Was ist ein CMS? Warum Ihre Website ein Content Management System braucht

Was ist ein CMS, und braucht Ihr Unternehmen überhaupt eines? Diese Frage höre ich in fast jedem ersten Gespräch über eine neue Website. Seit 2012 baue ich Unternehmensseiten, Onlineshops und Kampagnenseiten. Dabei habe ich immer wieder gesehen: Die Antwort prägt das ganze Projekt. In diesem Artikel erkläre ich, was ein Content Management System ist, welche Arten es gibt, wie Sie auswählen und warum das Backend so wichtig ist. Ich empfehle dabei kein bestimmtes Produkt. Stattdessen gebe ich Ihnen einen Rahmen für Ihre eigene Entscheidung.
Was ist ein CMS und wofür brauchen Sie ein Content Management System?
Ein CMS (Content Management System) ist eine Software, mit der Sie Texte, Bilder, Seiten und Menüs einer Website ohne Programmierkenntnisse anlegen, bearbeiten und veröffentlichen. Es speichert Inhalte in einer Datenbank, verbindet sie mit Designvorlagen und liefert fertige Seiten an Besucher aus. So kann auch Ihr Team ohne Technikwissen die Website aktuell halten.
Kurz gesagt trennt ein CMS Inhalt und Code. Zunächst baut ein Entwickler Design und Funktionen einmal auf. Danach pflegen Marketing, Vertrieb oder die Geschäftsführung Neuigkeiten, Produkte und Blogartikel selbst. Ohne diese Trennung landet jede kleine Änderung beim Entwickler.
Außerdem ist ein CMS nicht nur etwas für Blogs. Unternehmensseiten, Produktkataloge, mehrsprachige Portale, Händlerseiten und Landingpages funktionieren nach demselben Prinzip. Deshalb scheitert der Gedanke "unsere Seite ist klein, wir brauchen kein CMS" meist schon an der ersten Aktualisierung.
Warum ist ein Content Management System für Unternehmen notwendig?
Ein Content Management System hält Ihre Website lebendig. Eine statische HTML Seite sieht am Starttag gut aus. Allerdings ändern sich nach sechs Monaten Preise, Team, Leistungen und Kontaktdaten. Wenn Aktualisierungen mühsam sind, fassen Unternehmen die Seite nicht mehr an. Dann veraltet sie Schritt für Schritt.
In der Praxis sehe ich oft dasselbe Muster. Ein Unternehmen lässt eine Website bauen, verliert den Kontakt zum Entwickler und niemand kann mehr etwas ändern. Folglich bleiben alte Aktionen, geschlossene Filialen und falsche Telefonnummern jahrelang online. Welche Folgen veraltete Inhalte für die Sichtbarkeit haben, beschreibe ich im Artikel Content aktualisieren für SEO.
- Ihr Team ergänzt Seiten, Neuigkeiten und Produkte ohne Wartezeit auf einen Entwickler.
- Das Design bleibt einheitlich, weil alle dieselben Vorlagen nutzen.
- Mehrere Personen arbeiten mit unterschiedlichen Rechten an derselben Website.
- Dank Versionsverlauf machen Sie fehlerhafte Änderungen rückgängig.
- Sie steuern SEO Felder wie Titel, Beschreibung und URL für jede Seite einzeln.
Zudem macht ein CMS aus Inhalten einen Prozess. Mit klaren Schritten für Entwurf, Prüfung und Veröffentlichung arbeitet das Team ruhiger. Somit gelangen auch weniger Tippfehler auf die Live Seite.
Wie funktioniert ein CMS im Hintergrund?
Ein klassisches CMS besteht aus drei Ebenen. Zunächst speichert die Datenbank Ihre Texte, Bildpfade und Einstellungen. Die zweite Ebene sind Vorlagen; sie legen fest, wie eine Seite aussieht. Die dritte Ebene ist das Backend, also die Oberfläche, in der Sie Inhalte eingeben.
Öffnet ein Besucher eine Seite, holt das System die Inhalte aus der Datenbank. Dann setzt es sie in die Vorlage ein und schickt HTML an den Browser. Viele Systeme speichern das Ergebnis im Cache und wiederholen deshalb nicht bei jedem Besuch dieselbe Arbeit. Fehlt ein guter Cache, arbeitet der Server unnötig viel und die Seiten laden langsam.
Beim Headless Modell steht das letzte Glied der Kette für sich. Das CMS liefert Inhalte nur über eine API, und eine separate Frontend Anwendung baut die Seiten. Das heißt: Die Inhalte liegen an einem Ort, erreichen aber Website, App und Bildschirme im Laden. Im nächsten Abschnitt vergleiche ich die Modelle in einer Tabelle.
Welche Arten von CMS gibt es?
In der Praxis begegnen Ihnen drei Hauptarten: das klassische (monolithische) CMS, das Headless CMS und gehostete SaaS Baukästen. Daneben nutzen manche Unternehmen selbst programmierte Verwaltungsoberflächen. Trotzdem hat jede Art ihren Platz. Der Fehler liegt darin, eine Art zu wählen, die nicht zum Projekt passt.
| Kriterium | Klassisches CMS | Headless CMS | SaaS Baukasten |
|---|---|---|---|
| Inhalt und Darstellung | Im selben System | Getrennt, Inhalt per API | Auf einer Plattform, nach Anbieterregeln |
| Einrichtung | Hosting und Installation nötig | CMS plus eigenes Frontend | Konto anlegen genügt |
| Bedarf an Technikteam | Mittel | Hoch | Gering |
| Flexibilität | Groß, dank Plugins und Themes | Sehr hoch | So weit die Plattform erlaubt |
| Updates und Sicherheit | Sie oder Ihre Agentur | Geteilt, Frontend liegt bei Ihnen | Größtenteils beim Anbieter |
| Ausspielung auf vielen Kanälen | Begrenzt | Stark | Begrenzt |
| Portabilität | Hoch, Daten liegen bei Ihnen | Hoch, über API | Gering, Sie hängen an der Plattform |
Wer fragt, was ist ein CMS im Hinblick auf die Arten, sollte vor allem auf die Trennung von Inhalt und Darstellung achten. Diese Wahl bestimmt, welche Kanäle Sie bedienen und wie viel Technikpersonal Sie brauchen. Die Tabelle zeigt allgemeine Tendenzen, jedes Produkt ist anders. Deshalb testen Sie jeden Kandidaten mit Ihrem eigenen Szenario.
Für wen eignet sich ein klassisches CMS?
Ein klassisches CMS vereint Inhaltspflege und Seitendarstellung unter einem Dach. Für Unternehmensseiten, Blogs, Dienstleister und mittelgroße Kataloge ist es oft die ausgewogenste Wahl. Redakteure melden sich an, ändern eine Seite und sehen das Ergebnis sofort in der Vorschau.
Die Stärke dieses Modells ist das Ökosystem. Themes, Formular Plugins, SEO Plugins und Sprachmodule lösen viele Anforderungen schnell. Laut W3Techs nutzten im September 2026 rund 68,5 % aller Websites ein bekanntes CMS, und den Großteil dieses Marktes stellen klassische Systeme. Also finden Sie leicht Support, Entwickler und Dokumentation.
Allerdings birgt dasselbe Ökosystem auch Risiken. Jedes Plugin bringt eigenen Wartungsaufwand und eigene Sicherheitslücken mit. Vor allem Plugins, die der Entwickler nicht mehr pflegt, sind Jahre später die schwächste Stelle der Website. Daher halten Sie die Zahl der Plugins bei einem klassischen CMS bewusst niedrig.
Wann lohnt sich ein Headless CMS?
Ein Headless CMS lohnt sich, wenn Sie dieselben Inhalte auf mehreren Kanälen ausspielen. Zum Beispiel erscheinen Produktdaten auf der Website, in einer App und auf Bildschirmen im Geschäft. Dann spart eine zentrale Inhaltsquelle viel Arbeit. Ihr Entwicklerteam baut das Frontend zudem mit der Technologie seiner Wahl.
Diese Flexibilität hat allerdings ihren Preis. Sie brauchen ein eigenes Frontend, ein stärkeres Technikteam und einen komplexeren Veröffentlichungsablauf. Außerdem gilt: Erzeugt der Browser die Seiten per JavaScript, sehen Suchmaschinen die Inhalte unter Umständen erst mit Zusatzaufwand. Google erklärt das in den Grundlagen zu JavaScript SEO. Für die meisten Projekte ist serverseitiges Rendering oder Vorrendern der sicherere Weg.
Wie große Unternehmen das Frontend in Teile zerlegen, lesen Sie im Artikel über Micro Frontends. Die Vor und Nachteile behandle ich im Beitrag Was ist ein Headless CMS. Hier ziehe ich nur den Rahmen.
Was bieten SaaS Baukästen und wo stoßen Sie an Grenzen?
SaaS Baukästen bündeln Hosting, Sicherheit, Updates und Designwerkzeuge in einem Abo. Sie registrieren sich, wählen eine Vorlage und gehen innerhalb weniger Tage online. Für kleine Betriebe ohne Technikteam, Portfolios und schnelle Tests ist das wirklich praktisch.
Die Grenzen zeigen sich allerdings meist beim Wachstum. Vielleicht brauchen Sie eine eigene Schnittstelle, eine andere URL Struktur, echte Mehrsprachigkeit oder detaillierte strukturierte Daten. Dann bleibt Ihnen nur, was die Plattform zulässt. Zudem summieren sich die Monatsgebühren über die Jahre, und ein Umzug der Daten ist nicht immer einfach.
Stellen Sie sich deshalb vor der Wahl eine Frage: Was erwarte ich in zwei Jahren von dieser Website? Lautet die Antwort "dieselben Seiten und ein kleiner Blog", reicht SaaS womöglich. Lautet sie "Händlerportal, CRM Anbindung und mehrsprachiger Katalog", ist eine flexiblere Lösung langfristig meist günstiger.
Worin unterscheiden sich Open Source und kommerzielle CMS?
Bei einem Open Source CMS zahlen Sie keine Lizenzgebühr für die Software selbst. Sie können den Code lesen, auf Ihrem Server installieren und frei anpassen. Bei einem kommerziellen CMS zahlen Sie für das Nutzungsrecht. Dafür erhalten Sie meist Herstellersupport, eine Servicevereinbarung und bestimmte Sicherheitszusagen.
Ein häufiger Irrtum lautet zum Beispiel: Open Source ist kostenlos. Zwar fällt keine Lizenz an, doch Hosting, Einrichtung, Themes, Plugins, Wartung und Sicherheitsüberwachung kosten Geld. Andererseits bindet Sie ein kommerzielles Produkt an die Pläne eines Herstellers. Eine Preiserhöhung oder das Ende des Produkts trifft Sie dann direkt.
- Auf wessen Server liegen Ihre Daten, und wie exportieren Sie sie?
- Wer leistet Support: Community, Agentur oder Hersteller?
- Wer spielt Sicherheitspatches ein, und wie schnell?
- Wie sieht Ihr Ausstiegsplan aus, falls das Produkt endet?
Nach welchen Kriterien wählen Sie das passende CMS?
Wählen Sie nach Ihrem Arbeitsablauf, nicht nach Beliebtheit. Mit meinen Kunden kläre ich zunächst, wer Inhalte pflegt, wie oft und in welchen Sprachen. Erst danach folgen technische Entscheidungen.
- Bedienbarkeit: Kommt die am wenigsten technikaffine Person im Team gut zurecht?
- Rechte: Können Sie Rollen wie Admin, Redakteur und Autor trennen?
- SEO Kontrolle: Steuern Sie Titel, Beschreibungen, URLs, Canonicals und Weiterleitungen?
- Performance: Gibt es Caching, Bildoptimierung und sauberes HTML?
- Sicherheit: Wie sehen Updatepolitik, Zweifaktorauthentifizierung und Backups aus?
- Sprachen: Verknüpft das System Übersetzungen und erzeugt hreflang automatisch?
- Schnittstellen: Lässt es sich mit CRM, E-Mail, Zahlung und Analyse verbinden?
- Portabilität: Könnten Sie Ihre Inhalte morgen in ein anderes System übertragen?
Machen Sie aus dieser Liste dann eine Bewertungstabelle und benoten Sie jeden Kandidaten gleich. Somit wird aus Gewohnheit eine begründete Entscheidung.
Warum ist das Backend so wichtig?
Das Backend ist die Seite des CMS, die Ihr Team täglich benutzt. Besucher sehen das Design, aber die Menschen, die die Website am Leben halten, sehen das Backend. Ist es unübersichtlich, verlangsamt sich die Pflege und Fehler nehmen zu. Schließlich möchte niemand mehr die Seite anfassen.
Ein gutes Backend bietet sinnvolle Felder. Konkret sieht eine Leistungsseite etwa Felder für Titel, Kurzfassung, Nutzenpunkte, FAQ und Formular vor. Der Redakteur steht also nicht vor einer leeren Seite; die Vorlage führt ihn zur richtigen Struktur. Folglich bleibt das Design einheitlich.
Zudem sollte das Backend Ihren Ablauf abbilden. Entwürfe, Vorschau, geplante Veröffentlichung und Versionsverlauf nutzen Sie im Alltag am häufigsten. Ich sehe die Schulung im Backend als Teil jeder Übergabe. Denn ein mächtiges Backend, das niemand bedienen kann, bringt dasselbe Ergebnis wie gar keines.
Deshalb gilt bei der Frage, was ist ein CMS wert: Testen Sie eine Live Demo statt Screenshots. Zusammengefasst ist die Wahl des Backends eine Entscheidung über Nutzererfahrung, und zwar die Ihres Teams.
Was ist ein Inhaltsmodell und warum steht es am Anfang?
Ein Inhaltsmodell beschreibt, welche Inhaltstypen Ihre Website hat und aus welchen Feldern jeder Typ besteht. Zum Beispiel sind "Leistung", "Referenz", "Blogartikel" und "Teammitglied" eigene Typen. Jeder hat eigene Felder wie Titel, Kurzfassung, Bild, Kategorie oder verknüpfte Leistung.
Der teuerste Fehler, den ich sehe, ist ein Designstart ohne Inhaltsmodell. Später sagt jemand: "Lass uns Referenzen nach Leistung filtern." Weil das System diese Verknüpfung nicht kennt, bearbeitet das Team dann Seiten von Hand. Daher erstelle ich das Inhaltsmodell schon in der ersten Woche, gemeinsam mit der Sitemap.
- Listen Sie Pflichtfelder und optionale Felder je Inhaltstyp auf.
- Legen Sie Beziehungen fest, etwa welche Referenz zu welcher Leistung gehört.
- Notieren Sie Zeichengrenzen und Bildmaße für jedes Feld.
- Ergänzen Sie SEO Felder standardmäßig in jedem Typ.
Ein gutes Inhaltsmodell holt den echten Wert aus jedem CMS, ob Headless oder klassisch. Außerdem erleichtert es strukturierte Daten, weil die Felder bereits getrennt vorliegen. Mehr dazu lesen Sie im Artikel über Schema Markup.
Wie richten Sie Benutzerrollen und Rechte ein?
Jede Website mit mehr als einer Person im Backend braucht getrennte Rollen. Wer allen Adminrechte gibt, öffnet die Tür für versehentlich gelöschte Seiten und für Sicherheitsvorfälle. Deshalb empfehle ich das Prinzip der minimalen Rechte: Jede Person erhält nur die Rechte, die ihre Aufgabe verlangt.
- Admin: Einstellungen, Benutzer und Plugins; höchstens ein bis zwei Personen.
- Redakteur: Bearbeitet und veröffentlicht alle Inhalte, ändert aber keine Systemeinstellungen.
- Autor: Bereitet eigene Inhalte vor und überlässt die Veröffentlichung dem Redakteur.
- Mitarbeiter: Reicht nur Entwürfe ein; passend für Gastautoren und Praktikanten.
Schließen Sie außerdem Konten ausscheidender Mitarbeiter noch am selben Tag. Machen Sie dann die Zweifaktorauthentifizierung für Adminkonten zur Pflicht. Diese beiden Gewohnheiten verhindern einen großen Teil der Sicherheitsprobleme, die ich in der Praxis sehe. Eine Anmeldung nur mit Firmenadresse hält private Konten fern; dazu passt mein Artikel über E-Mail mit eigener Domain.
Beeinflusst die Wahl des CMS Ihr SEO?
Ein CMS bringt allein keine Rankings, und Google bevorzugt kein bestimmtes System. Dennoch entscheidet das CMS, wie leicht Sie die SEO Grundlagen steuern. Saubere URLs, Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten, Sitemaps und Weiterleitungen sollten in einem guten System wenige Klicks kosten.
Auch der SEO Leitfaden für Einsteiger von Google betont, dass Suchmaschinen Ihre Seiten finden und verstehen müssen. Prüfen Sie daher bei jedem Kandidaten: Metafelder pro Seite, automatische XML Sitemap, Verwaltung von 301 Weiterleitungen und Kontrolle über Canonicals. Wie Sie die Felder füllen, zeigt mein Leitfaden zu Meta Title und Meta Description.
Ebenso zählt das HTML, das Ihr CMS erzeugt. Aufgeblähter Code und schwere Themes bremsen die Ladezeit. Für den größeren technischen Überblick empfehle ich die Tipps zu technischem SEO.
Wer trägt die Last von Sicherheit und Updates?
Installieren Sie ein CMS auf Ihrem eigenen Server, liegt die Sicherheit bei Ihnen oder Ihrer Agentur. Kern, Themes und Plugins bekommen regelmäßig Updates. Wer sie hinauszögert, lässt bekannte Lücken offen. Beliebte Systeme sind zudem das erste Ziel automatisierter Scanner.
Sehen Sie den Wartungsplan also als Teil der CMS Entscheidung. Wer spielt Updates ein? Gibt es vorher ein Backup? Wer stellt den alten Stand wieder her, wenn etwas bricht? Fehlen schriftliche Antworten, übernehmen Sie das Risiko am Starttag.
- Testen Sie Updates zuerst auf einer Staging Umgebung, dann live.
- Lagern Sie automatische Backups außerhalb des Servers und testen Sie eine Wiederherstellung.
- Schützen Sie die Anmeldeseite mit Ratenbegrenzung und Zweifaktorauthentifizierung.
- Entfernen Sie ungenutzte Plugins und Themes vollständig.
Bei SaaS Plattformen trägt der Anbieter den größten Teil dieser Last. Trotzdem bleiben Kontosicherheit, starke Passwörter und Rechte immer in Ihrer Hand. Starke Passwörter erstellen Sie mit meinem Passwort Generator.
Wie hängen Performance und Hosting mit dem CMS zusammen?
Dasselbe CMS läuft auf verschiedenen Servern sehr unterschiedlich schnell. Auf günstigem Shared Hosting erzeugt es dynamische Seiten langsam. Auf einem gut eingerichteten Server mit Seitencache lädt dieselbe Website dagegen schnell. Anders gesagt: Performance entsteht aus Software und Infrastruktur gemeinsam.
Die wichtigsten Faktoren sind Gewicht des Themes, Zahl der Plugins, Bildgröße, Datenbankabfragen und Cachestrategie. Bilder vor dem Hochladen zu verkleinern, ist einer der einfachsten Gewinne. Dafür eignet sich mein Tool Bild verkleinern.
Wie Geschwindigkeit Rankings und Conversions beeinflusst, erkläre ich im Artikel Ladezeit und SEO. Mein Kernpunkt hier ist einfach. Ignorieren Sie beim Vergleich die Demo des Herstellers. Messen Sie stattdessen eine Testseite mit Ihren echten Inhalten.
Wie verwalten Sie mehrsprachige Inhalte im CMS?
Veröffentlichen Sie in mehreren Sprachen, wird die Sprachunterstützung entscheidend. In einem guten System verknüpft sich jede Seite mit ihren Übersetzungen, der Sprachumschalter führt zur richtigen Seite und hreflang Tags entstehen automatisch. Bei einer schwachen Einrichtung driften Übersetzungen auseinander, und Suchmaschinen erkennen die Zuordnung schlechter.
Zudem braucht jede Sprache eigene URLs, Metafelder und Slugs. Zum Beispiel verwirrt eine deutsche Seite mit türkischem Slug sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen. Die SEO Seite erkläre ich im Artikel mehrsprachige Website und SEO.
Die Testfrage ist also einfach. Legt eine Übersetzerin eine Seite an, entstehen dann Sprachverknüpfungen und hreflang Tags von selbst korrekt? Falls nicht, rechnen Sie bei jeder neuen Seite mit Handarbeit.
Wie berechnen Sie die Gesamtkosten eines CMS?
Wer nur auf Lizenz oder Abo schaut, bekommt ein falsches Bild. Die echten Kosten umfassen Einrichtung, Design, Gebühren für Plugins oder Apps, Hosting, Wartung, Sicherheitsüberwachung und Schulung. Außerdem wiederholen sich viele dieser Posten jedes Jahr.
Beispielrechnung: Ein Open Source System kostet keine Lizenz. Kommen jährliches Hosting, zwei kostenpflichtige Plugins und monatliche Wartung hinzu, erreicht die Summe über drei Jahre dennoch einen spürbaren Betrag. Eine SaaS Plattform ist günstig in der Einrichtung. Allerdings können Monatsabo und Zusatzapps über drei Jahre eine ähnliche Summe ergeben. Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen in eine Dreijahrestabelle ein und vergleichen Sie.
Am häufigsten vergessen Unternehmen den Posten Zeit. Die Minuten, die Ihr Team für jeden Inhalt braucht, summieren sich übers Jahr. Folglich bringt ein leicht bedienbares Backend echte Ersparnis, auch wenn sie auf keiner Rechnung steht.
Fertiges CMS oder individuelles Backend: Was ist die bessere Wahl?
Manchmal wirkt ein individuell programmiertes Backend attraktiver als ein fertiges CMS. Etwa dann, wenn Ihr Ablauf sehr speziell ist, Bestellungen, Lager und Inhalte auf einem Bildschirm zusammenkommen oder eine enge Anbindung an bestehende Software nötig ist.
Individuelle Lösungen haben allerdings versteckte Kosten. Fertige Systeme haben Versionsverlauf, Medienbibliothek, Rollenverwaltung und Sicherheitsupdates über viele Jahre gelöst. Mit eigenem Code bauen Sie all das dagegen neu, also von Grund auf. Verlässt der Entwickler das Projekt, geht das Wissen womöglich mit. Somit ist ein eigenes Backend eine langfristige Wartungsverpflichtung.
- Welchen Anteil Ihrer Anforderungen deckt ein fertiges CMS bereits ab?
- Schließt ein Plugin oder ein kleines Modul die Lücke?
- Wie dokumentieren und übergeben Sie den eigenen Code?
- Wer übernimmt Sicherheitstests und Updates, und wie oft?
Meist wähle ich einen hybriden Ansatz. Die Inhaltspflege überlasse ich einem ausgereiften CMS und programmiere nur die wirklich einzigartige Geschäftslogik als eigenes Modul. So bleiben Budget und Wartung im Rahmen. Für Onlineshops klären wir solche Fragen in meiner E-Commerce Beratung.
Wann sollten Sie das CMS wechseln?
Ein CMS Wechsel ist ein großer Schritt und kostet meist mehr Arbeit als gedacht. Deshalb rate ich von einem Umzug ab, nur weil ein neues System moderner wirkt. Sie brauchen einen konkreten geschäftlichen Grund.
- Der Kern des Systems erhält keine Sicherheitsupdates mehr.
- Ihr Team braucht selbst für eine einfache Seite einen Entwickler.
- Das System erfüllt Ihre Anforderungen an Sprachen, Schnittstellen oder Größe nicht.
- Die Plattform kostet weit mehr, als sie an Wert liefert.
Haben Sie sich für den Wechsel entschieden, sind URL Zuordnung, Weiterleitungen und Inhaltsübertragung die kritischen Schritte. Damit Sie keinen Traffic verlieren, folgen Sie meiner Checkliste zur Website Migration Schritt für Schritt. Prüfen Sie danach Ihre Weiterleitungen mit dem Redirect Checker.
Was ist ein CMS nicht? Typische Irrtümer
Viele Unternehmen, die recherchieren, was ist ein CMS, bringen einige verbreitete Irrtümer mit. Wer sie früh ausräumt, verhindert Projekte mit falschen Erwartungen.
- "Mit einem CMS ist die Seite automatisch SEO tauglich." Nein. Das System liefert Werkzeuge, die richtige Nutzung ist Ihre Aufgabe.
- "Das beliebteste System ist immer richtig." Beliebtheit erleichtert den Support, passt aber nicht zwingend zu Ihrem Bedarf.
- "Headless ist immer schneller." Tempo hängt mehr von der Umsetzung ab als von der Architektur.
- "Ein eigenes Backend ist sicherer." Auch ungepflegter eigener Code hat Lücken.
- "Einmal einrichten, fertig." Jedes CMS braucht regelmäßige Wartung.
Allen Irrtümern ist gemeinsam, dass sie ein CMS als Produkt sehen, nicht als Prozess. Tatsächlich ergibt ein System erst zusammen mit der Arbeitsweise Ihres Teams Sinn.
Was ist ein CMS für Ihr Projekt wert und was ist der erste Schritt?
Da Sie nun wissen, was ist ein CMS, schreiben Sie als Nächstes Ihren Bedarf auf. Wie viele Inhaltstypen gibt es? Wer pflegt sie? Wie viele Sprachen brauchen Sie? Welche Werkzeuge müssen angebunden sein? Die Antworten zeigen meist schon das passende System.
Danach testen Sie zwei oder drei Kandidaten mit demselben Szenario. Legen Sie eine Leistungsseite an, planen Sie einen Blogartikel und richten Sie eine Weiterleitung ein. So spüren Sie, wie sich das Backend im Alltag anfühlt. Wenn Sie auch die Conversion Seite planen möchten, lesen Sie meinen Artikel über conversionorientiertes Webdesign.
Möchten Sie diese Entscheidung gemeinsam treffen, begleite ich Sie im Rahmen meines Webdesign Angebots von der Bedarfsanalyse bis zur Schulung im Backend. Dabei bleibe ich in jeder Phase Ihr verantwortlicher Ansprechpartner, und mein erfahrenes Team übernimmt die Umsetzung.




