Digitales Marketing

Display Werbung: Was ist das und wie funktioniert sie?

Talha Aslan 17 Minuten Lesezeit 2 Aufrufe

Was ist Display Werbung?

Display Werbung bezeichnet visuelle Anzeigen auf Websites, in mobilen Apps und auf Google Diensten wie YouTube und Gmail. Nutzer suchen nicht aktiv danach, sondern sehen die Anzeige beim Lesen, Surfen oder Schauen. Deshalb dient Display Werbung eher dazu, Aufmerksamkeit zu schaffen, als vorhandene Nachfrage abzufangen.

Im Alltag hören Sie auch Begriffe wie Bannerwerbung oder Bildanzeigen. Der Unterschied zur Suchanzeige liegt im Format: Eine Displayanzeige kombiniert Bild, Überschrift und Logo. Dadurch eignet sie sich gut für Markenbekanntheit und Remarketing.

Laut Google Ads Hilfe schalten Displaykampagnen visuell ansprechende Anzeigen im Google Display Netzwerk. In unserer Arbeit sehen wir diesen Kampagnentyp als Sichtbarkeitsschicht im Funnel, nicht als alleinige Verkaufsmaschine.

Wie funktioniert das Google Display Netzwerk?

Das Google Display Netzwerk ist ein großes Inventar aus Websites, Apps und Google Diensten, die Werbeplätze anbieten. Zunächst steigen Sie über eine Auktion ein. Landet ein Nutzer, der zu Ihrem Targeting passt, auf einer geeigneten Seite, vergleicht das System Ihr Gebot mit den anderen Geboten und wählt den Gewinner.

Google beschreibt die Reichweite des Netzwerks mit Millionen von Websites und Apps. Weil sich die Zahlen mit der Zeit ändern, prüfen Sie die aktuelle Angabe direkt in der Google Ads Hilfe zu Display Anzeigen.

Kurz gesagt läuft der Ablauf so:

  • Publisher stellen ihre Werbeplätze für das System von Google bereit.
  • Sie legen Anzeigenelemente, Targeting und Gebot fest.
  • Das System wählt bei jeder Ausspielung die passende Anzeige und führt die Auktion durch.
  • Die Messung beginnt, sobald ein Nutzer klickt oder die gewünschte Aktion ausführt.

Zudem entscheidet das System im Rahmen Ihrer Vorgaben, wo Ihre Anzeige läuft. Dabei ziehen Sie die Grenzen über Zielgruppen, Themen, Platzierungen und Standorte. Deshalb sollten Sie die Berichte in den ersten Tagen oft prüfen. Entdecken Sie eine unpassende App, schließen Sie sie daher aus und schützen so Ihr Budget.

Ein Punkt ist besonders wichtig: Die Absicht eines Nutzers lesen Sie hier nicht so direkt ab wie in der Suche. Targeting und Kreativqualität entscheiden daher über das Ergebnis.

In welchen Formaten läuft Display Werbung?

Display Werbung läuft in zwei Hauptformaten: als responsive Displayanzeige und als hochgeladene Displayanzeige. Erstens liefern Sie bei der responsiven Anzeige Bilder, Überschriften, Beschreibungen und ein Logo. Danach setzt Google daraus für jeden Platz eine passende Anzeige zusammen. Zweitens geben Sie bei der hochgeladenen Anzeige fertige Bilder oder HTML5 Dateien vor und behalten die volle Designkontrolle.

Die Google Ads Hilfe nennt die responsive Displayanzeige das Standardformat. Dagegen bieten hochgeladene Anzeigen mehr Kontrolle über jedes Detail.

FormatSo erstellen Sie esStärkeSchwäche
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Responsive DisplayanzeigeBilder, Überschriften, Beschreibungen, Logo hochladenPasst auf viele PlatzierungenWenig Kontrolle über Kombinationen
Hochgeladene BildanzeigeBild mit fester Größe oder HTML5 DateiVolle DesignkontrolleEigene Datei für jede Größe nötig
Gmail und YouTube PlätzeLaufen über andere KampagnentypenNative, aufmerksamkeitsstarke PlätzeHängt vom Kampagnentyp ab

In der Praxis starten wir die meisten Konten mit responsiven Anzeigen. Danach ergänzen wir hochgeladene Anzeigen für Markenkampagnen mit strengen Vorgaben.

Falls Sie Anzeigen hochladen, bereiten Sie daher die gängigen Größen vor und prüfen die Dateigrenzen in der Hilfe. Außerdem sollte jede Anzeige ein klares Markenzeichen tragen, denn Nutzer beurteilen eine Anzeige mit einem einzigen Blick.

Wie erstellen Sie eine responsive Displayanzeige?

Für eine responsive Displayanzeige laden Sie zunächst Bilder im Quer, Quadrat und Hochformat hoch. Danach ergänzen Sie kurze und lange Überschriften, Beschreibungen und ein Logo. Das System mischt diese Elemente. Folglich muss jedes Element für sich funktionieren, denn Sie bestimmen nicht, welche Überschrift zu welchem Bild passt.

Beachten Sie bei der Vorbereitung diese Regeln:

  • Zeigen Sie pro Bild eine klare Botschaft und ein Produkt oder eine Leistung.
  • Lassen Sie Text aus dem Bild heraus und verlagern Sie die Botschaft in die Überschrift.
  • Schreiben Sie Überschriften aus verschiedenen Blickwinkeln: Nutzen, Preis, Vertrauen, Dringlichkeit.
  • Laden Sie das Logo im Quadrat und im Querformat hoch.
  • Geben Sie in jeder Anzeigengruppe mehrere Alternativen an.

Zum Beispiel kann ein Möbelhaus dasselbe Wohnzimmerfoto mit drei Ausschnitten und drei Überschriften hochladen. Dann lernt das System, welche Kombination am besten läuft. Den Verschleiß von Motiven behandeln wir ausführlicher im Beitrag über Anzeigenermüdung.

Welche Targeting Methoden gibt es bei Display Werbung?

Das Targeting bei Display Werbung teilt sich in zwei Gruppen: Zielgruppen Targeting und Inhalts Targeting. Erstens nutzen Sie bei Zielgruppen Interessen, Kaufabsicht, demografische Merkmale oder frühere Interaktionen mit Ihrer Website. Zweitens wählen Sie bei Inhalten Keywords, Themen und Platzierungen.

Die Google Ads Hilfe fasst die Optionen so zusammen: Zielgruppen, Keywords und Themen, bestimmte Websites oder Seiten sowie demografische Merkmale. Zudem nutzt das optimierte Targeting weitere Signale, um Nutzer mit hoher Conversion Wahrscheinlichkeit zu finden. Details finden Sie auf der Seite zum Display Targeting.

Als Startpunkt nutzen wir diese Zuordnung:

  • Neukunden finden: Zielgruppen mit Kaufabsicht und Interessen.
  • Markenbekanntheit: Themen und Platzierungs Targeting.
  • Nutzer kurz vor dem Kauf: Remarketing Listen.
  • Bekannte Kunden: Kundenabgleich.

Was ist der Unterschied zwischen Targeting und Beobachtung?

Die Einstellung Targeting schränkt ein, wer Ihre Anzeige sehen kann. Die Einstellung Beobachtung schränkt die Reichweite nicht ein, sie zeigt nur, wie jede Zielgruppe abschneidet. Das heißt: Beim Targeting sehen nur die gewählten Nutzer die Anzeige. Bei der Beobachtung sehen alle sie, und Sie erfahren, wer besser konvertiert.

Viele verwechseln die beiden Einstellungen. Fügen Sie eine Zielgruppe hinzu und lassen sie auf Beobachtung, bleibt Ihre Reichweite also breit. Folglich erreichen Sie womöglich eine viel größere Gruppe als gedacht.

Dabei gehen wir meist in dieser Reihenfolge vor. Zunächst sammeln wir in den ersten zwei Wochen Daten mit Beobachtung. Danach stellen wir starke Zielgruppen auf Targeting um und schließen schwache aus. So steckt das Budget am ersten Tag nicht in einer zu engen Zielgruppe fest.

Was unterscheidet Display Werbung von Suchanzeigen?

Suchanzeigen zeigen Text für jemanden, der aktiv etwas sucht. Display Werbung zeigt Bilder für jemanden, der gerade andere Inhalte nutzt. Konkret: Die erste Form fängt vorhandene Nachfrage ab. Die zweite weckt Nachfrage oder erinnert daran. Somit ergänzen sich beide Kampagnentypen, statt zu konkurrieren.

KriteriumSuchanzeigenDisplay Werbung
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NutzerabsichtHoch, aktive SucheNiedrig bis mittel, passives Surfen
FormatTextBild, Video, HTML5
KlickpreisMeist höherMeist niedriger
Conversion RateMeist höherMeist niedriger
Bestes ZielVerkauf, LeadsBekanntheit, Remarketing

Das Wort "meist" in dieser Tabelle beschreibt Erfahrungswerte aus der Praxis, keine Garantie. Allerdings kehrt sich das Bild in manchen Branchen um. Die Suchseite planen wir gemeinsam mit Kunden in unserer Google Ads Betreuung.

Für wen eignet sich Display Werbung?

Display Werbung eignet sich für jedes Unternehmen, das bereits Websitebesucher hat und diese zurückholen möchte. Besonders gut funktioniert sie im E-Commerce, in der Bildung, bei Immobilien und bei B2B Leistungen mit langem Entscheidungsweg. Denn in diesen Märkten entscheidet kaum jemand beim ersten Besuch.

Denken Sie in diesen Fällen zuerst an Display Werbung:

  • Ihre Website hat genug Traffic, aber die Conversion Rate ist niedrig.
  • Sie müssen ein Produkt vorstellen oder eine Kategorie erklären.
  • Sie wollen Nutzer zurückholen, die den Warenkorb verlassen haben.
  • Das Suchvolumen ist klein, weil Sie etwas Neues verkaufen.

Andererseits sollten Sie Ihr erstes Werbebudget nicht nur in Display stecken, wenn noch niemand Ihre Kategorie sucht. Fangen Sie zunächst mit der Suche vorhandene Nachfrage ab. Danach erweitern Sie mit Display.

Lokale Unternehmen haben dagegen einen engeren Einsatzbereich, denn die Zielgruppe ist klein. Standort Targeting erreicht Menschen in einer bestimmten Region, allerdings erschöpft sich die Zielgruppe in einem kleinen Gebiet schnell. Kombinieren Sie deshalb Remarketing mit einem kleinen Budget für Bekanntheit.

Welche Ziele erfüllt Display Werbung?

Display Werbung kann in allen drei Funnel Schichten wirken: Aufmerksamkeit, Abwägung und Conversion. Daher passen Sie je nach Ziel Zielgruppe, Kreativ und Messung an. Von derselben Kampagne zugleich Markenbekanntheit und direkte Verkäufe zu erwarten, führt dagegen oft zu Enttäuschung.

So ordnen Sie Ziele zu:

  • Aufmerksamkeit: breite Zielgruppe, starkes Markenbild, Reichweite und Impressionen.
  • Abwägung: Interessen Zielgruppen, Botschaft zum Produktnutzen, Seitenbesuche und Interaktion.
  • Conversion: Remarketing Listen, klares Angebot, Conversions und Kosten pro Conversion.

Zum Beispiel startet eine neue Online Kursseite zunächst mit einer Bekanntheitskampagne. Dann nimmt sie einige Wochen später Besucher in eine Remarketing Liste auf. Danach zeigt sie dieser Liste einen Rabatt oder eine Gratis Testphase. Somit nutzt jede Schicht die Daten der vorherigen.

Außerdem empfehlen wir, das Ziel im Kampagnennamen abzubilden. Lesen Sie Bekanntheits und Remarketing Kampagnen getrennt, sehen Sie klar, welche Schicht wirklich funktioniert.

Wie richten Sie eine Display Kampagne Schritt für Schritt ein?

Für eine Display Kampagne wählen Sie ein Ziel, bestimmen den Kampagnentyp, legen Budget und Gebot fest, ergänzen Zielgruppen und laden Anzeigenelemente hoch. Richten Sie deshalb das Conversion Tracking vor dem Start ein. Sonst weiß das System nicht, worauf es optimieren soll.

Gehen Sie so vor:

  • Definieren Sie Ihre Conversion Aktionen und testen Sie sie.
  • Wählen Sie das Kampagnenziel: Verkäufe, Leads oder Websitetraffic.
  • Legen Sie Standorte, Sprache und Tagesbudget fest.
  • Wählen Sie eine Gebotsstrategie.
  • Fügen Sie Zielgruppensignale und Inhalts Targeting hinzu.
  • Laden Sie die Elemente der responsiven Anzeige hoch und prüfen Sie die Vorschau.
  • Versehen Sie Links mit UTM Parametern; unser UTM Generator beschleunigt das.

Danach vermeiden Sie in der ersten Woche größere Änderungen. Lesen Sie die Daten dann erst, wenn die Lernphase endet.

Welche Gebotsstrategie wählen Sie für Display Werbung?

Die Gebotsstrategie wählen Sie nach Ziel und vorhandenen Conversion Daten. Ohne genug Conversions starten Sie zunächst mit einer klickorientierten Strategie. Sobald Daten vorliegen, wechseln Sie zu conversionorientierten Smart Bidding Strategien wie Ziel CPA oder Ziel ROAS.

Die Google Ads Hilfe führt Smart Bidding Strategien und eine Option für Zahlung pro Conversion auf. Den Wechsel steuern wir so:

  • Ohne Daten: Klicks maximieren oder manuelle Gebote.
  • Wenn regelmäßig Conversions eintreffen: Conversions maximieren.
  • Bei stabilen Daten: Ziel CPA oder Ziel ROAS.

Zudem sollten Sie vor einem Ziel ROAS Ihre Rentabilitätsschwelle kennen. Dabei hilft unser ROAS Rechner. Hintergründe zu aktuellen Änderungen lesen Sie im Beitrag zur Umstellung bei Google Ads Gebotsstrategien.

Ändern Sie die Strategie, beginnt das System neu zu lernen. Häufige Wechsel lassen die Leistung daher schwanken. Warten Sie deshalb nach einer Änderung mindestens zwei Wochen und ändern Sie Budget und Ziel nicht gleichzeitig.

Wie setzen Sie Remarketing mit Display Werbung um?

Remarketing heißt, Anzeigen für Menschen zu schalten, die Ihre Website oder App schon besucht haben. Zunächst bauen Sie Besucherlisten auf, dann fügen Sie diese Listen einer Display Kampagne hinzu. So erreichen Sie Menschen mit bekanntem Interesse, meist zu geringeren Kosten.

Zunächst trennen Sie die Listen nach Verhalten. Zum Beispiel zeigen Sie Warenkorb Abbrechern produktbezogene Botschaften und Bloglesern informative Botschaften. Schließen Sie Käufer aus, denn dieselbe Anzeige für jemanden, der schon gekauft hat, verbrennt Budget.

Hier eine Beispielrechnung. Angenommen, eine Website hat 20.000 Besucher pro Monat, und 6.000 davon landen in einer Remarketing Liste. Peilen Sie im Schnitt 3 Impressionen pro Woche für diese Gruppe an, planen Sie rund 72.000 Impressionen im Monat. Diese Zahlen sind nur eine Beispielrechnung.

Auch die Kontaktfrequenz ist wichtig. Denn eine Anzeige, die zu oft erscheint, nervt. Setzen Sie daher eine Frequenzbegrenzung und passen Sie die Listendauer an den Kaufzyklus an. Kurze Zyklen brauchen also kurze Zeitfenster, lange Zyklen längere.

Mehr dazu lesen Sie im Beitrag, wie Sie mit Remarketing den Sales Funnel stärken.

Wie funktioniert Display Werbung im E-Commerce?

Im E-Commerce zeigt Display Werbung ihren klarsten Wert beim produktbezogenen Remarketing. Ein Nutzer sieht sich ein Produkt an und verlässt die Seite. Später sieht er dann dasselbe oder ähnliche Produkte auf anderen Websites und in Apps. Dafür müssen Ihre Produktdaten daher sauber und aktuell bleiben.

Bereiten Sie vorab diese Punkte vor:

  • Halten Sie Produktdaten aktuell: Preis, Bestand und Bild müssen stimmen.
  • Trennen Sie Warenkorb Abbrecher, Produktbetrachter und Käufer in eigene Listen.
  • Schließen Sie Käufer aus der Remarketing Kampagne aus.
  • Halten Sie die Listendauer bei saisonalen Kampagnen kurz.

Zum Beispiel erinnern Sie einen Nutzer, der eine Winterjacke angesehen hat, in den ersten Tagen nach dem Besuch daran. Wochen später ändern Sie dann die Botschaft. So zeigen Sie derselben Person nicht ewig dieselbe Anzeige. Für die Suchseite lesen Sie unseren Beitrag zu Google Shopping Anzeigen und Merchant Center.

Wie messen Sie die Ergebnisse von Display Werbung?

Die Messung bei Display Werbung umfasst Klicks und Conversions sowie die Wirkung nach einer Ansicht. Nutzer sehen eine Anzeige oft, klicken nicht und suchen erst später nach Ihrer Marke. Wer nur auf den letzten Klick schaut, macht Display deshalb schwächer, als es ist.

Verfolgen Sie diese Kernkennzahlen:

  • Impressionen und Reichweite: wie viele Menschen die Anzeige erreicht hat.
  • Klickrate: wie gut das Kreativ Aufmerksamkeit gewinnt.
  • Conversions und Kosten pro Conversion: das direkte Ergebnis.
  • View Through Conversions: die Wirkung bei Nutzern, die die Anzeige sahen, aber nicht klickten.
  • Anstieg der Markensuchen: ein Hinweis auf indirekte Wirkung.

Werten Sie View Through Conversions nicht allein als Beweis. Denn derselbe Nutzer kann sich ohnehin schon zum Kauf entschieden haben. Lesen Sie sie daher gemeinsam mit Suche, E-Mail und direktem Traffic. Die Klickrate prüfen Sie mit unserem CTR Rechner.

Für eine solide Messung halten Sie Ihre Conversion Definitionen einfach. Zählen Sie zum Beispiel einen Kauf oder ein Formular als primäre Conversion. Weniger starke Signale wie Seitenaufrufe verfolgen Sie dagegen als sekundär. Sonst bietet das System auf wertlose Aktionen und lenkt Ihr Budget in die falsche Richtung.

Wie kontrollieren Sie Platzierungen und Markensicherheit?

Eine Platzierung ist die Website, App oder der Videokanal, auf dem Ihre Anzeige lief. Dafür prüfen Sie den Platzierungsbericht regelmäßig und schließen minderwertige oder unpassende Platzierungen aus. So versickert Ihr Budget nicht in Apps, die mit Ihnen nichts zu tun haben.

Wir empfehlen diese wöchentliche Kontrolle:

  • Öffnen Sie den Platzierungsbericht und sortieren Sie nach Ausgaben.
  • Markieren Sie Platzierungen mit hohen Ausgaben und ohne Conversions.
  • Schließen Sie Kinder Apps und unpassende Inhalte aus, falls Sie welche sehen.
  • Nutzen Sie die Einstellungen zum Inhaltsausschluss bei sensiblen Themen.
  • Pflegen Sie die Ausschlussliste auf Kontoebene.

Diese Kontrolle verhindert eines der häufigsten Probleme aus unserem Beitrag über Google Ads Fehler, die Budget verbrennen. Für die Markensicherheit definieren Sie vor dem Start die Themen, neben denen Ihre Anzeige nie erscheinen soll.

Wie planen Sie das Budget für Display Werbung?

Das Budget planen Sie zuerst nach dem Ziel, dann nach den vorhandenen Daten. Konkret reicht für Remarketing ein kleines, stabiles Budget. Für neue Zielgruppen brauchen Sie dagegen ein breiteres Testbudget. Betrachten Sie die Gesamtsumme immer zusammen mit dem Budget der Suchkampagnen.

Hier eine Beispielrechnung. Beträgt Ihr gesamtes monatliches Werbebudget 50.000 TL, liegt ein Startbereich aus der Praxis bei 10 bis 25 Prozent für Display. Allerdings ist dieser Bereich keine Garantie, und er ändert sich mit Branche und Ziel.

Verteilen Sie das Budget in dieser Reihenfolge:

  • Schützen Sie zuerst Such und Markenkampagnen.
  • Geben Sie danach dem Remarketing einen kleinen Anteil.
  • Nutzen Sie den Rest für Tests mit neuen Zielgruppen.
  • Verteilen Sie nach vier Wochen anhand der Ergebnisse neu.

Eine ausführlichere Methode finden Sie in unserem Beitrag, wie Sie das Google Ads Budget für B2B festlegen, sowie im Google Ads Budget Rechner.

Was macht Display Werbung Kreativ wirksamer?

Wirksames Kreativ trägt eine Botschaft, ist auf einen Blick lesbar und enthält einen klaren Handlungsaufruf. Nutzer scrollen schnell, daher hat Ihre Anzeige nur wenige Sekunden, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ein überladenes Bild verschwendet daher diese Zeit.

Wir wenden diese Regeln auf das Kreativ an:

  • Zeigen Sie das Produkt oder die Leistung in echtem Kontext.
  • Nennen Sie einen Nutzen in der Überschrift, nicht zwei.
  • Halten Sie den Handlungsaufruf konkret: "Angebot anfragen", "Kostenlos testen", "Katalog ansehen".
  • Nutzen Sie Markenfarben einheitlich, damit Nutzer Sie wiedererkennen.
  • Testen Sie die Lesbarkeit zuerst auf einem kleinen Smartphone Bildschirm.

Hier spielt die Bannerblindheit eine Rolle. Nutzer überspringen bannerartige Elemente unbewusst. Tipps dagegen sammeln wir im Beitrag über Bannerblindheit und Anzeigen, die auffallen. Kurz gesagt gewinnt ein schlichtes, einheitliches und ständig getestetes Kreativ.

Wie testen Sie Kreativ bei Display Werbung?

Beim Kreativ Test ändern Sie jeweils nur eine Variable. Testen Sie zuerst das Bild, dann die Überschrift, danach den Handlungsaufruf. Ändern Sie drei Dinge zugleich, wissen Sie nicht, welche Änderung das Ergebnis brachte. Daher brauchen Sie Geduld und Ordnung.

Ein einfacher Testplan sieht so aus:

  • Bereiten Sie zwei oder drei Alternativen vor.
  • Geben Sie jeder Alternative genug Budget für eine faire Chance.
  • Warten Sie mindestens zwei Wochen und entscheiden Sie nicht zu früh.
  • Wählen Sie den Sieger nach Conversions und Kosten pro Conversion, nicht nach Klickrate.
  • Testen Sie den Sieger erneut gegen eine neue Alternative.

Bei responsiven Anzeigen bewertet Google die Leistung einzelner Elemente mit Labels. Dennoch sollten Sie diese Labels nicht als endgültige Antwort sehen. Vergleichen Sie sie stattdessen mit Ihren eigenen Conversion Daten.

Wohin sollen Nutzer nach dem Klick auf eine Displayanzeige gelangen?

Ein Nutzer, der eine Displayanzeige anklickt, sollte auf einer Seite landen, die das Versprechen der Anzeige einlöst. Die Startseite ist allerdings meist die falsche Wahl. Der Nutzer kommt aus einer kalten Zielgruppe, und findet er nicht sofort, was er erwartet, verlässt er die Seite. Folglich sinkt Ihre Conversion Rate.

Achten Sie auf der Zielseite auf diese Punkte:

  • Passen Sie den ersten Bildschirm an Überschrift und Bild der Anzeige an.
  • Halten Sie die Seite schlank, damit sie mobil schnell lädt.
  • Wählen Sie eine Hauptaktion: Formular, Anruf oder Kauf.
  • Ergänzen Sie Vertrauenselemente: Bewertungen, Referenzen, Rückgabebedingungen.
  • Trennen Sie den Traffic jeder Kampagne mit UTM Parametern.

Zum Beispiel sollte eine Anzeige für Warenkorb Abbrecher den Nutzer direkt in den Warenkorb führen. Sonst verpufft selbst eine starke Remarketing Liste. Gestalten Sie Anzeige und Zielseite deshalb als eine Einheit.

Welche Fehler passieren bei Display Werbung am häufigsten?

Zu den häufigsten Fehlern zählen der Start ohne Conversion Tracking, Zielgruppen im Targeting statt in der Beobachtung und keine Kontrolle der Platzierungen. Zudem kommen ein einziges Bild und die Bewertung allein nach Klicks oft vor.

In diese Fallen tappen Teams häufig:

  • Alle Zielgruppen landen in einer Kampagne ohne Trennung.
  • Käufer bleiben in der Remarketing Liste.
  • Die Bilder haben niedrige Auflösung oder viel Text.
  • Klicks führen auf eine unpassende Seite.
  • Ständige Änderungen in der ersten Woche setzen das Lernen zurück.

Die meisten dieser Fehler vermeiden Sie also, wenn Sie die Kampagnenstruktur zuerst durchdenken. Für einen schnellen ersten Blick auf ein Konto liefert unser Google Ads Audit Tool einen Ausgangspunkt. Sinkt der ROAS, lesen Sie unseren Beitrag zu den Ursachen für einen ROAS Rückgang.

Wechseln Displaykampagnen zu Demand Gen?

Google stellt seine KI gestützten, visuell ausgerichteten Kampagnen unter dem Dach von Demand Gen in den Vordergrund. Allerdings können Zeitpunkt und Umfang der Umstellung je nach Konto abweichen. Prüfen Sie deshalb regelmäßig die Hinweise in Ihrem Konto und in der Google Ads Hilfe.

Die Umstellung haben wir deshalb in einem eigenen Beitrag behandelt. Lesen Sie dazu den Artikel über die Umstellung von Displaykampagnen auf Demand Gen. Für die Einrichtung führt Sie unsere Anleitung zur Demand Gen Kampagne Schritt für Schritt.

Kurz gesagt, Ihr Display Wissen geht nicht verloren. Targeting Logik, Kreativdisziplin und Messgewohnheiten gelten auch für den neuen Kampagnentyp.

Display Werbung oder Demand Gen: Was wählen Sie?

Die Wahl hängt von Ziel und Ressourcen ab. Wollen Sie Platzierungs und Zielgruppenkontrolle über ein breites Inventar, hilft die Display Logik. Wollen Sie mit Bild und Video in Feeds wie YouTube, Gmail und Discover Nachfrage erzeugen, passt Demand Gen besser.

FrageDisplayDemand Gen
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HauptzielReichweite und RemarketingNachfrage erzeugen, visuelles Storytelling
KreativBild, Logo, ÜberschriftStark auf Bild und Video ausgerichtet
KontrollePlatzierungs und Inhalts TargetingZielgruppensignale im Fokus
StartpunktRemarketing ListeBestehende Kunden und Interessen Zielgruppen

Ein praktischer Tipp: Läuft in Ihrem Konto bereits ein funktionierendes Display Setup, schalten Sie es nicht plötzlich ab. Stattdessen testen Sie den neuen Kampagnentyp mit kleinem Budget parallel. Danach vergleichen Sie die Ergebnisse.

Nutzen Sie dabei im Vergleich denselben Zeitraum, dieselbe Zielgruppe und dieselbe Conversion Definition. Sonst vergleichen Sie unfair. Betrachten Sie außerdem den Gesamtbeitrag statt nur den letzten Klick, denn visuelle Kampagnen beeinflussen Verkäufe oft indirekt. Ein Fenster von vier bis sechs Wochen ist ein sinnvoller Start für die erste Entscheidung.

Wie steuern Sie Display Werbung in den ersten 30 Tagen?

Zunächst teilen Sie die ersten 30 Tage in vier Wochen. Erstens umfasst Woche eins Einrichtung und Conversion Prüfung. Danach folgt in Woche zwei die Lernphase, in der Sie nicht eingreifen. Dann gehört Woche drei der Analyse von Zielgruppen, Platzierungen und Kreativ. Schließlich treffen Sie in Woche vier Entscheidungen zu Budget und Geboten.

Eine wöchentliche Checkliste kann so aussehen:

  • Erste Woche: Tracking Codes, UTM Links und Zielseite testen.
  • Zweite Woche: nur prüfen, ob das Budget fließt und die Anzeigen laufen.
  • Dritte Woche: Platzierungen bereinigen und schwaches Kreativ ersetzen.
  • Vierte Woche: starke Zielgruppen auf Targeting stellen und Budget neu verteilen.

Dieser Kalender ist allerdings nicht starr, er passt sich Branche und Budget an. Trotzdem schützt ein fester Rhythmus die Kampagne vor zufälligen Eingriffen.

Stellen Sie außerdem jede Woche dieselben drei Fragen: Wohin floss das Budget, welche Zielgruppe konvertierte, und welches Kreativ ist verbraucht? Somit ergeben diese drei Antworten fast von selbst den Plan der nächsten Woche. Führen Sie Notizen, dann wissen Sie auch Monate später, was funktioniert hat.

Wann brauchen Sie Expertenhilfe bei Display Werbung?

Display Kampagnen brauchen einige Wochen Lernzeit und regelmäßige Optimierung. Daher lohnt sich externe Hilfe, wenn das Conversion Tracking lückenhaft ist, das Budget ohne Ergebnis abfließt oder Sie den Wechsel zu Demand Gen planen. Das Ziel ist nicht, die Kampagne zu verkomplizieren, sondern sie zu vereinfachen.

Wir, Talha Aslan und Team, planen Display, Suche und Remarketing in einem gemeinsamen Funnel. Zunächst prüfen wir das bestehende Konto. Danach korrigieren wir die Messung. Schließlich starten wir Kampagnen Schritt für Schritt.

Das häufigste Bild in der Praxis: Das Konto hat Display Ausgaben, aber niemand weiß, welche Zielgruppe konvertiert. Dann sammeln wir zuerst die Daten. Anschließend trennen wir die Kampagnen nach Ziel und berichten wöchentlich über die Ergebnisse.

Möchten Sie eine Roadmap für Ihr Konto, sehen Sie sich unsere Google Ads Betreuung an. Zusammengefasst sind stetige Messung, ein klares Ziel und geduldige Optimierung die drei Säulen der Display Werbung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Display Werbung und wofür nutzt man sie?
Display Werbung sind visuelle Anzeigen auf Websites, in Apps und auf Google Diensten. Unternehmen nutzen sie, um Markenbekanntheit aufzubauen und Besucher zurückzuholen, die Ihre Website schon kannten. Anders als Suchanzeigen fängt sie keine aktive Suchabsicht ab. Deshalb planen Sie sie meist neben Suchkampagnen als Sichtbarkeitsschicht im Funnel.
Sind Display Werbung und Bannerwerbung dasselbe?
Im Kern ja. Display ist der formale Name des Kampagnentyps, Bannerwerbung der Alltagsbegriff für ein Bild mit fester Größe. In der Praxis verwenden die meisten beide Wörter für dieselbe Idee. Display umfasst allerdings auch responsive und Videoformate, während Banner meist nur das feste Bildformat meint.
Bringt Display Werbung Verkäufe?
Sie kann Verkäufe bringen, ihre Rolle besteht aber meist nicht darin, den Verkauf allein abzuschließen. Remarketing Kampagnen liefern Ergebnisse nah am Kauf. Kampagnen für neue Zielgruppen schaffen dagegen vor allem Bekanntheit und indirekte Wirkung. Lesen Sie View Through Conversions und Markensuchen daher zusammen mit den direkten Ergebnissen.
Welches Mindestbudget braucht Display Werbung?
Eine feste Untergrenze gibt es nicht. Ziel, Branche und Größe der Zielgruppe bestimmen das Budget. Für eine kleine Remarketing Liste kann ein niedriges Tagesbudget reichen. Tests mit neuen Zielgruppen brauchen genug Conversion Daten zum Lernen. Legen Sie deshalb zuerst das Ziel fest und rechnen Sie dann mit einem Budget Rechner ein Beispiel durch.
Welches Targeting funktioniert bei Display Werbung am besten?
In den meisten Konten liefern Remarketing Listen die stabilsten Ergebnisse, weil Nutzer die Marke bereits kennen. Für Neukunden stechen Zielgruppen mit Kaufabsicht und Interessen hervor. Die Ergebnisse unterscheiden sich allerdings je nach Branche. Testen Sie Targeting daher zuerst im Beobachtungsmodus und grenzen Sie es anhand Ihrer eigenen Daten ein.
Ersetzt Demand Gen die Display Werbung?
Google rückt visuelle und videobasierte Kampagnen unter Demand Gen in den Vordergrund. Umfang und Zeitpunkt können je nach Konto abweichen. Verfolgen Sie deshalb die Hinweise in Ihrem Google Ads Konto. Schalten Sie eine funktionierende Display Kampagne nicht über Nacht ab, sondern testen Sie den neuen Typ mit kleinem Budget und vergleichen Sie die Ergebnisse.
  • Display Werbung
  • Google Display Netzwerk
  • responsive Displayanzeigen
  • Remarketing
  • Demand Gen
  • Google Ads
  • Bannerwerbung
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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