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Online Marketing Glossar: SEO, Google Ads und Meta Werbung einfach erklärt

Talha AslanTalha Aslan 18 Min. Lesezeit 2 Aufrufe

Ihre Agentur sagt im Meeting "Der ROAS ist gesunken, aber der CPA liegt im Ziel", und Sie nicken, ohne ganz sicher zu sein? Damit sind Sie nicht allein. Ich arbeite seit 2012 mit Geschäftsführern und Marketingteams. Die teuersten Missverständnisse entstehen fast immer dann, wenn ein Begriff für zwei Personen zwei verschiedene Dinge bedeutet. Deshalb habe ich dieses Online Marketing Glossar geschrieben. Es erklärt Begriffe aus SEO, Google Ads und Meta Werbung in alphabetischen Gruppen. Die Definitionen stützen sich auf offizielle Hilfeseiten von Google und Meta. Meine eigene Einschätzung kennzeichne ich jeweils separat.

Was ist ein Online Marketing Glossar und wem hilft es?

Ein Online Marketing Glossar ist eine Nachschlageliste, die Begriffe aus SEO, Google Ads, Meta Werbung und Webanalyse mit kurzen Definitionen an einem Ort sammelt. Es gibt Geschäftsführung, Agentur und Team eine gemeinsame Sprache. Dadurch lesen Sie Berichte richtig, geben Budgets bewusst frei und setzen Ziele, die sich auch messen lassen.

Ich habe diese Liste vor allem für drei Gruppen geschrieben. Zunächst für Inhaber, die das Marketingbudget freigeben, aber selten selbst in die Konten schauen. Außerdem für Einsteiger im Marketing, die jede Woche neue Abkürzungen hören. Schließlich für Führungskräfte, die eine neue Agentur suchen und Angebote fair vergleichen möchten.

Allerdings gilt: Einen Begriff zu kennen heißt noch nicht, ihn richtig zu deuten. Die Klickrate lässt sich zum Beispiel in einem Satz definieren. Was eine gute Klickrate in Ihrer Branche ist, hängt dagegen stark vom Kontext ab. Daher ergänze ich bei vielen Einträgen den Fehler, den ich in echten Konten am häufigsten sehe.

Wie nutzen Sie dieses Online Marketing Glossar am besten?

Am meisten bringt es, das Glossar neben Ihren aktuellen Monatsbericht zu legen. Markieren Sie jede Abkürzung, die Sie nicht in einem Satz erklären können. Dann schlagen Sie sie hier nach. So investieren Sie Zeit nur in die Begriffe, die für Sie wirklich zählen.

  • Die Begriffe stehen in alphabetischen Gruppen; springen Sie also direkt zum passenden Anfangsbuchstaben.
  • Wo Plattformen unterschiedliche Namen für dieselbe Sache nutzen, nenne ich beide.
  • Begriffspaare, die oft verwechselt werden, vergleiche ich am Ende in einer eigenen Tabelle.
  • Bei Kennzahlen mit Formel notiere ich zudem, welche Plattform den Wert direkt ausweist.

Verstehen Sie diese Seite bitte nicht als KPI Katalog. Welche Kennzahlen Sie als Ziel wählen, erkläre ich ausführlich im Beitrag über Online Marketing KPIs. Hier geht es nur darum, die Wörter selbst klar zu machen.

Was bedeuten A/B Test, Ad Rank und AI Overviews?

Der Buchstabe A enthält einige der häufigsten Begriffe aus Werbung und Analyse. Die meisten davon finden Sie bereits auf der ersten Seite eines typischen Reports.

A/B Test: Eine Methode, bei der Sie zwei Versionen einer Seite, Anzeige oder E-Mail gleichzeitig an getrennte Besuchergruppen ausspielen. Danach messen Sie, welche Version besser abschneidet. Ändern Sie pro Test nur ein Element, denn sonst wissen Sie nicht, was den Unterschied verursacht hat.

Ad Rank (Anzeigenrang): Der Wert, mit dem Google Ads entscheidet, ob Ihre Anzeige erscheint und an welcher Position. Konkret berücksichtigt er Ihr Gebot, die Qualität von Anzeige und Zielseite sowie den Kontext der Suche.

AI Overviews (Übersicht mit KI): Die von KI erstellte Zusammenfassung, die Google bei manchen Suchen über den Ergebnissen zeigt, mit Links zu mehreren Quellen. Um dort als Quelle zu erscheinen, brauchen Sie klar strukturierte Antworten. Das ist also eine andere Aufgabe als klassisches Ranking.

Attributionsmodell: Die Regel, nach der Sie den Beitrag eines Verkaufs auf die Anzeigen und Kanäle verteilen, die ein Kunde vorher berührt hat. Das Modell Last Click gibt den gesamten Wert an den letzten Kontakt. Das datengetriebene Modell verteilt ihn dagegen auf mehrere Kontaktpunkte.

Anzeigengruppe: Die Ebene unterhalb der Kampagne, in der Sie Anzeigen und Keywords oder Zielgruppen bündeln. Eine saubere Struktur macht deshalb Auswertungen später deutlich einfacher.

Was sind Backlinks, Broad Match und das Canonical Tag?

Backlink: Ein Link von einer anderen Website auf eine Ihrer Seiten. Google nutzt Links, um neue Seiten zu finden und Relevanz einzuordnen. Gekaufte Links zur Manipulation des Rankings fallen allerdings unter die Spamrichtlinien und schaden eher.

Broad Match (weitgehend passend): Eine Keyword Option in Google Ads, bei der Ihre Anzeige auch bei Suchen erscheint, die inhaltlich mit Ihrem Keyword verwandt sind. Sie bietet somit die größte Reichweite. Ohne gute Conversiondaten und Smart Bidding bringt sie allerdings auch viele unpassende Klicks.

Canonical Tag: Ein Hinweis an Google, welche URL Sie als Hauptversion ansehen, wenn mehrere Adressen gleichen oder sehr ähnlichen Inhalt zeigen. Typische Fälle sind vor allem gefilterte Kategorieseiten und URLs mit Tracking Parametern.

Bounce Rate (Absprungrate): In GA4 der Anteil der Sitzungen ohne Interaktion, also das genaue Gegenteil der Interaktionsrate. Die Definition weicht vom alten Universal Analytics ab; vergleichen Sie alte und neue Werte deshalb nicht direkt. Wie Sie die Rate senken, zeige ich im Beitrag Absprungrate senken.

Conversion: Eine Handlung, die Sie als wertvoll festlegen: Kauf, Formular, Anruf oder Terminbuchung. Weil jedes Unternehmen sie anders definiert, lassen sich Conversionzahlen zweier Firmen kaum direkt vergleichen.

Wie unterscheiden sich CPA, CPC, CPM und CTR?

Diese vier Abkürzungen stehen in fast jedem Werbereport. Sie sehen ähnlich aus, beantworten aber jeweils eine andere Frage zu Kosten oder Interesse.

CPA (Kosten pro Akquisition): Der durchschnittliche Betrag, den Sie für eine Conversion zahlen. Konkret teilen Sie die Werbeausgaben durch die Zahl der Conversions. Ist nicht klar, was als Conversion zählt, sagt der CPA kaum etwas aus.

CPC (Kosten pro Klick): Der durchschnittliche Betrag für einen Klick. Ein niedriger CPC ist allein keine gute Nachricht, denn billige Klicks kommen oft von Nutzern ohne Kaufabsicht.

CPM (Kosten pro tausend Impressionen): Der Preis dafür, dass Ihre Anzeige tausendmal erscheint. Vor allem bei Kampagnen für Bekanntheit auf Meta und im Displaynetzwerk ist das die zentrale Kostenkennzahl.

CTR (Klickrate): Der Anteil der Nutzer, die Ihre Anzeige oder Ihr Suchergebnis gesehen und dann geklickt haben. Konkret teilen Sie Klicks durch Impressionen und multiplizieren mit hundert. Die Search Console zeigt denselben Wert für organische Ergebnisse.

Conversion Rate: Conversions geteilt durch Klicks oder Sitzungen. Prüfen Sie also zuerst den Nenner. Google Ads nutzt meist Klicks, GA4 dagegen Sitzungen oder Nutzer.

Was leisten die Conversions API und die Core Web Vitals?

Conversions API: Eine Schnittstelle von Meta, die Marketingdaten aus Ihrem Server, Ihrem Shopsystem, Ihrer App oder Ihrem CRM direkt an Meta übermittelt. Laut Meta Entwicklerdokumentation verarbeitet Meta diese Serverereignisse wie Ereignisse aus dem Pixel. Weil Browser und Blocker sie nicht ausbremsen, ergänzt sie den Pixel sehr gut.

Core Web Vitals: Drei Kennzahlen, mit denen Google die echte Nutzererfahrung einer Seite beschreibt. Laut web.dev gelten diese Werte als gut: LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1. Maßgeblich ist das 75. Perzentil der Seitenaufrufe. INP hat 2024 den Wert FID abgelöst.

Crawling: Der Vorgang, bei dem ein Suchmaschinenbot Ihre Seiten besucht und liest. Eine Seite, die Google nicht crawlen kann, rankt daher nicht, egal wie gut der Inhalt ist.

Meine Beobachtung aus Kontoprüfungen ist eindeutig: Etwa die Hälfte aller Trackingprobleme beginnt bei der Definition der Conversion. Zählt zum Beispiel der Aufruf einer Dankeseite als Conversion, erhöht jedes Neuladen die Zahl. Den Begriff zu kennen ist also nur der erste Schritt. Danach sollten Sie prüfen, was Ihr Konto tatsächlich zählt.

Was bedeuten EEAT, Exact Match und Frequenz?

EEAT: Die Abkürzung steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness, also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Sie stammt aus den Richtlinien für die Qualitätsbewerter von Google. Es ist kein einzelner Rankingwert, sondern ein Rahmen, um die Glaubwürdigkeit von Inhalten einzuordnen.

Exact Match (genau passend): Eine Keyword Option in Google Ads, bei der Ihre Anzeige bei Suchen mit gleicher Bedeutung oder gleicher Absicht erscheint. Auch Tippfehler und nahe Varianten zählen dazu. In der Praxis heißt genau passend also nicht mehr wortgleich.

Featured Snippet: Eine kurze Antwortbox, die Google bei manchen Fragen über den normalen Ergebnissen anzeigt und die aus einer einzelnen Seite stammt. Sie kann als Absatz, Liste oder Tabelle erscheinen. Mehr zum antwortorientierten Schreiben finden Sie in meinem Beitrag über AEO.

Frequenz: Wie oft eine Person Ihre Anzeige in einem Zeitraum im Schnitt gesehen hat. Dafür teilen Sie Impressionen durch Reichweite, also Einblendungen durch Personen. Steigt die Frequenz zu stark, ermüdet die Zielgruppe und die Kosten klettern.

Funnel: Das Modell der Stufen, die ein Kunde vom ersten Kontakt bis zum Kauf durchläuft. Meist teilen Sie ihn zunächst in Aufmerksamkeit, Abwägung und Entscheidung.

Was sind GA4, Hreflang und Impressionen?

GA4 (Google Analytics 4): Die aktuelle Version von Google Analytics. Sie arbeitet ereignisbasiert; Seitenaufrufe, Klicks und Formularversand zählen also jeweils als eigenes Ereignis.

Hreflang: Eine Auszeichnung, die Google mitteilt, welche Sprach oder Länderversion einer Seite welchen Nutzern zustehen soll. Somit sieht ein Besucher aus Österreich Ihre deutsche Seite. Die komplette Einrichtung erkläre ich im Beitrag Was ist das Hreflang Tag.

Impression: Eine einzelne Anzeige Ihrer Werbung oder Ihres Suchergebnisses auf einem Bildschirm. Sie beweist allerdings nicht, dass jemand tatsächlich hingeschaut hat. In der Search Console zählt eine Impression, sobald ein Nutzer die Ergebnisseite mit Ihrem Treffer lädt.

Indexierung: Der Schritt, in dem Google eine gecrawlte Seite in seinen Index aufnimmt, damit sie in Ergebnissen erscheinen kann. Nicht jede gecrawlte Seite landet im Index. Der Bericht zur Seitenindexierung in der Search Console nennt dann die Gründe.

Interaktionsrate (Engagement Rate): In GA4 der Anteil der Sitzungen mit Interaktion. Laut Google Analytics Hilfe zählt eine Sitzung als interaktiv, wenn sie länger als 10 Sekunden dauert, ein Schlüsselereignis enthält oder mindestens zwei Seiten oder Bildschirmaufrufe hat.

Was bedeuten interne Links, Keyword und KPI?

Interner Link: Ein Link von einer Seite Ihrer Website auf eine andere Seite derselben Website. Er führt Besucher weiter und hilft Google zudem, Ihre wichtigsten Seiten zu finden und einzuordnen.

Keyword: Das Wort oder die Wortgruppe, die Sie gezielt ansprechen. Im SEO bestimmt es das Thema einer Seite. In Google Ads entscheidet es dagegen, bei welchen Suchen Ihre Anzeige erscheinen kann.

KPI (Key Performance Indicator): Eine Kennzahl, die Sie regelmäßig verfolgen, weil sie zeigt, wie nah Sie einem Geschäftsziel sind. Deshalb ist nicht jede Metrik ein KPI. Nur die wenigen Zahlen, die Entscheidungen steuern, verdienen diesen Namen.

Kampagnenziel: Das Ziel, das Sie beim Anlegen einer Kampagne in Google Ads oder Meta wählen, etwa Umsatz, Leads, Zugriffe oder Bekanntheit. Die Wahl beeinflusst direkt, wem das System Anzeigen zeigt und wie es bietet.

Landingpage: Die erste Seite, auf die ein Nutzer nach dem Klick auf eine Anzeige oder einen Link gelangt. Hält sie nicht, was die Anzeige verspricht, leiden sowohl die Conversion Rate als auch die Bewertung der Zielseite in Google Ads.

Was sind Lookalike Audiences, LTV und der Meta Pixel?

Lookalike Audience (ähnliche Zielgruppe): Eine Zielgruppe in Meta aus neuen Personen, die Ihren bestehenden Kunden ähneln. Die Qualität der Ausgangsliste bestimmt direkt die Qualität der gefundenen Zielgruppe.

LTV (Customer Lifetime Value): Der gesamte Umsatz oder Gewinn, den ein Kunde über die ganze Beziehung bringt. In Geschäften mit vielen Wiederholungskäufen kann es sinnvoll sein, beim ersten Auftrag wenig zu verdienen und über den LTV profitabel zu werden.

Meta Pixel: Ein Codeschnipsel auf Ihrer Website, der Nutzeraktionen an Meta meldet. Damit bauen Sie zunächst Zielgruppen auf, messen Conversions und lassen Kampagnen optimieren.

Advantage+: Eine Familie automatisierter Kampagnenoptionen bei Meta, die Targeting, Platzierung und kreative Entscheidungen dem maschinellen Lernen überlässt. Sie reduziert die manuelle Kontrolle und braucht deshalb saubere Conversiondaten.

Metrik: Jeder Messwert, den Sie erfassen: Klicks, Sitzungen, Impressionen, Umsatz. Ein KPI ist dagegen nur die kleine Auswahl davon, die Sie an ein Ziel koppeln.

Was bewirken ausschließende Keywords, Noindex und organischer Traffic?

Ausschließendes Keyword: Ein Begriff, der verhindert, dass Ihre Anzeige bei unerwünschten Suchen erscheint. Verkaufen Sie zum Beispiel nur kostenpflichtige Leistungen, sparen Sie mit dem Ausschluss von "kostenlos" viele unnötige Klicks.

Noindex: Eine Anweisung, die Google bittet, eine Seite nicht in den Index aufzunehmen. Verwechseln Sie sie nicht mit robots.txt. Robots.txt steuert das Crawling, noindex dagegen die Indexierung; Google muss die Seite also crawlen können, um die Anweisung zu sehen.

Organischer Traffic: Besuche aus Suchergebnissen, für die Sie nicht pro Klick zahlen. Er wirkt kostenlos; Inhalte, technische Arbeit und Zeit kosten allerdings ebenfalls Geld.

Durchschnittliche Position: In der Search Console der mittlere Rang Ihres Ergebnisses. Da der Wert über Suchanfragen und Länder mittelt, lesen Sie ihn besser pro Seite und Suchanfrage.

Was sind Performance Max, Phrase Match und Remarketing?

Performance Max: Ein Kampagnentyp in Google Ads, der mit einer einzigen Kampagne in Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps ausspielt. Mit guten Conversionsignalen arbeitet er also effizient. Mit falschen Signalen lenkt er das Budget dagegen sehr schnell in die falsche Richtung.

Phrase Match (passende Wortgruppe): Eine Keyword Option in Google Ads, bei der Ihre Anzeige bei Suchen erscheint, die die Bedeutung Ihres Keywords enthalten. Sie liegt bei der Kontrolle zwischen Broad Match und Exact Match.

Qualitätsfaktor (Quality Score): Ein Diagnosewert von 1 bis 10, den Google Ads auf Keywordebene vergibt. Er setzt sich aus erwarteter Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage zusammen. Die Google Ads Hilfe stellt klar: Der Qualitätsfaktor fließt nicht direkt in die Auktion ein, sondern dient nur der Diagnose.

Remarketing: Anzeigen erneut an Personen ausspielen, die Ihre Website schon besucht oder Ihre App genutzt haben. Wie das in den Funnel passt, erkläre ich im Beitrag über Remarketing im Sales Funnel.

Reichweite: Die Zahl der einzelnen Personen, die Ihre Anzeige mindestens einmal gesehen haben. Sie unterscheidet sich von Impressionen, denn eine Person kann dieselbe Anzeige mehrfach sehen.

Wie unterscheiden sich ROAS und ROI, und was ist robots.txt?

ROAS (Return on Ad Spend): Werbeumsatz geteilt durch Werbeausgaben. Ein Rechenbeispiel: Geben Sie 10.000 Euro aus und erzielen 40.000 Euro Umsatz, liegt der ROAS bei 4. Ihre eigenen Zahlen prüfen Sie mit dem ROAS Rechner.

ROI (Return on Investment): Die Rendite auf Basis des Gewinns statt des Umsatzes. Der ROAS schaut auf Umsatz, der ROI zieht dagegen Warenkosten, Versand, Gebühren und Agenturkosten ab.

Robots.txt: Eine Textdatei im Stammverzeichnis Ihrer Domain, die Crawlern sagt, welche Bereiche sie nicht crawlen sollen. Eine eigene Datei erstellen Sie mit dem Robots.txt Generator.

Rich Result: Ein Suchergebnis mit Zusatzinformationen wie Sternen, Preis, Verfügbarkeit oder Veranstaltungsdatum, möglich durch strukturierte Daten. Korrektes Markup macht eine Seite berechtigt. Eine Garantie für die Anzeige gibt Google trotzdem nicht.

Wofür dienen Schema Markup, SERP und Sitemap?

Schema Markup (strukturierte Daten): Code, der Google die Bedeutung Ihrer Inhalte in maschinenlesbarer Form beschreibt, etwa ein Produkt, ein lokales Unternehmen oder eine Veranstaltung. Google empfiehlt dafür ein Skript im JSON Format. Einfaches Markup erzeugen Sie mit dem Schema Generator.

Suchbegriff (Search Term): Die Formulierung, die ein Nutzer tatsächlich eingegeben hat. Das Keyword ist also Ihr Ziel, der Suchbegriff die echte Suche. Der Suchbegriffbericht ist die wichtigste Quelle für Ihre Liste ausschließender Keywords.

SEO (Suchmaschinenoptimierung): Alle technischen, inhaltlichen und linkbezogenen Maßnahmen, mit denen Ihre Website in organischen Suchergebnissen erscheint und Klicks gewinnt.

SERP (Suchergebnisseite): Die gesamte Seite, die ein Nutzer nach der Suche sieht. Heute besteht sie allerdings selten nur aus zehn blauen Links. Stattdessen mischt sie Anzeigen, Kartenergebnisse, Videos, AI Overviews und Featured Snippets.

Sitemap: Eine Datei, die die wichtigen URLs Ihrer Website für Suchmaschinen auflistet. Sie beschleunigt vor allem die Entdeckung. Eine Indexierung jeder URL garantiert sie allerdings nicht.

Smart Bidding: Gebotsstrategien in Google Ads, die in jeder Auktion das Gebot nach erwarteten Conversions oder Conversionwert setzen. Ziel CPA und Ziel ROAS sind die bekanntesten Beispiele.

Was bedeuten Schlüsselereignis, UTM Parameter und Zero Click Suche?

Schlüsselereignis (Key Event): Ein Ereignis in GA4, das Sie als wichtig für Ihr Geschäft markieren, etwa Kauf oder Kontaktformular. Im März 2024 hat Google die bisherigen Conversions in GA4 in Schlüsselereignisse umbenannt. Der Begriff Conversion meint seitdem die Aktionen, die Sie in Google Ads nutzen.

UTM Parameter: Kennzeichen am Ende eines Links, mit denen GA4 Quelle, Medium und Kampagne eines Besuchs erkennt. Uneinheitliche Kennzeichen zersplittern Ihre Daten; der UTM Generator hilft deshalb, ein festes Namensschema einzuhalten.

Zero Click Suche: Eine Suche, bei der der Nutzer die Antwort direkt auf der Ergebnisseite findet und keine Website besucht. Sie erklärt, warum die Sichtbarkeit wachsen kann, während der Traffic stagniert.

Ein Tipp aus meiner Arbeit: Schauen Sie bei den Core Web Vitals und beim Qualitätsfaktor immer auf die einzelnen Komponenten. Die Gesamtzahl zeigt Ihnen, dass etwas nicht stimmt. Die Komponenten zeigen dagegen, wo Sie ansetzen müssen.

Welche Begriffe im Online Marketing Glossar werden am häufigsten verwechselt?

Die teuersten Fehler entstehen, wenn zwei ähnliche Begriffe als dasselbe gelten. Deshalb habe ich die folgende Tabelle erstellt. Jede Zeile zeigt, was die beiden Begriffe messen und für welche Entscheidung Sie sie nutzen sollten.

BegriffspaarErster Begriff misstZweiter Begriff misstNutzen Sie es für
ROAS und ROIUmsatz im Verhältnis zu WerbeausgabenGewinn nach allen KostenROAS für Kampagneneffizienz, ROI für Rentabilität
CPC und CPAKosten eines KlicksKosten einer ConversionFür Budgetentscheidungen zählt der CPA
Impressionen und ReichweiteAlle EinblendungenEinzelne PersonenGemeinsam lesen, um die Frequenz zu beurteilen
Interaktionsrate und AbsprungrateAnteil der Sitzungen mit InteraktionAnteil der Sitzungen ohne InteraktionQualität von Inhalt und Landingpage
Schlüsselereignis und ConversionWichtiges Ereignis in GA4Aktion in Google AdsAbgleich von Analyse und Werbereport
Robots.txt und noindexSperrt das CrawlingSperrt die IndexierungSeite aus Ergebnissen entfernen: noindex

Vor allem die Verwechslung von ROAS und ROI kostet Geld. Eine Kampagne mit einem ROAS von 3 kann zum Beispiel Verlust machen, wenn Ihre Marge gering ist. Fordern Sie daher von Ihrer Agentur eine Gewinnsicht an, die auch die Warenkosten enthält.

Welche Begriffe prüfen Sie im Monatsbericht zuerst?

Nicht jeder Begriff im Report verdient dieselbe Aufmerksamkeit. Ich empfehle Geschäftsführern die folgende Reihenfolge, denn sie führt von Geschäftsergebnissen hin zu reinen Sichtbarkeitswerten.

  1. Conversions und Conversionwert: Prüfen Sie zunächst, ob das Geschäft tatsächlich gewachsen ist.
  2. CPA oder ROAS: Schauen Sie dann, was dieses Wachstum gekostet hat.
  3. Conversion Rate: Sehen Sie danach, wie gut die Website Besucher in Ergebnisse verwandelt.
  4. Klicks und CTR: Beurteilen Sie anschließend, ob Anzeigen und Suchergebnisse Interesse wecken.
  5. Impressionen und Reichweite: Prüfen Sie schließlich, ob die Sichtbarkeit ausreicht.

Kurz gesagt: Beginnt ein Report mit Impressionen und endet auch dort, fehlt etwas. Den ganzen Ablauf beschreibe ich im Beitrag Marketing Report richtig lesen.

Welche Begriffe schützen Sie in der Zusammenarbeit mit einer Agentur?

Manche Begriffe betreffen weniger das Marketing als den Vertrag. Wer sie kennt, verliert später weder Konten noch Daten.

  • Kontoinhaberschaft: Wer hat Adminrechte für Google Ads, GA4, Search Console und den Meta Business Manager?
  • Conversiondefinition: Lassen Sie sich schriftlich zeigen, welche Aktionen als Conversion zählen.
  • Attributionsmodell: Fragen Sie nach dem Modell der Reports, denn mit dem Modell ändern sich die Zahlen.
  • Verwaltungsgebühr und Mediabudget: Beide sollten als getrennte Posten auf der Rechnung stehen.
  • Datenzugang: Vereinbaren Sie vorab, dass historische Daten bei Ihnen bleiben, wenn der Vertrag endet.

In meiner eigenen Arbeit bei der Google Ads Verwaltung und in der SEO Beratung lege ich Konten immer auf den Namen des Kunden an. Endet die Zusammenarbeit, bleiben die Daten also dort, wo sie hingehören. Diese Transparenz dürfen Sie von jedem Dienstleister erwarten.

Wie halten Sie Ihr Glossar aktuell?

Die Begriffe im Marketing ändern sich mit der Zeit. So hat GA4 im Jahr 2024 die Conversions in Schlüsselereignisse umbenannt, und im selben Jahr hat INP den Wert FID bei den Core Web Vitals ersetzt. Eine Definition von vor fünf Jahren kann heute also unvollständig sein.

Meine Methode ist einfach. Höre ich einen neuen Begriff, prüfe ich zuerst die offizielle Hilfeseite der Plattform. Blogbeiträge helfen bei der Deutung; für die Definition zählt allerdings die Quelle selbst. Zudem lese ich einmal im Monat die Versionshinweise der Tools, die mein Team nutzt.

Dasselbe können Sie mit einer kurzen internen Begriffsliste tun. Notieren Sie neben jeder Definition die Quelle und das Datum der letzten Prüfung. Dann lernen neue Kollegen von derselben Seite wie alle anderen.

Wie machen Sie das Online Marketing Glossar zur gemeinsamen Teamsprache?

Ein Glossar lohnt sich erst, wenn alle dieselben Definitionen verwenden. Nennt der Vertrieb etwas einen Lead und das Marketing dasselbe eine Conversion, passen die Reports nie zusammen. Schreiben Sie deshalb zuerst drei Wörter fest: Conversion, qualifizierter Lead und Verkauf.

Verbinden Sie danach jede Definition mit einer echten Einstellung. Sprechen Sie von einem qualifizierten Lead, legen Sie fest, welches Feld im CRM ihn markiert und wie dieses Signal zurück zu Google Ads gelangt. Sonst belohnt die Werbeplattform weiter Formulare, aus denen nie Umsatz entsteht.

Gehen Sie die Liste schließlich einmal im Monat in einem kurzen Termin durch. Neue Kampagnentypen oder Änderungen in der Messung kommen dann direkt hinzu. Diese kleine Gewohnheit spart in jeder Budgetrunde Stunden.

Was sollten Sie tun, nachdem Sie diese Begriffe kennen?

Das Vokabular zu lernen ist der erste Schritt. Der echte Gewinn entsteht, wenn Sie es auf Ihre eigenen Zahlen anwenden. Öffnen Sie also Ihren nächsten Monatsbericht und legen Sie die Vergleichstabelle aus diesem Beitrag daneben. Fragen Sie dann Ihre Agentur oder Ihr Team nach jeder Zeile, die Sie nicht erklären können.

Bleiben die Antworten vage, ist das ein Warnsignal. Bei Kontoprüfungen gehören undefinierte Begriffe zu den häufigsten Problemen, die ich finde. Möchten Sie Ihre Konten oder Reports von außen prüfen lassen, erreichen Sie mich über meine Seite zur Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Für wen lohnt sich ein Online Marketing Glossar?
Ein Online Marketing Glossar hilft vor allem Inhabern, die Budgets freigeben, Einsteigern im Marketing und Führungskräften, die Agenturangebote vergleichen. Eine gemeinsame Begriffsliste verringert Missverständnisse beim Lesen von Reports und beim Festlegen von Zielen. Zudem spart sie Zeit in Meetings, weil niemand mehr Abkürzungen erklären muss.
Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?
Der ROAS teilt den Werbeumsatz durch die Werbeausgaben. Der ROI misst dagegen den Gewinn nach Warenkosten, Versand, Gebühren und Agenturkosten. Ein hoher ROAS bedeutet deshalb nicht automatisch eine profitable Kampagne. Bei geringer Marge kann ein Konto einen guten ROAS zeigen und trotzdem mit jeder Bestellung Geld verlieren.
Warum heißen Conversions in GA4 jetzt Schlüsselereignisse?
Im März 2024 hat Google die Conversions in GA4 in Schlüsselereignisse umbenannt. So trennt Google wichtige Analyseereignisse klarer von den Conversions, die Sie in Google Ads nutzen. Ihr bestehendes Tracking läuft weiter. Geändert haben sich vor allem die Bezeichnungen in den Berichten und der Abgleich zwischen beiden Systemen.
Bestimmt der Qualitätsfaktor direkt meine Klickkosten?
Nein. Laut Google Ads Hilfe fließt der Qualitätsfaktor nicht direkt in die Auktion ein. Er fasst erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage als Diagnosewert zusammen. Trotzdem lohnt es sich, diese drei Komponenten zu verbessern, denn das stärkt die Leistung der Anzeigen und senkt oft indirekt die Kosten.
Wie berechnet GA4 die Absprungrate?
In GA4 ist die Absprungrate der Anteil der Sitzungen ohne Interaktion. Eine Sitzung zählt als interaktiv, wenn sie länger als 10 Sekunden dauert, ein Schlüsselereignis enthält oder mindestens zwei Seitenaufrufe hat. Diese Definition weicht von Universal Analytics ab, also vergleichen Sie alte und neue Werte nicht direkt miteinander.
Wo prüfe ich die aktuelle Definition eines Begriffs?
Prüfen Sie Definitionen immer an der offiziellen Quelle: Google Ads Hilfe, Google Analytics Hilfe, Google Search Central, web.dev und die Entwicklerdokumentation von Meta. Blogbeiträge helfen bei der Einordnung. Namen und Kennzahlen in den Plattformen ändern sich allerdings regelmäßig, daher bleibt die Plattform selbst die verlässlichste Referenz.
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Talha Aslan
Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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