Social Media Redaktionsplan erstellen: Monatsvorlage und Beispiel

Kurze Antwort
Wie erstellen Sie einen Social Media Redaktionsplan?
Ein Social Media Redaktionsplan ist eine Planungstabelle, die zeigt, was Sie in einem Monat auf welcher Plattform, an welchem Tag, in welchem Format und mit welchem Ziel veröffentlichen. Dafür legen Sie zunächst Themensäulen fest und tragen dann Formate, wichtige Termine, Produktionsfristen und Freigaben in eine Vorlage ein.
In diesem Leitfaden zeigen wir, Talha Aslan und Team, Schritt für Schritt die Methode aus unserer Praxis. Unser Ziel ist einfach: Sie sollen einen Social Media Redaktionsplan aufbauen, den Sie jeden Monat wiederverwenden können, auch mit einem kleinen Team. Am Ende finden Sie außerdem eine Monatsvorlage und eine Checkliste zum Kopieren.
Warum wird Posten ohne Redaktionsplan so schwierig?
Ohne Plan hängt das Posten von der Tagesform ab. Der Morgen beginnt mit der Frage, was man heute posten soll, und endet mit einem hastig gewählten Foto. Deshalb wirkt der Feed zerstreut. Follower verstehen kaum, wofür die Marke steht.
Außerdem wiederholen sich ohne Plan manche Themen ständig, andere kommen nie vor. Zum Beispiel zeigt ein Café nur Produktfotos. Das Team, die Lieferanten oder die Geschichte des Ortes tauchen nie auf. Folglich wirkt das Profil wie ein Katalog, und die Interaktion sinkt.
Andererseits schützt ein Plan auch Ihr Budget. Wenn Sie Fotoshootings, Videoschnitt und Texte bündeln, bauen Sie dieselbe Arbeit nicht viermal im Monat neu auf. Kurz gesagt macht ein Redaktionsplan Zeit und Geld sichtbar, bevor Sie beides ausgeben.
Zudem erleichtert der Plan die Abstimmung. Wenn Inhaber und Contentteam auf dieselbe Tabelle schauen, fragt niemand mehr, was diese Woche erscheint. Besprechungen werden kürzer, und die Hektik in letzter Minute lässt nach.
Welche Informationen sammeln Sie vor der Monatsplanung?
Bevor Sie die erste Zeile schreiben, brauchen Sie einige Grundlagen. Ohne sie bleibt der Plan eine hübsche Liste ohne Wirkung. Daher empfehlen wir, eine Stunde für die Vorbereitung einzuplanen.
- Das Geschäftsziel des Monats, etwa ein Produktstart, mehr Termine oder mehr Bekanntheit.
- Die Ergebnisse des Vormonats: welche Beiträge gespeichert, kommentiert oder ignoriert wurden.
- Vorhandenes Material wie Fotoarchiv, Kundenstimmen und ältere Videos.
- Die echte Kapazität Ihres Teams in Stunden pro Woche.
- Kampagnen und Lagerbestand der Produkte, die Sie hervorheben möchten.
Um die Zahlen des Vormonats richtig zu deuten, lesen Sie unseren Beitrag monatlichen Social Media Bericht richtig lesen. So stützen Sie den neuen Plan auf Messwerte statt auf Vermutungen.
Was sind Themensäulen und wie viele brauchen Sie?
Themensäulen (Content Pillars) sind die Kernthemen, über die Ihre Marke immer wieder spricht. Jeder Beitrag gehört zu einer dieser Säulen. Somit sehen Follower beim Öffnen Ihres Profils eine stimmige Identität.
Für kleine und mittlere Unternehmen reichen meist drei bis fünf Säulen. Mehr Säulen überfordern das Team, weniger machen den Feed eintönig. Nehmen wir als Beispielszenario ein Möbelgeschäft:
- Produkt und Kollektion: Neuheiten und Materialdetails.
- Inspiration und Einrichtung: Ideen für kleine Wohnzimmer und Farbtipps.
- Blick hinter die Kulissen: Werkstatt, Team und Lieferung.
- Kundenstimme: freigegebene Bewertungen und Kundenfotos.
- Aktionen und Ankündigungen: Rabatte, Events und Öffnungszeiten.
Geben Sie zudem jeder Säule einen Anteil am Monat. Wenn Sie Produktbeiträge etwa auf dreißig Prozent begrenzen, wird Ihr Profil nicht zur Verkaufsbroschüre. Betrachten Sie diesen Wert als Startpunkt aus der Praxis, nicht als Garantie.
Wie verteilen Sie Formate im Social Media Redaktionsplan?
Die Formatverteilung legt fest, wie Sie jede Säule erzählen. Auf Instagram erfüllen Reels, Karussells, Einzelbilder und Stories jeweils eine andere Aufgabe. Deshalb braucht jede Zeile im Social Media Redaktionsplan eine eigene Formatspalte.
Kurze Videos eignen sich, um neue Menschen zu erreichen. Karussells vermitteln Wissen und landen oft in den gespeicherten Beiträgen. Stories halten den täglichen Kontakt zu bestehenden Followern. Einzelbilder funktionieren weiterhin für schnelle Ankündigungen.
Wenn Sie unsicher sind, welche Plattform zu Ihnen passt, hilft Ihnen unser Vergleich TikTok oder Reels bei der Entscheidung. Allerdings sollten Sie Formate nicht nur nach Trends wählen. Kann Ihr Team keine Videos drehen, scheitert ein Ziel von drei Reels pro Woche schon in der ersten Woche.
Anders gesagt wählen Sie Formate zuerst nach Kapazität und steigern dann schrittweise. Ein Monat mit stetigen Beiträgen bringt mehr als zwei glänzende Wochen und danach Stille.
Wie oft sollten Sie pro Woche posten?
Eine Zahl für alle gibt es nicht. Die richtige Frequenz ist die, die Ihr Team ohne Qualitätsverlust halten kann. Daher empfehlen wir einen bewusst schlichten ersten Monat.
Im Beispielszenario startet ein Betrieb mit drei Feedbeiträgen pro Woche und an den meisten Tagen ein bis zwei Stories. Am Monatsende misst er die echte Produktionszeit. Danach entscheidet er, ob er im zweiten Monat häufiger postet. So bleibt der Plan ein Versprechen, das das Team halten kann.
Tragen Sie außerdem die Uhrzeit ein. Wählen Sie diese allerdings nach den Statistiken Ihres eigenen Kontos, nicht nach allgemeinen Listen. Die Analysebereiche der Plattformen zeigen Ihnen, wann Ihre Follower aktiv sind.
Schließlich sollten Sie die Frequenz nicht einmal festlegen und dann vergessen. Messen Sie jeden Monat und passen Sie an. Sinken Speicherungen und Kommentare, obwohl Sie mehr posten, arbeitet das Team vermutlich zu hastig. In diesem Fall bringen weniger, dafür bessere Beiträge meist mehr.
Wie tragen Sie Feiertage und Saisons in den Plan ein?
Wichtige Termine sind die festen Eckpunkte Ihres Plans. Muttertag, Schulanfang, religiöse Feiertage oder die Messewoche Ihrer Branche markieren Sie gleich zu Monatsbeginn. Konkrete Daten nennen wir hier allerdings nicht. Viele Feiertage verschieben sich von Jahr zu Jahr; prüfen Sie das aktuelle Datum deshalb jedes Jahr in einem offiziellen Kalender.
Stellen Sie sich bei jedem Termin eine Frage: Passt dieser Tag wirklich zu meiner Marke? Zum Beispiel wirkt ein Valentinstagsbeitrag einer Autowerkstatt oft bemüht. Die Winterreifensaison passt dagegen deutlich besser zu derselben Werkstatt.
- Nationale und religiöse Feiertage: Grüße und Öffnungszeiten.
- Handelszeiten: Rabattwochen, Saisonstart und Saisonende.
- Branchentermine: Berufstage, Messen und Aktionswochen.
- Eigene Markentermine: Jubiläen und neue Filialen.
Meta empfiehlt Unternehmen, bei der Nutzung des Kalenders Inhalte für wichtige Termine vorzubereiten. Details finden Sie in den Empfehlungen von Meta zum Kalender in der Business Suite.
Warum sollten Sie Produktions und Freigabetermine getrennt notieren?
Viele Betriebe notieren nur den Veröffentlichungstag. Ein Beitrag braucht jedoch vorher eine Idee, ein Shooting, einen Schnitt, einen Text und eine Freigabe. Stehen diese Schritte nicht im Plan, liegt am Veröffentlichungstag nichts bereit.
Deshalb empfehlen wir mindestens drei Termine pro Beitrag: Produktionsende, Freigabe und Veröffentlichung. Erscheint ein Beitrag zum Beispiel am Donnerstag, liegt die Freigabe am Dienstag. Die Produktion endet dann am Freitag davor. Somit bleibt Zeit für Korrekturen aus der Freigabe.
Zudem braucht die Freigabe eine verantwortliche Person. Steht dort nur „alle schauen drüber“, schaut in der Regel niemand. Schreiben Sie den Namen der freigebenden Person also direkt in den Plan.
Zusammengefasst ist der Veröffentlichungstag das Ergebnis. Produktion und Freigabe sind die Schritte, die es möglich machen. Mit getrennten Spalten erkennen Sie Verzögerungen, bevor sie entstehen.
Wie sieht eine Vorlage für den Social Media Redaktionsplan aus?
Die folgende Tabelle zeigt eine Beispielvorlage für einen Monat, in der die erste Woche ausgefüllt ist. Die Zeilen können Sie für Ihren Monat kopieren. Statt Daten nutzen wir Woche und Wochentag, damit die Vorlage jeden Monat funktioniert.
| Woche / Tag | Plattform | Themensäule | Format | Thema | Produktion bis | Freigabe | Verantwortlich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Woche 1 Montag | Inspiration | Karussell | 5 Ideen für ein kleines Wohnzimmer | Freitag davor | Samstag davor | Contentverantwortliche | |
| Woche 1 Mittwoch | Instagram, TikTok | Hinter den Kulissen | Kurzvideo | So entsteht ein Stuhl in der Werkstatt | Montag | Dienstag | Videoverantwortlicher |
| Woche 1 Freitag | Produkt | Einzelbild | Erstes Stück der neuen Kollektion | Mittwoch | Donnerstag | Inhaber | |
| Woche 1 täglich | Instagram Stories | Kundenstimme | Story | Freigegebenes Kundenfoto, Umfrage | Am selben Morgen | Am selben Tag | Contentverantwortliche |
| Woche 2 Montag | Facebook, Instagram | Aktion | Einzelbild | Ankündigung zum Feiertag | Donnerstag davor | Freitag davor | Inhaber |
Ergänzen Sie außerdem die Spalten „Zielkennzahl“ und „Notiz“. Ein Karussell zielt zum Beispiel auf Speicherungen, ein Kurzvideo dagegen auf die Wiedergabezeit.
Wie füllen Sie einen Monat Schritt für Schritt aus?
Sobald die Vorlage steht, erleichtert eine feste Reihenfolge die Arbeit. Unser Team geht meist so vor:
- Schreiben Sie Monatsziel und Hauptprodukt ganz oben hin.
- Markieren Sie wichtige Termine und Kampagnenzeiträume.
- Legen Sie leere Zeilen nach der wöchentlichen Frequenz an.
- Ordnen Sie jeder Zeile eine Themensäule zu und prüfen Sie die Anteile.
- Tragen Sie Format und kurzes Thema ein.
- Füllen Sie Produktion, Freigabe und Verantwortliche aus.
- Blocken Sie eigene Tage für gebündeltes Shooting und Texten.
- Teilen Sie den Plan mit dem Team und vereinbaren Sie eine kurze Wochenrunde.
Mit dieser Reihenfolge fallen leere Tage oder gleiche Formate direkt hintereinander sofort auf. Zudem dauert der erste Durchgang meist einen Nachmittag. In den Folgemonaten geht es deutlich schneller.
Wie bereiten Sie Texte und Hashtags im Plan vor?
Eine Themenzeile allein reicht nicht. Wenn Sie den Text vorab als Entwurf eintragen, bleibt der Veröffentlichungstag entspannt. Daher empfehlen wir eine Spalte „Textentwurf“ in der Vorlage.
Eine gute Bildunterschrift weckt in der ersten Zeile Neugier. Danach liefert sie Nutzen und bittet am Ende um genau eine Handlung. Mehr Beispiele finden Sie in unserem Beitrag Instagram Caption: Bedeutung und Beispiele.
Bei Hashtags sollten Sie nicht unter jeden Beitrag denselben Block kopieren. Stattdessen pflegen Sie kleine Hashtaggruppen pro Säule. Die Inspirationssäule nutzt zum Beispiel Einrichtungsbegriffe, die Produktsäule dagegen Marken und Kategoriebegriffe. Ideen liefert Ihnen unser kostenloser Hashtag Generator.
Denken Sie schließlich an Barrierefreiheit. Untertitel in Videos und Alternativtexte bei Bildern erweitern Ihre Reichweite. Unser Beitrag zu Barrierefreiheit in Social Media bietet dafür eine praktische Checkliste.
Mit welchen Werkzeugen planen Sie Beiträge im Voraus?
Für den Anfang genügt eine einfache Tabelle. Möchten Sie den Veröffentlichungszeitpunkt automatisieren, nutzen Sie allerdings die Planungsfunktionen der Plattformen. Mit der Meta Business Suite planen Sie Beiträge und Stories für Facebook und Instagram auf einen späteren Termin.
Laut Meta erstellen Sie in der mobilen App einen Beitrag, wählen Facebook, Instagram oder beides und legen dann Datum und Uhrzeit fest. Die Schritte finden Sie auf der Hilfeseite von Meta zum Planen von Beiträgen. Menünamen ändern sich mit der Zeit; prüfen Sie die aktuellen Schritte also immer auf dieser offiziellen Seite.
Trotzdem bleibt die Logik des Plans gleich, egal welches Werkzeug Sie nutzen. Ein Planungstool beantwortet nur das Wann. Was, warum und wer beantwortet weiterhin Ihre Vorlage. Bauen Sie deshalb zuerst die Tabelle und dann das Werkzeug auf.
Ein weiterer Tipp: Prüfen Sie jeden geplanten Beitrag am Morgen der Veröffentlichung noch einmal. Preise, Bestand oder Nachrichtenlage können sich inzwischen geändert haben. Ein Rabattbeitrag von letzter Woche liefert zum Beispiel falsche Informationen, wenn die Aktion früher endete.
Wie halten Sie zeitlose und aktuelle Inhalte im Gleichgewicht?
Im Plan leben zwei Arten von Inhalten nebeneinander. Zeitlose Inhalte bleiben monatelang nützlich, etwa Anleitungen und Tipps. Aktuelle Inhalte betreffen dagegen Kampagnen, Trends oder Neuigkeiten der Woche.
Produzieren Sie nur Aktuelles, beginnen Sie jeden Monat bei null. Produzieren Sie nur Zeitloses, verliert das Profil an Lebendigkeit. Im Beispielszenario ist daher etwa eine Hälfte zeitlos und eine Hälfte aktuell ein ausgewogener Start.
Zeitlose Inhalte haben zudem einen Vorteil: Sie lassen sich wiederverwenden. Zum Beispiel können Sie das meistgespeicherte Karussell des Vorjahres aktualisieren und in neuem Design erneut teilen. Wie das Prinzip auf Websites funktioniert, erklärt unser Beitrag Evergreen Content: was ist das.
Kurz gesagt macht ein monatliches Etikett „wiederverwendbar“ Ihr Archiv zur Quelle für künftige Monate.
Wie fließen Kundeninhalte und Bewertungen in den Plan ein?
Fotos und Videos Ihrer Kunden gehören zum glaubwürdigsten Material im Plan. Denn Menschen glauben der Erfahrung anderer Kunden eher als der Eigenwerbung einer Marke. Allerdings brauchen Sie vor dem Teilen immer die Erlaubnis der Person.
Wir empfehlen dafür eine eigene Spalte. So sehen Sie auf einen Blick, ob jede Woche mindestens einen Beitrag mit Kundenstimme enthält. Notieren Sie außerdem den Stand der Erlaubnis in einer Zelle. Ohne Erlaubnis geht nichts online.
Möchten Sie Kundeninhalte systematisch sammeln, erklärt unser Leitfaden Was ist UGC den Ablauf Schritt für Schritt. Ebenso praktisch ist es, Bewertungen in kurze Zitatkarten zu verwandeln. Eine einzige Designvorlage reicht dann für den ganzen Monat.
Warum braucht ein Plan Spielraum und einen Krisenplan?
Kein Team setzt einen Plan einen ganzen Monat lang wortgetreu um. Ein unerwartetes Thema, ein Lieferproblem oder eine Welle negativer Kommentare kann alles ändern. Deshalb empfehlen wir, etwa ein Fünftel des Plans frei oder flexibel zu lassen.
Flexible Zeilen erfüllen zwei Aufgaben. Erstens schaffen sie Platz für einen schnellen Beitrag zum aktuellen Anlass. Zweitens bricht der Plan nicht zusammen, wenn Sie in einer sensiblen Phase geplante Beiträge anhalten.
Halten Sie zudem eine Pausenregel schriftlich fest. Wer stoppt zum Beispiel bei einem nationalen Trauertag die fröhlichen geplanten Beiträge, und wie? Die Antwort sollten Sie vorher kennen. Was in einer Krise zu tun ist, beschreiben wir ausführlich im Beitrag Krisenmanagement in Social Media.
Welche Fehler passieren beim Social Media Redaktionsplan am häufigsten?
Die Fehler, die wir in der Praxis sehen, ähneln sich. Sie entstehen fast alle, weil man den Plan einmal ausfüllt und dann liegen lässt. Die folgende Liste fasst zusammen, was Sie beim Social Media Redaktionsplan vermeiden sollten.
- Eine Frequenz über der Kapazität des Teams.
- Nur Produkte und Aktionen posten, andere Säulen vergessen.
- Freigaben ohne verantwortliche Person.
- Wichtige Termine erst in der letzten Woche bemerken.
- Den Plan nie mit Ergebnissen aktualisieren.
- Denselben Inhalt in gleicher Form auf jede Plattform kopieren.
Vor allem der letzte Punkt zählt. Ein Text für Entscheider auf LinkedIn wirkt auf ein junges TikTok Publikum zum Beispiel fremd. Formen Sie dieselbe Idee daher für jede Plattform neu. Also eine Idee, unterschiedliche Umsetzung.
Ein weiterer häufiger Fehler: Der Plan liegt nur auf dem Laptop einer Person. Ist sie abwesend, weiß niemand, was erscheinen soll. Speichern Sie den Plan stattdessen in einem gemeinsamen Ordner und kennzeichnen Sie jede Änderung mit einer kurzen Notiz.
Brauchen Sie einen gemeinsamen Plan oder einen pro Plattform?
Für die meisten kleinen Unternehmen genügt ein Plan. Jede Zeile sollte allerdings klar angeben, für welche Plattform sie gilt. Dann sehen Sie Instagram, Facebook, TikTok und LinkedIn auf einem Bildschirm und erkennen Überschneidungen schnell.
Andererseits wird eine Tabelle mit mehr Plattformen schnell voll. In diesem Fall behalten Sie den Hauptplan und nutzen Filter oder eigene Reiter pro Plattform. Das heißt, die Daten liegen an einem Ort, nur die Ansicht wechselt.
Außerdem hat jede Plattform ihren eigenen Rhythmus. Auf LinkedIn zählen zum Beispiel oft Bürozeiten unter der Woche, Stories funktionieren dagegen zu vielen Tageszeiten. Sie müssen dieselbe Idee also nicht überall zur selben Stunde posten. Sie notieren die Idee einmal, und jede Plattformzeile bekommt ihre eigene Uhrzeit und Form.
Zusammengefasst erzeugen getrennte Pläne Lücken. Ein gemeinsamer Plan mit klarer Plattformspalte sorgt dafür, dass alle dasselbe Bild sehen.
Wie planen Sie gebündelte Produktionstage ein?
Gebündelte Produktion bedeutet, Inhalte für ein bis zwei Wochen in einem Durchgang vorzubereiten. Zum Beispiel fotografieren und filmen Sie am ersten Montag, schneiden am Dienstag und texten am Mittwoch. Folglich müssen Sie Kamera, Licht und Ort nicht für jeden Beitrag neu aufbauen.
Wir empfehlen, diese Tage farblich von den Veröffentlichungszeilen abzuheben. Denn Produktionstage sind der kritischste Schritt vor jedem Veröffentlichungstag. Verschiebt sich ein Produktionstag, verschieben sich alle folgenden Beiträge mit.
Gehen Sie außerdem mit einer Shotliste in den Produktionstag. Welches Produkt, welcher Winkel, welche Szene und welche Person? Ohne diese Liste verliert der Tag seine Struktur, und am Ende fehlen Motive. Im Beispielszenario produziert eine Boutique an einem Tag zu Monatsbeginn dutzende Fotos und einige Kurzvideos. Danach schöpft sie den ganzen Monat aus diesem Archiv.
Wie zeigen Sie Rollen im Team direkt im Plan?
Ein Redaktionsplan ist nicht nur ein Inhaltsplan, sondern auch eine Arbeitsteilung. Jede Zeile sollte zeigen, wer produziert, wer freigibt und wer veröffentlicht. Sonst bleiben Aufgaben liegen, weil „das schon jemand macht“.
In kleinen Teams übernimmt eine Person oft mehrere Rollen. Das ist kein Problem; wichtig ist nur, dass die Rolle schriftlich feststeht. Der Inhaber kann zum Beispiel freigeben und zugleich Produktinfos liefern.
- Planung: legt Monatsziel und Anteile der Säulen fest.
- Produktion: erstellt Bilder, Videos und Texte.
- Freigabe: prüft Markenstimme und Richtigkeit ein letztes Mal.
- Veröffentlichung: trägt Beiträge ins Planungstool ein oder postet sie von Hand.
- Auswertung: überträgt die Monatsergebnisse zurück in den Plan.
Benennen Sie zudem für jede kritische Rolle eine Vertretung. So läuft der Plan weiter, wenn jemand krank oder im Urlaub ist.
Wie stimmen Sie Werbekampagnen mit dem organischen Plan ab?
Viele Unternehmen geben Anzeigen und organische Beiträge an unterschiedliche Personen. Folglich bewirbt die Anzeige ein Produkt, während der Feed ein ganz anderes Thema zeigt. Diese Lücke verwirrt Follower.
Deshalb empfehlen wir, den Anzeigenplan in derselben Tabelle wie den organischen Plan zu zeigen. Markieren Sie Start und Ende jeder Kampagne. Planen Sie dann in denselben Wochen organische Beiträge, die die Kampagne stützen. Zum Beispiel teilen Sie ein Anwendungsvideo zum beworbenen Produkt.
Ebenso kann ein starker organischer Beitrag ein guter Kandidat für eine Anzeige sein. Kennzeichnen Sie solche Beiträge im Plan als „anzeigentauglich“. Das beschleunigt die Auswahl der Motive für die nächste Kampagne, und beide Seiten profitieren voneinander.
Wie messen Sie, ob der Redaktionsplan funktioniert?
Ein Plan dient einem Ziel, und die Messung hängt an diesem Ziel. Bei Bekanntheit betrachten Sie Reichweite und neue Follower. Geht es um Interaktion, zählen Speicherungen, Teilungen und Kommentare. Für Verkäufe oder Termine stehen Profilbesuche und Linkklicks im Vordergrund.
Legen Sie am Monatsende die Zeilen des Plans neben die Ergebnisse. Welche Säule lag über den Erwartungen, welche darunter? Danach passen Sie die Anteile für den nächsten Monat anhand der Daten an.
Für eine schnelle Berechnung nutzen Sie unseren kostenlosen Rechner für die Instagram Engagement Rate. Trotzdem sollten Sie sich nicht auf eine einzige Kennzahl versteifen. Ein Ratgeberbeitrag mit wenigen Likes, aber vielen Speicherungen kann zum Beispiel sehr wertvoll sein.
Wie sieht eine schnelle Checkliste für den Monatsplan aus?
Gehen Sie die folgende Liste vor Monatsbeginn einmal durch. Diese Prüfung fängt die meisten Überraschungen zur Monatsmitte frühzeitig ab.
- Steht ein einziges Hauptziel des Monats schriftlich fest?
- Sind die Anteile der Säulen ausgewogen?
- Hat jede Zeile Plattform, Format und Thema?
- Sind wichtige Termine und Kampagnen markiert?
- Hat jeder Beitrag einen Produktions und Freigabetermin?
- Gibt es für jede Zeile eine verantwortliche Person?
- Liegt die Erlaubnis für Kundeninhalte vor?
- Bleibt etwa ein Fünftel des Plans flexibel?
- Wissen alle, wer in einer Krise Beiträge stoppt?
- Steht der Auswertungstag am Monatsende im Plan?
Können Sie alle zehn Fragen mit Ja beantworten, ist Ihr Plan einsatzbereit. Lautet eine Antwort Nein, erledigen Sie diesen Punkt zuerst. Nutzen Sie die Liste jeden Monat gleich. Mit der Zeit wird die Prüfung zur Gewohnheit, und selbst neue Teammitglieder erkennen schnell, ob der Plan steht.
Sollten Sie den Redaktionsplan selbst führen oder mit einem Team?
Die Antwort hängt von Ihrer Zeit und Ihren internen Ressourcen ab. Wer einige Stunden pro Woche erübrigt und gern fotografiert, kann den Plan allein führen. Wächst das Unternehmen allerdings, werden Planung, Produktion und Auswertung zu einer eigenen Aufgabe.
Im Beispielszenario führt ein Inhaber die ersten Monate selbst. Danach gibt er Produktion und Berichte ab. Somit konzentriert er sich nur noch auf strategische Entscheidungen und Freigaben.
Möchten Sie Planung, Contentproduktion und monatliche Berichte aus einer Hand, übernehmen Talha Aslan und Team diesen Prozess für Sie. Im Rahmen unserer Social Media Betreuung definieren wir gemeinsam Ihre Themensäulen, erstellen Ihren Monatsplan und berichten jeden Monat über die Ergebnisse.
Wie starten Sie Ihren Social Media Redaktionsplan noch heute?
Für den Start brauchen Sie keine perfekte Vorlage. Öffnen Sie heute eine Tabelle, notieren Sie das Monatsziel, wählen Sie drei Säulen und füllen Sie die Beiträge der nächsten zwei Wochen aus. Ergänzen Sie danach Produktions und Freigabetermine.
Messen Sie am Ende des ersten Monats, was funktioniert hat, und bauen Sie den zweiten Monat auf diesem Wissen auf. So wird Ihr Social Media Redaktionsplan jeden Monat treffsicherer. Denken Sie daran: Stetige, konsequente Beiträge wirken nachhaltiger als eine einzelne glänzende Kampagne.
Wenn Sie diese Arbeit mit einem professionellen Team planen möchten, fordern Sie auf unserer Seite zur Social Media Betreuung ein individuelles Angebot an. Teilen Sie uns Ihr Ziel und Ihre aktuelle Lage mit, dann legen wir den passenden Umfang für Sie fest.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



