Markensuchanfragen in der Search Console trennen: Regex Filter Anleitung

Kurze Antwort
Wie trennen Sie Markensuchanfragen in der Search Console?
Markensuchanfragen sind Suchen, die Ihren Markennamen enthalten; alle anderen Anfragen zeigen echte Neukunden. Im Leistungsbericht der Search Console fügen Sie einen Filter für Suchanfragen hinzu, wählen Custom (regex), geben Ihr Markenmuster ein und schalten dann auf "Doesn't match regex" um.
Gehen Sie zunächst in dieser Reihenfolge vor:
- Öffnen Sie den Leistungsbericht und lassen Sie den Suchtyp auf Web.
- Klicken Sie auf Filter hinzufügen und wählen Sie Suchanfrage.
- Wählen Sie im Menü Custom (regex).
- Schreiben Sie Ihren Markennamen und typische Tippfehler in Klammern, getrennt durch einen senkrechten Strich.
- Prüfen Sie zuerst die Treffer und wechseln Sie dann auf die Option ohne Treffer.
In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team die Methode, die wir bei Kundenprojekten nutzen. Falls Sie das Tool noch nicht kennen, lesen Sie zunächst unsere Search Console Anleitung für Einsteiger.
Warum ist die Trennung von Markensuchanfragen so wichtig?
Markensuchanfragen stammen von Menschen, die Sie bereits kennen. Sie tippen Ihren Namen ein, sehen Sie meist auf Platz eins und klicken sehr häufig. Deshalb kann Ihre Klickkurve steigen, obwohl die SEO Arbeit damit nichts zu tun hat.
Konkret kann ein Fernsehspot, eine Social Media Kampagne oder Mundpropaganda die Nachfrage nach Ihrer Marke erhöhen. Anfragen ohne Markenbezug kommen dagegen von Menschen, die Sie noch nicht kennen. Sie suchen nach einer Lösung, etwa "Schlüsseldienst nachts geöffnet", und genau das bedeutet neue Kunden.
Kurz gesagt blähen Markensuchanfragen die durchschnittliche Position und die Klickrate (CTR) auf. Ohne Trennung wirkt Ihr Bericht also besser als die Realität. Zudem bleiben echte Chancen verborgen.
Außerdem lautet die häufigste Frage in Managementrunden: Bringt SEO uns neue Kunden? Eine ehrliche Antwort liefert erst eine eigene Kurve ohne Markenbezug. Somit stützen sich Budgetentscheidungen auf echte Daten.
Welche Regex Syntax nutzt der Filter in der Search Console?
Laut der offiziellen Google Dokumentation zu erweiterten Filtern und Vergleichen verwendet der Filter die RE2 Syntax. RE2 ist eine schnelle und sichere Engine für reguläre Ausdrücke, die Google entwickelt hat.
Zudem beschreibt die Dokumentation drei wichtige Eigenschaften. Erstens ist der Abgleich standardmäßig partiell, das Muster trifft also an jeder Stelle der Anfrage. Zweitens unterscheidet der Standard nicht zwischen Groß und Kleinschreibung. Drittens setzen Sie (?-i) an den Anfang, wenn Sie das doch brauchen.
Allerdings fehlen RE2 einige fortgeschrittene Funktionen. Die RE2 Syntaxreferenz kennzeichnet Lookahead als nicht unterstützt. Daher bauen Sie Logik wie "enthält dies, aber nicht das" nicht in einem Muster, sondern kombinieren einen Filter mit Treffern und einen ohne Treffer.
Wie bauen Sie ein Markenmuster auf?
Ein gutes Markenmuster hat drei Ebenen: die korrekte Schreibweise, getrennte und zusammengeschriebene Formen sowie häufige Tippfehler. Nehmen wir als Beispielszenario an, Ihre Marke heißt "Müller Holzbau" und Ihre Domain lautet example.com.
Dann sieht ein erstes Muster so aus: (müller holzbau|mueller holzbau|muller holzbau|example). Der senkrechte Strich bedeutet "oder", und die Klammern bündeln alle Varianten. Auch die Google Dokumentation empfiehlt genau diese Schreibweise für mehrere Werte.
Für mehr Flexibilität nutzen Sie Zeichenklassen. So erfasst m(ü|ue|u)ller ?holzbau die Varianten mit Umlaut, mit ue und ohne Umlaut, jeweils mit oder ohne Leerzeichen. Das Fragezeichen macht das vorherige Zeichen optional.
Außerdem sollten Sie den reinen Domainnamen ergänzen. Manche Nutzer tippen einfach "example" oder "example com" in die Suche. Diese Anfragen sind eindeutig Markensuchanfragen und gehören nicht in die Ansicht ohne Markenbezug.
Wie gehen Sie mit Umlauten und ß im Muster um?
Umlaute sind im deutschsprachigen Raum die häufigste Fehlerquelle. Auf dem Smartphone schreiben viele Nutzer ue statt ü oder ss statt ß. Deshalb definieren Sie für jeden Sonderbuchstaben mehrere Varianten.
Konkret braucht eine Marke wie "Großkopf" die Formen gro(ß|ss|s)kopf. Bei Ö und Ä gilt dasselbe Prinzip mit oe und ae. Danach prüfen Sie die Trefferliste immer mit eigenen Augen, denn ungewöhnliche Schreibweisen fallen nur so auf.
In der Praxis gehen wir so vor:
- Zuerst schreiben Sie den Markenstamm in der einfachsten Form.
- Dann ersetzen Sie jeden Sonderbuchstaben durch eine Gruppe mit Varianten.
- Anschließend laden Sie die Trefferliste herunter und entfernen Fehltreffer.
- Zum Schluss speichern Sie das Muster in einer Textdatei für das ganze Team.
Zudem kann die Sprachsuche Ihre Marke in ein ganz anderes Wort verwandeln. Achten Sie also auf seltsame Schreibweisen in der Trefferliste.
Wie ergänzen Sie Tippfehler im Markenmuster?
Tippfehler raten Sie nicht, Sie finden sie in Ihren Daten. Nutzen Sie zunächst den Filter "Queries containing" mit den ersten drei oder vier Buchstaben Ihrer Marke. So sehen Sie, wie Nutzer Ihren Namen tatsächlich schreiben.
Im Beispielszenario tauchen vielleicht "müler holzbau", "müller holtzbau" oder "mülle holzbau" auf. Jede einzelne Variante aufzunehmen, macht das Muster unlesbar. Daher nehmen Sie die häufigen auf und führen seltene in einer separaten Liste.
Typische Fehlerarten sind ausgelassene Buchstaben, vertauschte Buchstaben und benachbarte Tasten. Wenn Sie diese drei Arten abdecken, erfassen Sie die meisten Varianten. Somit bleibt das Muster kurz und trotzdem treffsicher.
Wie nutzen Sie den Filter ohne Treffer für Anfragen ohne Markenbezug?
Sobald das Muster steht, stellen Sie den Filter von "Matches regex" auf "Doesn't match regex" um. Dann zeigt die Tabelle nur noch Anfragen ohne Markenbezug, und auch das Diagramm bezieht sich auf diese Gruppe.
Ein Muster erledigt also zwei Aufgaben. Mit Treffern zeigt es Markensuchanfragen, während die Gegenrichtung den Traffic neuer Zielgruppen sichtbar macht. Deshalb genügt es, das Muster einmal sauber aufzubauen.
Außerdem empfehlen wir, beide Ansichten regelmäßig nebeneinander zu betrachten. Steigen Markensuchanfragen und die übrigen Anfragen gleichzeitig, wirkt meist eine Kombination aus Werbung und SEO. Wächst dagegen nur der Teil ohne Markenbezug, zahlt sich Ihre Inhaltsarbeit direkt aus. Somit erhalten Sie ein klares Bild, welche Maßnahme welche Wirkung entfaltet.
Beachten Sie allerdings einen Punkt: Anonymisierte Suchanfragen fehlen in der Tabelle, können aber in der Gesamtsumme des Diagramms stecken. Die Gründe erklären wir in unserem Beitrag Warum fehlen Suchanfragen in der Search Console.
Wie finden Sie Fragen mit einem Regex Muster?
Fragemuster unter den Anfragen ohne Markenbezug sind die reichste Quelle für Inhaltsideen. Für Deutsch eignet sich ein Muster wie (wie|was|warum|wann|welche|wo|kann|ist).
Allerdings stecken kurze Wörter wie "ist" oder "wo" auch in anderen Wörtern, etwa in "Liste" oder "Wort". Deshalb setzen Sie Wortgrenzen: \b(ist|wo|kann)\b. Laut RE2 Referenz ist \b eine ASCII Wortgrenze, bei Umlauten kann sie also unerwartet reagieren.
Einige Beispielmuster:
- Allgemeine Fragen: ^(wie|was|warum|wann|welche).
- Preisabsicht: (preis|kosten|was kostet|günstig).
- Vergleichsabsicht: (vs|oder|alternative|unterschied).
- Lokale Absicht: (in der nähe|nähe|umgebung).
Diese Listen passen zudem gut zu unserem Leitfaden Keywords finden, die verkaufen. Somit liefern Fragen fertige FAQ Ideen in der echten Sprache Ihrer Nutzer.
Wozu dienen Anfangs und Endanker?
Das Zirkumflexzeichen (^) markiert den Anfang der Anfrage, das Dollarzeichen ($) das Ende. Die Dokumentation weist darauf hin, dass der Abgleich standardmäßig partiell ist; für exakte Positionen nutzen Sie daher diese beiden Anker.
Wenn Sie also nur Nutzer sehen wollen, die allein den Markennamen eingegeben haben, verwenden Sie ^(müller holzbau|mueller holzbau)$. Längere Anfragen wie "müller holzbau kontakt" bleiben dann außen vor. Diese Ansicht eignet sich gut, um reine Markenbekanntheit zu messen.
Ein Fragemuster mit ^ erfasst dagegen nur Anfragen, die mit einem Fragewort beginnen. Konkret sammelt ^(wie|warum) Suchabsichten, die mit "wie" oder "warum" starten.
Zudem lassen sich beide Anker kombinieren. So zeigt ^(wie|was).*(kosten|preis)$ Fragen, die mit einem Fragewort beginnen und mit einem Preisbegriff enden. Der Punkt mit Stern steht dabei für beliebig viele Zeichen dazwischen. Solche Muster helfen Ihnen, sehr gezielte Inhalte zu planen, etwa eine eigene Preisseite mit Antworten auf typische Kostenfragen.
Wie filtern Sie Long Tail Anfragen nach Wortanzahl?
Long Tail Anfragen sind spezifische Suchen aus vier, fünf oder mehr Wörtern. Sie sind oft weniger umkämpft und zeigen eine klare Absicht. Mit Regex filtern Sie nach Wortanzahl.
Das Muster ^(\S+\s){4,}\S+$ zeigt zum Beispiel Anfragen mit fünf oder mehr Wörtern. Dabei steht \S für ein Zeichen ohne Leerzeichen und \s für ein Leerzeichen. Die geschweiften Klammern legen die Anzahl der Wiederholungen fest. Dann kombinieren Sie dieses Muster mit dem Filter ohne Markenbezug.
Die Liste liefert somit Rohmaterial für neue Inhalte. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag über Long Tail Keywords.
Umgekehrt zeigt ^\S+$ Anfragen mit nur einem Wort. Diese sind meist breit und umkämpft und taugen daher selten als kurzfristiges Ziel.
Wie unterscheidet sich Regex von den eingebauten Filtern?
Die Search Console bietet Ihnen drei Wege. Die folgende Tabelle zeigt, wann Sie welchen wählen.
| Methode | Funktionsweise | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Queries containing | Sucht nach einer Zeichenfolge | Schnell und einfach | Nur ein Wert, keine Varianten |
| Custom (regex) | Gleicht ein RE2 Muster ab | Erfasst Varianten, Tippfehler und Fragen | Sie pflegen das Muster selbst |
| Filter für Markensuchanfragen | KI gestützte Einordnung durch Google | Keine Einrichtung nötig | Nicht in jeder Property, gewisse Fehlerquote |
Für einen schnellen Wochencheck reicht oft der automatische Filter. Muss ein Monatsbericht dagegen erklären, welche Anfrage in welche Gruppe fällt, liefert Ihr eigenes Muster eine nachvollziehbare Grundlage. Betrachten Sie beide also als Ergänzung, nicht als Konkurrenz.
Ersetzt der Markenfilter von Google das Regex Muster?
Google hat im Search Central Blog angekündigt, dass der Leistungsbericht einen Filter für Markensuchanfragen und Anfragen ohne Markenbezug erhält. Laut Ankündigung basiert die Einordnung nicht auf regulären Ausdrücken. Stattdessen nutzt Google ein internes, KI gestütztes System, das Markennamen, Tippfehler und eindeutige Markenprodukte erfasst.
Allerdings nennt dieselbe Ankündigung Grenzen. Der Filter erscheint nur bei Properties der obersten Ebene, nicht bei URL Pfad oder Subdomain Properties. Zudem braucht er ein ausreichendes Volumen an Anfragen und Impressionen. Außerdem räumt Google ein, dass einzelne Anfragen falsch eingeordnet werden können.
Daneben gibt es im Insights Bericht eine neue Karte, die Klicks mit und ohne Markenbezug gegenüberstellt. Diese Karte eignet sich gut für eine schnelle Zusammenfassung, etwa wenn die Geschäftsführung kurzfristig einen Überblick über die Entwicklung der Marke und der organischen Reichweite wünscht.
Deshalb empfehlen wir, beide Methoden zu kombinieren. Der automatische Filter liefert einen schnellen Überblick, Regex gibt Ihnen die Kontrolle. Wichtig: Der Filter beeinflusst das Ranking nicht, er dient allein der Auswertung.
Wie verfolgen Sie Markenverkehr im Vergleichsmodus?
In den Filtereinstellungen stellen Sie mit Compare zwei Zeiträume nebeneinander. Laut Dokumentation erscheint dann eine Spalte Difference, und es kann immer nur ein Vergleich aktiv sein.
Beispielszenario: Nach dem Filter ohne Markenbezug vergleichen Sie die letzten drei Monate mit den drei Monaten davor. So sehen Sie, ob Klicks von neuen Zielgruppen tatsächlich gewachsen sind.
Ist eine Anfrage in einer Gruppe sehr selten, zeigt die Zeile "~". Das ist kein Fehler, sondern ein Hinweis auf zu wenig Daten. Zudem liefert bei saisonalen Geschäften der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ein faireres Bild. Bei einem Einbruch helfen die Schritte in unserem Leitfaden Traffic Einbruch in der Search Console analysieren.
Wie hilft Regex bei der Dimension Seite?
Regex funktioniert nicht nur für Suchanfragen, sondern auch für Seiten. So isolieren Sie etwa alle URLs mit /blog/ und messen, welchen Anteil der Anfragen ohne Markenbezug der Blog gewinnt.
Die Kombination zweier Filter ist besonders aussagekräftig. Der Seitenfilter trifft /blog/, der Anfragenfilter trifft Ihr Markenmuster nicht. Somit sehen Sie auf einem Bildschirm, welche Beiträge neue Zielgruppen anziehen.
Ebenso definieren Sie Produkt, Kategorie und Blog URLs mit eigenen Mustern und vergleichen deren Anteile. Das erleichtert die Entscheidung, wo sich Ihr Aufwand lohnt.
Ranken mehrere Seiten für dieselbe Anfrage, kann das zudem auf Kannibalisierung hindeuten. Dann lesen Sie unseren Beitrag zur Keyword Kannibalisierung.
Welche Regex Fehler passieren am häufigsten?
Nach unserer Erfahrung entstehen die meisten Fehler aus wenigen Gewohnheiten:
- Eine Klammer wird nicht geschlossen, und das Muster wird ungültig.
- Der Markenstamm ist zu kurz und trifft fremde Anfragen.
- Ein Punkt bleibt unmaskiert, obwohl er jedes Zeichen trifft.
- Funktionen wie Lookahead werden genutzt, die RE2 nicht kennt.
- Der Bericht wird ohne vorherigen Test übernommen.
Heißt Ihre Marke etwa "Lind", trifft das Muster lind auch "Linde" und "Blindtext". Bei kurzen Marken bauen Sie deshalb engere Muster wie \blind\b oder lind (bau|haus).
Ein weiterer Klassiker: Man glaubt, der Filter sei gespeichert, und lädt die Seite neu. Speichern Sie also häufige Muster in einer eigenen Datei und fügen Sie sie bei Bedarf ein.
Wie testen Sie ein Muster vor dem Einsatz?
Bevor Sie sich auf ein Muster verlassen, testen Sie es mit einer kleinen Liste. Notieren Sie zehn Anfragen, die treffen sollen, und zehn, die nicht treffen sollen. Danach geben Sie das Muster ein und prüfen beide Listen im Bericht.
Beispielszenario: "müller holzbau preise" soll treffen, "holzbau ideen garten" dagegen nicht. Landet die zweite Anfrage in der Markengruppe, ist das Muster zu weit. Dann verlängern Sie den Stamm oder machen das zweite Wort verpflichtend.
Ist das Muster ungültig, liefert die Search Console womöglich gar keine Ergebnisse. Bleibt die Liste also unerwartet leer, zählen Sie zuerst Klammern und senkrechte Striche. Oft zerstört eine einzige fehlende Klammer den ganzen Ausdruck.
Kurz gesagt kostet die Testliste fünf Minuten, erspart Ihnen aber monatelange Fehlinterpretationen. Wir speichern sie in derselben Datei wie das Muster und wiederholen den Test nach jeder Änderung.
Wie bauen Sie Markenmuster für mehrsprachige Websites?
Läuft Ihre Website in mehreren Sprachen, schreiben Nutzer Ihre Marke womöglich unterschiedlich. Ein deutscher Markenname verliert in englischen Suchen oft seine Umlaute. In türkischen Suchen tauchen dagegen eigene Sonderzeichen auf.
Daher ergänzen Sie für jede Sprache die üblichen Schreibweisen. Zudem kombinieren Sie die Dimension Land mit dem Filter und sehen so je Markt den Anteil ohne Markenbezug. Dann erkennen Sie, wo Bekanntheit stark ist und wo organische Entdeckung dominiert.
Der automatische Filter von Google versucht laut Ankündigung, Ihren Markennamen in allen Sprachen zu erkennen. Lokale Spitznamen oder Abkürzungen können dennoch durchrutschen. Deshalb gleichen wir in mehrsprachigen Projekten den automatischen Filter mit dem Regex Muster ab.
Ein praktischer Tipp: Führen Sie pro Sprache eine Zeile und verbinden Sie alle zu einem Hauptmuster. So beschädigt die Pflege einer Sprache die anderen nicht.
Zählen Produktnamen zu den Markensuchanfragen?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht; es hängt davon ab, was Sie messen wollen. Der automatische Filter von Google zählt eindeutige Markenprodukte zu den Markensuchanfragen. In der Ankündigung gilt etwa Gmail für google.com als Marke.
Besitzt Ihre Website also einen eigenen, geschützten Produktnamen, gehört er sinnvollerweise ins Markenmuster. Wer diesen Namen eintippt, kennt Sie bereits. Eine allgemeine Kategorie wie "Holzterrasse" ins Muster aufzunehmen, wäre allerdings ein schwerer Fehler, denn genau diese Anfragen sind das Wachstum ohne Markenbezug.
Wir empfehlen daher zwei Muster. Das erste enthält nur den Markennamen und seine Varianten, das zweite zusätzlich eigene Produktnamen. Somit berichten Sie nach enger und weiter Definition und zeigen der Geschäftsführung beide Zahlen.
Wie oft sollten Sie das Markenmuster aktualisieren?
Ein Markenmuster ist ein lebendes Dokument. Sobald Sie ein neues Produkt, eine Kampagne oder einen Standort einführen, ergänzen Sie auch das Muster. Sonst erscheinen diese Suchen als Anfragen ohne Markenbezug und überzeichnen das Wachstum.
In Kundenprojekten prüfen wir das Muster jedes Quartal. Zusätzlich kontrollieren wir nach Werbekampagnen oder Presseberichten, weil dann neue Schreibweisen auftauchen. Nach einem TV Spot suchen Menschen zum Beispiel nach Ihrem Slogan.
Schreiben Sie das Muster also nicht einmal und vergessen es dann. Bewahren Sie datierte Versionen auf. So erkennen Sie, ob eine Veränderung im Bericht vom Muster oder vom echten Traffic stammt.
Wie lesen Sie den Bericht ohne Markenbezug richtig?
Nach dem Filtern betrachten Sie vier Kennzahlen: Klicks, Impressionen, CTR und durchschnittliche Position. Ohne Markenbezug fällt die Position natürlicherweise schlechter und die CTR schwächer aus als bei Markensuchanfragen.
Beispielrechnung: Die CTR kann bei Markensuchanfragen 30 Prozent und ohne Markenbezug 2 Prozent betragen. Diese Zahlen dienen nur der Veranschaulichung, Ihre Website weicht davon ab. Entscheidend ist, den Trend jeder Gruppe getrennt zu verfolgen.
Zudem kann die durchschnittliche Position allein täuschen. Erscheinen Sie plötzlich für viele neue Anfragen auf hinteren Plätzen, sinkt der Durchschnitt. Das ist jedoch ein gutes Zeichen, denn Ihre Website erreicht ein breiteres Publikum.
Anfragen mit vielen Impressionen und wenigen Klicks sind somit erste Kandidaten für bessere Titel und Beschreibungen. Sinkende Anfragen brauchen dagegen eher eine inhaltliche Auffrischung, wie wir sie im Beitrag zu Content Decay beschreiben.
Wie exportieren und analysieren Sie die Daten in Tabellen?
Die Tabelle in der Oberfläche zeigt nur eine begrenzte Zahl an Zeilen. Für tiefere Analysen exportieren Sie daher die gefilterte Ansicht. Laut Google Dokumentation werden Werte, die im Bericht als ~ oder - erscheinen, im Download zu Nullen.
Nach dem Export wenden Sie dasselbe Muster mit einer Regex Funktion der Tabellenkalkulation an und markieren jede Anfrage. Dann sehen Sie Markensuchanfragen, Anfragen ohne Markenbezug und Fragen nebeneinander in einer Datei.
Auch exportierte Daten enthalten allerdings keine anonymisierten Anfragen. Eine Lücke zwischen Zeilensumme und Diagrammsumme ist also normal. Für große Websites bieten sich zudem die Search Console API oder der Bulk Datenexport an, die allerdings eine Einrichtung erfordern.
Welche zusätzlichen Muster sparen Ihnen Zeit?
Neben der Markentrennung nutzen wir häufig diese Beispielmuster:
- Alternativen: (alternative|ähnlich|statt).
- Kaufabsicht: (kaufen|bestellen|angebot|rabatt).
- Informationsabsicht: (was ist|bedeutung|definition).
- Problemlösung: (funktioniert nicht|fehler|lösung|problem).
Kombinieren Sie diese mit dem Filter ohne Markenbezug, sehen Sie das Volumen jeder Absichtsgruppe. Ist die Problemlösung stark vertreten, lohnen sich also Hilfeinhalte.
Filtern Sie Problemanfragen zusätzlich mit dem Markenmuster, erkennen Sie außerdem, wo bestehende Kunden Schwierigkeiten haben. Diese Erkenntnis ist für Support und Produktteam gleichermaßen wertvoll.
Konkret empfehlen wir, diese Absichtsmuster ebenfalls versioniert zu speichern. Dann vergleichen Sie Quartale fair und sehen, ob neue Inhalte die gewünschte Gruppe tatsächlich erreicht haben.
Was bringt Ihnen ein professionelles Team bei dieser Analyse?
Der Regex Filter ist mächtig, doch das richtige Muster, regelmäßige Pflege und eine saubere Auswertung kosten Zeit. Im Rahmen unserer SEO Beratung bauen Talha Aslan und Team das Markenmuster für Sie auf, verfolgen den Bericht ohne Markenbezug jeden Monat und übersetzen die Erkenntnisse in einen Inhaltsplan.
Zudem prüfen wir dabei verwandte technische Punkte wie die Property Struktur oder gemischte Domainversionen. Eine Rankinggarantie kann allerdings kein Team geben, denn niemand steuert den Google Algorithmus. Saubere Messung zeigt Ihnen jedoch, welche Arbeit sich wirklich auszahlt.
Fazit: Wie machen Sie Wachstum ohne Markenbezug sichtbar?
Kurz gesagt ist die Trennung von Markensuchanfragen und übrigen Anfragen der erste Schritt zu ehrlicher SEO Messung. Mit Custom (regex), RE2 Syntax und dem Modus ohne Treffer richten Sie das in wenigen Minuten ein. Der automatische Markenfilter liefert zudem eine schnelle zweite Meinung.
Möchten Sie, dass wir diese Messung auf Ihrer Website einrichten und monatlich mit Ihnen verfolgen, dann fordern Sie auf unserer Seite zur SEO Beratung ein Angebot an. So zeigen Ihre Berichte endlich das echte Wachstum Ihrer Website und Ihrer Marke.
Grundlagen: Was ist Online Marketing? Arten, Beispiele und Vorgehen auf einer Seite, mit einem interaktiven Film durch das Gehirn.



