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Link Reclamation: Defekte Backlinks finden und zurückgewinnen

Talha Aslan 17 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Link Reclamation bezeichnet das Auffinden von Backlinks, die andere Websites Ihnen gegeben haben, die aber heute auf eine URL mit 404 Fehler zeigen, und das Reparieren dieser Links. Dafür nutzen Sie eine 301 Weiterleitung, stellen die gelöschte Seite wieder her oder bitten den verlinkenden Betreiber, die Adresse zu korrigieren.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Sie jagen also keinen neuen Links hinterher. Stattdessen holen Sie Links zurück, die Sie bereits verdient und durch eine Änderung auf Ihrer Seite verloren haben. Deshalb ist Link Reclamation der günstigste und risikoärmste Teil jeder Linkstrategie. Ein Leser, der auf den Link klickt, landet auf echtem Inhalt statt auf einer Fehlerseite. Zudem findet die Suchmaschine hinter dem Link wieder eine lebendige Seite.

Bei Talha Aslan und Team prüfen wir diesen Punkt meist zuerst, sobald wir uns ein Linkprofil ansehen. Neue Inhalte und Outreach brauchen nämlich Wochen, deshalb lohnt sich Link Reclamation zuerst. Ein defekter Backlink kommt dagegen oft mit einer einzigen Weiterleitungsregel zurück. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie defekte Backlinks finden, welche zuerst zählen und wie Sie jeden davon mit der passenden Methode reparieren.

Warum gehen Backlinks überhaupt kaputt?

Die meisten defekten Backlinks entstehen durch eine Änderung auf Ihrer eigenen Website. Die verlinkende Seite hat nichts falsch gemacht; Ihre URL hat sich schlicht verändert. Falls Sie zunächst auffrischen möchten, was ein Backlink ist und wie Sie seine Qualität einschätzen, lesen Sie unseren Beitrag was Backlinks sind und wie Sie Linkqualität bewerten.

Konkret sehen wir diese Ursachen in Audits am häufigsten:

  • Ein Relaunch ändert die URL Struktur, und niemand leitet die alten Adressen weiter.
  • Ein Produkt, eine Leistungsseite oder ein Blogartikel geht offline.
  • Kategorienamen oder Permalinkeinstellungen ändern sich.
  • Ein Domainwechsel oder der Umzug von HTTP auf HTTPS hinterlässt Lücken in den Regeln.
  • Die verlinkende Person vertippt sich oder hängt ein zusätzliches Zeichen an.
  • PDF Dateien, Bilder oder Downloads verschwinden vom Server oder wandern in einen neuen Ordner.

Zum Beispiel hat ein Nachrichtenportal vor Jahren auf eine Ihrer Studienseiten verlinkt. Danach haben Sie diese Seite unter eine neue Adresse verschoben. Der Artikel zeigt aber weiter auf die alte URL. Somit schickt ein wertvoller Link die Leser in eine Sackgasse. Folglich lassen sich die meisten defekten Backlinks mit einer sorgfältigen Migrationsplanung von vornherein vermeiden.

Wie wirken sich defekte Backlinks auf Rankings und Traffic aus?

Google nimmt URLs mit einem 4xx Statuscode nicht in den Index auf. Bereits indexierte URLs, die plötzlich einen solchen Code liefern, entfernt Google mit der Zeit aus dem Index. So steht es klar in der Dokumentation von Google Search Central. Daher erscheint eine Seite mit 404 Fehler nicht in den Suchergebnissen, ganz gleich, wie stark ihre Backlinks sind.

Allerdings kann eine genaue Zahl zum Rankingeffekt niemand nennen. Google veröffentlicht nicht, wie es einzelne Links gewichtet. Trotzdem ist die Logik einfach: Ein Link auf eine Seite, die es nicht mehr gibt, stützt keinen lebendigen Inhalt auf Ihrer Website. Nach der Reparatur zeigt derselbe Link wieder auf eine funktionierende Seite.

Beim Traffic sehen Sie den Effekt direkter. Ein echter Besucher klickt den Link, landet auf einer Fehlerseite und geht meist wieder. Vor allem Branchenverzeichnisse, Foren und Fachartikel spielen hier eine Rolle, denn sie liefern oft jahrelang Verweisbesuche.

Deshalb sehen wir die Rückgewinnung defekter Backlinks als Aufgabe mit doppeltem Nutzen. Erstens kann sie die Sichtbarkeit in der Suche stützen. Zweitens holt sie verlorene Besucher zurück. Allerdings garantiert keine Reparatur einen bestimmten Rankinggewinn; darüber entscheiden die Gesamtqualität Ihrer Website und der Wettbewerb.

Worin unterscheidet sich Link Reclamation vom Broken Link Building?

Beide Begriffe geraten oft durcheinander, denn beide drehen sich um defekte Links. Der Unterschied liegt also darin, wem der defekte Link gehört. Link Reclamation repariert Links, die bereits auf Sie zeigen. Broken Link Building sucht dagegen defekte Links auf fremden Websites, die auf Seiten Dritter zeigen, und bietet Ihren Inhalt als Ersatz an.

MethodeWas Sie tunAufwand für die andere SeiteSchwierigkeit
Link ReclamationEinen Link auf Ihre eigene 404 Seite per Weiterleitung oder Korrektur reparierenOft gar keinerNiedrig
Unverlinkte MarkenerwähnungenEine Seite, die Ihre Marke nennt, um einen Link bittenEine kleine ÄnderungMittel
Broken Link BuildingIhren Inhalt anstelle eines fremden defekten Links anbietenPrüfung Ihres InhaltsHoch
Linklücke zur KonkurrenzWebsites ansprechen, die Wettbewerber verlinken, Sie aber nichtEine völlig neue EntscheidungHoch

Wie die Tabelle zeigt, ist die Rückgewinnung das einfachste Ende des Spektrums. Für Seiten, die Sie ohne Link erwähnen, lesen Sie unseren Leitfaden zu unverlinkten Markenerwähnungen. Chancen auf der Seite der Konkurrenz behandelt unsere Backlink Analyse der Konkurrenz.

Wie finden Sie in der Search Console externe Links auf 404 Seiten?

Die beste kostenlose Quelle kommt direkt von Google: der Bericht „Links“ in der Search Console. Laut der Search Console Hilfe zeigt er eine Stichprobe der externen und internen Links zu Ihrer Website. Alle Bereiche des Berichts erklären wir in unserem Beitrag Search Console Linkbericht richtig lesen. Hier konzentrieren wir uns daher nur auf die Suche nach defekten Links.

  1. Öffnen Sie Ihre Property in der Search Console und wechseln Sie zum Bericht „Links“.
  2. Öffnen Sie unter „Externe Links“ die Tabelle „Meistverlinkte Seiten“.
  3. Laden Sie über „Exportieren“ die Dateien „Neueste Links“ und More sample links herunter.
  4. Entfernen Sie doppelte Ziel URLs aus der exportierten Liste.
  5. Prüfen Sie den aktuellen HTTP Statuscode jeder Ziel URL mit einem Prüftool.
  6. Verschieben Sie jede URL mit 404 oder 410 in ein eigenes Tabellenblatt. Dieses Blatt ist Ihre Rückgewinnungsliste.

Danach folgt die Priorisierung. Wenn Sie fünfzig defekte Ziele finden, verdienen nicht alle denselben Aufwand. Die offiziellen Details finden Sie im Hilfeartikel der Search Console zum Linkbericht.

Warum zeigt der Linkbericht nie alle Links?

Der häufigste Fehler bei der Rückgewinnung: Viele halten den Linkbericht für ein vollständiges Verzeichnis. Die Hilfeseite von Google sagt jedoch klar, dass der Bericht eine Stichprobe zeigt und keine umfassende Liste aller Links ist. Außerdem haben Tabellen und Exporte eine Zeilengrenze. Die aktuellen Grenzen prüfen Sie am besten direkt auf der Hilfeseite.

Ein defekter Backlink kann also existieren, auch wenn der Bericht ihn nicht nennt. Deshalb ergänzen Sie Ihre Liste mit weiteren Quellen:

  • Verweisquellen der Sitzungen, die in Ihrem Analysetool auf der 404 Seite landen.
  • Verweisende Adressen zu Anfragen mit 404 Antwort in den Serverlogs.
  • Alte XML Sitemaps und archivierte Navigationsmenüs.
  • Unterlagen zu früherer Pressearbeit, Sponsoring und PR Kampagnen.

Außerdem helfen Linkdatenbanken von Drittanbietern, sehen aber nur das, was sie selbst crawlen. In der Praxis erzählt keine einzelne Quelle die ganze Geschichte. Wir führen daher mehrere Quellen zusammen und entfernen doppelte Zeilen. So senken wir das Risiko, Links zu übersehen oder doppelt zu zählen.

Was verrät der Status Nicht gefunden (404) im Bericht zur Seitenindexierung?

Im Bericht zur Seitenindexierung der Search Console gibt es den Status „Nicht gefunden (404)“. Laut Google bedeutet er, dass die URL bei der Anfrage einen 404 Fehler zurückgegeben hat. Zudem hat Google diese URL meist über einen Link auf einer anderen Seite entdeckt oder weil die Seite früher existierte.

Auf derselben Hilfeseite zieht Google eine wichtige Grenze. Ein 404 ist nicht unbedingt ein Problem, wenn Sie die Seite ohne Ersatz entfernt haben. Google empfiehlt, nur die 404 Fehler zu beheben, auf die Sie selbst verlinken oder die in Ihrer Sitemap stehen. Ist die Seite umgezogen, rät Google zu einer 301 Weiterleitung an den neuen Ort. Die Einzelheiten stehen im Hilfeartikel zum Bericht zur Seitenindexierung.

Für die Rückgewinnung ist diese Liste eine Fundgrube. Allerdings ist nicht jeder 404 ein defekter Backlink. Spambots erzeugen auch zufällige URLs; wie Sie damit umgehen, zeigt unser Beitrag zu unbekannten Spam URLs mit 404. Prüfen Sie dann mit der URL Prüfung in der Search Console, wo Google jede Adresse gefunden hat, und bestätigen Sie, ob ein echter externer Link existiert.

Wie spüren Analysetools und Serverlogs defekte Links auf?

Die Search Console zeigt Ihnen, was Google sieht. Analysetools und Serverlogs zeigen dagegen, was Menschen tatsächlich anklicken. Zum Beispiel filtern Sie nach dem Seitentitel Ihrer 404 Vorlage und sehen sich das Feld der Verweisquelle an. Dann erkennen Sie, welche externe Website Besucher auf einen Fehler schickt.

Daher eignet sich diese Methode vor allem für Links, die Traffic bringen. Schickt ein Link jeden Monat auch nur wenige Menschen auf eine Fehlerseite, gehört er weit nach oben auf Ihre Liste. Zudem beweisen diese Daten, dass der Link noch auf einer lebendigen Seite steht.

Serverlogs erfassen außerdem Besuche, bei denen Ihr Analyseskript gar nicht lädt. Der Zugriff auf Logdateien hängt allerdings von Ihrem Hostingpaket ab. Schauen Sie daher im Panel Ihres Anbieters nach oder fragen Sie dessen Support.

Bei einer Handvoll defekter URLs testen Sie jede einzeln mit unserem Broken Link Checker. Das Tool zeigt den Statuscode jeder Adresse und das Ziel einer eventuellen Weiterleitung. So füllen Sie jede Zeile Ihrer Liste mit einem gemessenen Status statt mit einer Vermutung.

Welche defekten Backlinks sollten Sie zuerst zurückgewinnen?

Allerdings hat nicht jeder defekte Link denselben Wert. Damit Sie Ihre knappe Zeit gut einsetzen, empfehlen wir eine einfache Prioritätentabelle. Die folgende Tabelle ist ein Startrahmen auf Basis unserer Praxiserfahrung. Sie ist keine Garantie, sondern eine Entscheidungshilfe.

PrioritätSituation des LinksEmpfohlene Methode
1. SofortVertrauenswürdige, thematisch passende Website, die auch Traffic bringt301 Weiterleitung am selben Tag, bei Bedarf zusätzlich eine Korrekturbitte
2. Diese WocheMehrere Websites verlinken dieselbe defekte URLEine einzige 301 Regel, die alle zusammen rettet
3. Diesen MonatEine passende Website mit wenig Traffic301 Weiterleitung auf den nächstliegenden Inhalt
4. NiedrigThemenfremde Verzeichnisse und kopierte Scraper SeitenLiegen lassen oder nur beobachten
AuslassenSpamartige oder offenbar gekaufte LinksKeine Weiterleitung

Stellen Sie dann zu jeder Zeile drei Fragen. Hat die verlinkende Seite echte Leser? Passt ihr Thema zu Ihrer Seite? Klicken Menschen den Link an? Lauten alle drei Antworten ja, rückt die Zeile nach oben. Möchten Sie, dass wir das Problem auf Ihrer Website lösen, die Prioritätenliste erstellen und jede Rückgewinnung verfolgen, fordern Sie ein Angebot für unsere SEO Beratung an.

Wie retten Sie einen defekten Link mit einer 301 Weiterleitung?

Am schnellsten hilft eine dauerhafte Weiterleitung von der defekten URL auf die beste lebendige Seite. Google Search Central nennt 301 und 308 als dauerhafte Weiterleitungen. Google nutzt sie als Signal, dass das Ziel die kanonische URL sein soll. Serverseitige Weiterleitungen interpretiert Google zudem am zuverlässigsten.

  1. Finden Sie heraus, welchen Inhalt die defekte URL früher hatte, etwa über ein Archiv, eine alte Sitemap oder das Wissen Ihres Teams.
  2. Wählen Sie die lebendige Seite, die diesem Inhalt am nächsten kommt.
  3. Legen Sie eine dauerhafte serverseitige Weiterleitung von der alten auf die neue URL an.
  4. Prüfen Sie, dass die Weiterleitung in einem Schritt endet und keine zweite Station dazwischenliegt.
  5. Kontrollieren Sie, dass das Ziel den Statuscode 200 liefert und indexierbar ist.

Bei vielen URLs erleichtert zudem eine Zuordnungstabelle die Arbeit. Unser Tool Weiterleitungen zuordnen hilft Ihnen, alte und neue Adressen abzugleichen. Lesen Sie außerdem unseren Beitrag zur Weiterleitungskette und ihrer Behebung, damit Ihre Weiterleitungen kurz bleiben. Googles eigene Erklärung der Weiterleitungsarten finden Sie in der Dokumentation von Google Search Central zu Weiterleitungen.

Wohin sollte ein zurückgewonnener Link zeigen?

Konkret ist eine Weiterleitung nur so gut wie ihr Ziel. Die verlinkende Person hat Sie für ein bestimmtes Thema empfohlen, und Besucher erwarten genau dieses Thema. Daher sollte das Ziel den alten Inhalt ersetzen oder vollständig abdecken.

Die Dokumentation von Google zum Websiteumzug warnt hier deutlich. Leiten Sie viele alte URLs auf ein einziges unpassendes Ziel wie die neue Startseite, kann das Nutzer verwirren und als Soft 404 gelten. Haben Sie allerdings mehrere alte Seiten wirklich zu einer neuen Seite zusammengeführt, ist diese Weiterleitung in Ordnung.

Gehen Sie bei der Wahl des Ziels in dieser Reihenfolge vor:

  • Die neue URL desselben Inhalts, sofern es sie gibt.
  • Der zusammengeführte Artikel, falls der Inhalt in einem anderen Beitrag aufgegangen ist.
  • Das Nachfolgeprodukt oder die nächstliegende Unterkategorie, falls ein Produkt fehlt.
  • Eine neu aufgebaute Seite oder ein ehrlicher 404, falls nichts passt.

Warum pauschale Weiterleitungen auf die Startseite selten funktionieren, erklären wir im Beitrag 404 Seiten auf die Startseite weiterleiten. Kurz gesagt wirkt ein unpassendes Ziel wie eine Lösung, überzeugt aber weder Leser noch Google.

Wann ist die Wiederherstellung der gelöschten Seite die bessere Wahl?

Manchmal ist die beste Methode gar keine Weiterleitung. Stattdessen holen Sie die Seite selbst zurück. Das lohnt sich, wenn ein Ratgeber, eine Studie oder eine Toolseite viele Links von starken Websites erhalten hat und nichts anderes auf Ihrer Website sie ersetzen kann.

Beispielszenario: Ein Softwareanbieter löscht ein altes Glossar, weil es veraltet wirkt. Hochschulen und Fachblogs hatten darauf verlinkt. Gibt es keine ähnliche Seite, ist es klüger, das Glossar zu aktualisieren und unter derselben URL neu zu veröffentlichen. Eine Weiterleitung auf einen nur lose verwandten Blogartikel wäre schwächer. Schließlich haben die verlinkenden Websites genau diese Quelle empfohlen.

Wägen Sie vor der Entscheidung drei Punkte ab: Zahl und Qualität der Links, Aufwand für die Aktualisierung und die Frage, ob Menschen das Thema noch suchen. Außerdem sollten Sie die Seite mit aktuellen Informationen erneuern statt eine veraltete Kopie einzuspielen. Leser vertrauen einer Seite, die sichtbar gepflegt ist.

Andererseits sollten Sie Inhalte, die Sie aus rechtlichen oder geschäftlichen Gründen entfernt haben, nicht zurückholen. Dann ist eine Weiterleitung auf die nächste passende Seite oder eine ehrliche 404 Seite die bessere Lösung.

Wie bitten Sie einen Websitebetreiber, einen defekten Link zu korrigieren?

Meist löst eine Weiterleitung das Problem. Trotzdem ist eine direkte Korrektur auf der verlinkenden Website manchmal sauberer. Haben Sie zum Beispiel die Domain gewechselt oder wissen Sie, dass Sie eine Weiterleitung nicht für immer halten können, bringt ein korrigierter Link eine dauerhafte Lösung. Auch die Google Dokumentation zum Websiteumzug empfiehlt, Websites mit Links auf Ihre alten Inhalte zu kontaktieren und um eine Aktualisierung zu bitten.

Formulieren Sie deshalb die Anfrage als Hinweis auf einen Fehler, den deren Leser sehen, nicht als Gefallen für Sie. Diese Haltung ist höflich und wirksam zugleich. Außerdem ist der richtige Kontakt wichtig. Versuchen Sie, den Autor oder die Redaktion der Seite zu erreichen statt eines allgemeinen Kontaktformulars.

Beim Aktualisieren ändert der Betreiber womöglich auch das Linkattribut. Was sponsored, ugc oder nofollow für Sie bedeuten, erklärt unser Beitrag zum Unterschied zwischen dofollow, nofollow, sponsored und ugc. In Ihrer Anfrage bitten Sie um kein bestimmtes Attribut, sondern nur um die korrigierte URL. Geld oder Gegenleistungen für einen Link anzubieten, kann gegen die Spamrichtlinien von Google verstoßen.

Was gehört in eine E-Mail zur Linkkorrektur?

Eine kurze, leicht umsetzbare Bitte schlägt jede lange Werbebotschaft. Die Gegenseite muss nur eine URL ändern, also sollte Ihre Nachricht genau das so einfach wie möglich machen.

  1. Nennen Sie das Problem im Betreff, etwa: Ein Link in Ihrem Artikel führt auf eine Fehlerseite.
  2. Geben Sie die Seite und den Ankertext mit dem defekten Link samt vollständiger URL an.
  3. Schreiben Sie die defekte URL und die richtige Ersatzadresse untereinander.
  4. Erklären Sie die Änderung in einem Satz, zum Beispiel mit einer Umstrukturierung Ihrer Website.
  5. Bedanken Sie sich und halten Sie die Nachricht kurz.

Beispielszenario: Die Website eines Verbands verlinkt mit einer alten URL auf eine Ihrer Schulungsseiten unter example.com. In Ihrer E-Mail nennen Sie die Verbandsseite, den defekten Link und die neue URL. Die Redaktion öffnet die Seite, tauscht den Link und ist in wenigen Minuten fertig.

Kommt keine Antwort, senden Sie eine einzige freundliche Erinnerung. Ständiges Nachhaken, erst recht ein drohender Ton, schadet der Beziehung. Denken Sie daran: Ihre Weiterleitung schützt den Link bereits. Eine Korrektur durch den Betreiber ist somit nur eine zusätzliche Absicherung.

Wie verhindern Sie defekte Backlinks bei einem Websiteumzug?

Die größten Wellen defekter Backlinks entstehen bei Websitemigrationen. Die Google Dokumentation zum Umzug mit geänderten URLs betont, wie wichtig die Zuordnung alter zu neuen URLs ist. Sie empfiehlt, diese Zuordnung vor dem Umzug zu erstellen. Zudem rät derselbe Leitfaden, Weiterleitungen so lange wie möglich beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr.

Vor einer Migration erledigen Sie diese Schritte:

  • Exportieren Sie den Linkbericht und sichern Sie jede alte URL mit Backlinks.
  • Erstellen Sie eine Zuordnungstabelle, die jeder alten URL eine neue zuweist.
  • Testen Sie nach dem Umzug jede verlinkte URL.
  • Planen Sie Korrekturbitten für die Websites hinter Ihren wertvollsten Links.

Den gesamten Ablauf zeigt unsere Checkliste für die Website Migration. Zur Lebensdauer von Weiterleitungen geht unser Beitrag wie lange Sie 301 Weiterleitungen behalten sollten tiefer. Googles offizielle Empfehlungen stehen in der Dokumentation zum Websiteumzug. Ein guter Migrationsplan verkleinert also Ihren späteren Aufwand für Link Reclamation.

Wie retten Sie Links mit Tippfehlern in der URL?

Manche defekten Links gehen gar nicht auf Ihr Konto. Die verlinkende Person hat die URL vielleicht von Hand eingetippt, einen Buchstaben vergessen oder einen Punkt oder eine Klammer angehängt. Diese URLs gab es nie; folglich tauchen sie auch in keinem Archiv auf.

Daher erkennen Sie solche Fälle am besten, indem Sie den Linkbericht und die 404 Liste mit dem Auge durchgehen. Adressen, die Ihren echten Seitennamen fast gleichen, aber in einem Zeichen abweichen, fallen schnell auf. Zum Beispiel hat jemand ans Ende Ihrer Leistungsseite ein Komma gehängt.

Die Lösung bleibt dieselbe. Sie leiten die vertippte URL dauerhaft auf die richtige Seite um. Seien Sie allerdings beim Schreiben der Regeln vorsichtig. Sehr breite Muster erfassen auch unbeteiligte URLs und können unerwartete Weiterleitungsschleifen auslösen.

Auch die Groß und Kleinschreibung ist eine häufige Ursache. Manche Server unterscheiden in URLs zwischen Groß und Kleinbuchstaben; ein Link mit Großbuchstaben liefert dann einen 404. In diesem Fall ist eine allgemeine Lösung in der Serverkonfiguration oft besser als Dutzende Einzelregeln. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Hoster oder Entwickler.

Wie verfolgen Sie die Ergebnisse nach der Rückgewinnung?

Die Weiterleitung anzulegen ist nur die halbe Arbeit. Für echte Ergebnisse brauchen Sie eine einfache Routine zur Kontrolle. Deshalb führen wir für jeden zurückgewonnenen Link eine kurze Notiz. Darin stehen die defekte URL, das Ziel, die Methode, das Datum und eine eventuelle E-Mail an den Betreiber.

Achten Sie bei der Nachverfolgung auf diese Signale:

  • Ob die defekte URL heute eine dauerhafte Weiterleitung liefert.
  • Ob die Zielseite im Bericht zur Seitenindexierung als indexiert erscheint.
  • Den Verweistraffic von der verlinkenden Website in Ihrem Analysetool.
  • Ob kontaktierte Websites den Link auf die neue URL umgestellt haben.

Google braucht Zeit, um Änderungen zu bemerken. Laut Dokumentation crawlt Google URLs mit 404 mit der Zeit seltener. Deshalb kann es einige Crawlzyklen dauern, bis Google Ihre Weiterleitung sieht. Beurteilen Sie die Arbeit also nicht nach den Daten der ersten Woche.

Zudem lässt sich der Effekt eines einzelnen Links selten isolieren. Denn Rankings ergeben sich aus vielen Signalen. Definieren Sie Erfolg daher über direkt messbare Ergebnisse, etwa eine schrumpfende Liste defekter Links und zurückkehrende Verweisbesucher.

Welche Fehler passieren bei der Link Reclamation am häufigsten?

Die Rückgewinnung wirkt einfach, doch einige typische Fehler machen die Mühe zunichte. Diese begegnen uns am häufigsten:

  1. Alle defekten URLs pauschal auf die Startseite leiten.
  2. Unbemerkt eine temporäre statt einer dauerhaften Weiterleitung nutzen.
  3. Weiterleitungen nach einigen Monaten beim Aufräumen löschen.
  4. Das neue Ziel später erneut verschieben und so eine Kette erzeugen.
  5. Spamartige oder gekauft wirkende Links retten wollen.
  6. Betreibern immer wieder dieselbe Vorlage schicken.

Alle diese Fehler haben dieselbe Wurzel: Sie behandeln die Rückgewinnung als einmalige technische Aufgabe. Tatsächlich ist Link Reclamation eine laufende Pflege Ihres Linkprofils.

Vor allem der Fehler mit der temporären Weiterleitung rutscht leicht durch. Google behandelt 302, 303 und 307 als temporäre Weiterleitungen, bei denen die Quellseite in den Suchergebnissen bleibt. Bei einem dauerhaften Umzug wollen Sie das nicht. Testen Sie deshalb nach jeder neuen Regel den Statuscode.

Wie oft sollten Sie nach defekten Backlinks suchen?

Die passende Häufigkeit hängt davon ab, wie oft sich Ihre Website ändert. Für eine stabile Unternehmenswebsite reicht meist ein Check alle paar Monate. Ein Onlineshop mit häufig wechselnden Produkten oder ein Verlag mit ständig aktualisierten Inhalten fährt dagegen mit einer monatlichen Prüfung sicherer.

Manche Momente verlangen sofort eine Prüfung:

  • Nach einer Migration, einem Domainwechsel oder einem Relaunch.
  • Nach dem Löschen vieler Produkte oder Inhalte auf einmal.
  • Wenn sich Permalinkeinstellungen oder die Kategoriestruktur ändern.
  • Wenn der Verweistraffic ohne erkennbaren Grund sinkt.

Außerdem haben regelmäßige Prüfungen noch einen Vorteil. Je früher Sie einen defekten Link bemerken, desto eher betreut der Betreiber die Seite noch selbst. Eine Korrekturbitte nach Jahren bleibt oft unbeantwortet, weil die Redaktion inzwischen gewechselt hat.

Zusammengefasst: Richten Sie die Rückgewinnung als Routine ein, nicht als Projekt. Ein kleiner, wiederkehrender Termin im Kalender erspart Ihnen später eine große Aufräumaktion.

Wann sollten Sie die Rückgewinnung defekter Backlinks an ein Fachteam abgeben?

Einige wenige defekte URLs bewältigen Sie mit Link Reclamation gut selbst. Manche Situationen verlangen jedoch viel Zeit, technisch wie in der Kommunikation. Externe Hilfe ist zum Beispiel sinnvoll, wenn eine große Website umgezogen ist, die alte URL Struktur nirgends dokumentiert ist oder Weiterleitungsregeln sich gegenseitig stören.

So geht unser Team bei solchen Projekten vor. Zunächst führen wir die Linkquellen zusammen und bestätigen jedes defekte Ziel mit echten Messungen. Dann erstellen wir die Prioritätentabelle, bereiten die Zuordnung der Weiterleitungen vor und setzen sie gemeinsam mit Ihrem Entwickler um. Schließlich betreuen wir die Korrekturbitten für die wertvollsten Links und beobachten die Ergebnisse.

An dieser Stelle möchten wir ehrlich sein. Keine Agentur kann versprechen, dass zurückgewonnene Links ein bestimmtes Ranking bringen, und auch wir tun das nicht. Versprechen können wir eine systematische Rückgewinnung verlorener Links und Besucher mit transparenter Berichterstattung bei jedem Schritt.

Wenn Sie Ihre defekten Backlinks prüfen, priorisieren und bis zur Rückgewinnung begleiten lassen möchten, besuchen Sie unsere Seite zur SEO Beratung von Talha Aslan und Team und fordern Sie ein Angebot an.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Verbessert Link Reclamation meine Rankings garantiert?
Nein, einen Rankinggewinn kann niemand garantieren. Die Rückgewinnung verbindet einen Link auf eine 404 Seite wieder mit einer lebendigen Seite und holt verlorene Besucher zurück. Rankings hängen allerdings von vielen Signalen ab, etwa Wettbewerb, Inhaltsqualität und technischem Zustand. Messen Sie den Erfolg deshalb an einer kürzeren Liste defekter Links und zurückgewonnenem Verweistraffic.
Muss ich jeden 404 Fehler beheben?
Nein, nicht jeder 404 ist ein Problem. Google sagt, dass ein 404 nicht unbedingt ein Problem ist, wenn Sie die Seite ohne Ersatz entfernt haben. Konzentrieren Sie sich auf URLs, die Sie selbst verlinken, in der Sitemap führen oder die Links von wertvollen externen Websites erhalten. Zufällige URLs von Spambots müssen Sie nicht weiterleiten.
Sollte ich defekte Backlinks auf die Startseite weiterleiten?
In den meisten Fällen nicht. Google weist darauf hin, dass viele alte URLs mit einem einzigen unpassenden Ziel wie der Startseite Nutzer verwirren und als Soft 404 gelten können. Wählen Sie stattdessen die lebendige Seite, die dem alten Inhalt am nächsten kommt. Passt nichts, bauen Sie die Seite neu auf oder lassen Sie einen ehrlichen 404.
Wie lange sollte eine Weiterleitung bestehen bleiben?
So lange wie möglich. Die Google Dokumentation zum Websiteumzug empfiehlt in der Regel mindestens ein Jahr und regt sogar an, Weiterleitungen dauerhaft zu behalten. Löschen Sie Weiterleitungen für URLs mit wertvollen externen Links nicht beim Aufräumen. Sonst brechen dieselben Links erneut, und Ihre Arbeit an der Rückgewinnung beginnt von vorn.
Zeigt die Search Console alle meine defekten Backlinks?
Nein, sie zeigt nicht alle. Laut Google liefert der Linkbericht eine Stichprobe und keine vollständige Liste. Ergänzen Sie Ihre Liste daher mit Verweisdaten aus dem Analysetool, Serverlogs, alten Sitemaps und Unterlagen früherer PR Arbeit. Wenn Sie mehrere Quellen zusammenführen, übersehen Sie deutlich weniger defekte Links.
Was tun, wenn der Betreiber den Link nie korrigiert?
Sichern Sie den Link zuerst auf Ihrer Seite mit einer 301 Weiterleitung ab; die Korrektur ist dann nur ein zusätzlicher Schutz. Eine freundliche Erinnerung ist in Ordnung. Bleibt die Antwort aus, drängen Sie nicht weiter und bieten Sie niemals Geld oder Gegenleistungen an. Solange die Weiterleitung besteht, erreichen Leser und Suchmaschinen weiterhin die richtige Seite.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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