Die Website für ein Übersetzungsbüro funktioniert nicht wie ein Prospekt. Die meisten Besucher müssen ein Dokument noch in dieser Woche bei einer Behörde, einer Hochschule oder einem Gericht einreichen. Die Aufgabe der Website ist, sie schnell zur passenden Sprachpaarseite, zur richtigen Information über die Beglaubigung und zu einem Formular zu führen, in dem sie die Datei sicher abgeben können.
Dieser Leitfaden folgt den Entscheidungen, die Inhaber eines Büros nacheinander treffen: welche Seiten entstehen, welche Felder das Angebotsformular braucht, wie hochgeladene Dateien geschützt werden, wie die Beglaubigung erklärt wird, was gemessen wird und wie Sie einen Webpartner auswählen. Jeder Abschnitt enthält eine Checkliste, ein Kriterium oder eine Frage, mit der Sie sofort arbeiten können.
01Vier Entscheidungen vor dem ersten Entwurf
Bevor das Design beginnt, sollten Sie aufschreiben, woher Ihre Aufträge tatsächlich kommen, denn die Seitenstruktur hängt von dieser Antwort ab. Ein Übersetzungsbüro mit vielen Urkunden und ein Sprachdienstleister für technische Dokumentation können ihre Startseite nicht in derselben Reihenfolge aufbauen.
- Auftragsmix: Ordnen Sie amtliche Dokumente, Rahmenaufträge von Firmen und Dolmetschen grob nach Anteil; der erste Bildschirm der Startseite gehört dem größten Anteil.
- Echte Sprachliste: Notieren Sie die Sprachpaare, die Ihr Team und Ihre festen freien Übersetzer mit der nötigen Beglaubigung liefern können; Sprachen, die Sie nur gelegentlich weitergeben, markieren Sie gesondert.
- Weg des Dokuments: Halten Sie fest, wie Dateien heute ankommen, per E-Mail, Messenger oder persönlich, und wer das Angebot erstellt.
- Freigabe: Legen Sie fest, wer im Büro den Leitfaden zur Beglaubigung, die Vertraulichkeitserklärung und jede fremdsprachige Seite zuletzt liest und freigibt.
Liegen diese vier Antworten auf einer Seite vor, kann ein Webpartner den echten Umfang kalkulieren statt zu schätzen. In Büros mit mehreren Inhabern schützt eine Person, die alle Rückmeldungen sammelt, den Zeitplan; Kommentare zum selben Entwurf über drei verschiedene Kanäle sind die häufigste Verzögerung, die wir in Projekten erleben.
02Was auf eine Sprachpaarseite gehört
Eine Sprachpaarseite muss auf einem Bildschirm die Frage beantworten, ob das Büro diesen Auftrag übernehmen kann; Flaggen und allgemeines Eigenlob beantworten sie nicht. Nehmen wir eine Seite für Türkisch: Sie nennt, welche Dokumente ins Türkische und aus dem Türkischen übersetzt werden und welche Beglaubigungen jeweils möglich sind.
- Dokumentarten: Geburtsurkunden und Heiratsurkunden, Zeugnisse und Notenspiegel, Vollmachten und Urteile, jeweils mit der üblicherweise nötigen Beglaubigung.
- Fachgebiete: für welche Texte aus Recht, Medizin, Technik oder Handel Sie in diesem Sprachpaar Fachübersetzer haben.
- Richtung: ob Sie sowohl aus dem Deutschen ins Türkische als auch aus dem Türkischen ins Deutsche übersetzen.
- Ablauf in Kürze: wie das Dokument zu Ihnen kommt, wie die Beglaubigung die Dauer beeinflusst und wie die Übersetzung geliefert wird, mit Verweis auf den Leitfaden.
- Angebotsknopf der Seite: ein Knopf, der das Formular mit bereits ausgewähltem Sprachpaar öffnet.
Denselben Absatz auf jeder Sprachpaarseite zu wiederholen und nur den Sprachnamen zu tauschen, wirkt auf Leser und Suchmaschinen dünn. Den Unterschied machen Angaben, die nur für diese Sprache gelten: etwa dass Dokumente für türkische Behörden oft eine Beglaubigung in der Türkei brauchen oder dass Namen aus arabischen Urkunden genauso geschrieben werden müssen wie in früheren amtlichen Übersetzungen.
03Welche Sprachpaare eine eigene Seite verdienen
Statt für jede Sprache eine Seite anzulegen, wählen Sie die Sprachpaare mit eigener Seite nach vier Kriterien aus. Dutzende dünne Seiten ergeben eine schwächere Website als wenige starke, und sie sind schwerer aktuell zu halten.
- Eingehende Aufträge: ob das Sprachpaar in den Anfragen der letzten zwölf Monate regelmäßig vorkommt.
- Beglaubigung: ob Sie für dieses Sprachpaar eine ermächtigte oder beeidigte Person haben; ohne sie führt eine Seite für amtliche Dokumente Besucher in die Irre.
- Suchnachfrage: ob Menschen Sprache und Dokument zusammen suchen; wer eine russische Zeugnisübersetzung sucht, ist eine andere Zielgruppe als eine Firma, die Betriebsanleitungen übersetzen lässt.
- Eigener Inhalt: ob die Seite mehrere Absätze tragen kann, die nur für diese Sprache gelten.
Sprachen, die die Kriterien nicht erfüllen, stehen auf einer Seite "Alle Sprachpaare", jeweils mit kurzem Hinweis, ob eine beglaubigte Übersetzung möglich ist. So schicken Sie auch Besucher mit seltenen Sprachpaaren nicht mit leeren Händen weg. Wächst die Nachfrage, bekommt eine Sprache später leicht eine eigene Seite; Seiten wieder zu schließen, die nie Aufträge brachten, erfordert dagegen Weiterleitungen.
Für Dokumentseiten gilt dieselbe Logik. Zeugnisse und Notenspiegel, die für Bewerbungen im Ausland oft verlangt werden, können eine eigene Seite über mehrere Sprachpaare hinweg verdienen.
04Die Felder des Angebotsformulars mit Upload
Das Angebotsformular sammelt genau das, was Ihr Team für Preis und Lieferzeit in einer einzigen Antwort braucht, und nicht mehr. Jedes überflüssige Feld lässt mehr Besucher abbrechen; jedes fehlende Feld bedeutet einen Rückruf.
- Datei: PDF, JPG, PNG und Word, mehrere Dateien auf einmal und eine klar genannte Größengrenze; auch ein Foto direkt vom Smartphone muss sich hochladen lassen.
- Ausgangssprache und Zielsprache: zwei Felder, vorausgefüllt, wenn der Besucher von einer Sprachseite kommt, und leicht änderbar.
- Beglaubigung: beglaubigte Übersetzung, Apostille und "weiß ich nicht"; die letzte Option zeigt einen kurzen Hinweis mit Verweis auf den Leitfaden.
- Lieferzeit und Versand: normal oder eilig; per E-Mail, per Post oder zur Abholung.
- Kontakt: Name, Telefon und E-Mail sowie der bevorzugte Weg für die Antwort.
Die Option "weiß ich nicht" wirkt nebensächlich, verhindert aber, dass Besucher abbrechen, weil sie die nötige Beglaubigung nicht benennen können. Beim Hochladen sollten Dateiname und Größe sichtbar sein, und eine Fehlermeldung nennt den Grund klar, etwa "Die Datei überschreitet die Größengrenze, bitte laden Sie die Seiten einzeln hoch".
Nach dem Absenden erhält der Besucher automatisch eine Bestätigung per E-Mail mit Vorgangsnummer, den Namen der hochgeladenen Dateien und dem Hinweis, dass die Antwort innerhalb Ihrer Geschäftszeiten kommt. Zwei Zeilen neben dem Formular, wie man ein Dokument flach, bei gutem Licht und mit allen Rändern fotografiert, ersparen Ihnen viele Nachfragen nach einer besseren Kopie.
05Hochgeladene Dateien schützen und Löschfristen festlegen
Der Upload geht erst online, wenn feststeht, wo Dateien liegen und wann sie gelöscht werden. Ein Ordner mit Pässen, Ausweisen und Arztberichten ist der empfindlichste Teil der Website eines Übersetzungsbüros.
- Geschützte Ablage: Dateien liegen außerhalb der öffentlichen Verzeichnisse, lassen sich nicht über eine direkte Adresse öffnen und sind nur für angemeldete Teammitglieder sichtbar.
- Verschlüsselte Verbindung: Upload und Anmeldung im Panel laufen nur über HTTPS mit gültigem SSL Zertifikat.
- Rollen und Rechte: Wer Angebote erstellt und wer übersetzt, sieht nur die Dateien, die er braucht; jeder Zugriff wird protokolliert.
- Automatische Löschung: Dateien ohne Auftrag werden nach einer vereinbarten Frist gelöscht; die Aufbewahrung abgeschlossener Aufträge wird gesondert geregelt.
Speichert ein Hoster oder ein externer Uploaddienst die Dateien für Sie, brauchen Sie nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit diesem Anbieter. Arztberichte enthalten Gesundheitsdaten, die das Datenschutzrecht besonders schützt; der Zugriff auf medizinische Aufträge sollte deshalb enger begrenzt sein als bei anderen Aufträgen. Datenschutzerklärung und Vertraulichkeitstexte setzen wir nach Freigabe durch Ihre Rechtsberatung ein.
Das Zertifikat Ihrer aktuellen Website prüfen Sie mit unserem SSL Checker in wenigen Sekunden. Ein abgelaufenes Zertifikat lässt den Browser genau auf der Seite warnen, auf der Kunden ihren Pass hochladen sollen.
06Beglaubigung, Ermächtigung und Apostille verständlich erklären
Der Leitfaden zur Beglaubigung soll kein Jurakurs sein, sondern bei der richtigen Wahl helfen; er beginnt deshalb mit der Frage "Wohin geht Ihr Dokument?" statt mit Definitionen. Sind Empfänger, Land und Dokumentart bekannt, ergibt sich die nötige Beglaubigung meist von selbst.
- Empfänger: Standesamt, Ausländerbehörde, Hochschule, Gericht im Ausland oder ein privates Unternehmen.
- Was der Empfänger verlangt: eine beglaubigte Übersetzung, zusätzlich eine Apostille oder eine Übersetzung im Zielland; ist der Kunde unsicher, raten Sie ihm, beim Empfänger schriftlich nachzufragen.
- Ermächtigte Übersetzer: Nach § 142 Abs. 3 ZPO kann ein Gericht eine Übersetzung verlangen, die ein nach Landesrecht ermächtigter oder öffentlich bestellter Übersetzer angefertigt hat; der Leitfaden erklärt, was das für den Kunden bedeutet.
- Öffentliche Datenbank: Die Landesjustizverwaltungen führen gemeinsam eine Datenbank der Dolmetscher und Übersetzer; auf Ihrem Profil nennen wir Sprachen und zuständiges Gericht nach Ihren Angaben.
- Apostille: Das Haager Apostilleübereinkommen von 1961 ersetzt zwischen den Vertragsstaaten die Kette der Legalisation durch eine einzige Apostille; für andere Staaten gilt ein eigener Weg der Legalisation.
Am Ende stehen drei oder vier Beispielfälle wie "Heiratsurkunde für ein Standesamt" oder "Vollmacht für einen Immobilienverkauf in der Türkei", jeweils mit den typischen Schritten. Weil sich Anforderungen ändern, steht unter jedem Fall der Hinweis, die endgültige Anforderung bei der anfordernden Stelle zu bestätigen. Für Büros in Österreich und der Schweiz richten wir den Text nach den Regeln, die Sie uns nennen; Sie geben ihn vor dem Livegang frei.
07Lieferzeit und Versand ehrlich beschreiben
Statt feste Termine auf der Website zu versprechen, erklären Sie, wovon die Lieferzeit abhängt; das schützt Kunden und Übersetzungsbüro gleichermaßen. Der Besucher soll vor dem Anruf grob einschätzen können, wie lange sein Auftrag dauert.
- Umfang und Lesbarkeit: Handschrift und schlechte Scans kosten Lesezeit, bevor die Übersetzung beginnt.
- Beglaubigung: Eine Apostille ist ein zusätzlicher Schritt nach der Übersetzung und hängt von der ausstellenden Behörde ab.
- Sprachpaar: Bei seltenen Sprachen entscheidet die Verfügbarkeit der passenden Übersetzerin.
- Eilaufträge: unter welchen Bedingungen Eilaufträge angenommen werden und dass dies im Angebot ausgewiesen wird.
Beim Versand braucht es dieselbe Klarheit. Ein gescannter Ausdruck per E-Mail und das unterschriebene, gestempelte Original sind zweierlei, und viele Behörden akzeptieren nur das Original. Fehlt dieser Hinweis, druckt ein Kunde womöglich die PDF Datei aus Ihrer E-Mail aus, legt sie beim Amt vor und wird wieder weggeschickt.
Für den Postversand nennen Sie Versandart und Empfänger, für die Abholung Öffnungszeiten und ob ein Ausweis nötig ist. Muss ein Originaldokument zu Ihnen, erklären Sie, wie es reist und wie es zurückkommt. Wer Pass oder Zeugnis ungern aus der Hand gibt, fragt erst an, wenn er diese Angaben sieht.
08Die eigenen Sprachfassungen des Büros
Die englische oder türkische Fassung der Website eines Übersetzungsbüros ist die erste Arbeitsprobe; sie darf deshalb nie über ein Plugin für maschinelle Übersetzung entstehen. Internationale Kunden lesen diese Seiten, bevor sie anfragen, und beurteilen das Büro an der Sprache.
Eine Sprachfassung muss auch keine wörtliche Kopie sein. Kunden im Inland fragen nach der Beglaubigung für ein deutsches Amt, Kunden im Ausland dagegen, wie sie ein Dokument bei einer deutschen Behörde einreichen; die fremdsprachige Seite beantwortet die zweite Frage.
- Eigene Adressen: Jede Sprache hat ihre eigene URL; statt Besucher anhand der Browsersprache umzuleiten, bietet ein sichtbarer Sprachwechsler die Wahl.
- Gegenseitige Zuordnung: Mit hreflang verweist jede Fassung auf alle anderen und auf sich selbst; Angaben ohne Rückverweis kann Google ignorieren.
- Sprachwechsler: Sprachnamen statt Flaggen, auf jeder Seite an derselben Stelle.
- Lokale Details: Telefonnummern im internationalen Format, Öffnungszeiten mit Zeitzone.
Ihre aktuelle Zuordnung testen Sie mit unserem hreflang Generator. Adressstruktur und Sprachfassungen erklären wir ausführlich auf unserer Seite zur Website in mehreren Sprachen; hier geht es nur um das, was für ein Übersetzungsbüro gilt.
Klären Sie die Arbeitsteilung früh: Ihre Übersetzer schreiben die Texte oder korrigieren unsere Entwürfe, wir prüfen Suchbegriffe und Seitenaufbau. Wenn eine Person, die in der jeweiligen Sprache arbeitet, jede Fassung zuletzt liest, fallen Fehler vor dem Livegang auf und nicht erst bei Kunden.
09Fachgebiete und Qualität für Firmenkunden
Wer regelmäßig für Unternehmen übersetzt, braucht einen Bereich, der Einkauf und Rechtsabteilung anspricht statt Privatkunden. Diese Leser fragen nach Ablauf, Vertraulichkeit und einheitlicher Terminologie, bevor sie nach dem Preis fragen.
- Branchenseiten: Pharma, Energie, Recht oder Maschinenbau, nur wo Sie wirklich arbeiten, jeweils mit typischen Dokumentarten.
- Qualitätsprozess: Übersetzung, Revision und Schlussprüfung sowie wer welchen Schritt übernimmt.
- Terminologie: wie Glossare der Kunden und frühere Übersetzungen für einheitliche Begriffe genutzt werden.
- Geheimhaltung: dass Sie auf Wunsch eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen und mit wem Dateien geteilt werden.
- Zertifikate: eine Norm wie ISO 17100 mit Zertifikatsnummer und Geltungsbereich, sofern vorhanden; sonst keine Erwähnung.
Für Firmen, die jeden Monat Aufträge schicken, bündelt ein Kundenbereich frühere Aufträge an einem Ort und erlaubt neue Uploads ohne erneute Eingabe der Kontaktdaten. Dieser Bereich ist ein Projekt für individuelle Software und in der ersten Version nicht nötig; erst läuft der Angebotsweg stabil, dann folgt der Kundenbereich mit wachsendem Firmengeschäft.
Kundenlogos erscheinen auf Branchenseiten nur mit schriftlicher Zustimmung. Ohne sie zeigt eine anonyme Beschreibung wie "Betriebsanleitungen für einen Automobilzulieferer" dem Leser trotzdem, welche Art von Aufträgen Sie übernehmen.
10Ein eigener Weg für Dolmetschanfragen
Dolmetschanfragen passen nicht in das Uploadformular; sie brauchen ein eigenes kurzes Formular, weil Datum, Ort und Dauer über Preis und Verfügbarkeit entscheiden. Beides in ein Formular zu pressen, ermüdet Besucher und Team.
- Art: Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Flüsterdolmetschen oder Ferndolmetschen, jeweils mit einem erklärenden Satz.
- Datum, Uhrzeit und Dauer: Beginn und voraussichtliche Länge, mit Auswahl halber oder ganzer Tag.
- Ort: Stadt und Veranstaltungsort oder Termin als Videokonferenz.
- Thema und Vorbereitung: Upload für Präsentationen, Tagesordnungen oder Glossare.
- Technik: wer Kabine und Kopfhörer für das Simultandolmetschen stellt.
Die Seite nennt, wie lange vorher die Dolmetscherin Unterlagen zur Vorbereitung braucht und welche Stornobedingungen gelten. Für Termine beim Notar, beim Standesamt oder vor Gericht raten Sie Kunden, vorab bei der jeweiligen Stelle zu klären, welche Qualifikation sie vom Dolmetscher verlangt.
Dolmetschanfragen landen im selben Panel wie Dokumentanfragen, aber mit eigener Kennzeichnung; so sieht die Person mit dem Kalender sie nach Datum sortiert und vergibt keine Dolmetscherin doppelt. Bei mehrtägigen Konferenzen sollte das Formular für jeden Tag eigene Zeiten erlauben; das vermeidet Missverständnisse bei Angebot und Planung.
11Gefunden werden, wenn Kunden nach Sprache und Dokument suchen
Kunden suchen nach ihrer Aufgabe, nicht nach dem Namen des Übersetzungsbüros; Sichtbarkeit entsteht deshalb aus Seiten für Sprachpaare und Dokumente, aus lokalen Suchen und aus einer schnellen mobilen Website. Arbeiten diese drei nicht zusammen, schließt auch ein Werbebudget die Lücke nicht.
- Google Unternehmensprofil: Der Name muss dem tatsächlichen Namen des Büros entsprechen, ohne angehängte Suchbegriffe wie Stadtteil oder Leistung; Öffnungszeiten und Kontaktseite müssen übereinstimmen.
- Strukturierte Daten: Name, Adresse, Telefon und Leistungen werden nur mit Angaben ausgezeichnet, die auch auf der Seite stehen.
- Mobiles Tempo: Als gut gelten bei Google ein LCP, also die Zeit bis zum größten sichtbaren Inhalt, von höchstens 2,5 Sekunden, ein INP, die Reaktionszeit auf Eingaben, von höchstens 200 Millisekunden und ein CLS, das Verrutschen des Layouts, von höchstens 0,1.
- Interne Verweise: Der Leitfaden verweist auf die passenden Sprachpaarseiten, diese verweisen zurück auf den Leitfaden.
- Impressum: Die Angaben nach § 5 DDG gehören vollständig auf die Website; ein unvollständiges Impressum kostet gerade bei Firmenkunden Vertrauen.
Wenn Sie werben, führen Kampagnen für klare Suchen wie "Heiratsurkunde beglaubigt übersetzen" auf die passende Seite. Die Nutzererfahrung mit der Zielseite ist eine der drei Komponenten des Qualitätsfaktors in Google Ads; Anzeigen auf die allgemeine Startseite können ihn schwächen. Unsere SEO Betreuung und unser Google Ads Management planen Suche und Werbung gemeinsam.
12Den Angebotsweg messen und verbessern
Messung soll zeigen, welche Sprachseite und welcher Kanal echte Anfragen bringen, nicht wie viele Besucher kommen. Dafür reichen wenige Ereignisse, die vor dem Livegang festgelegt werden.
- Upload begonnen: Formulare mit ausgewählter Datei, die nie abgeschickt wurden; eine hohe Zahl deutet auf ein zu langes Formular oder Probleme beim Upload.
- Anfrage abgeschlossen: Anfragen, die mit Sprachpaar und Art der Beglaubigung gespeichert werden.
- Anrufe und Nachrichten: Klicks auf den Anrufknopf am Smartphone, mit der Seite, von der sie kamen.
- Leitfaden gelesen: ob Leser des Leitfadens danach ein Angebot anfordern.
Nach § 25 TDDDG braucht das Speichern und Auslesen nicht notwendiger Informationen auf dem Gerät eine Einwilligung, und Google verlangt für Messung und personalisierte Werbung bei Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum den Einwilligungsmodus (Consent Mode). Das Cookie Banner ist deshalb Voraussetzung für Messung und keine Dekoration.
Einmal im Monat vergleichen Sie die Anfragen im Panel mit den Messdaten. Teilen Sie unseren Wortzähler mit dem Team für die Angebote; wenn alle gleich zählen, bekommt dasselbe Dokument nie zwei Preise. Bringt etwa die Seite für Arabisch regelmäßig Besucher, aber keine Anfragen, prüfen Sie zuerst Beglaubigungshinweis und Angebotsknopf und schauen nach einem Monat erneut auf dieselben Zahlen.
13Häufige Fehler auf Websites von Übersetzungsbüros
Diese Fehler begegnen uns auf Websites von Übersetzungsbüros immer wieder; zu jedem steht die bessere Alternative.
- Sprachen nennen, die Sie nicht liefern: Eine lange Liste schafft kein Vertrauen und zwingt Sie zu Absagen; nennen Sie nur, was Sie liefern, und für den Rest "auf Anfrage".
- Dokumente ins Postfach schicken lassen: "Senden Sie uns Ihr Dokument per E-Mail" sammelt Dateien in einem Postfach ohne Kontrolle; nutzen Sie ein sicheres Uploadformular mit automatischer Löschung.
- Beglaubigung in einem Halbsatz: "Wir übersetzen auch beglaubigt" hilft niemandem bei der Wahl; schreiben Sie einen Leitfaden, der beim Ziel des Dokuments beginnt.
- Feste Lieferzeiten versprechen: Behörden für Apostillen liegen außerhalb Ihrer Kontrolle; erklären Sie auf der Website, was die Dauer beeinflusst, und nennen Sie den Termin im Angebot.
- Sofortpreisrechner einbauen: Dokumentart und Beglaubigung verändern den Preis, die Zahl führt in die Irre; nutzen Sie außer bei Standardaufträgen den Weg über Upload und Angebot.
- Unbelegte Vertrauenssignale: Zertifikate, die Sie nicht haben, erfundene Bewertungen oder Logos ohne Zustimmung fallen beim ersten Prüfen eines Firmenkunden auf; zeigen Sie nur, was Sie belegen können.
Wenn Sie Ihre aktuelle Website an diesen sechs Punkten prüfen, ergeben sich schon vor einer Neuplanung einige schnelle Verbesserungen. Den Abschied vom Dokumentversand per E-Mail können Sie unabhängig vom übrigen Projekt sofort angehen.
14Fragen an den Webpartner und der nächste Schritt
Bei der Wahl eines Webpartners sagt die Frage, wie er den Weg des Dokuments plant, mehr als jede Mappe mit Designbeispielen. Ein Team, das die folgenden Fragen klar und schriftlich beantwortet, hat den schwierigen Teil des Projekts schon durchdacht.
- Wo werden hochgeladene Dateien gespeichert, wer greift darauf zu und wann werden sie gelöscht?
- Wer schreibt den Leitfaden zur Beglaubigung, und wer im Büro gibt ihn frei?
- Wie entstehen die fremdsprachigen Seiten, und wie wird die hreflang Zuordnung getestet?
- In welchem Panel landen Anfragen, und wie werden sie im Team verteilt?
- Wer legt nach dem Livegang eine neue Sprachpaarseite an, und wie?
Für ein Übersetzungsbüro mit Schwerpunkt auf amtlichen Dokumenten reichen für die erste Version einige starke Sprachpaarseiten, der Leitfaden und das Angebotsformular mit Upload; Kundenbereich und viele Branchenseiten können später folgen. In diesem Bereich haben wir noch kein Kundenprojekt online, deshalb zeigen wir unseren Ansatz auf der Demo, die auf dieser Seite verlinkt ist.
Umfang unseres Webdesigns und feste Pakete finden Sie im Preisbereich. Nennen Sie uns über das Kontaktformular Ihre Sprachpaare, die häufigsten Dokumente und wie Dateien heute zu Ihnen kommen; wir erstellen daraus eine Seitenliste und einen Angebotsweg mit schriftlichem Umfang.