Google Bildersuche: Wie ranken Ihre Bilder? Bild SEO Schritt für Schritt

Kurze Antwort
Wie ranken Sie in der Google Bildersuche?
Für die Google Bildersuche binden Sie jedes Bild über das HTML Element img mit dem Attribut src ein, vergeben einen beschreibenden Dateinamen und Alttext, platzieren das Bild neben passendem Text, reichen eine Bild Sitemap ein, halten die Datei schlank und ergänzen bei Bedarf strukturierte Daten oder Lizenzangaben.
In diesem Leitfaden gehen Talha Aslan und Team die Lücken durch, die wir in der Praxis am häufigsten sehen. Unser Ziel ist keine Theorie. Stattdessen geben wir Ihnen eine Liste, die Sie heute auf Ihrer eigenen Website prüfen können. Allerdings sagen wir es gleich offen: Keine Einstellung garantiert eine Position in der Google Bildersuche. Eine saubere Umsetzung erhöht nur die Chance, dass Google Ihr Bild findet, versteht und auswählt.
Grundlage ist die offizielle Dokumentation zur Bildoptimierung in Google Search Central. Zum Beispiel stammen die unterstützten Formate, die Rolle des Alttexts und die Tags der Bild Sitemap aus dieser Quelle. Als Beispieldomain nutzen wir nur example.com. Außerdem sind alle Fälle Beispielszenarien und keine echten Kundenfälle.
Wie findet und versteht die Google Bildersuche ein Bild?
Google entdeckt ein Bild zunächst beim Crawlen der Seite. Der Crawler liest das Element img und sein Attribut src, auch innerhalb eines Elements picture. Danach wertet Google mehrere Signale aus, um das Thema zu verstehen: Alttext, Dateiname, Text in der Nähe sowie Titel und Beschreibung der Seite.
Anders gesagt bewertet Google ein Bild nie isoliert. Das Bild gehört zu einer Seite, und deren Thema prägt die Deutung. Deshalb hat ein Hundefoto auf einer Seite über Hundefutter einen viel klareren Kontext als dasselbe Foto in einer beliebigen Galerie.
In der Entdeckungsphase tauchen drei Blockaden häufig auf:
- Das Bild lädt als CSS Hintergrund, also gibt es gar kein Element img.
- JavaScript fügt das Bild erst nach einer Nutzeraktion ein, daher sieht der Crawler es nie.
- Die Datei robots.txt sperrt den Bildordner oder den CDN Host.
Trifft einer dieser Punkte zu, verpufft jede weitere Optimierung. Zudem hat ein Bild kaum Chancen, wenn die Seite selbst nicht im Index steht. Prüfen Sie dann zuerst unseren Leitfaden zu nicht indexierten Seiten in der Search Console.
Warum erscheinen CSS Hintergrundbilder nicht in der Google Bildersuche?
Die offizielle Dokumentation ist hier eindeutig: Google indexiert keine CSS Hintergrundbilder. Zum Beispiel sieht ein Produktfoto, das Sie einem div als CSS Hintergrund zuweisen, auf dem Bildschirm gut aus. Für die Bildersuche existiert es allerdings nicht.
Dieses Problem ist in fertigen Themes und Seitenbaukästen weit verbreitet. Designer nutzen für den Hero Bereich gern große Hintergründe, denn Text lässt sich leicht darüberlegen. Folglich tauchen die schönsten Bilder der Website in der Suche nie auf.
Die Lösung ist einfach. Nutzen Sie für jedes Bild, das gefunden werden soll, ein echtes Element img. Soll Text darüber liegen, positionieren Sie das Element img passend und erreichen so dieselbe Optik. Andererseits können Sie Muster, Texturen und Trenner weiter als CSS Hintergrund einbinden, denn diese müssen ohnehin nicht ranken.
Kurz gesagt gilt: Erzählt ein Bild etwas, dann img; schmückt es nur, dann CSS. Wie ein Bild lädt, sehen Sie in den Entwicklertools Ihres Browsers. Finden Sie dort einen CSS Hintergrund bei einem Produkt, einer Leistung oder einem Projekt, dann gehört es auf Ihre Liste.
Welche Bildformate unterstützt die Google Bildersuche?
Laut offizieller Dokumentation kann Google diese Formate im Attribut src eines Elements img indexieren: BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF. Außerdem sollte die Dateiendung zum echten Dateityp passen. Eine PNG Datei mit der Endung jpg schafft nur Verwirrung.
Bei der Wahl des Formats wägen Sie also Qualität und Größe ab. Die Tabelle vergleicht die Optionen, die uns in der Praxis am häufigsten begegnen:
| Format | Stärke | Worauf achten | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| JPEG | Öffnet überall, gut für Fotos | Keine Transparenz, Artefakte bei starker Kompression | Produktfotos, Räume |
| PNG | Verlustfrei, mit Transparenz | Große Dateien bei Fotos | Screenshots, Diagramme |
| WebP | Oft kleinere Dateien bei ähnlicher Qualität | Ältere Systeme brauchen eventuell einen Ersatz | Allgemeine Websitebilder |
| AVIF | Starke Kompression | Kodierdauer und Werkzeugunterstützung schwanken | Große Titelbilder |
| SVG | Scharf in jeder Größe, Vektor | Nur bei Grafiken sinnvoll | Logos, Icons, Zeichnungen |
| GIF | Einfache Animation | Dateigröße wächst schnell | Kurze Animationen |
Wollen Sie JPEG Dateien schnell umwandeln, dann nutzen Sie unser Werkzeug JPG in WebP umwandeln. Prüfen Sie danach trotzdem die Qualität mit eigenen Augen.
Wie benennen Sie Bilddateien richtig?
Der Dateiname ist ein kleines, aber echtes Signal. Die Dokumentation von Google empfiehlt kurze, beschreibende Dateinamen, zum Beispiel einen Namen, der das schwarze Kätzchen beschreibt, statt IMG00023.JPG. Zudem rät sie von allgemeinen Namen wie image1.jpg ab.
In der Praxis wenden wir diese Regeln an:
- Beschreiben Sie den Bildinhalt mit zwei bis fünf Wörtern.
- Trennen Sie Wörter mit Bindestrichen, nicht mit Leerzeichen oder Unterstrichen.
- Vereinfachen Sie Umlaute oder kodieren Sie sie einheitlich.
- Übersetzen Sie Dateinamen auf mehrsprachigen Websites.
- Kopieren Sie nicht dasselbe Keyword in jede Datei; jeder Name beschreibt sein eigenes Bild.
Beispielszenario: example.com ist ein Möbelhändler und hat bei allen Fotos die Kameranamen behalten. Der Unterschied zwischen DSC_4412.jpg und einem sprechenden Namen für einen Esstisch aus Eiche mit sechs Plätzen ist offensichtlich. Der zweite Name verrät Google und jedem, der das Bild herunterlädt, was zu sehen ist.
Allerdings braucht eine Massenumbenennung Sorgfalt. Ändert sich die Adresse einer Datei, bricht die alte Adresse, und Sie müssen Links und Caches anpassen. Deshalb empfehlen wir, mit neuen Uploads zu beginnen und wichtige ältere Bilder geplant umzuziehen.
Warum ist der Alttext für die Google Bildersuche so wichtig?
Nach Googles eigener Aussage ist der Alttext die wichtigste Metainformation, die Sie für ein Bild liefern können. Er beschreibt das Bild für Menschen mit Screenreader. Zudem hilft er Google, das Thema des Bildes zu verstehen. Also treffen sich Barrierefreiheit und Bild SEO an derselben Stelle.
Guter Alttext ist beschreibend und passt zum Kontext. Das Beispiel aus der Dokumentation zeigt das gut: etwa ein Dalmatinerwelpe, der einen Ball holt, statt nur Welpe. Schlechter Alttext ist dagegen Keyword Stuffing, also zum Beispiel zehnmal derselbe Produktname mit Kommas.
Stellen Sie sich beim Schreiben eine Frage. Würde dieser Satz dem Leser erklären, was ihm fehlt, falls das Bild nicht lädt? Lautet die Antwort ja, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Außerdem lassen Sie das Attribut alt bei reinen Schmuckbildern leer, damit Screenreader sie überspringen.
Bei Inline SVG schlägt die Dokumentation einen anderen Weg vor: ein Element title im SVG, das Sie über ein ARIA Attribut verknüpfen. Die Schreibtechnik selbst erklären wir ausführlich im Beitrag Alt Text richtig schreiben, daher wiederholen wir sie hier nicht.
Welche Rolle spielen umgebender Text und Seitenkontext?
Google leitet die Bedeutung eines Bildes zu einem großen Teil aus dem Inhalt drumherum ab. Die offizielle Dokumentation empfiehlt, Bilder nahe an passendem Text und auf thematisch relevanten Seiten zu platzieren. Zudem nutzt Google Seitentitel und Metabeschreibung als Quellen für Titellinks und Snippets.
Beispielszenario: example.com gehört einem Renovierungsbetrieb. Landet ein Foto einer Badsanierung auf einer gemischten Galerie namens Unsere Projekte, dann bleibt der Kontext schwach. Steht dasselbe Foto dagegen auf der Leistungsseite zur Badsanierung, direkt neben den Arbeitsschritten, versteht Google den Inhalt viel klarer.
So stärken Sie den Kontext:
- Sie schreiben direkt über oder unter dem Bild einen erklärenden Absatz.
- Bei Bedarf ergänzen Sie eine kurze Bildunterschrift.
- Sie halten Seitentitel und Zwischenüberschriften im Einklang mit dem Bildthema.
- Sie behalten dieselbe Adresse, wenn Sie ein Bild auf mehreren Seiten nutzen.
Der letzte Punkt zählt, denn laut Dokumentation hilft dieselbe Bildadresse auf mehreren Seiten Google beim Zwischenspeichern. Dasselbe Foto auf jeder Seite unter neuem Namen hochzuladen, erzeugt dagegen nur unnötige Kopien.
Wie richten Sie responsive Bilder mit srcset und picture ein?
Responsive Bilder liefern unterschiedlichen Bildschirmen unterschiedlich breite Dateien. Dafür nutzen Sie die Attribute srcset und sizes am Element img. Zum Beispiel definieren Sie Versionen mit 320, 480 und 800 Pixeln Breite, und der Browser wählt die passende.
Allerdings wird eine Regel oft übersehen: Geben Sie immer auch das Attribut src an. Laut Googles Dokumentation ignorieren manche Browser und Crawler srcset und das Element picture. Somit findet Google das Bild ohne src in manchen Fällen gar nicht.
Das Element picture nutzen Sie, um Quellen nach Format oder Pixeldichte zu gruppieren. Darin stehen Elemente source, und am Ende folgt ein Element img als Rückfall. So holt sich ein Browser mit AVIF oder WebP Unterstützung die kleine Datei, ein älterer dagegen das JPEG.
Ein typischer Fehler aus der Praxis ist ein Block picture ohne abschließendes img. Ein anderer sind Lazy Loading Bibliotheken, die nur mit JavaScript arbeiten. Sie verstecken die echte Adresse in einem Datenattribut, daher bleibt src beim Crawlen leer. Deshalb bevorzugen wir das native Attribut loading des Browsers.
Brauchen Sie eine Bild Sitemap und wie erstellen Sie sie?
Mit einer Bild Sitemap teilen Sie Google Bilder mit, die es sonst eventuell nicht findet. Das hilft vor allem bei Bildern, die JavaScript lädt. Sie können eine eigene Bild Sitemap anlegen oder Bild Tags in Ihre bestehende Sitemap aufnehmen.
Die Grundstruktur laut offizieller Dokumentation sieht so aus:
- Bild Tags gehören zu einem eigenen Namensraum, den Sie im Element urlset deklarieren.
- Jedes Bild steht in einem Tag image:image.
- Das Tag image:loc enthält die Bildadresse und ist das einzige Pflichtelement.
- Ein Eintrag url darf bis zu 1.000 Bild Tags enthalten.
Ältere Anleitungen nennen noch image:caption, image:title, image:geo_location und image:license. Google hat diese Tags allerdings aus der Dokumentation entfernt, also brauchen neue Sitemaps sie nicht.
Für den Start eignet sich unser XML Sitemap Generator. Die Grundlagen erklären wir im Beitrag XML Sitemap erstellen. Meldet die Search Console nach dem Einreichen einen Abruffehler, dann hilft unser Beitrag zu Sitemap konnte nicht abgerufen werden.
Was tun, wenn Bilder auf einem CDN oder einer anderen Domain liegen?
Viele Websites liefern Bilder für mehr Tempo über ein Content Delivery Network (CDN) aus. Dann unterscheidet sich die Bildadresse von Ihrer Hauptdomain, etwa cdn.example.com statt example.com oder eine ganz andere Domain. Google sieht darin kein Problem.
Laut offizieller Dokumentation dürfen Sie in der Bild Sitemap Bildadressen auf anderen Domains aufführen. Allerdings müssen Sie diese Domains in der Search Console bestätigen. So sehen Sie zudem Crawlingfehler auf der CDN Seite.
Prüfen Sie außerdem die robots.txt der CDN Domain selbst. Manche Setups liefern standardmäßig eine Datei aus, die jedes Crawling sperrt. Also kann Ihre Haupt robots.txt sauber aussehen, während Ihre Bilder trotzdem hinter einer verschlossenen Tür liegen.
Beispielszenario: example.com wechselt zu einem neuen CDN, und über Nacht ändern sich alle Bildadressen. Google erinnert sich eine Weile an die alten Adressen und muss die neuen erst entdecken. Daher aktualisieren Sie bei großen Umzügen die Bild Sitemap, reichen sie erneut ein und leiten alte Adressen nach Möglichkeit weiter.
Wie beeinflussen strukturierte Daten die Google Bildersuche?
Strukturierte Daten beschreiben den Seiteninhalt für Google maschinenlesbar. Laut Googles Bilddokumentation kann die Bildersuche Ihr Bild mit einem Badge und als Rich Result anzeigen, wenn Sie strukturierte Daten ergänzen. Zum Beispiel liefern Markups für Produkte, Rezepte oder Videos diesen Kontext.
Damit das Badge funktioniert, nehmen Sie die Eigenschaft image in Ihr Markup auf. Außerdem halten Sie sich an Googles allgemeine Richtlinien für strukturierte Daten. Das heißt, die ausgezeichneten Angaben müssen mit dem übereinstimmen, was Nutzer auf der Seite sehen.
In der Praxis gehen wir so vor:
- Zunächst wählen wir den passenden Typ, etwa Product für eine Produktseite oder Recipe für ein Rezept.
- In die Eigenschaft image tragen wir die Adresse des echten, hochauflösenden Bildes ein.
- Dann prüfen wir die Seite mit dem Test für Rich Results.
- Schließlich beobachten wir die Warnungen in den Berichten der Search Console.
Wollen Sie den Code nicht von Hand schreiben, dann nutzen Sie unseren Schema Generator. Die Grundlagen erklärt unser Beitrag Was ist Schema Markup.
Was sind Bildlizenz Metadaten und das Badge für lizenzierbare Bilder?
Wenn Sie eigene Fotos produzieren, sind Lizenzangaben eine echte Chance. Laut Googles Dokumentation können Seiten mit Bildmetadaten für ein Badge in der Google Bildersuche infrage kommen, das zu den Lizenzdetails führt. Das Badge zeigt Nutzern, wie sie das Bild verwenden dürfen.
Es gibt zwei Wege. Der erste sind strukturierte Daten. Hier ist contentUrl Pflicht, dazu kommt mindestens eine der Angaben creator, creditText, copyrightNotice oder license. Für das Badge brauchen Sie license. Die Eigenschaft acquireLicensePage verweist auf eine Seite, die den Lizenzerwerb erklärt, und gilt als empfohlen.
Der zweite Weg sind IPTC Fotometadaten. Sie betten die Angaben direkt in die Datei ein und erledigen das also nur einmal pro Bild. Für das Badge brauchen Sie das Feld Web Statement of Rights. Widersprechen sich beide Methoden, dann nutzt Google die strukturierten Daten.
Hinweis: Google garantiert nicht, dass diese Metadaten in den Ergebnissen erscheinen. Wie Sie IPTC Felder ausfüllen, zeigt unser Beitrag zu IPTC Bildmetadaten für Google Bilder. Kurz gesagt lohnt sich dieser Schritt für Firmen mit eigenen Fotos sowohl für die Marke als auch für das Urheberrecht.
Wie zeigen Sie Google Ihr bevorzugtes Bild für eine Seite?
Manchmal wählt Google das falsche Bild für Ihre Seite, etwa das Logo oder ein fremdes Banner. Googles Dokumentation nennt drei Wege, um Ihr bevorzugtes Bild anzugeben: die Eigenschaft primaryImageOfPage von schema.org, eine Eigenschaft image über mainEntityOfPage oder das Metatag og:image.
Allerdings sind das Hinweise und keine Befehle. Google bewertet zudem das Bild selbst. Deshalb sollte Ihr gewähltes Bild diese Punkte erfüllen:
- Es passt direkt zum Thema der Seite.
- Seine Auflösung ist hoch.
- Ein extremes Seitenverhältnis, sehr breit oder sehr schmal, fehlt.
- Ein allgemeines Logo oder ein Bild voller Text ist ungeeignet.
Beispielszenario: example.com nutzt bei Blogbeiträgen immer das Logo als og:image. Folglich sinkt die Chance, dass ein beitragsspezifisches Bild in Social Shares oder Suchergebnissen erscheint. Ein eigenes Titelbild pro Beitrag löst das weitgehend. Sehen Sie bereits ein falsches Bild in den Ergebnissen, dann führt Sie unser Beitrag zum falschen Vorschaubild in Google durch die Diagnose.
Beeinflussen Bildgröße und Ladezeit die Google Bildersuche?
Googles Dokumentation empfiehlt hochwertige, scharfe Bilder, die Sie zugleich optimieren. Denn Bilder machen oft den größten Teil der Seitengröße aus. Für die Messung verweist sie auf PageSpeed Insights.
Sie suchen also eine Balance. Ein stark komprimiertes, unscharfes Foto überzeugt weder Nutzer noch Google. Andererseits bremst eine rohe Kameradatei mit mehreren Megabyte Ihre Seite und schadet den Core Web Vitals, vor allem dem LCP.
Unser praktischer Ansatz ist einfach. Zunächst skalieren Sie das Bild auf die größte Breite, in der es erscheint. Danach wandeln Sie es in ein modernes Format um. Schließlich prüfen Sie die Qualität mit dem Auge. Außerdem laden Sie das Hauptbild oben auf der Seite nicht verzögert, denn ein spätes Titelbild führt direkt zu einem LCP Problem.
Ladezeit ist ein eigenes Thema, daher bleiben wir hier kurz. Dateigröße und Formatwahl finden Sie im Beitrag Bilder für die Website optimieren, die Messung im Beitrag zu Core Web Vitals.
Worauf achten Onlineshops bei Produktgalerien für die Google Bildersuche?
Onlineshops haben in der Google Bildersuche das größte Potenzial, denn Käufer suchen ein Produkt oft zuerst visuell. Allerdings sind Produktgalerien meist die schwächste Stelle. Slider, Zoomfenster und Fotos, die sich mit der Farbauswahl ändern, laufen meist über JavaScript.
Deshalb prüfen wir auf einer Produktseite drei Dinge:
- Steht das Hauptfoto beim ersten Laden als Element img im HTML?
- Erscheinen die Adressen der übrigen Galeriefotos im Quelltext oder in der Bild Sitemap?
- Hat jedes Farb und Variantenfoto einen eigenen Alttext?
Beispielszenario: example.com ist ein Schuhgeschäft, und jedes Modell hat Fotos in fünf Farben. Steht nur die gewählte Farbe auf der Seite und laden die anderen erst per Klick, dann sieht Google sehr wahrscheinlich nur das erste Foto. Daher ist es sinnvoll, alle Variantenbilder in die Sitemap aufzunehmen und im Produktmarkup mehrere Adressen unter image anzugeben. Zudem bekommen so auch die anderen Farben eine Chance bei kaufnahen Bildsuchen.
Wie messen Sie Traffic aus der Google Bildersuche in der Search Console?
Ohne Messung bleibt jede Arbeit ein Ratespiel. Stellen Sie im Leistungsbericht der Search Console den Suchtyp auf Bilder (Image) um. Dann sehen Sie Impressionen und Klicks aus der Bildersuche getrennt. Menünamen können sich ändern, suchen Sie also im Panel nach dem passenden Filter.
In diesem Bericht suchen Sie Antworten auf diese Fragen:
- Welche Seiten erhalten Impressionen in der Bildersuche?
- Über welche Suchanfragen finden Nutzer Ihre Bilder?
- Wie entwickeln sich die Impressionen auf den geänderten Seiten?
Beispielszenario: example.com hat auf 20 Produktseiten CSS Hintergründe durch Elemente img ersetzt und die Alttexte neu geschrieben. Dann vergleichen Sie die Zeiträume vor und nach der Änderung und filtern nur auf diese Seiten. Allerdings schwankt der Zeitpunkt des erneuten Crawlens. Lesen Sie das Ergebnis deshalb über Wochen, nicht über Tage.
Neu in der Search Console? Dann starten Sie mit unserer Search Console Anleitung für Einsteiger.
Checkliste für die Google Bildersuche Schritt für Schritt
Dieser Abschnitt bringt den ganzen Leitfaden in eine praktische Reihenfolge. Prüft unser Team die Bilder einer neuen Website, dann folgen wir grob dieser Abfolge:
- Bestätigen Sie, dass wichtige Bilder mit img und src laden.
- Listen Sie aussagekräftige Bilder im CSS Hintergrund auf und stellen Sie sie um.
- Prüfen Sie, dass robots.txt weder Bildordner noch CDN sperrt.
- Vergeben Sie beschreibende Dateinamen, zuerst bei neuen Uploads.
- Schreiben Sie für jedes aussagekräftige Bild einen passenden Alttext.
- Rücken Sie Bilder neben passenden Text und werten Sie Galerieseiten auf.
- Bei srcset sichern Sie den Rückfall über src.
- Erstellen Sie eine Bild Sitemap und reichen Sie sie ein.
- Ergänzen Sie auf passenden Seiten strukturierte Daten mit image.
- Prüfen Sie Lizenzangaben für eigene Fotos.
- Geben Sie Ihr bevorzugtes Bild per og:image an.
- Verkleinern Sie Dateien und priorisieren Sie das LCP Bild.
- Filtern Sie den Leistungsbericht auf Bilder und verfolgen Sie die Wirkung.
Sie müssen die Liste nicht in einem Zug abarbeiten. Beginnen Sie also mit den Seiten, die den meisten Traffic oder Umsatz bringen, dann sehen Sie den Nutzen schneller.
Häufige Fehler in der Google Bildersuche
Wer die typischen Fehler gesammelt sieht, prüft die eigene Website leichter. Vor allem Websites mit fertigen Themes haben oft mehrere davon gleichzeitig.
- Derselbe Alttext auf jedem Bild, etwa der Markenname bei jedem Produkt.
- Alttext voller Keywords mit Kommas.
- Unbearbeitete Stockfotos, die hunderte andere Websites ebenfalls zeigen.
- Produktbilder nur in einem JavaScript Slider.
- Dateien mit falscher Endung, etwa eine WebP Datei mit dem Namen jpg.
- Neue Bildadressen bei jeder Designänderung.
Noch ein kurzer Hinweis zu Stockfotos. Google sieht viele Kopien desselben Bildes, folglich ist es schwer, mit einem Motiv hervorzustechen, das tausende Websites teilen. Somit sind eigene Fotos von Produkten, Team und Räumen der nachhaltigste Vorteil in der Bildersuche.
Nutzen Sie KI Bilder, dann achten Sie zudem auf kommerzielle Nutzung und Kennzeichnung. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag KI Bilder kommerziell nutzen.
Was tun, wenn Ihre Bilder nicht in der Google Bildersuche erscheinen sollen?
Nicht jede Firma möchte ihre Bilder in der Suche sehen. Zum Beispiel gibt es Angebotsgrafiken nur für Kunden oder Fotos, die Sie per Lizenz verkaufen. Googles Dokumentation beschreibt dafür zwei Wege.
Erstens können Sie das Inline Linking blockieren. Ihr Server prüft dazu den HTTP Referrer. Kommt die Anfrage von einer Google Domain, antwortet er mit 200 oder mit 204 ohne Inhalt. Google crawlt die Seite trotzdem und zeigt eventuell ein beim Crawlen erzeugtes Vorschaubild, aber nicht das Bild in voller Größe. Laut Dokumentation wertet Google das nicht als Cloaking.
Zweitens können Sie das Bild ganz aus den Ergebnissen entfernen. Dafür folgen Sie Googles Anleitung zum Entfernen von Bildern. Seien Sie allerdings sicher, bevor Sie diese technischen Einstellungen ändern, denn ein falsches Setup sperrt womöglich auch Bilder, die sichtbar bleiben sollen.
Kurz gesagt ist Unsichtbarkeit ebenfalls eine Entscheidung, die Sie bewusst steuern. Legen Sie vorab fest, welche Bilder offen und welche gesperrt bleiben, dann vermeiden Sie spätere Verwirrung.
Wann lohnt sich professionelle Hilfe bei Bild SEO?
Bei einer Website mit wenigen Seiten setzen Sie die Checkliste selbst um. Allerdings wird es bei einem Onlineshop mit hunderten Produkten, bei einem CDN Umzug oder bei Problemen im Theme schnell technisch. Dann brauchen Sie Änderungen an Templates, eine automatische Sitemap und eine saubere Messung.
Talha Aslan und Team behandeln die Bildprüfung als Teil der technischen SEO. Zunächst finden wir heraus, welche Bilder Google nicht crawlen kann. Danach priorisieren wir die Korrekturen in Template und Inhalt. Schließlich verfolgen wir die Wirkung mit Daten aus der Search Console. Sollen wir die Bildprobleme Ihrer Website lösen und begleiten, dann fordern Sie ein Angebot auf unserer Seite zur SEO Beratung an.
Trotzdem wiederholen wir einen Hinweis: Keine Agentur kann eine bestimmte Position in der Google Bildersuche garantieren. Wir bieten eine messbare, nachhaltige Umsetzung nach Googles offiziellen Empfehlungen. Möchten Sie die Bildersuche als Teil Ihrer gesamten SEO Strategie planen, dann prüfen Sie den Umfang unserer SEO Beratung und schildern Sie uns Ihren Bedarf.
Weitere technische Details finden Sie in Googles offizieller Dokumentation zu Best Practices für Bilder, Bild Sitemaps und Bildlizenz Metadaten.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



