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Leistungsseite gestalten: Welcher Aufbau bringt Anfragen?

Talha Aslan 18 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Wie gestalten Sie eine Leistungsseite?

Eine Leistungsseite ist eine eigene Seite, die genau eine Leistung erklärt und Besucher zur Angebotsanfrage führt. Eine gute Leistungsseite beginnt mit einem klaren Versprechen, nennt die Zielgruppe, zeigt den Ablauf Schritt für Schritt, grenzt den Umfang ab, liefert Belege und wiederholt eine eindeutige Handlungsaufforderung.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team die Struktur, mit der wir Leistungsseiten für Kunden aufbauen. Unser Ziel ist keine hübsche Vorlage. Vielmehr möchten wir Ihnen ein Gerüst geben, das Sie morgen auf Ihrer eigenen Website umsetzen können. Konkret betrachten wir jeden Abschnitt mit einer Frage: Was möchte der Besucher an dieser Stelle wissen?

Der Leitfaden funktioniert gleich, ob Sie als Handwerker allein arbeiten oder als Firma zehn Leistungen anbieten. Die Beispiele stammen aus unterschiedlichen Branchen. Allerdings sollten Sie jedes Beispiel anpassen, denn die Fragen Ihrer Besucher hängen von Ihrer Branche ab.

Worin unterscheidet sich eine Leistungsseite von der Startseite?

Die Startseite ist eine Kreuzung, die Leistungsseite dagegen ein Ziel. Sie sagt, wer Sie sind und was Sie tun, und schickt Besucher dann auf den richtigen Weg. Die Leistungsseite beantwortet hingegen nur eine Frage: Können Sie diesen Auftrag für mich erledigen, und wie?

Dieser Unterschied prägt die Gestaltung direkt. Auf der Startseite zeigen Sie zum Beispiel fünf Leistungen in kurzen Karten. Auf der Leistungsseite behandeln Sie dagegen eine einzige Leistung in der Tiefe. Wenn Sie die Seite der Startseite interessiert, lesen Sie unseren Leitfaden zur Startseite; hier wiederholen wir das nicht.

  • Startseite: breites Publikum, viele Leistungen, Fokus auf Orientierung.
  • Leistungsseite: enges Publikum, eine Leistung, Fokus auf Entscheidung und Anfrage.
  • Startseite: Die Markengeschichte steht vorn.
  • Leistungsseite: Ablauf, Umfang und Belege stehen vorn.

Warum braucht jede Leistung eine eigene URL?

Eine eigene Adresse pro Leistung sendet Suchmaschinen und Besuchern ein klares Signal. Wenn eine Seite nur ein Thema behandelt, passt sie leichter zu der Person, die genau danach sucht. Packen Sie dagegen fünf Leistungen auf eine Seite, gibt die Seite auf jede Suchanfrage nur eine halbe Antwort.

Google empfiehlt in der Dokumentation zur URL Struktur einfache, lesbare und logische Adressen (Google Search Central: URL Struktur). Deshalb ist eine Adresse wie "/leistungen/dachreparatur/" für Nutzer und Crawler klarer als "/seite?id=17".

Eine eigene URL hilft zudem bei der Werbung. Sie verknüpfen zum Beispiel eine Anzeigengruppe in Google Ads direkt mit der passenden Seite. Somit sieht der Besucher dasselbe Versprechen in der Anzeige und auf der Seite. Außerdem zeigt Ihr Analysebericht, wie viele Anfragen jede Leistung bringt.

Eigene Seiten erleichtern zudem die interne Verlinkung. Erwähnt ein Blogartikel eine Leistung, schicken Sie Leser direkt zu dieser Leistung. So landen sie bei der Fortsetzung ihrer Antwort und nicht auf einer allgemeinen Liste.

Welche Abschnitte gehören auf eine Leistungsseite?

Nach unserer Erfahrung hat die Struktur, die am besten funktioniert, meist neun Abschnitte. Die Reihenfolge ist allerdings keine starre Regel. Dennoch folgt sie den Fragen im Kopf des Besuchers: Was ist das, passt es zu mir, wie läuft es ab, und kann ich vertrauen?

  1. Zunächst die Überschrift und ein Versprechen in einem Satz.
  2. Für wen die Leistung passt und für wen nicht.
  3. Das gelöste Problem und das Ergebnis.
  4. Die Schritte des Ablaufs.
  5. Umfang und Ausschlüsse.
  6. Belege: Referenzen, Arbeitsbeispiele, Nachweise.
  7. Der Ansatz zur Preisgestaltung.
  8. Häufige Fragen zu genau dieser Leistung.
  9. Zuletzt das Anfrageformular und die wiederholte Handlungsaufforderung.

Haben Sie dieses Gerüst einmal gebaut, können Ihre anderen Seiten es übernehmen. Zudem wissen Besucher beim Wechsel zwischen Leistungen sofort, wo sie hinschauen müssen. Einheitlichkeit ist also keine Stilfrage, sondern eine Lesehilfe.

Passen Sie die Zahl der Abschnitte an die Komplexität der Leistung an. Bei einem einfachen einmaligen Auftrag können Preis und Ablauf etwa in einem Block stehen. Eine Beratung über mehrere Monate teilt den Ablauf dagegen in Phasen auf. Entscheidend ist also, die Reihenfolge zu halten und keine Frage offen zu lassen.

Wie schreiben Sie Überschrift und Versprechen?

Die Überschrift sollte den Namen der Leistung und die Begriffe enthalten, nach denen Menschen tatsächlich suchen. Kreative, aber vage Überschriften funktionieren deshalb nicht. "Ihre digitale Reise" ist zum Beispiel schwächer als "Webdesign für Unternehmen", sowohl für die Suche als auch für das Lesen.

Setzen Sie direkt darunter ein Versprechen in einem Satz. Das Versprechen beschreibt das Ergebnis konkret. Beispielszenario: Ein Fassadenbetrieb schreibt "Wir erneuern Ihre Fassade mit einem Team, vom Gerüst bis zum obersten Stockwerk." Dieser Satz sagt, was Sie tun, wie Sie es tun und was Sie unterscheidet.

Auch die Dokumentation von Google zu Titellinks empfiehlt kurze, eindeutige Titel, die den Inhalt treffend beschreiben (Google Search Central: Titellinks). Daher muss sich jeder Seitentitel klar von den anderen abheben. Dasselbe Muster zu kopieren und nur den Leistungsnamen zu tauschen, reicht nicht.

Was gehört in den ersten sichtbaren Bereich?

Der erste sichtbare Bereich ist das, was Besucher ohne Scrollen sehen. Dort genügen vier Elemente: die Überschrift, das Versprechen, ein kurzes Vertrauenssignal und der Hauptbutton. Alles Weitere lenkt dagegen ab, denn jedes Element kostet Aufmerksamkeit.

  • Überschrift: der Name der Leistung mit dem gesuchten Begriff.
  • Versprechen: ein Satz über das Ergebnis.
  • Vertrauenssignal: etwa Ihr Einzugsgebiet oder Ihre Branchenerfahrung.
  • Button: eine klare Aktion wie "Angebot anfordern".

Auf dem Smartphone sollten alle vier Elemente auf den ersten Bildschirm passen. Verwenden Sie daher ein großes Hintergrundbild, darf es den Text nicht überdecken. Ein schweres Titelbild verlangsamt außerdem den Seitenaufbau. Kurz gesagt ist der erste Bildschirm ein Wegweiser, kein Schaufenster.

Testen können Sie das zudem ganz einfach. Zeigen Sie die Seite einer fremden Person fünf Sekunden lang und schließen Sie sie dann. Fragen Sie anschließend, welche Leistung die Seite anbietet und was der nächste Schritt ist. Bleibt eine Antwort unklar, vereinfachen Sie Überschrift oder Button.

Warum steigert der Abschnitt "Für wen" die Anfragen?

Besucher fragen sich zuerst: Ist das etwas für mich? Beantworten Sie diese Frage nicht klar, beginnen sie zu raten und verlassen die Seite oft. Der Abschnitt "Für wen" beseitigt diesen Zweifel.

Beispielszenario: Ein Steuerbüro nennt drei Gruppen, nämlich Einzelunternehmer, neu gegründete GmbHs und Onlinehändler. Somit erkennen sich Menschen aus diesen Gruppen sofort wieder. Der Satz "Für große Konzerne sind wir nicht die richtige Wahl" schafft zudem Vertrauen, denn Ehrlichkeit wirkt seriös.

Halten Sie diesen Abschnitt also kurz. Drei bis fünf Punkte reichen dann meist. Formulieren Sie außerdem jeden Punkt in der Sprache des Besuchers: "Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten" ist verständlicher als "KMU".

Sie können den Abschnitt in zwei Spalten zeigen: links "Diese Leistung passt zu Ihnen", rechts "Eine andere Lösung passt vielleicht besser". Auf dem Smartphone stehen beide Listen untereinander. So ordnen sich Besucher in wenigen Sekunden ein.

Wie formulieren Sie Problem und Ergebnis?

Dieser Abschnitt beschreibt das Problem des Besuchers in seinen eigenen Worten und zeigt dann, was sich nach der Leistung ändert. Es geht also nicht darum, Angst zu machen. Vielmehr soll sich der Besucher verstanden fühlen.

Auf einer Webdesign Seite könnte der Problemsatz etwa lauten: "Sie haben eine Website, aber das Telefon klingelt nicht." Der Ergebnissatz folgt dann: "Eine schnelle mobile Website, über die Besucher ein Angebot anfragen können." Somit sieht der Leser, dass die Leistung sein echtes Problem trifft.

Verzichten Sie hier auf übertriebene Zahlen. Ein Versprechen wie "Wir verdreifachen Ihren Umsatz" schadet dem Vertrauen, weil der Beleg fehlt. Beschreiben Sie stattdessen konkrete, überprüfbare Änderungen: ein kürzeres Formular, einen klareren Preisansatz, eine schnellere Antwort. Je realistischer das Versprechen, desto glaubwürdiger wirkt es also.

Passende Problemsätze finden Sie in den ersten Nachrichten Ihrer Kunden. Menschen beschreiben ihr Anliegen nämlich oft mit denselben Worten, weil es sie täglich beschäftigt. Übernehmen Sie diese Worte, lesen Besucher ihren eigenen Satz und bleiben länger.

Wie zeigen Sie die Schritte des Ablaufs?

Der Abschnitt zum Ablauf beantwortet die Frage: Was passiert, nachdem ich ein Angebot angefragt habe? Unsicherheit ist eine der größten Hürden vor einem Anfrageformular. Sehen Besucher die Schritte, schätzen sie den Aufwand ein und füllen das Formular eher aus.

  1. Anfrage: Zunächst füllen Sie das Formular aus oder rufen an.
  2. Klärung: Wir stellen einige Fragen zu Ihrem Bedarf.
  3. Angebot: Dann senden wir Umfang, Zeitplan und Preis schriftlich.
  4. Umsetzung: Nach Ihrer Freigabe beginnen wir mit der Arbeit.
  5. Übergabe und Betreuung: Wir übergeben das Ergebnis und nennen klar, was danach kommt.

Halten Sie die Zahl der Schritte zwischen drei und sechs. Sie können außerdem zu jedem Schritt eine Zeitangabe ergänzen; allerdings nur, wenn Sie sie einhalten können. Optisch funktioniert zum Beispiel ein nummeriertes Band oder eine waagerechte Linie gut. Auf dem Smartphone stehen die Schritte untereinander.

Warum sollten Sie Umfang und Ausschlüsse ausdrücklich nennen?

Der Umfang sagt, was die Leistung enthält; die Ausschlüsse sagen, was nicht dazugehört. Diese beiden Listen verhindern die meisten späteren Missverständnisse schon beim Angebot. Zudem merken Besucher, dass sie mit einem seriösen Betrieb sprechen.

Beispielszenario: Eine Webdesign Leistung nennt Gestaltung, Einrichtung, Einbau der Inhalte und grundlegende Einstellungen für die Suchmaschinenoptimierung als enthalten. Texterstellung, professionelle Fotos und Hosting nennt sie dagegen als ausgeschlossen. Daher weiß der Kunde von Anfang an, welche Posten er separat planen muss.

Scheuen Sie sich nicht, Ausschlüsse zu nennen. Viele Betriebe fürchten allerdings, dadurch Aufträge zu verlieren. In der Praxis senkt Klarheit jedoch den Anteil falscher Erwartungen und erhöht den Anteil passender Anfragen. Kurz gesagt wirkt die Liste der Ausschlüsse wie ein Filter.

Die folgende Tabelle vergleicht die Kernabschnitte, die Frage, die jeder beantwortet, und den häufigsten Fehler. Nutzen Sie sie als Prüfliste für Ihre eigene Seite.

AbschnittBeantwortete FrageHäufiger Fehler
Überschrift und VersprechenWorum geht es auf dieser Seite?Vage Überschrift im Werbeton
Für wenIst diese Leistung etwas für mich?Fehlt ganz
AblaufWas passiert nach meiner Anfrage?Schritte bleiben verborgen
Umfang und AusschlüsseWas bekomme ich, was nicht?Nur der Umfang wird genannt
BelegeHaben sie das schon einmal gemacht?Allgemeines, nicht prüfbares Lob
Häufige FragenWelche Frage habe ich noch?Fragen von der ganzen Website kopiert
AnfrageformularWie fange ich an?Langes, forderndes Formular

Wie präsentieren Sie Belege für genau eine Leistung?

Belege beantworten die Frage: Haben sie das schon einmal gemacht? Auf einer Leistungsseite sollten Belege genau diese Leistung betreffen. Eine Bewertung von jemandem, der diese Leistung gekauft hat, überzeugt deutlich mehr als ein allgemeines Lob.

  • Arbeitsbeispiel: eine Ansicht vorher und nachher mit kurzer Notiz.
  • Referenz: Kundenname und Logo, für die Sie eine Erlaubnis haben.
  • Bewertung: ein konkreter Kundensatz, der die Leistung nennt.
  • Nachweis: ein Zertifikat oder eine Zulassung, die in Ihrer Branche zählt.

Verwenden Sie niemals erfundene Bewertungen oder Logos ohne Erlaubnis. Das zerstört nämlich Vertrauen und kann rechtliche Folgen haben. Den größeren Rahmen beschreiben wir in unserem Leitfaden zu Vertrauenselementen. Hier betonen wir nur einen Punkt: Belege auf dieser Seite sollten den Namen der Leistung tragen.

Wie bauen Sie eine Fallstudie ein?

Eine Fallstudie ist die ausführlichste Form eines Belegs. Auf der Seite selbst funktioniert eine kurze Übersichtskarte besser als ein vollständiger Text. Die Karte kann drei Zeilen haben: Ausgangslage, erledigte Arbeit und eingetretene Veränderung.

Beispielszenario: "Vorher: Das Formular ließ sich mobil nicht absenden. Arbeit: Wir haben das Formular auf drei Felder gekürzt und das mobile Layout neu aufgebaut. Ergebnis: Anfragen kommen jetzt auch vom Smartphone." Diese Karte erzählt eine bescheidene, überprüfbare Geschichte. Zusätzlich können Sie auf die vollständige Fallstudie verlinken.

Wie gehen Sie mit Preisangaben um?

Nicht jede Leistung eignet sich für einen Festpreis. Gar nichts zum Preis zu sagen, lässt Besucher allerdings im Unklaren. Der Mittelweg besteht darin, zu erklären, wovon der Preis abhängt.

Der Satz "Unser Angebot richtet sich nach Seitenzahl, Aufbereitung der Inhalte und Schnittstellen" zeigt Besuchern zum Beispiel die Logik hinter der Zahl. Somit schätzen sie ihren eigenen Bedarf anhand dieser Faktoren ein. Fragen Sie diese Faktoren außerdem im Formular ab, erstellen Sie ein genaueres Angebot.

Haben Sie feste Pakete, zeigen Sie diese in einer kurzen Tabelle. Andernfalls sagen Sie ruhig "Wir arbeiten auf Angebotsbasis". Wichtig ist also nur, dass Besucher den nächsten Schritt kennen.

Zu sagen, wann das Angebot kommt, nimmt zudem die Sorge vor dem Preis. Der Satz "Nach Ihrer Anfrage klären wir den Umfang und senden ein schriftliches Angebot" reicht dafür aus. So wissen Besucher, dass sie einen Informationsprozess erwartet und kein Verkaufsdruck.

Wie erstellen Sie häufige Fragen speziell zur Leistung?

Die Fragen hier sollten keine Kopie der allgemeinen FAQ Seite sein. Jede Leistung hat eigene Einwände, und dieser Abschnitt beantwortet sie. Beim Webdesign lautet eine typische Frage etwa "Wer schreibt die Texte?", beim Sanitärbetrieb eher "Kommen Sie auch am Wochenende?"

Um die Fragen zu finden, sprechen Sie mit Ihrem Vertrieb oder der Person am Telefon. Notieren Sie die fünf häufigsten Kundenfragen und geben Sie kurze, direkte Antworten. Achten Sie außerdem darauf, dass der erste Satz jeder Antwort die Frage klar beantwortet.

Setzen Sie bei strukturierten Daten realistische Erwartungen. Google hat die Sichtbarkeit von FAQ Rich Results eingeschränkt; das erklären wir in unserem Artikel zu FAQ Rich Results. Schreiben Sie diesen Abschnitt also für die Entscheidung des Besuchers und nicht für die Darstellung in der Suche.

Wo platzieren Sie das Anfrageformular?

Das vollständige Formular gehört ans Ende der Seite. Links dorthin sollten sich allerdings an mehreren Stellen wiederholen. So müssen Besucher, die früh entscheiden, nicht bis ganz nach unten scrollen.

Halten Sie das Formular kurz und ergänzen Sie dann eine Frage speziell zur Leistung. Beim Webdesign hilft etwa die Frage "Haben Sie bereits eine Website?" sehr bei der Angebotserstellung. Die Formularfelder behandeln wir ausführlich in unserem Leitfaden für Anfrageformulare.

  • Zunächst Name und Kontaktdaten.
  • Eine oder zwei Fragen zur Leistung.
  • Ein freies Textfeld.
  • Zuletzt ein kurzer Satz, was nach dem Absenden passiert.

Möchten Sie diese Struktur nicht selbst umsetzen, lassen Sie Ihre Leistungsseiten von unserem Webdesign Team aufbauen; wir erstellen Ihnen ein Angebot nach Ihrem Bedarf.

Wie platzieren Sie eine wiederholte Handlungsaufforderung?

Eine CTA, also eine Handlungsaufforderung, ist ein Button oder Link, der zum Handeln einlädt. Es funktioniert gut, die CTA am Ende jedes langen Abschnitts zu wiederholen. Statt jedes Mal denselben Text zu kopieren, können Sie ihn allerdings leicht an den Kontext anpassen.

Nach dem Ablauf passt zum Beispiel "Machen Sie den ersten Schritt: Angebot anfordern". Nach den Belegen wirkt "Angebot für ein ähnliches Projekt anfordern" besser. Somit antwortet der Button auf das, was der Leser gerade denkt. Ideen für Buttontexte finden Sie in unseren CTA Beispielen.

Das Aussehen des Buttons sollte dagegen überall gleich bleiben. Das WCAG Kriterium Consistent Help des W3C verlangt, dass Hilfsangebote auf allen Seiten in derselben relativen Reihenfolge erscheinen (W3C: Consistent Help). Ähnlich erkennen Besucher eine einheitliche CTA in jedem Abschnitt sofort.

Worauf kommt es im mobilen Layout an?

Ein großer Teil der Besucher kommt mit dem Smartphone auf diese Seiten. Deshalb ist es sinnvoll, zuerst mobil zu denken. Lange Absätze, gedrängte Spalten nebeneinander und winzige Buttons sind die ersten Probleme.

  • Halten Sie Absätze kurz; zwei bis vier Sätze genügen.
  • Stellen Sie die Schritte des Ablaufs untereinander.
  • Machen Sie Tabellen scrollbar oder wandeln Sie sie in Karten um.
  • Sorgen Sie außerdem dafür, dass der Anrufbutton mit einem Tippen funktioniert.

Eine kleine feste Leiste mit "Angebot anfordern" oder "Anrufen" am unteren Rand funktioniert mobil oft gut. Allerdings darf sie keine Inhalte verdecken. Kurz gesagt ist das mobile Layout ein eigenes Leseerlebnis und kein verkleinerter Desktop.

Welche Bilder bringen der Seite einen Mehrwert?

Bilder sollen etwas belegen oder erklären, nicht den Text schmücken. Ein Stockfoto sagt Besuchern zum Beispiel nichts über Sie. Ein Foto Ihres Teams vor Ort oder ein Screenshot einer gelieferten Arbeit sagt dagegen viel.

  • Zunächst ein Foto Ihres Teams oder Arbeitsplatzes.
  • Eine Ansicht vorher und nachher einer gelieferten Arbeit.
  • Außerdem ein einfaches Schema, das den Ablauf erklärt.
  • Echte Bilder der Geräte oder Software, die Sie nutzen.

Schreiben Sie für jedes Bild einen aussagekräftigen Alternativtext. Komprimieren Sie Bilder zudem und liefern Sie sie in passender Größe aus; sonst geben mobile Besucher beim Laden auf. Weniger, aber echtere Bilder schaffen also mehr Vertrauen.

Wer sollte die Texte schreiben, und in welchem Ton?

Die besten Texte entstehen, wenn der Schreibende mit der Person spricht, die die Arbeit ausführt. Diese Person kennt Einwände und häufige Fragen besser als jeder andere. Planen Sie deshalb ein halbstündiges Gespräch zwischen Texter und Vertrieb oder Ausführung ein.

Verwenden Sie bei der Wortwahl die Begriffe Ihrer Besucher. In der Branche heißt es etwa "Wärmedämmverbundsystem", während Kunden nach "Fassadendämmung" suchen. Müssen Sie einen Fachbegriff verwenden, erklären Sie ihn dort kurz, wo er zuerst auftaucht.

Schreiben Sie kurze Sätze und sprechen Sie Leser mit "Sie" an. Ein zu lockerer oder zu steifer Ton kann zudem Vertrauen kosten. Das Ziel ist also die ruhige, klare Stimme einer Fachperson.

Welche SEO Details prüfen Sie auf einer Leistungsseite?

Der SEO Wert einer Leistungsseite entsteht, wenn sie eine Suchanfrage vollständig beantwortet. Die Google Dokumentation zu hilfreichen Inhalten bevorzugt eigenständige, gründliche Inhalte für Menschen (Google Search Central: hilfreiche Inhalte). Folglich muss die Seite mehr bieten als ein paar übernommene Absätze.

  1. Nennen Sie im Titel den Namen der Leistung und den gesuchten Begriff.
  2. Schreiben Sie für jede Leistung eine eigene Meta Beschreibung.
  3. Verlinken Sie Leistungen untereinander und mit passenden Blogartikeln.
  4. Bedienen Sie eine Region, nennen Sie sie auf natürliche Weise.
  5. Vervielfältigen Sie nicht denselben Text mit getauschten Städtenamen.

Wie Sie Leistungen auf der Website gruppieren, ist eine Frage der Inhaltsstruktur. Das behandeln wir gesondert in unserem Leitfaden zur Inhaltsstruktur.

Wie verknüpfen Sie mehrere Leistungen miteinander?

Ergänzen sich Ihre Leistungen, bauen Sie natürliche Brücken zwischen ihnen. Eine Webdesign Seite kann etwa sagen: "Sobald Ihre Website online ist, sehen Sie sich unsere SEO Leistung für bessere Sichtbarkeit an." Das zeigt Besuchern einen logischen nächsten Schritt.

Unter jeder Seite können Sie einen kleinen Bereich "Passende Leistungen" einfügen. Allerdings sollte er auf zwei oder drei Links begrenzt bleiben. Sonst wird die Seite wieder zum Menü und verliert ihren Fokus.

Legen Sie außerdem eine übergeordnete Seite "Leistungen" an. Sie listet alle Leistungen in kurzen Karten und verlinkt jede Karte auf ihre eigene Seite. Dadurch sehen Besucher und Suchmaschinen Ihr Angebot im Zusammenhang.

Verlinken Sie auch aus Blogartikeln auf die passende Leistung. Ein Artikel mit Wartungstipps kann zum Beispiel mit einem kurzen Hinweis auf Ihre Wartungsleistung enden. Solche Links drängen nicht; sie zeigen nur denen den Weg, die ihn brauchen.

Wie messen Sie, ob die Seite Anfragen bringt?

Um Erfolg zu messen, legen Sie zunächst fest, was als Erfolg zählt. Bei einer Leistungsseite ist das meist ein abgeschicktes Formular, ein Tippen auf die Telefonnummer oder auf WhatsApp. Definieren Sie jede dieser Aktionen als eigenes Ereignis in Ihrem Analysetool.

  1. Zunächst erfassen Sie abgeschickte Formulare als Ereignis.
  2. Dann zählen Sie Klicks auf Telefon und WhatsApp getrennt.
  3. Vergleichen Sie, wie viele Anfragen jede Leistungsseite bringt.
  4. Notieren Sie außerdem das Datum jeder Änderung und vergleichen Sie vorher und nachher.

Zahlen allein erzählen allerdings nicht die ganze Geschichte. Achten Sie daher auch auf die Qualität der Anfragen: Kommen die richtigen Menschen, oder steigen Anfragen außerhalb des Umfangs? So verbessern Sie Menge und Qualität der Anfragen zugleich.

Welche Fehler passieren auf Leistungsseiten am häufigsten?

Die meisten Fehler, die wir in der Praxis sehen, entstehen durch Inhaltsentscheidungen und nicht durch das Design. Die folgende Liste fasst zusammen, was Sie vor dem Veröffentlichen prüfen sollten.

  • Alle Leistungen auf einer einzigen Seite bündeln.
  • Die Überschrift als Slogan schreiben und den Leistungsnamen verstecken.
  • Ablauf und Umfang nie erklären.
  • Allgemeine Bewertungen ohne Bezug zur Leistung verwenden.
  • Das Anfrageformular nur auf der Kontaktseite anbieten.
  • Zuletzt denselben Text auf jede Leistungsseite kopieren.

Gemeinsam ist diesen Fehlern, dass niemand vor dem Bau der Seite an die Frage des Besuchers gedacht hat. Die allgemeinen Grundsätze haben wir in unserem Artikel zu conversionorientiertem Webdesign gesammelt; die Leistungsseite ist ihre konkreteste Anwendung.

Welche Checkliste nutzen Sie vor dem Veröffentlichen?

Lesen Sie die Seite vor dem Veröffentlichen einmal komplett aus Sicht eines Besuchers. Haken Sie dann die folgende Liste Punkt für Punkt ab. Fehlt ein Punkt, ergänzen Sie zuerst diesen Abschnitt.

  1. Enthält die Überschrift den Leistungsnamen und den gesuchten Begriff?
  2. Ist das Versprechen ein einziger, konkreter Satz?
  3. Steht auf der Seite, für wen die Leistung passt und für wen nicht?
  4. Sind die Schritte des Ablaufs nummeriert?
  5. Stehen Umfang und Ausschlüsse in getrennten Listen?
  6. Beziehen sich die Belege auf genau diese Leistung?
  7. Beantworten die Fragen leistungsspezifische Einwände?
  8. Wiederholt sich die CTA nach jedem langen Abschnitt?
  9. Lässt sich das Formular mobil leicht ausfüllen?
  10. Hat die Seite eine eigene, lesbare URL?

Nutzen Sie diese Liste dann für jede neue Seite. So bleiben alle Leistungsseiten auf derselben Qualitätslinie.

Prüfen Sie die Liste einige Wochen nach dem Start erneut. Taucht in Anfragen immer wieder eine neue Frage auf, ergänzen Sie sie bei den häufigen Fragen. Nehmen Anfragen außerhalb des Umfangs zu, schärfen Sie zudem die Ausschlüsse. Kurz gesagt ist eine gute Seite mit dem Start nicht fertig; sie reift mit den Rückmeldungen.

Sollen wir Ihre Leistungsseiten gemeinsam aufbauen?

Die Leistungsseite ist der Teil Ihrer Website, der tatsächlich Anfragen bringt. Gut gebaut finden Besucher dort, was sie suchen, erkennen sich wieder und gehen den nächsten Schritt. Schlecht gebaut verpufft selbst das beste Werbebudget.

Talha Aslan und Team bauen Leistungsseiten nach dem Gerüst aus diesem Leitfaden und passen Textfluss und Anfrageformular an Ihr Geschäft an. Möchten Sie, dass wir diesen Teil Ihrer Website umsetzen, fordern Sie ein Angebot für unser Webdesign an; wir senden Ihnen Umfang und Zeitplan schriftlich.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich für jede Leistung eine eigene Seite?
Ja, wenn Ihre Leistungen unterschiedliche Bedürfnisse abdecken, verdient jede eine eigene Seite. Eine eigene Seite passt direkt zur Suchanfrage und erleichtert die Steuerung von Anzeigen. Zudem sehen Sie in der Analyse, wie viele Anfragen jede Leistung bringt. Sehr ähnliche Leistungen sollten Sie allerdings nicht künstlich trennen.
Wie lang sollte eine Leistungsseite sein?
Eine Leistungsseite sollte so lang sein, dass sie alle Fragen vor einer Entscheidung beantwortet. Eine feste Wortzahl gibt es nicht. Bei einer einfachen Leistung genügt eine kurze Seite, bei einer komplexen wächst sie durch Ablauf, Umfang und häufige Fragen. Ziel ist also Vollständigkeit, nicht Länge.
Sollte ich Preise auf der Leistungsseite nennen?
Haben Sie einen Festpreis, erleichtert die Angabe dem Besucher die Entscheidung. Hängt der Preis vom Projekt ab, erklären Sie statt einer Zahl die Faktoren, die ihn bestimmen. Besucher schätzen so ihren eigenen Fall ein. Fragen Sie diese Faktoren außerdem im Formular ab, wird Ihr Angebot genauer.
Ist eine Leistungsseite dasselbe wie eine Landingpage?
Nein, beide unterscheiden sich. Eine Leistungsseite ist ein fester Teil Ihrer Website, über das Menü erreichbar und gewinnt Besucher aus der Suche. Eine Landingpage dient meist einer einzelnen Kampagne und steht nicht im Menü. Dennoch funktioniert eine gute Leistungsseite auch für Anzeigenverkehr, weil sie sich auf eine Leistung konzentriert.
Wie viele CTAs gehören auf eine Leistungsseite?
Es sollte eine Hauptaktion geben, der Button dorthin darf sich aber mehrmals wiederholen. Meist genügen ein Button im ersten sichtbaren Bereich, einer nach jedem langen Abschnitt und einer am Ende. Behalten Sie die Angebotsanfrage als Hauptaktion bei, damit Besucher immer wissen, was zu tun ist.
Darf ich eine Leistungsseite für mehrere Städte vervielfältigen?
Denselben Text nur mit getauschtem Städtenamen zu kopieren, empfehlen wir nicht. Solche Seiten bieten Besuchern nichts Neues und können wie minderwertige Inhalte wirken. Legen Sie eine eigene regionale Seite nur dann an, wenn Sie wirklich etwas Spezifisches sagen können, etwa örtliche Bedingungen oder ein echtes Beispielprojekt.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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