer aktuellen Property.
Diese Definition hat eine praktische Folge. Konkret: Wenn Sie für blog.example.com eine eigene URL Präfix Property anlegen, erscheinen Links von der Hauptseite dort womöglich als extern. Lesen Sie „extern“ daher nicht automatisch als „anderes Unternehmen“.
| Bereich | Was er zeigt | Welche Frage er beantwortet |
|---|---|---|
| Meistverlinkte Seiten | Ihre Seiten mit den meisten Backlinks | Wo sammelt sich meine Autorität? |
| Top verweisende Websites | Root Domains mit den meisten Links zu Ihnen | Woher kommen meine Links? |
| Interne Linkziele | Seiten mit den meisten Links von Ihrer eigenen Website | Erreicht die interne Linkkraft die richtigen Seiten? |
| Häufigste Ankertexte | Der häufigste Linktext in externen Links | Wie beschreiben andere mich? |
| Welche Seiten verlinken auf eine bestimmte Seite? | Interne Seiten, die auf ein Ziel verweisen | Wie viele Wege führen zu dieser Seite? |
Kurz gesagt beantwortet der externe Teil eine Frage zur Reputation. Der interne Teil beantwortet dagegen eine Frage zur Architektur. Wenn Sie beide zusammen lesen, treffen Sie bessere Entscheidungen.
Wie lesen Sie die Tabelle „Meistverlinkte Seiten“?
Diese Tabelle sortiert Ihre Seiten nach der Zahl der Backlinks von anderen Websites. Klicken Sie auf eine URL, sehen Sie die Websites, die am häufigsten darauf verweisen. Somit erkennen Sie, welche Inhalte auf natürliche Weise Links anziehen.
Wir empfehlen drei Prüfpunkte. Erstens: Welche Seiten außer der Startseite stehen weit oben? Zweitens: Ist jede verlinkte Seite noch erreichbar und indexiert? Drittens: Verweist diese Seite weiter auf Ihre Leistungs oder Verkaufsseiten?
- Ein Ratgeber mit vielen Backlinks kann über interne Links Wert an eine Leistungsseite weitergeben.
- Eine Seite mit Links, die einen 404 Fehler liefert, bedeutet verlorenen Wert.
- Wenn nur die Startseite Links erhält, zitiert noch niemand Ihre Inhalte.
Beispielszenario: Auf example.com steht ein Ratgeber zum Versandkostenrechner auf Platz zwei. Allerdings verweist er auf keine einzige Produktkategorie. Ihre erste Aufgabe ist also, aus dem Ratgeber passende Kategorien im Kontext zu verlinken. So fließt der Wert externer Links durch die Website.
Worauf achten Sie in der Liste der verweisenden Websites?
Diese Liste zeigt die Root Domains, die am häufigsten auf Sie verlinken. Klicken Sie auf eine Domain, sehen Sie Ihre Seiten, auf die sie am häufigsten verweist. Laut Google gruppiert der Bericht die Daten nach Root Domain. Protokoll, Subdomain und Unterverzeichnis fallen dabei weg.
Also erscheinen m.example.com und example.com/shop/ beide als example.com. Die Top Level Domain entfernt Google allerdings nicht. Daher stehen example.com und example.com.de in getrennten Zeilen. Ohne dieses Detail zählen Sie eine Quelle womöglich doppelt.
Stellen Sie sich bei der Prüfung diese Fragen:
- Passen die verweisenden Websites zu Ihrer Branche?
- Stammt der Großteil Ihrer Links von einer einzigen Domain?
- Gibt es unbekannte, themenfremde Domains mit vielen Links?
- Blähen Links von Ihren eigenen anderen Websites die Tabelle auf?
Ein Footerlink auf allen Seiten kann zum Beispiel Hunderte Links von einer Domain erzeugen. Die Zahl wirkt zunächst groß. Allerdings handelt es sich um denselben Link, der sich auf jeder Seite einer Quelle wiederholt. Achten Sie deshalb auf die Vielfalt der Quellen, nicht auf reine Zahlen. Wie Sie Linkqualität bewerten, zeigen wir in was Backlinks sind und was sie wertvoll macht.
Was verrät Ihnen der Bereich „Top verweisender Text“?
Dieser Bereich listet die Ankertexte, die andere Websites am häufigsten für Links zu Ihnen nutzen. Google fasst Duplikate als exakte Treffer ohne Rücksicht auf Groß und Kleinschreibung zusammen. Links ohne Text erscheinen als „(empty)“.
In einem gesunden Profil dominieren Markennamen, Domainnamen und natürliche Formulierungen. Texte wie „Example Logistik“, „example.com“ oder „dieser Ratgeber“ wirken natürlich. Dominiert dagegen ein kommerzielles Keyword die Liste unverhältnismäßig, sollten Sie genauer hinsehen.
Zudem stammen viele leere Ankertexte meist von Bildlinks. Bei Bildlinks verwendet Google den Alt Text des Bildes als Ankertext. Daher lohnt es sich, den Alt Text von Logo und Bannern sinnvoll zu formulieren.
Ankertextarten und eine sinnvolle Verteilung erklären wir in was ein Ankertext ist und wie Sie ihn richtig einsetzen. Hier geht es nur um das Lesen des Berichts. Kurz gesagt spiegelt diese Tabelle, wie andere Sie beschreiben. Direkt steuern können Sie das nicht, beeinflussen allerdings schon.
Wie prüfen Sie die Backlinks zu einer bestimmten Seite?
Der Bericht bietet eine zweistufige Detailansicht. Zunächst wählen Sie eine Seite in der Tabelle „Meistverlinkte Seiten“. Dann öffnet sich die Ansicht der verweisenden Websites für diese Seite. Anschließend klicken Sie auf eine Website und gelangen zu den Backlinks von einer bestimmten Website zu einer bestimmten Seite.
Diese letzte Ansicht enthält eine Tabelle der verweisenden Seiten. Sie zeigt die verlinkende Seite und, falls abweichend, eine Spalte mit der Ziel URL. Laut Google deutet eine gefüllte Ziel URL meist auf eine Weiterleitung oder auf Googles Wahl der kanonischen URL hin.
- Suchen Sie die gewünschte Seite in der Tabelle der meistverlinkten Seiten.
- Klicken Sie darauf, um die verweisenden Websites aufzulisten.
- Klicken Sie auf eine Website, um jede einzelne verlinkende Seite zu sehen.
- Ist die Spalte mit der Ziel URL gefüllt, prüfen Sie Weiterleitung oder Kanonisierung.
- Notieren Sie den Befund mit Datum und Quellseite in einer Tabelle.
Beispielszenario: Eine alte Kampagnenseite leitet inzwischen auf eine neue Adresse weiter. Der externe Link zeigt auf die alte Adresse. Die Spalte mit der Ziel URL nennt dagegen die neue. Somit prüfen Sie bequem, ob die Weiterleitung den Wert korrekt überträgt.
Was sagt der Bereich „Interne Links“ über Ihre interne Verlinkung?
Im internen Bereich finden Sie die intern am häufigsten verlinkten Seiten. Die Tabelle sortiert die Seiten, die von Ihren eigenen Seiten die meisten Links erhalten. Klicken Sie auf eine Seite, sehen Sie alle internen Seiten, die darauf verweisen.
Normalerweise stehen Seiten aus Menü und Footer ganz oben. Kontakt, Datenschutz und Kategorieseiten erhalten etwa Links von jeder Seite. Das ist also normal und für sich genommen kein Problem.
Die eigentliche Frage lautet: Wo stehen Ihre umsatzstarken Seiten oder die Seiten, die ranken sollen? Steht eine wichtige Leistungsseite weit unten, behandelt Ihre Website sie nicht als wichtig. Googles eigene Empfehlung lautet, dass jede wichtige Seite mindestens einen Link von einer anderen Seite Ihrer Website erhält.
Zudem hilft die Ansicht „Welche Seiten verlinken auf eine bestimmte Seite?“ beim Nachdenken über Klickwege. Möchten Sie die Struktur neu aufbauen, hilft Ihnen unser Leitfaden zur internen Verlinkung als SEO Strategie. Mit diesem Bericht messen Sie dann, ob die Strategie wirkt.
Welche Grenzen hat der Linkbericht?
Der Linkbericht ist eine starke Quelle. Allerdings ist er nicht vollständig. Die offizielle Hilfeseite sagt klar, dass er keine umfassende Liste ist und nur eine Stichprobe zeigt. Wer diese Grenzen ignoriert, zieht falsche Schlüsse.
- Stichprobe: Der Bericht zeigt nicht jeden Link. Nicht indexierte Seiten oder deduplizierte URLs können fehlen.
- Zeilenlimit: Tabellen zeigen höchstens 1.000 Zeilen. Bei großen Websites bricht die Liste ab.
- Veraltete Daten: Ein früher gefundener Link existiert womöglich nicht mehr, oder die Seite ist verschwunden.
- Kein Nofollow Hinweis: Der Bericht zeigt nicht, ob ein Link nofollow ist.
- Kanonische Gruppierung: Google gruppiert Seiten nach kanonischer URL und entfernt manche Parameter und Sprungmarken.
Eine Zahl im Bericht bedeutet also nicht „genau so viele Links existieren“. Nutzen Sie ihn stattdessen für Trends und das Entdecken von Quellen. Zwei Exporte im Abstand von drei Monaten sagen Ihnen zum Beispiel weit mehr als eine einzelne Momentaufnahme.
Warum stimmen die Zahlen nicht mit anderen SEO Tools überein?
Diese Frage hören wir zudem besonders oft. SEO Tools von Drittanbietern durchsuchen das Web mit eigenen Crawlern. Dann bauen sie eigene Datenbanken auf. Die Search Console zeigt dagegen eine Stichprobe der Links, die Google kennt. Beide Quellen messen also Verschiedenes.
Zudem fasst die Search Console doppelte Links mit gleicher Quelle und gleichem Ziel zusammen. Sie gruppiert nach Root Domain und bündelt Seiten unter der kanonischen URL. Andere Tools wenden womöglich andere Regeln an. Daher sind abweichende Zahlen normal.
Welcher Quelle sollten Sie also vertrauen? Unser Ansatz ist einfach. Die Search Console bestätigt, dass Google einen Link kennt. Drittanbieter Tools nutzen Sie für Entdeckung und Wettbewerbsvergleich. Wie wir solche Vergleiche aufsetzen, zeigt unsere Backlink Analyse der Konkurrenz.
Kurz gesagt ergänzen sich beide Quellen. Wenn Sie allerdings eine feste Aussage über Googles Verhalten treffen, hat Googles eigener Bericht Vorrang.
Wie exportieren Sie den Linkbericht?
Die Startseite des Berichts bietet eine Exportfunktion. Laut Google enthalten Exporte von der Startseite jeweils bis zu 100.000 Zeilen. Sie laden sie als CSV oder als Google Tabelle herunter. Auf Unterseiten mit einer einzelnen Tabelle exportieren Sie dagegen höchstens 1.000 Zeilen.
Auf der Startseite gibt es zwei wichtige Exporte. „Latest links“ (neueste Links) listet die zuletzt entdeckten Links nach Entdeckungsdatum. „More sample links“ (weitere Beispiellinks) liefert eine Stichprobe aus allen bekannten Links. Die deutschen Bezeichnungen können je nach Konto abweichen; deshalb nennen wir die englischen Namen in Klammern.
- Die Sortierung einer Tabelle verändert die exportierten Daten nicht.
- Werte, die als „~“ oder „-“ erscheinen, exportiert Google als Nullen.
- Ein Export am selben Tag jedes Monats erleichtert Vergleiche.
Exportieren Sie zum Beispiel monatlich die neuesten Links und filtern Sie nach Entdeckungsdatum. So sehen Sie schnell neu gewonnene Links. Somit erkennen Sie, ob eine PR Aktion oder ein neuer Inhalt Links gebracht hat.
Mit welchen Schritten machen Sie aus dem Linkbericht konkrete Maßnahmen?
Das Lesen allein genügt nicht. Der Wert zeigt sich erst in Entscheidungen. In unseren Audits folgen wir der Reihenfolge unten. Sie können dieselbe Reihenfolge auf Ihrer Website anwenden.
- Exportieren: Laden Sie die Dateien mit neuesten Links und Beispiellinks herunter.
- Defekte Ziele finden: Prüfen Sie die Statuscodes verlinkter URLs und trennen Sie 404 Seiten ab.
- Weiterleitungen planen: Leiten Sie gelöschte Seiten mit wertvollen Links per 301 auf den nächstpassenden Inhalt.
- Interne Links stärken: Verlinken Sie aus stark verlinkten Seiten im Kontext auf Ihre wichtigen Seiten.
- Ankertexte prüfen: Notieren Sie dominante kommerzielle Ankertexte, die unnatürlich wirken.
- Verwaiste Seiten finden: Listen Sie wichtige Seiten, die im internen Bereich nie auftauchen.
- Erneut messen: Warten Sie nach Änderungen einige Wochen und exportieren Sie dann erneut.
Jeder Schritt ist somit ein eigener Arbeitspunkt. Zudem erfordern einige Schritte technische Arbeit. Möchten Sie, dass wir das auf Ihrer Website übernehmen, deckt unsere SEO Beratung genau das ab. Wir lesen den Bericht, setzen die Korrekturen um und verfolgen die Ergebnisse Monat für Monat.
Was tun Sie, wenn eine verlinkte Seite einen 404 Fehler liefert?
Das ist einer der schnellsten Gewinne, die wir im Linkbericht finden. Eine externe Website verlinkt auf Sie, doch die Zielseite existiert nicht mehr. Besucher landen auf einer Fehlerseite. Zudem verpufft der Wert dieses Links.
Prüfen Sie zunächst, ob der 404 Fehler von einer gelöschten Seite oder von einem falsch geschriebenen Link stammt. Die andere Website hat Ihre URL vielleicht mit einem Tippfehler übernommen. Dann ist eine Weiterleitung auf die richtige Seite die sinnvollste Lösung.
Links auf seltsame URLs, die Sie nie angelegt haben, sind dagegen etwas anderes. Sie stammen also meist von Spam und lohnen keine Weiterleitung. Diesen Fall behandeln wir in unbekannte Spam URLs mit 404 Fehler.
Kurz gesagt: Beheben Sie nicht jeden 404 Fehler. Retten Sie nur Links aus echten, relevanten und wertvollen Quellen. So investieren Sie Ihre Zeit dort, wo es zählt.
Wie erkennen Sie Nofollow Links im Linkbericht?
Die kurze Antwort: gar nicht. Google sagt ausdrücklich, dass der Bericht nicht zeigt, ob ein Link als nofollow markiert ist. Daher hat nicht jeder Link in der Liste dasselbe Gewicht.
Um die Attribute eines Links zu erfahren, öffnen Sie die Quellseite und prüfen den Link im Seitencode. Googles Linkrichtlinien empfehlen sponsored für bezahlte Links. Für nutzergenerierte Links empfehlen sie ugc oder nofollow. Diese Entscheidung trifft die verlinkende Website, nicht Sie.
Außerdem ist nofollow bei Ihren eigenen internen Links meist unnötig. Diese Debatte führen wir in ist nofollow bei internen Links sinnvoll.
Beispielszenario: Der Bericht zeigt ein Forum mit vielen Links zu Ihnen. Allerdings stehen die meisten davon in Nutzerkommentaren mit ugc Attribut. Deshalb sollten Sie diese Zahl nicht als Zeichen von Autorität lesen.
Sollten Sie bei verdächtigen Links in Panik geraten?
Nein. Jede Website sammelt von selbst einige minderwertige Links. Google ignoriert die meisten davon deshalb ohnehin. Eine seltsame Domain in der Liste bedeutet also für sich genommen keine Abstrafung.
Allerdings verlangen manche Fälle Sorgfalt. Das gilt etwa, wenn früher jemand Links gekauft hat. Dasselbe gilt für eine Meldung über manuelle Maßnahmen in der Search Console. Ohne eine solche Meldung ist es meist am besten, weiter gute Inhalte zu veröffentlichen und Links natürlich zu gewinnen.
- Prüfen Sie im Bereich Sicherheit und manuelle Maßnahmen, ob eine Meldung vorliegt.
- Notieren Sie Zeitpunkt und Umfang verdächtiger Links.
- Holen Sie eine Expertenmeinung ein, bevor Sie fest handeln.
Kurz gesagt: Nutzen Sie den Bericht als Beobachtungswerkzeug, nicht als Quelle der Angst. Hektische Massenmaßnahmen schaden oft mehr, als sie nützen. Führen Sie verdächtige Quellen stattdessen in einer Liste und beobachten Sie sie einige Monate. Dann stützen Sie Ihre Entscheidung auf eine konkrete Meldung oder eine klare Veränderung im Traffic.
Wie oft sollten Sie den Linkbericht prüfen?
Für kleine und mittlere Websites reicht meist ein monatlicher Blick. Bei aktiver PR, Content Kampagnen oder einem Umzug lohnt sich allerdings ein wöchentlicher Check. So sehen Sie die Wirkung von Änderungen rechtzeitig.
| Situation | Empfohlener Rhythmus | Fokus |
|---|---|---|
| Stabile Unternehmenswebsite | Monatlich | Neue Quellen und defekte Ziele |
| Aktive Content und PR Arbeit | Wöchentlich | Export der neuesten Links |
| Domain oder URL Umzug | Nach dem Umzug häufig | Spalte Ziel URL und Weiterleitungen |
| Neue Website | Monatlich, sobald Daten entstehen | Verteilung interner Links |
Diese Tabelle ist ein Startpunkt aus der Praxis, keine Regel. Ein sehr großer Onlineshop muss die interne Verlinkung zum Beispiel bei jeder neuen Kategorie erneut prüfen.
Wie verbinden Sie den Linkbericht mit anderen Berichten der Search Console?
Allein zeigt der Linkbericht, wer auf Sie verlinkt. Um die Wirkung dieser Links auf Traffic und Sichtbarkeit zu sehen, brauchen Sie allerdings weitere Berichte. Wir lesen daher meist drei davon gemeinsam.
- Leistungsbericht: Der Verlauf von Impressionen und Klicks einer stark verlinkten Seite.
- Bericht zur Seitenindexierung: Ob die verlinkte Seite im Index steht.
- URL Prüfung: Ob Googles gewählte kanonische URL mit Ihrer Angabe übereinstimmt.
Beispielszenario: Einer Ihrer Ratgeber gewinnt neue, starke Links, doch der Leistungsbericht zeigt keine Bewegung. Die URL Prüfung verrät womöglich, dass Google eine andere Seite als kanonisch gewählt hat. Dann liegt das Problem nicht bei den Links, sondern bei den kanonischen Signalen. Somit setzen Sie an der richtigen Stelle an.
Wie nutzen Sie den Linkbericht nach einem Website Umzug?
Ändern Sie Domain oder URL Struktur, wird der Linkbericht zu einer Ihrer wichtigsten Checklisten. Weiterleitungen übertragen den Wert externer Links von alten auf neue Adressen. Allerdings verschwendet schon eine fehlende Weiterleitung einen starken Link.
- Exportieren Sie den Bericht vor dem Umzug und sichern Sie Ihre meistverlinkten Seiten.
- Ordnen Sie jeder alten URL in einer Tabelle ihr neues Gegenstück zu.
- Öffnen Sie nach dem Umzug alte URLs einzeln und testen Sie das Ziel.
- Beobachten Sie bei jeder Aktualisierung die neuen Adressen in der Spalte Ziel URL.
Beispielszenario: example.com verschiebt alte Blogadressen in eine neue Ordnerstruktur. Das Team listet vorab die zwanzig meistverlinkten Beiträge. Dann richtet es für jeden eine eindeutige Weiterleitung ein. Somit landen externe Links nach dem Umzug nicht auf defekten Seiten.
Wechseln Sie die Domain, fügen Sie außerdem die neue Property in der Search Console hinzu. Sonst sehen Sie allerdings die Daten der neuen Website nie. Kurz gesagt ist dieser Bericht beim Umzug ein Frühwarnsystem.
Wie gleichen Sie die interne Linkverteilung mit dem Linkbericht aus?
Nach dem Lesen des internen Bereichs sollten Sie eine Prioritätenliste haben. Wir teilen sie in drei Gruppen. Erstens Hilfsseiten mit zu vielen Links. Zweitens Kernseiten mit genug Links. Drittens wichtige Seiten mit zu wenigen Links. Die eigentliche Arbeit beginnt bei der letzten Gruppe.
Um eine schwach verlinkte Leistungsseite zu stärken, suchen Sie zunächst Blogbeiträge zum selben Thema. Dann setzen Sie in jedem Beitrag einen Link im Kontext, genau dort, wo Leser ihn brauchen. Somit verstehen Leser und Google, dass die Seite wichtig ist.
- Nehmen Sie nicht jede Seite ins Menü auf. Das Menü trägt nur die Hauptwege.
- Formulieren Sie Ankertexte natürlich und passend zum Thema der Zielseite.
- Verlinken Sie in einem Beitrag nicht immer wieder auf dieselbe Seite.
Öffnen Sie den Bericht einige Wochen nach der Änderung erneut. Eine höhere Zahl ist allerdings kein Ziel an sich. Es geht um bessere Sichtbarkeit wichtiger Seiten im Leistungsbericht.
Welche Fehler passieren beim Lesen des Linkberichts am häufigsten?
Über die Jahre haben wir dieselben Fehler auf vielen Websites gesehen. Die Liste unten fasst konkret die häufigsten Fehldeutungen zusammen.
- Die Zahl im Bericht für die Gesamtzahl der Links halten, obwohl sie eine Stichprobe ist.
- Auf die Gesamtzahl schauen und die Vielfalt der Quellen übersehen.
- Eine Domain feiern, die nur Footerlinks aufgebläht haben.
- Jede unbekannte Domain als Bedrohung sehen und massenhaft handeln.
- Übersehen, dass wichtige Seiten im internen Bereich ganz unten stehen.
- Die Spalte Ziel URL überspringen und Weiterleitungsketten verpassen.
Alle diese Fehler haben eine gemeinsame Ursache: Sie lesen den Bericht ohne Kontext. Verknüpfen Sie daher jeden Befund mit einer Frage. Welche Seite ändere ich, und wie? Gibt es keine Antwort, bleibt die Information vorerst eine Beobachtung.
Wie hilft Ihnen der Linkbericht, Ihre SEO Strategie auszubauen?
Da der Linkbericht zeigt, welche Inhalte von selbst Links anziehen, lenkt er auch Ihre Inhaltsplanung. Stehen etwa Ihre Tools oder datenbasierten Ratgeber ganz oben, lohnt sich mehr Inhalt in diesem Format.
Zudem liefern die Profile Ihrer wichtigsten verweisenden Websites Ideen für neue Kooperationen. Eine Fachpublikation, die Sie bereits erwähnt, ist für eine zweite Zusammenarbeit womöglich offen. Halten Sie sich allerdings von regelwidrigen Methoden wie gekauften Links fern. Googles Spamrichtlinien verbieten sie ausdrücklich.
Kurz gesagt verrät Ihnen der Bericht drei Dinge: was funktioniert, wo sich Wert sammelt und was defekt ist. Eine Website, die diese drei Punkte regelmäßig bearbeitet, baut mit der Zeit ein stabileres Profil auf. Natürlich garantiert keine Arbeit ein bestimmtes Ranking. Regelmäßige Pflege hilft Ihnen allerdings, Probleme früh zu erkennen.
Fehlt Ihnen intern die Zeit, übernimmt unser Team das im Rahmen unserer SEO Beratung für Unternehmen. Wir lesen den Linkbericht regelmäßig, setzen die Befunde um und liefern Ihnen einen verständlichen Bericht. Über die Leistungsseite fordern Sie ein Angebot für Ihre Website an. Als offizielle Quellen empfehlen wir zudem Googles Hilfeseite zum Bericht „Links“ und den Leitfaden zu crawlbaren Links.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



