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Landingpage und Website: Was ist der Unterschied und wann brauchen Sie was?

Talha Aslan 16 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Website?

Eine Landingpage ist eine eigenständige Seite für genau eine Kampagne und genau eine Handlung, etwa ein Formular, einen Anruf oder eine Anmeldung. Eine Website ist dagegen das mehrseitige Zuhause Ihrer Marke mit Navigation, Leistungsseiten und Inhalten. Der Unterschied zwischen Landingpage und Website ist also Fokus gegenüber Breite.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Zunächst zeigen wir in diesem Leitfaden, wo beide Formen ihre Stärken haben. Außerdem klären wir, wann ein Menü stört, wie Anzeige und Seite zusammenpassen und wann Sie wirklich eine separate Landingpage brauchen. Bei Talha Aslan und Team hören wir diese Frage in fast jedem Webprojekt. Eine falsche Entscheidung kann nämlich selbst ein gutes Werbebudget verpuffen lassen.

Was genau ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist die Seite, auf der Besucher nach einem Klick auf eine Anzeige, eine E-Mail oder einen Social Media Beitrag ankommen. Allerdings ist nicht jede Seite, auf der jemand landet, eine Landingpage im Marketingsinn. Konkret meint der Begriff eine Seite mit einem Angebot und einer gewünschten Aktion. Das kann eine Angebotsanfrage sein, ein Anruf, eine Testanmeldung oder ein Kauf.

Ihre Stärke liegt im Fokus. Besucher kommen mit einer klaren Erwartung, und die Seite erfüllt sie direkt. Zum Beispiel interessiert sich jemand, der nach einem Angebot für einen Büroumzug sucht, kaum für Ihre Firmengeschichte. Stattdessen möchte er den Leistungsumfang, einige Belege und ein kurzes Formular sehen.

Eine gute Landingpage hat deshalb meist diese Merkmale:

  • Ein Angebot und eine zentrale Handlungsaufforderung (CTA).
  • Eine Überschrift, die das Versprechen der Anzeige aufgreift.
  • Möglichst wenige ablenkende Links im Layout.
  • Belege, die die Entscheidung erleichtern: Bewertungen, Ablauf und Antworten auf typische Fragen.

Trotzdem ist eine Landingpage kein Markenzuhause. Langfristiges Vertrauen und Sichtbarkeit in der Suche baut vielmehr Ihre Website auf, denn sie bleibt dauerhaft bestehen.

Welche Aufgabe übernimmt eine Website?

Ihre Website ist die dauerhafte Adresse Ihrer Marke im Netz. Sie umfasst meist Startseite, Leistungsseiten, Über uns, Kontakt, Blog und rechtliche Seiten. Besucher kommen zudem mit sehr unterschiedlichen Zielen. Manche suchen Preise, andere Ihre Adresse, wieder andere möchten Sie einfach kennenlernen. Daher braucht eine Website eine Navigation, die all diese Absichten bedient.

Zusammengefasst hat eine Website diese Kernaufgaben:

  • Die Marke und die Expertise vollständig darstellen.
  • Bei vielen verschiedenen Suchanfragen auftauchen.
  • Bestandskunden Support, Dokumente und Kontaktwege bieten.
  • Besuchern erlauben, in ihrem eigenen Tempo zu recherchieren.

Anders gesagt: Eine Website gestalten Sie zum Entdecken, eine Landingpage zum Entscheiden. Die Startseite hat eine dritte Rolle, denn sie leitet Besucher in den passenden Bereich. Diese Rolle beschreiben wir im Beitrag Startseite gestalten. Anzeigen auf die Startseite zu schicken, ist folglich oft eine schwache Wahl. Besucher müssen dann erneut klicken, um ihr Angebot zu finden.

Landingpage und Website im Vergleich: Worin unterscheiden sie sich?

Der Unterschied wird klarer, wenn Sie beide Strukturen in einer Tabelle nebeneinanderstellen. Zudem nutzen wir die folgenden Kriterien selbst bei der Projektplanung. Betrachten Sie die Werte als allgemeine Tendenz, nicht als feste Regel, denn jedes Projekt verschiebt sie etwas.

KriteriumLandingpageWebsite
ZweckEine Kampagne, eine AktionMarke, Leistungen und Inhalte als Ganzes
SeitenzahlMeist eine einzige SeiteViele Seiten
NavigationKeine oder sehr reduziertVollständiges Menü, Untermenüs, Fußzeile
HaupttrafficAnzeigen, E-Mail, KampagnenlinksOrganische Suche, Direktaufrufe, Verweise
LebensdauerFür die Dauer einer KampagneDauerhaft, laufend aktualisiert
SEO RolleBegrenzt; teils nicht im IndexWichtigste Quelle organischer Sichtbarkeit
ErfolgsmaßConversion Rate, Kosten pro LeadOrganischer Traffic, Interaktion, Conversions gesamt
ÄnderungstempoSchnelle Tests, häufige VariantenGeplante Updates ohne Strukturbruch

Kurz gesagt: Die Landingpage ist ein Werkzeug, die Website ist Infrastruktur. Deshalb ersetzt keine von beiden die andere. In einem guten Aufbau stärken sie sich gegenseitig.

Warum ist das Prinzip des einen Ziels so wichtig?

Jede zusätzliche Option auf einer Landingpage verzögert die Entscheidung ein wenig. Stellen Sie sich einen Button für die Angebotsanfrage vor, daneben Links zu Blog, Karriere, Newsletter und fünf Social Media Symbolen. Diese Seite verlangt also sechs verschiedene Dinge. Folglich tun Besucher oft nichts davon und gehen.

Das Prinzip des einen Ziels verlangt, jedes Element mit einer Frage zu prüfen: Hilft es dem Besucher, die Hauptaktion auszuführen? Falls nicht, entfernen Sie es also oder verschieben es nach unten. Die Regel ist einfach. In der Praxis braucht sie allerdings Disziplin, weil jede Abteilung ihren Bereich auf der Seite sehen möchte.

Ein Ziel bedeutet nicht einen einzigen Button. Sie können dieselbe Aufforderung oben, nach den Vorteilen und nach den häufigen Fragen wiederholen. Vor allem stärkt diese Wiederholung das eine Ziel, statt es zu verwässern. Ideen für Text und Platzierung finden Sie in unserem Beitrag CTA Button Beispiele.

Brauchen Sie zusätzlich eine zweite Aktion, etwa einen Anruf statt des Formulars, geben Sie ihr weniger visuelles Gewicht. Dann unterstützt sie die Hauptaktion, statt mit ihr zu konkurrieren.

Braucht eine Landingpage ein Navigationsmenü?

Kurze Antwort: Die meisten Kampagnenseiten brauchen kein vollständiges Menü. Dennoch sollten Sie es nicht in jedem Fall löschen. Die richtige Entscheidung hängt davon ab, wie Besucher ankommen und wie gut sie Ihre Marke schon kennen.

Auf einer Website sieht das Bild allerdings anders aus. Die Nielsen Norman Group beschreibt in ihrer Analyse zum Verstecken der globalen Navigation, dass verborgene Hauptkategorien es Nutzern erschweren, das Angebot einer Website zu erfassen. Ein Menü von der Website zu entfernen, ist somit ein echtes Risiko für die Nutzbarkeit. Eine Landingpage ist dagegen kein Ort zum Stöbern. Die Logik lässt sich also nicht eins zu eins übertragen.

In der Praxis gehen wir so vor:

  • Kalter Traffic (Besucher kennen die Marke nicht): kein Menü, und das Logo dient nicht als auffälliger Fluchtweg.
  • Warmer Traffic (Besucher kennen die Marke): ein schlankes Menü mit Sprungmarken wie Ablauf, Preise und FAQ.
  • Branchen mit hohem Vertrauensbedarf: Kontakt, Datenschutz und Firmenangaben bleiben in der Fußzeile.

Für das Hauptmenü Ihrer Website können Sie sich an unserem Leitfaden Website Navigation gestalten orientieren.

Wie passen Sie die Landingpage an die Anzeige an?

Anzeigenpassung heißt, dass Besucher das Versprechen der Anzeige sofort auf der Seite wiedererkennen. In der Google Ads Hilfe zum Thema Anzeigen und Landingpages optimieren empfiehlt Google, eine Zielseite zu wählen, die eng zu Anzeige und Keywords passt. Zudem soll die Seite die Handlungsaufforderung der Anzeige aufgreifen und wichtige Informationen weit oben zeigen.

Außerdem beschreibt Google die Nutzererfahrung mit der Landingpage als eine Komponente des Qualitätsfaktors. Gemeint ist, wie relevant und nützlich Ihre Landingpage für Personen ist, die auf Ihre Anzeige klicken. Die ganze Logik erklären wir zudem im Beitrag Google Ads Qualitätsfaktor.

Prüfen Sie diese drei Ebenen:

  • Botschaft: Die Formulierung aus der Anzeigenüberschrift steht auch in der Seitenüberschrift.
  • Angebot: Die Aktion oder der Leistungsumfang aus der Anzeige ist auf der Seite klar sichtbar.
  • Optik: Anzeige und oberer Seitenbereich teilen Farben und Tonalität, damit Besucher sich am richtigen Ort fühlen.

Deshalb tut sich eine allgemeine Website Seite schwer, mehrere Anzeigengruppen gleichzeitig zu bedienen. Sobald jede Gruppe eigene Überschriften und Angebote braucht, lohnt sich eine separate Landingpage.

Wann brauchen Sie eine separate Landingpage?

Sie müssen nicht für jede Kampagne eine neue Seite bauen. Einige Situationen machen eine eigene Landingpage allerdings fast unverzichtbar. Diese begegnen uns in der Praxis am häufigsten:

  • Sie investieren ein ernsthaftes Budget in bezahlte Anzeigen und möchten jeden Klick besser nutzen.
  • Es läuft ein befristetes Angebot, für das es auf Ihrer Website keine passende Seite gibt.
  • Dieselbe Leistung soll verschiedene Zielgruppen mit verschiedenen Botschaften erreichen.
  • Ein einmaliges Ziel steht an, etwa ein Event, ein Webinar, eine Warteliste oder ein Produktstart.
  • Ihre Leistungsseite ist zu allgemein, sodass Anzeige und Seite unterschiedliche Geschichten erzählen.
  • Überschrift, Formularlänge oder Angebot sollen per A/B Test geprüft werden.

Nehmen wir zum Beispiel ein Architekturbüro, das sowohl für Villenprojekte als auch für Büroeinrichtung wirbt. Allerdings stellen diese Zielgruppen andere Fragen und brauchen andere Belege. Eine allgemeine Leistungsseite gibt somit beiden nur eine halbe Antwort. Zwei getrennte Landingpages sprechen dagegen jede Gruppe in ihrer eigenen Sprache an.

Seiten für Geschäftskunden haben außerdem lange Entscheidungswege. Diesen Sonderfall behandeln wir im Beitrag B2B Landing Page erstellen.

Wann reicht eine Seite Ihrer Website aus?

Eine separate Landingpage gewinnt nicht immer. Manchmal konzentriert sich Ihre bestehende Leistungsseite bereits auf eine Aufgabe, enthält starke Belege und spricht dieselbe Sprache wie die Anzeige. Dann bringt eine neue Seite vor allem zusätzlichen Pflegeaufwand.

Sie können bei der bestehenden Seite bleiben, wenn diese Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Leistungsseite behandelt genau eine Leistung und hat einen klaren Haupt CTA.
  • Ihr Anzeigentext passt bereits zur Seitenüberschrift.
  • Die Seite lädt schnell und funktioniert gut auf dem Smartphone.
  • Ihr Werbebudget reicht nicht für aussagekräftige Tests.

Zudem sendet eine Leistungsseite mit guten organischen Rankings auch Besuchern aus Anzeigen ein Vertrauenssignal. Denn sie sehen im Menü, dass die Marke echt und etabliert ist. An dieser Stelle taucht oft auch die Frage nach Onepager oder mehrseitiger Website auf. Unser Beitrag Onepager oder mehrseitige Website klärt diese Entscheidung separat.

Kurz gesagt geht es nicht um Landingpages für alles oder für nichts. Schicken Sie den Traffic auf die Seite, die die Botschaft der Anzeige am klarsten beantwortet.

Wie lang sollte der Text einer Landingpage sein?

Die Textlänge hängt davon ab, wie komplex das Angebot ist und wie viel Information Besucher für ihre Entscheidung brauchen. Für den Download eines kostenlosen Leitfadens reichen zwei kurze Absätze. Eine Leistung mit hohem Budget braucht dagegen mehr. Besucher möchten Ablauf, Umfang und Belege sehen, deshalb überzeugt hier eine längere Seite besser.

Auf einer Website verteilt sich der Text je nach Aufgabe auf viele Seiten. Leistungsseiten gehen in die Tiefe, Blogbeiträge beantworten eine Frage, Kontaktseiten bleiben kurz. Eine Landingpage bündelt dagegen all das auf einer Seite, also auf engem Raum. Somit zählt die Struktur mehr als die reine Länge.

Mit diesen Methoden halten wir lange Landingpages lesbar:

  • Jeden Abschnitt mit einer kurzen Überschrift öffnen, die eine Frage beantwortet.
  • Absätze auf drei oder vier Sätze begrenzen.
  • Zentrale Vorteile als Aufzählung zeigen.
  • Den Haupt CTA zwischen längeren Abschnitten wiederholen.

So handeln schnelle Entscheider schon im ersten Bildschirm. Wer mehr Details möchte, scrollt einfach weiter und findet seine Antwort.

Warum ist Ladezeit auf Kampagnenseiten noch wichtiger?

Jeder bezahlte Klick, der vor dem Laden der Seite verschwindet, ist verlorenes Budget. Organische Besucher verzeihen eine langsame Seite manchmal, weil sie ohnehin nach Ihnen suchen. Besucher aus Anzeigen vergleichen dagegen oft mehrere Anbieter gleichzeitig. Dann schließen sie die erste langsame Seite.

Daher setzen wir auf Landingpages auf schlanke Bausteine. Schwere Slider, unnötige Schriftdateien und große Hintergrundvideos lassen wir deshalb weg. Bilder in passender Größe und in modernen Formaten helfen ebenfalls. Genauso wirkt es, Tags von Drittanbietern auf das wirklich Nötige zu begrenzen.

Bedenken Sie außerdem, dass Ladezeit keine einmalige Aufgabe ist. Jedes neue Trackingskript, jedes Chatfenster und jedes Formularplugin macht die Seite schwerer. Wir empfehlen deshalb, die Leistung während der gesamten Kampagne regelmäßig zu prüfen.

Wie leben Landingpage und Website auf einer Domain?

Sie können Landingpages auf einer eigenen Domain oder in einem separaten Tool betreiben. Für die meisten Unternehmen ist es allerdings am saubersten, sie unter der Hauptdomain in einer klaren Ordnerstruktur zu halten. Zunächst sehen Besucher eine vertraute Adresse in der Browserzeile. Außerdem bleibt Ihre Analyse in einer einzigen Property.

Wir empfehlen meist diesen Aufbau:

  • Ein klarer Ordner für Kampagnenseiten, zum Beispiel kurze Adressen unter example.com/kampagne/.
  • Eine schlanke Kopfzeile und Fußzeile statt des vollständigen Seitenkopfs.
  • Gemeinsame Markenfarben, Schriften und Komponenten, damit die Seite zur selben Familie gehört.
  • Nach Kampagnenende eine dauerhafte Weiterleitung auf die passende Leistungsseite, statt die Seite zu löschen.

So bleibt Ihr Designsystem intakt, und das Kampagnenteam arbeitet trotzdem schnell. Ergänzen Sie dann UTM Parameter in Ihren Kampagnenlinks, damit Sie Anzeigentraffic korrekt messen. Mit unserem UTM Generator geht das schnell. Somit trennen Ihre Berichte Landingpage Traffic sauber vom organischen Traffic.

Sollte eine Landingpage in der Suche ranken?

Die Antwort hängt vom Seitentyp ab. Fast identische Varianten, die Sie für Anzeigen bauen, bringen dem Suchindex keinen Mehrwert. Schlimmer noch: Sie können mit Ihrer eigenen Leistungsseite um dieselbe Suchanfrage konkurrieren. Solche Seiten aus dem Index herauszuhalten, ist daher oft sinnvoll.

Google Search Central betont in der Dokumentation zum Blockieren der Indexierung mit noindex ein wichtiges Detail. Konkret gilt: Damit noindex wirkt, darf robots.txt die Seite nicht blockieren. Sonst kann der Googlebot das Tag nicht lesen, und die Seite kann trotzdem in den Ergebnissen erscheinen, wenn andere Seiten auf sie verlinken.

Andererseits kann eine dauerhafte Landingpage mit eigenständigem Inhalt, die eine bestimmte Suchanfrage beantwortet, durchaus organischen Traffic gewinnen. Eine Seite etwa, die eine Leistung ohne Saisonbezug ausführlich erklärt, kann Anzeigen und Suche zugleich bedienen. In diesem Fall lassen Sie sie indexierbar, geben ihr reichhaltigen Inhalt und verlinken sie intern.

Die Regel ist einfach. Kurzlebige Testvarianten bleiben außerhalb des Index, dauerhafte und eigenständige Seiten bleiben drin.

Aus welchen Abschnitten besteht eine starke Landingpage?

Jede Branche hat eigene Anforderungen, doch wirksame Landingpages teilen ein ähnliches Gerüst. Die folgende Reihenfolge ist ein solider Startpunkt für die meisten Kampagnenseiten, die Sie neu aufbauen:

  1. Kopfbereich: eine Überschrift passend zur Anzeige, ein Nutzenversprechen in einem Satz und der Haupt CTA.
  2. Problem und Lösung: ein kurzer Abschnitt, der die Lage des Besuchers in seinen eigenen Worten beschreibt.
  3. Vorteile: Ergebnisse für den Besucher statt einer Funktionsliste.
  4. Ablauf: So funktioniert es, in höchstens drei oder vier Schritten.
  5. Belege: echte Kundenbewertungen, Zertifikate und Arbeitsbeispiele.
  6. FAQ: klare Antworten auf Einwände zu Preis, Dauer und Kündigung.
  7. Abschluss: ein letzter Abschnitt, der Formular oder Button erneut zeigt.

Auch beim Formular zahlt sich Einfachheit aus. Fragen Sie nur die Felder ab, die Sie wirklich brauchen, und klären Sie den Rest im ersten Gespräch. Außerdem markieren Sie Pflichtfelder deutlich und zeigen Sie Fehlermeldungen direkt neben dem Feld.

Betrachten Sie dieses Gerüst allerdings als Checkliste, nicht als Schablone. Will Ihre Zielgruppe zuerst Belege sehen, ziehen Sie die Bewertungen nach oben. Fallen Entscheidungen schnell, streichen Sie einzelne Abschnitte ganz.

Wie sollte sich eine Landingpage auf dem Smartphone verhalten?

Vor allem kommt ein großer Teil des Anzeigentraffics vom Smartphone. Auch die Google Ads Hilfe empfiehlt eine mobilfreundliche Website, die schnell lädt, den Kontakt erleichtert und die Navigation einfach hält. Deshalb lohnt es sich, die Landingpage zuerst für den kleinen Bildschirm zu entwerfen. Danach erweitern Sie das Layout für den Desktop.

Auf dem Smartphone achten wir auf diese Punkte:

  • Überschrift und CTA erscheinen im ersten Bildschirm, ohne Scrollen.
  • Ein Tipp auf die Telefonnummer startet den Anruf.
  • Formularfelder sind groß, und jedes Feld öffnet die passende Tastatur, etwa den Ziffernblock für Telefonnummern.
  • Schwere Bilder und automatisch startende Videos bremsen die Seite nicht.
  • Popups verdecken den Inhalt nicht.

Vor dem Start können Sie das mobile Verhalten mit unserem Mobile Friendly Test prüfen. Öffnen Sie die Seite zudem auf einem echten Smartphone über mobile Daten und füllen Sie das Formular vollständig aus. Denn eine Desktopvorschau zeigt nicht jedes Problem.

Welche Kennzahlen zeigen den Erfolg von Landingpage und Website?

Beide Strukturen sind auf unterschiedliche Weise erfolgreich, deshalb führt eine einzige Berichtsvorlage zu falschen Schlüssen. Bei der Landingpage lautet die Kernfrage: Wie viele Besucher haben die gewünschte Aktion ausgeführt? Bei der Website ist die Frage dagegen breiter, denn sie umfasst alle Kanäle. Wie viel Wert schafft die Website über die Zeit für Besucher aus allen Kanälen?

Diese Kennzahlen verfolgen wir für eine Landingpage:

  • Conversion Rate: Conversions geteilt durch Besucher.
  • Kosten pro Lead oder pro Verkauf.
  • Abbrüche zwischen Formularstart und Absenden.
  • Leistung nach Quelle, etwa Anzeigengruppe oder E-Mail.

Für eine schnelle Berechnung nutzen Sie unseren Conversion Rate Rechner. Auf der Website Seite sagen organischer Traffic, Interaktion, wiederkehrende Besucher und Conversions über alle Kanäle mehr aus.

Noch ein Hinweis: Laut Google bestimmt die Conversion Rate die Nutzererfahrung mit der Landingpage nicht direkt, sie kann aber ein gutes Maß für die Optimierung sein. Eine hohe Conversion Rate bedeutet also nicht automatisch eine hohe Bewertung der Landingpage.

Beispielszenario: Wie nutzt ein Dienstleister Landingpage und Website zusammen?

Unternehmen und Zahlen in diesem Abschnitt sind ein Beispielszenario, kein echter Kunde. Stellen Sie sich eine Reinigungsfirma in Istanbul vor. Ihre Website hat Startseite, Leistungsseiten, Gebietsseiten, Blog und Kontaktseite. Allerdings landet der meiste organische Traffic im Blog und auf den Gebietsseiten.

Die Firma möchte eine Kampagne für die Endreinigung nach dem Auszug starten. Die bestehende Leistungsseite beschreibt sechs Leistungen auf einmal und passt daher schlecht zur Anzeige. Also baut das Team eine Landingpage nur für die Endreinigung. Sie enthält die Formulierung der Anzeige in der Überschrift, einen Ablauf in drei Schritten, eine Leistungsliste, Bewertungen und ein kurzes Anfrageformular.

Beispielrechnung: Erhält die Seite in einem Monat 1.000 Besuche und 40 Anfragen, liegt die Conversion Rate bei 4 %. Danach testet das Team zwei Überschriften. Nach Kampagnenende löscht es die Seite nicht, sondern leitet sie dauerhaft auf die passende Leistungsseite weiter. Die Website bleibt die dauerhafte Infrastruktur, die Landingpage dient als schnelles und messbares Kampagnenwerkzeug.

Die eigentliche Lehre: Beide Strukturen sind keine Rivalen, sie teilen sich die Arbeit.

Welche Fehler passieren bei Landingpages am häufigsten?

In Projektanalysen sehen wir immer wieder dieselben Fehler. Die meisten entstehen vor allem durch fehlenden Fokus oder eine Lücke zwischen Anzeige und Seite. Hier die häufigsten:

  • Alle Anzeigen auf die Startseite schicken.
  • Mehrere Angebote und CTAs auf einer Seite anbieten.
  • Preis oder Aktion aus der Anzeige auf der Seite weglassen.
  • Ein längeres Formular als nötig verlangen.
  • Den Button auf dem Smartphone unterhalb des ersten Bildschirms platzieren.
  • Die Seite nach Kampagnenende in einen Fehler 404 laufen lassen.
  • Testvarianten indexierbar lassen, sodass sie mit der Leistungsseite konkurrieren.
  • Ohne Tracking starten und nie erfahren, welcher Kanal funktioniert.

All diese Fehler lassen sich beheben. Manche Schäden, etwa Werbebudget für die falsche Seite, sind jedoch nicht rückgängig zu machen. Eine kurze Prüfung vor dem Start kostet deshalb weit weniger als monatelang verschwendetes Budget.

Zudem ist ein weiteres häufiges Messproblem ein leerer Wert für die Landingpage in Berichten. Die Ursachen erklären wir im Beitrag GA4 Landingpage not set.

Welche Checkliste nutzen Sie vor dem Start?

Wir empfehlen, die folgende Liste für jede neue Landingpage vor dem Start abzuhaken. Sie wirkt kurz. Trotzdem kann schon ein übersprungener Punkt das Ergebnis spürbar verschlechtern.

  • Spricht die Überschrift dieselbe Sprache wie das Versprechen der Anzeige?
  • Gibt es genau eine Hauptaktion, und steht der Button im ersten Bildschirm?
  • Haben Sie unnötige Menüs und externe Links entfernt?
  • Fragt das Formular nur wirklich nötige Felder ab?
  • Lässt sich die Telefonnummer auf dem Smartphone antippen?
  • Stehen Datenschutzerklärung und Kontaktdaten in der Fußzeile?
  • Lädt die Seite über mobile Daten in angemessener Zeit?
  • Funktionieren Conversion Tracking und Dankeseite korrekt?
  • Tragen Ihre Anzeigenlinks UTM Parameter?
  • Haben Sie für Testvarianten über noindex entschieden?
  • Steht ein Plan für die Weiterleitung nach der Kampagne?

Teilen Sie diese Liste mit Ihrem Team und gehen Sie sie bei jeder Kampagne in derselben Reihenfolge durch. Somit hängt die Prüfung nicht mehr an einer Person, sondern wird Teil Ihres Teamprozesses.

Wann sollten Sie den Aufbau Profis überlassen?

Eine einfache Landingpage können Sie mit einem fertigen Tool selbst bauen. Technisch wird es allerdings, sobald die Seite die Designsprache Ihrer Website tragen und sauber an Ihr Tracking angebunden sein muss. Außerdem muss sie schnell laden und darf keine Konflikte in der Suche erzeugen.

Deshalb planen wir an diesem Punkt beide Strukturen gemeinsam. Wir sorgen dafür, dass die dauerhafte Website und die Kampagnenseiten dieselbe Komponentenbibliothek nutzen. Eine Seite für eine neue Kampagne dauert dann nur kurz, nicht Tage. Wenn wir diesen Aufbau auf Ihrer Website umsetzen sollen, sehen Sie sich den Umfang unserer Webdesign Leistungen an.

Externe Unterstützung empfehlen wir vor allem in diesen Fällen:

  • Sie fahren regelmäßig Kampagnen für mehrere Leistungen und Zielgruppen.
  • Ihre Website hat kein Designsystem, und jede Seite sieht anders aus.
  • Ihr Conversion Tracking liefert widersprüchliche Daten.
  • Kampagnenseiten und Leistungsseiten konkurrieren in der Suche miteinander.

Womit sollten Sie beginnen: Landingpage oder Website?

Haben Sie noch keine Website und planen nur eine kurze Kampagne, können Sie mit einer einzelnen Landingpage starten. Soll Ihre Marke dagegen Vertrauen gewinnen, in der Suche auftauchen und dauerhaft verschiedene Bedürfnisse bedienen, führt kein Weg an einer Website vorbei.

Für die meisten Unternehmen ist die richtige Reihenfolge von Landingpage und Website daher klar. Zuerst kommt ein solides Fundament mit Website, dann folgen fokussierte Landingpages für bezahlte Kampagnen, die dieses Fundament nutzen. Diese Reihenfolge schützt die gestalterische Einheit und hält die Messung ordentlich. Zudem startet jede neue Kampagne mit fertigen Bausteinen statt mit einer leeren Seite.

Möchten Sie klären, welche Lösung zu Ihnen passt, schildern Sie uns Ihre Ziele und Ihre aktuelle Website. Ein individuelles Angebot fordern Sie dann über unsere Webdesign Seite an. So erreicht Ihr Werbebudget die richtige Seite mit der richtigen Botschaft.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Landingpage und Website?
Der wichtigste Unterschied liegt in Zweck und Umfang. Eine Landingpage zielt auf eine Aktion für eine Kampagne und hat meist kein Menü. Eine Website stellt Marke, Leistungen und Inhalte auf vielen Seiten dar. Die eine dient dem Entscheiden, die andere dem Entdecken und dauerhaftem Vertrauen. In einem guten Aufbau ergänzen sich beide.
Brauche ich für eine Landingpage eine eigene Domain?
Nein, in den meisten Fällen nicht. Landingpages unter der Hauptdomain in einer klaren Ordnerstruktur sind für Vertrauen und Messung sauberer. Besucher sehen eine vertraute Adresse, Ihre Analyse bleibt in einer Property, und die Weiterleitung auf die passende Leistungsseite nach der Kampagne bleibt einfach. Eine eigene Domain bringt vor allem zusätzlichen Pflegeaufwand.
Sollte ich das Menü auf einer Landingpage entfernen?
Nicht immer. Bei kaltem Anzeigentraffic hält eine Seite ohne Menü oder mit sehr schlanker Kopfzeile die Aufmerksamkeit meist beim Angebot. Für Besucher, die Ihre Marke kennen, kann ein kurzes Menü mit Sprungmarken helfen. Kontaktdaten und Datenschutzerklärung sollten in jedem Fall in der Fußzeile bleiben, weil sie Vertrauen stärken.
Ist es falsch, Google Ads Traffic auf die Startseite zu schicken?
Nicht grundsätzlich, aber oft eine schwache Wahl. Die Startseite bedient viele Absichten, während eine Anzeige ein konkretes Versprechen gibt. Google empfiehlt, eine Zielseite zu wählen, die eng zu Anzeige und Keywords passt. Eine Leistungsseite oder Landingpage, die das Versprechen direkt einlöst, erzielt daher meist bessere Ergebnisse.
Sollte ich eine Landingpage nach der Kampagne löschen?
Statt sie zu löschen, empfehlen wir eine dauerhafte Weiterleitung auf die nächstpassende Leistungsseite. So enden alte Anzeigenlinks, Newsletter und geteilte Beiträge nicht in einem Fehler 404. Trägt die Seite dauerhaften, eigenständigen Inhalt, kann es auch sinnvoll sein, sie zu aktualisieren und online zu lassen. Entscheiden Sie nach ihrem künftigen Wert.
Kann eine Landingpage in der Google Suche erscheinen?
Ja, das kann sie, aber nicht jede Landingpage sollte es. Fast identische Anzeigenvarianten halten Sie mit noindex besser aus dem Index heraus. Eine dauerhafte Landingpage mit eigenständigem Inhalt, die eine konkrete Frage beantwortet, kann dagegen organischen Traffic gewinnen. Nutzen Sie noindex, blockieren Sie die Seite nicht in robots.txt.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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