Die Website eines Sicherheitsdienstes muss zwei schwierige Aufgaben gleichzeitig lösen. Sie soll dem Entscheider zeigen, dass Ihr Unternehmen eine Erlaubnis hat, sein Personal kontrolliert und seriös arbeitet; und sie darf dabei kein überflüssiges Detail über die Objekte verraten, die Sie schützen. Wer diese Balance nicht hält, hat entweder eine leere Broschüre im Netz oder ein Risiko für die eigenen Kunden.
In diesem Ratgeber gehen wir als Talha Aslan und Team die Entscheidungen durch, die ein Sicherheitsdienst bei der Planung seiner Website trifft: Seitenstruktur, Nachweise, Anfrageformular, Bewerbungen, die Sicherheit der Website selbst, Suche und Messung. Unseren allgemeinen Projektablauf beschreiben wir auf der Seite zu unserem Webdesign; hier geht es nur um das, was die Sicherheitsbranche besonders macht.
01In welcher Reihenfolge Geschäftskunden auswählen
Geschäftskunden sortieren Sicherheitsdienste zuerst nach Leistung, dann nach Nachweisen und erst zuletzt nach dem Angebot; die Website sollte genau dieser Reihenfolge folgen. Entscheider sind meist Objektverwalter, Facility Manager, Werksleiter oder Einkäufer, und sie sehen sich oft mehrere Anbieter in derselben Woche an.
Bevor sie anrufen, suchen sie auf der Website nach Antworten auf diese Fragen:
- Leistung: ob Sie Objektschutz, Revierdienst, Alarmverfolgung oder Veranstaltungsschutz anbieten und welche Aufgaben Ihr Personal übernehmen darf.
- Einsatzgebiet: in welchen Städten und Regionen Sie Personal stellen und ob für entfernte Objekte besondere Bedingungen gelten.
- Nachweise: ob Erlaubnis, Versicherung und Zertifikate aktuell und überprüfbar sind.
- Kontrolle: wer das Personal vor Ort kontrolliert, wie oft und wie Vorfälle gemeldet werden.
- Ablauf: welche Angaben Sie für ein Angebot brauchen, ob eine Objektbegehung stattfindet und wie lange es dauert.
Öffnen Sie Ihre heutige Website mit den Augen eines Einkäufers und suchen Sie diese fünf Antworten. Liegt eine davon mehr als zwei Klicks von der Startseite entfernt oder fehlt sie ganz, ist das die erste Baustelle für die neue Website. Die Startseite muss nicht alles erklären; sie soll kurze, eindeutige Wege zu diesen fünf Antworten öffnen.
02Leistungsseiten und Branchenseiten sauber trennen
Ob eine Leistung eine eigene Seite verdient, entscheiden drei Fragen: Wird sie getrennt gesucht, wird sie getrennt geplant, wird sie an einen anderen Kunden verkauft? Wer dreimal mit Ja antwortet, braucht eine eigene Seite; Objektschutz, Revierdienst, Alarmverfolgung, Veranstaltungsschutz und Personenschutz bestehen diesen Test in der Regel.
Die Leistungsseite beantwortet die Frage, was Sie tun; die Branchenseite beantwortet, wie Sie an einem Objekt wie dem des Lesers arbeiten. Beide sollen sich verlinken, nicht wiederholen. Eine Branchenseite für Baustellen beschreibt etwa leere Flächen in der Nacht und am Wochenende, das Risiko, dass Material und Maschinen gestohlen werden, sowie die Kontrolle der Zufahrten; danach führt sie zu den Seiten für Objektschutz und Revierdienst.
- Wohnanlagen: Besucherkontrolle, Lieferungen und Abstimmung mit der Hausverwaltung.
- Industrie und Logistik: Schichtwechsel, Kontrolle von Fahrzeugen und Ladung, Streifen entlang des Geländes.
- Handel und Gewerbeobjekte: Stoßzeiten, Räumungsübungen und Abstimmung mit Mietern.
- Baustellen: vorübergehende Absicherung, Nachtbewachung und Kontrolle von Subunternehmern.
Gruppen, die auch Reinigung oder Gebäudemanagement anbieten, stellen diese Leistungen besser unter eigenem Namen und auf eigenen Seiten dar. Unsere Websites für Reinigungsfirmen nutzen einen ähnlichen Aufbau aus Anfrage und Bewerbung und passen gut zu einer Website für den Sicherheitsdienst derselben Gruppe.
03Was auf eine Leistungsseite gehört
Eine Leistungsseite funktioniert wie eine kurze Leistungsbeschreibung, die ein Einkäufer vor der Anfrage liest, nicht wie ein Werbeprospekt. Am Ende soll er wissen, was enthalten ist, was nicht und wie der Einsatz geplant wird.
Dasselbe Gerüst auf jeder Leistungsseite erleichtert den Vergleich mit anderen Anbietern:
- Umfang: was der Auftrag umfasst und was ausdrücklich nicht dazugehört, etwa Empfangsdienst oder Reinigung.
- Für wen: für welche Objekte die Leistung passt und in welchen Fällen nicht.
- Planung: Objektbegehung, Gefährdungsbeurteilung, Dienstanweisung und Dienstplan.
- Kontrolle und Berichte: wie Kontrollen vor Ort ablaufen und wann und wie Vorfälle beim Kunden ankommen.
- Häufige Fragen: echte Fragen zu Personalwechsel, Vertragslaufzeit und Vertretung bei Krankheit oder Urlaub.
Die Sprache soll konkret sein, den Detailgrad bestimmen aber Sie. Eine Seite zum Revierdienst nennt keine Uhrzeiten, zu denen der Wagen ein Gebiet anfährt; sie erklärt, wie Streifenpläne nach dem Risiko des Objekts entstehen und warum unregelmäßige Zeiten wirksamer sind. Der Einkäufer versteht Ihre Methode, wer Böses vorhat, findet nichts Verwertbares.
Jede Leistungsseite endet mit einem klaren Hinweis auf denselben Anfrageweg, und das Formular öffnet sich mit der passenden Leistung bereits ausgewählt.
04Die Seite für Erlaubnis und Nachweise
Nachweise gehören gebündelt auf eine Vertrauensseite, übernommen aus Ihren Unterlagen und mit Datum versehen, statt verstreut über die Website. Wer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen bewacht, braucht nach §34a GewO eine Erlaubnis der zuständigen Behörde, und Geschäftskunden fragen danach oft schon vor der Ausschreibung.
So gehen wir beim Aufbau dieser Seite vor:
- Sammeln Sie alle Unterlagen an einem Ort: Erlaubnis, Haftpflichtversicherung, Zertifikate, Sachkundenachweise und Schulungsnachweise.
- Legen Sie für jeden Nachweis fest, was online erscheint: Bezeichnung, ausstellende Stelle, Datum und bei Bedarf ein Aktenzeichen.
- Veröffentlichen Sie die Angaben als lesbaren Text statt als eingescannte Urkunde; ein Bild ergänzt höchstens.
- Tragen Sie Ablaufdaten ein und richten Sie eine Erinnerung ein, die Sie vor diesem Datum erreicht.
- Prüfen Sie die Seite mindestens einmal im Jahr gemeinsam mit dem Vertrieb und entfernen Sie veraltete Angaben.
Achten Sie auch auf das Impressum. Nach § 5 DDG gehören bei Tätigkeiten, die einer behördlichen Zulassung bedürfen, Angaben zur zuständigen Aufsichtsbehörde dazu. Die wichtigste Regel aber lautet: Deuten Sie keinen Nachweis an, den Sie nicht haben. Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Vorschriften, die Sie mit Ihrer Behörde klären.
05Wo Vertrauen endet und Preisgabe beginnt
Die Regel ist einfach: Erklären Sie, wie Ihr Unternehmen arbeitet, aber nie, wo und wie Ihre Kunden geschützt werden. Referenzen, Fotos und Fallbeispiele lassen sich in der Sicherheitsbranche nicht so frei nutzen wie anderswo, weil jedes Detail etwas über ein geschütztes Objekt verrät.
Prüfen Sie jedes Bild und jeden Absatz vor der Veröffentlichung mit dieser Liste:
- Objektbilder: Zugänge, Schranken sowie Positionen von Kameras und Sensoren geschützter Objekte erscheinen nie.
- Einsatzdetails: Personalstärke an einem benannten Objekt, Zeiten des Schichtwechsels und Streifenwege werden nicht veröffentlicht.
- Kundennamen und Logos: nur mit schriftlicher Freigabe und sofort entfernt, wenn die Freigabe endet.
- Fotos von Mitarbeitenden: keine erkennbaren Gesichter ohne Einwilligung der Person.
- Fahrzeuge und Ausrüstung: Kennzeichen, Funkdetails und ähnliche Angaben werden aus Bildern entfernt.
Für Referenzen ohne Namen eignet sich ein anonymes Format: Branche, Leistung, Laufzeit und Art des gelösten Problems. Ein Satz wie „Objektschutz für ein Logistiklager im Gewerbegebiet, Zufahrtskontrolle in zwei Schichten neu organisiert“ zeigt Ihre Methode, ohne jemanden zu nennen.
Den Bildbedarf decken Schulungen, Aufnahmen der Ausrüstung und Teamfotos in Dienstkleidung vor neutralem Hintergrund. Dieselben Regeln gelten für Ihre Kanäle in sozialen Medien; ein Zugang, den die Website sorgfältig verschweigt, darf nicht im Beitrag eines Mitarbeiters auftauchen.
06Ein Anfrageformular, das den Bedarf erfasst
Ein gutes Anfrageformular stellt die meisten Fragen des ersten Telefonats, ohne den Besucher zu ermüden; das gelingt mit einem Formular in Schritten, das nur passende Fragen zeigt. Name, Telefon und Nachricht bedeuten für jede Anfrage ein zweites Gespräch.
- Erster Schritt: gewünschte Leistung und Objektart, etwa Wohnanlage, Werk, Einkaufszentrum oder Baustelle.
- Zweiter Schritt: Ort, ungefähre Größe, Einsatzzeiten, Zahl der Sicherheitskräfte und besondere Anforderungen an die Aufgabe.
- Dritter Schritt: gewünschter Beginn, Unternehmen, Ansprechpartner und Kontaktdaten.
- Bedingte Felder: bei Veranstaltungsschutz Datum und erwartete Besucherzahl, bei Alarmverfolgung der Wunsch nach einer Begehung.
- Ausschreibung: die Möglichkeit, ein Leistungsverzeichnis hochzuladen.
Fragen wie die Zahl der Sicherheitskräfte brauchen eine Option „weiß ich nicht, bitte Begehung“. Einkäufer kennen die genaue Zahl oft nicht, und ein Pflichtfeld lässt sie abbrechen. Halten Sie Pflichtfelder knapp und lassen Sie den Rest freiwillig.
Jede Anfrage sollte nach Leistung an die richtige Stelle gehen: Veranstaltungen an die Einsatzleitung, Alarmtechnik an das technische Team. Der Absender erhält eine kurze automatische E-Mail, wer sich wann meldet. Läuft das Formular über einen externen Dienst, braucht es nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit diesem Anbieter.
07Bewerbungen auf einen eigenen Weg bringen
Bewerbungen brauchen eine eigene Seite, ein eigenes Formular und einen eigenen Empfänger, getrennt vom Anfrageweg. Sicherheitsdienste suchen ständig Personal; Bewerbungen übersteigen die Anfragen schnell, und ohne eigenen Weg landet die wertvollste Nachricht im vollsten Postfach.
Jede Stelle nennt Einsatzort, Schichtmodell, Aufgabe und Anforderungen. Nach §34a GewO braucht das Personal mindestens den Nachweis einer Unterrichtung; für bestimmte Aufgaben, etwa Streifen im öffentlichen Raum oder den Einlass in Diskotheken, ist die Sachkundeprüfung vorgeschrieben. Schreiben Sie in die Anzeige, was die Stelle verlangt, damit Bewerber es vorher sehen.
- Kurzes Formular: Name, Telefon, Wohnort, Unterrichtung oder Sachkunde, Berufserfahrung und Schichtwunsch genügen für den Anfang.
- Für das Telefon gebaut: viele Bewerber nutzen das Smartphone; ein Lebenslauf sollte daher freiwillig sein.
- Datenschutzhinweis für Bewerber: ein eigener Text erklärt, wozu und wie lange Bewerberdaten verarbeitet werden.
- Keine unnötigen Daten: Gesundheitsangaben oder ein Führungszeugnis werden im ersten Formular nicht abgefragt.
Ein kurzer Satz über dem Anfrageformular, „Sie suchen eine Stelle? Hier geht es zur Karriereseite“, hält die meisten Bewerbungen aus dem falschen Postfach. Verbinden Sie das Bewerbungsformular mit der Personalabteilung und das Anfrageformular mit dem Vertrieb, jeweils mit eigener Adresse. Besetzte Stellen nehmen Sie zeitnah von der Website, damit niemand sich auf eine Stelle bewirbt, die es nicht mehr gibt.
08Zusatzseiten für Alarm, Video und Aufschaltung
Wer Sicherheitstechnik verkauft, verkauft eigentlich den Moment, in dem der Alarm ausgelöst wird; diesen Moment muss die Website Schritt für Schritt erklären. Eine Liste von Marken für Kameras und Alarmanlagen beantwortet die eigentliche Frage des Kunden nicht.
Die Seite zur Alarmverfolgung zeigt Ihren tatsächlichen Ablauf in schlichter Reihenfolge: Das Signal erreicht die Leitstelle, die Leitstelle prüft es, der Kunde oder eine benannte Kontaktperson wird angerufen, bei Bedarf werden Interventionskräfte oder zuständige Stellen informiert, danach folgt ein Bericht. Nennen Sie für jeden Schritt, wer handelt, und beschreiben Sie den Ablauf statt Reaktionszeiten zu versprechen.
- Systemseiten: Einbruchmeldetechnik, Video, Zutrittskontrolle und Aufschaltung werden jeweils eigens erklärt.
- Begehung und Installation: worauf bei der Begehung geachtet wird, wie die Installation geplant wird und was der Kunde bei der Übergabe erhält.
- Wartung: was die regelmäßige Wartung umfasst und wie Störungen gemeldet werden.
- Leitstelle: Arbeitsweise und Schulung der Mitarbeitenden werden beschrieben; Standort und Innenräume werden nicht fotografiert.
Die Kunden reichen hier vom Eigenheim bis zum Werksleiter. Getrennte Einstiege für „Privat und kleine Betriebe“ und „Gewerbeobjekte“ auf der Startseite führen jede Gruppe zu Seiten in ihrer eigenen Sprache. Privatkunden erhalten ein kurzes Formular für die Begehung statt der mehrstufigen Anfrage.
09Die eigene Website ist die erste Sicherheitsprüfung
Die IT eines Kunden kann Ihre Website in wenigen Minuten prüfen, und bei einem Sicherheitsdienst wirft ein Zertifikatsfehler oder eine Domain, die für gefälschte E-Mails offensteht, mitten im Verkauf eine direkte Frage auf. Wer die eigene Website nicht schützt, überzeugt beim Objektschutz kaum.
Das prüfen wir vor dem Start und danach in regelmäßigen Abständen:
- HTTPS: jede Seite lädt verschlüsselt, und das Zertifikat verlängert sich automatisch; unser SSL Prüfwerkzeug zeigt den Stand in Sekunden.
- Absenderprüfung für E-Mails: SPF legt fest, welche Server für Ihre Domain senden dürfen, DKIM signiert jede Nachricht, und DMARC sagt dem Empfänger, was mit E-Mails geschieht, die beide Prüfungen nicht bestehen. Der Test für SPF, DKIM und DMARC zeigt fehlende Einträge.
- Aktuelle Technik: Redaktionssystem und Plugins bleiben aktuell, ungenutzte Plugins werden entfernt.
- Zugang zur Verwaltung: Anmeldung mit zweitem Faktor, ein persönliches Konto je Nutzer, und ausgeschiedene Mitarbeitende verlieren den Zugang am selben Tag.
- Formularschutz: unsichtbarer Schutz gegen Spam, und Anfragen erreichen nur berechtigte Personen.
Die Absenderprüfung verdient besondere Aufmerksamkeit: Eine gefälschte Rechnung oder eine gefälschte Gehaltsmitteilung von einer nachgeahmten Domain kann Kunden und Mitarbeitende gleichermaßen treffen. Lassen Sie diese Einstellungen bei der Übergabe dokumentieren und schriftlich festhalten, wer für die Datensicherung zuständig ist.
10Tempo und Mobilgeräte: der Entscheider vor Ort
Wer einen Sicherheitsdienst sucht, öffnet Ihre Website oft auf dem Smartphone, vor Ort oder zwischen zwei Terminen; Seiten müssen daher schnell laden, und der Anruf muss mit einem Fingertipp möglich sein. Ein schweres Einstiegsvideo verliert den Besucher, bevor Ihr Unternehmen etwas gesagt hat.
Google bewertet das Seitenerlebnis mit drei Core Web Vitals und hält sie für gut, wenn diese Werte beim 75. Perzentil der Seitenaufrufe erreicht werden:
- LCP: wie lange das größte Inhaltselement zum Laden braucht; höchstens 2,5 Sekunden.
- INP: wie schnell die Seite auf Tippen oder Klicken reagiert; höchstens 200 Millisekunden.
- CLS: wie stark sich das Layout beim Laden verschiebt; höchstens 0,1.
Auf Websites von Sicherheitsdiensten verschlechtern vor allem dunkle Videos im Vollbild, unkomprimierte Teamfotos und nachträglich aufspringende Chatfenster diese Werte. Liefern Sie Bilder in modernen Formaten und passender Größe aus und starten Sie Videos nur auf Wunsch des Besuchers.
Auf dem Smartphone zählen eine fest stehende Schaltfläche „Jetzt anrufen“, ein Anfrageformular, das sich mit einer Hand ausfüllen lässt, und eine Nachweisseite, die ohne PDF lesbar ist. Mit unserem Test für Mobilfreundlichkeit sehen Sie, wo Ihre heutige Website steht.
11In Suchen nach Leistung und Region sichtbar werden
Wer Sicherheit einkauft, sucht selten nach einem Firmennamen, sondern nach Leistung und Ort; diese Suchen beantworten Leistungsseiten, Angaben zum Einsatzgebiet und Ihr Google Unternehmensprofil gemeinsam. Eine Suche wie „Baustellenbewachung Leipzig“ oder „Objektschutz Köln“ passt zu einer eigenen Leistungsseite, nicht zur Seite Über uns.
Der häufigste Fehler bei Regionalseiten sind Kopien, in denen nur der Städtename wechselt. Legen Sie Seiten nur für Gebiete an, in denen Sie tatsächlich Personal einsetzen und Konkretes zu sagen haben: welche Leistungen Sie dort erbringen, mit welchen Objektarten Sie arbeiten und von wo aus der Einsatz gesteuert wird. Weitere Gebiete reichen als kurze Zeile in einer Liste des Einsatzgebiets.
- Unternehmensname: im Google Unternehmensprofil steht Ihr tatsächlicher Firmenname, ohne zusätzliche Suchbegriffe.
- Adresse: empfangen Sie keine Kunden im Büro, können Sie als Unternehmen mit Einzugsgebiet die Adresse ausblenden.
- Strukturierte Daten: Firmenname, Telefon und Einsatzgebiet werden für Suchmaschinen ausgezeichnet; den Code prüfen Sie mit unserem Werkzeug für Schema Auszeichnung.
- Interne Links: Branchenseiten verlinken auf die passenden Leistungsseiten, Leistungsseiten auf das Anfrageformular.
Für Unternehmen, die auf dieser Grundlage regelmäßige Inhalte und technische Pflege wünschen, beschreiben wir unseren Ansatz auf der Seite zur Suchmaschinenoptimierung.
12Anfragen, Anrufe und Bewerbungen getrennt messen
Besucherzahlen allein sagen einem Sicherheitsdienst wenig; entscheidend ist, welche Leistungsseite qualifizierte Anfragen bringt. Dafür wird jede Art von Kontakt als eigene Conversion gemessen, also als Handlung auf der Website mit geschäftlichem Wert.
- Anfrageformular: jede Anfrage wird mit der gewählten Leistung erfasst, sodass Revierdienst und Objektschutz getrennt sichtbar sind.
- Klick zum Anruf: das Tippen auf die Telefonnummer ist eine eigene Conversion, samt Seite, von der es kam.
- Bewerbungsformular: getrennt gemessen und nie als Kundenanfrage gezählt, sonst wirkt eine Kampagne erfolgreich, während der Vertrieb leer ausgeht.
- Download des Firmenprofils: in Zeiten von Ausschreibungen ein Zeichen für Interesse.
Die zweite Hälfte der Messung findet außerhalb der Website statt. Halten Sie zu jeder Anfrage fest, ob daraus ein Auftrag wurde und welcher Art, in einer einfachen Tabelle oder Ihrem CRM. Nach einigen Monaten sehen Sie, welche Seiten Verträge bringen und nicht nur Anfragen.
Nach § 25 TDDDG braucht das Speichern oder Auslesen nicht notwendiger Informationen auf dem Gerät eine Einwilligung; Cookies für Analyse und Werbung starten also erst nach Zustimmung, und Google verlangt im Europäischen Wirtschaftsraum den Consent Mode für Messung und personalisierte Werbung. Ein kurzer monatlicher Blick mit dem Vertrieb zeigt dann, welche Leistungsseite als Nächstes Arbeit braucht.
13Häufige Fehler auf Websites von Sicherheitsdiensten
Die meisten Fehler entstehen, weil eine Website Vertrauen wecken will und dabei das Gegenteil erreicht. Für jeden der sechs folgenden Fehler gibt es eine bessere Lösung.
- Düstere Stockfotos: Silhouetten mit Waffen und nächtliche Symbolbilder sehen überall gleich aus; zeigen Sie stattdessen eigene Fotos aus Schulungen und vom Team.
- Überzogene Versprechen: Formulierungen wie „lückenloser Schutz“ machen erfahrene Einkäufer misstrauisch; beschreiben Sie stattdessen Planung und Kontrolle konkret.
- Logowand ohne Freigabe: Kundenlogos ohne Zustimmung gefährden die Beziehung; holen Sie eine schriftliche Freigabe ein oder beschreiben Sie Fälle anonym.
- Ein Formular für alles: Anfragen und Bewerbungen im selben Postfach kosten Aufträge; richten Sie zwei Formulare mit zwei Empfängern ein.
- Veraltete Nachweise: ein abgelaufenes Zertifikat als Bild schwächt das Vertrauen; veröffentlichen Sie Nachweise als datierten Text mit Erinnerung.
- Kopierte Städteseiten: Seiten, in denen nur der Ortsname wechselt, bringen in der Suche nichts; schreiben Sie eigene Inhalte für Gebiete, die Sie wirklich betreuen.
Finden Sie zwei oder drei dieser Fehler auf Ihrer heutigen Website, ermitteln Sie mit Ihren Messdaten zuerst, welcher die meisten Anfragen kostet, bevor Sie über einen kompletten Neuaufbau entscheiden.
14Fragen an die Agentur und der nächste Schritt
Fragen Sie bei der Wahl der Agentur weniger nach Gestaltungsbeispielen und mehr danach, wie sie mit Nachweisen, Diskretion und der Weiterleitung von Formularen umgeht. Genau diese Punkte lassen sich später am schwersten korrigieren.
- Woher übernehmen Sie Angaben zu Erlaubnis und Zertifikaten, und wie vermeiden Sie Formulierungen, die einen fehlenden Nachweis andeuten?
- Wie legen wir gemeinsam fest, welche Kundennamen und Bilder erscheinen dürfen?
- Wohin gehen Anfrageformular und Bewerbungsformular, und wie wird jedes als eigene Conversion gemessen?
- Wer prüft SPF, DKIM und DMARC für unsere Domain, und wie wird das bei der Übergabe dokumentiert?
- Wer kümmert sich nach dem Start um Updates, Datensicherung und Ablaufdaten der Nachweise?
Bereiten Sie vor dem ersten Gespräch Ihre Leistungsliste, aktuelle Nachweise, freigegebene Referenzen, offene Stellen und eigene Fotos vor; je früher diese Unterlagen vorliegen, desto weniger muss bei Struktur und Texten geschätzt werden.
Auf dieser Seite finden Sie den Link zu einer Demo Website, die unser Team für Sicherheitsdienste gebaut hat; sie ist keine Kundenseite und zeigt unseren Ansatz. Unsere Arbeiten aus anderen Branchen sehen Sie auf der Referenzseite. Schreiben Sie uns über die Kontaktseite, welche Leistungen Sie wo anbieten und von welchen Kunden Sie mehr Anfragen möchten; die Festpreispakete finden Sie im Preisbereich unserer Webdesign Seite, und wir erstellen Ihnen einen schriftlichen Umfang mit Zeitplan.