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Beste Zeit zum Posten auf Instagram: So finden Sie Ihre mit eigenen Daten

Talha Aslan 16 Minuten Lesezeit 2 Aufrufe

Kurze Antwort

Wie finden Sie die beste Zeit zum Posten auf Instagram für Ihr Konto?

Die beste Zeit zum Posten auf Instagram ist das Zeitfenster, in dem Ihre eigenen Follower am aktivsten sind und Ihre Beiträge in den ersten Stunden die meisten Interaktionen erhalten. Sie finden es in den Follower Daten der Instagram Insights und bestätigen es anschließend mit einem kontrollierten Test über vier bis sechs Wochen.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team die Methode, die wir bei Kundenkonten nutzen. Zunächst zeigen wir, wo die Daten liegen. Dann bauen wir einen Testplan. Zum Schluss treffen Sie Ihre Entscheidung mit einer einfachen Ergebnistabelle. So beantworten Sie die Frage nach der besten Zeit zum Posten auf Instagram mit eigenen Zahlen statt mit Vermutungen.

Warum sind allgemeine Listen mit der „besten Uhrzeit“ irreführend?

Listen wie „Dienstag 11 Uhr, Donnerstag 19 Uhr“ bilden den Durchschnitt aus Millionen sehr unterschiedlicher Konten. Allerdings müssen Ihre Follower diesem Durchschnitt nicht entsprechen. Eine Konditorei erreicht ihr Publikum zum Beispiel abends. Eine Steuerkanzlei erreicht ihre Kundschaft dagegen eher in der Mittagspause.

Zudem vermischen viele dieser Listen verschiedene Zeitzonen. Daher kann Sie eine fremde Uhrzeit dazu bringen, genau dann zu posten, wenn Ihr Publikum schläft. Außerdem achtet der Algorithmus nicht nur auf die Uhrzeit. Er bewertet auch, ob der Inhalt Menschen interessiert.

  • Allgemeine Listen kennen Ihre Branche nicht.
  • Stadt und Zeitzone Ihres Publikums fehlen darin.
  • Reels, Feedbeiträge und Stories landen in einem Topf.
  • Unterschiede zwischen kleinen und großen Konten bleiben unsichtbar.

Ein weiteres Problem: Meist wissen Sie nicht, wann jemand die Liste erstellt hat. Gewohnheiten ändern sich jedoch. Homeoffice hat etwa das Verhalten in der Mittagspause für viele Menschen verschoben. Notieren Sie also eine fremde Liste ruhig, vergleichen Sie sie aber vor jeder Entscheidung mit Ihrem eigenen Diagramm.

Kurz gesagt: Eine allgemeine Liste ist höchstens eine Starthypothese. Die echte Antwort steckt in den Daten Ihres Kontos.

Spielt die Uhrzeit beim Posten wirklich eine Rolle?

Ja, allerdings wirkt die Uhrzeit allein keine Wunder. Sind Ihre Follower beim Veröffentlichen in der App, kommen die ersten Interaktionen schneller. Deshalb sammelt der Beitrag früher Signale. Trotzdem rettet die richtige Uhrzeit keinen schwachen Inhalt.

Wir sehen die Uhrzeit als Hebel. Sie vergrößert die Reichweite guter Inhalte etwas, schlechte Inhalte verbessert sie jedoch nicht. Wiederholen Sie dagegen ständig die falsche Uhrzeit, bleiben auch starke Beiträge unter ihren Möglichkeiten. Daher gehört der Zeittest zur Arbeit an der Inhaltsqualität dazu.

Nehmen wir ein Beispielszenario. Zwei gleich gute Beiträge erscheinen, einer während die Follower schlafen, der andere zu ihrer abendlichen Spitzenzeit. Der zweite Beitrag erhält in der ersten Stunde mehr Kommentare und Speicherungen. Diese Aufmerksamkeit kann anschließend die Chance auf eine breitere Ausspielung erhöhen. Somit gibt die Uhrzeit gutem Inhalt den ersten Schub.

Auch die Häufigkeit gehört zur selben Gleichung. Wie viele Beiträge pro Woche sinnvoll sind, behandeln wir in wie oft sollte man auf Instagram posten. Hier konzentrieren wir uns allein auf die Uhrzeit.

Wo sehen Sie in den Instagram Insights, wann Ihre Follower aktiv sind?

Laut Meta sind Insights für Business und Creator Konten kostenlos. Die Seite zu Instagram Insights im Meta Business Hilfebereich nennt für die Ansicht der Follower insgesamt unter anderem Standorte, Altersgruppen und die Zeiten, zu denen Ihre Follower auf Instagram am aktivsten sind.

  1. Prüfen Sie, ob Ihr Profil ein Business oder Creator Konto ist.
  2. Öffnen Sie über Ihr Profil das professionelle Dashboard.
  3. Wechseln Sie in den Insights zum Bereich für Follower oder Zielgruppe.
  4. Lesen Sie dort die Verteilung nach Tagen und Stunden ab.
  5. Wählen Sie einen längeren Zeitraum und lesen Sie die Daten erneut.

Meta weist zudem darauf hin, dass manche Zielgruppendaten Schätzungen sind. Außerdem erscheint dieser Bereich erst ab einer bestimmten Followerzahl; prüfen Sie den aktuellen Schwellenwert auf der offiziellen Hilfeseite. Menünamen können sich ändern, suchen Sie also den passenden Bereich im Panel. Lädt gar nichts, helfen die Prüfschritte in unserem Beitrag Instagram Insights werden nicht angezeigt.

Wir empfehlen außerdem einen datierten Screenshot des Diagramms. So vergleichen Sie Monate später, wie es sich verschoben hat. Zudem spricht Ihr Team über dasselbe Bild.

Wie lesen Sie das Diagramm zur Follower Aktivität richtig?

Das Diagramm zeigt die Stunden, in denen Follower in der App sind. Das heißt allerdings nicht, dass Sie genau zu dieser Stunde posten müssen. Die vollste Stunde ist nämlich auch die umkämpfteste. Posten alle gleichzeitig, kann Ihr Platz im Feed schrumpfen.

Deshalb suchen wir im Diagramm drei Zonen. Zuerst die Spitzenstunde. Danach den Anstieg eine oder zwei Stunden davor. Schließlich das Plateau nach der Spitze, das noch hoch bleibt. Sehen Sie etwa um 21 Uhr eine Spitze, kann ein Fenster zwischen 19:30 und 20 Uhr Ihren Beitrag schon aufgewärmt in die Spitze tragen.

Lesen Sie außerdem Wochentage und Wochenende getrennt. Bei vielen Unternehmen sieht die Kurve am Samstag völlig anders aus. Also legen Sie statt einer einzigen besten Uhrzeit Kandidaten für jede Gruppe von Tagen fest.

Bevorzugen Sie zudem eine Monatsansicht statt einer einzelnen Woche. Eine Woche kann durch Feiertage oder eine stressige Arbeitswoche verzerrt sein. Überbewerten Sie kleine Unterschiede zwischen zwei Stunden nicht. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf deutliche Anstiege und Rückgänge.

Wie beeinflusst die Zeitzone Ihre Ergebnisse?

Die Instagram App zeigt Zeiten meist in der Zeitzone Ihres Geräts. Manche Meta Tools speichern Berichte jedoch in einer anderen Zeitzone. Klären Sie daher vor jeder Auswertung, in welcher Zeitzone Sie gerade schauen.

Lebt Ihr Publikum in mehreren Ländern, wird es komplizierter. Eine Marke mit Kundschaft in Deutschland und in der Türkei hat zum Beispiel ein bis zwei Stunden Unterschied. Ein einziger Termin erreicht dann nicht unbedingt beide Gruppen. Prüfen Sie in diesem Fall die Standortdaten der Follower und entscheiden Sie nach der größeren Gruppe.

  • Bestimmen Sie zuerst die Stadt Ihres größten Publikums.
  • Nutzen Sie dann deren Ortszeit als Bezug.
  • Ist eine zweite Gruppe groß, geben Sie ihr einen eigenen Termin.

Praktisch ist es, jeden Testeintrag in einer einzigen Ortszeit zu notieren. Erfassen Sie etwa alles in deutscher Zeit, verrutschen Ihre Berechnungen nie. Prüfen Sie außerdem einmal, mit welcher Zeitzone Ihr Planungstool arbeitet.

Beste Zeit zum Posten auf Instagram testen: Was halten Sie konstant?

Beim Zeittest darf nur die Uhrzeit variieren. Sonst wissen Sie nicht, ob das Ergebnis von der Stunde oder vom Inhalt kommt. Legen Sie deshalb vor dem Start diese Punkte fest:

  • Inhaltsformat: Vergleichen Sie während des Tests nur Reels oder nur Feedbeiträge.
  • Thema und Aufbau: Wählen Sie Beiträge mit ähnlichem Aufwand und ähnlicher Länge.
  • Häufigkeit: Behalten Sie die Zahl der Beiträge pro Woche bei.
  • Werbung: Bewerben Sie Testbeiträge nicht, denn bezahlte Reichweite verzerrt die Daten.
  • Hashtags und Captions: Nutzen Sie dieselbe Vorlage.

Lassen Sie zudem Feiertage, Aktionswochen und besondere Anlässe aus dem Test heraus. In diesen Wochen verhält sich das Publikum ungewöhnlich. So schaffen Sie eine saubere Vergleichsbasis.

Achten Sie außerdem auf die Reihenfolge der Inhalte. Legen Sie die stärksten Beiträge immer auf denselben Termin, verschafft das diesem Termin einen unfairen Vorteil. Ordnen Sie also Ihre Beiträge zunächst nach Stärke und verteilen Sie sie dann gleichmäßig.

Wie richten Sie einen vierwöchigen Test der Posting Zeit ein?

Wählen Sie drei Kandidaten aus dem Diagramm der Follower Aktivität. Beispielszenario: Ein Café testet 12:30, 17:30 und 20:30 Uhr. Verteilen Sie diese Zeiten dann so über die Wochen, dass jeder Termin ähnlich viele Beiträge erhält.

  1. Erste Woche: Beiträge der Reihe nach auf A, B, C legen.
  2. In der zweiten Woche die Reihenfolge auf B, C, A drehen.
  3. Dritte Woche: C, A, B verwenden.
  4. Für die vierte Woche die zwei unklarsten Termine erneut vergleichen.
  5. Die ersten 24 Stunden jedes Beitrags in derselben Tabelle notieren.

Der Grund für das Rotieren ist einfach. Kein Termin landet ständig auf demselben Wochentag. Somit verringern Sie den Effekt „freitags läuft es sowieso gut“. Ist Ihr Konto klein, verlängern Sie den Test auf sechs Wochen, denn bei wenig Daten spielt der Zufall eine größere Rolle.

Füllen Sie Ihren Kalender vor dem Start mindestens zwei Wochen im Voraus. So zwingt Sie kein Zeitdruck, die Uhrzeit zu verschieben. Versehen Sie außerdem jeden Beitrag von Anfang an mit seinem Terminkürzel. Arbeiten Sie im Team, halten Sie den Kalender an einem gemeinsamen Ort.

Welche Kennzahlen sollten Sie erfassen?

Lesen Sie für jeden Beitrag dieselben Kennzahlen zum selben Zeitpunkt ab. Wir erfassen die ersten 24 Stunden und den siebten Tag getrennt. Manche Beiträge starten nämlich spät, deshalb kann eine reine Tag eins Tabelle täuschen.

  • Reichweite: Zahl der einzelnen Konten, die den Inhalt gesehen haben.
  • Anteil der Reichweite außerhalb der Follower: aus Erkunden und Empfehlungen.
  • Interaktionen: Likes, Kommentare, Speicherungen und Teilungen zusammen.
  • Speicherungen und Teilungen: die zwei Signale, die den Wert am besten zeigen.
  • Profilbesuche und Linkklicks: Interesse, das zu Geschäft wird.

Welche Felder die Beitragsstatistiken enthalten, sehen Sie auf der Seite des Instagram Hilfebereichs zu Beitragsstatistiken. Statt die Engagement Rate per Hand zu berechnen, nutzen Sie unseren Rechner für die Instagram Engagement Rate. Damit vergleichen Sie jeden Beitrag mit derselben Formel.

Erfassen Sie die Daten möglichst immer zur selben Tageszeit. Notieren Sie etwa die Daten von Tag eins am nächsten Tag zur gleichen Stunde und die Daten von Tag sieben eine Woche später. So bleibt der Vergleich fair.

Welche Tabelle zeigt die beste Zeit zum Posten auf Instagram am klarsten?

Vergleichen Sie Durchschnitte und Quoten statt Rohzahlen. Die folgende Tabelle ist eine ausgefüllte Vorlage für das Café aus dem Beispielszenario. Die Werte sind eine Beispielrechnung, keine echten Kundendaten.

KandidatBeiträgeDurchschnittliche Reichweite (Beispiel)Engagement Rate (Beispiel)Speicherungen + Teilungen (Beispiel)Kommentar
12:3041.1503,1 %18Kurzer Blick in der Mittagspause, wenig Tiefe
17:30vier1.4203,8 %26Gut auf dem Heimweg, stabil
20:3041.6104,4 %35Stärkster Kandidat, in Runde zwei bestätigen

In diesem Beispiel sticht 20:30 Uhr heraus. Allerdings sind vier Beiträge eine kleine Stichprobe. Prüfen Sie daher vor der Entscheidung, ob sich der Abstand wiederholt. Stammt er nur von einem viralen Beitrag, nehmen Sie diesen heraus und berechnen den Durchschnitt neu.

Wann ist ein Unterschied echt und wann Zufall?

Kleine Konten zeigen große natürliche Schwankungen zwischen Beiträgen. Deshalb bedeutet ein Abstand von 5 % oft nichts. Wir nutzen eine einfache Regel. Liegt der Gewinnertermin in den meisten Testwochen vorn und bleibt er auch ohne einen Ausreißer vorn, nehmen wir das Ergebnis ernst.

  • Liegt der Gewinnertermin in mindestens zwei von drei Wochen vorn?
  • Hält die Rangfolge, wenn Sie den Ausreißer streichen, etwa einen viralen oder sehr schwachen Beitrag?
  • Bewegen sich Speicherungen und Teilungen in dieselbe Richtung, oder sind nur die Likes gestiegen?

Beantworten Sie alle drei Fragen mit Ja, übernehmen Sie den Termin. Andernfalls verlängern Sie den Test um zwei Wochen. Kurz gesagt kostet ein geduldiger Test weniger als eine überstürzte Entscheidung.

Nennen Sie Ihrem Team außerdem die Größe des Abstands, nicht nur den Gewinner. Ist er klein, rotieren Sie beide Termine weiter. Ist er deutlich, legen Sie Hauptbeiträge auf den Gewinner und nutzen den anderen Termin für Nebeninhalte.

Brauchen Reels, Feedbeiträge und Stories eigene Uhrzeiten?

Ja, testen Sie sie nach Möglichkeit getrennt. Instagram zeigt Reels auch Menschen, die Ihnen nicht folgen, daher wirkt der Effekt der Uhrzeit dort oft schwächer. Stories bleiben dagegen 24 Stunden sichtbar und erreichen Ihre Follower. Folglich zählen Reihenfolge und Zahl der Slides über den Tag mehr.

Eine Boutique kann etwa ihr Produktfoto abends posten und Stories über den Tag verteilen. So entstehen drei kurze Kontaktpunkte: morgens, mittags und abends. Sinken Ihre Reels Aufrufe, suchen Sie die Ursache nicht nur in der Uhrzeit. Unsere Checkliste zu sinkenden Reels Aufrufen bietet eine breitere Diagnose.

Achten Sie im Story Test auf die Abschlussrate statt auf die Reichweite. Verfolgen Sie also, wie viele Personen vom ersten bis zum letzten Slide kommen. Notieren Sie zudem, welche Tageszeit mehr Antworten bringt. Damit wählen Sie die Story Zeit unabhängig von der Feedzeit.

Wie wählen Sie Kandidaten passend zu Ihrer Branche?

Denken Sie bei der Auswahl neben dem Diagramm an den Tagesablauf Ihrer Kundschaft. Menschen schauen in den Lücken ihrer Routine aufs Handy. Daher ist die Frage „Wann atmet meine Kundschaft durch?“ ein guter Anfang.

Die folgenden Beispielszenarien geben nur Anregungen. Sie sind Ausgangspunkte aus unserer Praxis, keine Garantie. Gleichen Sie jedes davon mit Ihrem eigenen Diagramm ab.

  • Café oder Restaurant (Beispielszenario): kurz vor der Mittagspause und vor der Entscheidung fürs Abendessen.
  • Friseur oder Kosmetikstudio (Beispielszenario): Abendstunden, in denen Menschen Termine buchen.
  • Steuerkanzlei oder Anwaltsbüro (Beispielszenario): Arbeitsbeginn und Mittagspause an Werktagen.
  • Boutique (Beispielszenario): abends und am Wochenende nachmittags.
  • Fitnessstudio (Beispielszenario): früh am Morgen und direkt nach Feierabend.

Kurz gesagt grenzt Ihre Branche die Liste ein, die Entscheidung treffen jedoch die Daten. Besteht das Publikum eines Fitnessstudios überwiegend aus Studierenden, funktioniert der frühe Termin womöglich gar nicht. Widerspricht diese Liste Ihrem Diagramm, vertrauen Sie also dem Diagramm.

Wie passen Sie den Test für ein kleines Konto an?

Mit wenigen Followern erscheint der Zielgruppenbereich in den Insights eventuell gar nicht. Einen Test können Sie trotzdem durchführen. Dann wählen Sie die Kandidaten aus Beobachtungen statt aus dem Diagramm. Notieren Sie zum Beispiel die Stunden, in denen die meisten Nachrichten oder telefonischen Bestellungen eingehen.

Zudem wiegt bei kleinen Konten ein einzelnes Teilen schwer. Schon ein Freund, der einen Beitrag teilt, verschiebt den Durchschnitt. Verlängern Sie daher den Test, reduzieren Sie auf zwei Kandidaten und geben Sie jedem Termin mindestens sechs Beiträge. Somit verkleinern Sie den Einfluss des Zufalls.

  1. Leiten Sie zwei Kandidaten aus Kundennachrichten und Verkaufsdaten ab.
  2. Rotieren Sie die Termine sechs Wochen lang.
  3. Gewichten Sie Speicherungen, Teilungen und Profilbesuche stärker als die Reichweite.
  4. Vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit dem Diagramm, sobald Sie den Schwellenwert erreichen.

Andererseits ist bei kleinen Konten die Inhaltsqualität oft der größere Hebel. Stärken Sie also während des Zeittests auch die ersten Sekunden und Ihre Captions.

Ändert sich die beste Zeit zum Posten auf Instagram am Wochenende?

Bei den meisten Konten schon. Werktags schauen Menschen in festen Lücken aufs Handy, etwa auf dem Arbeitsweg, mittags und abends. Am Wochenende verschiebt sich die Aufstehzeit und der Tag verläuft lockerer. Daher wirkt die Wochenendkurve meist flacher und breiter.

Um das abzubilden, behandeln Sie Werktage und Wochenende als zwei getrennte Gruppen. Sie können etwa werktags den Abend und am Wochenende den Nachmittag wählen. Vergleichen Sie dann jede Gruppe in sich. Lassen Sie also keinen Werktagsbeitrag in derselben Tabelle gegen einen Samstagsbeitrag antreten.

Außerdem zeigen manche Branchen am Wochenende ein ganz anderes Muster. Eine Hochzeitsplanerin erhält dann womöglich mehr Aufmerksamkeit, während eine Unternehmensberatung fast verstummt. Betrachten Sie das Wochenende somit als eigenes Experiment.

Warum ist es wichtig, in der ersten Stunde auf Kommentare zu antworten?

Kommentare in den ersten Minuten nach dem Posten starten ein Gespräch. Antworten Sie schnell, steigt die Zahl der Kommentare und Follower steigen mit ein. Das wirkt wie ein natürliches Signal, dass der Inhalt lebt.

Folglich ist es genauso wichtig, zur gewählten Zeit bereit zu sein. Bei Kundenkonten blocken wir die erste Stunde nach jedem Beitrag als „Antwortfenster“ im Kalender. So wartet keine Frage. Zudem notieren wir eingehende Fragen und machen daraus spätere Inhaltsideen.

  • Schreiben Sie auf jeden Kommentar eine kurze, persönliche Antwort.
  • Verlängern Sie das Gespräch, indem Sie auf Fragen mit einer Gegenfrage antworten.
  • Reagieren Sie auf negative Kommentare ruhig und lösungsorientiert, statt sie zu löschen.
  • Planen Sie häufige Fragen als eigene Inhalte.

Verringert ein geplanter Beitrag die Reichweite?

Meta bietet die Möglichkeit, Instagram Beiträge vorauszuplanen, und hat nicht erklärt, dass geplante Beiträge Nachteile hätten. Daher können Sie die Planung beruhigt nutzen. Im Test ist sie zudem der zuverlässigste Weg, den Termin exakt zu treffen.

Beachten Sie allerdings ein Detail. Antworten in der ersten Stunde halten die Interaktion lebendig. Sorgen Sie deshalb dafür, dass zur geplanten Zeit jemand aus Ihrem Team im Konto ist. Sonst schläft das Gespräch trotz richtiger Uhrzeit früh ein.

Welche Spalten gehören in Ihre Testtabelle?

Eine einfache Tabelle ist das Rückgrat eines mehrwöchigen Tests. Legen Sie eine Tabelle an und tragen Sie jeden Beitrag in eine Zeile ein. Definieren Sie die Spalten vor dem Start, denn später ergänzte Spalten lassen alte Zeilen leer.

  1. Datum und Wochentag.
  2. Uhrzeit und Terminkürzel (A, B, C).
  3. Inhaltsformat und kurzes Thema.
  4. Reichweite und Interaktionen nach 24 Stunden.
  5. Reichweite und Interaktionen am siebten Tag.
  6. Speicherungen, Teilungen und Profilbesuche.
  7. Linkklicks und gegebenenfalls Conversions auf der Website.
  8. Notiz: alles Ungewöhnliche, etwa ein viraler Kommentar, eine Störung oder ein besonderer Tag.

Die Notizspalte wirkt klein, zahlt sich jedoch aus. Hat zum Beispiel ein bekanntes Konto Ihren Beitrag geteilt, schreiben Sie es auf. Dann denken Sie daran, diese Zeile als Ausreißer zu behandeln. Kurz gesagt verringert eine saubere Tabelle am Ende die Diskussionen.

Wie messen Sie den Einfluss der Uhrzeit auf den Umsatz?

Mehr Reichweite ist für sich noch kein Geschäftsergebnis. Ergänzen Sie daher Tracking Parameter an den Links in Bio und Stories. Nutzen Sie etwa für jeden Termin ein eigenes Kampagnenkürzel, sehen Sie, welcher Termin mehr Besuche und Bestellungen auf Ihre Website bringt.

Statt jeden Link von Hand zu tippen, erstellen Sie ihn mit unserem UTM Generator. Vergleichen Sie dann in Ihrer Analyse die Conversions nach Quelle. So erkennen Sie den Unterschied zwischen dem Termin mit den meisten Likes und dem Termin mit den meisten Kunden. Beide sind nicht immer identisch.

Berücksichtigen Sie außerdem Verzögerungen. Ein Follower sieht einen Beitrag abends und besucht Ihre Website womöglich erst am nächsten Tag. Bewerten Sie den Zusammenhang daher über mindestens eine Woche.

Wie verfolgen Sie die Ergebnisse im Monatsbericht?

Der beste Termin bleibt nicht für immer gleich. Wächst Ihr Publikum, ändert sich die Jahreszeit oder kommt eine neue Produktlinie hinzu, verschiebt sich das Verhalten. Verfolgen Sie also den Gewinnertermin als eine Zeile im Monatsbericht und führen Sie alle drei Monate einen kurzen Prüftest durch.

Lesen Sie die Zeitdaten zusammen mit Reichweite, Interaktion und Conversions. Welche Zeilen dabei zählen, erklären wir in den monatlichen Social Media Bericht richtig lesen. Kurz gesagt ist der Zeittest keine einmalige Aufgabe, sondern fester Teil Ihres Berichts.

Notieren Sie zudem saisonale Effekte. Lange Sommerabende verschieben Follower etwa auf spätere Stunden. Nach den Ferien wird die Routine morgens und abends wieder enger. Vergleichen Sie deshalb nach Möglichkeit mit demselben Monat des Vorjahres.

Wie sieht eine Checkliste für die Analyse mit eigenen Daten aus?

Haken Sie diese Liste vor, während und nach dem Test ab. So wenden Sie die Methode jedes Mal mit derselben Sorgfalt an.

  1. Kontotyp prüfen und sicherstellen, dass die Insights aktiv sind.
  2. Drei Kandidaten aus dem Diagramm der Follower Aktivität wählen.
  3. Zeitzone und Stadt des Hauptpublikums klären.
  4. Format, Häufigkeit und Vorlage festlegen.
  5. Werbung und Aktionswochen aus dem Test nehmen.
  6. Termine vier Wochen lang rotieren.
  7. Daten von Tag eins und Tag sieben in derselben Tabelle notieren.
  8. Ausreißer abtrennen und Durchschnitte neu berechnen.
  9. Gewinnertermin übernehmen und im Monatsbericht verfolgen.
  10. Alle drei Monate einen kurzen Prüftest einplanen.

Welche Fehler passieren am häufigsten?

Viele Unternehmen richten den Test ein, lesen das Ergebnis aber falsch. Der häufigste Fehler: einen erfolgreichen Beitrag für eine Regel zu halten. Zudem macht ein Formatwechsel mitten im Test die Daten wertlos.

  • Nur auf Likes schauen und Speicherungen sowie Teilungen ignorieren.
  • Den Test nach zwei Wochen beenden und entscheiden.
  • Einen beworbenen Beitrag mit einem organischen vergleichen.
  • Das Diagramm lesen, ohne die Zeitzone zu prüfen.
  • Nach dem ersten Gewinner nie wieder testen.

Ebenfalls häufig: alle Beiträge auf den einen Gewinnertermin zu stapeln. Dann erreichen Sie immer dieselbe Gruppe und verpassen Menschen, die zu anderen Zeiten aktiv sind. Legen Sie daher Hauptbeiträge auf den Gewinner, verteilen Sie Stories und Nebeninhalte aber über den Tag.

Vermeiden Sie diese Fehler, liefert Ihr Test auch bei einem kleinen Konto brauchbare Ergebnisse. Bleibt das Ergebnis dennoch unklar, werten Sie auch das als Erkenntnis. Ihr Publikum ist dann womöglich über ein breites Zeitfenster aktiv.

Wer kann diesen Prozess für Sie übernehmen?

Der Testplan wirkt einfach, verlangt aber wochenlange Disziplin. Inhalte erstellen, einplanen, Daten jeden Tag gleich erfassen und Ergebnisse berichten kollidiert oft mit dem Alltag von Unternehmern. Deshalb können wir diese Arbeit für Sie übernehmen.

Außerdem hinterfragt ein externes Team Gewohnheiten freier. Eine Annahme wie „wir posten immer morgens“ testen wir mit Daten und berichten das Ergebnis offen. Somit beruht die Entscheidung auf Messung statt auf persönlicher Vorliebe.

Mit unserer Social Media Betreuung steuern Talha Aslan und Team Redaktionsplan, Zeittests und Monatsbericht in einem festen Ablauf. Ergebnisse garantieren wir nicht. Allerdings helfen wir Ihnen, Entscheidungen auf Daten statt auf Vermutungen zu stützen. Den passenden Umfang für Ihr Konto erfahren Sie, wenn Sie auf unserer Seite zur Social Media Betreuung ein Angebot anfordern.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine beste Zeit zum Posten auf Instagram, die für alle gilt?
Nein, eine Uhrzeit für alle Konten gibt es nicht. Jedes Publikum ist zu anderen Stunden aktiv, und Branche, Stadt sowie Alter verschieben dieses Fenster. Nutzen Sie allgemeine Listen daher nur als erste Idee. Stützen Sie die echte Entscheidung auf die Follower Daten in Ihren Insights und auf einen kontrollierten Test über einige Wochen.
Warum sehe ich nicht, wann meine Follower am aktivsten sind?
Vermutlich ist Ihr Profil ein privates Konto, oder Ihre Followerzahl liegt unter dem Schwellenwert für Zielgruppendaten. Meta zeigt diesen Bereich bei Business und Creator Konten ab einer bestimmten Followerzahl. Stellen Sie zuerst den Kontotyp um. Prüfen Sie dann den aktuellen Schwellenwert auf der offiziellen Hilfeseite und wählen Sie einen längeren Zeitraum.
Wie viele Wochen sollte ein Test der Posting Zeit dauern?
Für die meisten Konten sind vier Wochen ein guter Anfang. In dieser Zeit fällt jeder Kandidat auf verschiedene Wochentage, und ein einzelner starker Tag verliert an Gewicht. Ist Ihr Konto klein oder posten Sie seltener als dreimal pro Woche, verlängern Sie auf sechs Wochen. Wählen Sie den Gewinner anhand von Durchschnitten.
Erhalten geplante Beiträge weniger Reichweite?
Meta hat nicht erklärt, dass geplante Beiträge benachteiligt werden. Daher können Sie die Planung beruhigt nutzen; im Test ist sie zudem der zuverlässigste Weg, den Termin exakt zu treffen. Sorgen Sie trotzdem dafür, dass in der ersten Stunde jemand auf Kommentare antwortet. Tragen Sie dieses Antwortfenster ebenfalls in den Kalender ein.
Wie oft sollte ich meine beste Posting Zeit erneut testen?
Ein kurzer Prüftest alle drei Monate reicht meist aus. Das Verhalten der Follower verschiebt sich, wenn Ihr Publikum wächst, die Jahreszeit wechselt oder neue Produkte dazukommen. Verfolgen Sie den Gewinnertermin als eine Zeile im Monatsbericht. Sinken Reichweite oder Interaktion deutlich, testen Sie früher erneut und passen den Kalender an.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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