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Was sind Backlinks? Warum Linkqualität für SEO den Unterschied macht

Talha AslanTalha Aslan 17 Min. Lesezeit 3 Aufrufe

Backlinks sind in fast jedem ersten SEO Gespräch mit neuen Kunden ein Thema. Manche starten mit dem Satz "Wir brauchen 500 Links bis zum nächsten Quartal". Andere fragen, warum ihre Rankings nach einem günstigen Linkpaket eingebrochen sind. In diesem Beitrag erkläre ich, was Backlinks wirklich sind und wie Google sie liest. Außerdem zeige ich, wie Sie einen wertvollen Link von einem riskanten unterscheiden. Dazu kommen Linkkauf, die Attribute nofollow, sponsored und ugc sowie das Disavow Tool, jeweils auf Basis der offiziellen Google Dokumentation.

Was sind Backlinks und warum sind sie für SEO wichtig?

Backlinks sind klickbare Verweise von einer fremden Website auf eine Seite Ihrer Website. Google nutzt sie, um neue Seiten zu entdecken und um einzuschätzen, wie relevant eine Seite für ein Thema ist. Deshalb stärken passende, redaktionell vergebene Backlinks Ihre Rankings, während manipulative Links vor allem Risiko bringen.

Google formuliert das selbst sehr klar. Laut der Seite zu Best Practices für Links verwendet Google Links als Signal, um die Relevanz von Seiten zu bestimmen und neue Seiten zum Crawlen zu finden. Ein Backlink ist also keine Rankinggarantie. Zusammen mit starken Inhalten bleibt er allerdings eines der ältesten Signale, das Ihr Ansehen bei Suchmaschinen prägt.

Wie liest Google einen Link?

Zunächst muss Google den Link crawlen können. Laut Dokumentation crawlt Google einen Link nur, wenn er ein a Element mit einem href Attribut ist. Ein Button mit reinem JavaScript Klick zählt nicht, selbst wenn er Nutzer auf Ihre Seite bringt. Daher spielt es eine Rolle, wie eine fremde Website ihren Verweis auf Sie technisch umsetzt.

Dann folgt die zweite Ebene, der Kontext. Der umgebende Text, der Ankertext und das Thema der verlinkenden Seite geben Google Hinweise. Ein Link in der Projektbesprechung eines Architekturmagazins sagt zum Beispiel weit mehr aus als ein Footerlink auf einer fremden Gutscheinseite. Die dritte Ebene ist die Absicht. Links, die vor allem Rankings manipulieren sollen, behandelt Google als eigene Kategorie und über seine Spamrichtlinien.

Kurz gesagt: Google wiegt Links, statt sie nur zu zählen. Meine Erfahrung aus der Praxis passt dazu. Websites mit weniger Backlinks aus den richtigen Quellen landen oft vor Seiten mit viel größeren Profilen. Das ist eine Beobachtung, keine Regel. Trotzdem empfehle ich, Ihre Strategie an Quellen auszurichten und nicht an Stückzahlen.

Woran erkennen Sie hochwertige Backlinks?

Einen offiziellen Qualitätswert für Backlinks gibt es nicht. Die "Autorität" aus SEO Tools ist eine Schätzung der Anbieter und keine Kennzahl von Google. Deshalb prüfe ich jeden Link mit ein paar einfachen Fragen:

  • Thematische Nähe: Passt die verlinkende Website zu Ihrer Branche oder Ihrer Zielgruppe?
  • Redaktionelle Entscheidung: Hat eine Redaktion den Link freiwillig gesetzt, oder steckt eine Zahlung dahinter?
  • Echter Traffic: Lesen Menschen diese Seite, und klicken einige davon zu Ihnen?
  • Kontext: Steht der Link in einem sinnvollen Satz im Haupttext?
  • Natürlicher Ankertext: Lautet der Ankertext auf Ihre Marke oder beschreibt er das Thema schlicht?
  • Saubere Quelle: Wirkt die Website wie Teil eines Netzwerks, das gegen Geld jeden verlinkt?

Können Sie mindestens vier dieser Fragen nicht klar mit Ja beantworten, bringt der Link vermutlich wenig. Zudem hilft ein einfacher Test. Würde ein echter Leser auf diesen Link klicken wollen? Falls nicht, sollten Sie auch von Google kein großes Gewicht dafür erwarten.

Auch das Tempo zählt. Ein natürliches Profil wächst unregelmäßig: Ein Artikel erwähnt Sie, dann folgen ruhige Wochen, danach verlinkt ein Fachbeitrag Ihren Leitfaden. Dagegen wirkt dieselbe Anzahl gleichartiger Links in jedem Monat wie ein Zeitplan. Eine ganz neue Website mit Hunderten Links im ersten Monat, noch ohne nennenswerte Inhalte, wirft zum Beispiel sofort Fragen auf. Bewerten Sie Qualität also auch nach Tempo und Muster, nicht nur nach der Quelle.

Wie unterscheiden Sie wertvolle von riskanten Links?

Wenn ich das Backlinkprofil eines Kunden prüfe, nutze ich die folgende Gegenüberstellung. Sie ist kein Punktesystem. Stattdessen fasst sie die Signale zusammen, auf die Sie achten sollten.

MerkmalWertvoller LinkRiskanter Link
QuelleFachpresse, Verbände, echte Kunden, LokalpresseSeiten, die alles zu jedem Thema veröffentlichen, automatische Verzeichnisse
PlatzierungIm Fließtext, im passenden ZusammenhangFooter, Seitenleiste, Signatur, Widget
AnkertextMarkenname, Seitentitel, natürliche FormulierungImmer wieder dasselbe kommerzielle Keyword
HerkunftRedaktionelle Wahl, Kooperation, NachrichtenwertBezahlung, Linktausch, automatisches Tool
AttributBei redaktionellen Links nicht nötigBezahlt, aber ohne sponsored oder nofollow
TrafficLeser klicken und bleibenBringt keinen einzigen Besucher

Ein einzelnes Signal aus der rechten Spalte bedeutet nicht immer ein Problem. Eine alte Forensignatur schadet zum Beispiel selten. Wiederholt sich dasselbe Muster allerdings über Hunderte Links, wirkt das ganze Profil künstlich. Deshalb schaue ich zuerst auf das Gesamtmuster und erst danach auf einzelne Links.

Was verbietet die Google Richtlinie zu Link Spam?

In den Spamrichtlinien für die Google Websuche beschreibt Google Link Spam als das Erstellen von Links zu oder von einer Website, hauptsächlich um Suchrankings zu manipulieren. Die Beispiele aus der Richtlinie decken fast alle Fehler ab, die mir in der Praxis begegnen:

  1. Kauf oder Verkauf von Links für Rankingzwecke, auch Geld für Beiträge mit Links.
  2. Übermäßiger Linktausch oder Partnerseiten, die nur der gegenseitigen Verlinkung dienen.
  3. Automatische Programme oder Dienste, die Links zu Ihrer Website erzeugen.
  4. Textanzeigen oder Textlinks, die keine Rankingwirkung blockieren.
  5. Advertorials, bei denen Geld für Artikel mit optimierten Ankertexten fließt.
  6. Links aus minderwertigen Verzeichnissen oder Bookmarkseiten.
  7. Keywordlastige, versteckte oder minderwertige Links in Widgets, die andere einbinden.
  8. Forenkommentare mit optimierten Links in der Signatur.

Der rote Faden ist die Absicht. Derselbe Link ist in Ordnung, sobald Sie ihn klar als Werbung kennzeichnen. Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob ein Link existiert. Sie lautet vielmehr, ob er vor allem Rankings verschieben soll.

Warum ist es riskant, Backlinks zu kaufen?

Google verbietet bezahlte Links nicht grundsätzlich. Laut Richtlinie ist ein bezahlter Link mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" regelkonform. Werbung ist also erlaubt. Problematisch wird es erst, wenn jemand diese Kennzeichnung absichtlich weglässt, damit der Link Rankingwirkung überträgt.

Die Risiken gekaufter Backlinks lassen sich aus meiner Sicht in drei Gruppen fassen:

  • Keine Wirkung: Google kann solche Links algorithmisch erkennen und ignorieren. Ihr Geld bringt dann kein einziges Signal.
  • Manuelle Maßnahme: Laut Richtlinie erkennt Google Verstöße über automatische Systeme und bei Bedarf durch menschliche Prüfung. Betroffene Websites ranken dann schlechter oder verschwinden aus den Ergebnissen.
  • Aufräumkosten: Die Links bleiben online, auch wenn Sie das Paket kündigen. Entfernungsanfragen und Audits kosten oft mehr Aufwand als das Paket selbst.

Dazu kommt ein leiser Verlust, nämlich das Budget. Hätten Sie dasselbe Geld in Inhalte, technische Verbesserungen oder echte Pressearbeit gesteckt, besäßen Sie heute einen bleibenden Wert. Daher rate ich Kunden bei jedem Angebot für "schnelle Backlinks" zuerst zu einer Frage: Wo ist die vollständige Liste der Quellen? Verweigert der Anbieter sie, lassen Sie es.

Was haben SpamBrain und die Link Spam Updates verändert?

SpamBrain ist Googles KI System zur Spamabwehr. In der Ankündigung zum Link Spam Update vom Dezember 2022 erklärte Google, dass SpamBrain nun sowohl Websites erkennt, die Links kaufen, als auch Websites, die ausgehende Links weiterreichen. Als Ziel nannte Google, die Wirkung unnatürlicher Links auf die Suchergebnisse zu neutralisieren.

Das hat zudem eine praktische Folge. Ein neutralisierter Link bestraft Sie nicht, doch der Wert, den er bisher weitergab, verschwindet. Eine Website, die mit einem Linkpaket gestiegen ist, fühlt sich nach einem Update deshalb oft "abgestraft". Meistens ist allerdings nur die künstliche Stütze weggefallen.

Meine Schlussfolgerung ist daher einfach. Jeder Gewinn, der auf Tricks gegenüber dem Algorithmus beruht, bleibt vorübergehend. Google erkennt diese Muster mit jedem Update besser. Somit rate ich davon ab, Ihre Sichtbarkeit auf Signale zu stützen, die das nächste Update löschen kann.

Können auch Ihre ausgehenden Links ein Risiko sein?

Ja. Die Definition von Link Spam umfasst Links zu oder von einer Website, sie gilt also auch für ausgehende Links. Veröffentlichen Sie bezahlte Artikel und lassen deren Links ungekennzeichnet, treten Sie selbst als Verkäufer auf.

Konkret sehe ich vor allem zwei Probleme. Erstens ziehen offene Kommentarbereiche und Foren Spamlinks von Nutzern an. Hier helfen das Attribut ugc und eine konsequente Moderation. Zweitens verlangen Anfragen für Gastbeiträge oft einen Link mit immer demselben kommerziellen Ankertext. Fragen Sie dann, ob der Beitrag Ihren Lesern wirklich hilft. Falls nicht, lehnen Sie ab. Falls doch, setzen Sie einen natürlichen Ankertext und bei Bezahlung oder Gratisware zusätzlich sponsored.

Zusammengefasst prägen auch die Links, die Sie vergeben, wie vertrauenswürdig Ihre Website wirkt. Deshalb empfehle ich eine kurze schriftliche Regel für ausgehende Links, gerade wenn mehrere Personen auf Ihrer Website veröffentlichen.

Was ist der Unterschied zwischen nofollow, sponsored und ugc?

Diese drei Werte gehören in das rel Attribut eines a Tags und sagen Google, um welche Art Link es sich handelt. Googles Anleitung zum Qualifizieren ausgehender Links beschreibt sie so:

  • rel="sponsored": Für Links, die Werbung oder bezahlte Platzierungen sind. Google bevorzugt diesen Wert für bezahlte Links.
  • rel="ugc": Für Links in nutzergenerierten Inhalten, etwa Kommentaren und Forenbeiträgen.
  • rel="nofollow": Für Fälle, in denen die anderen Werte nicht passen und Google Ihre Website nicht mit der verlinkten Seite in Verbindung bringen soll.

Sie können mehrere Werte kombinieren, getrennt durch Leerzeichen oder Komma, etwa rel="ugc nofollow". Außerdem bleibt nofollow für bezahlte Links zulässig, auch wenn Google sponsored bevorzugt. Verkaufen Sie selbst Advertorials, sollten Sie diese Kennzeichnung als feste Regel in Ihrem CMS hinterlegen.

Warum sind diese Attribute nur Hinweise und keine festen Regeln?

Im September 2019 kündigte Google im Beitrag "Evolving nofollow" an, alle drei Werte als Hinweise statt als Anweisungen zu behandeln. Laut demselben Beitrag gilt nofollow ab dem 1. März 2020 auch für Crawling und Indexierung nur noch als Hinweis. Google kann einen markierten Link also trotzdem zur Entdeckung nutzen, wenn es einen Grund dafür sieht.

Somit räumt diese Änderung mit zwei Mythen auf. Der erste lautet, nofollow Links hätten gar keinen Wert. Auch ohne Rankingwirkung bringen solche Links Besucher, Bekanntheit und Entdeckung. Der zweite Mythos lautet, nofollow halte Google von einer Seite fern. Möchten Sie eine Seite aus dem Index halten, ist noindex das richtige Werkzeug, nicht nofollow.

In der Praxis halte ich eine Mischung aus Follow Links und nofollow Links für völlig gesund. Ein Profil nur aus Follow Links wirkt dagegen ungewöhnlich, vor allem bei einer jungen Website.

Wie sollte der Ankertext aussehen?

Der Ankertext ist der sichtbare, klickbare Text eines Links. Googles Linkdokumentation empfiehlt, dass er beschreibend, knapp und natürlich ist. Allgemeine Formulierungen wie "hier klicken" oder "mehr lesen" sagen weder Lesern noch Suchmaschinen etwas. Andererseits rät dieselbe Seite davon ab, jedes Keyword in Ankertexte zu stopfen.

Bei Backlinks wählen Sie den Ankertext meist nicht selbst, und das ist gut so. Ein natürliches Profil mischt Markenname, Domain, Seitentitel und schlichte Themenbeschreibungen. Hunderte Links mit derselben kommerziellen Phrase deuten dagegen auf eine Kampagne hin. Genau dieses Muster beschreibt das Advertorial Beispiel in der Spamrichtlinie.

Bei internen Links haben Sie den Ankertext dagegen komplett in der Hand. Dort dürfen Sie beschreibende Formulierungen nahe an Ihren Zielbegriffen nutzen. Welche Formulierung zu welcher Seite gehört, klären Sie am besten mit der Methode aus meinem Beitrag Keywords finden, die verkaufen.

Wie erkennen und beheben Sie eine manuelle Maßnahme?

Eine manuelle Maßnahme bedeutet: Eine Person bei Google hat entschieden, dass Ihre Website gegen die Richtlinien verstößt. Sie sehen dann einen Eintrag im Bericht "Manuelle Maßnahmen" der Search Console. Einträge zu Links lauten meist "Unnatürliche Links zu Ihrer Website" oder "Unnatürliche Links von Ihrer Website".

Finden Sie einen solchen Eintrag, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Öffnen Sie den Bericht und prüfen Sie den Umfang: ganze Website oder einzelne Bereiche?
  2. Exportieren Sie eine vollständige Linkliste aus dem Linkbericht und Ihren Tools.
  3. Markieren Sie alle bezahlten, getauschten oder automatisch erzeugten Links.
  4. Schreiben Sie die Websitebetreiber an und bitten Sie um Entfernung oder ein passendes Attribut.
  5. Erstellen Sie für Links, die bleiben, eine Disavow Datei.
  6. Dokumentieren Sie jeden Schritt und stellen Sie einen Antrag auf erneute Überprüfung.

Seien Sie in diesem Antrag vor allem konkret und ehrlich. Beschreiben Sie, was Sie getan haben, wen Sie kontaktiert haben und wie Sie eine Wiederholung verhindern. Eine kurze Notiz nach dem Motto "alles behoben" führt oft zu einer zweiten Runde.

Wann sollten Sie das Disavow Tool nutzen?

Mit dem Disavow Tool bitten Sie Google, bestimmte Links nicht zu berücksichtigen. Die Hilfeseite von Google nennt es allerdings eine erweiterte Funktion, die Sie nur mit Vorsicht einsetzen sollten. Laut dieser Seite kommt das Tool nur infrage, wenn zwei Bedingungen zusammen zutreffen. Erstens verweisen viele spammige, künstliche oder minderwertige Links auf Ihre Website. Zweitens haben diese Links eine manuelle Maßnahme ausgelöst oder werden es wahrscheinlich tun.

Falscher Einsatz kann Ihrer Leistung schaden, denn Sie verwerfen dabei womöglich gute Links. Beachten Sie beim Erstellen der Datei diese Regeln:

  • Pro Zeile steht eine URL oder eine Domain; für ganze Domains nutzen Sie das Präfix domain:.
  • Kommentarzeilen beginnen mit #.
  • Speichern Sie die Datei als .txt, kodiert als UTF8 oder 7 Bit ASCII.
  • Die Datei darf höchstens 100.000 Zeilen und 2 MB umfassen.
  • Unterpfade wie example.com/en/ können Sie nicht gezielt entwerten.

Laut Google dauert es nach dem Hochladen einige Wochen, bis die Liste greift. Ändern Sie die Datei deshalb nicht ständig, während Sie auf Ergebnisse warten.

Wie prüfen Sie Ihre Backlinks?

Starten Sie mit einer kostenlosen Quelle, dem Linkbericht in der Search Console. Er zeigt die häufigsten verlinkenden Websites, Ihre am häufigsten verlinkten Seiten und die häufigsten Linktexte. Der Bericht liefert eine Stichprobe und keine vollständige Liste. Dennoch kommt er dem am nächsten, was Google tatsächlich sieht.

Ich halte mich dabei an eine feste Reihenfolge. Zunächst öffne ich die wichtigsten verlinkenden Websites einzeln und entscheide, ob es sich um eine echte Publikation oder ein Linknetzwerk handelt. Danach gruppiere ich die Ankertexte und suche nach wiederholten kommerziellen Phrasen. Schließlich prüfe ich, ob die am häufigsten verlinkten Seiten noch funktionieren.

Den letzten Schritt überspringen viele Teams, obwohl er viel bringt. Ein Backlink auf eine gelöschte oder verschobene Seite verpufft ohne Weiterleitung. Mit dem Redirect Checker prüfen Sie schnell, ob diese Adressen per 301 am richtigen Ziel ankommen. Steht ein Relaunch an, verhindert der Schritt mit der Weiterleitungsliste aus meinem Beitrag SEO beim Website Relaunch schützen diesen Verlust.

Wie gewinnen Sie Backlinks auf natürliche Weise?

Ein natürlicher Link entsteht, wenn jemand Sie seinen eigenen Lesern empfehlen möchte. Fragen Sie also nicht zuerst "Wie bekomme ich Links?", sondern "Warum sollte uns jemand verlinken?". Folgende Wege haben bei meinen Kunden am zuverlässigsten funktioniert:

  • Referenzinhalte: Eigene Daten, gründliche Leitfäden, branchenspezifische Rechner oder Checklisten.
  • Kostenlose Tools: Ein kleiner Rechner, der ein echtes Problem löst, sammelt oft über Jahre Links.
  • Expertenstimme: Schnelle, klare Antworten auf Anfragen von Journalisten und Fachredaktionen.
  • Echte Beziehungen: Lieferanten, Partner, Verbände und Veranstalter.
  • Defekte Links: Bieten Sie Ihre aktuelle Ressource dort an, wo eine Branchenseite auf eine tote Quelle verweist.

Allerdings ist keiner dieser Wege schnell. Nach meiner Erfahrung aus der Praxis kommen die ersten nennenswerten redaktionellen Links meist innerhalb einiger Monate; das ist ein Startwert, keine Garantie. Dafür bleibt jeder so gewonnene Link bestehen und macht Ihnen beim nächsten Update keine Sorgen.

Wann lohnen sich digitale PR und Kooperationen?

Digitale PR bedeutet, eine Geschichte mit Nachrichtenwert zu den Medien zu bringen, die sich dafür interessieren. Gut umgesetzt bringt sie Links und Bekanntheit zugleich. Veröffentlichen Sie zum Beispiel eine Branchenumfrage offen mit allen Ergebnissen, verlinken Redaktionen aus dieser Branche Sie als Quelle.

Hier brauchen Sie allerdings eine klare Grenze. Einen gesponserten Artikel in einem Medium zu bezahlen, ist legitime Werbung. Die Links darin brauchen jedoch sponsored oder nofollow. Sonst fallen Sie unter das Advertorial Beispiel der Richtlinie. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Agentur oder Ihr PR Team diesen Unterschied kennt.

Außerdem haben solche Kooperationen einen weiteren Vorteil. Auch KI Assistenten lernen Marken zu großen Teilen über Erwähnungen in vertrauenswürdigen Quellen kennen. Mehr dazu lesen Sie in meinem Beitrag Marke in ChatGPT und Gemini sichtbar machen. Gute PR schafft also Sichtbarkeit weit über die reine Linkzahl hinaus.

Wie gewinnen Onlineshops Backlinks?

Onlineshops tun sich mit Backlinks schwerer, denn Produktseiten haben selten Nachrichtenwert. Niemand verlinkt eine Produktliste, nur weil sie existiert. Deshalb empfehle ich im E-Commerce, Links auf hilfreiche Inhalte zu lenken. Ein Größenratgeber, eine Pflegeanleitung oder eine Vergleichstabelle erfüllen diesen Zweck zum Beispiel gut.

Dann gibt es einen zweiten Weg über Hersteller und Marken. Sind Sie autorisierter Händler, ist ein Platz auf der Händlerseite der Marke natürlich und relevant zugleich. Ein dritter Weg sind echte Testberichte. Schicken Sie Produkte an ein Medium oder einen Creator, klären Sie das Linkattribut vorab. Ein Test gegen Gratisware zählt als bezahlte Platzierung und braucht sponsored.

Achten Sie zudem auf kurzlebige Produktseiten. Löschen Sie eine Seite, sobald der Artikel ausverkauft ist, verpuffen ihre Backlinks. Leiten Sie die Adresse stattdessen auf die passende Kategorie weiter. Möchten Sie das Wachstum Ihres Shops als Ganzes planen, finden Sie mehr auf meiner Seite zur E-Commerce Beratung.

Was ist bei Backlinks für lokale Unternehmen anders?

Für lokale Unternehmen bewegen sich Backlinks in einem engeren, aber klareren Feld. Industrie und Handelskammer, Lokalzeitungen, Berufsverbände und Stadtteilvereine wirken klein. Trotzdem senden sie ein starkes Signal für Ihre Region. Ein Interview im Stadtteilblatt bedeutet für eine Zahnarztpraxis zum Beispiel mehr als ein Eintrag in einem fremden bundesweiten Verzeichnis.

Lokale Links helfen außerdem, Ihre Unternehmensdaten einheitlich zu halten. Stehen Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich, können Nutzer und Google Sie leichter bestätigen. Dieses Thema behandle ich zusammen mit der Sichtbarkeit in Karten in meinem Beitrag zu Google Maps SEO.

Vorsicht dagegen bei Paketen nach dem Motto "Eintrag in Tausende lokale Verzeichnisse". Das Beispiel minderwertiger Verzeichnisse in der Richtlinie erfasst genau solche Masseneinträge. Wenige echte, passende Einträge bringen mehr als Hunderte leere Verzeichnisseiten.

Können interne Links Backlinks ersetzen?

Nein, aber sie verstärken deren Wirkung. Externe Links landen meist auf Ihrer Startseite oder einem beliebten Artikel. Verlinkt diese Seite sauber auf Ihre wichtigen Leistungsseiten, verteilen Sie den Wert auf den Rest der Website. Darum plane ich Linkaufbau und Seitenarchitektur immer gemeinsam.

Dabei hilft zunächst ein schneller Test. Verlinken Ihre fünf am häufigsten verlinkten Seiten auf die Seiten, die tatsächlich Anfragen bringen? In den meisten Projekten, die ich prüfe, tun sie das nicht. Zudem bleiben tief vergrabene Seiten beim Crawling oft im Hintergrund, selbst wenn sie externe Links erhalten. Auf großen Websites ordnen Sie diese Struktur mit dem Vorgehen aus meinem Beitrag zur Kategoriestruktur für große Websites.

Wie messen Sie den Erfolg von Backlinks?

Backlinks nur zu zählen, ist der häufigste Messfehler. In Kundenberichten verfolge ich mehrere Werte zusammen: organische Impressionen und Klicks der verlinkten Seiten, Verweistraffic, Anfragen aus diesem Traffic und die durchschnittliche Position bei Zielbegriffen. So sehen Sie, ob Links wirklich Geschäft bringen.

Domainwerte aus Drittanbieter Tools geben eine grobe Orientierung. Sie stammen allerdings aus der jeweils eigenen Formel des Tools und nicht von Google. Nutzen Sie etwa den Domain Wert Rechner zur Orientierung, nicht als Ziel. Steigt ein Wert, während der Traffic stagniert, investieren Sie womöglich in die falschen Links.

Wählen Sie außerdem den richtigen Zeitraum. Die Wirkung von Links zeigt sich meist verzögert, daher sagen Quartalstrends mehr als Monatsschwankungen. Beauftragen Sie eine Beratung, fragen Sie von Anfang an nach dem Reporting. Meine Checkliste zur SEO und Google Ads Beratung liefert dafür einen guten Ausgangspunkt.

Brauchen Sie für Backlinks eine Beratung?

Nicht jedes Unternehmen braucht einen eigenen Linkspezialisten. Eine kleine Firma mit starken Inhalten und lebendigen Branchenkontakten kann die obigen Methoden mit dem eigenen Team umsetzen. Firmen mit gekauften Linkpaketen in der Vergangenheit, einer früheren manuellen Maßnahme oder einem hart umkämpften Markt sparen dagegen mit externer Hilfe meist Zeit.

Stellen Sie bei der Auswahl zuerst eine Frage: "Wo und wie bekommen Sie diese Links?" Jedes Angebot, das Quellen verschweigt, eine Linkanzahl garantiert oder Rankings verspricht, trägt alle Risiken aus diesem Beitrag. Welche Unternehmen diese Unterstützung wirklich brauchen, beschreibe ich im Beitrag SEO Beratung für Unternehmen: wer braucht sie?.

In meiner SEO Beratung ist Linkaufbau kein separates Paket. Er entsteht vielmehr aus Inhalten und technischer Arbeit. Möchten Sie Ihr Profil gemeinsam prüfen, erreichen Sie mich über die Kontaktseite.

Fazit: Welche Grundsätze sollten Ihre Backlink Strategie leiten?

Der Kern dieses Beitrags lässt sich auf wenige Grundsätze bringen. Google wiegt Links, statt sie nur zu zählen. Bezahlte Links sind erlaubt, brauchen aber sponsored oder nofollow. SpamBrain neutralisiert künstliche Links, folglich hält der Schub aus einem Linkpaket nicht an. Und das Disavow Tool gehört nur in Situationen mit einem echten Problem.

Der Weg, der langfristig funktioniert, bleibt immer gleich. Erstellen Sie Inhalte, die eine Verlinkung verdienen, pflegen Sie echte Beziehungen und messen Sie Ergebnisse über Traffic und Anfragen. Das wirkt langsam, doch jeder so gewonnene Backlink steht auch nach dem nächsten Algorithmus Update noch.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Anzahl der Backlinks oder ihre Qualität wichtiger?
Die Qualität ist deutlich wichtiger. Google nutzt Links, um Relevanz zu verstehen, und wertet Links, die vor allem Rankings manipulieren sollen, als Spam. Wenige redaktionell vergebene Links aus Ihrer Branche bringen meist mehr als Hunderte Links aus fremden Netzwerken. Zudem kann Google minderwertige Links algorithmisch neutralisieren, sodass ihr Wert einfach verschwindet.
Bringen nofollow Backlinks überhaupt etwas für SEO?
Eine direkte Rankingwirkung sollten Sie nicht erwarten, wertlos sind sie trotzdem nicht. Seit September 2019 behandelt Google nofollow, sponsored und ugc als Hinweise. Solche Links bringen weiterhin Besucher, Bekanntheit und helfen bei der Entdeckung neuer Seiten. Außerdem enthält ein natürliches Profil fast immer eine Mischung aus Follow Links und nofollow Links.
Verstößt der Kauf von Backlinks gegen Googles Regeln?
Bezahlte Werbelinks sind erlaubt. Laut Googles Spamrichtlinien ist ein bezahlter Link regelkonform, solange er rel="sponsored" oder rel="nofollow" trägt. Problematisch wird es, wenn diese Kennzeichnung fehlt, damit der Link Rankingwirkung überträgt. Dann kann Google die Links neutralisieren oder eine manuelle Maßnahme gegen Ihre Website verhängen.
Können Wettbewerber meiner Website mit schlechten Backlinks schaden?
In den meisten Fällen nicht. Laut Googles Hilfeseite können die Systeme meist ohne Ihr Zutun einschätzen, welchen Links sie vertrauen. Das Disavow Tool empfiehlt Google nur, wenn viele künstliche Links vorliegen und diese eine manuelle Maßnahme ausgelöst haben oder wahrscheinlich auslösen. Prüfen Sie deshalb zuerst den Bericht zu manuellen Maßnahmen.
Wie lange dauert es, bis ein guter Backlink wirkt?
Eine feste Frist gibt es nicht, denn Google muss den Link zuerst finden, die Seite erneut crawlen und neu bewerten. Nach meiner Erfahrung aus der Praxis zeigt sich die Wirkung meist über Monate statt Wochen; das ist ein Startwert, keine Garantie. Deshalb verfolge ich Ergebnisse über Quartalstrends statt über Monatsschwankungen.
Wie kann ich meine Backlinks kostenlos prüfen?
Die verlässlichste kostenlose Quelle ist der Linkbericht in der Google Search Console. Er zeigt die häufigsten verlinkenden Websites, Ihre am häufigsten verlinkten Seiten und die häufigsten Ankertexte. Die Daten sind eine Stichprobe und keine vollständige Liste. Trotzdem erhalten Sie damit den besten Blick auf die Links, die Google selbst gefunden hat.
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Talha Aslan
Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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