Interne Links nofollow setzen: Sinnvoll oder PageRank Mythos?

Sind interne Links nofollow sinnvoll oder ein Fehler?
Interne Links nofollow bedeutet, dass Sie einen Link von einer Seite Ihrer Website auf eine andere Seite derselben Website mit dem Wert nofollow im rel Attribut versehen. Googles offizielle Dokumentation verweist für die Zugriffskontrolle auf eigene Seiten auf robots.txt. Allerdings wird nofollow dort nicht als Werkzeug beschrieben, mit dem Sie PageRank innerhalb Ihrer Website steuern.
Kurz gesagt lautet unsere Standardantwort: Lassen Sie Ihre internen Links in Ruhe. Soll eine Seite nicht in den Suchergebnissen erscheinen, steuern Sie also die Seite selbst und nicht die Links, die auf sie zeigen. Dieser Beitrag erklärt, warum das so ist, welche Ausnahmen es gibt und welche Werkzeuge stattdessen passen.
Deshalb behandeln wir hier nur diese eine Frage. Für das große Ganze lesen Sie unsere Strategie für die interne Verlinkung und kommen danach für die Details zu nofollow zurück.
Was bewirkt das Attribut nofollow bei einem Link?
Nofollow ist ein Wert, den Sie im rel Attribut eines Links setzen. Konkret signalisiert er einer Suchmaschine, dass Sie den Link nicht als Ihre Empfehlung verstanden wissen wollen. Ursprünglich entstand er für ausgehende Links, vor allem gegen Spam und bezahlte Links.
Google hat erklärt, dass nofollow zusammen mit sponsored und ugc inzwischen als Hinweis behandelt wird. Anders gesagt ist das Attribut eine Empfehlung und kein Befehl. Google kann die Zielseite trotzdem entdecken und den Link weiterhin als Signal nutzen.
Dieser Unterschied ist wichtig, denn er verändert Ihre Entscheidungen. Wenn Sie nofollow für ein Türschloss halten, werden Sie enttäuscht. Stattdessen gleicht es eher einem Zettel an einer offenen Tür.
Außerdem sollten Sie zwei Dinge trennen. Der rel Wert an einem einzelnen Link ist nicht dasselbe wie die nofollow Regel im robots Tag einer Seite, die für alle Links auf dieser Seite spricht. Den Unterschied erklärt unser Vergleich von noindex und nofollow im Detail.
Zudem ist der Umfang klein. Ein Hinweis an einem Link betrifft die übrigen Links der Seite nicht. Daher verhindert nofollow an einem Menülink nicht, dass die Zielseite über andere Links gefunden wird.
Zusammengefasst ist nofollow bei internen Links ein weiches Signal und keine Zugriffskontrolle. Den Zugriff steuern stattdessen robots.txt, die noindex Regel und ein Passwortschutz.
Was sagt die offizielle Google Dokumentation zu nofollow bei internen Links?
Zunächst empfehlen wir, zwei Seiten zu lesen. Die erste ist Googles Seite zur Kennzeichnung ausgehender Links. Sie beschreibt nofollow als den Wert, den Sie verwenden, wenn andere Werte nicht passen und Google Ihre Website nicht mit der verlinkten Seite in Verbindung bringen oder sie von Ihrer Website aus nicht crawlen soll. Für Links innerhalb Ihrer eigenen Website verweist die Seite zudem auf die disallow Regel in robots.txt.
Die zweite ist Googles Seite zu Best Practices für Links. Dort steht, dass Google nur Links crawlen kann, die ein Anker Element mit einem href Attribut sind. Außerdem empfiehlt die Seite, dass jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website verlinkt sein sollte.
Zusammen ergeben beide Seiten also einen klaren Rahmen:
- Nofollow passt vor allem zu ausgehenden Links, denen Sie nicht vertrauen oder mit denen Sie nicht verbunden sein möchten.
- Wenn Sie das Abrufen eigener Seiten steuern wollen, kommen robots.txt und Indexierungsregeln ins Spiel.
- Wichtige Seiten werden über interne Links entdeckt, deshalb schwächen Sie sich mit abgeschwächten Links selbst.
Hinweis: Formulierungen und Menünamen in der Dokumentation ändern sich mit der Zeit. Prüfen Sie den aktuellen Text auf der jeweiligen Google Seite, bevor Sie entscheiden.
Funktioniert PageRank Sculpting mit nofollow bei internen Links?
PageRank Sculpting ist eine alte Taktik. Sie setzen nofollow auf interne Links zu Seiten, die Sie für unwichtig halten, und hoffen, dass der Linkwert nur zu den wichtigen Seiten fließt. Die Logik wirkt zunächst einfach. Eine Seite hat nur eine begrenzte Menge Linkwert zu verteilen, also bleibt mehr für den Rest übrig, wenn Sie einige Links schließen.
In der offiziellen Dokumentation von Google Search Central haben wir keine klare Aussage gefunden, die diese Idee stützt. Außerdem ist nofollow heute ein Hinweis, das heißt, Google entscheidet selbst, wie es jeden Link behandelt. Das Ergebnis lässt sich deshalb nicht vorhersagen.
Zwar gibt es öffentliche Äußerungen von Google Vertretern, die von der Praxis abraten. Allerdings können wir sie nicht anhand offizieller Dokumente belegen und geben sie deshalb nicht als feste Regel weiter.
Unsere praktische Einschätzung: Die Taktik verspricht einen Gewinn, den Sie nicht messen können, und birgt ein echtes Risiko. Zum Beispiel könnten Sie den Weg zu einer Seite schwächen, die Sie eigentlich ranken lassen wollen. Deshalb empfehlen wir kein nofollow auf internen Links zum Sculpting.
Ein kleines Gedankenspiel: Eine Kategorieseite verlinkt zwanzig Produkte, und Sie setzen bei fünf davon interne Links nofollow. Dann hoffen Sie, dass die übrigen fünfzehn mehr Wert erhalten. Tatsächlich könnten die fünf ihre Entdeckung verlieren, während die fünfzehn keine Veränderung zeigen. Das ist ein Beispiel und keine Messung.
Stattdessen ist der sicherere Weg, die Kategorieseite wirklich nützlich zu machen. Entfernen Sie also Produkte, die Sie nicht mehr brauchen, heben Sie die wichtigen hervor und schreiben Sie klarere Linktexte.
Warum hält sich dieser Mythos so hartnäckig?
Drei Gründe fallen auf. Erstens kursieren alte SEO Anleitungen im Netz weiter und werden ohne Datum wiederholt. Zweitens klingt die Taktik logisch, denn Linkwert als begrenzten Vorrat zu betrachten, fühlt sich intuitiv richtig an.
Drittens ist das Ergebnis schwer messbar, denn viele Faktoren bewegen sich gleichzeitig. Steigen die Rankings nach dem Setzen von nofollow, schreibt man den Erfolg gern der Taktik zu. Dabei können sich im selben Zeitraum Inhalte, Backlinks und Algorithmen geändert haben. Folglich lässt sich Ursache und Wirkung kaum beweisen.
Manche SEO Tools kennzeichnen interne Links mit nofollow zudem als Problem oder als Chance. Deshalb sollten Sie diese Markierung nicht als offizielle Empfehlung verstehen. Das Tool wendet schlicht seine eigene Logik an und erzeugt daraus eine Warnung.
Ein weiterer Grund ist die Vergangenheit, denn ältere Websites sind besonders betroffen. Jemand hat vor Jahren nofollow eingetragen und das Unternehmen später verlassen, und niemand weiß mehr, warum. Die Regel bleibt im Template stehen, weil niemand sie hinterfragt. Regelmäßige Template Prüfungen sind daher eine der günstigsten Vorsichtsmaßnahmen.
Wenn Sie auf Ihrer eigenen Website entscheiden, stellen Sie sich eine Frage: Kann ich den Nutzen dieser Änderung messen? Falls nicht und ein Risiko besteht, ist die Änderung also vermutlich überflüssig.
Welches Werkzeug passt für Anmelde, Warenkorb und Kontoseiten?
Anmeldeseiten, Warenkorb, Kasse und Kontobereich sollen meist nicht in den Suchergebnissen erscheinen. Der erste Reflex lautet dann, den Menülinks dorthin nofollow zu geben. Das löst das Problem allerdings nicht. Denn ein anderer Link, eine Sitemap oder eine externe Quelle kann dieselbe Adresse weiterhin an Google zeigen.
Der richtige Weg ist, die Seite selbst zu steuern:
- Soll die Seite nicht in den Suchergebnissen stehen, geben Sie ihr eine noindex Regel. Google beschreibt diese Regel in der Spezifikation des robots Meta Tags.
- Zweitens sperren Sie eine Seite mit noindex nicht in robots.txt. Google darf sie dann nicht abrufen, kann die Regel nicht lesen und ignoriert sie.
- Für wirklich private Bereiche nutzen Sie einen Passwortschutz.
- Wollen Sie nur das Crawling verringern, denken Sie an eine disallow Regel in robots.txt.
Die Einführung in robots.txt stellt ebenfalls klar, dass robots.txt kein Mechanismus ist, um eine Seite aus Google herauszuhalten. Verwechseln Sie daher diese beiden Werkzeuge nicht.
Warum ist noindex hier besser als nofollow? Weil noindex direkt sagt: Zeige diese Seite nicht in den Ergebnissen. Zudem hängt die Regel nicht von Menüs, Linkpositionen oder fremden Quellen ab. Sie steht auf der Seite und wirkt daher, egal auf welchem Weg Besucher ankommen.
In der Praxis hilft eine kurze Checkliste. Kann Google die Seite crawlen? Steht die Regel auf der richtigen Adresse? Ist die Seite noch in der Sitemap? Eine Seite mit noindex aus der Sitemap zu nehmen, ist daher eine saubere Gewohnheit.
Worin unterscheiden sich noindex, robots.txt und nofollow?
Die drei Werkzeuge beantworten also unterschiedliche Fragen. Deshalb zeigt die folgende Tabelle, welches Sie bei internen Seiten in Betracht ziehen. Für einen längeren Vergleich helfen unsere Artikel über Seiten, die durch noindex ausgeschlossen sind und die robots.txt Anleitung.
| Werkzeug | Was es beeinflusst | Hält es eine Seite aus den Ergebnissen? | Einsatz bei internen Seiten |
|---|---|---|---|
| noindex Regel | Ob die Seite in den Suchergebnissen erscheint | Ja, wenn Google die Seite abrufen und die Regel lesen kann | Passt zu Anmelde, Warenkorb und Dankeseiten |
| robots.txt disallow | Ob ein Crawler eine Adresse abruft | Nein, die Adresse kann trotzdem gelistet werden | Zur Steuerung der Crawling Last |
| nofollow an einem Link | Ein Hinweis zu genau einem Link | Nein, es ist nur ein Hinweis | Selten nötig |
| nofollow auf einer Seite | Ein Hinweis für alle Links dieser Seite | Nein | Nur selten und mit Absicht |
| Passwortschutz | Der Zugang zur Seite | Ja, der Inhalt ist nicht erreichbar | Für wirklich private Bereiche |
Das Fazit: Nofollow auf Linkebene ist in keiner Zeile die Hauptantwort.
Sollten Sie Menü und Footer Links mit nofollow versehen?
In den meisten Websites nein, denn das Risiko überwiegt den Nutzen. Menü und Footer sind die stärksten Orte, um Ihre wichtigen Seiten Nutzern und Suchmaschinen vorzustellen. Setzen Sie dort trotzdem nofollow, schwächen Sie Entdeckung und Kontext Ihrer eigenen wichtigen Seiten.
Ein Szenario, das wir oft sehen: Ein Verantwortlicher entscheidet, dass Datenschutz, Cookies und Kontakt nicht ranken sollen, und lässt deshalb alle Links im Footer mit nofollow versehen. Das Ergebnis: Nutzer haben keinen Vorteil, und die Seiten werden trotzdem indexiert. Das ist also nur ein Beispielszenario.
Wenn Sie Ihr Menü prüfen, helfen diese Fragen:
- Führt der Link zu einer Seite, die Nutzer brauchen, lassen Sie ihn unverändert.
- Soll eine Seite nicht in der Suche erscheinen, wirkt eine noindex Regel unabhängig vom Link.
- Gibt es zu viele unnötige Links, vereinfachen Sie das Menü, statt nofollow zu setzen.
Denken Sie außerdem an die Besucher. Links im Menü und im Footer helfen Menschen bei der Orientierung. Nofollow ändert für sie allerdings nichts. Zudem trübt es nur ein Signal für die Suchmaschine, sodass Nutzer nichts gewinnen und die Struktur der Website an Klarheit verlieren kann.
Zur Gestaltung des Menüs selbst lesen Sie unseren Leitfaden zur Menügestaltung.
Setzen SEO Plugins automatisch nofollow auf interne Links?
Manche Plugins und Themes können bestimmten Links von sich aus rel Werte hinzufügen. Zum Beispiel Kommentarlinks, Autorenseiten, Warenkorb Schaltflächen oder ausgehende Links. Dieses Verhalten hängt von Plugin, Theme und Einstellungen ab, daher können wir keine allgemeine Regel nennen.
Deshalb sollten Sie nichts annehmen, sondern prüfen. Entdecken Sie nofollow an einem internen Link, suchen Sie zunächst die Quelle. Ist es ein Theme Template, eine Plugin Einstellung oder ein von Hand im Editor eingetragener Wert?
Achten Sie bei der Plugin Wahl außerdem darauf, wie es mit internen Links umgeht. Beliebte Optionen vergleichen wir im Vergleich gängiger SEO Plugins. Bestätigen Sie aktuelle Einstellungsnamen in der Hilfe des Plugins, denn Bezeichnungen im Menü ändern sich zwischen den Versionen.
Noch ein Punkt: Was ein Plugin automatisch tut, ist kein Beweis dafür, dass es richtig ist. Eine Einstellung bewusst zu wählen, ist deshalb gesünder als sich auf einen Standardwert zu verlassen.
Zum Beispiel kann ein Theme Update einen neuen Standard mitbringen. Crawlen Sie daher nach jedem größeren Update kurz Menü, Footer und Kommentarbereiche erneut. Eine Prüfung von zehn Minuten kann einen Verlust verhindern, der sonst monatelang unbemerkt bliebe.
Wie finden Sie interne Links nofollow auf Ihrer Website?
Zunächst klären Sie, ob überhaupt ein Problem besteht. Auf einer kleinen Website reicht eine manuelle Prüfung. Auf einer großen Website setzen Sie dann einen Crawler ein.
- Zunächst öffnen Sie eine wichtige Seite im Browser und rufen Sie den Seitenquelltext auf.
- Danach suchen Sie im Quelltext nach dem Wort nofollow und prüfen Sie, ob der Link auf Ihre eigene Domain zeigt.
- Prüfen Sie Template Bereiche getrennt: Menü, Footer, Seitenleiste und Inhaltsbereich.
- Crawlen Sie die gesamte Website mit einem Crawling Tool und filtern Sie die Links nach ihrem rel Wert.
- Schließlich gruppieren Sie Ihre Funde nach Template, Plugin oder von Hand eingetragen.
Für einen schnellen ersten Blick probieren Sie also unseren SEO Check. Kaputte oder umgeleitete interne Links erfassen Sie im selben Durchgang mit dem Broken Link Checker.
Danach erstellen Sie eine kurze Tabelle: Welche Seite, welcher Link, welche Quelle. Diese Liste ist dann Ihre Roadmap für die Bereinigung.
Wie entfernen Sie interne Links nofollow sauber?
Die Bereinigung von internen Links nofollow ist ebenso wichtig wie die Erkennung, und auch die Reihenfolge zählt. Nehmen Sie deshalb keine Massenänderungen in Eile vor. Klären Sie zuerst die Quelle und beginnen Sie dann mit einer kleinen Gruppe.
- Erstens entfernen Sie bei Template Links den rel Wert in der Theme Datei oder der Menüeinstellung.
- Fügt ein Plugin ihn hinzu, schalten Sie dann die passende Option in den Plugin Einstellungen aus.
- Werte, die von Hand im Inhalt stehen, korrigieren Sie einzeln im Editor.
- Für Seiten, die nicht in die Suche sollen, setzen Sie eine noindex Regel statt nofollow.
- Schließlich crawlen Sie nach der Änderung dieselben Seiten erneut und prüfen Sie das Ergebnis.
Haben Sie eine Seite ganz entfernt, ist eine Weiterleitung oft besser als das Löschen des Links. Dazu lesen Sie: Wie lange Sie 301 Weiterleitungen behalten sollten.
Hinweis: Ändern Sie in kleinen Schritten und notieren Sie das Datum jedes Schritts. Somit können Sie zurückgehen, falls etwas schiefläuft.
Bevor Sie eine Regel hinzufügen, verlangen Sie eine Begründung in einem Satz: Für welche Seite ist sie gedacht, und welches Problem löst sie? Ist die Antwort unklar, lassen Sie die Regel dann weg. Diese Gewohnheit hält somit ein Template auch nach Jahren verständlich.
Beeinflussen interne Links nofollow das Crawling Ihrer Website?
Manche erwarten, dass interne Links nofollow das Crawling von Google auf wichtige Seiten lenkt. Weil nofollow ein Hinweis ist, bleibt diese Erwartung unsicher. Google kann dem Link trotzdem folgen.
Ist die Crawling Last dennoch ein echtes Problem, ist Googles offizieller Rat klarer. Wollen Sie verhindern, dass Google einen Link zu einer Seite Ihrer eigenen Website abruft, nutzen Sie die disallow Regel in robots.txt. Zudem sollten Sie die Ursache suchen. Filter und Parameterkombinationen können zum Beispiel endlos viele Adressen erzeugen.
Wir empfehlen diese Reihenfolge:
- Bestätigen Sie das Problem zuerst in den Crawling Daten der Search Console.
- Zweitens beheben Sie den Aufbau, der unnötige Adressen erzeugt.
- Drittens schließen Sie bei Bedarf diese Adressmuster in robots.txt.
- Betrachten Sie nofollow dann nur als letzten und rein unterstützenden Hinweis.
Sehen Sie kein Crawling Problem, fassen Sie interne Links nicht aus Sorge an. Eine Änderung ohne zu lösendes Problem bringt somit nur neues Risiko. Bei Websites mit vielen Filtern hilft unser Artikel zur Facettennavigation weiter.
Wann verursacht eine nofollow Regel auf Seitenebene Probleme?
Der rel Wert an einem Link und die robots Regel auf einer Seite sind verschiedene Ebenen. Googles Spezifikation des robots Meta Tags beschreibt die nofollow Regel auf Seitenebene als Anweisung, den Links dieser Seite nicht zu folgen. Steht die Regel auf einer Seite, sind also alle Links darauf betroffen.
Das Problem beginnt dann, wenn die Regel versehentlich in einem Template landet und sich auf Hunderte Seiten verbreitet. Erhalten Kategorie oder Tag Seiten nofollow, ändert sich der Hinweis für jeden internen Link von dort zu Produkten und Beiträgen.
Dieser Fehler fällt schwer auf, weil die Seite normal aussieht und normal funktioniert. Diese Anzeichen sollten Sie beachten:
- Neue Inhalte werden später entdeckt als erwartet.
- Nur Seiten mit einem bestimmten Template laufen schlecht.
- Nach einer Änderung an Theme oder Plugin wurde es schlechter.
Zur Kontrolle von internen Links nofollow prüfen Sie zunächst die robots Regel im Seitenquelltext. Außerdem zeigt Ihnen das Werkzeug der Search Console, das eine einzelne Adresse untersucht, wie Google die Seite sieht.
Was tun mit Links in Kommentaren und Foren?
Hier ist die Lage allerdings anders. Wo Nutzer Links hinterlassen können, etwa in Kommentaren, Foren und Frage Antwort Bereichen, empfiehlt Googles Dokumentation ugc oder nofollow. Diese Links haben nicht Sie gesetzt, daher ist es sinnvoll zu signalisieren, dass Sie dafür nicht bürgen.
Trennen Sie das trotzdem von den internen Links, die Sie selbst setzen. ugc an einem Link eines Kommentators ist etwas anderes als nofollow, wenn Ihr eigener Beitrag auf Ihre eigene Produktseite verlinkt.
Der SEO Effekt von Kommentarbereichen und der Umgang mit Spam sind daher ein eigenes Thema. Dazu lesen Sie unseren Beitrag über Blogkommentare und SEO.
Kurz gesagt: Kennzeichnen Sie Links, die andere setzen, und verbinden Sie Ihre eigenen Seiten mit normalen Links.
Wann können interne Links nofollow doch Sinn ergeben?
Ehrlich gesagt selten, denn nur ein klares Ziel rechtfertigt es. In der offiziellen Dokumentation haben wir kein Szenario gefunden, das nofollow für interne Links ausdrücklich empfiehlt. Die folgenden Fälle sind also unsere Einschätzung aus der Praxis und keine offizielle Empfehlung.
- Die Crawling Last durch endlose Filter oder Kalender Links verringern. Selbst dann sind robots.txt und ein sauberer Aufbau die Hauptwerkzeuge.
- Ugc oder nofollow für interne Links zu von Nutzern erstellten Profilseiten abwägen.
- Kurzfristig in einer Testumgebung, in einer vorläufigen Struktur oder während eines Umzugs einsetzen.
In keinem dieser Fälle reicht nofollow allein aus. Es ist ein Hinweis, und Google kann dem Link dennoch folgen. Brauchen Sie ein sicheres Ergebnis, wählen Sie daher ein stärkeres Werkzeug.
Fragen Sie sich bei der Entscheidung, ob die Seite nicht in der Suche erscheinen oder nicht gecrawlt werden soll. Das sind also zwei verschiedene Fragen, und sie brauchen verschiedene Werkzeuge.
Welche Verbesserungen bei internen Links wirken statt nofollow wirklich?
Statt Linkwert wie einen knappen Vorrat zu verwalten, konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Qualität der Links. Googles Dokumentation zu Links weist in dieselbe Richtung: beschreibende und knappe Linktexte, crawlbare Links und mindestens ein interner Link auf jede wichtige Seite.
Diese Anpassungen machen in der Praxis den größten Unterschied:
- Verlinken Sie wichtige Seiten aus dem Hauptmenü und aus verwandten Inhalten.
- Ersetzen Sie "hier klicken" durch einen Linktext, der das Ziel beschreibt.
- Finden Sie verwaiste Seiten, also Seiten ohne eingehende Links, und verbinden Sie sie mit passenden Inhalten.
- Verringern Sie die Klicktiefe, damit wichtige Seiten nur wenige Klicks von der Startseite entfernt liegen.
- Führen Sie doppelte und wertarme Seiten zusammen oder entfernen Sie sie.
Zudem verbessern all diese Schritte die Erfahrung der Besucher. Leser erreichen die gewünschte Seite schneller, und Sie pflegen Ihre Linkstruktur mit weniger Aufwand. Nofollow dagegen berührt nur die Seite der Suchmaschine und bringt Nutzern nichts.
Diese Liste ist allerdings keine Zauberei, aber messbar und nützlich. Für den größeren Rahmen lesen Sie unsere Tipps zum technischen SEO.
Ändern sich die Rankings, wenn Sie nofollow entfernen?
Das können wir allerdings nicht garantieren. Das Entfernen von nofollow kann zum Beispiel bei manchen Websites Entdeckung und Crawling verbessern. Die Wirkung auf die Rankings hängt von Ihrer Struktur, dem Wettbewerb und anderen Signalen ab. Daher verspricht keine Änderung einen sicheren Anstieg.
Behandeln Sie die Bereinigung deshalb wie ein Experiment. Notieren Sie vor der Änderung Impressionen, Klicks und durchschnittliche Position der betroffenen Seiten in der Search Console. Einige Wochen später vergleichen Sie dann denselben Zeitraum.
Wie Sie diese Berichte lesen, erfahren Sie in unserer Search Console Anleitung.
Versuchen Sie außerdem, jeweils nur eine Variable zu ändern. Bearbeiten Sie in derselben Woche Titel, Inhalte und Links, wissen Sie nicht, welcher Schritt die Wirkung erzeugt hat. Halten Sie die Erwartungen realistisch, denn solche Änderungen bringen meist kleine, aber sich summierende Gewinne.
Was sollten Sie nach der Änderung beobachten?
Nachdem Sie interne Links oder Indexierungsregeln angepasst haben, beobachten Sie dann die Ergebnisse. Sonst erfahren Sie nie, ob die Änderung gewirkt hat.
- Verfolgen Sie im Indexierungsbericht der Search Console, wie sich die Seitenzahl verändert.
- Bestätigen Sie, dass Seiten mit einer noindex Regel mit der Zeit in die Gruppe der ausgeschlossenen Seiten wandern.
- Notieren Sie, wie schnell neue Inhalte entdeckt werden.
- Vergleichen Sie Impressionen und Klicks wichtiger Seiten mit dem Vorzeitraum.
- Prüfen Sie die Crawling Statistiken auf einen unerwarteten Rückgang oder mehr Fehler.
Alle diese Daten bewegen sich langsam. Geraten Sie daher in den ersten Tagen nicht in Panik und warten Sie einige Wochen. Sehen Sie einen plötzlichen, unerwarteten Einbruch, nehmen Sie Ihre letzte Änderung zurück und suchen Sie die Ursache.
Welche Fehler passieren bei nofollow am häufigsten?
Konkret begegnen uns in Prüfungen immer wieder dieselben Fehler. Alle entstanden mit guter Absicht, doch keiner brachte das erwartete Ergebnis.
- Massenhaft nofollow auf alle Links in Footer und Menü zu setzen.
- Anmelde und Warenkorbseiten zu verstecken, indem Sie nur interne Links nofollow setzen.
- Eine Seite mit noindex gleichzeitig in robots.txt zu sperren.
- Anzunehmen, dass PageRank Sculpting mit internen Links nofollow noch funktioniert.
- Ein vom Plugin hinzugefügtes nofollow jahrelang unbemerkt stehen zu lassen.
- Eine nofollow Regel für die ganze Seite versehentlich ins Template zu schreiben.
Der letzte Punkt ist besonders riskant, denn er bleibt unsichtbar. Eine seitenweite Regel im Template gibt für jeden Link dieser Seiten einen Hinweis. Somit entsteht ein Verlust, der schwer zu bemerken ist.
Um solche Probleme zu entdecken, bauen Sie sich die Gewohnheit regelmäßiger Crawls auf.
Welche Lösung wählen Sie in welcher Situation?
Damit die Entscheidung leichter fällt, hier eine kurze Übersicht. Jede Zeile verbindet ein Ziel mit dem Werkzeug, das wir empfehlen.
- Die Seite soll nicht in der Suche erscheinen: Setzen Sie eine noindex Regel und sperren Sie sie nicht in robots.txt.
- Soll die Seite für alle geschlossen sein: Nutzen Sie Passwortschutz.
- Die Crawling Last soll sinken: Passen Sie robots.txt und den Linkaufbau gemeinsam an.
- Ein Nutzerlink ist nicht vertrauenswürdig: Erwägen Sie ugc oder nofollow.
- Eine wichtige Seite soll stärker werden: Fügen Sie mehr passende interne Links und bessere Linktexte hinzu.
Beachten Sie: Kein Schritt lautet "setze nofollow auf den internen Link". Das ist also kein Zufall. Für die meisten Anforderungen an interne Links gibt es klarere Werkzeuge.
Wenn Sie Ihre Regeldatei vorbereiten, hilft Ihnen unser robots.txt Generator beim Entwurf. Testen Sie daher immer, bevor Sie veröffentlichen.
Beispielszenario: Was tun Sie in einem kleinen Onlineshop?
Das Folgende ist ein Beispielszenario und kein echtes Kundenergebnis. Stellen Sie sich zum Beispiel einen kleinen Shop vor. Das Hauptmenü listet Kategorien, und im Footer stehen Links zu Konto, Warenkorb und Datenschutz. Das Theme setzt außerdem automatisch nofollow auf die Links zu Warenkorb und Konto.
Zunächst fällt Ihnen auf, dass nofollow hier unklar wirkt, weil die Warenkorbadresse auch auf anderen Wegen gefunden werden kann. Danach setzen Sie diese Schritte um:
- Geben Sie Warenkorb, Kasse und Kontoseiten eine noindex Regel.
- Sperren Sie diese Seiten nicht in robots.txt, damit Google die Regel lesen kann.
- Entfernen Sie unnötige Links aus dem Menü und behalten Sie die, die Nutzer brauchen.
- Lassen Sie bei internen Links zu Kategorie und Produktseiten kein nofollow stehen.
Somit wird Ihre Linkstruktur einfacher, und jede Regel hat einen Grund. Verfolgen Sie die Wirkung dann in der Search Console und versprechen Sie sich im Voraus kein bestimmtes Ergebnis.
Wie geht unser Team bei einer Prüfung der internen Links vor?
Als Talha Aslan und Team messen wir bei einer Website Prüfung zunächst den Ist Zustand und entscheiden dann Punkt für Punkt. Unser Ziel ist also nicht, Links zu verschönern. Wir wollen erklären können, welche Regel auf welcher Seite steht und warum.
Meist gehen wir in dieser Reihenfolge vor: Crawlbarkeit, Indexierungsregeln, Linkstruktur und zuletzt die inhaltlichen Beziehungen. Somit erkennen wir, ob ein Problem von einem Link, einer Regel oder vom Inhalt selbst kommt.
Wenn Sie lieber allein arbeiten, sind die Schritte in diesem Beitrag also ein solider Anfang. Hat Ihre Website ein komplexes Template, viele Plugins oder einen großen Katalog, spart ein Blick von Experten Zeit. Dann schauen Sie sich unsere Leistung SEO Beratung an.
Welchen Weg Sie auch gehen, bewahren Sie die Daten von vor und nach der Änderung auf. Dann sehen Sie den Zusammenhang zwischen Entscheidung und Ergebnis.
Fazit: Was ist die kurze Regel für interne Links nofollow?
Die kurze Regel: Verbinden Sie Ihre eigenen Seiten mit normalen Links, steuern Sie Seiten, die nicht in die Suche sollen, mit noindex und regeln Sie die Crawling Last mit robots.txt. Heben Sie nofollow stattdessen für Links auf, die andere setzen oder denen Sie nicht vertrauen.
In der offiziellen Dokumentation haben wir keine Aussage gefunden, die PageRank Sculpting mit nofollow auf internen Links empfiehlt. Gehen Sie daher mit jedem Rat, der einen solchen Gewinn verspricht, vorsichtig um.
Das Nützlichste, was Sie nach diesem Beitrag tun können: Crawlen Sie Ihre Website einmal und prüfen Sie, ob interne Links nofollow tragen. Bereinigen Sie die Liste dann nach dem Entscheidungsweg oben.
Hinweis: Googles Dokumentation und Oberflächen können sich ändern. Prüfen Sie vor Ihrer Entscheidung die aktuelle Version der jeweiligen offiziellen Seite.



