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Webdesign Pakete richtig auswählen: So finden Sie das passende Paket für Ihr Unternehmen

Talha AslanTalha Aslan 17 Min. Lesezeit 1 Aufrufe

Webdesign Pakete sind vordefinierte Leistungsbündel, die Umfang, Lieferzeit und Wartung einer Website in festen Stufen festlegen. Seit 2012 begleite ich Unternehmen bei dieser Wahl, und dabei taucht immer dieselbe Frage auf: Welches Paket passt wirklich zu meinem Geschäft? In diesem Ratgeber erkläre ich deshalb Paketstufen, Leistungspositionen und versteckte Kosten und zeige, wie Sie diese mit Ihrem Bedarf abgleichen.

Dieser Ratgeber zu Webdesign Paketen ist allerdings keine Preisliste, denn einzelne Angebote zu bewerten ist ein eigener Prozess. Stattdessen geht es darum, Ihren eigenen Bedarf zu klären, bevor Sie eine Stufe wählen. Wenn Sie sehen möchten, wie ich meine Angebote aufbaue, finden Sie alles auf meiner Paketseite. Zunächst empfehle ich Ihnen jedoch, die folgenden Fragen für sich zu beantworten.

Was sind Webdesign Pakete und warum werden sie gebündelt angeboten?

Webdesign Pakete sind fertige Leistungsbündel, die Seitenzahl, Designansatz, Textunterstützung, SEO Grundlagen, Anbindungen und Wartung in festen Stufen zusammenfassen. Das Ziel ist einfach: Käufer verstehen den Umfang schnell, ohne jede einzelne Position neu verhandeln zu müssen.

Diese Bündelung hilft beiden Seiten. Zum einen standardisiert die Agentur oder der Freelancer wiederkehrende Arbeit und verkürzt so die Lieferzeit. Zum anderen sehen Sie von Anfang an, wofür Sie bezahlen. Allerdings ist ein Paket nur ein Rahmen. Es deckt also nicht automatisch die besonderen Anforderungen Ihres Unternehmens ab. Deshalb sollten Sie die Positionen im Paket lesen und nicht nur den Namen.

Der häufigste Fehler, den ich in der Praxis sehe, ist simpel: Inhaber schauen auf ein Etikett wie „Business“ oder „Professional“ und entscheiden dann. Dennoch können zwei Anbieter unter demselben Namen völlig unterschiedliche Leistungen anbieten. Kurz gesagt reicht das Etikett für einen Vergleich nicht aus; Sie brauchen die Positionsliste.

In welchen Stufen werden Webdesign Pakete meist angeboten?

Die meisten Anbieter arbeiten mit drei oder vier Stufen. Zwar unterscheiden sich die Namen, doch die Logik ist ähnlich. Die folgende Tabelle fasst die Struktur zusammen, die ich in der Praxis am häufigsten sehe. Dabei geht es um Unterschiede im Umfang, nicht um Preise.

StufeTypischer UmfangPassend fürWorauf achten?
Starter / VisitenkarteEine Seite oder 3 bis 5 Seiten, fertiges Template, einfaches KontaktformularNeugründung, einzelne Leistung, kurzfristiger BedarfWenig Raum für Wachstum; Texte kommen meist von Ihnen
Business5 bis 15 Seiten, angepasstes Design, SEO Grundeinstellungen, VerwaltungsbereichDienstleister, KMU, Anfragen sammelnFragen Sie, ob SEO Einrichtung oder Strategie bedeutet
Premium / IndividuellEigenes Design, mehrere Sprachen, Anbindungen, Conversion StreckeMehrere Zielgruppen, Export, viel TrafficMehr Zeit und Abstimmung; ein klares Briefing ist Pflicht
E-CommerceProduktkatalog, Zahlung, Versand, Lager, AktionenMarken mit OnlineverkaufKlären Sie, wem Zahlungs und Versandanbindung gehören

Die Seitenspannen in dieser Tabelle sind Startwerte aus meiner Praxiserfahrung, keine Garantie. Jeder Anbieter zieht die Grenzen schließlich nach seinem eigenen Geschäftsmodell. Nutzen Sie die Tabelle daher als Prüfrahmen und nicht als feste Regel.

Welche Stufe der Webdesign Pakete braucht Ihr Unternehmen?

Am schnellsten finden Sie die passende Stufe, wenn Sie in einem Satz aufschreiben, was die Website leisten soll. Zum Beispiel sind „als digitale Visitenkarte dienen“ und „jeden Monat Angebotsanfragen bringen“ zwei sehr verschiedene Aufgaben. Die erste löst ein Starterpaket. Die zweite braucht dagegen eine Conversion Strecke, Messung und Inhalte.

Beantworten Sie danach diese vier Fragen:

  • Was ist das Hauptziel: informieren, Anfragen sammeln oder verkaufen?
  • Wie viele Leistungen oder Produktgruppen brauchen eine eigene Seite?
  • In wie vielen Sprachen soll die Website erscheinen?
  • Planen Sie in den nächsten 12 Monaten Traffic über Anzeigen oder SEO?

Die letzte Frage ist entscheidend, denn wer Anzeigen schalten will, braucht schnelle, gemessene und conversionbereite Seiten. Folglich kann das günstigste Paket am Ende teurer sein, wenn das Werbebudget auf einer schwachen Seite verpufft. Ausführlich behandle ich das in meinem Beitrag zu Conversion Ziele festlegen.

Welche Leistungspositionen sollte ein Webdesign Paket enthalten?

Damit Sie Pakete vergleichen können, müssen Sie alle Positionen in dieselbe Sprache übersetzen. Deshalb gebe ich meinen Kunden die folgende Liste als Checkliste. Markieren Sie dann jede Position einfach mit „enthalten“, „nicht enthalten“ oder „Aufpreis“.

  1. Seitenzahl und Seitentypen (Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Blog).
  2. Designansatz: fertiges Template, angepasstes Template oder komplett eigenes Design.
  3. Mobile Darstellung und Tests auf verschiedenen Bildschirmgrößen.
  4. Inhalte: Wer schreibt Texte, besorgt Bilder und pflegt Produkte ein?
  5. Technische SEO Grundlagen: Title Tags, Sitemap, Weiterleitungen, strukturierte Daten.
  6. Messung: Analysetool, Conversion Ereignisse, Formularauswertung.
  7. Anbindungen: CRM, WhatsApp, Zahlung, Versand, E-Mail.
  8. Domain, Hosting, SSL und geschäftliche E-Mail.
  9. Korrekturschleifen und Lieferzeit, damit der Zeitplan klar ist.
  10. Support und Wartung nach dem Launch, denn der Launch ist nicht das Ende.

Jede fehlende Position kommt später zurück, entweder als Zusatzrechnung oder als halbfertige Arbeit. Zudem schließt eine schriftliche Liste die Erwartungslücke zwischen beiden Seiten schon am ersten Tag.

Worin unterscheiden sich Template, angepasstes Template und eigenes Design?

Der Designansatz gehört zu den größten Preistreibern. Beim fertigen Template füllt der Anbieter zum Beispiel ein gekauftes Theme mit Ihrem Logo und Ihren Farben. Wählen Sie ein angepasstes Template, dient das Theme dann als Basis; Abschnitte, Layout und Bausteine baut er jedoch rund um Ihr Geschäft neu auf. Beim eigenen Design beginnt der Prozess schließlich bei null, mit Wireframes und Interface Design.

Was richtig ist, hängt von Branche und Wettbewerb ab. Für einen lokalen Dienstleister reicht ein gut strukturiertes Template oft aus. Ein Hersteller mit mehreren Zielgruppen führt Besucher dagegen ohne eigene Informationsarchitektur kaum zur richtigen Seite. Beispiele dazu zeige ich im Beitrag über Websites für Industrieunternehmen.

Wenn Sie ein Template wählen, fragen Sie außerdem nach Lizenzbedingungen und Updates. Sonst kann ein Theme ohne Updates innerhalb eines Jahres zum Sicherheits und Kompatibilitätsproblem werden.

Steckt im Paket wirklich SEO oder nur das Wort?

In Paketbeschreibungen lesen Sie häufig „SEO optimiert“. Allerdings bedeutet das oft nur, dass Sie Titel und Beschreibung ausfüllen können. Echte SEO Grundlagen umfassen dagegen deutlich mehr.

Der SEO Leitfaden für Einsteiger von Google betont eine crawlbare Struktur, beschreibende Titel, sinnvolle URLs und hilfreiche Inhalte. Stellen Sie also diese Fragen: Entsteht die Sitemap automatisch? Richtet der Anbieter Weiterleitungen von der alten Website ein? Können Sie Titel und Beschreibung jeder Seite einzeln bearbeiten?

Bei einem Relaunch kann ein Paket ohne Weiterleitungsplan zudem deutliche Trafficverluste verursachen. Dieses Risiko beschreibe ich ausführlich im Beitrag SEO beim Website Relaunch schützen. Kurz gesagt: Geben Sie sich nicht mit „SEO inklusive“ zufrieden, sondern verlangen Sie eine schriftliche Liste der SEO Aufgaben.

Wo verstecken sich Zusatzkosten in Webdesign Paketen?

Versteckte Kosten entstehen selten aus böser Absicht, sondern meist aus unklarem Umfang. Der Paketpreis wirkt zunächst attraktiv. Dann hören Sie im Projektverlauf immer öfter „Das war nicht im Paket“. Diese Positionen sehe ich in der Praxis am häufigsten:

  • Jährliche Verlängerung kostenpflichtiger Themes, Plugins oder Schriftlizenzen.
  • Preise für Hosting und Domain ab dem zweiten Jahr, die oft höher liegen.
  • Jede Änderung, nachdem die enthaltenen Korrekturschleifen aufgebraucht sind.
  • Texterstellung, professionelle Fotos oder Lizenzen für Stockbilder.
  • Stundensätze für das Einpflegen von Produkten oder Inhalten.
  • Eine neue Sprache, ein neues Formular oder eine neue Anbindung.
  • Sicherheitsupdates und Backups nach dem Launch.

All das darf man fair abrechnen. Entscheidend ist also, dass Sie es vor der Unterschrift sehen. Daher rate ich Ihnen, vom Anbieter eine eigene Gesamtkostentabelle für das erste und das zweite Jahr anzufordern.

Wie vergleichen Sie den Preis im ersten Jahr mit den Gesamtkosten?

Der Paketpreis ist nur ein Teil dessen, was die Website Sie kostet. Für einen fairen Vergleich sollten Sie deshalb mindestens 24 Monate betrachten. Nehmen Sie dazu folgende Beispielrechnung: Paket A ist im ersten Jahr günstiger, allerdings rechnet der Anbieter Hosting, Lizenzen und Wartung separat ab. Paket B kostet im ersten Jahr etwas mehr, enthält dafür aber ein Jahr Wartung und Hosting.

In dieser Beispielrechnung können die Zweijahressummen sehr nah beieinander liegen, und in der Praxis kann sich die Reihenfolge sogar umkehren. Zudem liegt bei Paket B die Wartung beim Anbieter, somit ist klar, wer Updates übernimmt. Anders gesagt: Das scheinbar günstigere Paket kann teurer sein, weil es die Verantwortung bei Ihnen lässt.

Den geschäftlichen Nutzen der Website zu berechnen ist ein eigenes Thema; hier geht es nur um die Kostenseite. Wenn Sie später Werbeausgaben und Umsatz vergleichen möchten, ist der ROAS Rechner ein einfacher Einstieg.

Wer ist für die Inhalte verantwortlich und warum gehört das ins Paket?

Die häufigste Ursache für Verzögerungen in Webprojekten ist nicht das Design, sondern der Inhalt. Ein Paket verspricht zum Beispiel „10 Seiten“. Wenn aber niemand festlegt, wer diese Seiten schreibt, steht das Projekt wochenlang still. Deshalb widme ich die erste halbe Stunde jedes Paketgesprächs der Frage nach den Inhalten.

Es gibt drei Szenarien. Erstens liefern Sie alle Inhalte, und der Anbieter setzt sie nur ein. Zweitens liefern Sie Rohinformationen, und der Anbieter überarbeitet sie. Drittens recherchiert und schreibt der Anbieter die Texte von Grund auf. Folglich hat jedes Szenario einen anderen Zeitplan und andere Kosten.

Wenn Sie für Suchmaschinen schreiben, müssen Texte zudem nicht nur korrekt sein, sondern echte Suchfragen beantworten. Diesen Ansatz erkläre ich im Beitrag SEO Texte schreiben. Außerdem hilft Ihnen der Wörterzähler, die Textlänge im Blick zu behalten.

Wie sollten mobile Darstellung und Ladezeit im Paket auftauchen?

„Mobilfreundlich“ ist heute kein Bonus mehr, sondern das Minimum. Google schreibt in der Dokumentation zur Mobile First Indexierung, dass vorrangig die mobile Version einer Website für die Indexierung zählt. Fragen Sie daher, ob der Anbieter die mobile Darstellung als eigene Position testet.

Für die Ladezeit bieten die Core Web Vitals eine gemeinsame Sprache. Laut den offiziellen Schwellenwerten auf web.dev gelten ein LCP bis 2,5 Sekunden, ein INP bis 200 Millisekunden und ein CLS bis 0,1 als gut. Ein Übergabebericht mit diesen Werten macht Erwartungen also konkret.

Beachten Sie allerdings: Die Ladezeit liegt nicht allein beim Designer. Schwere Bilder, Trackingskripte und Plugins, die Sie später ergänzen, können die Werte verschlechtern. Somit ist der Übergabebericht nur eine Ausgangslinie, die Sie danach regelmäßig beobachten sollten.

Wie verändern Anbindungen die Paketwahl?

Eine Website arbeitet nicht allein. Formulare fließen zum Beispiel in ein CRM, Verkäufe in die Buchhaltung und Anfragen zu WhatsApp. Wenn Sie nicht klären, welche Anbindungen enthalten sind, bleibt die eigentliche Aufgabe der Website unvollständig, nämlich Kunden zu gewinnen.

Ich empfehle, Anbindungen in drei Gruppen einzuteilen:

  • Pflicht: Formularbenachrichtigungen, Analysetool, grundlegende Conversion Messung.
  • Abhängig vom Geschäftsmodell: CRM, Terminbuchung, Zahlung, Versand.
  • Wachstumsphase: Marketing Automation, mehrsprachige Inhaltsverwaltung, ERP Anbindung.

Die erste Gruppe gehört meiner Meinung nach in jedes Paket. Nach der zweiten Gruppe richtet sich dann die Stufe. Die dritte Gruppe planen Sie dagegen meist besser als eigenes Projekt. In meinen eigenen Projekten gilt eine Website zum Beispiel erst als übergeben, wenn Formulardaten im CRM ankommen, denn eine nicht verfolgte Anfrage ist eine verlorene Anfrage.

Wie beeinflussen Korrekturschleifen und Lieferzeit den Wert eines Pakets?

Die Klausel zu Korrekturen ist die am wenigsten gelesene und am meisten umstrittene im Paket. Bei manchen Anbietern bedeuten „2 Korrekturen“ zwei gesammelte Feedbackrunden. Bei anderen sind es dagegen zwei einzelne Änderungen. Klären Sie das also schriftlich, bevor Sie unterschreiben.

Auch die Lieferzeit braucht diese Klarheit. In der Praxis beginnt die Uhr an dem Tag, an dem Sie vollständige Inhalte liefern. Schicken Sie die Texte drei Wochen später, verschiebt sich somit auch die Übergabe um drei Wochen. Das ist fair, denn ohne Inhalte kann niemand bauen. Trotzdem sorgt es für unnötige Spannung, wenn niemand es vorher anspricht.

Mein Rat lautet deshalb: Bündeln Sie Korrekturen in der Designphase und lassen Sie pro Runde nur eine Person Feedback geben. So nutzen Sie Ihre Korrekturen gut und halten den Zeitplan ein.

Sollten Hosting, Domain und E-Mail Teil des Pakets sein?

Diese drei Positionen wirken technisch, sind aber entscheidend für die Eigentumsfrage. Vor allem muss die Domain auf Ihren Namen registriert sein. Ich habe Websites gesehen, die jahrelang nicht umziehen konnten, weil die Domain auf den Anbieter lief. Behalten Sie daher den Verwaltungszugang zur Domain, egal was im Paket steht.

Enthaltenes Hosting ist praktisch. Fragen Sie trotzdem nach dem Preis im zweiten Jahr und den Bedingungen für einen Umzug. Eine geschäftliche E-Mail Adresse stärkt zudem das Vertrauen in Ihre Marke; die Einrichtung beschreibe ich im Beitrag E-Mail mit eigener Domain.

Wenn Sie sehen möchten, wo Ihre Website läuft, prüfen Sie die Einträge einfach selbst mit der DNS Abfrage. So bleibt Ihr Zugang zu technischen Informationen unabhängig vom Anbieter.

Ist ein Wartungspaket nach dem Launch wirklich nötig?

Eine Website ist am Tag des Launchs nicht fertig, denn Softwareupdates, Sicherheitspatches, Backups und kleine Inhaltsänderungen erzeugen laufend Arbeit. Ein Wartungspaket legt fest, wer diese Arbeit erledigt und wie oft.

Sie können die Wartung auch selbst übernehmen. Dann braucht Ihr Team allerdings jemanden, der regelmäßig Zeit dafür einplant. Sonst werden veraltete Plugins mit der Zeit zum Sicherheitsrisiko. Andererseits braucht nicht jede Website ein umfangreiches Monatspaket; eine statische Seite mit wenig Änderungen kommt zum Beispiel mit leichterem Support aus.

Prüfen Sie bei einem Wartungspaket vor allem Backupfrequenz, Updateverantwortung, Reaktionszeit und das monatliche Kontingent für Inhaltsänderungen. Warum aktuelle Inhalte für die Suche zählen, erkläre ich zudem im Beitrag Content aktualisieren für SEO.

Ist ein Paket ohne Messung und Analyse unvollständig?

Ja, meiner Ansicht nach schon, weil Sie ohne Messung nicht sehen, welche Seite Geschäft bringt, welches Formular Besucher abbrechen oder ob Ihre Anzeigen konvertieren. Deshalb sollte die Einrichtung der Analyse eine Kernposition sein und kein Extra.

Eine Mindesteinrichtung umfasst konkret das Analysetool auf allen Seiten, definierte Ereignisse wie Formularversand und Telefonklick sowie die Verbindung zur Search Console. Die Search Console erkläre ich Schritt für Schritt in meiner Anleitung für Einsteiger.

Außerdem lohnt es sich, Kampagnenlinks zu kennzeichnen. Mit dem UTM Generator erstellen Sie diese Parameter in Sekunden. Somit sehen Sie vom ersten Tag an, welcher Kanal funktioniert.

Wie bewerten Sie Pakete für eine mehrsprachige Website?

Wenn Sie ins Ausland verkaufen oder internationale Besucher haben, verändert die Zahl der Sprachen Ihre Paketwahl direkt. Viele Pakete versprechen zum Beispiel „mehrsprachig“. Das kann allerdings nur einen Sprachumschalter bedeuten. Eine echte mehrsprachige Struktur braucht dagegen eine eigene URL pro Sprache, eigene Title Tags und korrektes hreflang Markup.

Stellen Sie im Gespräch also diese Fragen: Hat jede Sprache eine eigene Adresse? Wer übernimmt die Übersetzung? Werden Menüs, Formulare und E-Mail Benachrichtigungen ebenfalls übersetzt? Websites mit automatischen Übersetzungsplugins erscheinen zudem oft nicht sauber in der Suche.

Die SEO Seite erkläre ich im Beitrag mehrsprachige Website und SEO. Zur Prüfung des Markups können Sie außerdem den hreflang Generator nutzen. Kurz gesagt: Legen Sie die Zahl der Sprachen gleich zu Beginn fest, sonst bringt jede spätere Sprache mehr Arbeit als erwartet.

Welche Zusatzpositionen zählen bei einem E-Commerce Paket?

E-Commerce Pakete folgen einer anderen Logik als Business Pakete. Hier informiert die Website nicht nur; stattdessen nimmt sie Zahlungen an, verwaltet den Bestand und übergibt Bestellungen an den Versand. Eine fehlende Position bedeutet somit direkt verlorenen Umsatz.

Prüfen Sie bei einem E-Commerce Paket vor allem diese Positionen:

  • Anbindung des Zahlungsanbieters und wer die Gebühren trägt.
  • Verbindung zum Versanddienstleister und Benachrichtigung mit Sendungsnummer.
  • Produktvarianten, Bestandsführung und Massenupload von Produkten.
  • Gutscheine, Aktionen und Erinnerungen bei abgebrochenem Warenkorb.
  • Rechnungsstellung und Anbindung an die Buchhaltung.

Mit wachsender Produktzahl wird die Kategoriestruktur kritisch; dazu passt mein Beitrag über Kategoriestruktur für große Websites. Wenn Sie strategische Unterstützung für den Onlinehandel suchen, finden Sie mehr auf meiner Seite zur E-Commerce Beratung.

Wie sollten Sicherheit und rechtliche Anforderungen im Paket stehen?

Sicherheit bekommt in Paketbeschreibungen meist nur eine Zeile: „SSL inklusive“. SSL ist allerdings nur der Anfang. Wo Formulardaten liegen, wer auf den Verwaltungsbereich zugreift und wo Backups gespeichert sind, zählt genauso.

In der EU verlangt die DSGVO bei der Verarbeitung personenbezogener Daten transparente Informationen für Betroffene; eine Datenschutzerklärung und Hinweise zu Cookies gehören deshalb auf fast jede geschäftliche Website. Den rechtlichen Wortlaut verantworten Sie selbst. Die richtige Platzierung, funktionierende Einwilligungsfelder und gespeicherte Cookieeinstellungen sind dagegen technische Arbeit. Fragen Sie also, ob das Paket diesen technischen Teil abdeckt.

Verlangen Sie außerdem starke Passwörter für den Verwaltungsbereich und möglichst eine Zwei Faktor Anmeldung. Der Passwort Generator erleichtert das. Wer Sicherheit von Anfang an klärt, beugt somit Datenlecks und Imageschäden vor.

Wie erkennen Sie die Designqualität schon in der Paketphase?

Die Liste in Webdesign Paketen zeigt den Umfang, aber nicht die Designqualität. Am besten öffnen Sie deshalb die Liveprojekte des Anbieters auf Ihrem eigenen Smartphone und klicken sich wie ein echter Besucher durch. Screenshots und Portfoliofolien zeigen schließlich nicht vollständig, wie sich eine Website verhält.

Achten Sie dabei konkret auf einige Punkte: Öffnet sich das Menü mobil leicht? Lassen sich Buttons bequem antippen? Sind Formulare kurz und verständlich? Beobachten Sie außerdem, ob Inhalte beim Laden springen. Solche Details zeigen schnell, wie viel Sorgfalt ein Anbieter in die Nutzererfahrung steckt.

Wie Fehler im Interface Umsatz kosten, zeige ich mit Beispielen im Beitrag UX Fehler, die Umsatz kosten. Einen breiteren Blick bietet zudem mein Ratgeber zu conversionorientiertem Webdesign. Kurz gesagt sollte die Sorgfalt in früheren Projekten genauso zählen wie die Positionen auf dem Papier.

Welche Fragen sollten Sie dem Anbieter vor dem Kauf stellen?

Ein vorbereitetes Gespräch zeigt den echten Wert eines Pakets in wenigen Minuten. Deshalb rate ich meinen Kunden, die folgenden Fragen zu notieren und mitzubringen:

  • Wer erledigt die Arbeit, und vergeben Sie Teile an Dritte?
  • Wie schnell reagieren Sie, wenn nach dem Launch etwas nicht funktioniert?
  • Bekomme ich Dateien und Datenbank, wenn ich zu einem anderen Anbieter wechsle?
  • Wie berechnen Sie Arbeiten außerhalb des Pakets?
  • Können Sie mir ein Liveprojekt ähnlicher Größe zeigen?

Die Antworten verraten folglich weit mehr als die Paketliste. Besonders wichtig ist die Frage nach der Übertragbarkeit, weil eine Website auf einem geschlossenen System Sie an einen einzigen Anbieter binden kann. Zudem arbeitet ein Anbieter, der klar antwortet, meist auch im Projekt mit derselben Klarheit.

Agentur, Freelancer oder Baukasten: Wie unterscheiden sich die Pakete?

Die Paketwahl hängt auch vom Anbietertyp ab. Baukastensysteme bieten zum Beispiel einen schnellen Start im Monatsabo, allerdings mit begrenzter Gestaltungsfreiheit und Übertragbarkeit. Freelancer sind beim Preis meist flexibler, doch die Arbeit hängt an einer Person. Agenturen bringen dagegen ein größeres Team mit, fügen aber eine zusätzliche Kommunikationsebene hinzu.

Mein Rat: Legen Sie zuerst den Umfang fest und erst danach den Anbietertyp. Schreiben Sie also zunächst Ihre Bedarfsliste und prüfen Sie dann, welcher Anbietertyp sie am besten abdeckt. So entscheiden Sie anhand Ihres eigenen Umfangs und nicht anhand von Pauschalurteilen wie „Agenturen sind teuer“ oder „ein Baukasten reicht“.

Ich arbeite direkt mit meinen Kunden und verfolge jedes Projekt in meinem eigenen CRM. Trotzdem ist das nicht für jedes Unternehmen das einzig richtige Modell. Entscheidend ist vielmehr, dass der Umfang schriftlich und messbar ist.

Wie gleichen Sie Ihren Bedarf Schritt für Schritt mit Webdesign Paketen ab?

Fassen wir das Bisherige in eine praktische Reihenfolge. Mit diesen Schritten gehen Sie somit gut vorbereitet ins Paketgespräch:

  1. Schreiben Sie das Hauptziel der Website in einem Satz auf.
  2. Listen Sie die nötigen Seiten und die Zahl der Sprachen auf.
  3. Legen Sie fest, wer für die Inhalte zuständig ist.
  4. Notieren Sie die unverzichtbaren Anbindungen.
  5. Schicken Sie jedem Anbieter dieselbe Checkliste zum Umfang.
  6. Fordern Sie eine Gesamtkostentabelle für das erste und zweite Jahr an.
  7. Halten Sie im Vertrag fest, dass Domain und Verwaltungszugang Ihnen gehören.

Danach vergleichen Sie Pakete mit demselben Maßstab. Zudem wird das Gespräch mit dem Anbieter deutlich produktiver, denn die Gegenseite versteht Ihren Bedarf schon im ersten Termin.

Welche Fehler passieren bei der Paketwahl am häufigsten?

Über die Jahre habe ich immer wieder dieselben Fehler gesehen. Sie zu kennen ist daher genauso wichtig wie die Wahl des richtigen Pakets. Am häufigsten begegnen mir diese:

  • Nur auf den Preis schauen und die Positionen überspringen.
  • Das kleinste Paket ohne Wachstumsplan wählen.
  • Für Funktionen, die Sie nie nutzen, auf Premium wechseln.
  • Domain und Verwaltungszugang beim Anbieter lassen.
  • Wartung und Updateverantwortung ungeklärt lassen.

Der zweite und dritte Fehler sind zwei Seiten desselben Problems, nämlich eines unklaren Bedarfs. Deshalb empfehle ich Ihnen, vor jedem Anbietergespräch ein eigenes internes Treffen abzuhalten. Bevor Sie sich für Webdesign Pakete entscheiden, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Prozessschritte meiner Webdesign Leistung.

Fazit: Woran erkennen Sie das richtige Paket?

Das richtige Paket ist weder das günstigste noch das größte, sondern das, welches zum Ziel Ihres Unternehmens passt. Sobald Sie die Positionen schriftlich festhalten, versteckte Kosten in einer Zweijahrestabelle sehen und das Eigentum bei sich behalten, wird die Wahl deutlich leichter.

Zusammengefasst: Achten Sie auf die Positionen statt auf den Paketnamen, auf die Gesamtkosten statt auf den ersten Preis und auf die Wartung nach dem Launch statt nur auf den Launchtag. Diese drei Gewohnheiten verhindern folglich die meisten Enttäuschungen, die ich in der Praxis sehe. Zudem machen sie die Zusammenarbeit mit dem Anbieter transparenter, weil beide Seiten von Anfang an wissen, was geliefert wird, was als Zusatzarbeit gilt und wer welche Aufgabe trägt.

Wenn Sie Unterstützung bei der Klärung Ihres Bedarfs brauchen, erreichen Sie mich über die Kontaktseite. Dann erstellen wir gemeinsam Ihre Liste zum Umfang und besprechen, welche Stufe zu Ihnen passt.

Häufig gestellte Fragen

Worauf sollte ich beim Vergleich von Webdesign Paketen zuerst achten?
Achten Sie zuerst auf die Leistungspositionen. Paketnamen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, deshalb sollten Sie Seitenzahl, Verantwortung für Inhalte, SEO Grundlagen, Anbindungen, Korrekturschleifen und Wartungsdauer schriftlich anfordern. So vergleichen Sie Angebote mit demselben Maßstab und vermeiden überraschende Rechnungen im Projektverlauf.
Reicht ein Starterpaket für ein kleines Unternehmen?
Wenn es Ihnen nur um Präsenz und Kontakt geht, reicht es oft aus. Planen Sie allerdings im nächsten Jahr Anzeigen, regelmäßige Angebotsanfragen oder mehrere Leistungen auf eigenen Seiten, ist ein Paket mit Raum für Wachstum sinnvoller. Sonst brauchen Sie womöglich schon bald einen kompletten Neuaufbau.
Wie erkenne ich versteckte Kosten vor der Unterschrift?
Am einfachsten fordern Sie vom Anbieter eine eigene Gesamtkostentabelle für das erste und das zweite Jahr an. Hosting, Domainverlängerung, Lizenzen, Wartung, zusätzliche Korrekturen und das Einpflegen von Inhalten sollten dort in eigenen Zeilen stehen. Fragen Sie außerdem, wie der Anbieter Arbeiten außerhalb des Pakets berechnet.
Ist es ein Problem, wenn die Domain auf den Anbieter registriert ist?
Ja, das kann später ein ernstes und teures Problem werden. Wenn Sie den Anbieter wechseln möchten, hängt der Transfer dann von seiner Mitarbeit ab. Registrieren Sie die Domain deshalb immer auf Ihren eigenen Namen und behalten Sie den Verwaltungszugang. Der Anbieter darf technischen Zugriff haben, das Eigentum bleibt aber bei Ihnen.
Was passiert, wenn ich auf ein Wartungspaket verzichte?
Nichts Schlimmes, solange Sie die Website selbst regelmäßig pflegen. Bleiben Updates, Backups und Sicherheitspatches allerdings liegen, wird die Website langsamer, zeigt Fehler und wird zum Sicherheitsrisiko. Für statische Seiten reicht oft leichter Support, bei häufig geänderten Websites ist regelmäßige Wartung dagegen die sicherere Wahl.
Ist ein SEO optimiertes Paket dasselbe wie eine SEO Betreuung?
Nein, das ist nicht dasselbe. Ein SEO optimiertes Paket richtet meist die technischen Grundlagen ein: Titelfelder, Sitemap, saubere URLs und mobile Darstellung. Eine SEO Betreuung umfasst dagegen laufende Arbeit wie Keyword Recherche, Contentstrategie, Linkaufbau und regelmäßige Berichte. Betrachten Sie beides deshalb als getrennte Positionen.
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Talha Aslan
Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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