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Breadcrumb Markup: Wie binden Sie strukturierte Daten für Navigationspfade ein?

Talha Aslan 18 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Was ist Breadcrumb Markup?

Breadcrumb Markup sind strukturierte Daten vom Typ BreadcrumbList, die den Navigationspfad zu einer Seite als geordnete Liste beschreiben. Konkret trägt jedes Element einen Namen, eine Position und meist eine URL. Google liest diese Liste, versteht so die Lage der Seite in Ihrer Hierarchie und zeigt den Pfad unter Umständen im Suchergebnis an.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Breadcrumb Markup beschreibt Suchmaschinen, an welcher Stelle Ihrer Website eine Seite steht. Richten Sie es sauber ein, kann Google im Suchergebnis statt einer nackten Adresse einen lesbaren Kategoriepfad zeigen. In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team, wie wir das Markup einbinden, wie wir es testen und welche Fehler uns in Audits am häufigsten begegnen.

Was heißt das konkret? Denken Sie zum Beispiel an eine Produktseite. Eine Kundin geht von der Startseite zu „Küche“, dann zu „Kochtöpfe“ und schließlich zu einem einzelnen Topf. BreadcrumbList schreibt diese Kette in einer Sprache auf, die Maschinen lesen können. Anders gesagt geben Sie der Suchmaschine denselben Pfad, den Ihr Menü den Menschen ohnehin zeigt.

Die Google Dokumentation zu strukturierten Daten für Navigationspfade (BreadcrumbList) erklärt, dass ein Navigationspfad die Position der Seite in der Hierarchie der Website angibt. Zudem hilft er Nutzern, sich Ebene für Ebene nach oben zu bewegen. Schema.org beschreibt den Typ ebenso als Kette verlinkter Webseiten, die in der Regel mit der aktuellen Seite endet.

Was ändert Breadcrumb Markup an Ihrem Suchergebnis?

Die sichtbarste Änderung betrifft die Adresszeile im Snippet. Ohne Markup zeigt Google oft die Domain plus Teile der URL. Mit Markup, und falls Google es für passend hält, kann dieselbe Zeile einen klaren Kategoriepfad zeigen. Somit sehen Suchende schon vor dem Klick, zu welchem Bereich Ihrer Website die Seite gehört.

Allerdings sollten Sie zwei Grenzen von Anfang an kennen. Erstens schreibt Google, dass die Funktion auf Desktopgeräten in allen Regionen und Sprachen verfügbar ist, in denen es die Google Suche gibt. Für Mobilgeräte gibt die Dokumentation keine eigene Zusage; eine andere Darstellung auf dem Smartphone ist also normal. Zweitens garantiert Google nicht, dass strukturierte Daten überhaupt in den Ergebnissen erscheinen.

Außerdem gibt es einen leiseren Nutzen jenseits der Optik. Ein Navigationspfad macht die Beziehung zwischen übergeordneten und untergeordneten Seiten ausdrücklich. Vor allem bei tiefen Kategoriebäumen klärt das, zu welchem Themencluster eine Seite gehört. Kurz gesagt ist das Markup keine Dekoration, sondern eine maschinenlesbare Zusammenfassung Ihrer Seitenarchitektur.

Ist die sichtbare Breadcrumb Navigation dasselbe wie das Markup?

Nein. Beide arbeiten zusammen, sind aber nicht dasselbe. Die Breadcrumb Navigation auf dem Bildschirm ist die Linkzeile, die Besucher sehen, etwa „Start › Blog › SEO“. Das Markup ist die strukturierte Fassung dieser Zeile, die Sie im Hintergrund an Suchmaschinen geben. Das eine spricht also mit Menschen, das andere mit Maschinen.

Die Gestaltung und Bedienbarkeit haben wir im Beitrag warum Ihre Website eine Breadcrumb Navigation braucht ausführlich behandelt. Deshalb gehen wir hier nicht auf das Design ein. Stattdessen bleibt dieser Leitfaden beim Markup und dabei, wie Google damit umgeht.

Trotzdem müssen beide zueinander passen. Die allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten von Google verlangen, dass Sie keine Inhalte auszeichnen, die Leser nicht sehen können. Einen Pfad nur im Code zu definieren, der nie auf der Seite erscheint, ist daher riskant. Am gesündesten ist es, die Zeile auf dem Bildschirm und das Markup aus derselben Datenquelle zu erzeugen.

Welche Eigenschaften sind Pflicht und welche optional?

Laut Google ist der Containertyp BreadcrumbList, und er enthält ein geordnetes Array namens itemListElement. Für die Eignung brauchen Sie mindestens zwei ListItem Einträge. Jeder ListItem trägt dann einige eigene Eigenschaften. Die folgende Tabelle fasst die Felder zusammen, die Teams in unserer Praxis am häufigsten verwechseln.

EigenschaftOrtAufgabeDarauf achten
itemListElementBreadcrumbListGeordnete Liste der PfadelementeMindestens zwei ListItems
positionListItemReihenfolge im PfadGanzzahl; 1 ist der Anfang
nameListItemTitel für NutzerSollte dem Text der sichtbaren Zeile entsprechen
itemListItemURL oder ID des ElementsBeim letzten Element optional; Google nimmt dann die Seitenadresse
@idin item (JSON-LD)Verweis auf ein Thing per ID statt URLHat das Thing einen eigenen Namen, entfällt name im ListItem

Die Dokumentation sagt, dass item eine URL oder ein per ID referenziertes Thing sein kann. Lassen Sie item beim letzten Eintrag weg, nutzt Google die URL der Seite selbst. In der Praxis geben wir dem letzten Eintrag dennoch eine URL. Denn so fallen Fehler im Template viel schneller auf.

Folgt der Pfad der URL oder dem Weg der Nutzer?

Die Empfehlung von Google ist klar. Ein Navigationspfad sollte den typischen Weg abbilden, auf dem Nutzer zur Seite gelangen, und muss die URL nicht spiegeln. Zunächst klingt der Unterschied klein. Bei älteren Websites wirkt er allerdings stark, weil deren Adressmuster oft aus technischen Entscheidungen von vor vielen Jahren stammen.

Nehmen Sie als Beispielszenario eine flache Adresse wie example.com/produkt/12345. Die URL enthält allerdings keine Kategorie. Kunden erreichen den Artikel jedoch über „Start › Küche › Kochtöpfe“. In diesem Fall zeichnen Sie diesen Kategoriepfad aus, nicht die Teile der URL. Folglich passt das Suchergebnis zu der Landkarte, die Ihre Kunden im Kopf haben.

Andererseits ist „typischer Weg“ kein Freibrief zum Erfinden. Der Pfad muss auf echten Kategoriebeziehungen beruhen und zur Navigation auf dem Bildschirm passen. Erfundene Zwischenebenen, nur um Suchbegriffe unterzubringen, führen Nutzer in die Irre. Zudem können sie gegen die Richtlinien von Google verstoßen. Halten Sie den Pfad also ehrlich, kurz und einheitlich.

Wie binden Sie Breadcrumb Markup Schritt für Schritt ein?

So gehen wir in Projekten vor. Sie können jeden Schritt einzeln umsetzen oder Schritte an Ihren Templateaufbau anpassen.

  1. Listen Sie Ihre Seitentypen auf: Startseite, Kategorie, Unterkategorie, Produkt, Blogartikel und Leistungsseite.
  2. Legen Sie für jeden Typ den sichtbaren Pfad fest und halten Sie ihn in einer Tabelle fest.
  3. Klären Sie für jede Stufe den Namen und die vollständige, absolute URL mit https.
  4. Wählen Sie ein Format; meist bietet JSON-LD die einfachste Pflege.
  5. Erzeugen Sie das Markup aus einem einzigen Templatebaustein, nicht Seite für Seite von Hand.
  6. Prüfen Sie einige Beispielseiten mit dem Rich Results Test.
  7. Gehen Sie live und prüfen Sie dann mit dem Tool zur URL Prüfung (URL Inspection), wie Google die Seite sieht.
  8. Beobachten Sie den passenden Bericht in der Search Console über mehrere Wochen.

Wenn Sie das Markup nicht von Grund auf schreiben möchten, liefert unser Schema Generator einen Entwurf, den Sie an Ihr Template anpassen. Bedenken Sie allerdings, dass ein Tool nur den Anfang macht. Ob Namen und URLs auf jeder Seite korrekt gefüllt sind, hängt von Ihrer Templatelogik ab.

Am häufigsten überspringen Teams den zweiten Schritt. Sie springen also direkt in den Code, ohne Pfadtabelle. Dann bauen verschiedene Entwickler verschiedene Pfade, und mit der Zeit häufen sich Widersprüche.

JSON-LD, Microdata oder RDFa: Welches Format sollten Sie wählen?

Google unterstützt alle drei Formate. Die Dokumentation zeigt Beispiele in JSON-LD, RDFa und Microdata. Daneben steht ein reines HTML Beispiel, das nur zum visuellen Design gehört und kein Markup enthält. Ihre Wahl hängt meist von Ihrem System und davon ab, wer es pflegt.

FormatWo es stehtVorteilNachteil
JSON-LDEigener Datenblock auf der SeiteUnabhängig vom HTML der Seite, leicht zu pflegenKann von der sichtbaren Zeile abweichen
MicrodataAttribute an den sichtbaren Breadcrumb ElementenBleibt automatisch nah am sichtbaren TextEin Redesign kann es unbemerkt zerstören
RDFaAttribute an sichtbaren ElementenFlexibel, mit anderen Vokabularen kombinierbarDen meisten Teams weniger vertraut

Für neue Projekte empfehlen wir meist JSON-LD, denn der Datenblock bleibt vom Design unabhängig. Allerdings stellt genau diese Unabhängigkeit eine Falle. Das Designteam ändert die sichtbare Zeile, während der Datenblock weiter den alten Pfad beschreibt. Deshalb sollten beide Ausgaben aus denselben Variablen kommen.

Egal welches Format Sie nutzen: Verzichten Sie auf das alte Vokabular Data Vocabulary. Laut Google ist dieses Markup nicht mehr für Rich Results geeignet. Gibt ein älteres Theme es noch aus, wechseln Sie zur Entsprechung von Schema.org.

Wo prüfen Sie das Markup in WordPress und anderen Systemen?

Auf fertigen Systemen erzeugt häufig ein Theme oder ein SEO Plugin das Breadcrumb Markup automatisch. Das ist zunächst ein guter Ausgangspunkt. Trotzdem bringt es zwei Probleme mit sich. Das erste ist doppeltes Markup. Das zweite ist ein Pfad, der die Annahmen des Plugins abbildet statt Ihrer echten Struktur.

Doppeltes Markup entsteht so: Das Theme gibt eine BreadcrumbList aus, und das SEO Plugin fügt in seinem eigenen Graphen eine zweite hinzu. Sind beide Pfade gleich, bleibt der Schaden meist klein. Folgt aber einer den Kategorien und der andere den Schlagwörtern, senden Sie Google zwei widersprüchliche Signale. Zählen Sie daher immer, wie oft BreadcrumbList im Quelltext vorkommt.

Nutzen Sie diese kurze Checkliste:

  • Suchen Sie im Quelltext nach BreadcrumbList und notieren Sie die Anzahl der Treffer.
  • Prüfen Sie bei jedem Treffer, welcher Taxonomie er folgt: Kategorie, Schlagwort oder Produktgruppe.
  • Deaktivieren Sie eine Quelle, dann behalten Sie jene, die denselben Pfad wie die sichtbare Zeile erzeugt.
  • Legen Sie auf Systemen mit Hauptkategorie für jeden Beitrag eine Hauptkategorie fest.

Die allgemeine Logik der Schematypen finden Sie in unserem Beitrag was Schema Markup und strukturierte Daten sind. Dort geht es um das Gesamtbild. Hier bleiben wir konsequent bei den Breadcrumbs.

Kann eine Seite mehrere Navigationspfade haben?

Ja. Die Dokumentation von Google unterstützt ausdrücklich mehrere Navigationspfade für eine Seite. In JSON-LD nutzen Sie dafür ein Array aus getrennten BreadcrumbList Objekten. In Microdata und RDFa verwenden Sie mehrere Listenblöcke. Im Beispiel der Dokumentation erreichen Nutzer eine Buchseite über zwei verschiedene Kategoriepfade.

Wann brauchen Sie das tatsächlich? Ein Produkt liegt zum Beispiel sowohl unter „Damen › Schuhe“ als auch unter „Angebote › Sommeraktion“. Kommen Nutzer häufig über beide Wege, können zwei Pfade sinnvoll sein. Jedes Schlagwort und jeden Filter als eigenen Pfad anzulegen, erzeugt dagegen nur Rauschen.

Unsere Regel ist einfach. Ein Pfad kommt nur dann ins Markup, wenn die Navigation ihn Nutzern wirklich anbietet. Fügen Sie keine versteckten Alternativen hinzu, nur um die Abdeckung zu erhöhen. Zudem erschweren viele Pfade das Lesen der Berichte in der Search Console, weil das Trennen fehlerhafter und gesunder Pfade Zeit kostet.

Gehören Startseite und aktuelle Seite in die Liste?

Laut Google brauchen Sie keinen ListItem für die oberste Ebene, also Ihre Domain, und keinen für die Seite selbst. Viele Websites zeigen jedoch in der sichtbaren Zeile einen Link „Start“ und den Namen der Seite. In diesem Fall ist es konsequenter, das Markup genauso aufzubauen wie die Zeile.

In der Praxis sehen wir zwei Ansätze. Im ersten lautet der Pfad „Start › Kategorie › Produkt“, und alle drei Elemente stehen im Markup. Im zweiten taucht die Startseite gar nicht auf, und der Pfad beginnt bei der Kategorie. Beides ist zulässig. Entscheidend ist, dass Zeile und Markup dieselbe Entscheidung treffen.

Achten Sie außerdem auf das letzte Element. Lassen Sie item dort weg, nutzt Google die Seitenadresse. Geben Sie ihm dagegen eine falsche URL, etwa eine nicht kanonische Version, erzeugen Sie einen unnötigen Widerspruch. Wie Sie solche Probleme finden, zeigt unser Leitfaden Canonical Fehler in der Search Console erkennen und beheben.

Ist der Google Tag Manager für Breadcrumbs sinnvoll?

Technisch ist es möglich, für Breadcrumbs aber selten die erste Wahl. Strukturierte Daten aus dem Tag Manager entstehen erst, nachdem die Seite im Browser geladen hat. Google kann solche Inhalte verarbeiten. Dennoch bleibt Markup, das schon im HTML des Servers steht, besser vorhersehbar.

Das eigentliche Problem ist die Pflege. Denn jede Seite trägt einen anderen Pfad. Um ihn im Tag Manager zu bauen, brauchen Sie eine Variable, die die sichtbare Zeile ausliest. Ändert sich das Design, liefert diese Variable womöglich still einen leeren Wert, und Sie merken es erst in der Search Console.

Trotzdem hilft dieser Weg, wenn Sie keinen Zugriff auf das Template haben und eine Übergangslösung brauchen. Die Einrichtung erklären wir im Beitrag Schema mit dem Google Tag Manager einbinden. Sehen Sie das allerdings als Brücke bis zum Templateupdate, nicht als Dauerlösung.

Wie prüfen Sie Breadcrumb Markup mit dem Rich Results Test?

Der Rich Results Test von Google prüft sowohl eine öffentliche URL als auch eingefügten Code. Am sichersten testen Sie zunächst den Code vor dem Livegang und danach die Live URL. So finden Sie Tippfehler und auch Unterschiede, die erst in der Produktivumgebung auftreten.

Achten Sie im Ergebnis auf diese Punkte:

  • Ob das Tool überhaupt ein Breadcrumb Element erkennt.
  • Ob kritische Fehler vorliegen, denn diese machen das Element ungeeignet.
  • Nicht kritische Hinweise, die die Eignung nicht blockieren, deren Behebung aber die Qualität hebt.
  • Ob die Zahl der erkannten Elemente Ihrer Erwartung entspricht; ein unerwarteter zweiter Pfad deutet auf doppeltes Markup.

Wichtig ist auch, was der Test nicht sagt. Er zeigt, dass das Markup technisch geeignet ist. Er verspricht aber nicht, dass Google es anzeigt. Außerdem betrachtet der Test nur eine Seite. Testen Sie deshalb mindestens ein Beispiel pro Seitentyp, denn ein Kategorietemplate kann funktionieren, während das Blogtemplate scheitert.

Was zeigen URL Prüfung und Search Console Bericht?

Die von Google beschriebene Reihenfolge lautet: zunächst mit dem Test prüfen, dann einige Seiten veröffentlichen und anschließend mit der URL Prüfung ansehen, wie Google sie sieht. Stellen Sie dabei sicher, dass weder robots.txt noch ein noindex Tag noch eine Anmeldepflicht die Seite sperrt. Zudem erinnert die Dokumentation daran, dass erneutes Crawlen und Indexieren einige Tage dauern kann.

Danach öffnen Sie in der Search Console den Statusbericht für Rich Results. Die Übersicht der Rich Results Berichte in der Search Console Hilfe teilt Elemente in gültig und ungültig ein. Ein ungültiges Element hat mindestens ein kritisches Problem. Nicht kritische Probleme machen das Element dagegen nicht ungültig, erscheinen aber als Hinweise zur Verbesserung.

Sind Sie neu in dem Tool, hilft Ihnen unsere Google Search Console Anleitung für Einsteiger bei der Orientierung. Nach dem ersten Livegang sollte die Zahl gültiger Elemente steigen und die Zahl ungültiger nicht wachsen. Prüfen Sie dieselbe Grafik auch nach jeder Templateänderung, denn ein plötzlicher Rückgang gültiger Elemente geht meist auf eine Codeänderung zurück.

Welche Fehler im Breadcrumb Markup sind am häufigsten?

Wir sehen in Audits immer wieder dieselben Fehler. Die meisten sind allerdings nicht kompliziert; sie verstecken sich einfach unbemerkt im Template. Die folgende Liste ordnet die häufigsten grob nach Priorität.

  • Liste mit nur einem Element: Der Pfad enthält nur die aktuelle Seite, Google verlangt aber mindestens zwei ListItems.
  • Fehlendes oder leeres item: Zwischenstufen verlieren ihre URL, weil eine Templatevariable leer bleibt.
  • Relative URLs: Das Markup enthält nur einen Pfadteil; vollständige absolute URLs sind sicherer.
  • Positionsfehler: position steht als Text, wiederholt sich oder überspringt eine Zahl.
  • Abweichende Namen: Das Menü sagt „Kochtöpfe“, das Markup nutzt eine andere Bezeichnung.
  • Doppeltes Markup: Theme und Plugin geben zwei verschiedene Pfade aus.
  • Altes Vokabular: Data Vocabulary steckt noch im Theme.
  • Weiterleitende Stufen: Eine Zwischenstufe zeigt auf eine URL mit Weiterleitung oder noindex.

Manche dieser Fehler machen die Daten komplett unlesbar. Ein fehlendes Komma oder eine offene Klammer zerstört zum Beispiel den ganzen Block. Trifft Sie das, erklärt unser Beitrag zum Fehler nicht parsbare strukturierte Daten in der Search Console die Lösung.

Wie priorisieren Sie kritische und nicht kritische Probleme?

Die Regel ist einfach: zuerst kritische Probleme, danach die nicht kritischen. Ein kritisches Problem nimmt dem Element die Eignung für Rich Results. Ein nicht kritisches Problem lässt die Eignung bestehen, auch wenn Google schreibt, dass eine Behebung die Qualität verbessern kann. Ihre Zeit gehört also zunächst den ungültigen Elementen.

Die zweite Regel ist die Reichweite. Ein Fehler auf einer Seite wiegt nicht so schwer wie ein Templatefehler, der Hunderte Seiten trifft. Sehen Sie sich daher die Beispiel URLs im Bericht an und bestimmen Sie den Seitentyp. Eine einzige Korrektur im Template bereinigt oft Hunderte Elemente auf einmal.

Nach der Korrektur testen Sie die Live URL erneut und starten im Bericht die Validierung. Laut Hilfe zeigt die Detailseite des Problems den Fortschritt an, sobald die Validierung läuft. Genau solche Probleme auf Templateebene finden, beheben und überwachen wir für Sie; die technische Prüfung in unserer SEO Beratung deckt diese Arbeit vollständig ab.

Wie bauen Sie Breadcrumbs auf mehrsprachigen Websites auf?

Auf mehrsprachigen Websites braucht jede Sprachversion ihren eigenen Pfad. Die deutsche Seite nutzt also deutsche Namen und deutsche URLs. Die englische Seite nutzt englische Namen und englische URLs. Zeigt ein Pfad in einer Sprache auf eine Kategorie in einer anderen Sprache, verwirrt das Nutzer und Suchmaschinen gleichermaßen.

Ein häufiger Fehler stammt von Übersetzungsplugins. Sie übersetzen die sichtbare Bezeichnung, lassen aber die URLs im Markup in der Ausgangssprache. Folglich führt ein deutscher Name zu einer türkischen Kategorie. Testen Sie deshalb mindestens eine Beispielseite pro Sprache und prüfen Sie, dass alle URLs im Verzeichnis dieser Sprache bleiben.

Zudem können sich Kategoriebäume je nach Markt unterscheiden. Eine Produktgruppe, die in einem Markt eigenständig ist, liegt in einem anderen womöglich unter einer Oberkategorie. Dann unterscheidet sich auch der Pfad, und das ist völlig normal. Das Markup folgt in jeder Sprache der jeweiligen sichtbaren Navigation.

Welche Namen sollten die einzelnen Stufen tragen?

Der Name einer Stufe sollte der Bezeichnung entsprechen, die Nutzer im Menü für diese Kategorie sehen. Kurze, vertraute und eindeutige Namen funktionieren am besten. So reicht „Kochtöpfe“ völlig aus. Eine lange Bezeichnung wie „Die günstigsten Kochtopfsets und Modelle“ überlädt die Zeile und wirkt wie Keyword Stuffing.

Außerdem müssen Namen nicht dem Seitentitel entsprechen. Eine Kategorieseite kann einen ausführlicheren Titel tragen, während die Breadcrumb die kurze Bezeichnung nutzt. Wichtig ist, dass dieselbe Kategorie überall denselben kurzen Namen trägt. Das heißt, Sie verwenden einen Namen im Menü, in der Zeile und im Markup.

Für die letzte Stufe gilt Ähnliches. Eine lange Blogüberschrift sprengt dort schnell die Zeile, deshalb kürzen manche Websites sie. Tun Sie das, dann achten Sie darauf, dass Zeile und Markup weiterhin denselben Namen tragen. Sonst brechen Sie die Regel der Einheitlichkeit selbst.

Wie hängen Breadcrumbs und interne Verlinkung zusammen?

Die sichtbare Breadcrumb Zeile gibt jeder Seite einen festen Link zu ihren übergeordneten Kategorien. Damit ist sie ein natürlicher Teil Ihrer internen Linkstruktur. Das Markup beschreibt diese Beziehung zusätzlich als strukturierte Daten. Zusammen zeigen beide einheitlich, welche Seite unter welchem Cluster steht.

Allerdings ersetzen Breadcrumbs keine Strategie für interne Links. Sie verlinken nur nach oben; Geschwisterseiten und verwandte Inhalte verbinden sie nicht. Diese Seite behandeln wir im Beitrag zur internen Verlinkung als SEO Strategie. Betrachten Sie Breadcrumbs als Skelett und Links im Text als Muskulatur.

Zudem sollten Menü und Pfad einander stützen. Zeigt das Menü eine Seite unter „Leistungen › SEO“, die Breadcrumb aber „Blog › SEO“, sind Nutzer irritiert. Wie Sie die Menühierarchie klären, lesen Sie in unserem Beitrag Website Navigation und Menü gestalten.

Wie richten Sie BreadcrumbList im Onlineshop ein? Ein Beispielszenario

Beispielszenario: Ein Shop für Haushaltswaren auf example.com führt einige Tausend Produkte, einen Kategoriebaum mit drei Ebenen und viele Filter. Zudem können Produkte mehreren Kategorien angehören. Die URLs sind flach und enthalten keine Kategorie.

In diesem Szenario würden wir einige Entscheidungen treffen. Zunächst bekäme jedes Produkt eine Hauptkategorie, und die Breadcrumb folgte immer dieser. Dann bekämen Filterseiten keinen eigenen Pfad, weil Filterkombinationen endlos wachsen. Gäbe es wirklich sichtbare zweite Wege, etwa Aktionsseiten, kämen nur diese als zweiter Pfad hinzu.

Schließlich würden wir jeden Seitentyp einzeln testen: Kategorie, Unterkategorie, Produkt und Aktion. Für jeden Typ prüften wir, dass Zeile und Markup dieselben Namen und URLs tragen. Kurz gesagt ist es im E-Commerce der teuerste Fehler, eine einzige Produktseite zu testen und den ganzen Shop für korrekt zu halten.

Verbessert Breadcrumb Markup direkt Ihre Rankings?

Nein, eine solche Garantie gibt es nicht, und wir geben auch keine. Google garantiert nicht einmal, dass strukturierte Daten in den Ergebnissen erscheinen. Das Markup hilft Google beim Verständnis der Seite und macht das Snippet lesbarer. Rankings hängen jedoch von Qualität, Relevanz und vielen weiteren Signalen ab.

Ein Missbrauch hat dagegen einen Preis. Markup, das gegen die Richtlinien verstößt, kann zu einer manuellen Maßnahme führen. Laut Richtlinien nimmt eine manuelle Maßnahme wegen strukturierter Daten der Seite die Eignung für Rich Results, ändert aber nicht ihr Ranking in der Websuche. Das Risiko betrifft also eher die Darstellung als das Ranking. Trotzdem möchte niemand dieses Risiko grundlos eingehen.

Deshalb sehen wir Breadcrumb Markup als Fundament, das stimmen muss, nicht als sicheren Gewinn. Wie es mit anderen technischen Grundlagen zusammenspielt, lesen Sie in unserem Beitrag was technisches SEO ist, mit zehn Tipps.

Welche Kontrollen sollten Sie nach dem Livegang regelmäßig machen?

Breadcrumb Markup richten Sie nicht einmal ein und vergessen es dann. Eröffnen Sie eine neue Kategorie, ändern Sie das Menü oder aktualisieren Sie das Theme, kann sich auch der Pfad ändern. Daher empfehlen wir einen kleinen, aber festen Prüfrhythmus.

  1. Prüfen Sie nach jedem Theme oder Templateupdate eine URL pro Seitentyp mit dem Rich Results Test.
  2. Sehen Sie sich einmal im Monat im Bericht Breadcrumbs der Search Console die Grafik gültiger und ungültiger Elemente an.
  3. Aktualisieren Sie Ihre Pfadtabelle, sobald Sie eine neue Kategorie eröffnen.
  4. Werfen Sie im Leistungsbericht einen Blick auf die Darstellung als Rich Result und die Klickrate.
  5. Halten Sie Ihre Sitemap aktuell; auch Google nennt das Einreichen einer Sitemap als Schritt.

Diese Kontrollen kann Ihr eigenes Team durchaus selbst übernehmen, zumindest anfangs. Bei großen Kategoriebäumen, mehreren Sprachen und mehreren Templates braucht die Arbeit allerdings einen festen Prozess. Wir prüfen, korrigieren und überwachen Ihre strukturierten Daten samt Breadcrumbs; Details und ein Angebot finden Sie auf unserer Seite zur SEO Beratung.

Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Elemente braucht eine BreadcrumbList?
Sie brauchen laut Google mindestens zwei ListItem Einträge. Eine Liste mit nur einem Element eignet sich nicht für die Darstellung als Navigationspfad. Praktisch heißt das, über der aktuellen Seite muss mindestens eine Kategorie oder die Startseite stehen. Ihre sichtbare Zeile sollte demselben Aufbau folgen, damit Nutzer und Suchmaschinen einen einheitlichen Pfad sehen.
Erscheinen Breadcrumbs auch in der mobilen Suche?
Die Google Dokumentation nennt die Funktion für Desktopgeräte in allen Regionen und Sprachen, in denen es die Google Suche gibt. Für Mobilgeräte gibt sie keine eigene Zusage. Eine andere Darstellung auf dem Smartphone ist daher normal und bedeutet nicht, dass Ihr Markup fehlerhaft ist. Den aktuellen Stand prüfen Sie direkt in Google Search Central.
Braucht das letzte Element eine URL?
Nein, sie ist optional. Lassen Sie item beim letzten Eintrag weg, nutzt Google die URL der Seite selbst. Wir geben dem letzten Eintrag trotzdem gern seine kanonische URL, weil Templatefehler so schneller auffallen. Egal wie Sie entscheiden, verweisen Sie nie auf eine Version mit Parametern oder auf eine weiterleitende Adresse.
Muss der Pfad meiner URL Struktur entsprechen?
Nein. Google empfiehlt, dass der Pfad den typischen Weg der Nutzer zur Seite abbildet, statt die URL zu kopieren. Trotzdem muss er auf echten Kategoriebeziehungen beruhen und dieselben Namen wie Ihre sichtbare Navigation tragen. Erfinden Sie keine Zwischenebenen für Suchbegriffe, denn das führt Nutzer in die Irre und kann gegen Richtlinien verstoßen.
Wann erscheinen Breadcrumbs im Suchergebnis?
Einen festen Zeitraum gibt es nicht, und eine Anzeige ist nie garantiert. Laut Google kann erneutes Crawlen und Indexieren einige Tage dauern. Prüfen Sie in dieser Zeit mit der URL Prüfung, ob die Seite erreichbar ist. Beobachten Sie dann in den folgenden Wochen die Zahl gültiger Elemente im Rich Results Bericht der Search Console.
Mein Plugin gibt schon Breadcrumbs aus. Muss ich noch etwas tun?
Meist müssen Sie nur prüfen. Zählen Sie die BreadcrumbList Blöcke im Quelltext, denn Theme und Plugin können gleichzeitig Markup ausgeben. Prüfen Sie, ob der Pfad zur sichtbaren Zeile passt und der richtigen Kategorie folgt. Testen Sie danach ein Beispiel pro Seitentyp mit dem Rich Results Test und notieren Sie das Ergebnis.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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