Die Website einer Privatschule hat zwei sehr verschiedene Leser zugleich. Die einen sind Familien, die eine Schule für viele Jahre suchen, abends einige Schulen vergleichen und überlegen, ob sie zum Infoabend kommen. Die anderen sind Eltern, deren Kinder schon dort lernen und die wissen wollen, wann die Projektwoche beginnt oder was es morgen in der Mensa gibt.
In diesem Leitfaden zeigen wir, Talha Aslan und Team, welche Entscheidungen eine allgemeinbildende Privatschule von der Grundschule bis zum Abitur bei einer neuen Website der Reihe nach trifft: Aufbau, Seiten je Schulzweig, Infoabend, Aufnahmeanfrage, Schulgeld, Genehmigung, Impressum und Datenschutz, Fotos, Elternbereich, Suche, Geschwindigkeit und Messung. Jeder Abschnitt enthält etwas, das Sie diese Woche mit Ihrer Schulleitung besprechen können.
01Zwei Wege: interessierte Familien und Schuleltern
Die Hauptnavigation einer Privatschule sollte Besuchern schon beim ersten Klick erlauben zu wählen, zu welcher Gruppe sie gehören. Interessierte Familien suchen Schulzweige, Konzept und Aufnahme; Schuleltern suchen Mitteilungen, Ferientermine und den Speiseplan. Stehen beide Wege gemischt in einem Menü, suchen beide Gruppen länger, und die Fragen landen im Sekretariat.
Legen Sie diese vier Wege mit der Schulleitung fest, bevor das Design beginnt:
- Aufnahme: Schulzweige, Infoabende, Schulgeld und Anfrageformular unter einem Menüpunkt „Aufnahme“, dazu eine deutliche Schaltfläche rechts im Menü.
- Eltern: Mitteilungen, Ferientermine, Prüfungswochen, Mensa und Schulweg; was interessierte Familien nicht brauchen, steht nicht auf der Startseite.
- Unsere Schule: Pädagogisches Konzept, Schulleitung, Kollegium und Gebäude, also Inhalte, die beide Gruppen gelegentlich lesen.
- Rechtliches: Genehmigung und Träger, Impressum, Datenschutzhinweise und Schulgeldordnung, von jeder Seite aus über den Fußbereich erreichbar.
Daraus ergibt sich die Aufgabe der Startseite. Der erste Bildschirm sagt in einem Satz, wer die Schule ist, bietet die Wahl des Schulzweigs an und nennt den nächsten Infoabend; direkt darunter zeigen aktuelle Neuigkeiten, dass hier etwas passiert. Für Schuleltern genügt eine kleine Abkürzung zu den Mitteilungen in der oberen Leiste.
02Was die Seite eines Schulzweigs beantworten muss
Auf der Seite eines Schulzweigs finden Eltern die Antwort auf die Frage, was ihr Kind in genau diesem Alter an dieser Schule erlebt. Die Eltern eines künftigen Erstklässlers fragen nach Schreiblehrgang und Betreuungszeiten, die Familie mit Blick auf die Oberstufe nach Profilen, Kursgrößen und Studienorientierung. Eine gemeinsame Vorlage für Grundschule, Realschule und Gymnasium, je Zweig eigens gefüllt, bringt Einheitlichkeit und Tiefe zugleich.
Jede Seite eines Schulzweigs sollte diese Punkte klären:
- Wochenstruktur: Stundentafel in groben Zügen, Lernzeiten, Arbeitsgemeinschaften, Beginn und Ende des Schultags, Ganztag.
- Sprachen: Welche Fremdsprachen ab welcher Klasse unterrichtet werden und wie Gruppen gebildet werden.
- Begleitung: Wer ein Kind im Alltag begleitet und wie oft Eltern von Klassenleitung oder Tutorin hören.
- Übergang: Wie Kinder aus der Grundschule im neuen Zweig ankommen, wie der Wechsel vom Klassenlehrerprinzip zum Fachunterricht gelingt und unter welchen Bedingungen der Weg in die eigene Oberstufe führt.
- Nächster Schritt: Am Ende der Seite der Aufruf zu Infoabend und Anfrage, mit vorausgewähltem Zweig.
Schreiben Sie Aussagen zum Konzept nur so weit, wie die Schule sie belegen kann. „Englisch ab Klasse 1, Französisch oder Latein ab Klasse 6“ wandert direkt in die Vergleichsnotizen der Eltern, allgemeines Lob nicht. Gehört eine Kita oder ein Vorschulbereich zum Campus, beschreiben Sie den Übergang in die erste Klasse kurz; den Aufbau solcher Seiten erklären wir im Leitfaden für Kindergarten Websites. Für internationale Familien planen Sie die Seiten von Anfang an mit einer mehrsprachigen Seitenstruktur.
03Infoabend und Tag der offenen Tür Schritt für Schritt
Der Infoabend ist in der Aufnahmezeit die wichtigste Handlung auf der Website einer Privatschule und sollte über eine Anmeldung auf der Website laufen, nicht über einen Beitrag in sozialen Netzwerken. Ein Beitrag weckt Interesse; nur ein Formular sagt Ihnen, wer für welchen Zweig an welchem Termin kommt. Ohne diese Angaben lassen sich weder Räume noch Führungen planen.
Der Ablauf, den wir empfehlen:
- Terminseite: Alle Infoabende, Tage der offenen Tür und Schnuppertage des Schuljahres auf einer Seite, mit Uhrzeit und Zielgruppe.
- Kurzes Formular: Name, Telefon, E-Mail, künftige Klassenstufe und gewählter Termin; mehr ist nicht verpflichtend.
- Automatische Bestätigung: Direkt nach der Anmeldung eine E-Mail mit Termin, Adresse, Parkmöglichkeiten und Ansprechperson am Empfang.
- Erinnerung: Am Vortag eine kurze Erinnerung mit der Möglichkeit, abzusagen oder einen anderen Termin zu wählen.
- Danach: Für Familien, die da waren, der Weg zur Aufnahmeanfrage; für alle anderen der nächste Termin.
Auch im Sekretariat braucht es Ordnung. Jede Anmeldung sollte per E-Mail und Messenger bei der zuständigen Person ankommen, mit sichtbarer Quelle wie Suche, soziale Netzwerke oder Flyer. Eine Hospitation oder ein individueller Rundgang als zweite Option im selben Formular hält das Interesse von Familien wach, die den Termin nicht schaffen. Auf Flyern und Plakaten führt ein QR Code direkt zu dieser Anmeldeseite, nicht zur Startseite.
04Aufnahmeanfrage und die erste Rückmeldung
Die Aufnahmeanfrage ist kein Bewerbungsdossier, sondern eine kurze Bitte um ein Gespräch; sie fragt deshalb nur, was das Sekretariat für den Rückruf braucht. Verlangt das Formular Zeugnisse, Gesundheitsangaben oder einen ausführlichen Lebenslauf der Familie, brechen viele Eltern ab, und die Schule erhebt mehr Daten, als sie in diesem Schritt benötigt. Solche Unterlagen gehören in das spätere Aufnahmeverfahren.
Ausreichend sind: Name der Eltern, Telefon, E-Mail, Name des Kindes, gewünschte Klassenstufe, Zweig und die Frage, wie die Familie auf die Schule aufmerksam wurde. Ein freiwilliges Textfeld deckt Geschwister, Schulweg oder Förderbedarf ab.
Den eigentlichen Wert des Formulars bestimmt, was danach geschieht. Halten Sie mit dem Sekretariat schriftlich fest:
- Erste Rückmeldung: In der Aufnahmezeit ein Anruf am selben Arbeitstag, mit einer namentlich zuständigen Person.
- Eine Liste: Anfragen aus Website, Telefon und Infoabend in einer gemeinsamen Liste, doppelte Einträge zusammengeführt.
- Status: Für jede Familie ein schlichter Stand, etwa kontaktiert, Gespräch vereinbart, Platz angeboten, Vertrag geschlossen, abgesagt.
- Absagegrund: Kurz notiert, wenn eine Familie nicht weitermacht: Schulgeld, Schulweg, Konzept oder eine andere Schule.
Diese Liste ist am Ende der Aufnahmezeit die einzige verlässliche Quelle dafür, welche Seite und welcher Kanal tatsächlich Schülerinnen und Schüler gebracht haben.
05Schulgeld, Staffelung und Ermäßigungen offen erklären
Familien müssen Schulgeld und Ermäßigungen sehen, bevor sie anfragen; die Website einer Privatschule sollte beides deshalb auf einer klaren, datierten Seite erklären. Nach Art. 7 Abs. 4 GG darf eine private Ersatzschule eine Sonderung der Schülerinnen und Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht fördern. Bleiben Staffelung und Ermäßigungen unklar, melden sich gerade die Familien nicht, für die es Lösungen gäbe.
Eine hilfreiche Seite zu Schulgeld und Unterstützung enthält:
- Schulgeld je Zweig: Monatlich oder jährlich, mit Angabe des Schuljahres oben auf der Seite und dem, was eingeschlossen ist oder extra berechnet wird, etwa Mensa, Fahrten oder Ganztag.
- Staffelung: Ob und wie sich das Schulgeld nach dem Einkommen richtet, in einfachen Worten erklärt.
- Geschwister und Stipendien: Nur die Ermäßigungen, die Ihre Schulgeldordnung tatsächlich vorsieht.
- Vertraulicher Kontakt: Wer Fragen zur Finanzierung diskret beantwortet und wie Familien diese Person erreichen.
- Weitere Kosten: Aufnahmegebühr oder Förderbeiträge, sofern Ihre Schule sie erhebt, klar getrennt vom Schulgeld.
Eine allgemeine Pflicht, das Schulgeld online zu nennen, kennen wir nicht; die Einzelheiten regelt das Privatschulgesetz Ihres Landes, in Österreich und der Schweiz gelten eigene Vorschriften. Halten Sie in jedem Fall nur eine aktuelle Seite. Eine alte Schulgeldtabelle, die noch in Suchergebnissen auftaucht, führt Familien mit falschen Erwartungen ins Gespräch; entfernen Sie alte Dateien oder kennzeichnen Sie sie deutlich als Vorjahr.
06Genehmigung, Träger und Abschlüsse klar zeigen
Eltern wollen auf der Website einer Privatschule sofort erkennen, welchen Status die Schule hat und welche Abschlüsse sie vergibt. Nach Art. 7 Abs. 4 GG bedürfen private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen. Begriffe wie genehmigte oder staatlich anerkannte Ersatzschule und Ergänzungsschule regelt das Landesrecht unterschiedlich; für Eltern entscheidet am Ende, wie ihr Kind zu Abschluss und Abitur kommt.
Eine feste Seite „Genehmigung und Träger“ beantwortet diese Fragen:
- Status: Ersatzschule oder Ergänzungsschule, genehmigt oder anerkannt, genau in der Formulierung Ihres Bescheids.
- Abschlüsse: Welche Abschlüsse an der Schule erworben werden und ob Prüfungen an der eigenen Schule oder extern stattfinden.
- Träger: Name und Rechtsform des Trägers, etwa Verein, Stiftung oder gemeinnützige Gesellschaft, und seine pädagogische Ausrichtung.
- Aufsicht: Die zuständige Schulaufsicht, damit Eltern wissen, an wen sie sich im Zweifel wenden können.
- Zeitpunkt: Bei neu gegründeten Schulen, ab wann welcher Zweig genehmigt ist und wie der Aufbau weitergeht.
Den Wortlaut übernehmen wir aus Ihren Bescheiden oder stimmen ihn mit Träger und Schulaufsicht ab; Begriffe ohne Grundlage gehören nicht auf die Seite. Gerade bei Neugründungen ist diese Seite oft die meistgelesene, weil Familien hier entscheiden, ob sie dem Konzept vertrauen. Eine Privatschule mit internationalem Programm ergänzt, welche Abschlüsse zusätzlich angeboten werden und wie sie zur deutschen Hochschulreife stehen, ohne mehr zu versprechen, als die Bescheide hergeben.
07Impressum, Datenschutz und Cookies für Schulträger
Die Website einer Privatschule braucht ein vollständiges Impressum nach § 5 DDG, Datenschutzhinweise für jedes Formular und eine Einwilligung vor nicht notwendigen Cookies. Das Digitale Dienste Gesetz gilt seit dem 14. Mai 2024 und hat das Telemediengesetz abgelöst; alte Impressumstexte mit Verweis auf das TMG sollten Sie bei dieser Gelegenheit anpassen.
Nach § 5 DDG gehören ins Impressum unter anderem Name und Anschrift des Trägers, bei juristischen Personen Rechtsform und Vertretungsberechtigte, Angaben für eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme einschließlich E-Mail, das Register mit Registernummer, etwa das Vereinsregister, und gegebenenfalls die Umsatzsteueridentifikationsnummer. Bedarf eine Tätigkeit einer behördlichen Zulassung, verlangt das Gesetz zusätzlich Angaben zur zuständigen Aufsichtsbehörde; ob und wie das für Ihre Schule gilt, klären Sie mit Ihrem Träger.
Für Formulare und Technik empfehlen wir diese Prüfungen:
- Datensparsamkeit: Jedes Formular fragt nur, was dieser Schritt braucht; Gesundheitsangaben und Förderbedarf werden nicht über ein offenes Webformular erhoben.
- Cookies: Nach § 25 TDDDG laufen Analyse und Werbecookies erst nach Einwilligung; die Seite funktioniert auch ohne.
- Dienstleister: Für Anmeldetools, Formulardienste oder Newsletter schließt die Schule nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- Postfächer: Einmal im Jahr prüfen, wer Formulareingänge erhält; Anfragen im Postfach ehemaliger Mitarbeitender sind Datenrisiko und verlorene Familien zugleich.
08Fotos von Schülerinnen und Schülern mit Einwilligung
Fotos aus Unterricht, Sportfest und Konzert zeigen das Schulleben besser als jeder Text, aber nach § 22 KUG dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung verbreitet werden; bei Kindern geben die Eltern sie, je nach Alter auch die Kinder selbst. Die Website einer Privatschule braucht deshalb einen klaren Ablauf, bevor die erste Galerie online geht.
So zeigen Sie Stärke, ohne Kinder unnötig sichtbar zu machen:
- Räume und Material: Labore, Bibliothek, Werkstatt und Sporthalle leer oder mit Kindern, die nicht erkennbar sind.
- Arbeitsergebnisse: Projekte, Ausstellungen und Aufführungen über Werke und Bühnenbilder statt über Gesichter.
- Kollegium: Fach, Erfahrung und Aufgabe an der Schule; Zusatzqualifikationen nur, soweit sie belegt sind.
- Ergebnisse: Abschlüsse des Jahrgangs als Ganzes und gleichbleibend dargestellt statt Namenslisten der Besten eines Jahrgangs.
Für Neuigkeiten und Galerien bewährt sich eine einfache Regel: keine Namen neben erkennbaren Kindern ohne Zustimmung und keine Bilder von Kindern, deren Eltern widersprochen haben. Ein Kontrollkästchen „Einwilligung geprüft“ im Verwaltungsbereich, das vor dem Veröffentlichen angehakt werden muss, macht den Schritt schwer überspringbar. Die Datenschutzhinweise zur Bildnutzung stimmen wir mit den Texten Ihrer Schule und Ihrer oder Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.
09Elternbereich und ein Redaktionsplan, der hält
Elternbereich und Neuigkeiten entscheiden, ob die Website nach dem Livegang lebendig bleibt; der Redaktionsplan gehört deshalb vor das Design. Jede Woche gibt es einen Ausflug, ein Konzert oder einen Wettbewerb, doch hängt das Veröffentlichen an einer einzigen Lehrkraft, steht die Seite nach wenigen Monaten still. Interessierte Familien lesen genau dort ab, wie lebendig eine Schule ist.
Ein Redaktionsplan, der funktioniert:
- Rollen: Je Schulzweig eine Person, die Meldungen entwirft; die Schulleitung oder Öffentlichkeitsarbeit gibt frei.
- Vorlage: Überschrift, zwei kurze Absätze, wenige Fotos und eine Zuordnung zum Zweig; lange Artikel sind nicht nötig.
- Rhythmus: Ein kleines, haltbares Ziel, etwa eine Meldung je Zweig und Schulwoche.
- Termine als Daten: Ferien, Prüfungswochen und Elternabende als durchsuchbare Liste auf der Website statt als PDF.
- Feste Seiten: Mensa, Schulweg und Betreuungszeiten auf eigenen Seiten, die zu jedem Halbjahr aktualisiert werden.
Werden Meldungen einem Zweig zugeordnet, zeigt jede Zweigseite automatisch ihre neuesten Meldungen: auf der Gymnasialseite die Debattier AG, auf der Grundschulseite das Lesefest der zweiten Klassen. Bei der Übergabe schulen wir die Verantwortlichen und beantworten in den ersten Wochen ihre Fragen.
10Sichtbar bei der Suche nach Schulform und Ort
Eltern suchen eine Privatschule meist mit Schulform, Ort und einem besonderen Anliegen, etwa „private Grundschule Ganztag Köln“, „Privatgymnasium bilingual München“ oder „Montessori Schule Hamburg Anmeldung“. Grundlage für diese Suchen ist eine eigene Seite je Schulzweig und eine dauerhafte Seite zur Aufnahme; eine allgemeine Übersichtsseite beantwortet keine dieser Suchen vollständig.
Die wichtigsten Schritte für die Sichtbarkeit:
- Seitentitel: Jede Zweigseite nennt Schulform und Ort im Titel; kein Titel steht doppelt.
- Google Unternehmensprofil: Der tatsächliche Name der Schule ohne zusätzliche Suchbegriffe, mit passender Kategorie, Öffnungszeiten des Sekretariats und Fotos vom Gebäude.
- Strukturierte Daten: Name, Adresse, Telefon und Infoabende so ausgezeichnet, dass Suchmaschinen sie lesen; ausgezeichnet wird nur, was auf der Seite steht. Ausprobieren können Sie das mit unserem Schema Generator.
- Mehrere Standorte: Je Standort eine eigene Seite und ein eigenes Profil mit eigenen Terminen.
Seiten, die echte Elternfragen beantworten, etwa zu Schulweg, Ganztag oder Übergang in die Oberstufe, sammeln mit der Zeit Suchanfragen. Soll das planvoll weiterlaufen, behandeln wir in der Suchmaschinenoptimierung die Suchen rund um Schulform und Aufnahmezeit als Redaktionskalender entlang des Schuljahres.
11Mobile Geschwindigkeit und schwere Gebäudefotos
Die meisten Eltern öffnen die Website einer Privatschule auf dem Smartphone, oft über einen Link aus der Elterngruppe im Messenger; Seiten müssen deshalb zuerst für kleine Bildschirme gestaltet und vor dem Livegang gemessen werden. Große Fotos und Imagefilme machen Schulwebsites schwer. Die Core Web Vitals von Google geben ein brauchbares Ziel vor.
Als „gut“ gelten, gemessen am 75. Perzentil der Besuche: LCP (Largest Contentful Paint, wann der größte sichtbare Inhalt geladen ist) bei höchstens 2,5 Sekunden; INP (Interaction to Next Paint, wie schnell die Seite auf ein Tippen reagiert) bei höchstens 200 Millisekunden; CLS (Cumulative Layout Shift, wie stark die Seite beim Laden springt) bei höchstens 0,1.
So erreichen Schulwebsites diese Werte:
- Titelbild: Ein komprimiertes Standbild in Smartphonegröße statt eines automatisch startenden Vollbildvideos.
- Galerien: Fotos unterhalb des sichtbaren Bereichs laden erst beim Scrollen.
- Schulfilm: Auf einer Videoplattform gehostet und erst nach Antippen geladen.
- Speiseplan und Termine: Als Text auf der Seite statt als PDF, damit niemand zoomen muss.
Wie sich Ihre heutige Website verhält, prüfen Sie vorab mit unserem kostenlosen Test auf Mobilfreundlichkeit. Testen Sie auch im Mobilfunknetz auf dem Schulgelände, denn am Tag der offenen Tür öffnen Eltern die Seite direkt vor Ort.
12Messung: welcher Zweig und welcher Kanal Familien bringt
Entscheidend ist auf der Website einer Privatschule nicht die Zahl der Besuche, sondern welche Zweigseite und welcher Kanal Anmeldungen zum Infoabend und Aufnahmeanfragen bringen. Die Messung wird ab dem ersten Tag eingerichtet, im Rahmen der Einwilligung, mit vorher festgelegten Conversions, also gezählten Zielhandlungen.
Diese Conversions legen wir fest:
- Anmeldung zum Infoabend: Mit Zweig und Termin.
- Aufnahmeanfrage: Mit Klassenstufe und Quelle.
- Frage zu Schulgeld oder Stipendium: Mit der Seite, von der sie kam.
- Anrufe und Messenger Klicks: Mit der Ausgangsseite.
Für Flyer, Plakate, Anzeigen in Gemeindeblättern und Beiträge in sozialen Netzwerken nutzen Sie getrennte, nachverfolgbare Links; unser UTM Link Generator gibt jedem Kanal eine eigene Kennung. Werben Sie in der Aufnahmezeit, hält eine Landingpage mit einem einzigen Ziel die Kampagne fokussiert, ohne die Hauptseite zu verändern. Am Ende der Aufnahmezeit legen Sie die Conversions neben die Liste des Sekretariats; erst dann trennen sich laute Kanäle von solchen, die tatsächlich Schülerinnen und Schüler bringen.
13Häufige Fehler auf Websites von Privatschulen
Die meisten Schwächen, die wir auf Websites von Privatschulen sehen, entstehen aus Planung und Redaktionsalltag, nicht aus dem Design. Jeder dieser Fehler kann in der Aufnahmezeit direkt Anfragen kosten oder rechtliche Risiken schaffen:
- Alle Zweige in einem Text: Grundschule und Gymnasium stehen in einer allgemeinen Beschreibung; besser erhält jeder Zweig eine eigene Seite mit Wochenstruktur, Begleitung und Aufruf zur Anmeldung.
- Status ungenau: „Staatlich anerkannt“ steht auf der Startseite, obwohl der Bescheid etwas anderes sagt; besser übernehmen Sie den Wortlaut des Bescheids auf einer festen Seite.
- Infoabend nur in sozialen Netzwerken: Anmeldungen kommen über das allgemeine Kontaktformular; besser ist eine Anmeldeseite mit Wahl von Zweig und Termin und automatischer Bestätigung.
- Schulgeld versteckt: Die Tabelle steckt in einem alten PDF; besser erklärt eine aktuelle Seite Schulgeld, Staffelung und Ermäßigungen.
- Kinderfotos ohne Ablauf: Galerien mit Namen und erkennbaren Gesichtern ohne geprüfte Einwilligung; besser arbeitet die Redaktion mit Kontrollkästchen und klarer Regel.
- Altes Impressum: Verweis auf das TMG und fehlende Angaben zum Träger; besser ein Impressum nach § 5 DDG mit Rechtsform, Vertretung und Register.
Treffen drei oder mehr Punkte auf Ihre heutige Website zu, entscheiden Sie über einen Neuaufbau vor der nächsten Aufnahmezeit, nicht mitten in ihr.
14Fragen an Ihren Webpartner und der nächste Schritt
Wählen Sie das Team für die Website Ihrer Privatschule danach, ob es das Schuljahr und die rechtlichen Rahmenbedingungen versteht; eine schöne Mappe allein reicht nicht. Diese Fragen empfehlen wir für das erste Gespräch:
- Zeitplan: Bis wann müssen wir Inhalte liefern, damit die Seite vor Beginn der Aufnahmezeit online ist.
- Prüfung: Wer prüft vor dem Livegang Status, Impressum, Fotos und Schulgeldseite, und anhand welcher Grundlage.
- Pflege: Kann unser Kollegium Neuigkeiten, Mitteilungen, Termine und Schulgeld selbst pflegen, mit getrennten Rechten.
- Messung: Wie sehen wir am Ende der Aufnahmezeit, welche Zweigseite und welcher Kanal Familien gebracht haben.
- Eigentum: Auf wessen Namen laufen Domain, Hosting und Zugänge zum Verwaltungsbereich.
In diesem Bereich haben wir noch kein veröffentlichtes Kundenprojekt; unseren Ansatz zeigen wir deshalb in einer Live Demo für Privatschulen, die auf dieser Seite verlinkt ist. Die Demo ist keine Kundenwebsite, sondern zeigt, wie wir Zweigseiten, Infoabend und Elternbereich aufbauen. Arbeiten aus anderen Branchen finden Sie auf unserer Referenzseite.
Als nächsten Schritt schicken Sie uns über das Kontaktformular Ihre Schulzweige, Ihren Kalender für Infoabende und Aufnahme sowie die häufigsten Elternfragen; wir schlagen Ihnen einen Seitenaufbau und einen schriftlichen Leistungsumfang vor. Festpreispakete finden Sie im Preisbereich unserer Webdesign Seite, ein schriftliches Angebot für den Umfang Ihrer Schule erhalten Sie über das Formular Angebot anfordern.