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Keywords auf Seite 2 finden: Anleitung für die Search Console

Talha Aslan 18 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Was sind Keywords auf Seite 2 und warum lohnen sie sich so schnell?

Keywords auf Seite 2 sind Suchanfragen, deren durchschnittliche Position im Leistungsbericht der Search Console grob zwischen 8 und 20 liegt. Google hält Ihre Seite für diese Anfragen bereits für relevant. Deshalb bringen kleine Verbesserungen oft schneller Ergebnisse als eine komplett neue Seite.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Keywords auf Seite 2 sind Suchanfragen, für die Ihre Website in Google bereits Impressionen erhält, aber knapp außerhalb der ersten Seite steht. In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team, wie wir diese Anfragen in der Search Console finden, der richtigen URL zuordnen und mit kleinen, gezielten Änderungen nach vorn bringen. Am Ende finden Sie eine Priorisierungstabelle und einen Arbeitsplan.

Die Logik ist also einfach. Eine neue Seite muss zunächst in den Index gelangen und danach Vertrauen aufbauen. Eine Seite auf der zweiten Ergebnisseite hat diesen Weg zum großen Teil schon hinter sich. Ihr fehlt meist nur ein schärferer Titel, eine klarere Antwort oder ein paar interne Links.

Im englischen Sprachraum heißen solche Anfragen oft Striking Distance Keywords. Außerdem ist der Klickabstand zwischen dem Ende der ersten Seite und dem Anfang der zweiten Seite groß, denn die meisten Nutzer blättern nicht weiter. Trotzdem sollten Sie das nicht als Rankinggarantie lesen; es geht um eine bessere Chance.

Falls die Search Console für Sie neu ist, lesen Sie zunächst unsere Google Search Console Anleitung für Einsteiger. Dieser Artikel baut auf diesen Grundlagen auf und beschreibt einen engen, praktischen Ablauf.

Wie berechnet die Search Console die durchschnittliche Position?

Für den richtigen Filter müssen Sie die Kennzahl zunächst richtig lesen. Laut der Search Console Hilfe ist der Positionswert die oberste Position, die ein Link Ihrer Website in einer Suche belegt hat. Erscheint Ihre Website zum Beispiel auf Position 3 und 7, zählt für diese Impression der Wert 3.

Danach bildet der Bericht den Durchschnitt dieser Werte. Im Beispiel auf der Google Seite zu Impressionen, Position und Klicks liegt die oberste Position bei einer Anfrage bei 2, bei einer anderen bei 3; der Durchschnitt beträgt also 2,5. Zudem zählt eine Position nur dann, wenn Ihr Link eine Impression erhält.

Dieser letzte Punkt ist deshalb wichtig. Öffnet ein Nutzer die zweite Seite nie, entsteht für Ihr Ergebnis dort bei dieser Suche kein Positionswert. Anders gesagt: Die durchschnittliche Position spiegelt nur tatsächlich gesehene Impressionen. Daher liegen die Impressionen für Keywords auf Seite 2 unter der echten Nachfrage.

  • Klicks: Wie oft Nutzer aus den Google Suchergebnissen auf Ihre Website geklickt haben.
  • Impressionen: Wie oft ein Link zu Ihrer Website in den Ergebnissen erschien oder erscheinen konnte.
  • CTR: Klicks geteilt durch Impressionen.
  • Durchschnittliche Position (Average position): Der mittlere Rang Ihres obersten Ergebnisses.

Bedeutet eine durchschnittliche Position von 11 immer Seite 2?

Nein, nicht immer. Denn eine Ergebnisseite besteht nicht nur aus zehn blauen Links. Bildblöcke, Videoboxen, Fragenboxen und Karussells belegen ebenfalls Positionen. Ein Ergebnis auf Position 11 steht deshalb manchmal weit unten auf Seite 1 und manchmal oben auf Seite 2.

Google weist in der Hilfe selbst darauf hin, dass die durchschnittliche Position irreführend sein kann. Sinnvoller ist es, die Veränderung über die Zeit zu beobachten. Nutzen Sie den Bereich von 8 bis 20 also als weites Netz, nicht als harte Grenze.

Der Durchschnitt fasst zudem Tage, Geräte und Länder in einer Zahl zusammen. Steht eine Anfrage zum Beispiel mobil auf Position 6 und am Desktop auf 16, zeigt der Bericht womöglich einen Wert um 11. Dann liegt das Problem eher in einem Geräteunterschied als in der Seite selbst. Diesen Fall behandeln wir im Artikel warum mobile und Desktop Rankings abweichen.

Kurz gesagt liefert der erste Filter eine Kandidatenliste. Die eigentliche Entscheidung fällt erst, wenn Sie das echte Suchergebnis jedes Kandidaten selbst prüfen.

Welchen Zeitraum wählen Sie für Keywords auf Seite 2?

Der voreingestellte Zeitraum im Leistungsbericht kann kurz sein. Für diese Arbeit wählen wir meist die letzten drei Monate. So verzerren einzelne Tagesschwankungen den Durchschnitt nicht, und sehr alte Daten bleiben außen vor.

Allerdings passt in manchen Fällen ein anderer Zeitraum besser:

  • Saisonale Themen: Wählen Sie den Zeitraum mit der höchsten Nachfrage, sonst wirken die Impressionen zu niedrig.
  • Kürzlich aktualisierte Seiten: Prüfen Sie die Zeit nach der Aktualisierung getrennt, denn alte Positionsdaten verdecken den neuen Stand.
  • Neue Websites: Bei wenig Daten vergrößern sechs Monate oder mehr die Stichprobe.
  • Schnell wechselnde Anfragen: Die letzten vier Wochen zeigen das aktuelle Bild besser.

Außerdem sind die neuesten Daten womöglich noch nicht endgültig. Die Hilfe kennzeichnet sie als vorläufig und zeigt sie im Diagramm als gepunktete Linie. Stützen Sie Ihre Entscheidung daher nicht auf die letzten Tage.

Schließlich sollte der Suchtyp auf Web stehen. Bild und Videoergebnisse verhalten sich anders, und ihre Positionsdaten erzählen eine eigene Geschichte.

Welche Filter nutzen Sie im Leistungsbericht?

Über die Schaltfläche „+ Filter hinzufügen“ (+ Add filter) filtern Sie nach Anfrage, Seite, Land, Gerät und Darstellung in der Suche. Laut der Google Seite zu erweiterter Filterung und Vergleich bieten Anfrage und Seitenfilter zudem eine Option für reguläre Ausdrücke (Custom (regex)) mit RE2 Syntax.

Für Keywords auf Seite 2 setzen wir die Filter in dieser Reihenfolge:

  1. Stellen Sie den Suchtyp auf Web und den Zeitraum auf die letzten drei Monate.
  2. Schließen Sie Anfragen mit Ihrem Markennamen über die Option für nicht passende reguläre Ausdrücke aus.
  3. Ergänzen Sie einen Länderfilter, wenn Sie nur einen Markt bedienen.
  4. Prüfen Sie Geräte bei Bedarf getrennt.
  5. Aktivieren Sie alle vier Kennzahlen im Diagramm, damit die Tabelle diese Spalten zeigt.

Der Regex Filter sucht standardmäßig nach Teiltreffern und ignoriert Groß und Kleinschreibung. Konkret können Sie mehrere Schreibweisen Ihrer Marke mit einem senkrechten Strich trennen und in Klammern setzen. Dann entfernt ein einziger Filter alle Varianten, und in der Liste bleiben nur markenfreie, umkämpfte Suchanfragen.

Andererseits hilft es, Anfragen mit Wörtern wie „wie“, „was“ oder „Preis“ in eigenen Filtern zu gruppieren. Somit bewerten Sie informative und kaufnahe Anfragen in getrennten Listen.

Wie filtern Sie Anfragen mit einer Position zwischen 8 und 20?

In der Oberfläche können Sie die Tabelle nach durchschnittlicher Position sortieren. Den Bereich setzen Sie allerdings am saubersten in exportierten Daten. Deshalb exportieren wir die Tabelle über die Exportoption oben rechts nach Google Tabellen oder in eine CSV Datei.

Anschließend gehen Sie in der Tabelle so vor:

  1. Setzen Sie auf die Positionsspalte einen Filter, der Werte von 8 bis 20 behält.
  2. Sortieren Sie die Spalte Impressionen absteigend.
  3. Entfernen Sie Zeilen mit sehr wenigen Impressionen über eine Untergrenze, die zur Größe Ihrer Website passt.
  4. Ergänzen Sie zwei leere Spalten namens „Intention“ und „Zielseite“.

Warum beginnt der Bereich bei 8? Weil Ergebnisse auf Position 8 bis 10 ganz unten auf Seite 1 stehen. Sie erhalten oft kaum mehr Klicks als Keywords auf Seite 2. Position 20 markiert dagegen das Ende der zweiten Seite. Anfragen jenseits davon brauchen meist ein größeres Inhaltsprojekt statt einer kleinen Korrektur.

Beispielszenario: Stellen Sie sich vor, im Export einer Website namens example.com bleiben rund dreißig Anfragen mit Positionen zwischen 9 und 18 und deutlichen Impressionen übrig. Das ist dann Ihre Arbeitsliste. Den Rest legen Sie für diese Runde beiseite.

Kann das Zeilenlimit der Oberfläche Chancen verbergen?

Ja, bei größeren Websites schon. Die Oberfläche des Leistungsberichts und ihr Export enden bei einer festen Zeilenzahl. Anfragen mit vielen Impressionen füllen den Anfang der Liste, sodass ein Teil des Longtails auf Seite 2 nie auftaucht.

Es gibt mehrere Wege um dieses Limit herum. Zum Beispiel filtern Sie den Bericht Seite für Seite oder Ordner für Ordner und exportieren jeden Ausschnitt einzeln. Außerdem liefern die Search Console API und der Looker Studio Connector deutlich mehr Zeilen. Diese Methoden erklären wir Schritt für Schritt im Beitrag Search Console 1000 Zeilen Limit umgehen; hier wiederholen wir sie nicht.

Hinzu kommen anonymisierte Anfragen. Zum Schutz der Privatsphäre blendet Google sehr seltene Anfragen in der Tabelle aus. Folglich stimmt die Summe der Tabellenzeilen oft nicht mit der Summe im Diagramm überein. Das ist kein Fehler, sondern bekanntes Verhalten des Berichts.

In der Praxis genügt die Liste aus der Oberfläche für die meisten kleinen und mittleren Websites. Hat Ihre Website jedoch Hunderte Artikel, planen Sie den Export nach Ordnern von Anfang an ein.

Wie ordnen Sie jede Anfrage der richtigen Seite zu?

Die Position einer Anfrage allein sagt zu wenig. Sie müssen auch wissen, welche Ihrer Seiten dafür erscheint. Die Seite zu häufigen Aufgaben in der Search Console Hilfe beschreibt den Weg: Sie klicken auf dem Tab „Suchanfragen“ auf eine Anfrage, der Bericht filtert danach, dann wechseln Sie zum Tab „Seiten“.

Dieser Schritt führt zu einem von zwei Ergebnissen. Im ersten Fall sehen Sie eine einzige Seite, und die Aufgabe ist leicht. Im zweiten Fall erscheinen zwei oder drei Seiten für dieselbe Anfrage. Genau dieser zweite Fall ist oft das eigentliche Problem.

Notieren Sie die Zuordnung in Ihrer Tabelle so:

  • Anfrage: Die Suche selbst.
  • Rankende Seite: Die URL mit den meisten Impressionen dafür.
  • Gewünschte Seite: Die URL, die für diese Anfrage ranken soll.
  • Treffer: „Ja“, wenn beide gleich sind, sonst „nein“.

Zeilen mit „nein“ verdienen besondere Aufmerksamkeit. Vielleicht bevorzugt Google die falsche Seite. Womöglich beantwortet Ihre gewünschte Seite die Anfrage nicht gut genug. Um diese Zuordnung dauerhaft festzuhalten, nutzen Sie unsere Anleitung zum Keyword Mapping.

Was tun Sie, wenn zwei Seiten für dieselbe Anfrage ranken?

Wenn zwei Seiten bei einer Suche ständig die Plätze tauschen, bleiben oft beide auf Seite 2 hängen. Google kann nicht entscheiden, welche Seite besser antwortet, und die Signale teilen sich auf. Diesen Zustand nennt man Keyword Kannibalisierung.

Allerdings ist nicht jedes Paar ein Problem. Eine Kategorieseite und ein Ratgeber können zum Beispiel bei derselben Anfrage verschiedene Absichten bedienen und nebeneinander bestehen. Das Problem beginnt erst, wenn zwei Seiten dieselbe Antwort auf dieselbe Frage geben.

Wägen Sie diese drei Optionen ab:

  1. Zusammenführen: Sind die Inhalte fast gleich, übertragen Sie die schwächere Seite in die stärkere und richten eine dauerhafte Weiterleitung ein.
  2. Trennen: Soll jede Seite eine andere Absicht bedienen, schärfen Sie Titel und Fokus.
  3. Signal setzen: Ergänzen Sie einen beschreibenden internen Link von der schwächeren zur stärkeren Seite.

Diese Entscheidungen erläutern wir ausführlich im Beitrag Keyword Kannibalisierung erkennen und beheben. Ein Hinweis vorab: Prüfen Sie vor dem Zusammenführen immer die Klicks und Backlinks beider Seiten.

Welche Keywords auf Seite 2 bearbeiten Sie zuerst?

Sobald Ihre Liste steht, können Sie nicht jeder Zeile denselben Aufwand widmen. Deshalb nutzen wir eine einfache Priorisierungstabelle. Sie wägt Impressionen, Position, Suchintention und den nötigen Aufwand gegeneinander ab.

GruppePositionsbereichImpressionenIntentionNötige ArbeitPriorität
A8 bis 12HochKaufnahTitel, Beschreibung, kurze ErgänzungSofort
B8 bis 12MittelInformativAntwortabsatz, FAQ, interner LinkDiesen Monat
C13 bis 20HochKaufnahNeuer Abschnitt, interne LinksDiesen Monat
D13 bis 20MittelInformativBreitere AbdeckungNächste Runde
EBeliebigNiedrigUnklarZuerst Intention prüfenWarten
FBeliebigBeliebigFalsche SeiteZuordnung oder ZusammenführungZuerst lösen

Die Schwellen für „hoch“ und „mittel“ unterscheiden sich von Website zu Website. Legen Sie sie daher anhand der Verteilung Ihrer eigenen Liste fest; zum Beispiel gilt das obere Drittel als „hoch“. Die Gruppen sind ein Startrahmen aus unserer Praxiserfahrung, keine Garantie.

Zudem verdient Gruppe F einen eigenen Hinweis. Eine Titeländerung vor der Klärung der Zuordnung verpufft häufig. Bestimmen Sie also zuerst die richtige Seite und verbessern Sie sie dann.

Passt die Suchintention zu Ihrer Seite?

Öffnen Sie für jede priorisierte Anfrage das echte Suchergebnis und betrachten Sie Seite 1. Stehen dort lauter Ratgeber und Ihre Seite ist eine Leistungsseite, liegt das Problem in der Intention, nicht im Titel. Google zeigt über die Art der Ergebnisse bereits, was Nutzer erwarten.

Stellen Sie bei dieser Prüfung folgende Fragen:

  • Sind die Ergebnisse auf Seite 1 Ratgeber, Listen, Produkte oder Leistungsseiten?
  • Gibt es eine Fragenbox oder ein Featured Snippet?
  • Welche Unterthemen behandeln die konkurrierenden Seiten, und welche lassen Sie aus?
  • Passt der Typ Ihrer Seite zu dieser Erwartung?

Ist Seite 1 für „Website Geschwindigkeit messen“ zum Beispiel voller Schrittanleitungen, schafft es eine Leistungsseite dort kaum nach oben. Dann ist der richtige Schritt ein passender Ratgeber, der auf die Leistungsseite verlinkt.

Zudem verändern Personalisierung und Standort, was Sie sehen. Prüfen Sie daher in einem privaten Fenster und behandeln Sie ein einzelnes Ergebnis nicht als absolute Wahrheit. Mehr zur Intention lesen Sie im Beitrag Suchintention erkennen und bestimmen.

Welche kleinen Änderungen an Titel und Beschreibung helfen?

Passt die Intention, setzen Sie meist zuerst am Titel an. Fehlt die Hauptphrase der Anfrage im Titel oder steht sie ganz am Ende, macht ein Vorziehen das Thema klarer. Auch die Google Dokumentation zu Titellinks empfiehlt eindeutige, beschreibende und knappe Titel.

Füllen Sie den Titel allerdings nicht nur mit Keywords. Ergänzen Sie ein Versprechen, bei dem Leser denken: Genau das suche ich. Ein Titel wie „Was bestimmt den Preis? Ratgeber Posten für Posten“ erhält zum Beispiel oft mehr Klicks als ein flaches „Preisratgeber“.

Die Meta Description beeinflusst das Ranking nicht direkt, prägt aber die Klickentscheidung. Deuten Sie also die Antwort kurz an und nennen Sie, was Ihre Seite anders bietet. Längen und Muster finden Sie in unserer Anleitung Meta Title und Meta Description schreiben.

Prüfen Sie vor der Veröffentlichung mit unserem Google SERP Vorschau Tool, wie der Titel im Ergebnis wirkt. So erkennen Sie abgeschnittene oder entstellte Titel rechtzeitig. Ändern Sie den Titel schließlich nicht in kurzen Abständen immer wieder; geben Sie jeder Änderung Zeit.

Welche inhaltlichen Ergänzungen bringen eine Seite näher an Seite 1?

Reicht der Titel allein nicht, betrachten Sie den Inhalt. Ziel ist dabei kein kompletter Neubau, sondern das fehlende Stück. Keywords auf Seite 2 deuten oft auf eine Teilfrage hin, die die Seite anreißt, aber nie ganz beantwortet.

Diese Ergänzungen setzen wir am häufigsten um:

  • Direkter Antwortabsatz: Formulieren Sie die Anfrage als Zwischenüberschrift in Frageform und schreiben Sie darunter eine kurze, klare Antwort.
  • Fehlende Zwischenüberschrift: Ergänzen Sie das Unterthema, das die Ergebnisse auf Seite 1 behandeln und Sie auslassen.
  • Vergleichstabelle: Eine schlichte Tabelle, die Optionen nebeneinanderstellt.
  • Aktuelle Beispiele: Korrigieren Sie veraltete Bildschirmnamen, Schritte und Fakten.
  • FAQ Block: Sammeln Sie verwandte Fragen aus dem Anfragenbericht und beantworten Sie sie knapp.

Noch ein Tipp: Betrachten Sie die übrigen Anfragen derselben Seite mit Positionen zwischen 8 und 20. Zeigen mehrere ähnliche Anfragen auf eine Seite, beantworten Sie sie am effizientesten gemeinsam in einem Abschnitt.

Große Überarbeitungen bergen jedoch Risiken. Behalten Sie die bestehende Struktur, damit die Seite ihre guten Rankings nicht verliert. Dieses Risiko besprechen wir im Beitrag Inhalt aktualisiert, Rankings gefallen.

Wie stützen interne Links Ihre Keywords auf Seite 2?

Interne Links zeigen Google, wie wichtig eine Seite innerhalb Ihrer Website ist und welches Thema sie behandelt. Für Keywords auf Seite 2 sind sie oft die günstigste und sicherste Unterstützung. Zudem erfordern sie keine Änderung am Inhalt.

In der Praxis gehen Sie so vor. Zunächst suchen Sie im Tab „Seiten“ die Seiten mit den meisten Impressionen und Klicks. Dann wählen Sie diejenigen aus, die thematisch natürlich passen. Danach setzen Sie von dort einen Link zur Zielseite, mit einem Ankertext, der die Anfrage beschreibt.

Außerdem zählt der Ankertext. Statt „hier klicken“ wählen Sie Worte, die das Thema der Seite nennen. Wiederholen Sie trotzdem nicht in jedem Link exakt dieselbe Phrase. Natürliche Vielfalt liest sich für Menschen und Suchmaschinen besser.

Prüfen Sie außerdem, wie viele Klicks die Zielseite vom Menü, von Kategorieseiten oder verwandten Artikeln entfernt liegt. Eine tief vergrabene Seite ein oder zwei Klicks nach oben zu holen, kann schon für sich einen Unterschied machen. Einen vollständigen Plan bietet unser Leitfaden zur internen Verlinkung als SEO Strategie.

Wie messen Sie die Wirkung jeder Änderung in der Search Console?

Halten Sie jede Änderung mit Datum fest. Ohne zu wissen, welche Seite Sie an welchem Tag wie geändert haben, können Sie das Ergebnis nicht deuten. Ein einfaches Änderungsprotokoll genügt also dafür.

Zur Messung nutzen Sie den Datumsvergleich im Leistungsbericht. Laut der Seite zur erweiterten Filterung zeigt die Tabelle beim Vergleich zweier Zeiträume eine Spalte „Differenz“ (Difference). Wöchentliche oder monatliche Ansichten glätten zudem Schwankungen nach Wochentagen.

Wir halten uns an diese Regeln:

  1. Geben Sie Google nach der Änderung Zeit, die Seite erneut zu crawlen.
  2. Vergleichen Sie zwei gleich lange Zeiträume.
  3. Schauen Sie zuerst auf Impressionen und Klicks, dann auf die Position.
  4. Vermeiden Sie mehrere große Änderungen gleichzeitig an derselben Seite.
  5. Prüfen Sie bei saisonalen Themen auch denselben Zeitraum im Vorjahr.

Auch die Google Seite zu häufigen Aufgaben rät, eher auf die Entwicklung von Impressionen und Klicks zu achten als nur auf die Position. Verbessert sich die Position also von 12 auf 9, die Klicks aber nicht, überarbeiten Sie Titel und Beschreibung erneut. Techniken dafür finden Sie im Beitrag organische Klickrate erhöhen.

Beispielszenario: eine Ratgeberseite auf example.com

Alle Zahlen in diesem Abschnitt sind eine Beispielrechnung und stammen nicht von einem echten Kunden. Stellen Sie sich vor, auf einer Website namens example.com stand die Anfrage „Schreibtisch Maße Homeoffice“ in den letzten drei Monaten im Schnitt auf Position 13, mit deutlichen Impressionen.

Zunächst klicken wir auf die Anfrage und öffnen den Tab „Seiten“. Zwei Seiten erscheinen: eine Produktkategorie und ein Ratgeber. Im echten Suchergebnis ist Seite 1 voller Größenratgeber. Das heißt, die Zielseite ist der Ratgeber.

Danach prüfen wir den Ratgeber. Im Titel fehlt das Wort „Maße“, und der Text behandelt Größen nur in einem Absatz. Somit planen wir drei Änderungen:

  1. Wir ergänzen „Maße“ im Titel.
  2. Wir fügen eine Zwischenüberschrift in Frageform mit einer Tabelle der Standardgrößen ein.
  3. Wir setzen einen beschreibenden Link von der Kategorie zum Ratgeber und einen zurück.

Dann notieren wir das Datum und warten einige Wochen. Verbessern sich Position, Impressionen und Klicks im Vergleich gemeinsam, übertragen wir den Ansatz auf ähnliche Anfragen. Bleibt die Verbesserung aus, kehren wir zur Prüfung der Intention zurück. Kurz gesagt ist jedes Szenario ein Test, dessen Ergebnis Sie in den Daten lesen.

Welche Anfragen gehören nicht auf Ihre Chancenliste?

Nicht jede Anfrage auf Seite 2 ist eine echte Chance. Manche hängen allerdings nur oberflächlich mit Ihrer Website zusammen. Aufwand dafür fehlt Ihnen dann bei den echten Möglichkeiten.

Beim Bereinigen der Liste sortieren wir diese Anfragen aus:

  • Themenfremde Anfragen: Suchen, die ein Wort Ihrer Seite treffen, aber nie zu Geschäft führen.
  • Anfragen nach Wettbewerbermarken: Suchen mit dem Namen einer anderen Marke, die deren offizielle Website meinen.
  • Anfragen in der falschen Sprache: Suchen in Sprachen außerhalb Ihres Zielmarkts.
  • Einmalige Ausschläge: Suchen, die kurz hochschnellen und dann verschwinden.

Legen Sie zudem Anfragen beiseite, deren Absicht Ihrem Angebot widerspricht. Verkaufen Sie etwa eine kostenpflichtige Leistung, bringen Suchen mit „kostenlos“ zwar Besucher, aber selten Aufträge. Zusammengefasst filtern Sie die Liste nach Geschäftswert, nicht nach Impressionen. Dann lohnt jede verbleibende Zeile den Aufwand.

Welche Fehler vermeiden Sie bei Keywords auf Seite 2?

Die Arbeit wirkt einfach, doch einige Fehler wiederholen sich in der Praxis. Diese sehen wir in Kundenprojekten am häufigsten:

  • Die durchschnittliche Position anhand eines einzigen Tages deuten.
  • Markenanfragen in der Liste lassen und leichte Treffer für echte Chancen halten.
  • Die Zuordnung überspringen und die falsche Seite verbessern.
  • Für jede Anfrage eine neue Seite anlegen und so die Kannibalisierung verstärken.
  • Den Titel ständig ändern und keine Zeit zum Messen lassen.
  • Das Keyword gewaltsam in den Text pressen.

Vor allem der letzte Punkt ist wichtig. Google will Inhalte nach vorn bringen, die für Menschen geschrieben sind und ihnen wirklich helfen. Statt die Anfrage zehnmal öfter einzubauen, beantworten Sie also die Frage dahinter besser.

Stützen Sie Entscheidungen außerdem nicht auf verbreitete Annahmen, etwa dass Klicks das Ranking direkt heben. Diese Debatte beleuchten wir samt Googles Aussagen im Beitrag beeinflusst die CTR das Ranking.

Wie oft wiederholen Sie diesen Ablauf?

Keywords auf Seite 2 sind keine feste Liste. Während Sie manche Anfragen auf Seite 1 bringen, rücken neue auf Seite 2 nach. Planen Sie die Arbeit deshalb als Kreislauf.

Für die meisten Websites empfehlen wir eine kurze monatliche Kontrolle und alle drei Monate eine gründliche Runde. In der Monatskontrolle betrachten Sie nur Gruppe A. In der Quartalsrunde ziehen Sie die Liste neu, aktualisieren die Tabelle und schließen erledigte Aufgaben ab.

Ein beispielhafter Monatsablauf sieht so aus:

  1. Erste Woche: Liste exportieren und priorisieren.
  2. In der zweiten Woche: Zuordnungsprobleme lösen.
  3. Dritte Woche: Änderungen an Titel, Inhalt und internen Links veröffentlichen.
  4. Bis zur vierten Woche: Änderungen des Vormonats messen und protokollieren.

Auch kleine Teams können diesem Ablauf folgen. Entscheidend ist Beständigkeit, denn regelmäßige kleine Schritte bringen meist stabilere Ergebnisse als ein einziger großer Wurf.

Wann übergeben Sie diese Arbeit an eine SEO Beratung?

Ist die Liste kurz und die Website klein, können Sie diese Arbeit selbst erledigen. Bei Hunderten Anfragen, vielen Seiten und häufiger Kannibalisierung wächst die Aufgabe jedoch schnell. Dann brauchen Sie einen Plan, der Prioritäten, Messung und Inhaltsentscheidungen verbindet.

Im Rahmen unserer SEO Beratung ermitteln Talha Aslan und Team die Keywords auf Seite 2 Ihrer Website, klären die Zuordnung und verfolgen jede Änderung über die Zeit. Jeden Schritt dokumentieren wir in einem Änderungsprotokoll. Somit sehen Sie gemeinsam mit uns, was jede Maßnahme gebracht hat.

Ehrlich gesagt kann kein Team ein bestimmtes Ranking garantieren. Die Google Ergebnisse ändern sich mit Wettbewerbern, wechselnder Suchintention und Updates des Algorithmus. Unser Versprechen ist, mit den richtigen Daten zu arbeiten, klare Prioritäten zu setzen und Ergebnisse offen zu berichten.

Möchten Sie die Keywords auf Seite 2 Ihrer Website gemeinsam angehen, fordern Sie über unsere Seite zur SEO Beratung ein Angebot an. Schildern Sie uns Ihre aktuelle Lage und Ihre Ziele, dann erstellen wir einen passenden Leistungsumfang.

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Häufig gestellte Fragen

Ist der Bereich von 8 bis 20 für Keywords auf Seite 2 eine feste Regel?
Nein, das ist keine feste Regel. Der Bereich von 8 bis 20 ist ein praktisches Netz, mit dem wir Kandidaten sammeln. Bild, Video und Fragenblöcke auf der Ergebnisseite verschieben die Positionen. Deshalb sollten Sie jeden Kandidaten im privaten Fenster am echten Suchergebnis prüfen. Sie können den Bereich zudem an Ihre Daten anpassen.
Wie lange dauert es, bis eine Anfrage auf Seite 1 steht?
Eine feste Dauer gibt es nicht. Google muss die Seite erneut crawlen und die Änderung bewerten, und auch Wettbewerber bewegen sich. Wir warten nach einer Änderung einige Wochen und vergleichen dann zwei gleich lange Zeiträume. Bleibt eine Verbesserung aus, prüfen wir Intention und Zuordnung erneut, ohne inzwischen weitere große Änderungen vorzunehmen.
Warum sollte ich Markenanfragen aus der Liste entfernen?
Weil Ihre Website bei Markenanfragen ohnehin stark ist und diese keine echte Wettbewerbschance zeigen. Schließen Sie verschiedene Schreibweisen Ihrer Marke über die Option für nicht passende reguläre Ausdrücke aus. Dann bleiben nur markenfreie Suchen übrig. Somit investieren Sie Aufwand in gewinnbare Anfragen und beobachten Markenanfragen getrennt weiter.
Sollte ich für jedes Keyword auf Seite 2 eine neue Seite anlegen?
Meistens nicht. Ordnen Sie die Anfrage zunächst Ihren bestehenden Seiten zu. Gibt es eine passende Seite, ist deren Verbesserung schneller und sicherer. Eine neue Seite kann dazu führen, dass zwei Seiten um dasselbe Thema konkurrieren. Erwägen Sie eine neue Seite nur bei völlig anderer Absicht und verlinken Sie beide Seiten dann sinnvoll.
Was tun, wenn die Position steigt, die Klicks aber nicht?
Beginnen Sie mit Titel und Meta Description. Ist die Seite in den unteren Bereich von Seite 1 gerückt, kann ein klareres Versprechen im Ergebnis die Klickentscheidung verändern. Prüfen Sie außerdem, ob zusätzliche Blöcke auf der Ergebnisseite Ihren Eintrag nach unten drücken. Danach starten Sie einen neuen Messzeitraum und beobachten die Klickrate.
Betrifft das Zeilenlimit der Search Console auch kleine Websites?
Für kleine und mittlere Websites genügt die Liste aus der Oberfläche meist. Zum Problem wird das Limit bei Websites mit vielen Seiten und Longtail Anfragen. Dann exportieren Sie in Ausschnitten über Seiten oder Ordnerfilter oder holen breitere Daten über die API. Welchen Weg Sie auch wählen, halten Sie den Zeitraum dabei konstant.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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