Website bringt keine Kunden? So finden und beheben Sie die Ursache

Kurze Antwort
Website bringt keine Kunden: Was sollten Sie zuerst prüfen?
Eine Website bringt keine Kunden, wenn es an einer von fünf Stufen hakt: Google hat die Seite nicht indexiert, sie erscheint nicht bei passenden Suchen, Besucher verstehen das Angebot nicht, der Kontakt ist umständlich oder Anfragen bleiben ungezählt. Prüfen Sie zuerst den Index, dann den Traffic, zuletzt die Conversion.
Diese Reihenfolge ist wichtig, denn jede Stufe versorgt die nächste. Neue Farben bringen zum Beispiel keine Anfragen, wenn Google die Seite gar nicht zeigen kann. Ebenso vergrößert mehr Werbung nur den Verlust, wenn sich die Telefonnummer am Handy nicht antippen lässt.
Wir sind Talha Aslan und Team und haben diesen Leitfaden für Unternehmer geschrieben, die in eine Website investiert haben und kaum etwas zurückbekommen. Die ersten Prüfungen brauchen kein technisches Wissen. Am Ende wissen Sie, was Sie selbst lösen können und wann Hilfe von außen sinnvoll ist.
Warum kommen Kunden nach dem Start nicht von allein?
Eine Website gleicht einem Schaufenster, aber sie schafft keine Laufkundschaft. Der Start bedeutet nur, dass Ihre Adresse nun erreichbar ist. Kunden müssen Sie also weiterhin über Suchergebnisse, Karten, Anzeigen oder Empfehlungen finden.
Außerdem reden viele Projektbeteiligte bei der Übergabe über das Design und kaum über die Kundengewinnung. Daher halten Sie am Ende oft eine schöne Website in der Hand, ohne klares Suchziel, ohne Hauptaktion und ohne Zählung der Anfragen.
Dieses Muster sehen wir in der Praxis häufig:
- Eine einzige Seite namens "Leistungen" presst alle Angebote in denselben Absatz.
- Die Startseite erzählt die Firmengeschichte und übergeht das Problem des Kunden.
- Niemand liest regelmäßig das Postfach, in dem Formularnachrichten landen.
- Webanalyse fehlt oder zählt nur Besuche.
Die Formel "die Website ist schlecht" führt deshalb oft in die Irre. Möchten Sie gerade erst eine Website erstellen lassen, nehmen Sie diese Punkte von Anfang an in den Projektumfang auf. Steht Ihre Website bereits, arbeiten Sie mit der folgenden Tabelle weiter.
Website bringt keine Kunden: Wie finden Sie die Ursache per Tabelle?
Lesen Sie die Tabelle von oben nach unten und stoppen Sie beim ersten "Nein". Die unteren Zeilen sagen nämlich wenig aus, solange die oberen ungelöst sind. Kurz gesagt zeigt Ihnen die Tabelle, was zuerst an der Reihe ist.
| Schritt | Frage | So prüfen Sie es | Bei Nein |
|---|---|---|---|
| 1 | Kennt Google Ihre Website? | site: Suche, Search Console Bericht zur Seitenindexierung | Indexsperre entfernen |
| 2 | Erscheint sie bei passenden Suchen? | Search Console Leistungsdaten, Liste der Suchanfragen | Seiten und Keywords planen |
| 3 | Klicken Menschen auf das Ergebnis? | Impressionen und Klicks vergleichen | Titel und Beschreibung neu schreiben |
| 4 | Verstehen Besucher das Angebot? | Einem Fremden den ersten Bildschirm zeigen | Überschrift und Leistungstext schärfen |
| 5 | Ist der Kontakt einfach? | Anruf, Chat und Formular am Handy testen | Hürden entfernen, Formular kürzen |
| 6 | Können Sie Anfragen zählen? | GA4 Ereignisse und Anfragenliste | Messung einrichten, Quelle erfragen |
Die ersten drei Zeilen betreffen den Traffic, die letzten drei dagegen die Conversion. Somit lässt sich das Problem auf einen Satz verdichten: "Es kommt niemand" oder "Es kommen Leute, aber sie melden sich nicht".
Hat Google Ihre Website überhaupt indexiert?
Den ersten Test erledigen Sie in einer Minute. Geben Sie bei Google site: ein und direkt dahinter Ihre Domain. Laut dem SEO Leitfaden von Google sind Sie im Index, wenn Seiten Ihrer Website erscheinen. Erscheint nichts, blockiert möglicherweise etwas Ihre Sichtbarkeit.
Allerdings liefert dieser Test nur einen groben Eindruck. Für eine belastbare Antwort richten Sie die Search Console ein und bestätigen Ihre Website. Die Search Console ist das kostenlose Werkzeug von Google, das Ihre Leistung in der Suche zeigt. Danach schauen Sie auf drei Punkte:
- Stehen Startseite und Leistungsseiten im Index?
- Steht eine wichtige Seite auf der Seite "nicht indexiert"?
- Was meldet die URL Prüfung für Ihre wichtigste Seite?
Wie Sie kritische Seiten einzeln auflisten, zeigt unsere Anleitung nicht indexierte Seiten in der Search Console finden. Es geht dabei nicht um den Status einer beliebigen Adresse. Vielmehr möchten Sie sicherstellen, dass jede umsatzrelevante Seite im Index steht.
Was tun Sie, wenn Google eine Seite nicht indexiert?
Lesen Sie zuerst den Grund, denn nicht jeder Status bedeutet ein Problem. Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt, warum eine Adresse fehlt. Google weist außerdem darauf hin, dass der Status für gecrawlte, aber zurzeit nicht indexierte Seiten häufig vorkommt und nicht zwingend einen Fehler anzeigt. Trotzdem lohnt sich bei einer wichtigen Leistungsseite ein genauer Blick.
Bei neuen Websites prüfen Sie zunächst diese zwei häufigen Sperren:
- Noindex Tag: Entwickler setzen ihn oft während des Aufbaus und vergessen ihn beim Start. Er weist Google an, die Seite nicht zu indexieren.
- Sperre in der robots.txt: Diese Datei kann Google das Crawlen untersagen. Auch eine Einstellung aus der Testumgebung kann das auslösen.
Zeigt der Bericht einen Noindex Hinweis, erklärt unser Beitrag zum Status durch noindex Tag ausgeschlossen Ursache und Lösung. Danach brauchen Sie Geduld. Google schreibt, dass manche Änderungen nach wenigen Stunden wirken und andere mehrere Monate brauchen. Wer also schon am nächsten Morgen urteilt, entscheidet leicht falsch.
Traffic oder Conversion: Was ist das eigentliche Problem?
Traffic ist die Zahl der Menschen, die Ihre Website erreichen. Conversion bedeutet dagegen, dass ein Besucher die gewünschte Handlung ausführt, also anruft, schreibt oder ein Formular sendet. Die Lösungen unterscheiden sich völlig, deshalb sollten Sie beides trennen.
Das gelingt ganz einfach. Schreiben Sie die Besuche und Anfragen des letzten Zeitraums nebeneinander. Gibt es kaum Besuche, ist eine Debatte über Conversion verfrüht. Gibt es Besuche, aber keine Anfragen, verbessern Sie zuerst die Seite und kaufen erst dann mehr Traffic ein.
Beispielrechnung: Nehmen wir 400 Besuche und 2 Anfragen im Monat an. Ihre Conversion Rate beträgt dann 0,5 Prozent. Diese Zahl ist kein Richtwert, sondern nur ein Rechenbeispiel. Ihre eigenen Werte ermitteln Sie mit unserem Conversion Rate Rechner und vergleichen sie dann Monat für Monat.
Allerdings reicht die Quote allein nicht aus. Schauen Sie deshalb auch auf die Herkunft. Besuche aus einer anderen Region oder von einem themenfremden Artikel wirken zum Beispiel erfreulich und bringen dennoch keine Käufer. Die richtige Frage lautet somit nicht "Wie viele kamen?", sondern "Wie viele könnten wirklich kaufen?".
Warum erscheint eine indexierte Website nicht in der Suche?
Indexiert heißt noch lange nicht gut platziert. Google kennt Ihre Seite vielleicht, aber Sie bleiben unsichtbar, wenn Ihre Sprache nicht zu den Suchbegriffen passt. Eine Firma beschreibt sich zum Beispiel als "ganzheitlicher Partner für Oberflächen", während Kunden nach "Hallenboden beschichten" suchen.
Am einfachsten erkennen Sie das in den Leistungsdaten der Search Console. Dort stehen die Suchanfragen mit Impressionen und Klicks. Daraus ziehen Sie drei Schlüsse:
- Enthalten fast alle Anfragen Ihren Markennamen, erscheinen Sie bei Leistungssuchen nicht.
- Viele Impressionen bei wenigen Klicks sprechen für schwache Titel oder Beschreibungen.
- Themenfremde Suchanfragen zeigen, dass die Seite am falschen Thema arbeitet.
Die Lösung beginnt mit einer eigenen Seite für jede Hauptleistung und einer klaren Suchintention. Bei der Planung hilft Ihnen außerdem das Keyword Mapping. Erwarten Sie zudem keine sofortigen Spitzenplätze, denn umkämpfte Suchen brauchen beständige Arbeit und Zeit. Eine bestimmte Position kann Ihnen niemand seriös versprechen.
Sie erscheinen in der Suche, aber warum klickt niemand?
Impressionen ohne Klicks bedeuten: Kunden sehen Sie und entscheiden sich für jemand anderen. In diesem Moment lesen sie nur Titel und Kurzbeschreibung. Daher wirkt ein Titel wie "Startseite" oder der bloße Firmenname neben der Konkurrenz schwach.
Ein Titel aus Nachname und Branche sagt einem Suchenden zum Beispiel wenig über Ihre Arbeit. Ein Titel mit Leistung und Region zeigt dagegen sofort, dass er richtig ist. Beschreibt der Text außerdem Umfang und nächsten Schritt, bekommt er einen weiteren Grund, Sie auszuwählen.
Vor der Veröffentlichung sehen Sie das Ergebnis in unserer Google SERP Vorschau. Kopieren Sie trotzdem nicht dieselbe Formel auf jede Seite. Jeder Titel sollte nur das Versprechen dieser einen Seite nennen. Zudem kann Google einen anderen Titellink anzeigen, wenn es ein Problem erkennt. Halten Sie die Kernaussage deshalb auch auf der Seite selbst klar.
Welche Seite ändern Sie, wenn die falschen Besucher kommen?
Manchmal stimmen die Zahlen, und trotzdem fragt niemand nach Ihren Leistungen. Dann liegt es meist an der Qualität des Traffics und nicht an der Menge. Studierende auf Recherche, Menschen aus anderen Regionen und Stellensuchende erhöhen zum Beispiel die Besuchszahl, aber nicht den Umsatz.
Lesen Sie Suchanfragen aus der Search Console und Landingpages aus GA4 gemeinsam. Stellen Sie dann diese drei Fragen:
- Passt die Seite mit dem meisten Traffic wirklich zu dem, was Sie verkaufen?
- Zeigen die Suchanfragen eine Kaufabsicht oder nur Neugier?
- Führt von dieser Seite ein klarer Weg zur Leistungsseite?
Informationsseiten wie Blogartikel müssen Sie nicht löschen. Ergänzen Sie stattdessen einen natürlichen Link zur passenden Leistung. So können manche Leser mit der Zeit zu Kunden werden. Ihre Leistungsseiten richten Sie dagegen auf Suchen mit klarer Kaufabsicht aus.
Warum sind Kartenergebnisse für lokale Betriebe so wichtig?
Kommen Ihre Kunden aus einem bestimmten Gebiet, erscheint Ihr Google Unternehmensprofil oft vor Ihrer Website. Ein Installateur, eine Werkstatt oder ein lokaler Dienstleister kann sich deshalb nicht allein auf die Website stützen. Auch die Karte zählt.
Die Hilfe zum Google Unternehmensprofil nennt Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als Hauptfaktoren für lokale Ergebnisse. Laut derselben Seite lässt sich ein besseres lokales Ranking weder beantragen noch kaufen. Seien Sie also vorsichtig bei Angeboten, die Ihnen einen festen Platz auf der Karte versprechen.
Prüfen Sie kurz diese Punkte:
- Ist Ihr Profil vollständig und aktuell?
- Beschreibt Ihre Kategorie Ihre Arbeit korrekt?
- Führt der Website Link auf die richtige Seite?
- Antworten Sie regelmäßig auf Kundenbewertungen?
Die Entfernung können Sie nicht ändern, Relevanz und Bekanntheit dagegen schon. Halten Sie außerdem Adresse und Telefonnummer auf Website und Profil identisch. So müssen Kunden nie rätseln, welche Angabe stimmt.
Lösen Anzeigen dieses Problem?
Anzeigen lösen ein Trafficproblem schnell, aber kein Conversionproblem. Überzeugt die Website nicht, wiederholen Sie mit Werbung denselben Fehler sogar zu höheren Kosten. Betrachten Sie Anzeigen daher zunächst als Test und nicht als Rettung.
Ein kleiner, kontrollierter Test liefert wertvolle Hinweise. Stellen Sie sich zum Beispiel ein begrenztes Budget für wenige Suchen mit hoher Kaufabsicht vor. Kommen Besucher und hinterlassen dennoch keine Anfrage, liegt es vermutlich an der Seite. Kommen Anfragen, funktioniert die Seite und es fehlt nur Sichtbarkeit.
Allerdings muss die Messung vor dem Test stehen. Sonst geben Sie das Budget aus und behalten nur eine Klickzahl. Außerdem lässt sich das Ergebnis leichter lesen, wenn die Anzeige auf die passende Leistungsseite führt und nicht auf die Startseite.
Zusammengefasst gilt diese Reihenfolge: zuerst die Kontaktwege testen, dann die Messung einrichten, erst danach Budget freigeben. Somit helfen Ihnen die Anzeigendaten bei einer echten Entscheidung über Ihre Website.
Verstehen Besucher Ihr Angebot auf dem ersten Bildschirm?
Besucher suchen auf dem ersten Bildschirm drei Antworten: Was machen Sie, für wen ist das, und was soll ich jetzt tun? Müssen sie dafür scrollen, zweifeln viele daran, ob sie richtig sind, und gehen wieder.
Machen Sie diesen einfachen Test. Zeigen Sie Ihre Startseite auf dem Handy für wenige Sekunden einer Person, die Ihr Unternehmen nicht kennt. Schließen Sie dann den Bildschirm und fragen Sie, was Sie verkaufen. Fällt die Antwort vage aus, liegt das Problem bei der Botschaft und nicht beim Design.
Der Unterschied zwischen schwacher und starker Überschrift ist meist die Genauigkeit:
- Schwach: "Ihr Partner für Qualität." Dieser Satz sagt nicht, was Sie tun.
- Stark: "Epoxidharzboden für Fabriken und Lagerhallen." Der Leser weiß sofort, dass er richtig ist.
Platzieren Sie dann unter der Überschrift eine einzige Hauptaktion, etwa "Angebot anfordern" oder "Jetzt anrufen". Wie Sie Text und Platzierung solcher Schaltflächen wählen, zeigen unsere Call to Action Beispiele.
Welche Fragen lässt Ihre Leistungsseite offen?
Kunden suchen vor ihrer Entscheidung bestimmte Antworten. Fehlen diese, schauen sie beim Wettbewerber vorbei oder sagen "ich rufe später an" und verschwinden. Eine Leistungsseite sollte deshalb Kundenfragen beantworten, statt nur das Unternehmen vorzustellen.
Prüfen Sie Ihre Seite anhand dieser Fragen:
- Was umfasst diese Leistung genau, und was nicht?
- Welches Gebiet oder welche Art von Betrieb bedienen Sie?
- Wie läuft der Prozess ab, und was brauchen Sie zuerst vom Kunden?
- Was beeinflusst die Lieferzeit?
- Welche Faktoren bestimmen den Preis?
- Welche Angaben sollte der Kunde für ein Angebot bereithalten?
Einen Preis müssen Sie nicht nennen. Allerdings zeigt schon die Erklärung der Preisfaktoren, dass Sie den Leser ernst nehmen. Zudem sinkt die Zahl unpassender Anfragen, weil sich der falsche Kunde früh selbst aussortiert.
Wie Sie diese Logik ins Seitenlayout übertragen, erklärt unser Beitrag zum conversionorientierten Webdesign. Dabei geht es nicht um Schmuck, sondern um die richtige Antwort an der richtigen Stelle.
Wie zeigen Sie Belege, die Vertrauen schaffen?
Besucher, die Sie nicht kennen, glauben Belegen mehr als Behauptungen. "Wir sind Branchenführer" überzeugt niemanden. Ein echtes Projektfoto, eine sichtbare Adresse und eine echte Kundenstimme sagen dagegen weit mehr aus.
Prüfen Sie Ihre Website auf diese Elemente:
- Echte Fotos Ihrer Arbeit und Ihres Teams statt Stockbilder.
- Kundenstimmen mit Freigabe und, wenn möglich, abgeschlossene Arbeiten.
- Klarer Firmenname, Adresse, Telefon, Impressum und Datenschutzerklärung.
- Kurze Projektzusammenfassungen mit Branche und Umfang.
Verstecken Sie diese Belege nicht am Seitenende. Der beste Platz liegt zum Beispiel oft direkt neben dem Kontaktbutton, wo die Entscheidung fällt. Verwenden Sie aber niemals erfundene Stimmen oder fremde Logos, denn sobald das jemand bemerkt, ist das Vertrauen dahin.
Bei den Pflichtangaben hilft unser DSGVO Leitfaden für Websites als Orientierung, er ersetzt jedoch keine Rechtsberatung. Ist Ihr Unternehmen neu, haben Sie vielleicht wenige Belege, und das ist normal. Erklären Sie dann Ihren Ablauf offen, dokumentieren Sie erste Aufträge und bitten Sie regelmäßig um Bewertungen.
Wie kosten Kontakthürden Sie Anfragen?
Selbst ein entschlossener Kunde kann an einer kleinen Hürde scheitern. Das ist der bitterste Verlust, denn diese Person wollte kaufen. Nutzen Sie deshalb Ihre Website wie ein Kunde, bevor Sie über Design sprechen.
Machen Sie diesen Test jetzt am Handy:
- Tippen Sie die Telefonnummer an. Öffnet sich die Anrufansicht?
- Tippen Sie den Chat oder WhatsApp Button an. Führt er zur richtigen Nummer?
- Füllen Sie das Formular aus und senden Sie es. Erscheint eine Bestätigung?
- Prüfen Sie die E-Mail. Liegt sie im Eingang oder im Spam?
- Tippen Sie den Adresslink an. Zeigt die Karte den richtigen Ort?
Danach prüfen Sie die Länge des Formulars. Jedes Feld, das Sie für den ersten Kontakt nicht brauchen, ist eine Hürde. Budget, Firmenform und Steuernummer auf einmal abzufragen, verliert zum Beispiel viele Interessenten unterwegs. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Formulare für Termin und Angebot optimieren.
Schließlich zählt auch Ihre Antwortzeit. Eine zu spät beantwortete Anfrage fühlt sich für den Kunden trotzdem wie eine nutzlose Website an. Das Problem liegt also manchmal hinter dem Bildschirm, in Ihrem eigenen Ablauf.
Wie vertreiben mobile Darstellung und Ladezeit Kunden?
Viele Unternehmer geben ihre Website am Desktop frei, während Kunden sie am Handy öffnen. Folglich kann eine im Büro perfekte Seite mobil schwer lesbar sein. Am Schreibtisch merken Sie das nicht, aber bei den Anfragen schon.
Werfen Sie zunächst mit unserem Mobile Friendly Test einen schnellen Blick darauf. Prüfen Sie dann am eigenen Handy drei Dinge: Lässt sich der Text ohne Zoomen lesen, treffen Sie die Schaltflächen bequem, und verdecken Einblendungen den Inhalt?
Zur Ladezeit nennt der Core Web Vitals Leitfaden von web.dev drei Messgrößen: LCP für das Laden, INP für die Interaktion und CLS für die visuelle Stabilität. Die aktuellen Zielwerte prüfen Sie direkt dort. Wie Sie die Messung lesen, erklärt unser Beitrag zum Google Lighthouse Test.
Bleiben Sie außerdem nicht bei einem Gerät. Auf einem älteren Handy mit schwacher Verbindung erleben Sie zum Beispiel die Wartezeit Ihrer Kunden deutlich realistischer. Verdeckt zudem ein Cookie Banner oder ein Werbefenster den ersten Bildschirm, verlieren Besucher vielleicht die Geduld, bevor sie die Anruftaste sehen.
Trotzdem ist Tempo kein Allheilmittel. Eine schnelle Website, die ihr Angebot nicht erklärt, gewinnt ebenfalls keine Kunden. Bewerten Sie die Ladezeit deshalb zusammen mit den anderen Schritten der Tabelle.
Website bringt keine Kunden oder fehlt nur die Messung?
Manchmal bringt eine Website durchaus Anfragen, nur sehen Sie deren Herkunft nicht. Ein Kunde besucht die Seite, speichert Ihre Nummer und ruft zwei Tage später an. Für Sie ist das dann ein Telefonkunde. Ohne Messung kann der Eindruck, Ihre Website bringt keine Kunden, also falsch sein.
Google Analytics 4 (GA4) misst das Verhalten auf Ihrer Website. Die GA4 Hilfe erklärt, dass Sie geschäftlich wichtige Aktionen als Key Events markieren können. Berichte wie Landingpages zeigen danach eine passende Spalte. Wir empfehlen Ihnen, diese Aktionen getrennt zu erfassen:
- Antippen der Telefontaste.
- Antippen des Chat oder WhatsApp Buttons.
- Erfolgreich gesendete Formulare.
Wirken die Zahlen zu niedrig, lesen Sie unseren Beitrag GA4 Conversions fehlen. In Deutschland kann außerdem die Einwilligung über das Cookie Banner die Daten lückenhaft machen. Zudem ist ein Antippen noch kein Gespräch. Führen Sie deshalb auch eine einfache Anfragenliste mit Datum, Person, Quelle und Ergebnis. Schon die Frage "Wie haben Sie uns gefunden?" ist besser als gar keine Daten.
Beispielszenario: Wie läuft die Diagnose Schritt für Schritt ab?
Beispielszenario: Stellen Sie sich eine Firma für Industriereinigung vor. Ihre Website ist seit einigen Monaten online, doch das Telefon bleibt still. Die Inhaberin plant zuerst ein neues Design. Die Diagnose erzählt allerdings eine andere Geschichte.
- Eine site: Suche zeigt nur die Startseite. Die einzige Leistungsseite trägt ein Noindex Tag.
- Die Firma entfernt das Tag und legt danach für jede Hauptleistung eine eigene Seite an.
- Einige Wochen später tauchen Leistungssuchen in der Search Console auf.
- Besuche kommen und das Formular funktioniert, aber Anfragen bleiben selten. Der erste Bildschirm nennt das Einsatzgebiet nicht.
- Die Firma schärft die Überschrift, ergänzt eine mobile Anruftaste und misst das Antippen.
Dieses Szenario ist kein echter Kundenfall und verspricht kein bestimmtes Ergebnis. Dennoch zeigt es eines deutlich: Das sichtbare Problem und das tatsächliche Problem unterscheiden sich meist. Hätte die Inhaberin das Design geändert, wäre das Budget weg und die Noindex Sperre noch da.
Außerdem folgt jeder Schritt seinen eigenen Daten. So beruht keine Änderung auf einer Vermutung, und Sie sehen, was jede Arbeit beigetragen hat.
In welcher Reihenfolge arbeiten Sie? Die Checkliste zur Diagnose
Drucken Sie diese Liste aus und haken Sie sie der Reihe nach ab. Scheitern Sie an einem Punkt, beheben Sie zuerst diesen und gehen dann weiter.
- Ihre Seiten erscheinen in der site: Suche.
- Die Search Console läuft und wichtige Seiten stehen im Index.
- Es gibt keine vergessene Noindex Angabe und keine Sperre in der robots.txt.
- Jede Hauptleistung hat eine eigene Seite und einen klaren Titel.
- Sie erhalten Impressionen für Suchanfragen ohne Markennamen.
- Als lokaler Betrieb haben Sie ein vollständiges Unternehmensprofil.
- Eine fremde Person erkennt am ersten Bildschirm, was Sie verkaufen.
- Die Leistungsseite erklärt Umfang, Ablauf und Preisfaktoren.
- Echte Fotos, Kundenstimmen und Kontaktdaten sind sichtbar.
- Sie haben Anruf, Chat und Formular am eigenen Handy getestet.
- Die Messung erfasst Anruf, Chat und Formular.
- Sie halten eingehende Anfragen samt Quelle in einer Liste fest.
Google empfiehlt, einige Wochen zu warten, bevor Sie die Wirkung einer Änderung beurteilen. Ändern Sie also nicht alles an einem Tag und suchen Sie das Ergebnis nicht am nächsten Morgen. Notieren Sie stattdessen, welche Änderung an welchem Datum erfolgte. Dann erkennen Sie auch, welcher Schritt tatsächlich geholfen hat.
Website bringt keine Kunden: Brauchen Sie einen Relaunch?
Nicht immer. Meist ist es sinnvoller, zuerst die bestehende Website zu korrigieren, denn ein neues Design entfernt weder eine Noindex Angabe noch repariert es ein defektes Formular. Diese Tabelle hilft bei der Entscheidung.
| Bereich | Korrektur reicht | Relaunch erwägen |
|---|---|---|
| Index und Messung | Eine Einstellung löst die Sperre, die Messung lässt sich einrichten | Die Plattform verhindert Grundeinstellungen |
| Inhalt | Neue Texte lösen das Problem | Sie können keine Seiten ergänzen |
| Mobil | Einzelne Layoutfehler | Die ganze Struktur passt nicht aufs Handy |
| Ladezeit | Bilder und Plugins aufräumen genügt | Ohne neue Plattform keine Besserung |
| Zugang | Verwaltung und Domain liegen bei Ihnen | Sie können Ihre Website nicht ändern |
Ihre Website bringt keine Kunden? Dann ist der Griff zu neuen Angeboten verständlich. Füllen Sie trotzdem erst jede Zeile aus, denn dieselbe fehlende Diagnose begleitet Sie sonst zur neuen Website.
Landen die meisten Zeilen beim Relaunch, kann ein neues Projekt sinnvoll sein. Sichern Sie allerdings vorher den Indexstatus und Ihre rankenden Seiten. Sonst verlieren Sie womöglich alte Adressen und gefährden die vorhandene Sichtbarkeit. Kurz gesagt: erst die Diagnose, dann die Entscheidung.
Was sollten Sie im Angebot für eine neue Website klären?
Haben Sie noch keine Website oder sich für den Relaunch entschieden, fragen Sie schon in der Angebotsphase nach. So wiederholen Sie das Problem nicht. Die meisten Enttäuschungen entstehen nämlich aus Erwartungen, die nie im Angebot standen.
Lassen Sie diese Punkte schriftlich festhalten:
- Welche Seiten umfasst die Lieferung, und bekommt jede Leistung eine eigene Seite?
- Wer schreibt die Texte, und gehört Keyword Arbeit zum Umfang?
- Gehören Indexeinstellungen, Search Console und GA4 zur Lieferung?
- Wer übernimmt mobile Tests und Formulartests, und auf welchen Geräten?
- Auf wessen Namen laufen Domain, Hosting und Zugänge?
- Wer leitet bei einer bestehenden Website alte Adressen wie auf neue Seiten um?
- Wie lange dauert die Betreuung nach dem Start?
Andererseits sollten Sie bei jedem Angebot mit dem Satz "Wir bringen Sie auf Platz eins" vorsichtig sein. Selbst Google schreibt, dass sich ein besseres lokales Ranking weder beantragen noch kaufen lässt. Ein ehrliches Angebot beschreibt die Arbeit und die Messmethode, nicht ein garantiertes Ergebnis.
Wann sollten Sie sich Hilfe holen?
Die meisten Prüfungen oben schaffen Sie selbst. Allerdings spart Unterstützung in bestimmten Fällen Zeit: Ihnen fehlt der Zugang zur Verwaltung, Sie finden die Indexsperre nicht, Ihre Messdaten passen nicht zusammen oder die Struktur der Website lässt keine neuen Seiten zu.
Wir von Talha Aslan und Team klären zu Beginn eines Projekts zuerst, auf welcher Stufe das Problem liegt. Denn wenn es an einer Einstellung liegt, brauchen Sie keine neue Website. Rankings oder Kundenzahlen garantieren wir nicht. Stattdessen legen wir den Arbeitsumfang klar offen.
Haben Sie die Checkliste abgeschlossen und deutet das Ergebnis auf eine neue Struktur hin, finden Sie den Umfang auf unserer Seite zum Thema Webdesign und können dort ein Angebot anfordern. Legen Sie Ihrer Anfrage die Liste bei, damit das Angebot zu Ihrem echten Bedarf passt. Noch keine Liste? Das ist in Ordnung. Für den Anfang genügen Ihr Unternehmen, Ihre aktuelle Webadresse und Ihr Ziel.



