Eine Praxiswebsite erfüllt ihren Zweck, wenn Patienten dort drei Dinge schaffen: eine Behandlung verstehen, den Menschen dahinter vertrauen und ohne Umweg einen Termin anfragen. Wir gehen die nötigen Entscheidungen in der Reihenfolge durch, in der wir sie mit Praxen treffen, und nennen die Regeln, die für Zahnärzte gelten.
Gemeint sind Einzelpraxen ebenso wie Praxen und Kliniken mit mehreren Behandlern; wo sich die Wege trennen, sagen wir es dazu. Die rechtlichen Hinweise beziehen sich auf Deutschland und ersetzen keine Rechtsberatung; in Österreich und der Schweiz gelten eigene Vorgaben, die Sie mit Ihrer Kammer oder Ihrem Berufsverband klären.
01Woran Patienten eine Zahnarztpraxis online prüfen
Die Website einer Zahnarztpraxis muss jedem Besucher in wenigen Sekunden die Antwort zeigen, wegen der er gekommen ist. Welche Antwort das ist, hängt vom Anlass ab; in der Planung unterscheiden wir vier typische Anlässe:
- Akute Beschwerden: Wer Schmerzen hat, sucht die Telefonnummer, die heutigen Sprechzeiten und die Auskunft, ob kurzfristige Termine möglich sind; abends und am Wochenende zusätzlich den Weg zum regionalen zahnärztlichen Notdienst.
- Geplante Behandlung: Wer über ein Implantat oder eine Behandlung mit Alignern nachdenkt, nimmt sich Zeit, vergleicht Praxen und liest Ablauf, Kostenfragen und Behandlerprofile gründlich.
- Zuzug oder Praxiswechsel: Wer eine Praxis für Kontrolle und Prophylaxe sucht, will wissen, ob sie neue Patienten aufnimmt, gesetzlich Versicherte behandelt und barrierefrei erreichbar ist.
- Eltern und ängstliche Patienten: Sie achten auf Ton, Bilder und konkrete Hinweise, wie die Praxis mit Kindern und mit Behandlungsangst umgeht.
Für jeden Anlass gehört die Antwort an eine feste Stelle: das Telefon in den Kopfbereich, die Behandlungen in die Hauptnavigation, Aufnahme neuer Patienten, Versicherung und Barrierefreiheit auf die Startseite. Vor dem Livegang hilft ein einfacher Test: Drei Personen außerhalb der Praxis lösen auf dem eigenen Smartphone je eine Aufgabe, etwa einen Termin für ein Kind anzufragen. Wo jemand zögert oder zurückblättert, fehlt eine Antwort an der Stelle, an der sie gesucht wird.
02Einzelpraxis oder Praxis mit mehreren Behandlern
Der Aufbau der Website hängt davon ab, wofür Patienten Ihre Zahnarztpraxis kennen: für eine Person oder für einen Namen, hinter dem ein Team steht. In der Einzelpraxis ist die Zahnärztin oder der Zahnarzt selbst die Marke; Werdegang und Arbeitsweise stehen auf der Startseite, und eine ausführliche persönliche Vorstellung ersetzt die Teamübersicht.
In Berufsausübungsgemeinschaften, MVZ und Kliniken ist dagegen die Praxis die Marke, und das Team macht sie glaubwürdig. Daraus ergeben sich andere Anforderungen:
- Navigation: Die Einzelpraxis kommt mit Behandlungen, Praxis, Termin und Kontakt aus; bei mehreren Behandlern kommen Team und gegebenenfalls Standorte als eigene Menüpunkte hinzu.
- Behandlersuche: Jede Behandlungsseite zeigt, wer diese Leistung anbietet, und die Teamseite lässt sich nach Leistung oder Sprache filtern.
- Weiterleitung: Das Formular fragt nach Standort oder Wunschbehandler und schickt die Anfrage direkt an den Empfang dieses Standorts.
- Pflege: Wenn mehrere Personen Inhalte bearbeiten, braucht das Redaktionssystem Rollen und eine Freigabe vor der Veröffentlichung.
Ein Punkt wird bei Einzelpraxen oft übersehen: Wer eine Übergabe in einigen Jahren für möglich hält, sollte die Marke nicht allein an den eigenen Namen binden. Ein Praxisname mit Bezug zu Ort oder Straße lässt sich mit Domain und Google Unternehmensprofil leichter an eine Nachfolge weitergeben.
03Bauplan einer Behandlungsseite für Implantate oder Aligner
Behandlungsseiten sind das Rückgrat der Website einer Zahnarztpraxis, denn wer eine Behandlung plant, beginnt seine Suche beim Thema und nicht beim Praxisnamen. Jede wichtige Leistung bekommt deshalb eine eigene Seite mit derselben Gliederung:
- Anliegen: Der Einstieg beschreibt die Ausgangslage in Worten der Patienten, etwa eine Lücke nach Zahnverlust oder schiefe Frontzähne, und nennt erst dann die Behandlung.
- Eignung: Für wen die Behandlung infrage kommt und für wen nicht; eine Implantatseite erklärt, wann vorher ein Knochenaufbau besprochen wird, eine Alignerseite, wann eine feste Zahnspange besser passt.
- Ablauf: Die Schritte von der Beratung bis zur Nachkontrolle, mit der Zahl der Termine und Wartephasen wie der Einheilzeit.
- Kosten verstehen: Wovon der Aufwand abhängt, ob und in welchem Umfang gesetzliche Kassen etwas übernehmen und wann ein Kostenplan erstellt wird, auch wenn die Seite keine Beträge nennt.
- Risiken und Nachsorge: Mögliche Komplikationen in ruhigem, sachlichem Ton, dazu Pflege und Kontrollen nach der Behandlung.
- Fragen und nächster Schritt: Die Fragen, die am Empfang tatsächlich gestellt werden, die Zahnärzte, die diese Behandlung durchführen, und die Einladung zum Beratungstermin.
Verwandte Seiten verweisen mit sprechenden Linktexten aufeinander: Implantate auf Knochenaufbau und Zahnersatz, Aligner auf Kieferorthopädie, Prophylaxe auf Parodontitisbehandlung. Zwei oder drei solcher Verweise je Seite führen Patienten zur nächsten Frage und zeigen Suchmaschinen, wie Ihr Leistungsspektrum zusammenhängt. Der Seitentitel nennt Behandlung, Ort und Praxisnamen, damit der Eintrag in den Suchergebnissen zur Suchanfrage passt.
04Behandlerprofile und echte Bilder aus der Praxis
Vertrauen entsteht online durch überprüfbare Angaben zu den Behandlern und durch Bilder, die zeigen, was Patienten später vor Ort sehen. Ein Profil besteht deshalb aus diesen Bausteinen:
- Ausbildung: Studienort, Jahr der Approbation und ein Doktortitel nur dann, wenn er tatsächlich verliehen wurde.
- Bezeichnungen: Fachzahnarzt nur mit Anerkennung durch die Kammer, etwa für Oralchirurgie oder Kieferorthopädie; Tätigkeitsschwerpunkte, Curricula und Masterabschlüsse als solche benannt, mit Einrichtung und Jahr; Wörter wie Spezialist nur nach rechtlicher Prüfung.
- Leistungen: Welche Behandlungen diese Person durchführt, jeweils mit Verweis auf die passende Behandlungsseite.
- Sprachen: In welchen Sprachen beraten wird, denn für manche Patienten entscheidet genau das.
- Porträt: Ein aktuelles Foto mit einheitlichem Licht und Bildausschnitt, veröffentlicht mit schriftlicher Einwilligung.
Stockfotos zeigen Räume und Gesichter, die Patienten in Ihrer Praxis nie antreffen werden. Für ein Fotoshooting an einem Vormittag ohne Patienten hat sich diese Motivliste bewährt:
- Eingang, Klingelschild und der Weg vom Parkplatz oder von der Haltestelle
- Empfang und Wartebereich bei Tageslicht
- Behandlungszimmer mit der Ausstattung, die tatsächlich vorhanden ist
- Aufbereitungsraum, in dem Instrumente gereinigt und sterilisiert werden
- Szenen aus dem Alltag, etwa ein Beratungsgespräch am Bildschirm, gestellt mit Mitarbeitenden statt mit Patienten
Ein kurzes Video, in dem eine Zahnärztin einen Ablauf selbst erklärt, baut Unsicherheit ab; Untertitel gehören dazu, weil Videos oft ohne Ton laufen. Ein virtueller Rundgang hilft ängstlichen Patienten und Menschen im Rollstuhl, die Räume vorab einzuschätzen, und gehört auf die Seite zur Praxis, nicht auf die Startseite. Wie das umgesetzt aussieht, zeigen unsere Projekte für Zahnärzte und Zahnkliniken.
05Heilmittelwerbegesetz und Berufsordnung im Praxistext
Die Berufsordnung erlaubt Zahnärzten sachliche, berufsbezogene Information und untersagt berufswidrige Werbung; an dieser Linie richtet sich jeder Satz der Website aus. Hinzu kommt § 11 HWG, der in der Werbung für operative Eingriffe der plastischen Chirurgie vergleichende Darstellungen vor und nach dem Eingriff beschränkt.
Ob ein ästhetischer Eingriff in einer Zahnarztpraxis darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab und gehört vor der Veröffentlichung in anwaltliche Prüfung. In unseren Webdesignprojekten schreiben wir nach diesen Regeln:
- Beschreiben statt versprechen: „Ziel ist, dass Sie wieder fest zubeißen können“ statt Zusagen wie „schmerzfrei“ oder „ohne Risiko“.
- Keine Rangansprüche: Formulierungen wie „führend in der Region“ entfallen, weil sie sich kaum belegen lassen und unsachlich wirken.
- Galerie ohne Ergebnisvergleich: Räume, Team und Technik statt Bildpaaren vor und nach einer Behandlung, solange keine rechtliche Freigabe vorliegt.
- Patientenstimmen mit Bedacht: nur echte, unveränderte Aussagen, mit schriftlicher Einwilligung und nach rechtlicher Prüfung.
- Aktionen und Rabatte: vorab prüfen lassen, weil Gebührenrecht und Berufsrecht hier Grenzen setzen können.
Jeder medizinische Text geht vor dem Livegang an eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt der Praxis zur fachlichen Freigabe, und Zweifelsfälle entscheidet die Praxis mit ihrer Rechtsberatung. Dieselben Maßstäbe gelten für Anzeigen, Beiträge in sozialen Netzwerken und Profile in Arztportalen.
06Impressum nach § 5 DDG und Einwilligung für Cookies
Das Impressum muss nach § 5 DDG leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein, etwa als Link im Fußbereich jeder Seite und jeder Sprachfassung. Weil Zahnärzte einen reglementierten Beruf ausüben, gehören bei Zahnarztpraxen mehr Angaben hinein als bei einem gewöhnlichen Unternehmen:
- Praxisname und Name der Inhaber, bei Berufsausübungsgemeinschaft oder MVZ auch Rechtsform und vertretungsberechtigte Personen, dazu die ladungsfähige Anschrift
- Telefon und E-Mail, damit Patienten und Behörden die Praxis direkt erreichen
- die Zahnärztekammer, bei der die Zahnärzte der Praxis Mitglied sind
- die gesetzliche Berufsbezeichnung Zahnarzt oder Zahnärztin und der Staat, der sie verliehen hat
- die berufsrechtlichen Regelungen wie Zahnheilkundegesetz und Berufsordnung, mit einem Hinweis, wo sie nachzulesen sind
- weitere Angaben je nach Rechtsform und Zulassung, die Ihre Rechtsberatung festlegt
Für Cookies und vergleichbare Techniken gilt § 25 TDDDG: Was nicht unbedingt erforderlich ist, darf erst nach Einwilligung auf dem Gerät gespeichert oder von dort ausgelesen werden. Das betrifft Statistik und Werbecodes, aber auch eingebettete Karten, Videos und Buchungsfenster, die beim Laden Verbindungen zu fremden Servern aufbauen.
Wir gestalten das Einwilligungsbanner so, dass Ablehnen genauso leicht ist wie Zustimmen, und zeigen bis zur Einwilligung statt der Karte ein statisches Bild mit Link zur Routenplanung. Vor dem Livegang stellen wir im Browser sicher, dass vor der Zustimmung weder Statistik noch Werbecodes laden.
07Terminanfrage, Formulare und Gesundheitsdaten
Eine Terminanfrage sollte auf dem Smartphone in unter einer Minute erledigt sein und nur Daten abfragen, die die Praxis für den Rückruf braucht. Die Telefonnummer ist auf jeder Seite mit einem Fingertipp wählbar, und das Formular kommt mit wenigen Feldern aus:
- Pflichtfelder: Name, Telefonnummer oder E-Mail und das Anliegen als Auswahl, etwa Kontrolle, Beschwerden oder Beratung zu einer Behandlung.
- Hilfreich für die Planung: bevorzugte Tage und Uhrzeiten, neue oder bekannte Patienten, gesetzlich oder privat versichert.
- Freitext: freiwillig und mit dem Hinweis, keine Befunde oder Röntgenbilder über das Formular zu senden.
- Bestätigung: Nach dem Absenden nennt die Seite, bis wann die Praxis antwortet, auch abends und am Wochenende.
- Zustellung: an ein gemeinsames Praxispostfach statt an eine persönliche Adresse, damit bei Urlaub oder Krankheit keine Anfrage liegen bleibt.
Schon die Angabe, wegen welcher Beschwerden jemand kommt, ist ein Gesundheitsdatum und nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Rechtsgrundlage und Text des Datenschutzhinweises am Formular legen Sie mit Ihrer Datenschutzberatung fest; technisch sorgen wir für verschlüsselte Übertragung und dafür, dass Anfragen nicht dauerhaft auf dem Webserver liegen.
Vor der Einbindung eines externen Buchungsdienstes klären Sie, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO vorliegt, in welchem Land die Server stehen und ob der Anbieter Daten für eigene Zwecke nutzt. Ob WhatsApp als Kanal infrage kommt, entscheiden Sie ebenfalls mit Ihrer Datenschutzberatung; wer ihn anbietet, nennt Antwortzeiten und erstellt den Link mit vorausgefülltem Text, etwa mit unserem Linkgenerator für WhatsApp.
08Google Unternehmensprofil und Suche nach dem Stadtteil
Bei Suchen wie „Zahnarzt in der Nähe“ erscheinen häufig zuerst Kartenergebnisse, deshalb muss das Google Unternehmensprofil dieselben Angaben machen wie die Website. Einige Punkte ergeben sich direkt aus den Richtlinien von Google, andere aus Sorgfalt:
- Name: genau wie am Praxisschild und ohne angehängte Suchbegriffe, also „Zahnarztpraxis Dr. Muster“ statt „Zahnarzt Dr. Muster Implantate Musterstadt“.
- Kategorien: Zahnarzt als Hauptkategorie, Zusatzkategorien nur für Bereiche, die die Praxis tatsächlich abdeckt.
- Name, Adresse und Telefon: in identischer Schreibweise auf Website, Profil und in Arztverzeichnissen, einschließlich Zusätzen wie Etage oder Hinterhaus.
- Sprechzeiten: mit Feiertagen und Praxisurlaub, auf Website und Profil am selben Tag geändert.
- Bewertungen: alle Patienten gleichermaßen und ohne Gegenleistung um eine Bewertung bitten; Antworten bestätigen kein Behandlungsverhältnis und nennen keine Details, denn die Schweigepflicht gilt auch hier.
Viele Patienten ergänzen ihre Suche um den Stadtteil oder Ort. Die Kontaktseite nennt deshalb Stadtteil, nahe Haltestellen und Parkmöglichkeiten in ganzen Sätzen, während Listen benachbarter Orte am Seitenende niemandem helfen. Eigene Standortseiten entstehen nur für echte Standorte; Inhalte und Technik für die lokale Suche übernehmen wir auf Wunsch im Rahmen unserer Suchmaschinenoptimierung.
09Ladezeit, Bildgewicht und strukturierte Daten
Technisch zählt vor allem, wie sich die Seite auf einem gewöhnlichen Smartphone im Mobilfunknetz verhält. Google beschreibt das mit den Core Web Vitals, drei Messwerten aus echten Besuchen, die als gut gelten, wenn mindestens 75 Prozent der Aufrufe diese Grenzen einhalten:
- LCP: Das größte sichtbare Element, meist das Titelbild, ist nach höchstens 2,5 Sekunden geladen.
- INP: Die Seite reagiert auf Tippen und Eingaben innerhalb von 200 Millisekunden.
- CLS: Der Wert für Inhalte, die beim Laden verrutschen, bleibt bei 0,1 oder darunter.
Meist bremsen die Bilder: Fotos aus dem Shooting werden deshalb auf die tatsächliche Anzeigegröße zugeschnitten und als WebP oder AVIF ausgeliefert, zwei platzsparende Formate, und Bilder weiter unten laden erst beim Scrollen. Wie sich Ihre heutige Seite schlägt, zeigt unser kostenloser Test zur Mobilfreundlichkeit.
Strukturierte Daten nach Schema.org beschreiben die Praxis in einer Form, die Suchmaschinen direkt auslesen. Für eine Zahnarztpraxis passt der Typ Dentist, für eine Klinik mit mehreren Fachrichtungen kann MedicalClinic sinnvoll sein. Die Auszeichnung wiederholt nur Angaben, die Besucher auch auf der Seite lesen, also Name, Adresse, Telefon und Sprechzeiten, und niemals selbst vergebene Sterne; prüfen können Sie den Code mit unserem Generator für strukturierte Daten.
10Seiten für Patienten in anderen Sprachen
Eine weitere Sprache lohnt sich nur, wenn die Praxis Patienten in dieser Sprache auch am Telefon, am Empfang und in der Beratung betreuen kann. Dann erhält jede Sprache eine eigene Fassung der wichtigen Seiten unter eigener Adresse, statt dass eine Erweiterung den Text beim Aufruf automatisch übersetzt.
Die Fassungen sind über hreflang verknüpft, eine Angabe im Quelltext, die Google zeigt, welche Sprachversionen zusammengehören; jede Version verweist auf alle anderen und auf sich selbst. Der Sprachumschalter führt zur entsprechenden Seite und nicht zurück zur Startseite. Für die Inhalte hat sich Folgendes bewährt:
- Umfang: zuerst die Behandlungen, nach denen diese Patientengruppe tatsächlich fragt, dazu Kontakt und Anfahrt; nicht jede Seite braucht eine Übersetzung.
- Qualität: medizinische Texte von Fachübersetzern oder muttersprachlichen Teammitgliedern, zahnärztlich gegengelesen; maschinelle Übersetzung höchstens als Entwurf.
- Kontakt: ein Formular mit Beschriftungen und Bestätigung in derselben Sprache und der Hinweis, in welcher Sprache die Praxis zurückruft.
- Schweiz: In zweisprachigen Städten wie Biel oder Freiburg im Üechtland gehören Deutsch und Französisch oft von Beginn an dazu.
Für Kliniken außerhalb des deutschsprachigen Raums mit deutschsprachigen Patienten gilt dasselbe in umgekehrter Richtung. Ihre deutschen Seiten erklären Ablauf, Zahl der Aufenthalte und Nachsorge nach der Rückreise so konkret, wie die Klinik tatsächlich arbeitet, und Werbeaussagen bleiben in jeder Sprache so sachlich wie im Original.
11Messen, welche Behandlungsseite Termine bringt
Entscheidend ist nicht die Zahl der Besucher, sondern welche Behandlungsseite zu Terminanfragen führt. Das wird sichtbar, wenn jede Kontaktaufnahme als Conversion erfasst wird, also als Handlung, die für die Praxis zählt:
- der Fingertipp auf die Telefonnummer, zusammen mit der Seite, auf der er stattfand
- das abgeschickte Formular, gemessen über die Bestätigungsseite
- der Klick auf WhatsApp oder auf den Link zur Onlinebuchung
- die abgeschlossene Buchung, sofern der Buchungsdienst dieses Ereignis zuverlässig zurückmeldet
Gemessen wird nur im Rahmen der Einwilligung; für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum verlangt Google für Messung und personalisierte Werbung den Consent Mode, der den Einwilligungsstatus an die Google Tags weitergibt. Weil nicht jeder zustimmt und manche Patienten einfach anrufen, fragt der Empfang neue Patienten zusätzlich, wie sie auf die Praxis gekommen sind, und vermerkt das in der Praxissoftware.
Jede Anfrage braucht außerdem einen Status, ob in einem CRM, einer Software für Anfragen, oder in einer gemeinsamen Liste: neu, zurückgerufen, Termin vereinbart. Erst der Vergleich mit den tatsächlich vereinbarten Terminen zeigt, welche Seite weitere Arbeit verdient.
Schalten Sie Anzeigen, übertragen wir die Conversions im Rahmen unserer Betreuung von Google Ads in das Werbekonto. Für eine einzelne Behandlung lohnt oft eine eigene Landingpage mit einem einzigen Ziel: Die Nutzererfahrung mit der Landingpage ist eine der drei Komponenten des Qualitätsfaktors, den Google als Diagnosewert beschreibt und nicht als direkten Faktor in der Auktion.
12Inhalte nach dem Start: Patientenfragen und Praxisjahr
Nach dem Livegang wachsen gute Inhalte aus den Fragen, die die Praxis ohnehin jeden Tag hört. Lassen Sie den Empfang vier Wochen lang notieren, was Patienten am Telefon und am Tresen fragen; jede wiederkehrende Frage wird zu einem Eintrag auf der passenden Behandlungsseite oder zu einem eigenen Ratgebertext.
Daneben gibt das Praxisjahr planbare Anlässe vor. Bewährt haben sich zum Beispiel diese:
- Jahresende: die Kontrolle für das Bonusheft und die Frage, wie Termine zwischen den Feiertagen vergeben werden
- Urlaubszeit: Praxisurlaub und Vertretung, mehrere Wochen vorher auf der Startseite angekündigt
- Neue Leistung oder neues Gerät: eine Seite oder ein Abschnitt, der erklärt, was sich für Patienten konkret ändert
- Personelle Änderungen: das Profil neuer Kolleginnen und Kollegen am ersten Arbeitstag online, das Profil ausgeschiedener am letzten Tag entfernt
Medizinische Texte nennen die Zahnärztin oder den Zahnarzt, der sie fachlich geprüft hat, und das Datum dieser Prüfung. Wer Preise für Selbstzahlerleistungen veröffentlicht, gleicht sie bei jeder Änderung der eigenen Kalkulation ab. Ein fester Termin pro Quartal, an dem eine Person alle Seiten durchsieht, hält die Angaben aktuell.
13Sechs häufige Fehler und bessere Alternativen
Diese Fehler begegnen uns bei bestehenden Websites von Zahnarztpraxen immer wieder. Jeder lässt sich mit überschaubarem Aufwand beheben, die Alternative steht gleich dabei:
- Bildslider und Begrüßungsfloskel im ersten Bildschirm: Besser nennt der erste Bildschirm in einem Satz Schwerpunkte und Ort der Praxis und bietet direkt eine Schaltfläche zur Terminanfrage.
- Einblendungen auf dem Smartphone: Hinweisfenster für Aktionen oder Chatfenster verdecken Text und Kontaktmöglichkeiten; besser steht ein Hinweis als Zeile im Seitenkopf, die nichts überdeckt.
- Relaunch ohne Weiterleitungen: Besser wird jede alte Adresse mit dem Statuscode 301, einer dauerhaften Weiterleitung, auf ihre neue Entsprechung umgeleitet, damit Links aus Verzeichnissen und Lesezeichen weiter funktionieren.
- Testumgebung im Suchindex: Wird sie nur in der robots.txt gesperrt, der Datei mit Zugriffsregeln für Suchmaschinen, kann Google ein noindex auf diesen Seiten gar nicht lesen; besser schützt ein Passwort die Testumgebung, oder sie bleibt für Google erreichbar und trägt noindex, die Anweisung, sie nicht in den Index aufzunehmen.
- Kopierte Standortseiten: Besser bekommt jeder Standort eigene Inhalte mit Team, Anfahrt, Sprechzeiten und Schwerpunkten vor Ort.
- Bilder und Texte aus fremden Quellen: Besser verwenden Sie eigene oder lizenzierte Fotos und eigene Texte und halten die Nutzungsrechte schriftlich fest, denn ungeklärte Rechte können Abmahnungen nach sich ziehen.
14Den passenden Partner wählen und vorbereitet starten
Einen passenden Partner erkennen Sie daran, wie konkret er über Behandlungsseiten, Berufsrecht und Eigentumsfragen spricht, nicht an Entwurfsbildern allein. Diese Fragen helfen im ersten Gespräch:
- Welche Praxisseiten aus dem Gesundheitswesen hat das Team gebaut, und was davon hat es selbst verantwortet: Text, Gestaltung oder Technik?
- Wer recherchiert und formuliert die medizinischen Texte, und in welchem Schritt gibt die Praxis sie fachlich frei?
- Welche Vorschläge macht das Team zu Galerie, Patientenstimmen und Einwilligungsbanner, und woran orientiert es sich dabei?
- Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting, und erhält die Praxis Quellcode, Bildrechte und alle Zugänge?
- Stehen Seitenumfang, Sprachen, Anbindung der Terminbuchung, Messung und Betreuung nach dem Livegang schriftlich im Angebot?
Gute Antworten sind konkret und lassen sich ins Angebot übernehmen. Vor dem ersten Termin lohnt es sich, vier Dinge zusammenzustellen:
- Ihre Behandlungen nach Priorität, mit den Leistungen, für die Sie mehr Patienten gewinnen möchten
- eine Teamliste mit belegten Bezeichnungen, Schwerpunkten und Sprachen
- Zugänge zum Domainanbieter, zum heutigen Hosting und zum Google Unternehmensprofil
- vorhandene Fotos, Logo und Texte, auch wenn sie ersetzt werden sollen
Beantwortet Ihre heutige Seite die vier Anlässe vom Anfang und lässt sie sich selbst pflegen, genügt oft eine Erweiterung um fehlende Behandlungsseiten; sonst ist ein Neubau meist der kürzere Weg. Leistungsumfang und Festpreise finden Sie im Bereich Pakete und Preise. Für ein schriftliches Angebot mit Umfang und Zeitplan senden Sie uns über das Kontaktformular Ihre Behandlungen, die Zahl der Behandler und Ihre Ziele.