LinkedIn Unternehmensseite verwalten: Organischer Leitfaden für B2B

Kurze Antwort
Wie verwalten Sie eine LinkedIn Unternehmensseite?
Eine LinkedIn Unternehmensseite ist das offizielle Schaufenster Ihres Unternehmens auf LinkedIn und erzeugt bei regelmäßiger Pflege Vertrauen, Follower und Anfragen. Die Verwaltung besteht aus vier Aufgaben: Sie füllen die Seite vollständig aus, planen wöchentliche Beiträge, binden Mitarbeitende ein und prüfen monatlich die Statistiken.
Wenn Sie sofort starten möchten, folgen Sie dieser kurzen Reihenfolge. Danach erklären wir jeden Schritt in einem eigenen Abschnitt.
- Prüfen Sie die Liste der Seitenadmins und geben Sie mindestens zwei Vertrauenspersonen vollen Zugriff.
- Füllen Sie Logo, Titelbild, Kurzbeschreibung, Website und Branche vollständig aus.
- Legen Sie einen festen Plan mit zwei oder drei Beiträgen pro Woche fest.
- Bitten Sie Mitarbeitende, im Profil die richtige Unternehmensseite auszuwählen.
- Schauen Sie einmal im Monat in die Statistiken und notieren Sie, was funktioniert hat.
Wir, Talha Aslan und Team, haben diesen Leitfaden nach der Routine geschrieben, die wir in der Praxis nutzen. Jedes Beispiel ist ein Beispielszenario und kein echtes Kundenergebnis. Außerdem ändern sich Menünamen mit der Zeit. Deshalb konzentrieren wir uns auf die Logik der Arbeit und nicht auf exakte Schaltflächen.
Warum sollte die LinkedIn Unternehmensseite getrennt vom persönlichen Profil gepflegt werden?
Ein persönliches Profil gehört einem Menschen. Eine LinkedIn Unternehmensseite gehört dagegen der Organisation. Dieser Unterschied prägt die Verwaltung. Verlässt zum Beispiel die Gründerin das Unternehmen, geht ihr Profil mit, die Seite aber bleibt. Daher gehört die dauerhafte Markenstimme auf die Seite, persönliche Erfahrung dagegen ins Profil.
Allerdings stärken sich beide Kanäle gegenseitig. Teilt der Gründer einen Seitenbeitrag mit eigenem Kommentar, erreicht er mehr Menschen. Zudem überträgt seine Expertise Vertrauen auf die Seite. Somit ersetzt der eine Kanal den anderen nicht; Sie planen beide gemeinsam.
Der häufigste Fehler in der Praxis: Alle Inhalte liegen im Profil des Gründers, während die Seite monatelang leer bleibt. Ein Interessent zweifelt dann, ob das Unternehmen überhaupt noch aktiv ist. Kurz gesagt hinterlässt eine leere Seite oft einen schlechteren Eindruck als gar keine Seite.
Prüfen Sie also zuerst das Datum des letzten Beitrags. Liegt es Monate zurück, aktualisieren Sie zunächst die Profilfelder. Dann kehren Sie mit einem wirklich nützlichen Beitrag in den Feed zurück. So sehen Besucher die neue Routine statt der Stille.
Wie richten Sie Seitenadmins und Rollen ein?
Der erste Schritt der Verwaltung ist der Zugriff. LinkedIn bietet für Seitenadmins verschiedene Berechtigungsstufen an. Neben der Rolle mit vollem Zugriff gibt es Rollen für Inhalte und Statistiken. Die aktuelle Liste und die Rechte jeder Rolle finden Sie auf der LinkedIn Hilfeseite zu den Adminrollen von Seiten.
Unsere Faustregel ist einfach. Sie geben mindestens zwei Personen vollen Zugriff und dem Content Team nur Inhaltsrechte. So bleibt die Seite nie ohne Verantwortliche, wenn jemand geht. Außerdem erhalten Agenturen und Freelancer nur die Rolle, die ihre Arbeit erfordert.
- Voller Zugriff: Inhaberin oder Inhaber und eine Vertretung.
- Inhaltsrechte: die Person oder das Team, das Beiträge erstellt.
- Statistikrechte: die Person, die Berichte liest, aber nicht postet.
Ist ein Admin bereits weg und Sie haben keinen Zugriff, erklären wir die Schritte in unserem Leitfaden zum Zugriff nach dem Weggang eines Admins.
Welche Felder der LinkedIn Unternehmensseite müssen vollständig sein?
Ein lückenhaftes Profil wirkt nachlässig. Auch LinkedIn erklärt, warum vollständige Angaben wichtig sind. Details finden Sie im LinkedIn Hilfebereich zu den Grundlagen von Seiten. Wir nutzen bei jeder neuen Seite die folgende Liste.
- Ein klares Logo, das als Quadrat funktioniert.
- Ein Titelbild, das Leistung oder Team zeigt.
- Eine Beschreibung, deren erste zwei Sätze sagen, was Sie tun.
- Websiteadresse und die richtige Branche.
- Unternehmensgröße, Standort und Gründungsjahr.
- Eine Schaltfläche, die zur Website oder Kontaktseite führt.
Ein Industriezulieferer nennt zum Beispiel einfach, welche Branchen er in welcher Region mit welcher Produktgruppe beliefert. Zudem helfen diese Sätze bei der Suche innerhalb von LinkedIn, denn Nutzer suchen Unternehmen über Stichwörter.
Öffnen Sie die Seite danach aus Sicht eines Besuchers. Ist das Logo auf dem Smartphone scharf? Sagt der erste Satz, was Sie tun? Führt die Schaltfläche zur richtigen Adresse? Können Sie alle drei Fragen bejahen, steht das Fundament.
Wie schreiben Sie Beschreibung und Slogan, damit man Sie findet?
Sie schreiben die Beschreibung mit den Wörtern Ihrer Kunden. Statt eines vagen „Ihr Lösungspartner“ wählen Sie also einen gesuchten Begriff wie „Lieferung von Edelstahlrohren“. So ordnen Leser und Suchfeld Sie richtig ein.
Das Sloganfeld ist kurz, deshalb bleiben Sie bei einem Versprechen. Für die Beschreibung empfehlen wir diese Reihenfolge: was Sie tun, für wen, wie Sie sich unterscheiden und was der Besucher jetzt tun soll. Diese vier Sätze bilden das Gerüst. Alles andere ist Detail.
Die aktuelle Zeichengrenze sehen Sie allerdings immer im Bearbeitungsbildschirm der Seite. Grenzen können sich ändern, verlassen Sie sich daher nicht auf eine feste Zahl.
Kurz gesagt ist die Beschreibung kein Feld, das Sie einmal ausfüllen und vergessen. Kommt eine neue Leistung hinzu oder ändert sich die Zielbranche, passen Sie den Text an.
Welche Beitragsformate passen zu einer LinkedIn Unternehmensseite?
Eine LinkedIn Unternehmensseite erlaubt Text, Bild, Video, Dokument und Umfrage. Welches Format am besten wirkt, bestimmt Ihre Branche. Deshalb empfehlen wir, in den ersten zwei Monaten mehrere Formate zu testen und dann anhand der Statistiken zu entscheiden.
| Format | Geeignet für | Aufwand |
|---|---|---|
| Kurzer Text | Meinung, Ankündigung, Branchenkommentar | Gering |
| Bild mit Kurztext | Produkt, Team, Veranstaltung | Mittel |
| Dokument (mehrseitig) | Checkliste, Prozesserklärung | Mittel |
| Kurzvideo | Produktion, Teamvorstellung | Hoch |
| Umfrage | Meinung der Community einholen | Gering |
| Newsletter | Regelmäßige lange Inhalte | Hoch |
Ein Newsletter braucht eine eigene Einrichtung. Diese beschreiben wir in unserer Anleitung zum Start eines LinkedIn Newsletters, daher wiederholen wir sie hier nicht.
Was sollte ein B2B-Unternehmen auf LinkedIn posten?
B2B-Leser suchen zuerst nützliches Wissen. Daher bauen Sie Ihren Plan auf Kundenfragen auf und nicht auf Verkaufsankündigungen. Fragen Sie zum Beispiel Ihren Vertrieb, welche Fragen in den letzten drei Monaten am häufigsten kamen. Jede Frage ist eine Beitragsidee.
Wir teilen Themen in vier Körbe ein. Somit füllt sich der Plan nie mit nur einer Art von Inhalt, und Leser sehen jede Woche einen anderen Nutzen.
- Expertise: eine kurze, klare Antwort auf eine Branchenfrage.
- Nachweis: abgeschlossene Arbeit, Zertifikat, Prozessfoto.
- Menschen: Team, Recruiting, Unternehmenskultur.
- Angebot: Ankündigung einer Leistung oder Einladung zu einer Veranstaltung.
Allerdings sollte der Angebotskorb klein bleiben. Eine Seite, die ständig im Verkaufston spricht, verliert schnell Follower. Außerdem wird Expertenwissen mit der Zeit zu einem Archiv, das Ihr Vertrieb an Interessenten schicken kann.
Wie erstellen Sie einen wöchentlichen Redaktionsplan?
Ein durchhaltbarer Plan ist wichtiger als hohe Frequenz. Sie starten mit zwei oder drei Beiträgen pro Woche und halten das über Monate. Wer dagegen mit sieben Beiträgen pro Woche startet und in Woche drei aufhört, wirkt unbeständig.
Nutzen Sie die folgende Vorlage als Beispielszenario. Verschieben Sie die Tage passend zur Auslastung Ihres Teams.
| Tag | Korb | Beispielthema |
|---|---|---|
| Dienstag | Expertise | Antwort auf eine häufige Kundenfrage |
| Donnerstag | Nachweis oder Menschen | Prozessfoto eines abgeschlossenen Auftrags |
| Ein Freitag im Monat | Angebot | Neue Leistung oder Veranstaltung |
Sie schreiben den Plan einen Monat im Voraus und bereiten Beiträge eine Woche vorher vor. So bleibt die Seite auch in stressigen Wochen aktiv. Zudem können Sie Beiträge auf LinkedIn planen und fertige Inhalte vorab einreihen.
Wie schreiben Sie Beiträge, die im Feed gelesen werden?
Im LinkedIn Feed sehen Leser zunächst nur die ersten Zeilen. Der Rest verschwindet hinter einem „mehr“ Link. Deshalb gehört die Kernaussage in die erste Zeile. Ein konkreter Einstieg wie „Mit diesen drei Angaben im Anfrageformular kommt Ihr Angebot einen Tag früher“ wirkt also stärker als eine allgemeine Begrüßung.
- Nennen Sie in der ersten Zeile Nutzen oder Frage.
- Nutzen Sie kurze Absätze mit je einer Idee.
- Erklären Sie Fachbegriffe beim ersten Auftreten in einem Satz.
- Stellen Sie am Ende eine Frage oder nennen Sie eine Handlung.
Setzen Sie wenige, passende Hashtags ein. Für Ideen hilft unser Hashtag Generator. Kopieren Sie die Liste allerdings nicht blind, sondern behalten Sie nur Tags, die in Ihrer Branche wirklich genutzt werden.
Gehen Sie auch mit Links bewusst um. Soll der Beitrag Besucher auf die Website bringen, zeigen Sie den Link klar und sagen, warum sich der Klick lohnt. Geht es dagegen um Diskussion, stellen Sie die Frage in den Mittelpunkt. Außerdem verhindert ein einziges Ziel pro Beitrag Verwirrung.
Somit stoppt der Beitrag das Scrollen und erreicht Menschen, die sich für das Thema interessieren.
Wie lassen Beiträge von Mitarbeitenden die Seite wachsen?
Die Netzwerke Ihrer Mitarbeitenden sind oft größer als die Followerzahl der Seite. Teilt jemand einen Seitenbeitrag mit eigenem Kommentar, erreicht der Inhalt ein neues Publikum. Daher ist das Teilen durch Mitarbeitende ein kostenloser Reichweitenkanal.
Allerdings bauen Sie das über Freiwilligkeit und Einfachheit auf, nicht über Druck. Schicken Sie zum Beispiel jeden Monat zwei oder drei teilbare Beiträge mit einer kurzen Notiz. Zudem bietet LinkedIn Funktionen, mit denen Seitenadmins Mitarbeitenden Inhalte empfehlen können; den aktuellen Umfang prüfen Sie in der Hilfe.
- Bitten Sie Mitarbeitende, die richtige Unternehmensseite als Arbeitgeber auszuwählen.
- Geben Sie kurze, fertige Texte, die man anpassen kann.
- Danken Sie allen, die teilen, und setzen Sie niemanden unter Druck.
- Halten Sie schriftlich fest, dass vertrauliche Daten, Kundennamen und Preise tabu sind.
Möchten Sie einen Beitrag von Mitarbeitenden mit Werbung verstärken, ist das ein eigenes Thema. Dazu lesen Sie unseren Leitfaden zu Thought Leader Ads.
Wie antworten Sie auf Kommentare und Nachrichten?
Kommentare gehören zu den wertvollsten Signalen auf Ihrer Seite. Deshalb antworten Sie auf jeden Kommentar in angemessener Zeit, kurz und persönlich. Statt „Danke“ schreiben Sie zum Beispiel einen Satz, der die Frage im Kommentar tatsächlich beantwortet.
Außerdem können Sie im Namen der Seite Beiträge anderer Seiten und Personen kommentieren. Wer sich mit Fachwissen an passenden Branchendiskussionen beteiligt, erhöht die Sichtbarkeit der Seite. Werbende Kommentare unter jedem Beitrag wirken dagegen abschreckend.
Bei einem negativen Kommentar bleiben Sie ruhig, erkennen das Problem an und verlagern das Gespräch in einen privaten Kanal. Wächst die Reaktion, hilft unser Leitfaden zum Krisenmanagement in Social Media Schritt für Schritt.
Für Nachrichten legen Sie eine ähnliche Routine fest. Bestimmen Sie vorab, wer Seitennachrichten prüft und wie schnell geantwortet wird. Preisfragen gehen zum Beispiel an den Vertrieb, Bewerbungen an die Personalabteilung. So bleibt keine Anfrage liegen.
Kurz gesagt erzählen Antworttempo und Tonfall so viel über Ihre Marke wie der Beitrag selbst.
Was zeigen die Statistiken der LinkedIn Unternehmensseite?
Die Statistiken der LinkedIn Unternehmensseite teilen Inhalte, Follower und Besucher in getrennte Berichte auf. Laut der LinkedIn Hilfeseite zu Seitenstatistiken gibt es unter anderem Berichte zu Inhalten, Followern, Besuchern, Leads und Wettbewerbern, und Sie können die Daten exportieren.
| Bericht | Ihre Frage | Beispielentscheidung |
|---|---|---|
| Inhalte | Welcher Beitrag erzielte die meiste Interaktion? | Mehr von diesem Format erstellen |
| Follower | Wer folgt uns, aus welchen Branchen? | Themen für diese Zielgruppe wählen |
| Besucher | Wer schaut sich die Seite an? | Beschreibung aktualisieren |
| Wettbewerber | Wie aktiv sind ähnliche Seiten? | Beitragsfrequenz überprüfen |
Achten Sie auch auf Berechtigungen. Die Hilfeseite listet, welche Rollen Statistiken sehen dürfen. Daher geben Sie der Person, die Berichte liest, die passende Rolle.
Welche Kennzahlen sollten Sie jeden Monat verfolgen?
Jede Zahl zu verfolgen ist genauso ermüdend, wie keine zu verfolgen. Deshalb legen Sie eine kurze Liste fest, die Sie einmal im Monat prüfen. Diese vier Kennzahlen sind zum Beispiel für die meisten B2B-Seiten ein guter Start.
- Impressionen: wie oft Beiträge angezeigt wurden.
- Interaktionsrate: Reaktionen, Kommentare, Reposts und Klicks im Verhältnis zu den Impressionen.
- Followerwachstum und Branchenverteilung der Follower.
- Klicks auf Ihre Website.
Um Websitebesuche genau zu messen, ergänzen Sie Ihre Links um Kampagnenparameter. Mit unserem UTM Generator geht das in Sekunden. Somit sehen Sie Besuche von LinkedIn in Google Analytics getrennt.
Weitere Wege, diesen Traffic zu steigern, haben wir in unserem Leitfaden zu Website Traffic aus Social Media gesammelt.
Wie passen Sie den Plan anhand der Statistiken an?
Statistiken helfen nur, wenn daraus Entscheidungen werden. Deshalb stellen Sie am Monatsende drei Fragen: Was hat funktioniert, was nicht, und was testen wir nächsten Monat? Die Antworten notieren Sie in wenigen Zeilen unter dem Plan.
Beispielszenario: Ein Softwareanbieter bemerkt, dass Checklisten im Dokumentformat häufiger gespeichert werden als Textbeiträge. Im Folgemonat plant er also alle zwei Wochen einen Dokumentbeitrag und reduziert andere Formate. Allerdings trifft er keine große Entscheidung auf Basis eines einzigen Monats, sondern beobachtet den Trend zwei bis drei Monate.
Beim Testen ändern Sie jeweils nur ein Element. Zunächst testen Sie etwa die Uhrzeit, im nächsten Monat dann die erste Zeile. So erkennen Sie, welche Änderung das Ergebnis bewegt hat.
Zudem ist ein schwacher Beitrag nicht automatisch schlechter Inhalt. Uhrzeit, Bild oder erste Zeile können die Ursache sein. Daher ändern Sie lieber ein Element und versuchen es erneut, statt den Beitrag zu löschen.
Welches Logo und welches Titelbild sollten Sie wählen?
Logo und Titelbild sehen Besucher zuerst. Deshalb laden Sie eine schlichte Logoversion hoch, die auch klein lesbar bleibt. Ein langer Schriftzug wird zum Beispiel in einem kleinen Quadrat im Feed unleserlich. Eine reine Bildmarke funktioniert meist besser.
Das Titelbild trägt eine einzige Botschaft. Ein Produktfoto, ein Teamfoto oder ein kurzer Satz zu Ihrem Leistungsbereich genügt. Außerdem kann das Bild auf dem Smartphone beschnitten werden. Wichtige Schrift gehört daher in die Mitte und nicht an den Rand.
- Logo: quadratisch, schlicht, hochauflösend.
- Titelbild: eine Botschaft, lesbare Schrift, Markenfarben.
- Aktualisierung: Titelbild während einer Kampagne oder Veranstaltung vorübergehend tauschen.
Aktuelle Bildmaße finden Sie im Bearbeitungsbildschirm und in der LinkedIn Hilfe. Maße können sich ändern, prüfen Sie sie also vor dem Gestalten. Kurz gesagt sollte Ihr visueller Auftritt dieselbe Sprache sprechen wie Website und andere Kanäle.
Wie teilen Sie Stellenanzeigen und Veranstaltungen auf der Seite?
Recruitingbeiträge gehören oft zu den Inhalten mit der höchsten Interaktion. Mitarbeitende und ihre Kontakte teilen sie nämlich von selbst. Statt nur den Anzeigentext zu posten, ergänzen Sie allerdings einen kurzen Einblick in den Arbeitsalltag des Teams.
Beispielszenario: Ein Ingenieurbüro sucht eine Projektingenieurin. Vor der Anzeige beschreibt ein Teammitglied die Rolle in zwei Sätzen. Somit lernen Bewerbende Stelle und Team kennen, und das Büro stärkt seine Arbeitgebermarke.
Bei Veranstaltungen planen Sie die Abfolge vorab. Zuerst kommt zwei Wochen vorher die Ankündigung, dann am Vortag eine Erinnerung, am Tag selbst ein kurzer Moment und danach eine Zusammenfassung. Außerdem steigert ein Dank an die Teilnehmenden im Rückblick das Interesse an der nächsten Veranstaltung.
Recruiting und Veranstaltungen sollten den Plan jedoch nicht dominieren. Halten Sie sie im Korb Menschen, damit Expertise vorne bleibt.
Wie halten Sie Seiteninhalte und Website im Einklang?
Ihre LinkedIn Unternehmensseite und Ihre Website sollten dasselbe sagen. Sieht ein Besucher nach dem Wechsel auf die Website andere Leistungsnamen, eine andere Adresse oder einen alten Slogan, sinkt das Vertrauen. Deshalb aktualisieren Sie beide Kanäle gemeinsam.
In der Praxis gleichen Sie drei Bereiche ab: Leistungsnamen, Kontaktdaten und Markenstimme. Steht auf der Website zum Beispiel „Industriewartung“, schreiben Sie auf der Seite nicht „Technischer Service“. Zudem teilen Sie neue Blogartikel mit einer kurzen Zusammenfassung auf der Seite.
So bekommen Websiteinhalte auf LinkedIn ein zweites Leben, und die Seite erhält eine stetige Quelle. Außerdem helfen aktuelle Inhalte auf der Website auch in Suchmaschinen. Kurz gesagt wird jeder Kanal Quelle und Schaufenster des anderen.
Bringt eine LinkedIn Unternehmensseite Kunden?
Eine LinkedIn Unternehmensseite ist allein keine Verkaufsmaschine, aber sie schafft Vertrauen und Wiedererkennung. B2B-Kaufprozesse dauern lange, deshalb schauen sich Interessenten Ihre Seite vor einer Entscheidung mehrmals an. Eine vollständige, aktive Seite macht Sie in dieser Phase zu einer ernsthaften Option.
Zudem unterstützt die Seite die aktive Vertriebsarbeit. Vernetzt sich zum Beispiel ein Vertriebsmitarbeiter mit einem Interessenten, schaut dieser auf die Unternehmensseite. Aktuelle Inhalte erleichtern dann das Gespräch.
Direkte Kundengewinnung ist dagegen eine eigene Aufgabe rund um persönliche Profile und Ansprache. Diese beschreiben wir ausführlich in unserem Leitfaden zur Kundengewinnung über LinkedIn. Dieser Artikel konzentriert sich nur auf die organische Seitenpflege.
Um den Beitrag der Seite zu sehen, ergänzt der Vertrieb eine einfache Frage: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ Mit der Zeit zeigen die Antworten die Rolle von LinkedIn. Markierte Websiteklicks vervollständigen das Bild. Also lesen Sie die Wirkung aus mehreren Signalen statt aus einer Zahl.
Wie erstellen Sie einen Monatsbericht, und wer bekommt ihn?
Ein Monatsbericht macht den Nutzen der Seitenpflege sichtbar. Deshalb verzichten Sie auf lange Präsentationen und erstellen eine schlichte Zusammenfassung auf einer Seite. Vier Kennzahlen, die drei besten Beiträge und zwei oder drei Entscheidungen für den nächsten Monat genügen.
- Exportieren Sie die Daten aus dem Statistikbereich.
- Stellen Sie die vier Kennzahlen neben die Werte des Vormonats.
- Notieren Sie die drei besten Beiträge und warum sie funktionierten.
- Formulieren Sie den Test für den nächsten Monat in einem Satz.
Den Bericht teilen Sie mit der Geschäftsführung und dem Vertrieb. Der Vertrieb weiß nämlich am besten, welche Themen bei Kunden Resonanz finden. Somit ist das Berichtsgespräch auch ein guter Moment, um Themenideen für den Folgemonat zu sammeln.
Checkliste: Welche Aufgaben fallen wöchentlich und monatlich an?
Am einfachsten wird die Seitenpflege zur Gewohnheit, wenn Sie eine feste Checkliste nutzen. Teilen Sie die folgende Liste mit Ihrem Team und arbeiten Sie sie jede Woche in derselben Reihenfolge ab.
- Montag: Beiträge der Woche ein letztes Mal lesen und einplanen.
- Täglich: Kommentare und Nachrichten prüfen und beantworten.
- Mittwoch: zwei oder drei passende Branchenbeiträge im Namen der Seite kommentieren.
- Freitag: Mitarbeitenden einen teilbaren Beitrag schicken.
- Monatsende: Statistiken exportieren und die vier Kennzahlen eintragen.
- Monatsende: Plan für den nächsten Monat schreiben und Beschreibung prüfen.
So hängt die Seite nicht mehr vom Gedächtnis einer einzelnen Person ab. Außerdem übernimmt eine neue Kollegin die Arbeit mit der Liste schnell. Liegt die Liste in einem gemeinsamen Dokument, sehen alle dieselbe Fassung und können erledigte Punkte abhaken.
Welche Fehler passieren bei der Seitenpflege am häufigsten?
Die Fehler, die wir immer wieder sehen, lassen sich in wenige Gruppen fassen. Wer sie kennt, spart sich monatelange vergebliche Arbeit.
- Nur ein Admin, und mit dessen Weggang ist der Zugriff verloren.
- Wochenlang nichts posten und dann mehrere Beiträge auf einmal hochladen.
- In jedem Beitrag nur Verkaufssprache verwenden.
- Kommentare unbeantwortet lassen.
- Nie in die Statistiken schauen oder nur auf die Followerzahl achten.
- Beiträge anderer Plattformen ohne Anpassung kopieren.
Ein vertikales Instagram Video auf LinkedIn zu übernehmen, ist zum Beispiel nicht immer schlecht. Allerdings muss der Text für LinkedIn Leser neu geschrieben werden, denn diese suchen einen Nutzen im beruflichen Kontext.
Die meisten dieser Fehler entstehen durch fehlende Planung. Daher lösen ein schriftlicher Plan, klare Rollen und ein fester Monatstermin einen Großteil der Liste von selbst. Zudem genügt es meist, Fehler für die Zukunft zu korrigieren, statt alte Beiträge zu löschen.
Wie arbeiten organische Pflege und bezahlte Werbung zusammen?
Organische Pflege ist das Fundament, Werbung beschleunigt es. Werbung für eine leere Seite verpufft, weil es keine Inhalte gibt, die Besucher überzeugen. Deshalb empfehlen wir zunächst einige Monate regelmäßiger organischer Beiträge.
Danach können Sie die stärksten Beiträge mit kleinem Budget bewerben. So investieren Sie in Inhalte, von denen Sie wissen, dass sie funktionieren. Möchten Sie zudem Leads über ein Formular sammeln, erklärt unser Leitfaden zu LinkedIn Lead Gen Forms die Einrichtung.
Sind Sie unsicher beim Werbekanal, hilft unser Vergleich von LinkedIn Ads und Google Ads für B2B. Also verstehen Sie diesen Leitfaden als organische Seite und jene Artikel als bezahlte Seite.
Sollten Sie die Seite selbst pflegen oder an ein Team abgeben?
Wer einige Stunden pro Woche erübrigen kann und die eigene Branche gut erklärt, kann die Seite mit diesem Leitfaden selbst führen. Fehlt diese Zeit dauerhaft, verstummt die Seite allerdings innerhalb weniger Wochen. Daher hängt die Entscheidung davon ab, wer tatsächlich Zeit hat.
Geben Sie die Arbeit ab, stellen Sie zwei Fragen: Kommen die Inhalte aus Ihrem Wissen, und werden Statistiken regelmäßig berichtet? Wir übernehmen diese Aufgabe im Rahmen unserer Social Media Betreuung mit Plan, Texten, Bildern, Kommentarbetreuung und Monatsbericht.
Zudem müssen Sie nicht alles abgeben. Sie können zum Beispiel Planung und Statistik an ein Team übergeben und selbst die Ideen für Fachbeiträge liefern. So bleibt Ihre Stimme erhalten, und die Last sinkt.
Welchen Weg Sie auch wählen, der Zugriff bleibt im Unternehmen. Statt persönliche Passwörter weiterzugeben, fügen Sie externe Teams mit passender Rolle hinzu. Außerdem dauert das Entfernen einer Rolle nach Projektende nur Minuten, somit behalten Sie stets die Kontrolle.
Was ist Ihr nächster Schritt?
Prüfen Sie heute die Adminliste und vervollständigen Sie die Seitenfelder. Planen Sie diese Woche die ersten zwei Beiträge, und schauen Sie am Monatsende in die ersten Statistiken. Diese drei Schritte machen aus einem stillen Schaufenster einen lebendigen Kanal.
Denken Sie daran: Eine LinkedIn Unternehmensseite ist ein langfristiges Projekt und keine Kampagne. In den ersten Monaten kommen Ergebnisse oft langsam, und das ist normal. Entscheidend ist, dranzubleiben, jeden Monat etwas zu verbessern und Lesern wirklich nützliche Inhalte zu bieten.
Möchten Sie die Pflege Ihrer LinkedIn Unternehmensseite mit Planung, Texten und Berichten abgeben, können Sie auf unserer Seite zur Social Media Betreuung ein Angebot anfordern. Talha Aslan und Team prüfen den aktuellen Stand Ihrer Seite und schlagen Ihnen schriftlich einen passenden Umfang vor.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



