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LinkedIn Newsletter starten: Anleitung für B2B

Talha Aslan 16 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Was ist ein LinkedIn Newsletter und wie funktioniert er?

Ein LinkedIn Newsletter ist eine Artikelreihe, die ein Profil oder eine Unternehmensseite regelmäßig zu einem Thema veröffentlicht und die Leser abonnieren können. Konkret erreicht jede neue Ausgabe die Abonnenten als Benachrichtigung. Deshalb hängt Ihr Inhalt nicht mehr allein vom Zufall im Feed ab.

Die Logik ist einfach. Zunächst wählen Sie ein Thema, geben dem Newsletter einen Namen und eine Beschreibung und schreiben dann jede Ausgabe als Artikel. Anders gesagt: Der Newsletter ist keine eigene App, sondern das wiederkehrende Format der Artikelfunktion in LinkedIn.

Laut LinkedIn Hilfe Center erhalten Abonnenten bei jeder neuen Ausgabe Push, In App und E-Mail Benachrichtigungen. Außerdem gibt dieser Leitfaden nur Punkte wieder, die wir in offiziellen Quellen bestätigen konnten.

Die Funktion ist nicht in jedem Land und nicht für jeden Kontotyp gleich verfügbar. Prüfen Sie deshalb zunächst, ob Sie sie in Ihrem eigenen Konto sehen. Danach beginnen Sie mit der Planung.

Ein Abonnement ist außerdem eine bewusste Entscheidung. Wer abonniert, sagt damit: Ich möchte zu diesem Thema wieder von Ihnen hören. Dieses Signal ist deutlich stärker als ein flüchtiges Like unter einem Beitrag.

Im B2B Bereich dauert die Kaufentscheidung zudem lange und betrifft mehrere Personen. Zum Beispiel lesen ein Einkaufsleiter, ein Fachexperte und ein Finanzchef dasselbe Angebot. Ein regelmäßiger Newsletter schafft bei allen dreien Vertrauen unter einem Dach.

Wer kann einen LinkedIn Newsletter starten?

Das Hilfe Center beschreibt, dass einzelne Mitglieder und Seitenadmins in bestimmten Rollen Newsletter veröffentlichen können. Allerdings können sich die Zugangskriterien mit der Zeit ändern. Bei Seiten geht es zum Beispiel um die Größe der Zielgruppe, um regelmäßig geteilte Originalinhalte und um die Einhaltung der Community Richtlinien.

Die aktuellen Schwellen prüfen Sie auf der Seite mit den Zugangskriterien. Wir nennen hier bewusst keine Zahlen, weil sich Schwellen ändern können und vom Konto abhängen.

  • Für einen Newsletter im eigenen Namen muss die Funktion in Ihrem Konto erscheinen.
  • Für einen Newsletter im Namen einer Seite brauchen Sie eine passende Admin Rolle.
  • Bei Konten mit Richtlinienverstößen kann der Zugang eingeschränkt sein.
  • Denken Sie daran: Verfügbarkeit kann je nach Land und Kontotyp abweichen.

Fehlt die Option, suchen Sie also keine Abkürzungen. Das Konto einer anderen Person zu nutzen oder die Funktion mit Fake Konten freizuschalten, gilt als Umgehung des Systems. Teilen Sie stattdessen regelmäßig Originalinhalte und prüfen Sie später erneut.

Bereiten Sie sich daher schon heute vor, auch wenn die Funktion noch nicht offen ist. Bauen Sie die Gewohnheit regelmäßiger, eigener Beiträge auf. Dann haben Sie am Tag der Freischaltung Material für die erste Ausgabe.

Sollten Sie den LinkedIn Newsletter über das Profil oder die Seite starten?

Beides kann funktionieren, denn der Unterschied liegt in der Stimme. Ein Profil Newsletter trägt die Sicht einer Expertin oder eines Experten. Ein Seiten Newsletter trägt die Markenstimme und hängt von Admin Rollen ab.

Im B2B Umfeld vertrauen Menschen meist Menschen. Bei Fachthemen wirkt ein Newsletter vom Profil einer Führungskraft deshalb oft persönlicher. Andererseits bietet ein Seiten Newsletter ein stabileres Zuhause für Unternehmensnachrichten und Branchenübersichten.

  • Profil Newsletter: persönliche Expertise, der Name des Autors steht im Vordergrund.
  • Seiten Newsletter: Markenstimme, geteilte Rollen, Kontinuität bei Autorenwechsel.
  • Mischmodell: Seiten Newsletter betreiben und jede Ausgabe über Mitarbeiterprofile teilen.

Schauen Sie zudem auf Ihre Teamstruktur. Schreibt eine Expertin regelmäßig und gut, startet ein Profil Newsletter schnell. Verlässt sie jedoch das Unternehmen, geht der Newsletter samt Abonnenten mit ihr.

Wenn Sie Mitarbeitende einbinden möchten, lesen Sie unseren Leitfaden zu Employee Advocacy. Dort erklären wir ausführlich, wie Sie das Teilen im Team organisieren.

Wie erstellen Sie einen LinkedIn Newsletter Schritt für Schritt?

Menünamen und Layouts ändern sich, deshalb stützen wir uns nicht auf exakte Schaltflächentexte. Der grobe Ablauf entspricht dem, was das LinkedIn Hilfe Center und der Hilfeartikel zu Seiten Newslettern beschreiben.

  1. Öffnen Sie über das Beitragsfeld auf Ihrer Startseite den Bildschirm zum Schreiben eines Artikels.
  2. Suchen Sie im Verwaltungsmenü die Option zum Erstellen eines Newsletters. Sehen Sie sie nicht, haben Sie wahrscheinlich noch keinen Zugang.
  3. Tragen Sie Titel, Beschreibung und die geplante Veröffentlichungshäufigkeit ein.
  4. Laden Sie ein Bild oder Logo hoch.
  5. Speichern Sie und beginnen Sie mit der ersten Ausgabe.
  6. Prüfen Sie die Vorschau vor der Veröffentlichung auch auf dem Smartphone.

Für einen Newsletter im Namen der Seite nutzen Sie das Erstellen Menü in der Admin Ansicht der Seite. Dafür brauchen Sie allerdings eine passende Admin Rolle.

Klären Sie vor dem Einrichten drei Dinge schriftlich. Wer ist Ihr Leser? Wie lautet das Versprechen in einem Satz? Welche Themen haben die ersten drei Ausgaben? Newsletter ohne diese Vorbereitung verlieren nach der ersten Ausgabe meist an Tempo.

Ist ein Admin ausgeschieden, kann der Zugriff schwierig werden. In diesem Fall hilft unser Ratgeber zum Zugriff auf die LinkedIn Unternehmensseite.

Wie wählen Sie Name, Beschreibung und Bild für den LinkedIn Newsletter?

Erstens sollte der Name auf einen Blick zeigen, was Leser gewinnen. Zum Beispiel macht "Wöchentliche Lieferketten Notizen" ein klareres Versprechen als "Firmennews". Leser sehen in der ersten Sekunde, was sie erwartet.

Zweitens beantwortet die Beschreibung drei Fragen. Für wen ist der Newsletter? Welches Thema behandelt er? Wie oft erscheint er? Halten Sie sich kurz und konkret und vermeiden Sie übertriebene Versprechen.

  • Name: themenbezogen, mit einer Wendung, nach der Menschen suchen könnten.
  • Beschreibung: ein Satz mit Leser und Versprechen.
  • Bild: auch klein auf dem Smartphone noch lesbar.
  • Ton: stimmig zu Ihren übrigen Kanälen.

Denken Sie außerdem ans Suchverhalten. Innerhalb von LinkedIn suchen Menschen mit Themenwörtern, daher kann Ihr Fachgebiet im Titel die Auffindbarkeit stützen. Machen Sie aus dem Namen trotzdem keine Stichwortliste.

Testen Sie Titelideen mit unserem Headline Analyzer. Prüfen Sie danach mit dem Lesbarkeitstest, wie verständlich Ihr Entwurf ist.

Wie oft sollten Sie einen LinkedIn Newsletter veröffentlichen?

Offizielle Quellen schreiben keinen festen Rhythmus vor, Sie entscheiden also selbst. Wichtig ist, dass Sie den versprochenen Rhythmus halten können. Abonnenten gewöhnen sich an Regelmäßigkeit, und Verspätungen kosten Vertrauen.

Für kleine Teams ist ein realistischer Start zwei Ausgaben pro Monat. So bleibt Zeit für die Vorbereitung, und die Leser vergessen Sie trotzdem nicht. Das ist ein Startwert aus der Praxis, keine Garantie.

  • Wöchentlich: passt zu schnelllebigen Branchen und kurzen Übersichten.
  • Alle zwei Wochen: ausgewogene Wahl für Analysen und Fallnotizen.
  • Monatlich: passt zu tiefer Recherche und Berichtskommentaren.

Wägen Sie daher Ihre reale Produktionskapazität ehrlich ab. Ein seltener, aber starker Newsletter schlägt einen häufigen, aber schwachen. Halten Sie außerdem die Angabe in der Beschreibung im Einklang mit Ihrem tatsächlichen Rhythmus.

Eine weitere Option ist also ein Testlauf. Halten Sie drei Ausgaben lang einen Zwei Wochen Rhythmus und wechseln Sie dann bei genug Kapazität zu wöchentlich. Kurz gesagt: Beweisen Sie den Rhythmus, bevor Sie ihn versprechen.

Wie erfahren Abonnenten von einer neuen Ausgabe?

Laut Hilfe Center werden Ihre Kontakte und Follower eingeladen, den Newsletter zu abonnieren, sobald Sie den ersten Artikel veröffentlichen. Danach erhalten Abonnenten bei jeder neuen Ausgabe eine Benachrichtigung oder E-Mail. Folglich hängt Ihr Inhalt nicht allein vom Feed Algorithmus ab.

Diese Benachrichtigungslogik ist eine Stärke, aber auch eine Verantwortung. Weil jede Ausgabe die Aufmerksamkeit der Abonnenten beansprucht, kann eine schwache Ausgabe Abmeldungen beschleunigen.

  • Die erste Ausgabe löst die Einladung aus, deshalb sollte sie stark sein.
  • Spätere Ausgaben senden Abonnenten Benachrichtigungen oder E-Mail Nachrichten.
  • Die Newsletter Seite ist ohne Anmeldung sichtbar, fürs Abonnieren brauchen Sie ein Konto.

Benachrichtigungseinstellungen können je nach Person variieren. Gehen Sie deshalb nicht davon aus, dass jeder Abonnent über denselben Kanal von Ihnen erfährt. Details finden Sie im Hilfeartikel zur Newsletter Verwaltung.

Zusammengefasst: Die Benachrichtigung sorgt für Aufmerksamkeit, aber der Titel sorgt fürs Lesen. Nennen Sie darin einen konkreten Nutzen und ein klares Thema.

Was unterscheidet einen LinkedIn Newsletter von Artikel und Beitrag?

Ein Beitrag ist eine kurze Veröffentlichung, die nur kurz im Feed sichtbar bleibt. Ein Artikel hingegen ist ein langer, dauerhafter Text. Schließlich ist ein Newsletter eine Reihe von Artikeln unter einem Thema, die man abonnieren kann.

Dieser Unterschied prägt daher Ihre Planung. Mit einem Beitrag testen Sie eine Idee, mit einem Artikel gehen Sie in die Tiefe, und mit einem Newsletter bauen Sie eine feste Leserschaft auf.

MerkmalBeitragArtikelNewsletter
FormatKurzer Text, Bild, VideoLanger TextWiederkehrende Artikelreihe
LebensdauerKurz im FeedDauerhaft im ProfilDauerhaft auf der Newsletter Seite
AbonnementNeinNeinJa
BenachrichtigungFeed LogikFeed LogikBenachrichtigt Abonnenten
Beste NutzungSchnelle Ideen, FragenTiefe ErklärungFeste Leserschaft

Die Tabelle fasst die allgemeine Nutzungslogik zusammen. Das Verhalten kann sich dennoch durch Plattform Updates ändern.

Oft wirkt die Kombination aller drei am besten. Aus einer Ausgabe lassen sich zum Beispiel drei kurze Beiträge ableiten. Fragen unter diesen Beiträgen werden dann zu Themen der nächsten Ausgabe, und der Inhalt wird zum Kreislauf.

Wie schneidet ein LinkedIn Newsletter im Vergleich zum E-Mail Newsletter ab?

Beide bieten unterschiedliche Besitzmodelle. Eine E-Mail Liste gehört Ihnen und funktioniert unabhängig vom Kanal. Ein LinkedIn Newsletter dagegen stützt sich auf Reichweite und Benachrichtigungssystem der Plattform, und die Abonnentenliste bleibt dort.

Sehen Sie beide deshalb als Partner, nicht als Rivalen. Der LinkedIn Newsletter hilft bei der Entdeckung. Die E-Mail Liste vertieft die Beziehung in einem Raum, den Sie selbst kontrollieren.

KriteriumLinkedIn NewsletterE-Mail Newsletter
ReichweiteIhr Netzwerk und EmpfehlungenNur Ihre eigene Liste
DatenhoheitBei der PlattformBei Ihnen
GestaltungsfreiheitBegrenzte FormatierungGroß (HTML Design)
EinrichtungSchnell, ohne zusätzliche ToolsBraucht Infrastruktur und Einwilligungsverwaltung
MessungPlattform AnalyseEigene Analyse und UTM Parameter
RisikoPlattformregeln können sich ändernZustellbarkeit und Einwilligungspflichten

Zur E-Mail Seite lesen Sie unseren Ratgeber zum Gestalten von HTML E-Mail Newslettern. Er behandelt die Designdetails, die wir hier nicht wiederholen.

Ihre Wahl hängt also vom Ziel ab. Wollen Sie ein neues Publikum erreichen, gelingt der Start mit dem LinkedIn Newsletter schnell. Für Kundenbeziehungen und Angebote brauchen Sie dann E-Mail Infrastruktur samt Einwilligungsregeln und geltendem Recht. Außerdem ist dieser Artikel keine Rechtsberatung.

Welche Themen können B2B Unternehmen im LinkedIn Newsletter behandeln?

Ein guter B2B Newsletter verkauft nicht, sondern gibt Entscheidern nützliches Wissen. Leser sollten zudem aus jeder Ausgabe etwas mitnehmen. Das Thema liegt in einem Fachgebiet, das zu Ihrer Leistung passt, ohne wie Werbung zu klingen.

  • Branchenanalyse: verständliche Notizen zu Marktveränderungen.
  • Fallnotizen: Geschichten, wie ein Problem gelöst wurde, als Beispielszenario gekennzeichnet.
  • Leitfaden Ausgaben: Prozesse Schritt für Schritt erklärt.
  • Frage und Antwort Ausgaben: Antworten auf Leserfragen.
  • Methodennotizen: Arbeitsweisen, die Ihr Team nutzt.

Beispielszenario: Ein Unternehmen, das Industrieanlagen liefert, könnte monatlich die Ausgabe "Drei Fragen, die Einkaufsteams stellen" veröffentlichen. Das ist kein echtes Kundenergebnis, sondern nur eine Veranschaulichung.

Sammeln Sie zunächst die Fragen, die Sie in Kundengesprächen am häufigsten hören. Sie kommen aus echtem Bedarf und bilden deshalb einen fertigen Themenpool.

Widmen Sie jede Ausgabe einer Frage. Wer viele Themen in eine Ausgabe packt, hinterlässt beim Leser nichts Merkbares. Achten Sie außerdem auf Kundendaten und nutzen Sie lieber anonyme, verallgemeinerte Fallnotizen.

Wie planen Sie die erste Ausgabe Ihres LinkedIn Newsletters?

Die erste Ausgabe trägt die Einladung und den ersten Eindruck zugleich. Sie sollte daher das Versprechen des Newsletters mit einem konkreten Beispiel zeigen. Verzichten Sie auf eine lange Einleitung und liefern Sie stattdessen etwas Nützliches.

  1. Beginnen Sie mit einem klaren Problem Ihres Lesers.
  2. Erklären Sie die Ursache in zwei bis drei Absätzen.
  3. Geben Sie eine Liste mit Schritten, die der Leser umsetzen kann.
  4. Sagen Sie kurz, welches Thema als Nächstes kommt und wie oft.
  5. Laden Sie die Leser ein, im Kommentar eine Frage zu stellen.

Nutzen Sie im Titel einen konkreten Nutzen. Zum Beispiel weckt "Drei Wege, Ihr Anfrageformular zu kürzen" mehr Neugier als "Willkommen bei unserem Newsletter".

Vermeiden Sie in der ersten Ausgabe große Worte. Schreiben Sie, was der Leser bekommt, statt vom "besten Newsletter der Branche" zu sprechen. Vertrauen entsteht durch Beständigkeit, nicht durch Übertreibung.

Beobachten Sie danach am ersten Tag die Kommentare und antworten Sie schnell. Notieren Sie außerdem die Fragen, denn sie können das Thema der zweiten Ausgabe liefern.

Wie wächst die Abonnentenzahl Ihres LinkedIn Newsletters?

Wachstum kommt also nicht mit einem Schlag. Es entsteht durch gleichbleibende Qualität und gute Verteilung. Ein kurzer Ankündigungsbeitrag nach jeder Ausgabe erleichtert Ihrem Netzwerk den Zugang.

  • Kündigen Sie jede Ausgabe mit einem kurzen Beitrag samt Newsletter Link an.
  • Bitten Sie Mitarbeitende, sie über ihre Profile zu teilen.
  • Setzen Sie den Newsletter Link in E-Mail Signaturen und auf Ihre Website.
  • Erwähnen Sie den Newsletter in Terminen und auf Veranstaltungen.
  • Verlinken Sie aus neuen Ausgaben auf ältere.

Wenn Sie Mitarbeiterbeiträge mit Werbung stärken möchten, lesen Sie unseren Beitrag zu Thought Leader Ads. Für organisches Wachstum ergänzt unser Ratgeber zur Kundengewinnung über LinkedIn das Thema gut.

Setzen Sie das Wachstumsziel auf Qualität statt auf reine Zahlen. Weil Kaufentscheidungen Zeit brauchen, ist eine kleine Gruppe der richtigen Menschen im B2B mehr wert als eine große, unbeteiligte Menge. Zum Beispiel wirkt eine persönliche Empfehlung an Entscheider von einer Veranstaltung wärmer als eine Masseneinladung.

Lassen Sie daher die Finger von gekauften Abonnenten, Engagement Gruppen und automatischen Einladungen. Sie können gegen Plattformregeln verstoßen und Ihr Konto gefährden.

Wie messen Sie die Leistung eines LinkedIn Newsletters?

Die Plattform bietet für Newsletter eine eigene Analyseansicht. Die aktuelle Liste der Kennzahlen finden Sie im Hilfeartikel zur Newsletter Analyse. Meist stehen Artikelaufrufe, neue Abonnenten und Interaktionen im Vordergrund.

Plattformzahlen allein genügen allerdings nicht. Das eigentliche Ziel ist meist eine Terminanfrage, ein ausgefülltes Formular oder ein Vertriebsgespräch. Deshalb brauchen Sie eine Messung, die an Geschäftsergebnisse gekoppelt ist.

  • Abonnentenwachstum: zeigt, ob der Newsletter Interesse weckt.
  • Artikelaufrufe: zeigen, ob Ausgaben gelesen werden.
  • Interaktion: Kommentare und Reaktionen spiegeln die Inhaltsqualität.
  • Klicks auf Ihre Website: die Brücke zwischen Newsletter und Geschäft.
  • Terminanfragen: das letzte Geschäftsziel.

Welche Kennzahlen Sie verfolgen, entscheiden Sie am besten mit unserem Leitfaden zu Online Marketing KPIs. Vor allem sollten Sie den Messplan schreiben, bevor Sie starten.

Halten Sie den Plan daher einfach. Schauen Sie jeden Monat auf dieselben fünf Kennzahlen und notieren Sie die Veränderung. Mit der Zeit sehen Sie, welche Themen Aufmerksamkeit bekommen.

Sprechen Sie außerdem mit dem Vertrieb. Die Frage "Hat jemand gesagt, dass er diese Ausgabe gelesen hat?" liefert ein Signal, das die Plattformzahlen nicht zeigen.

Wie verfolgen Sie Newsletter Links mit UTM Parametern?

Fügen Sie den Website Links im Newsletter UTM Parameter hinzu, zeigt Ihr Analysetool, welche Ausgabe Besucher gebracht hat. Die Grundlogik erklären wir im Artikel zu UTM Parametern.

In der Praxis nutzen Sie "linkedin" als Quelle und "newsletter" als Medium und schreiben das Thema der Ausgabe als Kampagnennamen. Statt die Parameter von Hand zu tippen, nehmen Sie unseren UTM Generator.

  • Quelle: linkedin
  • Medium: newsletter
  • Kampagne: kurzer Name für das Thema der Ausgabe
  • Inhalt: Position des Links, zum Beispiel Einstieg oder Schluss

Einheitliche Benennung ist wichtig, denn steht in einer Ausgabe "Newsletter" und in der nächsten "Rundbrief", zerfallen Ihre Berichte in Einzelteile.

Ihr Analysetool zeigt LinkedIn Traffic vielleicht schon als eigene Quelle. Dennoch trennen UTM Parameter, welche Ausgabe und welcher Link gewirkt hat. Dieser Unterschied hilft Ihnen bei der Wahl der nächsten Themen.

Welche Fehler machen Unternehmen beim LinkedIn Newsletter am häufigsten?

Der häufigste Fehler ist, den Newsletter in ein schwarzes Brett für Firmennews zu verwandeln. Leser überspringen Inhalte, die ihre Probleme nicht berühren, und melden sich ab. Der zweite Fehler ist Unregelmäßigkeit, denn wochenlanges Schweigen zerstört Gewohnheit und Vertrauen.

  • In jeder Ausgabe direkt verkaufen.
  • Den Titel vage und ohne Versprechen lassen.
  • Einen Rhythmus wählen, den Sie nicht halten können.
  • Ausgaben schreiben, die zu lang zum Überfliegen sind.
  • Ohne jede Messung starten.
  • Kommentare ignorieren.
  • Denselben Inhalt von anderen Kanälen eins zu eins übernehmen.

Planung löst daher das meiste. Erstellen Sie einen Themenkalender, geben Sie jeder Ausgabe eine Leserfrage und gehen Sie vor der Veröffentlichung eine kurze Checkliste durch.

Ein weiterer häufiger Fehler: Es geht um die Agenda des Unternehmens statt um die Frage des Lesers. Zum Beispiel begeistert die Eröffnung eines neuen Büros Ihr Team, löst aber selten ein Problem des Lesers.

Der einfachste Schutz ist eine Frage vor jeder Ausgabe: Was hat der Leser davon? Beantworten Sie sie in einem Satz.

Warum fehlt die Newsletter Funktion in Ihrem Konto?

Die Funktion kann je nach Land, Kontotyp und Zugangskriterien variieren. Für Seiten Newsletter ist zudem eine Rolle nötig. Sehen Sie die Option nicht, prüfen Sie daher zuerst Ihre Rolle und den Zustand Ihres Kontos.

  1. Vergewissern Sie sich, dass Sie im richtigen Kontext sind, Profil oder Seite.
  2. Prüfen Sie, ob Sie auf der Seite eine passende Admin Rolle haben.
  3. Kontrollieren Sie Ihre Einhaltung der Community Richtlinien.
  4. Bauen Sie die Gewohnheit regelmäßiger, eigener Beiträge auf.
  5. Lesen Sie die aktuellen Bedingungen auf der Seite mit den Zugangskriterien.

Das Fehlen kann allerdings manchmal vorübergehend sein. Aktualisieren Sie die App, probieren Sie den Browser und testen Sie ein anderes Gerät. Ändert sich nichts, verfolgen Sie weiter die offiziellen Hilfeseiten.

Hat Ihr Konto eine Einschränkung, klären Sie daher zuerst deren Ursache. Vorher ist ein Newsletter meist nicht möglich.

Keine Methode garantiert den Zugang. Die Entscheidung liegt bei der Plattform, daher können Sie nur innerhalb der Kriterien handeln und abwarten.

Wie steuern Sie einen LinkedIn Newsletter im Team?

Wer den Newsletter an eine einzige Person bindet, stoppt ihn, sobald diese geht oder viel zu tun hat. Richten Sie deshalb einen einfachen redaktionellen Ablauf ein. Teilen Sie Themenvorschlag, Entwurf, Prüfung und Veröffentlichung auf Verantwortliche auf.

  • Redaktion: steuert Themenkalender und Tonalität.
  • Autor: macht aus Expertennotizen eine Ausgabe.
  • Prüfer: kontrolliert Richtigkeit und rechtliche Passung.
  • Veröffentlicher: prüft Bild, Links und UTM Parameter und veröffentlicht.

Schon eine Tabelle als Themenkalender genügt also. Tragen Sie in jede Zeile Thema, Verantwortliche, Entwurfsdatum und Veröffentlichungsdatum ein. Wächst das Team, sorgt diese einfache Tabelle für Beständigkeit.

Zudem kann Ihr Vertrieb Ausgaben nutzen, um Gespräche zu öffnen. Unser Artikel zu Social Selling behandelt diese Methode gut.

Fällt Ihnen der Aufbau schwer, planen wir den Inhalt gern mit Ihnen im Rahmen unserer Social Media Betreuung.

Wie erstellen Sie einen Themenkalender für den LinkedIn Newsletter?

Ein Themenkalender ist die Lebensversicherung eines Newsletters. Entwerfen Sie zunächst eine Themenliste für drei Monate. Verknüpfen Sie dann jedes Thema mit einer Leserfrage und einem Kernsatz. So stehen Sie am Schreibtag nie vor einer leeren Seite.

  1. Ziehen Sie einen Themenpool aus Kundengesprächen und Vertriebsfragen.
  2. Gruppieren Sie die Themen nach Phase des Lesers: Aufmerksamkeit, Bewertung, Entscheidung.
  3. Geben Sie jeder Ausgabe genau eine Hauptbotschaft.
  4. Tragen Sie Entwurf, Überarbeitung und Veröffentlichung mit eigenen Daten ein.
  5. Notieren Sie am Monatsende, welche Ausgabe das meiste Interesse fand.

Machen Sie den Kalender zudem nicht zu starr. Passiert in Ihrer Branche etwas Großes, sollte die Agenda flexibel bleiben. Schützen Sie trotzdem den Rhythmus, denn Abonnenten gewöhnen sich eher an ein Muster als an eine einzelne Ausgabe.

Gleichen Sie zeitlose Themen und aktuelle Kommentare aus. Zeitlose Leitfäden werden weiter gelesen, aktuelle Kommentare halten den Newsletter lebendig. Zum Schreiben zeitloser Inhalte lesen Sie unseren Ratgeber zu Evergreen Content.

Wie machen Sie eine Ausgabe gut lesbar und überfliegbar?

LinkedIn Leser überfliegen meist. Nennen Sie deshalb im ersten Absatz Problem und Versprechen klar. Danach erleichtern kurze Absätze, Zwischenüberschriften und Listen den Lesefluss.

  • Berühren Sie in den ersten zwei Sätzen die Frage des Lesers.
  • Halten Sie Absätze bei vier bis fünf Sätzen.
  • Markieren Sie Themenwechsel mit Zwischenüberschriften.
  • Erklären Sie Fachjargon, denn auch B2B Leser kennen nicht jede Abkürzung.
  • Schließen Sie mit einem klaren nächsten Schritt.

Vergessen Sie außerdem die Barrierefreiheit nicht. Ergänzen Sie Bilder um einen Alternativtext, schreiben Sie aussagekräftige Linktexte und tragen Sie Bedeutung nie allein über Farbe. Das hilft Lesern und unterstützt zudem die Sichtbarkeit in der Suche.

Lesen Sie den Entwurf schließlich vor der Veröffentlichung laut vor. Die Stellen, an denen Sie stolpern, sind in der Praxis die Stellen, an denen auch Ihr Leser stolpert.

Was müssen Sie bei Datenschutz und Plattformregeln beachten?

Ein Newsletter ist eine öffentliche Veröffentlichung. Holen Sie deshalb eine schriftliche Erlaubnis ein, bevor Sie Kundennamen, Vertragsdetails oder personenbezogene Daten nennen. Anonyme, verallgemeinerte Erzählungen reichen oft aus und sind sicherer.

  • Teilen Sie keine Kunden oder Mitarbeiterdaten ohne Erlaubnis.
  • Vermeiden Sie unbelegte Behauptungen über Wettbewerber.
  • Nutzen Sie keine urheberrechtlich geschützten Bilder oder Texte ohne Erlaubnis.
  • Versprechen Sie keine Ergebnisse.

Die Community Richtlinien der Plattform einzuhalten, ist die Basis für den Newsletter Zugang und die Gesundheit Ihres Kontos. Lesen Sie die aktuellen Regeln im LinkedIn Hilfe Center.

Brauchen Sie Rat zu Datenschutz oder Werberecht, sprechen Sie mit einer qualifizierten Juristin oder einem Juristen. Zudem ist dieser Artikel keine Rechtsberatung.

Wann sollten Sie keinen LinkedIn Newsletter starten?

Wer ohne regelmäßige Inhaltsproduktion oder ohne klare Leserschaft startet, wird enttäuscht. Manchmal sind einzelne Artikel und Beiträge der bessere Anfang.

  • Ihnen fehlt die Produktionskapazität für die kommenden Wochen.
  • Ihr Thema passt nicht in ein Fachgebiet.
  • Niemand verantwortet Messung und Nachverfolgung.
  • Ihr einziges Ziel sind kurzfristige Ankündigungen.

Denken Sie auch an andere Kanäle. WhatsApp Kanäle und Bluesky bieten zum Beispiel andere Zielgruppen und Lesegewohnheiten. Beide behandeln wir in eigenen Artikeln.

Somit ist ein Newsletter keine Kampagne, sondern eine Veröffentlichungsverpflichtung. Können Sie diese Verpflichtung tragen, ist er ein ruhiger und wirksamer Weg, B2B Vertrauen aufzubauen.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein LinkedIn Newsletter kostenlos?
Das offizielle Hilfe Center beschreibt für die Newsletter Funktion keine gesonderte Gebühr und keine Paketpflicht. Funktionen und Bedingungen können sich aber ändern. Prüfen Sie deshalb den aktuellen Stand in Ihrem Konto und im LinkedIn Hilfe Center. Bewerben Sie eine Ausgabe mit Anzeigen, braucht das ein eigenes Budget, unabhängig von der Newsletter Funktion.
Kann eine Unternehmensseite einen LinkedIn Newsletter starten?
Ja, laut offizieller Hilfe können Personen mit passender Admin Rolle einen Newsletter für eine Seite erstellen. Außerdem muss die Seite die Zugangskriterien erfüllen. Rollen und Kriterien können sich ändern, lesen Sie daher die aktuellen Bedingungen im Hilfe Center. Ein Seiten Newsletter hält die Markenstimme auch bei Autorenwechsel stabil.
Kann ich die E-Mail Adressen meiner Abonnenten sehen?
Die offiziellen Hilfeseiten beschreiben keinen Export von Abonnenten E-Mail Adressen. Der Newsletter ist eine Abonnementbeziehung innerhalb von LinkedIn, und die Liste bleibt auf der Plattform. Wollen Sie eine eigene E-Mail Liste, brauchen Sie einen eigenen Einwilligungsprozess, eine eigene Infrastruktur und die Einhaltung geltenden Rechts. Sehen Sie beide Kanäle also als Partner.
Welche Länge funktioniert bei einer Ausgabe am besten?
Es gibt keine ideale Länge, und keine offizielle Zahl bestätigt eine. Sie hängt vom Thema und vom Leser ab. Die praktische Regel lautet: Schreiben Sie den kürzesten Text, der die Frage des Lesers vollständig beantwortet. Bauen Sie eine überfliegbare Struktur mit Zwischenüberschriften und testen Sie über mehrere Ausgaben verschiedene Längen in Ihrer Analyse.
Warum einen Newsletter statt eines normalen Artikels wählen?
Wählen Sie den Newsletter, wenn Sie eine feste Leserschaft aufbauen wollen, denn Abonnenten können bei jeder neuen Ausgabe eine Benachrichtigung oder E-Mail erhalten. Für ein einmaliges Thema genügt ein einzelner Artikel. Ihre Wahl hängt von Verpflichtung und Kapazität ab. Sie können beides kombinieren und Ideen später als eigenständige Artikel ausbauen.
Was tun, wenn die Funktion in meinem Konto fehlt?
Prüfen Sie zuerst Kontotyp, Rolle und Verfügbarkeit in Ihrem Land. Teilen Sie danach weiter regelmäßig eigene Inhalte, denn Zugangskriterien können diese Gewohnheit einschließen. Meiden Sie Umgehungen des Systems, und beachten Sie, dass keine Methode den Zugang garantiert. Aktuelle Informationen finden Sie auf den offiziellen Hilfeseiten, haben Sie dabei etwas Geduld.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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