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SEO Text auf Kategorieseiten: Bringt er etwas? Position, Länge und Aufbau

Talha Aslan 17 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Bringt ein SEO Text auf Kategorieseiten wirklich etwas?

Ein SEO Text auf Kategorieseiten ist ein kurzer Abschnitt über oder unter dem Produktraster, der die Kategorie aus Sicht der Käufer erklärt. Allein sorgt er nicht für Rankings. Wirksam ist ein Text, der die Auswahl erleichtert, eigene Informationen liefert und auf passende Unterkategorien verweist; mit Keywords vollgestopfte Vorlagentexte können schaden.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Wir bei Talha Aslan und Team hören diese Frage in fast jedem E-Commerce Projekt. Manche Shopbetreiber setzen unter jede Kategorie einen langen Aufsatz und erwarten, dass die Rankings dann von selbst kommen. Andere halten solche Texte für überflüssig. In diesem Leitfaden zeigen wir den realistischen Weg dazwischen: Position, Länge, Aufbau und Messung, Schritt für Schritt.

Was genau ist ein SEO Text auf Kategorieseiten?

Eine Kategorieseite bündelt gleichartige Produkte in einer Liste. Zum Beispiel zeigt die Kategorie "Laufschuhe für Herren" in einem Shop Dutzende Modelle auf einen Blick. Der Kategorietext ist der beschreibende Abschnitt, der diese Liste begleitet. Meist steht er als kurze Einleitung unter der Überschrift, manchmal auch als ausführlicher Ratgeber am Seitenende.

Der Text hat zwei Aufgaben. Zunächst erklärt er Besuchern, was sie vor sich haben: Welche Produkte gehören dazu, für wen eignen sie sich, auf welche Unterschiede kommt es an? Außerdem zeigt er Suchmaschinen Thema und Umfang der Seite. Das ist wichtig, denn Produktkacheln enthalten meist nur Name, Preis und Bild und liefern damit kaum aussagekräftigen Text.

Daher hilft es, den Kategorietext wie die kurze Notiz eines Verkaufsberaters am Regal zu sehen, nicht wie ein SEO Pflaster. Den Aufbau der Kategoriestruktur selbst behandeln wir in unserem Leitfaden zur Kategoriestruktur für große Websites.

Was sagt Google offiziell zu Kategorietexten?

Google veröffentlicht keine eigene Regel für Kategoriebeschreibungen. Deshalb raten wir zur Vorsicht bei pauschalen Aussagen wie "Google verlangt Kategorietexte" oder "Kategorietexte bringen nichts mehr". Was es gibt, sind offizielle Dokumente mit allgemeinen Grundsätzen, und die sind durchaus hilfreich.

Googles Dokumentation zur Struktur von E-Commerce Websites beschreibt Kategorieseiten als Verlinkungsebene zwischen Menü und Produkten. Sie empfiehlt, dass Kategorieseiten direkt auf Produkte verlinken, und zwar mit Standardlinks über das a Element mit href Attribut. Zudem nennt sie als wichtigste Grundregel für E-Commerce, nützliche und interessante Inhalte mit echtem Wert für Nutzer zu erstellen.

Andererseits ist Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten bei der Länge eindeutig: Google bevorzugt keine bestimmte Wortzahl. Das heißt, der Wert eines Kategorietexts entsteht durch zusätzliche Information, nicht durch Umfang. Zusammen gelesen ergeben beide Dokumente ein klares Bild: Der Text ist eine unterstützende Ebene für Produkte und Links.

Wann macht ein Kategorietext einen echten Unterschied?

Nach unserer Erfahrung hilft ein Kategorietext vor allem dann, wenn Produktkacheln das Thema nicht allein erklären können. Das gilt besonders in Kategorien, in denen Käufer unsicher sind. Eine gute Beschreibung unterstützt dort sowohl die Conversion als auch die Verständlichkeit der Seite.

  • Technische Produkte: Kategorien, in denen Maße, Material oder Kompatibilität entscheiden.
  • Breite Kategorien: Oberkategorien, die mehrere Produkttypen zusammenfassen.
  • Ähnliche Namen: Seiten wie "Campingstühle" und "Strandstühle", die Käufer verwechseln.
  • Ratgeberabsicht: Fälle, in denen Suchanfragen wie "welches Modell soll ich wählen" auf einer Kategorie landen.

Zum Beispiel prägen in einer Matratzenkategorie Härtegrade, Größenstandards und Materialunterschiede die Kaufentscheidung. Eine kurze, geordnete Übersicht erspart Besuchern, ein Produkt nach dem anderen zu öffnen. Somit wird aus einer reinen Liste ein echtes Auswahlwerkzeug.

Ähnliches beobachten wir bei Elektronikzubehör, Gartengeräten oder Arbeitskleidung, wo Kompatibilität und Größe den Ausschlag geben. Dort beantwortet schon ein knapper Vergleichshinweis die Frage des Käufers, bevor er eine Produktseite öffnet.

Wann ist ein Kategorietext vergebliche Mühe?

Nicht jede Kategorie braucht einen Text. Wenn Besucher genau wissen, was sie suchen, und die Unterschiede auf den Bildern sichtbar sind, liest kaum jemand lange Absätze. Außerdem lohnt sich der Aufwand selten für Kategorien mit sehr wenigen Produkten oder solche, die Sie bald schließen.

Die häufigste Form verschwendeter Mühe ist ein allgemeiner Absatz, der den Kategorienamen immer wieder aufgreift. Ein Satz wie "Entdecken Sie die besten Laufschuhe für Herren zu den besten Preisen in unserem Shop" sagt dem Leser nichts Neues. Zudem wirkt die gesamte Website dünn, sobald sich dieses Muster über alle Kategorien zieht.

Deshalb empfehlen wir, zuerst Prioritäten zu setzen. Beginnen Sie mit Kategorien, die viel Suchpotenzial, echten Wettbewerb und beratungsbedürftige Käufer haben. Für die übrigen reicht oft ein klarer Satz zur Einordnung. Mehr zur Wirkung schwacher Seiten lesen Sie in unserem Leitfaden zu Thin Content.

Wo sollte der SEO Text auf Kategorieseiten stehen?

Am ausgewogensten ist eine Zweiteilung. Über das Produktraster setzen Sie eine Einleitung von zwei oder drei Sätzen, den ausführlichen Ratgeber dagegen unter die Liste. So erreichen Käufer die Produkte sofort, und wer mehr wissen möchte, findet es weiter unten.

Ein zu langer oberer Abschnitt ist der Fehler, den wir am häufigsten sehen. Füllt Text auf dem Smartphone den gesamten ersten Bildschirm, sehen Besucher keine Produkte und springen womöglich ab. Allerdings ist es ebenso falsch, den Text ganz unten direkt über dem Footer zu verstecken. Dort sieht ihn niemand, und er wirkt wie reiner Text für Suchmaschinen.

PositionVorteilRisikoGeeignet für
Kurze Einleitung über dem RasterKlärt das Thema sofortSchiebt Produkte nach unten, wenn zu langDefinition und Orientierung in 2 bis 3 Sätzen
Ratgeber unter dem RasterBlockiert den Produktzugang nichtGeringere LesequoteAuswahlkriterien, Vergleiche
Akkordeon oder TabsHält die Ansicht aufgeräumtWichtige Fakten bleiben unbemerktGrößentabellen, Pflegehinweise
FAQ Block zur KategorieBeantwortet echte Fragen direktVorlagenfragen bringen nichtsHäufige Kundenfragen

Kurz gesagt ist die Position eine Designentscheidung. Denken Sie zuerst an den Weg des Käufers und platzieren Sie den Text dann so, dass er diesen Weg nicht stört.

Ist Text im Akkordeon oder hinter "Mehr lesen" ein Problem?

Aufklappbare Bereiche zur Verbesserung der Nutzererfahrung sind kein Problem. Googles Spamrichtlinien nennen bei der Beschreibung von verstecktem Text ausdrücklich Akkordeons und Inhalte mit Tabs als zulässige Beispiele. Ein "Mehr lesen" Button ist also für sich genommen kein Risiko.

Problematisch sind technische Tricks, die Text vor Menschen verbergen. Dieselbe Richtlinie nennt als Beispiele, Text per CSS außerhalb des sichtbaren Bereichs zu positionieren oder Schriftgröße beziehungsweise Deckkraft auf null zu setzen. Solche Methoden liefern Suchmaschinen Text, den Besucher nicht sehen; die Richtlinie stuft das als Verstoß ein.

Unsere Faustregel ist einfach. Wenn Besucher den Text mit einem Tippen öffnen und lesen können und der Abschnitt ihnen tatsächlich hilft, sind Sie auf der sicheren Seite. Steht der Text dagegen nur für Suchmaschinen da, bringt er keinen Mehrwert, ganz gleich, wie Sie ihn anzeigen. Die eigentliche Frage lautet also nicht "ist er versteckt", sondern "ist er für den Leser".

Wie lang sollte ein Kategorietext sein?

Eine feste richtige Zahl gibt es nicht. Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten weist die Vorstellung einer bevorzugten Wortzahl direkt zurück. Daher jagen Regeln wie "500 Wörter pro Kategorie" einer Zahl statt der Qualität hinterher und erzeugen oft Fülltext.

Stellen Sie die Frage stattdessen andersherum: Was muss ein Käufer wissen, um in dieser Kategorie zu entscheiden? In einer einfachen Kategorie passt das in wenige Sätze. In einer technischen Kategorie verlangen Auswahlkriterien, Größenerklärungen und Einsatzbereiche dagegen ganz natürlich einen längeren Ratgeber.

Als Startbereich aus der Praxis, ohne Garantie, empfehlen wir: Die obere Einleitung bleibt bei wenigen Sätzen, der untere Ratgeber wächst nur, solange jeder Absatz neue Information liefert. Die Länge prüfen Sie mit unserem Wörterzähler. Der Maßstab bleibt allerdings nie die Zahl selbst, sondern der Nutzen für den Leser.

Warum sind Vorlagentexte für Kategorien riskant?

Ein Vorlagentext nutzt in jeder Kategorie dieselbe Satzstruktur und tauscht nur den Kategorienamen aus. Bei Shops mit Hunderten Kategorien wirkt das zeitsparend. Am Ende verteilen sich allerdings nahezu identische Absätze auf Dutzende Seiten, und keiner davon sagt etwas Eigenes.

Googles Spamrichtlinien beschreiben den Missbrauch skalierter Inhalte als das massenhafte Erstellen von Seiten vor allem zur Manipulation von Rankings. Dasselbe Dokument nennt Keyword Stuffing als eigenen Verstoß. Vorlagentexte für Kategorien rücken schnell in die Nähe beider Definitionen, vor allem wenn der Kategoriename unnatürlich oft auftaucht.

Zudem verstärken fast gleiche Texte das Problem doppelter Inhalte. Die Details erklären wir in unserem Leitfaden zu Duplicate Content. Kurz gesagt: Eigene Texte für zehn wichtige Kategorien sind deutlich gesünder als derselbe Text in hundert Kategorien.

Welchen Aufbau sollte ein SEO Text auf Kategorieseiten haben?

Ein guter Kategorietext folgt einem klaren Gerüst. Dieses Gerüst beantwortet die Fragen des Lesers der Reihe nach, und jeder Teil erfüllt eine eigene Aufgabe. Den folgenden Aufbau nutzt unser Team als Ausgangspunkt in E-Commerce Projekten.

  1. Kurze Definition: Sagen Sie in ein bis zwei Sätzen, was die Kategorie enthält.
  2. Für wen geeignet: Beschreiben Sie, welchen Zweck oder Bedarf die Produkte erfüllen.
  3. Auswahlkriterien: Erklären Sie drei bis fünf zentrale Unterschiede.
  4. Unterkategorien: Verlinken Sie engere Seiten für speziellere Bedürfnisse.
  5. Häufige Fragen: Beantworten Sie kurz die Fragen, die der Kundenservice wirklich erhält.
  6. Ergänzende Hinweise: Fügen Sie Pflege, Größen oder Rückgabe hinzu, wenn das die Entscheidung erleichtert.

In diesem Aufbau gehört der erste Punkt in die obere Einleitung, die übrigen in den Ratgeber unter dem Raster. So finden schnelle Entscheider und gründliche Rechercheure gleichermaßen, was sie brauchen. Außerdem trägt jeder Teil eine eigene Zwischenüberschrift, sodass Leser den Text überfliegen und direkt zum passenden Abschnitt springen.

Beispielszenario: Wie bauen Sie den Text für eine Laufschuhkategorie auf?

Als Beispielszenario nehmen wir einen Sportshop unter example.com. Seine Kategorie "Laufschuhe für Herren" listet Hunderte Produkte, und Besucher tun sich schwer, das passende Modell zu erkennen.

In die obere Einleitung schreiben Sie zwei Sätze in dieser Art: In dieser Kategorie finden Sie Laufschuhe für Herren für Straße, Trail und Laufband. Mit den Filtern für Untergrund und Distanz grenzen Sie die Auswahl ein. Danach folgt das Produktraster.

Der Ratgeber unter dem Raster erklärt dann, worin sich Untergründe unterscheiden und was Sprengung und Dämpfung bedeuten. Außerdem behandelt er, worauf Sie bei der Größenwahl achten, und gibt allgemeine Hinweise zur Haltbarkeit. Jeder Abschnitt verlinkt die passende Unterkategorie; konkret führt der Abschnitt zum Traillauf direkt auf diese Unterseite.

Nirgends enthält dieser Text leere Behauptungen wie "am günstigsten" oder "höchste Qualität". Stattdessen beantwortet er die Frage des Käufers. Wie Sie die Texte auf Produktseiten schreiben, zeigen wir in unserem Leitfaden für SEO Produktbeschreibungen.

Wie platzieren Sie Keywords im Kategorietext?

Meist genügt das Hauptkeyword im Title Tag, in der H1 und im ersten Satz der Einleitung. Im restlichen Text tauchen dann Synonyme und verwandte Begriffe ganz natürlich auf. Zum Beispiel stärken in einer Laufschuhkategorie Wörter wie "Dämpfung", "Laufsohle", "Trail" und "Größe" das Thema ohnehin.

Den Kategorienamen in jedem Satz zu wiederholen, rückt in die Nähe des Keyword Stuffing, das Google beschreibt. Lesen Sie Ihren Entwurf deshalb laut vor. Klingt eine Wiederholung unnatürlich, streichen Sie sie oder ersetzen Sie sie durch ein Pronomen.

Einen groben Überblick über die Dichte gibt Ihnen unser Tool zur Keyword Dichte. Sehen Sie es allerdings als Kontrolle, nicht als Alarmsignal. Das eigentliche Ziel ist, die Sprache abzubilden, die Käufer bei der Suche verwenden.

Welche internen Links gehören in den Kategorietext?

Der Kategorietext ist ein wichtiger Knoten im internen Linknetz einer Website. Googles E-Commerce Dokumentation hält fest, dass die relative Bedeutung einer Seite innerhalb der Website steigt, je mehr interne Links auf sie zeigen. Folglich sollte jeder Link im Text eine bewusste Entscheidung sein.

  • Unterkategorien: Links, die Leser zu einem engeren Bedarf führen.
  • Nachbarkategorien: Links zu ähnlichen, aber anderen Produktgruppen.
  • Ratgeber: Links zu Blogbeiträgen, die den Auswahlprozess vertiefen.
  • Ausgewählte Produkte: wenige Links zu echten Bestsellern mit gutem Lagerbestand.

Der Ankertext sollte das Ziel klar beschreiben, also etwa "Trailschuhe" statt "hier klicken". Setzen Sie Links außerdem mit Standardlinks über das a Element; eine Navigation, die nur auf JavaScript Ereignisse setzt, crawlt Google womöglich nicht. Die vollständige Strategie finden Sie in unserem Leitfaden zur internen Verlinkung.

Sollte der Kategorietext auf Filter und Folgeseiten erscheinen?

Unsere allgemeine Empfehlung: Zeigen Sie den ausführlichen Text nur auf der Hauptadresse der Kategorie. Steht derselbe lange Text auch auf gefilterten Adressen sowie auf Seite zwei und drei, entstehen nahezu identische Seiten. Dann bleibt unklar, welche Adresse die eigentliche ist.

Googles Dokumentation zur Facettennavigation erklärt, dass Filteradressen zu übermäßigem Crawling führen können. Sie empfiehlt, das Crawling von Filteradressen zu unterbinden, die nicht in den Index gehören. Zudem rät sie, für Filterkombinationen ohne Ergebnisse einen 404 Statuscode auszugeben. Entscheiden Sie also zuerst, welche Filterseiten überhaupt in den Index gehören, bevor Sie Text dafür schreiben.

Manche Filterkombinationen entsprechen echter Suchnachfrage, etwa "wasserdichte Laufschuhe". Dann ist es gesünder, daraus eine eigenständige Unterkategorie mit eigener Überschrift und eigenem Kurztext zu machen. Details lesen Sie in unserem Leitfaden zur Facettennavigation und im Beitrag zur Paginierung.

Was unterscheidet Kategorietext und Produktbeschreibung?

Eine Produktbeschreibung erklärt die Merkmale eines einzelnen Produkts. Der Kategorietext erklärt dagegen die gemeinsame Logik einer Produktgruppe. Diese Trennung ist wichtig, denn wenn beide Texte dieselben Fakten wiederholen, langweilen sich Leser, und die Seiten ähneln sich immer stärker.

Im Kategorietext haben produktbezogene Sätze wie "dieses Modell hat eine Gummisohle" nichts verloren. Stattdessen schreiben Sie Sätze, die die Auswahllogik erklären, etwa "das Sohlenmaterial beeinflusst Gewicht und Haltbarkeit". Dann vergleichen Leser die Produkte nach diesem Kriterium und sehen die Details auf der Produktseite.

Diese Aufteilung vereinfacht auch die interne Verlinkung. Die Kategorieseite beantwortet "worauf sollte ich achten", die Produktseite "passt dieses Modell zu mir". Somit konkurrieren beide Seiten nicht um dieselbe Suchabsicht. Für den größeren Rahmen empfehlen wir zudem unseren Leitfaden zu E-Commerce SEO für Produkt und Kategorieseiten.

Wie messen Sie die Wirkung von SEO Text auf Kategorieseiten in der Search Console?

Ob der Text wirkt, sollten Sie anhand von Daten sehen, nicht durch Vermutungen. Dafür nutzen Sie den Leistungsbericht (Performance) in der Search Console. Wählen Sie die Kategorieadresse über den Seitenfilter aus und vergleichen Sie dann den Zeitraum vor und nach der Veröffentlichung.

  1. Notieren Sie das Datum, an dem Sie den Text veröffentlichen.
  2. Öffnen Sie den Leistungsbericht und wählen Sie die Kategorieadresse über den Seitenfilter.
  3. Stellen Sie mit dem Datumsvergleich zwei gleich lange Zeiträume nebeneinander.
  4. Prüfen Sie Impressionen, Klicks und durchschnittliche Position je Suchanfrage.
  5. Listen Sie Longtail Anfragen auf, die neu auftauchen.

Werten Sie nicht vorschnell aus, denn Google braucht unter Umständen Zeit, um die Änderung zu bemerken und die Seite neu zu bewerten. Berücksichtigen Sie zudem Saisonalität und Aktionszeiträume. Notieren Sie außerdem andere Änderungen im selben Zeitraum, sonst schreiben Sie den Effekt womöglich der falschen Ursache zu. Für den Einstieg zeigt unsere Search Console Anleitung für Einsteiger die wichtigsten Ansichten.

Ist es ein Problem, Kategorietexte mit KI zu schreiben?

Ein KI Werkzeug zu nutzen ist für sich genommen kein Problem. Googles Spamrichtlinien zielen beim Missbrauch skalierter Inhalte auf massenhaft erstellte Seiten mit wenig Mehrwert, unabhängig davon, wie sie entstehen. Das heißt, entscheidend ist der Wert des Ergebnisses, nicht das Werkzeug.

Riskant ist es, mit einem einzigen Prompt allgemeine Texte für Hunderte Kategorien zu erzeugen und sie unbearbeitet zu veröffentlichen. Dabei entstehen meist fast identische Absätze, die den Kategorienamen wiederholen und keine echte Information enthalten. Außerdem kennen solche Texte die tatsächlichen Unterschiede in Ihrem Sortiment nicht.

Ein gesunder Einsatz sieht so aus: Zunächst sammeln Sie echte Fakten beim Produktteam oder im Kundenservice. Dann nutzen Sie KI, um einen Entwurf zu formen. Schließlich prüft jemand, der die Produkte kennt, den finalen Text. So gewinnen Sie Tempo, ohne auf Eigenständigkeit zu verzichten.

Welche Fehler passieren bei Kategorietexten am häufigsten?

Die Fehler, die wir in der Praxis sehen, ähneln sich stark. Meist entstehen sie, weil der Text für Suchmaschinen statt für Leser entsteht. Die folgende Liste fasst zusammen, was Sie vor der Veröffentlichung prüfen sollten.

  • Die obere Einleitung so lang machen, dass die Produkte aus dem ersten Bildschirm rutschen.
  • Den Kategorienamen in jedem Satz wiederholen.
  • In allen Kategorien dieselbe Vorlage verwenden.
  • Text durch winzige Schrift oder hintergrundnahe Farben fast unsichtbar machen.
  • Denselben langen Text auf Filter und Folgeseiten wiederholen.
  • Unbelegte Behauptungen und leere Superlative wie "das Beste" verwenden.
  • Den Text einmal schreiben und bei Sortimentsänderungen nie anpassen.

Die meisten dieser Fehler beheben Sie mit kleinen Korrekturen. Bei Shops mit Hunderten Kategorien brauchen Sie allerdings zuerst eine Bestandsaufnahme und arbeiten diese dann nach Priorität ab.

Wie führen Sie Kategorietexte Schritt für Schritt ein?

Wir empfehlen, Kategorietexte in einem geplanten Prozess zu veröffentlichen, nicht alle auf einmal. So sichern Sie die Qualität und können die Wirkung messen. Die folgende Reihenfolge ist der Kernablauf, dem unser Team folgt.

  1. Ordnen Sie Kategorien nach Suchpotenzial und Umsatzbeitrag.
  2. Wählen Sie fünf bis zehn wichtige Kategorien für die erste Runde.
  3. Sammeln Sie für jede Kategorie Kundenfragen und Auswahlkriterien.
  4. Entwerfen Sie die obere Einleitung und den Ratgeber unter dem Raster.
  5. Ergänzen Sie beschreibende interne Links zu Unterkategorien und Ratgebern.
  6. Prüfen Sie, ob auf dem Smartphone weiterhin Produkte im ersten Bildschirm erscheinen.
  7. Notieren Sie das Veröffentlichungsdatum und vergleichen Sie einige Wochen später die Daten in der Search Console.
  8. Planen Sie die nächste Runde anhand der Ergebnisse.

Der Messschritt ist der wichtigste. Jeder Shop hat eine andere Kategoriestruktur und Zielgruppe; deshalb liefert eine Länge oder Position, die anderswo funktioniert, bei Ihnen nicht zwingend dasselbe Ergebnis.

Wie oft sollten Sie Kategorietexte aktualisieren?

Einen Kategorietext schreiben Sie nicht einmal und vergessen ihn dann. Ändert sich das Sortiment, kommt eine neue Unterkategorie hinzu oder verschieben sich die Kundenfragen, braucht auch der Text ein Update. Sonst erwähnt er womöglich Produkte, die Sie nicht mehr führen, oder Unterseiten, die es nicht mehr gibt.

Zum Beispiel führen Sätze über eine Marke, die ein Shop nicht mehr verkauft, Leser in die Irre. Ebenso schaden defekte interne Links sowohl der Nutzererfahrung als auch dem Crawling. Machen Sie Kategorietexte daher zum Teil Ihrer regelmäßigen Inhaltsprüfung. Vor allem nach Aktionszeiträumen lohnt der Blick, ob befristete Formulierungen stehen geblieben sind.

Ein praktischer Ansatz ist, die Texte wichtiger Kategorien zu Beginn jeder Saison durchzusehen. Dabei prüfen Sie Sortimentsänderungen, funktionierende Links und neue Suchanfragen in der Search Console. So beschreibt der Text stets den aktuellen Stand der Seite.

Wann sollte der Kategorietext keine Priorität haben?

Manchmal gibt es größere Baustellen, die vor dem Kategorietext kommen. Wenn Kategorieseiten nicht im Index sind, Produkte keine crawlbaren Links haben oder Filteradressen Tausende Duplikate erzeugen, löst ein Text das Problem nicht.

Ebenso hat die Nutzererfahrung Vorrang, wenn die Seite sehr langsam lädt oder das Produktraster auf dem Smartphone nicht sauber erscheint. Ein Text entfaltet seine Wirkung erst auf einer soliden technischen Basis. Sonst bleibt selbst der beste Text ungelesen.

Deshalb prüfen wir zu Beginn eines E-Commerce Projekts zuerst den technischen Zustand, die Kategoriearchitektur und die interne Verlinkung. Danach ergänzen wir Kategorietexte auf dieser Basis, angefangen mit den wichtigsten Seiten. Somit fließt Ihr Aufwand dorthin, wo er am meisten bewirkt.

Lohnt sich ein FAQ Block auf der Kategorieseite?

Ein kurzer FAQ Block speziell für die Kategorie gehört richtig umgesetzt zu den nützlichsten Teilen eines Kategorietexts. Denn er beantwortet die Fragen, die Käufer vor dem Kauf tatsächlich stellen. Zum Beispiel beschleunigen Fragen wie "passen diese Schuhe zu breiten Füßen" oder "sollte ich eine halbe Nummer größer wählen" die Entscheidung.

Allerdings empfehlen wir, die Fragen aus echten Quellen zu sammeln, statt sie zu erfinden. Nachrichten an den Kundenservice, Chatverläufe, Produktbewertungen und fragende Suchanfragen in der Search Console sind ein guter Start. So spricht der Block die Sprache der Leser.

Andererseits erzeugen dieselben fünf Fragen in jeder Kategorie das Vorlagenproblem erneut, nur eben im FAQ Block. Wählen Sie daher für jede Kategorie eigene Fragen. Halten Sie außerdem die Zahl klein: Drei bis fünf echte Fragen helfen weit mehr als zehn allgemeine.

Wie können wir das gemeinsam auf Ihrer Website umsetzen?

Kategorietexte sind kein Zauberstab. Richtig platziert, sauber aufgebaut und gemessen sind sie allerdings ein starker Baustein im E-Commerce SEO. Zu planen, welche Kategorien Text brauchen, wo er steht und wie Sie die Wirkung verfolgen, erfordert Erfahrung.

Im Rahmen unserer SEO Beratung lösen wir dieses Problem auf Ihrer Website und begleiten die Ergebnisse: Wir erstellen das Kategorieinventar, setzen Prioritäten, definieren den Textaufbau und berichten die Resultate mit Daten aus der Search Console. Bei Bedarf gehen wir im selben Projekt auch doppelte Inhalte auf Filter und Folgeseiten an. Rankings garantieren wir nicht, denn viele Faktoren liegen außerhalb unseres Einflusses. Jeden Schritt legen wir jedoch offen.

Wenn Sie die Kategorieseiten Ihres Shops mit uns angehen möchten, können Sie über unsere Seite zur SEO Beratung ein Angebot anfragen. Nennen Sie dabei Ihre Shopadresse und die Kategorien, die Ihnen am wichtigsten sind. Das hilft unserem Team, einen passenden Plan vorzubereiten.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Garantiert ein SEO Text auf der Kategorieseite bessere Rankings?
Nein, das tut er nicht. Ein Kategorietext klärt das Thema der Seite und unterstützt die Kaufentscheidung, doch Rankings hängen von vielen Faktoren ab. Technische Basis, interne Links, Sortiment und Wettbewerb bestimmen das Ergebnis mit. Sehen Sie den Text deshalb als Teil einer umfassenden SEO Arbeit, nicht als alleinige Lösung.
Gehört der Kategorietext über oder unter das Produktraster?
Am ausgewogensten nutzen Sie beides. Über das Raster setzen Sie eine kurze Einleitung von zwei oder drei Sätzen, den ausführlichen Ratgeber stellen Sie darunter. So erreichen Besucher die Produkte sofort, und wer mehr wissen möchte, findet es weiter unten. Achten Sie auf dem Smartphone darauf, dass der erste Bildschirm Produkte zeigt.
Sieht Google Text in einem Akkordeon?
Aufklappbare Bereiche für eine bessere Nutzererfahrung sind laut Googles Spamrichtlinien zulässig; die Richtlinie nennt Akkordeons und Tabs ausdrücklich als erlaubte Beispiele. Problematisch ist nur, Text vor Menschen zu verbergen, etwa durch Positionierung außerhalb des Bildschirms oder Deckkraft null. Text, den Leser mit einem Tippen öffnen, ist unbedenklich.
Braucht jede Kategorie einen eigenen Text?
Nein. Beginnen Sie mit Kategorien, die viel Suchpotenzial, echten Wettbewerb und beratungsbedürftige Käufer haben. In einfachen Kategorien mit wenigen Produkten reicht oft ein klarer Satz zur Einordnung. Eigene Texte für zehn wichtige Kategorien sind deutlich gesünder als ein Vorlagentext, den Sie in hundert Kategorien kopieren.
Wie viele Wörter sollte ein Kategorietext haben?
Eine feste richtige Zahl gibt es nicht; Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten sagt klar, dass Google keine bestimmte Wortzahl bevorzugt. Die Länge ergibt sich aus den Informationen, die Käufer brauchen. Einfache Kategorien kommen mit wenigen Sätzen aus, technische benötigen oft einen längeren Ratgeber mit Auswahlkriterien und Größenerklärungen.
Woran erkenne ich, ob der Kategorietext wirkt?
Öffnen Sie den Leistungsbericht in der Search Console, wählen Sie die Kategorieadresse über den Seitenfilter und vergleichen Sie die Zeiträume vor und nach der Veröffentlichung. Prüfen Sie Impressionen, Klicks und durchschnittliche Position je Suchanfrage. Berücksichtigen Sie dabei Saisonalität und andere Änderungen im selben Zeitraum, bevor Sie Schlüsse ziehen.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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