Ankertext: Was ist das? Arten und richtige Verwendung

Was ist ein Ankertext und warum ist er für SEO wichtig?
Ein Ankertext ist der sichtbare, anklickbare Text eines Links. Außerdem verrät er Nutzern und Suchmaschinen, worum es auf der Zielseite geht. Im HTML steht er zwischen dem öffnenden und dem schließenden a Tag. Google nutzt ihn als eines von mehreren Signalen, um die verlinkte Seite zu verstehen.
Stellen Sie sich ein Wegschild vor. Steht darauf "Stadtzentrum, 5 km", wissen Sie, wohin die Reise geht. Steht dort nur "Hier klicken", müssen Sie raten. Genauso geht es Crawlern, wenn ein Link nichts über sein Ziel sagt.
Unser Team prüft die Linktexte deshalb bei jedem Audit. Die Wörter, die Sie innerhalb und außerhalb Ihrer Website verwenden, zeichnen leise die Themenkarte Ihrer Inhalte. Ein gut gewählter Ankertext hilft Ihren Lesern und macht die Beziehung zwischen Ihren Seiten deutlich.
Zudem gehört das Thema zu den schnellsten Gewinnen in der SEO Beratung. Dafür müssen Sie keinen neuen Inhalt veröffentlichen. Dann schreiben Sie lediglich den Text bestehender Links neu.
Außerdem ist das Risiko gering. Denn ein neuer Linktext ändert weder die Adresse noch den Inhalt noch das Design. Außerdem machen Sie nur die Botschaft an Suchmaschine und Leser klarer. Deshalb empfehlen wir Einsteigern oft genau diesen Schritt.
Wie schreiben Sie einen Ankertext im HTML?
Ein Link hat einen einfachen Aufbau. Das Attribut href enthält die Zieladresse, und der Text zwischen den a Tags ist der Ankertext. Bei einem Link auf den Linkleitfaden von Google steht also im href die Adresse des Leitfadens und als sichtbarer Text etwa "Googles Empfehlungen für Links".
Laut Googles Dokumentation liest der Crawler a Elemente mit einem href Attribut. Links, die nur über JavaScript Routing funktionieren, ein span mit onclick oder ein Element ohne href kann er dagegen nicht zuverlässig auswerten. Daher sollten Sie jeden klickbaren Text als echten Link umsetzen.
- Textlink: Die sichtbaren Wörter bilden den Ankertext.
- Bildlink: Google nutzt das alt Attribut des img Elements als Ankertext, also schreiben Sie es beschreibend.
- Leerer Link: Google greift dann auf das title Attribut zurück, doch darauf sollten Sie sich nicht verlassen.
Die Details finden Sie im Linkleitfaden von Google Search Central. Er fasst die Grundregeln für crawlbare Links auf einer Seite zusammen.
Nutzen Sie diese Seite zudem als gemeinsame Referenz, wenn Sie mit Entwicklern arbeiten. Designer prüfen, ob Buttons und Karten echte Links sind. Redakteure prüfen, ob der Text beschreibend ist. Somit folgen Ihre Links in Code und Text demselben Standard.
Welche Arten von Ankertexten gibt es?
Die Arten von Ankertexten beschreiben, wie der Linktext zur Zielseite steht: Exact Match, Partial Match, Marke, nackte URL, generisch und Bild. Deshalb hat jede Art ihren Platz. Keine Art ist immer die beste, deshalb sollten Sie auf eine ausgewogene und natürliche Mischung achten.
| Art | Beispiel | Wann sie passt |
|---|---|---|
| Exact Match | Ankertext | Interne Links auf eine Seite mit demselben Thema |
| Partial Match | wie Sie Linktexte besser formulieren | Die sicherste Art in natürlichen Sätzen |
| Marke | Talha Aslan und Team | Quellenangaben und Erwähnungen |
| Nackte URL | talhaaslan.com/de/tools/ | Quellenlisten |
| Generisch | hier klicken | In den meisten Fällen vermeiden |
| Bild | Der alt Text wird zum Anker | Logo und Banner Links |
Nutzen Sie die Tabelle als Checkliste. Exportieren Sie alle Links einer Seite und sortieren Sie sie nach Art. Dann sehen Sie schnell, welche Art Sie zu oft oder zu selten verwenden.
Zum Beispiel wirkt eine Seite künstlich, wenn fast alle Links Exact Match sind und keiner die Marke nennt. Eine Seite nur mit generischen Phrasen gibt dem Crawler dagegen keinen Themenhinweis. Die ideale Mischung hängt von der Branche ab, deshalb geben wir kein festes Verhältnis vor.
Wann setzen Sie einen Exact Match Ankertext ein?
Ein Exact Match Ankertext wiederholt das Fokus Keyword der Zielseite wortgleich. Sie schreiben zum Beispiel "interne Verlinkung", wenn Sie auf Ihren Leitfaden zur internen Verlinkung verweisen. Auf der eigenen Website ist das normal, weil Sie die Links steuern und Ihre eigenen Seiten beschreiben.
Bei externen Links sieht es anders aus. Denn Hunderte Links von fremden Websites mit demselben Wortlaut wirken nicht natürlich. Folglich kann ein solches Profil mit Googles Spam Richtlinien zu Linkschemata kollidieren.
Eine einfache Regel hilft: Enthält Ihr Satz das Keyword ohnehin auf natürliche Weise, verlinken Sie genau diese Wörter. Müssen Sie das Keyword nur für den Link in den Satz zwingen, schreiben Sie den Satz um.
Ein weiterer Test ist das laute Vorlesen. Klingt der Linktext natürlich, ist alles gut. Klingt er wie ein Werbeslogan, formulieren Sie neu. So fangen Sie viele Überoptimierungen vor der Veröffentlichung ab.
Wie funktionieren Partial Match, Marken Anker und nackte URLs?
Partial Match Anker erweitern das Fokus Keyword um weitere Wörter. "Wie Sie eine interne Linkstruktur aufbauen" ist zum Beispiel ein natürlicher Partial Match für einen Leitfaden zur internen Verlinkung. Zudem gibt er dem Leser Kontext und verringert die Keyword Wiederholung.
Marken Anker tragen den Namen eines Unternehmens oder einer Person. Wenn Sie eine Quelle zitieren, ist "Google Search Central" ein Beispiel. In der Praxis enthält ein gesundes Linkprofil meist einen sichtbaren Anteil an Marken Ankern.
Eine nackte URL ist die Adresse selbst. Sie eignet sich für Quellenlisten und E-Mail Signaturen. Im Fließtext bringt sie dem Leser allerdings keinen Mehrwert. Daher bevorzugen Sie dort eine beschreibende Formulierung.
Warum sind generische Ankertexte ein Problem?
Phrasen wie "hier klicken", "mehr lesen" und "diese Seite" zählen zu den generischen Ankertexten. Auch Googles Leitfaden rät, solche generischen Formulierungen zu vermeiden. Für sich allein gelesen verraten sie nichts über das Ziel.
Auch die Barrierefreiheit spielt eine Rolle. Besucher mit Screenreader hören alle Links einer Seite oft als eine einzige Liste. Hören sie zehnmal "mehr lesen", können sie die Links nicht unterscheiden.
- Schwach: "Hier klicken für die Linkstrategie."
- Besser: "Ihre Linkstrategie bauen Sie mit unserem Leitfaden zur internen Verlinkung auf."
- Nutzen Sie auf Blogkarten den Beitragstitel als Linktext statt "Weiterlesen".
Kurz gesagt: Sie müssen generische Phrasen nicht vollständig streichen. Sie sollten sie aber auf eine kleine Minderheit Ihrer Links beschränken.
Was macht einen guten Ankertext aus?
Ein guter Ankertext ist beschreibend, kurz, passend zum Kontext und passend zur Zielseite. Nach Googles Formulierung soll der Linktext sowohl zur Seite passen, auf der er steht, als auch zur Seite, auf die er zeigt. Außerdem muss er für sich allein verständlich sein.
- Beschreibend sein: Leser sollten vor dem Klick wissen, wo sie landen.
- Kurz halten: Zwei bis fünf Wörter reichen meist aus.
- Natürlich schreiben: Der Link darf den Satzfluss nicht stören.
- Zum Ziel passen: Der Text muss das versprechen, was die Seite wirklich liefert.
- Variieren: Nutzen Sie für Links auf dieselbe Seite mehrere Formulierungen.
In der Praxis testen wir das mit einem einfachen Schritt. Konkret nehmen wir den Linktext aus dem Satz und lesen ihn allein. Können wir das Thema der Zielseite noch erraten, besteht der Text den Test.
Vermeiden Sie außerdem Keyword Stuffing. Google nennt es in den offiziellen Spam Richtlinien ausdrücklich.
Welche Fehler machen die meisten Websites bei Ankertexten?
Der häufigste Fehler ist, das Keyword in jedem Link zu wiederholen. Google kann das als Keyword Stuffing werten, und die Spam Richtlinien warnen davor. Der zweithäufigste Fehler sind sehr lange Linktexte.
Drittens stapeln viele mehrere Links ohne Kontext hintereinander. Viertens hält die Zielseite nicht, was der Text verspricht. Dann fühlt sich der Nutzer getäuscht und verlässt die Seite schnell.
| Fehler | Folge | Lösung |
|---|---|---|
| Überall derselbe Exact Match | Unnatürlicher Eindruck | Partial Match und Marken Anker beimischen |
| Sehr langer Linktext | Schlechte Lesbarkeit | Auf zwei bis fünf Wörter kürzen |
| Linkhaufen ohne Kontext | Leser unterscheiden sie nicht | Jedem Link einen eigenen Satz geben |
| Irreführender Text | Vertrauen sinkt | Text an den echten Inhalt anpassen |
Die meisten dieser Fehler entstehen, wenn Inhalte schnell entstehen und Links erst später dazukommen. Planen Sie den Link deshalb schon beim Schreiben gemeinsam mit dem Satz.
Was sagt Googles Leitfaden zu Links?
Googles Leitfaden stützt sich auf drei Punkte: Links müssen crawlbar sein, der Ankertext muss beschreibend sein, und jede wichtige Seite braucht mindestens einen Link von einer anderen Seite. Somit verbinden diese drei Regeln die technische mit der inhaltlichen Seite.
Eine der klarsten Aussagen lautet, dass jede Seite, die Ihnen wichtig ist, einen Link von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website haben sollte. Das heißt, verwaiste Seiten bleiben für die Suchmaschine womöglich unsichtbar.
- Schreiben Sie Links mit einem a Tag, das ein href Attribut trägt.
- Halten Sie den Linktext beschreibend und passend.
- Füllen Sie bei Bildlinks den alt Text aus.
- Verlinken Sie externe Quellen, um Ihre Glaubwürdigkeit zu stützen.
Sie können diese Punkte in einer technischen Prüfung einzeln abhaken. Für einen breiteren Rahmen lesen Sie auch unsere Tipps zum technischen SEO.
Wie nutzen Sie den Ankertext bei internen Links?
Bei internen Links benennt der Ankertext die Zielseite und sagt dem Leser, was ihn erwartet. Exact Match ist auf der eigenen Website eher vertretbar. Dann steuern Sie die Links und bauen damit eine natürliche Themenbeziehung auf.
Trotzdem sollten Sie dieselbe Formulierung nicht hundertfach kopieren. Verlinken Sie eine Leistungsseite zum Beispiel mal mit "SEO Beratung" und mal mit "SEO Unterstützung holen". Somit liest sich der Text natürlich, und das Themenspektrum der Seite wächst.
Die komplette Strategie finden Sie in unserem Leitfaden zur internen Verlinkung. Dort behandeln wir Linkarchitektur, Hub Seiten und die Priorisierung von Seiten ausführlich.
Vor allem eine Gewohnheit zahlt sich aus. Veröffentlichen Sie einen neuen Artikel, verlinken Sie ihn aus älteren, passenden Beiträgen. Viele Websites verlinken nur vom neuen Beitrag auf alte und vergessen die Gegenrichtung.
Links, die sich in einer Seitenleiste oder in Karten wiederholen, ersetzen außerdem keine Links im Fließtext. Sie unterstützen nur die Navigation. Wollen Sie eine Leistungs oder Ratgeberseite stärken, verlinken Sie sie aus dem Text verwandter Beiträge.
Wie wählen Sie den Ankertext bei externen Links?
Bei externen Links ist der Ankertext der Text eines Links, der auf eine Quelle auf einer anderen Website zeigt. Am besten verwenden Sie den Namen der Quelle oder das Thema ihres Inhalts. Verlinken Sie zum Beispiel ein offizielles Dokument, nehmen Sie dessen Titel.
Zudem schaden ausgehende Links Ihrer Website nicht. Zudem ermutigt Googles Leitfaden sogar dazu, Quellen zu nennen und Vertrauen aufzubauen. Wichtig ist, dass Sie die Seiten, auf die Sie verlinken, sorgfältig auswählen.
Bei Links, die von anderen Websites auf Sie zeigen, können Sie den Text nicht wählen, aber beeinflussen. Konkret erwähnt eine gute Quelle Ihre Marke und das Thema Ihres Inhalts natürlich. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zu Backlinks und Linkqualität.
Möchten Sie Ihre Wettbewerber untersuchen, ist die Backlink Analyse der Konkurrenz ein guter Startpunkt.
Wie wirken nofollow, sponsored und ugc auf den Ankertext?
Diese drei rel Werte sagen Google, um welche Art von Link es sich handelt. Nutzen Sie sponsored für Werbung und bezahlte Platzierungen. Nutzen Sie ugc für nutzergenerierte Inhalte wie Kommentare und Foren. Nofollow dient als allgemeiner Qualifizierer für Links, denen Sie nicht vertrauen.
Laut Googles Dokumentation folgt Google Links mit diesen Werten im Allgemeinen nicht. Die Seiten können allerdings weiterhin über Sitemaps oder andere Links gefunden werden. Wollen Sie das Crawling auf Ihrer eigenen Website einschränken, nutzen Sie stattdessen robots.txt Regeln.
| rel Wert | Einsatz | Beispiel |
|---|---|---|
| sponsored | Bezahlte Links und Werbung | Link in einem gesponserten Beitrag |
| ugc | Nutzergenerierte Inhalte | Blogkommentar, Forenbeitrag |
| nofollow | Ziel, dem Sie nicht vertrauen | Eine Quelle, die Sie nicht prüfen können |
Die offizielle Erklärung lesen Sie auf Googles Seite zum Kennzeichnen ausgehender Links. Einen bezahlten Link ohne passenden Qualifizierer zu veröffentlichen, birgt das Risiko eines Richtlinienverstoßes.
Was ersetzt den Ankertext bei Bildlinks?
Bei Bildlinks ersetzt das alt Attribut des img Elements den Ankertext. Denn Googles Leitfaden sagt das klar: Ist ein Bild ein Link, dient der alt Text als Ankertext. Lassen Sie den alt Text bei Logo und Banner Links daher nicht leer.
Denken Sie beim alt Text nicht nur daran, was das Bild zeigt, sondern wohin der Link führt. Bei einem Produktbild ist "Produktseite roter Laufschuh" weit besser als "Bild1".
Setzen Sie außerdem nach Möglichkeit einen Textlink neben das Bild. Dann geben Sie Nutzer und Crawler ein zweites klares Signal.
Bei rein dekorativen Bildern ist es allerdings anders. Steht ein Bild nur zur Zierde und nicht allein in einem Link, lassen Sie den alt Text leer. Ist das Bild dagegen der einzige Inhalt eines Links, macht ein leerer alt Text den Link namenlos. Klären Sie diese Regel deshalb einmal mit Ihrem Designteam.
Wie prüfen Sie Ankertexte auf Ihrer Website?
Eine Ankertext Prüfung bedeutet, alle Linktexte zu exportieren und nach Art und Ziel auszuwerten. Außerdem crawlen Sie die Website, exportieren die internen Links und listen die häufigsten Formulierungen sowie generische Texte auf. Danach prüfen Sie die Texte, die auf Ihre wichtigen Seiten zeigen.
- Crawlen Sie Ihre Website und exportieren Sie Text und Ziel jedes internen Links.
- Filtern Sie generische Phrasen wie "mehr lesen" und "hier klicken".
- Prüfen Sie, wie viele verschiedene Formulierungen auf jede wichtige Seite zeigen.
- Listen Sie verwaiste Seiten ohne eingehende Links auf.
- Reparieren Sie defekte Links und Adressen mit Weiterleitung.
Weiterleitungsketten prüfen Sie mit unserem Redirect Checker. Einen tieferen Einblick gibt unser Leitfaden zur Weiterleitungskette.
Achten Sie bei der Prüfung auf einen Punkt: Beschreiben alle Texte, die auf dasselbe Ziel zeigen, dieses Ziel korrekt? Manchmal trägt der Linktext nach einer Umbenennung noch den alten Produktnamen. Korrigieren Sie solche Fälle einzeln mit Kontext, nicht per Suchen und Ersetzen.
Wiederholen Sie diese Prüfung außerdem jedes Quartal. So verhindern Sie, dass die Linkqualität mit dem Wachstum der Website sinkt.
Wie halten Sie Ankertext und Keyword Dichte im Gleichgewicht?
Das Gleichgewicht heißt, das Keyword natürlich über den Text zu verteilen, statt es in jeden Link zu pressen. Der Linktext darf das Keyword enthalten. Dasselbe Wort in jedem Link schadet jedoch der Lesbarkeit und sendet ein Spam Signal.
Prüfen Sie den fertigen Artikel mit unserem Keyword Dichte Tool. Bleibt die Dichte des Fokus Keywords in einem sinnvollen Bereich und variieren Ihre Linktexte, sind Sie auf dem richtigen Weg.
Zudem helfen verwandte Begriffe und Synonyme. Sie lassen die Suchmaschine Ihre Seite in einem breiteren Suchfeld verstehen. Unser Beitrag zur Keyword Relevanz ergänzt diesen Punkt.
Wie planen Sie den Ankertext in einem Blogartikel?
Den Ankertext planen heißt, vor dem Schreiben festzulegen, welche Seiten Sie verlinken, und jedem Link einen natürlichen Satz zu geben. Dann wirken Links nicht nachträglich eingefügt. Sie dienen dem Fluss des Themas.
- Setzen Sie im ersten Drittel einen Link auf eine passende Leistung oder einen Ratgeber.
- Verlinken Sie in den mittleren Abschnitten verwandte Tools und ergänzende Beiträge.
- Empfehlen Sie im Fazit eine konkrete Seite als nächsten Schritt.
- Geben Sie jedem Link einen eigenen Satz mit Kontext.
Richten Sie sich nach dem Bedarf statt nach einer festen Zahl. Denn zu viele Links senken die Lesbarkeit. Fragen Sie bei jedem Link, ob er dem Leser echten Nutzen bringt.
Verwechseln Sie Links außerdem nicht mit einem Inhaltsverzeichnis. Sprunglinks innerhalb der Seite führen den Leser auf derselben Seite weiter und tragen eigene Texte. Passen Sie diese Texte an die Überschriften an, entsteht eine klare Struktur.
Diese Gewohnheit verhindert zudem eine zerfaserte Inhaltsstruktur, eine der häufigen Ursachen, warum SEO nicht funktioniert.
Spielt der Ankertext auch bei KI Suche eine Rolle?
Ja, er spielt eine Rolle. Auch KI gestützte Suchsysteme brauchen Kontextsignale, um das Thema einer Seite zu verstehen. Klare, beschreibende Linktexte zeigen Maschinen leichter, welche Frage Ihr Inhalt beantwortet. Eine offizielle Garantie gibt es nicht, aber beschreibend zu schreiben schadet nie.
Wer Linktexte für Menschen schreibt, schreibt sie also auch für Maschinen. Die beiden Ziele widersprechen sich also nicht.
In der Praxis gehen Sie so vor: Schreiben Sie zunächst eine Formulierung, die ein Leser sofort versteht. Prüfen Sie dann, ob dieselbe Formulierung das Thema auch erklärt, wenn eine Maschine sie allein liest. Somit bleibt diese Gewohnheit gültig, egal wie sich die Suche verändert.
Unsere KI SEO und GEO Leistung deckt diesen Bereich ab.
Wie sieht eine Checkliste für Ankertexte aus?
Eine Ankertext Checkliste ist eine kurze Reihe von Prüfungen vor der Veröffentlichung einer Seite. Zudem können Sie sie bei jedem Artikel und jedem Update anwenden. Sie kostet wenige Minuten, bringt aber langfristig eine geordnete Linkstruktur.
- Haben Sie jeden Link als echtes a Tag mit href geschrieben?
- Ist der Linktext für sich allein verständlich?
- Haben Sie generische Phrasen wie "hier klicken" entfernt?
- Variieren die Texte bei Links auf dieselbe Seite?
- Ist der alt Text bei Bildlinks ausgefüllt?
- Haben Sie bezahlte und nutzergenerierte Links mit dem passenden rel Wert markiert?
- Öffnen sich die Zielseiten und liefern sie den versprochenen Inhalt?
Teilen Sie die Liste mit Ihrem Team und machen Sie sie zum Teil Ihres Veröffentlichungsprozesses. Vor der Veröffentlichung prüfen Sie außerdem Titel und Beschreibung mit der Google SERP Vorschau.
Worin unterscheiden sich Ankertexte in Menü, Footer und Fließtext?
In den drei Hauptbereichen einer Website erfüllt der Ankertext unterschiedliche Aufgaben. Im Menü bleibt er kurz und kategorisch. Der Footer bleibt geordnet und einheitlich. Im Fließtext ist er kontextbezogen und beschreibend. Jeder Bereich bedient ein anderes Leseverhalten.
Denn Menütexte müssen kurz sein. Kategorienamen wie "Leistungen" oder "Tools" genügen dort. Links im Fließtext liest man dagegen zusammen mit dem Satz, daher können sie mehr Details tragen.
Im Footer kommt es vor allem auf Einheitlichkeit an. Trägt eine Seite im Menü einen Namen und im Footer einen anderen, verwirrt das Besucher. Sammeln Sie Ihre Seitennamen deshalb in einem gemeinsamen Glossar.
Links im Fließtext tragen meist das stärkste Kontextsignal, denn der umgebende Satz stützt das Thema der Zielseite. Verlinken Sie wichtige Seiten daher, wann immer möglich, aus dem Inhalt heraus.
Was sind Beispiele für gute und schlechte Ankertexte?
Beispiele machen die Regel greifbar. Die folgende Tabelle vergleicht schwache und starke Linktexte für dieselbe Zielseite. Es sind Anschauungsbeispiele nach Mustern, die wir in der Praxis häufig sehen.
| Schwacher Text | Starker Text | Warum besser? |
|---|---|---|
| Hier klicken | Leitfaden zur internen Verlinkung | Er nennt das Thema |
| Mehr Infos | Checkliste für technisches SEO | Er definiert das Ziel |
| https://beispiel.de/seite | Googles Linkleitfaden | Er liest sich klar |
| SEO SEO SEO Leistung Preis | SEO Beratung | Er ist natürlich und kurz |
| Dieser Beitrag | Beitrag zu Ankertext Arten | Er trägt allein Bedeutung |
Vor allem haben die starken Beispiele eines gemeinsam. Der Text gibt vor dem Klick ein Versprechen, und die Seite hält es. Den schwachen Beispielen fehlt dagegen entweder die Information, oder sie sind überoptimiert.
Testen Sie das auf Ihrer eigenen Website. Wählen Sie fünf Links aus und formulieren Sie jeden anhand der Tabelle neu. Oft genügt es, einen einzigen Satz zu ändern.
Wie beeinflusst der Ankertext die Barrierefreiheit?
Für Besucher mit Screenreader ist der Ankertext der wichtigste Navigationshinweis einer Seite. Sie hören oft alle Links als eine Liste. Diese Liste besteht aus Linktexten, daher muss jeder Text für sich Bedeutung tragen.
Dieser Bedarf deckt sich außerdem mit Googles Rat, dass der Linktext für sich allein Sinn ergeben soll. Das heißt, ein guter Ankertext für die Barrierefreiheit hilft auch dem SEO. Die beiden Ziele stärken sich gegenseitig.
- Geben Sie verschiedenen Zielen nicht denselben Text, denn ein Screenreader kann sie nicht unterscheiden.
- Nennen Sie im Text, wenn ein Link einen neuen Tab öffnet oder eine Datei lädt.
- Kennzeichnen Sie Links nicht nur durch Farbe, sondern auch durch Unterstreichung.
- Kürzen Sie einen Link nicht auf ein sinnloses Wort wie "los".
Wollen Sie die Barrierefreiheit Ihrer Website messen, beginnen Sie mit den Linktexten. Denn diese Korrekturen brauchen oft keine Codeänderung.
Wo setzen Sie den Link im Satz?
Sie setzen den Link auf die Wortgruppe, die das Ziel am besten beschreibt. Den ganzen Satz zu verlinken funktioniert meist schlecht, ebenso ein einzelnes Wort. Eine beschreibende Wortgruppe aus drei bis fünf Wörtern ist oft die ausgewogenste Wahl.
Im Satz "Ihre Linkstrategie bauen Sie mit unserem Leitfaden zur internen Verlinkung auf" verlinken Sie zum Beispiel nur "Leitfaden zur internen Verlinkung". So sieht der Leser, was ihn erwartet, und der Satz bleibt natürlich.
- Schreiben Sie den Satz zuerst ohne Link.
- Wählen Sie die Wortgruppe, die das Ziel am besten beschreibt.
- Machen Sie nur diese Wortgruppe zum Link.
- Verlinken Sie dasselbe Ziel nicht zweimal im selben Absatz.
Pressen Sie den Link außerdem nicht hastig in den ersten Satz eines Absatzes. Erhalten Leser zuerst den Kontext, entscheiden sie bewusster, ob sie klicken.
Wie funktioniert der Ankertext auf Dienstleistungs und Shop Websites?
Auf Dienstleistungs und Shop Websites hilft der Ankertext Kategorie und Produktseiten, sich gegenseitig zu erkennen. Diese Websites wachsen schnell. Ohne ein einheitliches Benennungssystem streuen die Linktexte bald.
Nehmen wir ein erfundenes Szenario, das nur der Veranschaulichung dient. Ein Schuhgeschäft verlinkt seine Kategorie "Laufschuhe" von der Startseite, aus Blogbeiträgen und von Produktseiten. Statt überall nur "Laufschuhe" zu schreiben, nutzt es Varianten wie "Herren Laufschuhe", "Laufschuhe auswählen" und "alle Laufmodelle". Das ergibt eine natürlichere Struktur.
Auf einer Dienstleistungsseite wählen Sie für die Leistungsseite den Hauptbegriff und für Unterthemen beschreibende Formulierungen. Für den Shop Bereich finden Sie einen breiteren Rahmen in unserem Beitrag zu E-Commerce SEO für Produkt und Kategorieseiten.
Möchten Sie diese Struktur in Ihrem Projekt aufbauen, sprechen Sie mit unserem Team über die E-Commerce Beratung.
Welche Irrtümer rund um den Ankertext sollten Sie ablegen?
Um den Ankertext kreisen viele falsche Annahmen. Die erste lautet, jeder Link müsse das Keyword enthalten. In Wahrheit sind Vielfalt und Natürlichkeit gesünder. Die zweite besagt, ausgehende Links schadeten Ihrer Website. Google unterstützt dagegen das Nennen von Quellen.
Der dritte Irrtum behauptet, der Ankertext allein entscheide über das Ranking. Tatsächlich ist der Linktext nur eines von Hunderten Signalen. Inhaltsqualität, Seitenerlebnis und das Vertrauen der verlinkenden Website zählen genauso.
Verlieren Sie beim Feilen an Linktexten also nicht das große Ganze aus dem Blick. Stärken Sie zuerst Ihre Inhalte und Ihre Seitenstruktur. Danach widmen Sie sich den Details des Textes.
In der Praxis sehen wir oft Folgendes: Eine Website steckt Wochen in perfekte Linktexte, verlinkt ihre wichtigsten Seiten aber nie. Somit ist die Priorität falsch. Die richtige Reihenfolge lautet: Stellen Sie zuerst sicher, dass jede wichtige Seite einen Link erhält, und verbessern Sie dann den Text.
Möchten Sie den ersten Schritt gehen, erreichen Sie unser Team über die Leistungsübersicht.




