Website für Kleinunternehmen: Wie viele Seiten sind sinnvoll?

Kurze Antwort
Wie viele Seiten braucht eine Website für Kleinunternehmen?
Eine Website für Kleinunternehmen hat keine feste Seitenzahl; die richtige Menge hängt von Ihren Leistungen und den Fragen Ihrer Kunden ab. Für die meisten Betriebe ist ein sicherer Start eine Startseite, Über uns, Kontakt, Rechtstexte und je eine Seite pro Hauptleistung.
Ein Reinigungsbetrieb mit drei Hauptleistungen kommt auf diese Weise zum Beispiel auf etwa acht Seiten. Allerdings ist diese Zahl das Ergebnis einer Rechnung und kein Ziel. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie die Rechnung für Ihren Betrieb aufstellen, welche Seiten warten können und wie die Website später wächst.
Warum bedeuten mehr Seiten nicht automatisch eine bessere Website?
Wer Angebote vergleicht, verwechselt die Seitenzahl oft mit Qualität. Wiederholen sich jedoch sechs von zehn Seiten, finden Kunden schwerer, was sie suchen. Außerdem bringt jede zusätzliche Seite Texte, Bilder und laufende Pflege mit sich.
Auch Google gibt keine Zahl vor. Im Leitfaden zu hilfreichen Inhalten steht ausdrücklich, dass es keine bevorzugte Wortzahl gibt. Einen Schwellenwert für die „richtige Seitenzahl“ haben wir in der offiziellen Dokumentation ebenfalls nicht gefunden. Die eigentliche Frage lautet also: Beantwortet diese Seite etwas, das Kunden sonst nirgends auf Ihrer Website finden?
Wo beginnt das Problem also genau? Viele kleine Betriebe sprechen zuerst über Design, danach wächst der Umfang zufällig. Können Sie die Rechnung nicht allein aufstellen oder enthält ein Angebot keine klare Seitenliste, dann beginnt unser professionelles Webdesign zunächst mit einer Seitenkarte und erst danach mit der Gestaltung, was die gesündere Reihenfolge ist.
Wie berechnen Sie die Seitenzahl einer Website für Kleinunternehmen?
Die Rechnung besteht aus vier Teilen, und jeder Teil beantwortet eine Frage. Übertragen Sie diese Summe auf Ihren Betrieb:
- Fester Kern: Startseite, Über uns und Kontakt, also drei Seiten.
- Leistungsseiten: je eine für jede Hauptleistung, die Menschen getrennt suchen und entscheiden.
- Rechtstexte: in der Regel zwei, zum Beispiel Impressum und Datenschutz.
- Vertrauensseite: eine, falls Sie Referenzen, Projekte oder eine Galerie zeigen.
Beispielrechnung: Ein Installateur mit vier Hauptleistungen braucht drei Kernseiten, vier Leistungsseiten, zwei Rechtstexte und eine Galerie, zusammen also zehn. Zudem liefert diese Rechnung nur den Startumfang; Blog und Regionalseiten gehören in die zweite Phase.
Somit können Sie beim Angebotsvergleich fragen „welche Seiten?“ statt „wie viele Seiten?“. Dieser kleine Wechsel macht Angebote tatsächlich vergleichbar.
Wie funktioniert die Logik einer Seite pro Leistung?
Sucht jemand nach „Heizungswartung“ und landet auf einer Seite, die zugleich das Spülen von Heizkörpern behandelt, erkennt er nicht sofort, ob Sie das Gesuchte anbieten. Deshalb verdient jede getrennt gesuchte Leistung eine eigene Seite. Allerdings brauchen Sie nicht für jedes kleine Detail eine Seite.
Diese drei Fragen entscheiden darüber:
- Suchen Kunden diese Leistung für sich allein?
- Unterscheiden sich Ablauf, Umfang oder Zielgruppe von Ihren übrigen Leistungen?
- Können Sie mehrere Absätze mit eigenen, echten Informationen dazu schreiben?
Lauten alle drei Antworten ja, legen Sie die Seite an. Lautet eine Antwort nein, machen Sie das Thema zu einer Zwischenüberschrift auf der Hauptseite. Was auf die Seite selbst gehört, lesen Sie in unserem Beitrag zum Aufbau einer Leistungsseite.
Beispielszenario: Ein Friseursalon bietet Haarschnitte, Färben und Brautfrisuren an. Nach einem Haarschnitt sucht vielleicht kaum jemand gezielt, die Brautfrisur ist dagegen eine eigene Entscheidung mit eigenem Budget. Daher kann eine Brautseite plus eine gemeinsame Seite für den Rest besser passen.
Warum reicht eine einzige Seite als Website für Kleinunternehmen oft nicht?
Ein Onepager bietet einen schnellen Start, stößt aber bald an Grenzen, wenn Menschen Sie auf mehreren Wegen suchen. Eine einzige Adresse, ein Titel und eine Beschreibung können mehrere unterschiedliche Suchen kaum zugleich beantworten. Außerdem fehlt Ihnen bei Anzeigen eine Seite, die Besucher direkt zur passenden Leistung führt.
Dieser Beitrag vergleicht die beiden Formate nicht; dafür gibt es unseren Vergleich Onepager oder mehrseitige Website. Hier ziehen wir nur eine Grenze. Bei einer Leistung, einer Region und einer kurzen Entscheidung kann eine Seite vernünftig sein. Andererseits funktionieren getrennte Seiten besser, sobald Ihre Leistungen unterschiedliche Menschen ansprechen.
Kurz gesagt ist die einzelne Seite eine Formatwahl, kein Ziel. Entscheiden Sie deshalb danach, wie Kunden suchen und entscheiden, nicht nach Geschmack.
Mit wie vielen Seiten sollte welcher Betrieb starten?
Die folgende Tabelle ist ein Startbereich auf Basis unserer Praxiserfahrung und keine Garantie. Zudem enthalten die Bereiche die Rechtstexte, aber keine Blogbeiträge.
| Betriebsart | Startbereich | Vorrangige Seiten | Kann warten |
|---|---|---|---|
| Lokaler Handwerksbetrieb mit einer Leistung. | 5 bis 7 Seiten. | Leistung, Kontakt, Galerie. | Blog, Regionalseiten. |
| Servicebetrieb mit mehreren Leistungen. | 8 bis 12 Seiten. | Je Leistung eine Seite, FAQ. | Regionalseiten, Ratgeber. |
| Architektur oder Designstudio. | 7 bis 12 Seiten. | Projekte, Ablauf, Über uns. | Einzelne Projektseiten. |
| Café oder lokaler Treffpunkt. | 4 bis 6 Seiten. | Speisekarte, Anfahrt, Fotos. | Veranstaltungen, Blog. |
| Nachhilfe oder Kursanbieter. | 6 bis 10 Seiten. | Programme, Anmeldung, Lehrkräfte. | Ratgeberartikel. |
| B2B Hersteller oder Zulieferer. | 10 bis 15 Seiten. | Produktgruppen, Kapazität, Anfrage. | Weitere Sprachen, technische Bibliothek. |
Nutzen Sie den Bereich als Kontrollpunkt, nicht als Urteil. Liegt Ihre Rechnung zum Beispiel weit darüber, prüfen Sie, ob sich Seiten zusammenlegen lassen. Ebenso gilt: Liegen Sie darunter, fehlt vielleicht eine Information, nach der Kunden häufig fragen.
Welche Seiten müssen von Anfang an vorhanden sein?
Wir empfehlen, ohne diesen Kern nicht zu starten. Alles andere ergibt erst Sinn, wenn diese Seiten sauber funktionieren:
- Startseite: sagt auf einen Blick, was Sie tun, für wen und wo.
- Leistungsseiten: erklären Umfang, Ablauf und für wen die Leistung passt.
- Über uns: zeigt die echten Menschen und die Erfahrung hinter dem Betrieb.
- Kontakt: bündelt Telefon, Adresse, Öffnungszeiten und ein kurzes Formular.
- Rechtstexte: enthalten Impressum und Datenschutzhinweise.
Wie Sie diese Seiten schreiben, ist ein eigenes Thema. Zum Beispiel haben wir Leitfäden zur Gestaltung der Startseite und zur Über uns Seite, deshalb wiederholen wir die Details hier nicht.
In Deutschland nennt § 5 DDG die allgemeinen Informationspflichten für geschäftsmäßige digitale Dienste. Die Angaben müssen demnach leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein. Für den Datenschutz lesen Sie außerdem unseren DSGVO Leitfaden. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung, die Endkontrolle übernimmt daher Ihr Rechtsbeistand.
Welche Seiten können ohne Risiko warten?
Sie müssen nicht jede Seite am ersten Tag veröffentlichen, wenn das Ihr Budget oder Ihre Zeit überfordert. Die folgenden Seiten funktionieren meist in einer zweiten Phase besser, weil das echte Material dafür erst mit der Zeit entsteht:
- Blog und Ratgeber können warten, bis jemand regelmäßig dafür schreibt.
- Regionalseiten lohnen sich erst, wenn jede Region wirklich andere Informationen bietet.
- Einzelne Projektseiten folgen, sobald Fotos und Freigaben bereitliegen.
- Weitere Sprachen können warten, bis aus diesem Markt echte Nachfrage kommt.
- Eine Karriereseite ergibt Sinn, sobald Sie regelmäßig einstellen.
Trotzdem sollten Sie keine Technik wählen, die diese Seiten ausschließt. Das heißt, Menü, Adressstruktur und Vorlagen müssen spätere Ergänzungen problemlos erlauben. Eine Seite zu verschieben ist eine günstige Entscheidung; die Website neu zu bauen, weil keine Ergänzung möglich ist, dagegen eine teure.
Wie planen Sie das Wachstum einer Website für Kleinunternehmen?
Planen Sie die Website als Struktur in Stufen statt als einmaliges Projekt. Diese Reihenfolge passt für die meisten Betriebe:
- Erste Phase: Kernseiten und Leistungsseiten veröffentlichen, Messung einrichten.
- Zweite Phase: aus Kundenfragen eine FAQ und erste Ratgeber machen.
- Dritte Phase: Referenzen oder Fallseiten aus echten Projekten ergänzen.
- Vierte Phase: neue Leistungen, Regionen oder Sprachen dort ergänzen, wo Nachfrage sichtbar ist.
Knüpfen Sie jede Phase an Belege, nicht an den Kalender. Hören Sie zum Beispiel am Telefon immer wieder dieselbe Frage, dann ist sie ein Kandidat für neuen Inhalt. Ebenso braucht eine Leistungsseite Arbeit, wenn sie in der Search Console Impressionen, aber kaum Klicks erhält.
Denken Sie außerdem daran, von bestehenden Seiten auf neue Seiten zu verlinken. Die Linkdokumentation von Google empfiehlt, dass jede wichtige Seite einen Link von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website erhält. Zu den Folgen fehlender Links lesen Sie unseren Beitrag über verwaiste Seiten.
Kann eine Website mit wenigen Seiten bei Google sichtbar sein?
Ja, das kann sie. Die Seitenzahl allein ist kein Rankinggrund, aber eine Website erscheint nur für Themen, die sie tatsächlich abdeckt. Daher ist es unrealistisch, für eine Leistung ohne eigene Inhalte sichtbar zu werden.
Für lokale Betriebe kommt außerdem das Google Unternehmensprofil hinzu. Google erklärt auf der Hilfeseite zum lokalen Ranking, dass lokale Ergebnisse vor allem auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit beruhen. Planen Sie Website und Profil also gemeinsam, denn keines ersetzt das andere. Unterstützung beim Profil finden Sie auf unserer Seite zum Google Unternehmensprofil.
Technisch muss die Website ebenfalls erreichbar sein. Nach dem Start können Sie zum Beispiel mit dem SEO Check grundlegende Fehler bei Titeln und Beschreibungen erkennen. Anschließend prüfen Sie mit dem Mobile Friendly Test die Darstellung auf dem Smartphone.
Wann schaden zu wenige Seiten, wann zu viele?
Beide Extreme verursachen echte Kosten, deshalb sollten Sie die Anzeichen kennen. Zu wenige Seiten erkennen Sie meist daran: Kunden rufen wegen Informationen an, die auf die Website gehören, Anzeigenbesucher finden die Leistung nicht, und eine Seite behandelt mehrere Themen zugleich.
Zu viele Seiten zeigen sich anders. Die Texte klingen gleich, niemand pflegt die Seiten, das Menü wird voll, und Besucher wissen nicht weiter. Zudem weist der SEO Startleitfaden von Google darauf hin, dass mehrere Seiten mit denselben Informationen Nutzer verwirren können.
Kopierte Seiten, bei denen sich nur der Ortsname ändert, bergen ein eigenes Risiko. Die Spamrichtlinien von Google nennen auf Regionen oder Städte ausgerichtete Seiten, die Nutzer auf eine einzige Seite leiten, als Beispiel für den Missbrauch von Brückenseiten. Fehlen Ihnen also echte Informationen zu einer Region, legen Sie diese Seite nicht an.
Wie viel Inhalt braucht eine einzelne Seite?
Der Inhalt ist genauso wichtig wie die Seitenzahl, allerdings bringt eine Fragenliste mehr als ein Wortziel. Eine Leistungsseite sollte Folgendes beantworten: Was tun Sie, für wen passt es, wie läuft es ab, was brauchen Sie vom Kunden, und wie erhält man ein Angebot?
Reichen kurze Antworten, blähen Sie die Seite nicht auf. Andererseits verdient eine Leistungsseite mit zwei Sätzen vielleicht keine eigene Adresse. Versuchen Sie in diesem Fall zunächst, den Inhalt zu verbessern; gelingt das nicht, verschieben Sie das Thema auf die übergeordnete Seite.
Ein Umzugsunternehmen kann auf der Seite „Büroumzug“ zum Beispiel Verpackung, Stockwerke, Arbeitszeiten und benötigte Angaben behandeln. Nichts davon ist Füllstoff, denn jeder Punkt beantwortet eine Frage vor der Entscheidung. Somit erreicht eine Seite, die von echten Kundenfragen ausgeht, von selbst eine ausreichende Länge.
Wie viele Seiten vertragen Ihr Menü und Ihre Struktur?
Mit wachsender Seitenzahl braucht auch das Menü einen Plan. Auf einer kleinen Website reicht es meist, nur die wichtigsten Punkte im Hauptmenü zu halten und Leistungen unter einem Punkt zu bündeln. So finden Besucher auch auf dem Smartphone schnell das Gesuchte.
Einzelheiten stehen in unserem Beitrag zur Gestaltung des Website Menüs. Hier empfehlen wir einen praktischen Test: Erreichen Sie jede Leistungsseite mit zwei Klicks von der Startseite? Falls nicht, ist die Struktur komplizierter als nötig.
Halten Sie auch die Adressen einfach. Der Startleitfaden von Google empfiehlt Wörter in der URL, die für Menschen verständlich sind. Außerdem betrifft die Wirkung von Verzeichnissen auf das Crawling laut demselben Leitfaden vor allem Websites mit Tausenden von Adressen. Eine kleine Website braucht daher keine aufwendige Ordnerstruktur.
Wie beschreiben Sie den Umfang beim Angebot für eine Website für Kleinunternehmen?
„Website mit 10 Seiten“ sagt allein wenig aus, denn es verrät weder den Inhalt noch den Verfasser der Texte. Halten Sie beim Anfragen deshalb folgende Punkte schriftlich fest:
- Seitenliste: Nennen Sie jede erwartete Seite beim Namen.
- Textverantwortung: Schreiben Sie selbst, oder übernimmt das Team?
- Bilder: Wer liefert die Fotos, und mit welchen Nutzungsrechten?
- Neue Seiten: Können Sie später selbst ergänzen, und wie wird das berechnet?
- Sprachen: Sind weitere Sprachen geplant, und erlaubt die Technik sie?
- Eigentum: Auf wessen Namen laufen Domain, Dateien und Konten?
Mit so einer Liste vergleichen Sie Angebote auf derselben Grundlage. Kosten hängen vom Projekt ab, deshalb nennen wir hier keine Zahlen; welche Punkte den Preis beeinflussen, erklären wir im Beitrag zu den Preisfaktoren einer Firmenwebsite.
Welche Informationen sammeln Sie vor der Festlegung der Seitenzahl?
Bauen Sie den Umfang auf Ihren Betriebsdaten auf, nicht auf einer Schätzung. Schon eine Stunde mit diesen Quellen verbessert das Ergebnis deutlich:
- Notieren Sie die Fragen aus den letzten Anrufen und Nachrichten.
- Ordnen Sie die umsatzstarken Leistungen nach Wichtigkeit.
- Prüfen Sie, welche Leistungen Wettbewerber in der Nähe auf eigene Seiten stellen, ohne deren Text zu kopieren.
- Suchen Sie bei Google mit den Wörtern Ihrer Kunden und betrachten Sie die Seitentypen in den Ergebnissen.
- Listen Sie die vorhandenen Fotos, Dokumente und Referenzen auf.
Danach schreiben Sie für jede Seite genau eine Aufgabe auf. Zum Beispiel: „Diese Seite überzeugt jemanden, der einen Büroumzug plant, ein Angebot anzufragen.“ Lässt sich die Aufgabe nicht in einem Satz beschreiben, ist die Seite vermutlich unnötig oder gehört mit einer anderen zusammen.
Woran erkennen Sie, ob eine Seite wirklich nötig ist?
Gehen Sie den Umfang vor dem Start mit dieser Checkliste durch. Antworten Sie bei einem Punkt mit nein, prüfen Sie zunächst das Zusammenlegen, bevor Sie die Seite streichen:
- Die Seite hat eine klare Aufgabe, die in einen Satz passt.
- Kunden suchen oder fragen tatsächlich nach dieser Information.
- Der Inhalt wiederholt keine andere Seite der Website.
- Der Text ist eigenständig und passt konkret zu Ihrem Betrieb.
- Bilder oder Belege liegen bereit oder sind eingeplant.
- Für die Pflege ist eine Person zuständig.
- Vom Menü oder einer verwandten Seite führt ein Link dorthin.
- Besucher erfahren den nächsten Schritt.
Diese Liste gilt für neue und für bestehende Websites. Für die technischen Schritte vor dem Start nutzen Sie außerdem unsere Checkliste bis zum Livegang.
Wie sieht die Seitenkarte in drei Beispielszenarien aus?
Um die Rechnung in der Praxis zu sehen, gehen wir drei Szenarien durch. Es handelt sich nicht um echte Kundenfälle, wir haben sie nur zur Veranschaulichung gebildet.
Beispielszenario 1, Reinigungsbetrieb: Er bietet Haushalts-, Büro- und Baureinigung an. Kunden suchen diese Leistungen getrennt, deshalb braucht er drei Leistungsseiten. Mit Startseite, Über uns, Kontakt und zwei Rechtstexten sind es dann insgesamt acht Seiten. Regionalseiten warten, bis echte lokale Informationen vorliegen.
Beispielszenario 2, Architekturbüro: Die Entscheidung dauert lange, und Interessenten wollen zuerst Arbeiten sehen. Daher können zwei Leistungsseiten für Wohnbau und Gewerbe genügen, dazu Projekte, Ablauf, Über uns, Kontakt und Rechtstexte. Projektseiten kommen später hinzu, sobald Fotos und Freigaben vorliegen.
Beispielszenario 3, Café im Viertel: Die Fragen der Gäste sind überschaubar, nämlich Speisekarte, Anfahrt, Öffnungszeiten und Fotos. Somit können Startseite, Speisekarte, Kontakt und Rechtstexte mit fünf Seiten ausreichen.
Zusammengefasst liegen die Zahlen nah beieinander, die Aufgaben der Seiten unterscheiden sich jedoch völlig. Beginnen Sie deshalb mit Ihren eigenen Kundenfragen, statt die Liste eines anderen Betriebs zu übernehmen.
Sollten Sie auf Ihrer bestehenden Website Seiten streichen oder ergänzen?
Ist Ihre Website bereits online, prüfen Sie zuerst den Bestand, bevor Sie neu beginnen. Der Leistungsbericht der Search Console zeigt, welche Seiten Impressionen und Klicks erhalten. Zwei ähnliche Seiten ohne Impressionen sind zum Beispiel Kandidaten zum Zusammenlegen. Eine Seite mit vielen Impressionen und wenigen Klicks verdient dagegen eine Verbesserung statt einer Löschung.
Gehen Sie bei der Entscheidung so vor:
- Sammeln Sie alle Seiten in einer Liste und notieren Sie zu jeder die Aufgabe.
- Markieren Sie Seiten mit derselben Aufgabe.
- Wählen Sie die stärkere Seite und übernehmen Sie die nützlichen Teile der anderen.
- Leiten Sie die entfernte Adresse dauerhaft auf die passende neue Adresse um.
- Passen Sie danach Menü und interne Links an.
Auch der Startleitfaden von Google empfiehlt, jeden Inhalt nach Möglichkeit über nur eine URL erreichbar zu machen und bei Bedarf Weiterleitungen oder ein kanonisches Linkelement zu nutzen. Außerdem können schlecht begleitete Adressänderungen erarbeitete Rankings beschädigen. Planen Sie einen größeren Umbau, lesen Sie daher zuerst unseren Beitrag, wie Sie SEO beim Relaunch schützen.
Wie begrenzt die Pflege die sinnvolle Seitenzahl?
Der zweite Faktor für die Größe der Website ist die Frage, wer die Seiten aktuell hält. Ändern sich Öffnungszeiten, Leistungen oder Abläufe, müssen alle betroffenen Seiten mitziehen. In einem Betrieb, in dem niemand dreißig Seiten betreuen kann, bringen zehn gute Seiten meist mehr.
Klären Sie deshalb vorab diese Fragen:
- Wer ist für die Aktualisierung der Texte zuständig?
- Wie viel Zeit steht dieser Person im Monat zur Verfügung?
- Auf wie vielen Seiten müssten Sie geänderte Angaben korrigieren?
- Wer sammelt neue Fotos und Dokumente regelmäßig ein?
Zudem hilft es, wiederkehrende Angaben an einer Stelle zu halten. Öffnungszeiten genügen zum Beispiel auf der Kontaktseite und in der Fußzeile. Was Sie monatlich prüfen sollten, zeigt unsere Checkliste zur Website Wartung.
Kurz gesagt wirkt eine veraltete Seite oft schlechter als gar keine Seite. Sie verspricht Kunden etwas Falsches, und Sie müssen es danach am Telefon richtigstellen.
Brauchen FAQ und Referenzen eine eigene Seite?
Bei wenigen Fragen oder Referenzen stehen beide meist besser direkt auf der passenden Leistungsseite, denn dort treffen Kunden ihre Entscheidung. Eine eigene FAQ lohnt sich dagegen, wenn Fragen mehrere Leistungen betreffen. Eine Galerie hilft vor allem dort, wo Bilder die Wahl direkt beeinflussen, etwa bei Architektur oder Renovierung. Verwenden Sie Kundennamen und Logos allerdings nur mit Zustimmung.
Welche Fehler beim Umfang passieren besonders häufig?
Bei kleinen Betrieben sehen wir immer wieder dieselben Entscheidungsfehler. Wer sie vorab kennt, hat später weniger Korrekturarbeit:
- Jede Seite eines Wettbewerbers übernehmen, ohne an die eigenen Kunden zu denken.
- Alle Leistungen auf eine lange Seite packen und dann eine Anzeigenseite suchen.
- Texte bis zum letzten Tag aufschieben und das Design mit leeren Vorlagen freigeben.
- Regionalseiten erstellen, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden.
- Einen großen Blog beginnen, ohne die Pflege zu klären.
- Geschlossene Technik wählen, die neue Seiten erschwert.
All diese Fehler haben eines gemeinsam: Die Entscheidung folgt einem gesehenen Beispiel statt einer Kundenfrage. Besprechen Sie deshalb zuerst Kundenfragen, dann die Seitenliste und zuletzt das Design. Nach dem Start prüfen Sie mit dem Broken Link Checker regelmäßig neue und verschobene Seiten.
Was tun, wenn Sie die Website für Kleinunternehmen nicht allein planen können?
Sind Ihre Leistungen klar und kann jemand die Texte schreiben, erarbeiten Sie den Umfang mit diesem Leitfaden selbst. Allerdings wird ein falscher Umfang teurer, wenn sich Leistungen überschneiden, Anzeigen geplant sind oder mehrere Regionen und Sprachen infrage kommen. Denn später geänderte Adressen und Menüs bedeuten zusätzliche Arbeit.
In dieser Phase prüfen wir zunächst Ihre Kundenfragen und Ihre Leistungsstruktur und erstellen danach die Seitenkarte. Anschließend folgen Design und Text dieser Karte. Somit geben Sie kein Budget für unnötige Seiten aus und übersehen auch keine nötige. Ergebnisse garantieren wir nicht, unsere Begründungen legen wir allerdings schriftlich offen.
Beschreiben Sie Ihre Leistungen, Ihre Region und Ihre bestehende Website, und fragen Sie dann über unsere Seite Firmenwebsite erstellen lassen ein passendes Angebot an. Ihre Seitenliste muss dafür noch nicht feststehen, denn Ihre Kundenfragen genügen für den Anfang.



