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Manuelle Maßnahme von Google aufheben: Schritt für Schritt Anleitung

Talha Aslan 15 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Was ist eine manuelle Maßnahme und wie wirkt sie sich aus?

Eine manuelle Maßnahme ist eine Abstrafung, die ein menschlicher Prüfer bei Google verhängt, nachdem er Verstöße gegen die Spamrichtlinien auf Ihrer Website festgestellt hat. Folglich ranken einige oder alle Seiten schlechter oder verschwinden aus den Suchergebnissen. Die Search Console meldet das im Bericht „Manuelle Maßnahmen“ und erlaubt nach der Korrektur einen Überprüfungsantrag.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Eine manuelle Maßnahme bedeutet, dass ein Prüfer bei Google Teile Ihrer Website als Verstoß gegen die Spamrichtlinien eingestuft hat. In diesem Leitfaden zeigen wir, wie Sie eine manuelle Maßnahme bestätigen, beheben und einen tragfähigen Antrag auf Überprüfung schreiben. Öffnen Sie zunächst die Search Console und gehen Sie dann Schritt für Schritt vor.

Eine manuelle Maßnahme ist kein Ergebnis eines Algorithmus, sondern eine menschliche Entscheidung. Deshalb hebt Google sie auf, wenn ein Mensch Ihre Website erneut prüft und sie konform findet. Anders gesagt: Sie können direkt am Problem arbeiten, statt auf das nächste Update zu warten.

Die Wirkung hängt vom Umfang ab. Zum Beispiel ist manchmal nur ein Verzeichnis betroffen. Andererseits gilt eine Maßnahme mitunter für die ganze Website. Auch die Google Hilfeseite zum Bericht „Manuelle Maßnahmen“ nennt beide Fälle: bestimmte URL Muster oder die gesamte Website.

Behalten Sie zudem eines im Kopf. Google nennt weder eine Dauer noch eine Strafhöhe, sondern nur Art und Umfang des Problems. Somit hängt das Tempo der Erholung vor allem davon ab, wie gründlich Sie korrigieren.

Woran erkennen Sie eine manuelle Maßnahme?

Die verlässlichste Quelle ist der Bericht „Manuelle Maßnahmen“ in der Search Console. Er zeigt oben die Zahl der aktiven Maßnahmen. Außerdem landet eine Benachrichtigung im Nachrichtenbereich der Search Console. Prüfen Sie also zuerst diese beiden Stellen, statt zu raten.

  1. Öffnen Sie Ihre Property in der Search Console.
  2. Wählen Sie den Bericht „Manuelle Maßnahmen“ und lesen Sie die Zahl der aktiven Maßnahmen.
  3. Notieren Sie Beschreibung und betroffenen Bereich jeder Maßnahme.
  4. Lesen Sie die Nachrichten in zeitlicher Reihenfolge.
  5. Vergleichen Sie das Datum mit dem Leistungsbericht.

Wenn Sie neu in der Search Console sind, hilft unsere Search Console Anleitung für Einsteiger. Meldet der Bericht keine Probleme, liegt Ihr Rückgang höchstwahrscheinlich nicht an einer manuellen Maßnahme.

Beachten Sie zudem: Benachrichtigungen gehen an bestätigte Nutzer. Hat zum Beispiel eine frühere Agentur die Property bestätigt, sehen Sie alte Meldungen zwar im Bericht, die E-Mail hat Sie aber womöglich nie erreicht. Daher prüfen Sie auch Inhaber und Benachrichtigungseinstellungen.

Worin unterscheidet sich eine manuelle Maßnahme von einem algorithmischen Einbruch?

Diese Unterscheidung bestimmt alles. Bei einer manuellen Maßnahme stellen Sie einen Antrag auf Überprüfung. Bei einem algorithmischen Einbruch gibt es diesen Weg nicht. Zum Beispiel bleibt der Bericht leer, wenn Sie nach einem Core Update Traffic verloren haben.

KriteriumManuelle MaßnahmeAlgorithmischer Einbruch
Entscheidung durchEinen Prüfer bei GoogleAutomatische Rankingsysteme
BenachrichtigungBericht und NachrichtKeine Benachrichtigung
LösungswegKorrektur und ÜberprüfungsantragQualität steigern und Neubewertung abwarten
UmfangURL Muster oder gesamte WebsiteJe nach Suchanfrage, Seite oder Website
EndsignalE-Mail mit dem PrüfergebnisSchrittweise Erholung ohne festes Datum

Beides kann allerdings gleichzeitig auftreten. Eine Website kann zum Beispiel von einem Spam Update getroffen werden und zusätzlich eine manuelle Maßnahme erhalten. Dann lösen Sie zuerst die gemeldete Maßnahme und prüfen danach die algorithmische Seite. Unser Artikel zum Google Spam Update behandelt diese Seite ausführlich.

Welche Arten manueller Maßnahmen listet Google auf?

Google führt die Arten auf der Hilfeseite einzeln auf. Am häufigsten begegnen Ihnen diese:

  • Unnatürliche Links zu Ihrer Website.
  • Unnatürliche Links von Ihrer Website.
  • Minderwertige Inhalte mit geringem oder gar keinem Mehrwert.
  • Von Nutzerinnen und Nutzern erstellter Spam.
  • Missbrauch der Website durch Spam von Drittanbietern.
  • Cloaking und/oder irreführende Weiterleitungen.
  • Verborgener Text und/oder überflüssige Keywords.
  • Probleme mit strukturierten Daten.
  • Schwerwiegende Spamprobleme.
  • Richtlinie zum Ruf der Website und Übernahme der Zurückschaltfläche.

Außerdem nennt die Liste kostenlose Hosts mit Spam, verborgene Bilder, AMP Abweichungen, irreführende mobile Weiterleitungen sowie Verstöße gegen Richtlinien für News und Discover. Allerdings kann sich die Liste ändern. Prüfen Sie deshalb die aktuellen Arten immer auf der offiziellen Seite.

Zu jeder Art gibt Google eine kurze Erklärung und Hinweise zur Behebung. Folglich ist Ihr erster Schritt einfach: Suchen Sie Ihre Art auf der Hilfeseite und lesen Sie die Empfehlung, bevor Sie etwas ändern.

Wie bereinigen Sie eine manuelle Maßnahme wegen unnatürlicher Links?

Unnatürliche Links zu Ihrer Website sind eine der Arten manueller Maßnahmen, die wir in der Praxis am häufigsten sehen. Gekaufte Links, Linknetzwerke und überoptimierte Ankertexte können sie auslösen. Die Lösung heißt Bereinigung. Neue Links zu kaufen, um das Profil „auszugleichen“, verschlimmert die Lage.

  1. Exportieren Sie externe Links aus dem Linkbericht der Search Console.
  2. Gruppieren Sie die Links nach Quelldomain.
  3. Markieren Sie gekaufte, netzwerkbasierte oder themenfremde Links.
  4. Bitten Sie Websitebetreiber um Entfernung und dokumentieren Sie jede Nachricht.
  5. Erstellen Sie für nicht entfernbare Links eine Datei für das Disavow Tool.

Kriterien für Linkqualität finden Sie in unserem Artikel über Backlinks und Linkqualität. Zudem hilft unsere Backlink Analyse der Konkurrenz beim Vergleich. Möchten Sie, dass wir die Bereinigung auf Ihrer Website übernehmen und begleiten, fordern Sie über unsere SEO Beratung ein Angebot an.

Für Entfernungsanfragen nutzen Sie eine kurze, höfliche Vorlage. Nennen Sie die Seite mit dem Link und die Zieladresse. Dann fassen Sie nach einer Woche bei Websites ohne Antwort nach und tragen das Ergebnis ein.

Wann sollten Sie das Disavow Tool nutzen?

Das Tool zum Entwerten von Links ist eine Funktion für Fortgeschrittene, mit der Sie Google bitten, bestimmte Links nicht zu berücksichtigen. Die Google Hilfeseite zum Entwerten von Links empfiehlt es vor allem bei einer manuellen Maßnahme wegen unnatürlicher Links oder wenn eine solche zu erwarten ist. Außerdem betont sie, dass die meisten Websites das Tool nie brauchen.

Laut offizieller Seite gilt Folgendes:

  • Versuchen Sie zuerst, den Link an der Quelle entfernen zu lassen.
  • Die Datei ist reiner Text mit einer URL oder Domain pro Zeile.
  • Für eine ganze Domain beginnen Sie die Zeile mit dem Präfix domain:.
  • Ein neuer Upload ersetzt die bestehende Liste dieser Property.
  • Domainproperties unterstützt das Tool nicht.
  • Änderungen können mehrere Wochen bis zur Wirkung brauchen.

Falsche Nutzung kann Ihrer Leistung schaden. Fügen Sie zum Beispiel versehentlich einen guten redaktionellen Link hinzu, entfernen Sie Ihren eigenen Wert. Prüfen Sie die Liste also noch einmal vor dem Upload.

Wir empfehlen zudem, zu jeder Domain eine kurze Begründung zu notieren. Monate später wollen Sie wissen, warum eine Zeile in der Liste steht. Kommentarzeilen dürfen in der Datei stehen, Google ignoriert sie.

Welche Seiten korrigieren Sie bei minderwertigen Inhalten?

Diese Art der Maßnahme entsteht, wenn sich Seiten ohne Mehrwert häufen. Automatisch erzeugte Texte, kopierte Inhalte, dünne Affiliateseiten und Brückenseiten sind typische Beispiele.

Es gibt zwei Wege. Erstens machen Sie die Seite wirklich nützlich. Zweitens entfernen oder bündeln Sie Seiten ohne Mehrwert. Tragen zum Beispiel Hunderte Städteseiten denselben Text mit ausgetauschtem Ortsnamen, reichern Sie sie mit eigenen Informationen an oder reduzieren sie.

Stellen Sie sich zu jeder Seite eine einfache Frage: Würde ein Besucher etwas verlieren, wenn es diese Seite nicht gäbe? Falls nein, entfernen oder bündeln Sie sie. Falls ja, stärken Sie sie mit echter Erfahrung, Beispielen und aktuellen Informationen.

Das Risiko doppelter Inhalte behandeln wir in unserem Artikel über Duplicate Content. Außerdem zeigt unser SEO Check doppelte Titel und Beschreibungen schnell an.

Wie lösen Sie Spam von Nutzern?

Hier liegt das Problem nicht in Ihren eigenen Texten, sondern in Inhalten Ihrer Besucher. Forenbeiträge, Blogkommentare und Spamlinks auf Profilseiten sind übliche Beispiele. Daher hat die Lösung zwei Teile: vorhandenen Spam löschen und neuen Spam verhindern.

  1. Finden und löschen Sie Spamprofile, Kommentare und Threads.
  2. Ergänzen Sie Kommentar und Registrierungsformulare um eine Prüfung.
  3. Geben Sie Links neuer Mitglieder eine Zeit lang nur nach Freigabe frei.
  4. Versehen Sie Nutzerlinks mit dem passenden rel Attribut.
  5. Legen Sie einen festen Moderationsplan fest.

Moderation ist allerdings nicht nur Technik. Klare Community Regeln und das Schließen von Konten, die dagegen verstoßen, schrecken ebenfalls ab. Somit wirkt Ihre Website für Spammer weniger attraktiv.

Liefern unbekannte Spam URLs auf Ihrer Website den Status 404, erklärt unser Artikel zu unbekannten Spam URLs die technische Seite der Bereinigung.

Zudem lohnt ein Blick auf alte, verwaiste Bereiche der Website. Ein vergessenes Gästebuch oder ein inaktives Forum zieht oft besonders viel Spam an. Daher schließen oder archivieren Sie solche Bereiche, wenn Sie sie nicht mehr betreuen.

Worauf achten Sie bei Cloaking und irreführenden Weiterleitungen?

Cloaking bedeutet, Google andere Inhalte zu zeigen als Besuchern. Eine irreführende Weiterleitung schickt Nutzer auf eine unerwartete Seite. Diese Art der Maßnahme entsteht manchmal nicht absichtlich, sondern durch eine gehackte Website.

Prüfen Sie also zunächst, ob die Website kompromittiert ist. Eine Weiterleitung, die zum Beispiel nur für mobile Nutzer oder nur für Besucher aus der Suche greift, deutet oft auf eingeschleusten Schadcode hin. Danach prüfen Sie Theme Dateien, Plugins und Weiterleitungsregeln des Servers einzeln. Zudem vergleichen Sie mit dem URL Prüftool die Sicht von Google mit Ihrer Browseransicht.

Nach der Bereinigung ändern Sie Adminpasswörter und schließen ungenutzte Konten. Haben Sie ein Backup eingespielt, stellen Sie außerdem sicher, dass es vor der Infektion entstand. So kehrt das Problem nicht nach wenigen Tagen zurück.

Für defekte oder unerwartete Linkziele bietet unser Broken Link Checker einen schnellen Einstieg.

Wie ermitteln Sie die betroffenen URL Muster?

Die Beschreibung im Bericht nennt den betroffenen Bereich oft nur allgemein. Deshalb grenzen Sie die Problemmuster zunächst mit eigenen Daten ein. Ein Blogverzeichnis, ein Tagarchiv oder eine Subdomain können zum Beispiel jeweils ein eigenes Muster sein.

Führen Sie zuerst die URLs aus der Sitemap und dem Leistungsbericht in einer Tabelle zusammen. Dann gruppieren Sie sie nach Verzeichnis und vergleichen, wann jede Gruppe eingebrochen ist. Zudem ergänzen Sie Titel, Wortzahl und Weiterleitungsstatus aus einem Crawler. Somit treten dünne oder verdächtige Seiten von selbst hervor.

Google weist allerdings darauf hin, dass nicht jede Seite eines Musters zwingend betroffen ist. Die Tabelle liefert also eine Reihenfolge, keine endgültige Liste. Bereinigen Sie dennoch das ganze Muster, sinkt das Risiko übersehener Seiten.

Was müssen Sie vor dem Überprüfungsantrag beheben?

Die Hilfeseite gibt eine klare Reihenfolge vor. Zunächst beheben Sie das Problem auf allen betroffenen Seiten. Bei mehreren Maßnahmen beheben Sie alle. Außerdem stellen Sie sicher, dass Google die Seiten erreicht. Sie dürfen nicht hinter einem Login, einer Paywall, robots.txt oder noindex liegen.

Dieser Punkt wird oft übersehen. Setzen Sie zum Beispiel Problemseiten vorübergehend auf noindex, sieht der Prüfer Ihre Korrektur nicht. Zudem schreibt Google, dass eine teilweise Korrektur keine teilweise Wiederherstellung bringt. Kurz gesagt führt eine halbe Bereinigung meist zur Ablehnung.

  • Listen Sie jedes betroffene URL Muster auf.
  • Halten Sie die Änderung je Muster fest.
  • Testen Sie die Erreichbarkeit mit dem URL Prüftool.
  • Führen Sie ein Arbeitsprotokoll mit Datum, Maßnahme und Beleg.

Bitten Sie schließlich eine Kollegin oder einen Kollegen, die betroffenen Seiten unabhängig durchzusehen. Ein frischer Blick entdeckt oft, was Sie selbst nicht mehr bemerken.

Wie schreiben Sie einen Überprüfungsantrag für eine manuelle Maßnahme?

Bei jeder Maßnahme finden Sie im Bericht die Schaltfläche „Überprüfung anfordern“. Im Antrag nennen Sie drei Dinge klar: das genaue Problem, Ihre Schritte zur Behebung und das Ergebnis. Genau diese drei Punkte empfiehlt auch Google.

Ein guter Antrag ist kurz, aber belegt. Als Beispielszenario nehmen wir an, example.com hat eine Maßnahme wegen unnatürlicher Links erhalten. Im Antrag schreiben Sie, wann die gekauften Links entstanden sind, wie viele Domains Sie kontaktiert haben, wie viele Links entfernt wurden und dass der Rest im Disavow Tool steht. Dann verlinken Sie Ihr Kontaktprotokoll als freigegebenes Dokument.

  1. Räumen Sie das Problem ehrlich ein und erklären Sie die Ursache.
  2. Listen Sie Ihre Korrekturen Punkt für Punkt auf.
  3. Verlinken Sie ein öffentlich lesbares Belegdokument.
  4. Beschreiben Sie, was Sie gegen eine Wiederholung geändert haben.

Anträge, die alle Schuld auf eine frühere Agentur schieben, vage bleiben oder Textbausteine nutzen, wirken schwach. Halten Sie Ihren Antrag deshalb konkret.

Wie bereiten Sie das Belegdokument vor?

Die Stärke Ihres Antrags hängt direkt an den Belegen. Der Prüfer versteht Ihre Arbeit nur über das, was Sie schreiben und teilen. Daher halten Sie das Dokument übersichtlich, lesbar und über einen öffentlichen Link erreichbar.

  • Eine Liste der Problem URLs oder Domains mit der jeweiligen Maßnahme.
  • Datum und Antwort jeder Entfernungsanfrage.
  • Gelöschte, gebündelte oder neu geschriebene Seiten.
  • Geänderte Dateien bei einer Sicherheitsbereinigung.
  • Der Prozess, den Sie gegen eine Wiederholung eingeführt haben.

Prüfen Sie zuerst die Freigabe, denn ein Dokument hinter einem Login nützt dem Prüfer nichts. Außerdem lassen Sie personenbezogene Daten, Passwörter und Kundendaten weg. Eine kurze Übersichtstabelle am Anfang hilft ebenfalls. So sieht der Prüfer die Summen sofort.

Wie lange dauert die Überprüfung und was tun Sie in der Zwischenzeit?

Laut Google dauern die meisten Überprüfungen einige Tage oder Wochen. Bei Links kann es länger dauern. Sie erhalten eine E-Mail, wenn der Antrag eingeht, und eine weitere, wenn die Prüfung abgeschlossen ist. Allerdings senden Sie keinen neuen Antrag, solange einer offen ist.

Sie müssen Ihre Website in der Wartezeit nicht einfrieren. Andererseits vermeiden Sie Änderungen, die Ihre Korrekturen rückgängig machen. Zudem prüfen Sie regelmäßig die Nachrichten. So reagieren Sie sofort, wenn das Ergebnis kommt.

Die Zeit eignet sich außerdem für andere Verbesserungen. Beheben Sie zum Beispiel technische Fehler oder planen Sie Ihren Redaktionsplan. Für den Trafficverlauf nutzen Sie die Vergleichsmethode aus unserem Leitfaden zur Analyse von Traffic Einbrüchen.

Was tun Sie, wenn Ihr Antrag abgelehnt wird?

Eine Ablehnung ist nicht das Ende. Die Nachricht sagt meist, dass weiterhin Probleme bestehen, und zeigt manchmal Beispiele. Zunächst finden Sie also heraus, zu welchem Muster diese Beispiele gehören. Dann prüfen Sie jede Seite dieses Musters erneut.

Haben Sie zum Beispiel in Runde eins nur offensichtliche Netzwerke entfernt, betrachten Sie in Runde zwei die Verteilung der Ankertexte und seitenweite Footerlinks. Danach schreiben Sie einen neuen Antrag und nennen klar, was sich seit dem ersten geändert hat. Denselben Text erneut zu senden, ändert nichts.

Bleiben Sie sachlich, denn ein Mensch liest Ihren Antrag. Kommen Sie nach einigen Runden trotzdem nicht weiter, lohnt sich Hilfe von außen. Wenn wir das Problem auf Ihrer Website beheben und den Prozess begleiten sollen, fordern Sie auf unserer Seite zur SEO Beratung ein Angebot an. Allerdings kann kein Team das Ergebnis garantieren.

Notieren Sie außerdem jede Runde mit Datum und Inhalt im Arbeitsprotokoll. So erkennen Sie später, welche Schritte gewirkt haben. Zudem zeigt das Protokoll dem Prüfer bei Bedarf, wie ernsthaft Sie das Problem über mehrere Runden bearbeitet haben.

Kehren die Rankings nach Aufhebung der manuellen Maßnahme sofort zurück?

Nein, es gibt weder eine garantierte Rückkehr noch einen festen Zeitraum. Google teilt mit, dass die Maßnahme aufgehoben ist, wenn Ihre Website konform ist. Beruhten frühere Rankings aber auf den Signalen, die zur Maßnahme führten, erreichen sie das alte Niveau womöglich nicht.

Beispielszenario: Eine Website verdankte ihr Ranking großteils gekauften Links. Sind diese entwertet, fällt auch die Grundlage der alten Position weg. Anders gesagt endet die Maßnahme, aber die künstliche Stütze kommt nicht zurück. Deshalb sichern Sie die Erholung mit echten Inhalten und natürlichem Linkaufbau.

Wählen Sie für die Messung einen fairen Vergleich. Legen Sie zum Beispiel drei gleich lange Zeiträume fest: vor, während und nach der Maßnahme. Dann vergleichen Sie Klicks und Impressionen. Somit verwechseln Sie saisonale Schwankungen nicht mit der Maßnahme.

Welche häufigen Fehler verlängern eine manuelle Maßnahme?

Die Fehler, die wir in der Praxis am häufigsten sehen, ziehen den Prozess unnötig in die Länge. Manche führen sogar zu einer neuen Maßnahme.

  • Eine neue Domain öffnen und Inhalte umziehen. Das gilt als Versuch, das System zu umgehen, und löst das Problem nicht.
  • Fremden Zugang geben, die gegen Geld eine Aufhebung versprechen.
  • Alle Links ohne Prüfung entwerten.
  • Den Antrag stellen, bevor die Korrektur fertig ist.
  • Einen zweiten Antrag senden, solange einer offen ist.

Kurz gesagt führen Abkürzungen meist auf längere Wege. Daher ist der regelkonforme Weg der schnellste.

In welcher Reihenfolge gehen Sie bei mehreren Maßnahmen vor?

Die offizielle Regel ist eindeutig: Bei mehreren Maßnahmen beheben Sie alle. Trotzdem lohnt eine Priorisierung. Eine seitenweite Maßnahme kommt zum Beispiel vor einer, die nur ein Verzeichnis betrifft.

Wir beginnen meist mit Problemen, die Nutzer direkt gefährden, etwa Sicherheit und Cloaking. Danach folgen Inhalte und zuletzt die Linkbereinigung, denn sie dauert am längsten. Dann bereiten Sie für jede Maßnahme eine eigene Arbeitstabelle und einen eigenen Antragstext vor. Dennoch senden Sie die Anträge am sichersten erst, wenn alle Korrekturen fertig sind.

Ebenso hilft es, jeder Maßnahme eine verantwortliche Person zuzuordnen. Die Redaktion übernimmt zum Beispiel Inhalte, ein SEO Spezialist die Links und die Entwicklung die Sicherheit. Alle Ergebnisse fließen dennoch in eine zentrale Tabelle. Deshalb behalten Sie jederzeit den Überblick über offene und erledigte Punkte.

Wie beugen Sie einer weiteren manuellen Maßnahme vor?

Die beste Heilung ist, gar keine zu bekommen. Deshalb legen Sie einen festen Prüfrhythmus fest. Außerdem hinterfragen Sie bei jedem Wechsel von Agentur oder Freelancer die bisherige Linkarbeit.

  • Lassen Sie Benachrichtigungen der Search Console aktiviert.
  • Prüfen Sie den Linkbericht monatlich.
  • Moderieren Sie jedes Formular, das Nutzerinhalte annimmt.
  • Prüfen Sie neue Inhaltsvorlagen vor dem Start auf Qualität.
  • Halten Sie Plugins und Themes aktuell.

Informieren Sie zudem Ihr Team über Angebote zum Linkkauf. Manchmal beginnt eine Maßnahme mit einer Entscheidung im Marketing, von der der Inhaber nichts wusste. Eine schriftliche Linkrichtlinie senkt dieses Risiko deutlich. Für eine stabile Struktur lesen Sie unseren Leitfaden zur internen Verlinkung.

Wen sollten Sie bei einer manuellen Maßnahme um Hilfe bitten?

Ist die Maßnahme klein und die Ursache klar, können Sie den Prozess mit diesem Leitfaden selbst steuern. Andererseits sparen Tausende unbekannte Links, eine gehackte Website oder mehrere Maßnahmen viel Zeit, wenn ein erfahrenes SEO Team hilft.

Wählen Sie sorgfältig. Meiden Sie alle, die ein garantiertes Ergebnis versprechen, Ihr Passwort ohne Erklärung verlangen oder einen Domainumzug vorschlagen. Stattdessen geben Sie eingeschränkten Zugriff auf die Search Console und verlangen ein Protokoll jedes Schritts. Fordern Sie außerdem einen schriftlichen Plan für die erste Woche an, in dem Analyse, Bereinigung, Belege und Antrag getrennt stehen. Kurz gesagt ist Transparenz das erste Zeichen des richtigen Partners.

Wie sichern Sie eine dauerhafte Erholung nach einer manuellen Maßnahme?

Mit der Aufhebung endet die Arbeit nicht; die eigentliche Arbeit beginnt dann. Zunächst beobachten Sie die betroffenen Seiten mit einem eigenen Filter. Danach konzentrieren Sie sich auf Arbeit, die die Qualität steigert und natürliche Links bringt.

Auf einer Website mit minderwertigen Inhalten reichern Sie zum Beispiel die verbliebenen Seiten nach dem Bündeln mit echten Nutzerfragen an. Zudem richten Sie einen Monatsbericht ein, der bestätigt, dass alte Probleme nicht zurückkehren. Schließlich archivieren Sie Ihre Arbeitstabelle. Tritt später ein ähnliches Problem auf, spart dieser Nachweis Zeit und hilft neuen Teammitgliedern.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Läuft eine manuelle Maßnahme von selbst ab?
Verlassen Sie sich nicht darauf. Eine manuelle Maßnahme wird in der Regel aufgehoben, nachdem Sie das Problem behoben und einen Überprüfungsantrag gestellt haben. Findet der Prüfer Ihre Website konform, hebt Google die Maßnahme auf und meldet das in der Search Console. Beheben Sie deshalb jede betroffene Seite und belegen Sie Ihre Arbeit klar.
Wie lange dauert ein Überprüfungsantrag?
Laut Google dauern die meisten Überprüfungen einige Tage oder Wochen, bei Links auch länger. Sie erhalten eine E-Mail beim Eingang des Antrags und eine weitere nach Abschluss der Prüfung. Senden Sie keinen neuen Antrag, solange einer offen ist, denn das beschleunigt nichts und sorgt nur für Verwirrung.
Hilft ein Umzug auf eine neue Domain?
Nein, davon raten wir ab. Abgestrafte Inhalte auf eine neue Domain zu verschieben, kann als Versuch gelten, das System zu umgehen, und behebt die Ursache nicht. Der richtige Weg ist, das Problem auf der bestehenden Website zu lösen und eine Überprüfung anzufordern. So schaffen Sie kein zusätzliches Risiko.
Reicht eine Datei für das Disavow Tool allein aus?
Meist nicht. Google möchte, dass Sie zuerst versuchen, Links an der Quelle entfernen zu lassen. Das Entwerten ergänzt diesen Schritt für Links, die sich nicht entfernen lassen. Ihr Antrag wirkt stärker, wenn er beide Bemühungen mit Belegen zeigt. Prüfen Sie die Liste außerdem sorgfältig, damit Sie keine guten Links entwerten.
Kommen meine Rankings nach der Aufhebung zurück?
Eine garantierte Rückkehr gibt es nicht. Nach der Aufhebung entfällt die Einschränkung, doch Rankings, die auf entfernten Signalen wie gekauften Links beruhten, erreichen das alte Niveau womöglich nicht. Stützen Sie die Erholung mit guten Inhalten und natürlichen Links und beobachten Sie betroffene Seiten mit einem eigenen Filter.
Woran erkenne ich, ob eine manuelle Maßnahme vorliegt?
Sie sehen es im Bericht „Manuelle Maßnahmen“ der Search Console. Dort stehen die Zahl der aktiven Maßnahmen und eine Beschreibung jeder einzelnen, zudem erscheint eine Nachricht im Nachrichtenbereich. Ist der Bericht leer, ist Ihr Rückgang höchstwahrscheinlich algorithmisch, und ein Überprüfungsantrag ist dann nicht der richtige Weg.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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