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Website erstellen und online stellen: Checkliste Schritt für Schritt

Talha Aslan 16 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Website erstellen: Was gehört auf die Checkliste bis zum Livegang?

Eine Website erstellen heißt, das Ziel eines Unternehmens in Seitenplan, Domain, Hosting, Design und Inhalt zu übersetzen und die Seite sicher online zu stellen. Auf die Checkliste gehören Ziele, Domain, Hosting, Installation, Inhalte, SSL, Ladezeit, SEO Grundlagen, Tracking, Rechtstexte, E-Mail, Backups und die Kontrolle am Starttag.

Diesen Leitfaden haben wir bewusst als Checkliste aufgebaut. Zu jedem Schritt erklären wir, was Sie tun, welche Entscheidung den nächsten Schritt beeinflusst und welche Aufgabe Sie besser Ihrem Hostinganbieter oder einer Fachperson überlassen. Außerdem verlinken wir bei jedem Thema unsere ausführlichen Ratgeber. So dient diese Seite als Fahrplan, die Details stehen im jeweiligen Artikel.

Kurz gesagt lautet das Ziel: Am Starttag ist Ihre Seite bereit für Besucher, für Suchmaschinen und für Ihre eigenen Messwerkzeuge. Manche Lücken lassen sich nachträglich nicht schließen, vor allem fehlendes Tracking und kaputte Weiterleitungen. Deshalb empfehlen wir, die Liste der Reihe nach abzuarbeiten.

Betrachten Sie das Thema Website erstellen zudem nicht als einmaliges Projekt. Nach dem Livegang folgen Inhalte, Sicherheitsupdates und Auswertungen. Ein sauberer Start macht allerdings alles Spätere leichter. Ein korrekt angelegtes Domainkonto oder eine bestätigte Search Console Property spart Ihnen zum Beispiel noch Jahre später Zeit.

Wie legen Sie Ziel und Seitenplan fest, bevor Sie eine Website erstellen?

Der erste Schritt ist nicht technisch. Schreiben Sie zunächst die Aufgabe der Seite in einem Satz auf: Anfragen sammeln, Termine vergeben, Produkte verkaufen oder Vertrauen aufbauen. Dieser Satz bestimmt die Zahl der Seiten, die Plattform und die Conversion, die Sie messen. Eine Praxis mit Terminbuchung braucht zum Beispiel einen ganz anderen Seitenplan als ein Hersteller mit Produktkatalog.

  1. Notieren Sie das Hauptziel und ein Nebenziel.
  2. Beschreiben Sie Ihre Zielgruppe und deren fünf häufigste Fragen.
  3. Ordnen Sie jeder Frage eine Seite oder einen Abschnitt zu.
  4. Legen Sie die Menüpunkte fest: Startseite, Leistungen, über uns, Kontakt und bei Bedarf ein Blog.
  5. Geben Sie jeder Seite genau einen Handlungsaufruf; entscheiden Sie, ob Formular, Telefon oder Chat im Vordergrund steht.

Verknüpfen Sie das Ziel mit einer messbaren Handlung, etwa Anfragen, Buchungen oder Käufe pro Monat. Den Ablauf aus Sicht einer Agentur beschreiben wir in unserem Beitrag Firmenwebsite erstellen: der Ablauf. Wer dagegen ohne fertigen Seitenplan ins Design springt, verursacht die teuersten Korrekturschleifen. In unseren Webdesign Projekten ist das der häufigste Zeitfresser.

Worauf achten Sie bei Auswahl und Registrierung der Domain?

Die Domain ist die dauerhafte Adresse Ihrer Marke im Netz, und ein späterer Wechsel kostet SEO Sichtbarkeit. Wählen Sie daher einen Namen, der kurz ist, sich leicht aussprechen lässt und kaum falsch geschrieben wird. Bei der Endung zählt Ihr Markt: Für Deutschland ist .de üblich, für internationale Ausrichtung oft .com. Die Kriterien im Detail finden Sie in unserem Ratgeber Domain auswählen und Domainnamen finden.

  • Registrieren Sie die Domain auf das Unternehmen und in einem Firmenkonto, nicht im privaten Konto einer Agentur oder eines Designers.
  • Aktivieren Sie beim Registrar die Zweifaktorauthentifizierung.
  • Schalten Sie die automatische Verlängerung ein und hinterlegen Sie eine Kontaktadresse, die tatsächlich jemand liest.
  • Lassen Sie die Transfersperre aktiv und heben Sie sie nur für einen geplanten Umzug auf.

Prüfen Sie nach der Registrierung mit einer WHOIS Abfrage, ob die Angaben stimmen. Sichern Sie außerdem am selben Tag die passenden Namen in sozialen Netzwerken. Somit bleiben Domain und Profile von Anfang an einheitlich.

Wie wählen Sie das passende Hosting?

Hosting ist der Serverdienst, auf dem Dateien und Datenbank Ihrer Seite laufen. Für eine kleine Firmenseite reicht oft Shared Hosting. Wachsen Besucherzahl, Zahl der Plugins oder eigener Code, kommen ein VPS oder ein verwalteter Cloud Tarif infrage. Entscheiden Sie allerdings nicht nur nach dem Preis. Serverstandort, Backup Regelung, Qualität des Supports und aktuelle Softwareversionen wie PHP zählen mindestens genauso viel.

Tarifarten, Kriterien und typische Fehler vergleichen wir im Ratgeber Webhosting auswählen. Hier fassen wir nur zusammen, was für die Checkliste zählt:

  1. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, ob der Anbieter automatische Backups erstellt und wie eine Wiederherstellung abläuft.
  2. Fragen Sie nach kostenlosem SSL mit automatischer Verlängerung.
  3. Eröffnen Sie Kundenkonto und Rechnungskonto auf den Namen des Unternehmens.
  4. Klären Sie, wer den Server betreut: ein verwalteter Dienst oder Ihr eigenes Team.

Ein ehrlicher Hinweis: Wenn Betriebssystem Updates, Firewall und Sicherheitspatches nicht Ihr Fachgebiet sind, buchen Sie keinen unverwalteten VPS. Überlassen Sie diese Arbeit mit einem Managed Hosting Tarif dem Anbieter. Denken Sie zudem Hosting und Domain gemeinsam. Ein Anbieterwechsel mitten im Projekt bedeutet, dass Sie DNS und E-Mail Einträge neu einrichten müssen.

CMS oder Individualentwicklung: Welcher Weg passt zu Ihrem Projekt?

Der richtige Weg hängt davon ab, wie oft sich Inhalte ändern und welche Sonderfunktionen nötig sind. Ein Content Management System, kurz CMS, erlaubt Ihrem Team, Seiten und Beiträge ohne Technikwissen anzulegen. Eine individuell programmierte Seite enthält dagegen nur die Funktionen, die Sie brauchen. Sie ist daher oft schlanker und besser kontrollierbar, allerdings braucht jede Änderung eine Entwicklerin oder einen Entwickler.

Beide Wege vergleichen wir im Artikel WordPress oder individuelle Website. Unabhängig von Ihrer Wahl gehören diese Punkte zur Installation:

  • Installieren Sie die Seite zuerst in einer Testumgebung und halten Sie diese für Suchmaschinen verborgen.
  • Vermeiden Sie einen leicht erratbaren Admin Namen; nutzen Sie ein starkes Passwort und Zweifaktorauthentifizierung.
  • Löschen Sie ungenutzte Plugins und Themes, denn Deaktivieren allein genügt nicht.
  • Legen Sie die Permalink Struktur vor dem Start fest, weil spätere Änderungen Weiterleitungen nötig machen.

In WordPress finden Sie unter Einstellungen, Lesen, die Option zur Sichtbarkeit für Suchmaschinen. Damit halten Sie die Seite während der Entwicklung aus dem Index heraus. Viele vergessen allerdings, das Häkchen am Starttag wieder zu entfernen. Deshalb erinnern wir am Ende dieser Liste noch einmal daran.

In welcher Reihenfolge entstehen Design und Inhalte?

Die richtige Reihenfolge führt vom Inhalt zum Design. Entwerfen Sie zunächst für jede Seite Überschrift, Kernbotschaft und Handlungsaufruf. Danach baut das Design ein Layout um diese Inhalte herum. Andersherum, also erst eine Vorlage wählen und dann Texte hineinpressen, fehlt am Ende Text oder das Layout bricht. Diese Reihenfolge spart zudem Korrekturrunden.

  1. Erstellen Sie pro Seite einen Inhaltsentwurf: Überschrift, Zwischenüberschriften, Text und Bildliste.
  2. Übergeben Sie Logo, Farben und Schriften gesammelt in einer Datei.
  3. Geben Sie zuerst die mobile Ansicht frei, denn ein großer Teil der Besucher kommt per Smartphone.
  4. Skalieren und komprimieren Sie Bilder für das Web und schreiben Sie zu jedem Bild einen aussagekräftigen Alternativtext.
  5. Testen Sie jedes Formular: Erreicht die Benachrichtigung die richtige Person, und lädt die Dankesseite?

Wenn Inhalt und Design an einem Tisch entstehen, stimmt das Verhältnis von Text und Bild von Anfang an. Außerdem erleichtern früh geschriebene Texte die SEO Titel und Beschreibungen. Sie wissen dann schon, welche Seite welche Suchanfrage beantwortet.

Wie prüfen Sie SSL und HTTPS vor dem Livegang?

Ein SSL Zertifikat verschlüsselt die Verbindung zwischen Besucher und Server, und der Browser zeigt eine sichere Verbindung an. HTTPS ist heute Grundvoraussetzung, keine Option. Vor allem jede Seite mit Formular braucht es. Zertifikatsarten und Funktionsweise erklären wir in Was ist ein SSL Zertifikat.

Ihre Prüfliste vor dem Start:

  • Das Zertifikat deckt die Domain ohne www und die Variante mit www ab.
  • Jede Anfrage über HTTP leitet dauerhaft auf HTTPS weiter.
  • Sie wählen eine Hauptadresse, mit oder ohne www, und leiten die andere dorthin um.
  • Es gibt keine gemischten Inhalte, also keine Bilder oder Skripte über HTTP auf einer HTTPS Seite.
  • Ihr Anbieter bestätigt, dass die automatische Verlängerung aktiv ist.

Ablaufdatum und Zertifikatskette sehen Sie schnell mit unserem SSL Check. Die Grundprüfung schaffen Sie also ohne Technikwissen selbst. Installation und Verlängerung laufen in den meisten Hosting Panels automatisch. Bei Problemen ist der Anbieter der schnellste Weg zur Lösung.

Mit welchen Werkzeugen testen Sie Mobilansicht und Ladezeit?

Mobile Bedienbarkeit und Ladezeit beeinflussen Nutzererlebnis und Sichtbarkeit in der Suche. Die Google Entwicklerseite web.dev nennt für die Core Web Vitals diese guten Schwellenwerte: Largest Contentful Paint höchstens 2,5 Sekunden, Interaction to Next Paint höchstens 200 Millisekunden und Cumulative Layout Shift höchstens 0,1. Maßgeblich ist dabei das 75. Perzentil der Seitenaufrufe. Quelle: web.dev Web Vitals.

  1. Öffnen Sie die Seiten zuerst auf einem echten Smartphone und prüfen Sie Menü, Formulare und Schaltflächen mit dem Daumen.
  2. Danach folgt eine automatische Prüfung mit unserem Mobile Friendly Test.
  3. Dann nutzen Sie Lighthouse in den Chrome DevTools für Performance, Barrierefreiheit und SEO.
  4. Testen Sie die schwerste Seite separat, meist die Startseite oder eine Produktliste.

Beachten Sie dabei eine Grenze. Ein Labortest vor dem Start ersetzt keine echten Nutzerdaten. Felddaten entstehen erst, wenn die Seite live ist und genug Besuche hat. Ihr Ziel vor dem Livegang ist daher keine perfekte Punktzahl. Beseitigen Sie stattdessen offensichtliche Bremsen wie riesige unkomprimierte Bilder, überflüssige Skripte und Seiten ohne Caching.

Welche SEO Grundlagen brauchen Sie, wenn Sie eine Website erstellen?

SEO Grundlagen bedeuten, die Seite Suchmaschinen korrekt vorzustellen. Auch der Einstiegsleitfaden von Google Search Central nennt für neue Seiten eine Sitemap, die Search Console und die Crawlbarkeit wichtiger Seiten. Diese Punkte erledigen Sie vor dem Start:

  • Jede Seite bekommt einen eigenen Title und eine eigene Meta Description; zwei Seiten teilen nie denselben Titel.
  • Pro Seite gibt es genau eine H1, die Zwischenüberschriften folgen einer logischen Ordnung.
  • Sie legen eine XML Sitemap an; erzeugt Ihr CMS keine, hilft unser XML Sitemap Generator.
  • Die Datei robots.txt sperrt keine wichtigen Seiten.

Eine einfache robots.txt sieht so aus:

User-agent: *
Disallow: /admin/
Sitemap: https://www.example.com/sitemap.xml

Die Datei liegt im Stammverzeichnis, ihre Adresse ist also immer Ihre Domain plus /robots.txt. Wichtig ist außerdem: Die robots.txt entfernt keine Seite aus dem Index, sie steuert das Crawling. Für Seiten, die nicht in den Index sollen, nutzen Sie stattdessen eine Noindex Angabe.

Wie verbinden Sie die Google Search Console?

Die Search Console ist ein kostenloses Werkzeug, das Sichtbarkeit in Google, Indexstatus und Fehler zeigt. Verbinden Sie sie am Starttag, denn Daten sammeln sich erst ab diesem Moment. Sie haben die Wahl zwischen einer Domain Property und einer URL Präfix Property. Laut der Google Hilfeseite zum Hinzufügen einer Property umfasst die Domain Property alle Subdomains und Protokolle; die Bestätigung erfolgt dort nur über einen DNS Eintrag.

  1. Wählen Sie in der Search Console die Domain Property und kopieren Sie den angezeigten TXT Eintrag.
  2. Tragen Sie diesen TXT Eintrag in der DNS Verwaltung Ihrer Domain ein.
  3. Prüfen Sie per DNS Abfrage, ob der Eintrag sichtbar ist, und starten Sie dann die Bestätigung.
  4. Reichen Sie die Adresse der Sitemap im Bereich Sitemaps ein.
  5. Vergeben Sie unter Nutzer passende Rechte an Ihr Team; der Inhaberstatus bleibt im Firmenkonto.

Wie Sie die Berichte lesen, zeigen wir Schritt für Schritt in der Google Search Console Anleitung für Einsteiger. Kurz gesagt ist die Search Console in der ersten Woche nach dem Start Ihr meistgenutzter Bildschirm.

Wann richten Sie Analytics und Conversion Tracking ein?

Schließen Sie das Tracking vor dem Livegang ab. Besuche, Kampagnen und Formulareingänge, die ab dem ersten Tag nicht erfasst sind, kommen nie zurück. Zählen Sie die Messung deshalb zur Vorbereitung und nicht zum Starttag. Nutzen Sie Google Analytics 4, dann legen Sie die Property im Firmenkonto an und stellen die Datenaufbewahrung gleich zu Beginn ein.

  • Binden Sie das Analytics Tag auf allen Seiten ein und prüfen Sie Ihren eigenen Besuch im Echtzeitbericht.
  • Definieren Sie die wichtigste Conversion als Ereignis: Formularversand, Klick auf die Telefonnummer, Chat oder Kauf.
  • Halten Sie eine Dankesseite aus den Suchergebnissen heraus.
  • Planen Sie Anzeigen, testen Sie das Conversion Tag der Werbeplattform am selben Tag.
  • Filtern Sie interne Zugriffe, also die Besuche Ihres eigenen Teams.

Nutzen Sie ein Cookie Banner, dann testen Sie zusätzlich, ob Ihre Tags die Einwilligung respektieren. Ein Tag, das ohne Einwilligung feuert, schafft ein rechtliches Problem und verfälscht zudem die Daten. Prüfen Sie das zweimal im privaten Fenster: einmal ohne und einmal mit Einwilligung.

Was gehört zu Impressum, Datenschutz und Cookie Einwilligung?

Jede Seite, die personenbezogene Daten erhebt, braucht eine Datenschutzerklärung nach DSGVO; schon ein Kontaktformular erhebt Name, Telefonnummer und E-Mail Adresse. Geschäftsmäßige Angebote in Deutschland brauchen außerdem ein Impressum nach § 5 DDG. Für Cookies, die nicht unbedingt erforderlich sind, verlangt § 25 TDDDG grundsätzlich eine Einwilligung.

  1. Veröffentlichen Sie Impressum und Datenschutzerklärung, jeweils von jeder Seite aus erreichbar.
  2. Trennen Sie in der Cookie Richtlinie notwendige Cookies von Statistik und Marketing.
  3. Richten Sie ein Einwilligungstool ein, das vor dem Laden nicht notwendiger Cookies fragt.
  4. Holen Sie eine ausdrückliche Einwilligung über ein eigenes, nicht vorausgefülltes Kästchen ein.
  5. Planen Sie E-Mail Marketing, dann prüfen Sie die Regeln zur Einwilligung gesondert.

Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Der richtige Wortlaut hängt von Ihrer Datenverarbeitung ab; lassen Sie die finalen Texte daher von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen. Die technische Umsetzung behandeln wir ausführlich im Leitfaden zur datenschutzkonformen Website.

Wie richten Sie geschäftliche E-Mail und DNS Einträge ein?

Eine Adresse auf Ihrer eigenen Domain, etwa info@example.com, schafft Vertrauen und wirkt einheitlich. Damit Nachrichten im Posteingang landen, müssen allerdings die DNS Einträge stimmen. Die Google Richtlinien für E-Mail Absender verlangen von allen, die an Gmail Konten senden, SPF oder DKIM. Wer mehr als 5.000 Nachrichten pro Tag sendet, braucht SPF, DKIM und DMARC gemeinsam.

  • Setzen Sie die MX Einträge auf die Werte Ihres E-Mail Anbieters.
  • Halten Sie SPF in genau einem TXT Eintrag, denn mehrere SPF Einträge führen zu Fehlern.
  • Erzeugen Sie den DKIM Schlüssel im Panel des Anbieters und tragen Sie ihn ins DNS ein.
  • Starten Sie DMARC im Überwachungsmodus.

Ein beispielhafter DMARC Eintrag sieht so aus; die Werte passen Sie an Ihre Domain an:

_dmarc.example.com.  TXT  "v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@example.com"

MX, SPF und DKIM sind anbieterspezifisch. Übernehmen Sie daher exakt die Werte, die Ihr Hosting oder E-Mail Anbieter vorgibt. Die Optionen vergleichen wir im Beitrag E-Mail mit eigener Domain. Außerdem senkt der Versand von Formularbenachrichtigungen über SMTP das Risiko, im Spam zu landen.

Warum muss der Backup Plan vor dem Start stehen?

Weil die erste Inhaltsänderung, das erste Plugin Update oder das erste versehentliche Löschen jederzeit kommen kann. Ohne Backup fehlt Ihnen dann jeder Weg zurück. Zudem genügt das automatische Backup des Hosters allein nicht. Liegt die Sicherung auf demselben Server, kann ein Serverproblem beides zugleich treffen.

  1. Sichern Sie Dateien und Datenbank getrennt, denn erst beides zusammen ergibt die Seite.
  2. Bewahren Sie mindestens eine Kopie außerhalb des Servers bei einem anderen Dienst auf.
  3. Richten Sie die Häufigkeit nach dem Tempo Ihrer Inhaltsänderungen.
  4. Testen Sie vor dem Start einmal die Wiederherstellung, denn ein ungetestetes Backup zählt nicht.

Methoden und Aufbewahrungsregeln erklären wir in unserer Website Backup Strategie. Hier betonen wir also nur einen Punkt: Halten Sie schriftlich fest, wer die Seite wie wiederherstellt. Im Ernstfall spart diese Notiz Stunden.

Welche Aufgaben sollten Sie beim Website erstellen nicht selbst übernehmen?

Sie können jeden Schritt selbst erledigen. Bei manchen Schritten kostet ein Fehler jedoch mehr als die Übergabe an Fachleute. Ehrlich gesagt gehören die folgenden Aufgaben ohne Erfahrung zum Anbieter oder zu Spezialisten:

  • Updates des Betriebssystems, Firewall und SSH Zugang: Diese bleiben mit Managed Hosting beim Anbieter.
  • DNS Umzug und Wechsel der Nameserver: Ein falscher Eintrag stoppt E-Mail und Website gleichzeitig.
  • Zahlungsanbindung im Onlineshop: Das übernimmt eine Entwicklerin oder ein Entwickler nach der Dokumentation des Zahlungsanbieters.
  • Wortlaut von Impressum und Datenschutzerklärung: Das gehört in anwaltliche Prüfung.

Texte schreiben, Bilder auswählen, die Search Console verbinden und Berichte lesen können Sie dagegen gut selbst übernehmen. So lernen Sie Ihre Seite sogar besser kennen. Wünschen Sie Unterstützung von der Planung bis zum Start, dann deckt unser Webdesign Service diese Schritte ab.

Eine klare Aufgabenteilung nimmt somit den Großteil des Risikos heraus. Halten Sie außerdem schriftlich fest, wer auf welches Konto zugreift, wo Passwörter liegen und wie Zugänge am Projektende übergehen. Dann bleibt Ihre Seite nie ohne Verantwortliche, auch wenn Agentur, Entwickler oder Mitarbeitende wechseln.

Website erstellen im Überblick: Wer übernimmt welchen Schritt?

Die folgende Tabelle fasst die vorherigen Abschnitte auf einen Blick zusammen. Die Spalte Zuständigkeit zeigt eine verbreitete Aufteilung; in Ihrem Projekt kann sie anders aussehen. Drucken Sie die Tabelle zum Beispiel für Projekttermine aus.

SchrittWannZuständigNachweis
Ziel und SeitenplanStartInhaber und AgenturFreigegebene Seitenliste
Domain registrierenStartInhaberWHOIS Abfrage
Hosting wählenVor der InstallationInhaber und EntwicklungSchriftliche Backup und SSL Regelung
CMS oder IndividualentwicklungParallel zum DesignEntwicklungTestumgebung
SSL und HTTPS WeiterleitungVor dem LivegangHostinganbieterSSL Check
Ladezeit und MobiltestVor dem LivegangEntwicklungLighthouse Bericht
Analytics und ConversionsVor dem LivegangMarketingEchtzeitbericht
Impressum, Datenschutz, CookiesVor dem LivegangAnwalt und EntwicklungTest des Einwilligungstools
E-Mail DNS EinträgeVor dem LivegangAnbieter und EntwicklungTest E-Mail
Search Console und SitemapStarttagSEO VerantwortlicheBestätigte Property

Ausführliche Testszenarien für Browser, Formulare und Links finden Sie in der Checkliste Website vor dem Livegang testen. Diese Tests wiederholen wir hier nicht.

Was steht auf der Checkliste für den Starttag?

Am Starttag beginnt keine neue Arbeit. Sie schalten frei, was vorbereitet ist, und prüfen es. Verschieben Sie große Änderungen deshalb auf die Tage davor. Ein Start früh in der Woche und zu Bürozeiten sorgt dafür, dass Team und Anbieter erreichbar sind, falls etwas hakt.

  1. Erstellen Sie unmittelbar vor dem Start ein vollständiges Backup.
  2. Stellen Sie das DNS auf den neuen Server um und lassen Sie alten und neuen Server während der Umstellung laufen.
  3. Entfernen Sie Sperren für Suchmaschinen: Sichtbarkeitsoption im CMS, Noindex Angaben aus der Testumgebung und Passwortschutz.
  4. Testen Sie die HTTPS Weiterleitung und die Weiterleitung auf die Hauptadresse erneut.
  5. Senden Sie jedes Formular echt ab und prüfen Sie den Eingang der Benachrichtigung.
  6. Bestätigen Sie in Analytics einen Echtzeitbesuch und ein Conversion Ereignis.
  7. Reichen Sie die Sitemap in der Search Console ein und prüfen Sie die Startseite per URL Prüfung.
  8. Gab es eine alte Seite, kontrollieren Sie die dauerhaften Weiterleitungen alter Adressen auf neue.

Bei einem Relaunch oder Umzug ist die Weiterleitungsplanung eine eigene Aufgabe. Ordnen Sie dann vor dem Start jeder alten Adresse in einer Tabelle ihre neue Adresse zu.

Was prüfen Sie in der ersten Woche nach dem Start?

Die erste Woche dient dazu, Übersehenes vom Starttag aufzufangen. In dieser Phase deuten Sie noch keine langfristigen Kennzahlen. Sie bestätigen nur, dass alles läuft. Welche Kennzahlen Sie wie oft beobachten, beschreiben wir unter Kennzahlen nach dem Website Launch; hier geht es nur um technische Kontrollen.

  • Die Search Console hat die Sitemap gelesen, ohne Crawling Fehler zu melden.
  • Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt keine unerwarteten Sperren.
  • Formularbenachrichtigungen kommen jeden Tag zuverlässig an.
  • Stichproben auf zufälligen Seiten bestätigen Zertifikat und Weiterleitungen.
  • Im Panel ist das erste automatische Backup tatsächlich vorhanden.
  • Ihre Testnachrichten per E-Mail landen nicht im Spam.

Eine neue Seite braucht Zeit, bis sie in den Suchergebnissen Fuß fasst. Daher bringt technisches Monitoring in der ersten Woche mehr als das Warten auf Rankings. Ein gemeinsames Protokoll dieser Kontrollen klärt zudem Zuständigkeiten. Der eigentliche Abschluss des Projekts Website erstellen liegt also am Ende dieser ersten Woche, nicht am Starttag.

Musterzeitplan: Wie verläuft das Projekt vom Start bis zum Livegang?

Der folgende Musterzeitplan gilt für eine Firmenseite mit fünf bis zehn Seiten. Er ist ein Startplan aus der Praxis und keine Garantie. Konkret verändern Inhaltsvorbereitung, Freigabetempo und Sonderfunktionen die Dauer direkt.

  1. Erste Woche: Ziele, Zielgruppe und Seitenplan, dazu Entscheidung über Domain und Hosting.
  2. Zweite Woche: Inhaltsentwürfe, Markenunterlagen und Einrichtung der Testumgebung.
  3. Danach, in Woche drei: Design, zuerst mobil, anschließend Desktop.
  4. In Woche vier folgen Inhaltspflege, Bildoptimierung, Formulare und die DNS Einträge für E-Mail.
  5. Dann bringt Woche fünf SEO Grundlagen, Tracking, Rechtstexte und Tests.
  6. Schließlich steht in Woche sechs der Starttag mit den Kontrollen der ersten Woche an.

Im Musterzeitplan verrutscht am häufigsten der Inhalt. Kommen Texte und Bilder zu spät, geraten Design und Testwochen unter Druck. Deshalb empfehlen wir, schon am ersten Tag eine verantwortliche Person für Inhalte zu benennen. Ein gemeinsames Dokument für den Zeitplan zeigt zudem allen, wer gerade auf wen wartet.

Welche Entscheidungen bestimmen Budget und Kosten?

In diesem Leitfaden nennen wir keine Preise, denn die Kosten hängen nicht an einer einzigen Größe. Seitenzahl, Anteil an individuellem Design, Mehrsprachigkeit, Sonderfunktionen wie Shop oder Terminbuchung, die Frage nach der Texterstellung und die erwartete Wartung prägen das Budget. Planen Sie außerdem jährliche Kosten für Domain, Hosting und E-Mail ein.

Beantworten Sie bei der Budgetplanung diese Fragen:

  • Wie viele Seiten hat die Website, und in wie vielen Sprachen erscheint sie?
  • Schreiben Sie die Texte selbst, oder gehören Text und Bildproduktion zum Auftrag?
  • Wer übernimmt nach dem Start Wartung, Updates und die Kontrolle der Backups?

Unser Beitrag zu Kosten und Preisfaktoren einer Firmenwebsite erklärt jeden Kostentreiber und schafft eine gemeinsame Sprache für den Angebotsvergleich. Ein Angebot enthält zum Beispiel Hosting, SSL und Tracking, ein anderes nur das Design. Dieser Unterschied fällt in der Gesamtsumme nicht sofort auf. Nutzen Sie diese Checkliste zum Thema Website erstellen daher auch als Vorlage für den Vergleich: Notieren Sie neben jeder Zeile, ob das Angebot den Schritt abdeckt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?
Das hängt vom Umfang ab. Unser Musterzeitplan für eine Firmenseite mit fünf bis zehn Seiten umfasst etwa sechs Wochen; das ist allerdings ein Startplan aus der Praxis und keine Garantie. Inhaltsvorbereitung, Freigabetempo und Sonderfunktionen wie Shop oder Terminbuchung können die Dauer deutlich verlängern oder verkürzen.
Brauche ich Programmierkenntnisse für eine eigene Website?
Für eine einfache Seite nicht. Mit einem fertigen CMS pflegen Sie Inhalte, verbinden die Search Console und lesen Analytics Berichte selbst. Serversicherheit, DNS Umzug, Zahlungsanbindung und der Wortlaut von Impressum und Datenschutzerklärung gehören ohne Erfahrung jedoch zum Anbieter, zu einem Entwickler oder zu einer Anwältin.
Sollten Domain und Hosting beim selben Anbieter liegen?
Das ist nicht nötig, beide Varianten funktionieren. Ein Anbieter vereinfacht die Verwaltung, getrennte Konten erleichtern dagegen einen späteren Hostingwechsel ohne Eingriff in die Domain. In jedem Fall eröffnen Sie beide Konten auf das Unternehmen, aktivieren die Zweifaktorauthentifizierung und lassen die automatische Verlängerung eingeschaltet.
Wann erscheint eine neue Website bei Google?
Eine feste Frist gibt es nicht, denn Google crawlt und indexiert nach eigenem Zeitplan. Hilfreich ist es, am Starttag die Search Console zu verbinden, die Sitemap einzureichen und die Startseite per URL Prüfung zu kontrollieren. Prüfen Sie außerdem, dass weder robots.txt noch eine vergessene Noindex Angabe wichtige Seiten sperrt.
Welcher Schritt wird vor dem Start am häufigsten vergessen?
Eine nicht entfernte Sperre für Suchmaschinen gehört zu den häufigsten Fehlern. Bleiben Sichtbarkeitsoption, Noindex Angabe oder Passwortschutz aus der Testumgebung aktiv, erscheint die Seite nicht in den Suchergebnissen. Ebenso häufig startet das Tracking zu spät; die Besuchs und Conversion Daten der ersten Tage fehlen dann dauerhaft.
Braucht jede Website ein Impressum und eine Datenschutzerklärung?
Geschäftsmäßige Angebote in Deutschland brauchen in der Regel ein Impressum nach § 5 DDG. Sobald Sie personenbezogene Daten erheben, etwa über ein Kontaktformular, ist zudem eine Datenschutzerklärung nach DSGVO nötig. Diese Antwort ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung; lassen Sie die Texte anwaltlich prüfen.
  • Website erstellen
  • Website online stellen
  • Checkliste Livegang
  • Domain und Hosting
  • SEO Grundlagen
  • Search Console
  • Webdesign
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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