Mobile und Desktop Rankings: Warum sie abweichen und was tun

Warum unterscheiden sich mobile und Desktop Rankings?
Mobile und Desktop Rankings weichen voneinander ab, weil Google die mobile Version Ihrer Seite für Indexierung und Ranking nutzt und weil sich das Layout der Ergebnisseite je nach Gerät ändert. Zudem wächst die Lücke, wenn mobil ein Abschnitt fehlt. Denn kleine Unterschiede sind normal und kein Fehler.
Dieser Beitrag behandelt nur eine Frage: dieselbe Suchanfrage, dieselbe Seite, zwei verschiedene Positionen. Allgemeine Probleme der mobilen Ansicht haben wir separat beschrieben, nämlich in unserem Beitrag zu mobilen SEO Fehlern. Hier erklären wir die Ursachen für abweichende mobile und Desktop Rankings, zeigen die Messung in der Search Console und sagen, wann Sie handeln sollten.
Eine ehrliche Vorbemerkung: Google verspricht an keiner Stelle identische Platzierungen auf jedem Gerät. Deshalb ist unser Ziel nicht, den Unterschied auf null zu bringen. Stattdessen klären wir, ob die Ursache in Ihrer Website, im Layout der Ergebnisseite oder in Ihrer Messung liegt.
Kurz gesagt erklären drei Ursachen die meisten Fälle. Erstens indexiert Google die mobile Version. Zweitens ändert sich das Layout der Ergebnisseite mit dem Gerät. Drittens vergleicht Ihre Messung eventuell zwei unterschiedliche Bedingungen. Daher hilft Ihnen der Rest dieses Leitfadens, die passende Ursache zu finden.
Was bewirkt die mobile Indexierung genau?
Die Dokumentation zur mobilen Indexierung von Google ist eindeutig. Google nutzt die mobile Version der Inhalte einer Website, abgerufen mit dem Smartphone Crawler, für Indexierung und Ranking. Also entscheidet der Inhalt Ihrer mobilen Seite über die Platzierung, nicht der Inhalt der Desktopseite.
Die Dokumentation nennt einen weiteren Kernpunkt: Inhalte, die nur in der Desktopversion stehen, zählen für die Indexierung nicht. Deshalb ist dieser Satz der wichtigste dieses Beitrags. Wenn Sie einen starken Abschnitt mobil ausblenden oder gar nicht laden, sieht Google ihn eventuell nie.
Trotzdem bedeutet mobile Indexierung keine separate Rangliste für Handynutzer. Sie sagt dagegen nur, welche Version Google liest. Sie erklärt nicht jede Positionslücke, denn die zweite große Quelle für Abweichungen ist das Layout der Ergebnisseite.
- Version für Indexierung und Ranking: die mobile Version.
- Inhalte nur auf dem Desktop: Google nutzt sie nicht für die Indexierung.
- Unterschiedliche Layouts sind erlaubt, aber der Hauptinhalt muss gleichwertig sein.
Was passiert, wenn der mobilen Seite Inhalte der Desktopseite fehlen?
Google verlangt, dass der Hauptinhalt auf Mobil und Desktop gleichwertig ist. Das Layout darf abweichen, doch Text, Bilder und Videos, die die Seite tragen, sollten auf beiden Versionen vorhanden sein. Ein fehlender Abschnitt kann Sie bei jeder Suchanfrage zurückwerfen, die auf ihn angewiesen ist.
Zum Beispiel zeigen Sie am Desktop eine Vergleichstabelle samt langer Erklärung, mobil aber nur eine kurze Zusammenfassung. Dann wirkt Ihre Seite bei Suchanfragen, die die Tabelle brauchen, schwach. Ein Wettbewerber mit vollständiger mobiler Seite kann Sie auf dem Handy dann überholen.
Typische Quellen für fehlende Inhalte sind gekürzte Beschreibungen, ausgeblendete Tabellen, Seitenbereiche ohne Entsprechung im mobilen Template und verkürzte Seiten auf einer separaten mobilen Adresse. Außerdem zeigt sich jede dieser Quellen bei anderen Suchanfragen.
- Lange Beschreibungen und Zwischenüberschriften: kürzt das mobile Template sie?
- Tabellen und Vergleiche: stehen sie mobil als Text zur Verfügung?
- Bilder und Videos: laden sie mobil mit denselben URLs und Alternativtexten?
- Verwandte Links und Seitenbereiche: streicht das mobile Template sie komplett?
Außerdem birgt Lazy Loading ein eigenes Risiko. Die Dokumentation warnt, dass Google keine Inhalte lädt, die eine Nutzerinteraktion brauchen. Zum Beispiel zählt ein Abschnitt, der auf einen Tipp oder ein Scrollen wartet, eventuell nicht. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zu Lazy Loading und SEO.
Warum ändert sich das Layout der Ergebnisseite je nach Gerät?
Laut Google Suche Hilfeseite zu abweichenden Ergebnissen versucht Google, die besten Ergebnisse für Ihren Bildschirmtyp zu zeigen, also mobil oder Desktop. Zudem stehen Standort, Sprache und Personalisierung auf derselben Liste. Das Gerät ist somit eine bekannte Eingangsgröße, die Ihre Ergebnisse mitprägt.
In der Praxis sehen Sie bei derselben Suchanfrage am Desktop vielleicht ein Seitenpanel und mobil einen Block ganz oben. Karten, Videos und Fragenboxen können je nach Bildschirmbreite an anderer Stelle landen. Google entscheidet, welche Blöcke auf welchem Gerät erscheinen, und veröffentlicht dazu keine feste Tabelle.
Folglich kann Ihre Seite dieselbe organische Position halten und trotzdem tiefer auf dem Bildschirm stehen. Mobil können ein Kartenblock und ein Videoblock Sie unter den ersten Bildschirm drücken. Am Desktop bleibt dieselbe Seite dagegen eventuell sichtbar.
Allerdings gibt es eine Grenze dessen, was wir behaupten können. Google listet nicht auf, welche Suchanfrage welchen Block auf welchem Gerät auslöst. Beobachten Sie deshalb Ihre eigenen Suchanfragen auf beiden Geräten und stellen Sie drei Fragen. Was steht über meiner Seite? Drückt es sie nach unten? Erscheint mein Wettbewerber in einem anderen Format als ich?
Bewertet Google Signale der Seitenerfahrung pro Gerät?
Hier möchten wir ehrlich sein. Die Dokumentation zur Seitenerfahrung sagt, dass die Kernsysteme des Rankings eine Vielzahl von Signalen betrachten, die zur Seitenerfahrung passen, und dass kein einzelnes Signal entscheidet. Außerdem steht dort, dass die Rankingsysteme Core Web Vitals nutzen.
Allerdings fanden wir in den offiziellen Dokumenten keine klare Aussage, dass diese Signale für jedes Gerät getrennt zählen. Die Seite sagt, dass die Kernsysteme Inhalte im Allgemeinen seitenbezogen bewerten. Eine Trennung nach Geräten beschreibt sie dagegen nicht. Daher wäre die Behauptung, nur Ihre mobile Geschwindigkeit habe Sie am Handy nach unten gezogen, nicht belegt.
Bei der Messung ist das Bild klarer. Die Hilfeseite zum Core Web Vitals Bericht trennt die Daten nach Gerät, also mobil und Desktop, und stützt sich auf reale Nutzungsdaten. Eine URL kann mobil gut und am Desktop verbesserungswürdig sein. Nutzen Sie diese Trennung als Hinweis für die Diagnose, nicht als bewiesene Ursache einer Rankinglücke.
Deshalb folgt unser praktischer Rat aus dieser Unsicherheit. Betrachten Sie Geschwindigkeitsdaten als Hinweis. Sind die mobilen Felddaten schwach, lohnt die Verbesserung ohnehin für Ihre Nutzer. Verknüpfen Sie aber eine bestimmte Positionslücke nicht ohne Beleg damit.
Wie vergleichen Sie mobile und Desktop Rankings in der Search Console?
Der Leistungsbericht der Search Console lässt Sie die Daten nach Gerät trennen: Desktop, Mobilgerät und Tablet. Laut offizieller Hilfeseite können Sie dem Bericht einen Filter hinzufügen, um Daten nach Gerät oder einer anderen Kategorie aufzuteilen. Bezeichnungen in der Oberfläche können sich ändern, suchen Sie daher im Panel nach dem Gerätefilter.
- Öffnen Sie den Leistungsbericht und wählen Sie einen Zeitraum von mindestens mehreren Wochen.
- Grenzen Sie die Daten auf eine einzelne Suchanfrage oder eine einzelne URL ein.
- Richten Sie einen Vergleich ein, mobil auf der einen, Desktop auf der anderen Seite.
- Lesen Sie Impressionen, Klicks, CTR und durchschnittliche Position nebeneinander.
- Halten Sie den Länderfilter konstant. Sonst halten Sie einen Standortunterschied für einen Geräteunterschied.
Schauen Sie dabei auf Seitenebene statt auf eine einzelne Suchanfrage. Denn Anfragen mit nur wenigen Impressionen schwanken stark. Außerdem tippen Nutzer am Handy und am Desktop nicht immer dieselben Anfragen. Ein fairer Vergleich konzentriert sich daher auf Anfragen mit Impressionen auf beiden Geräten.
Betreiben Sie eine separate mobile Adresse, nennt dieselbe Hilfeseite die Zusammenführung per Canonical: Alle Klickdaten landen dann bei einer URL. Prüfen Sie deshalb vor dem Lesen der Zahlen Ihre Canonical Struktur. Die Grundlagen finden Sie in unserer Search Console Anleitung.
Warum kann die durchschnittliche Position in die Irre führen?
Die Hilfeseite definiert die durchschnittliche Position als höchste Position Ihres Links in den Ergebnissen, gemittelt über alle Suchanfragen. Sie ist also ein Durchschnitt und nicht der Rang einer einzelnen Anfrage. Bringt das Handy mehr Long Tail Anfragen, verschiebt sich Ihr Durchschnitt, obwohl Ihre besten Anfragen stabil bleiben.
Außerdem weist dieselbe Seite darauf hin, dass Positionsnummern vom Layout abhängen. Am Desktop kann eine Positionsnummer zum Beispiel auf einen Platz in einem Wissenspanel zeigen. Folglich beschreiben Position 4 und Position 6 auf beiden Geräten nicht denselben optischen Abstand.
Ein kleines Rechenbeispiel, das keine echten Daten zeigt: Eine Seite steht bei Anfrage A auf Platz zwei und bei Anfrage B auf Platz zwanzig. Dann landet der Durchschnitt irgendwo in der Mitte und beschreibt keine der beiden Anfragen. Zeigt das Handy Anfrage B häufiger, verschlechtert sich der Durchschnitt, während Ihr Rang bei Anfrage A gleich bleibt.
Schlüsseln Sie den Durchschnitt deshalb auf Anfrageebene auf. Legen Sie die Position derselben Anfrage auf beiden Geräten nebeneinander. Ignorieren Sie außerdem Zeilen mit sehr wenigen Impressionen. Google selbst rät, eher auf Trends im Zeitverlauf zu achten als auf absolute Positionen.
Welche Unterschiede sind normal und welche deuten auf ein Problem?
Allerdings ist nicht jede Lücke ein Defekt. Die Tabelle fasst typische Situationen und das passende Vorgehen zusammen. Nutzen Sie sie als Ausgangspunkt. Denn jede Website ist anders, und wir können kein Ergebnis zusichern.
| Situation | Mögliche Ursache | So prüfen Sie es | Handlungsbedarf? |
|---|---|---|---|
| Gleiche organische Position, anderer sichtbarer Platz | Layout der Ergebnisseite (Karten, Video, Fragenbox) | Screenshot auf beiden Geräten anfertigen | Meist nein; Inhaltsformate prüfen |
| Mobil deutlich schlechter | Fehlende Inhalte in der mobilen Version | Mobile und Desktopseite nebeneinander vergleichen | Ja, Inhalte angleichen |
| Kleine Schwankungen bei wenigen Anfragen | Wenige Impressionen, natürliche Schwankung | Längeren Zeitraum ansehen | Nein; beobachten |
| Strukturierte Daten nur mobil fehlend | Markup fehlt in der mobilen Version | Mobile Version der Seite testen | Ja, beide Versionen angleichen |
| Schwache reale Daten mobil | Langsames Laden oder instabiles Layout | Core Web Vitals Bericht je Gerät öffnen | Ja, aber nicht als einzige Ursache deuten |
| Bei Ihnen anders, bei anderen gleich | Personalisierung, Standort | Privates Fenster und anderen Standort testen | Nein; Messung in die Search Console verlegen |
Die letzte Zeile ist besonders wichtig. Viele Meldungen der Art "mein mobiles Ranking ist gefallen" stammen aus manuellen Prüfungen unter unterschiedlichen Bedingungen. Werten Sie eine manuelle Prüfung daher nicht als Beweis. Bestätigen Sie sie mit Daten der Search Console und planen Sie Arbeit nur für Lücken, die sich halten.
Wie trennen Sie Personalisierung und Standort von einem Geräteunterschied?
Die Google Suche Hilfeseite sagt klar, dass Personalisierung die Reihenfolge der Ergebnisse beeinflussen kann. Zudem verändern auch Standort und Sprache die Ergebnisse. Eine andere Reihenfolge auf dem Handy als auf dem Laptop heißt also nicht immer, dass ein Geräteunterschied vorliegt.
Konkret: Für einen sauberen Vergleich legen Sie die Variablen fest. Nutzen Sie dasselbe Netzwerk, dieselbe Sprache und ein Fenster, das die Ergebnisse nicht über Ihren Verlauf formt. Selbst dann liefert die Methode einen Hinweis und nicht die exakte Sicht, die Google auf Ihre Seite hat.
- Prüfen Sie im selben Netzwerk, in derselben Sprache und mit derselben Ländereinstellung.
- Nutzen Sie ein abgemeldetes oder verlaufsneutrales Fenster.
- Machen Sie einen Screenshot und notieren Sie das Datum.
- Wiederholen Sie dieselbe Suche einige Tage später.
Somit grenzen diese Schritte ein, woher die Lücke kommt. Bleibt sie nach allen vier Schritten bestehen, verlegen Sie die Messung in die Search Console, wo Sie das aggregierte Bild realer Nutzer lesen. Zu diesem Thema haben wir einen eigenen Beitrag geschrieben: warum Sie andere Google Rankings sehen.
Wie diagnostizieren Sie mobile und Desktop Rankings Schritt für Schritt?
Die folgende Reihenfolge zeigt, wie unser Team bei dieser Beschwerde vorgeht. Behalten Sie die Reihenfolge bei. Erst messen, dann korrigieren.
- Bestätigen Sie die Lücke in der Search Console: gleiche Anfrage, gleiches Land, langer Zeitraum.
- Prüfen Sie, ob die Lücke eine Anfrage oder die ganze Seite betrifft.
- Machen Sie einen Screenshot der mobilen Ergebnisseite und suchen Sie Layoutunterschiede.
- Öffnen Sie die mobile Seite und vergleichen Sie ihren Inhalt mit der Desktopseite.
- Prüfen Sie, ob Markup und Titelangaben in beiden Versionen übereinstimmen.
- Lesen Sie den Core Web Vitals Bericht für mobil und Desktop getrennt.
- Warten Sie nach einer Korrektur einige Wochen und wiederholen Sie denselben Vergleich.
Die Reihenfolge ist wichtig. Schreiben Sie Inhalte um, bevor Sie einen Layoutunterschied bemerken, jagen Sie einer Lücke nach, die ohnehin normal war. Dann verlieren Sie Zeit und Mühe ohne Nutzen.
Wie prüfen Sie die Inhaltsgleichheit auf der mobilen Version?
Zunächst beginnen Sie auf Ihrem eigenen Handy. Dann öffnen Sie die Seite und legen die Desktopseite daneben. Markieren Sie Überschriften, Absätze, Tabellen, Bilder und Videos einzeln. Notieren Sie jeden Hauptinhalt, der mobil verborgen bleibt oder nie lädt.
Vergleichen Sie danach den Inhalt, nicht das Design. Ein Abschnitt in einem mobilen Menü kann zum Beispiel in Ordnung sein. Die eigentliche Frage lautet, ob der Abschnitt auf der mobilen Seite überhaupt existiert. Die Dokumentation erlaubt unterschiedliche Layouts und verlangt gleichwertigen Inhalt.
Für einen schnellen ersten Check probieren Sie unser Tool zum Mobile Friendly Test und lesen Sie den Beitrag zur Mobilfreundlichkeit. Für einen tieferen Blick lassen Sie zudem den SEO Check über die Seite laufen.
Allerdings reicht bei großen Websites manuelle Prüfung nicht. Wählen Sie je Template einige repräsentative Seiten: ein Produkt, eine Kategorie, einen Artikel, eine Leistungsseite. Vergleichen Sie jeweils beide Versionen. Finden Sie die Lücke auf Template Ebene, erreicht eine Korrektur Hunderte Seiten.
Müssen Markup und Metaangaben in beiden Versionen gleich sein?
Ja. Die Dokumentation zur mobilen Indexierung empfiehlt dieselben strukturierten Daten in beiden Versionen. Sie nennt Breadcrumb, Produkt und Video als Einstieg. Außerdem bittet sie darum, Titel und Beschreibungen konsistent zu halten.
Ebenso sollten die Robots Anweisungen übereinstimmen. Trägt die mobile Version eine andere Robots Anweisung, drohen Indexierungsprobleme. Google indexiert die mobile Version, daher hilft eine korrekte Einstellung allein am Desktop nicht.
- Strukturierte Daten: gleiche Typen und gleiche Felder in beiden Versionen.
- Titel und Beschreibungen: konsistent über alle Versionen.
- Robots Anweisungen: in beiden identisch.
- Bilder und Videos: dauerhafte URLs und konsistente Alternativtexte.
Wenn Sie Markup selbst bauen, bietet unser Schema Generator einen Startpunkt. Testen Sie danach die mobile Version separat.
Senkt eine langsame mobile Seite das Ranking?
Google sagt, dass Rankingsysteme Core Web Vitals nutzen. Dieselbe Dokumentation sagt, dass gute Werte keinen Spitzenplatz garantieren. Zudem behält die Relevanz ihr Gewicht, auch wenn die Seitenerfahrung schwach ist.
Lesen Sie beide Aussagen zusammen. Ist Ihre mobile Geschwindigkeit schlecht, lohnt eine Korrektur, weil Sie Besucher verlieren. Dennoch haben wir keine offizielle Grundlage für die Aussage, dass allein die mobile Geschwindigkeit eine bestimmte Positionslücke zwischen den Geräten verursacht hat.
Planen Sie Geschwindigkeitsarbeit daher als Investition in die Nutzererfahrung, nicht als Ranking Hebel. Starten Sie mit realen Daten und gehen Sie dann zu Labortests über. Unser Leitfaden zu Core Web Vitals liefert den Rahmen, der Beitrag zu SEO und Nutzererfahrung verknüpft ihn mit dem Ranking.
Zeigen Rank Tracker den Geräteunterschied korrekt?
Rank Tracker von Drittanbietern können einen Gerätetyp simulieren und so mobile und Desktop Rankings messen. Allerdings stimmen ihre Daten eventuell nicht mit dem überein, was echte Nutzer sehen. Standort, Sprache und Personalisierung variieren bei echten Nutzern, während ein Tool unter einer festen Annahme misst.
Nutzen Sie einen Tracker daher als Trendanzeige und nicht als letzte Instanz. Zeigt das Tool einen mobilen Rückgang, bestätigen Sie ihn in der Search Console. Zeigen beide Quellen in dieselbe Richtung, können Sie dem Befund mehr vertrauen.
- Legen Sie Gerätetyp, Land und Sprache fest.
- Messen Sie an denselben Tagen und zur selben Tageszeit.
- Prüfen Sie den Trend des Tools gegen die Search Console.
- Achten Sie auf Wochentrends statt auf Sprünge an einem Tag.
Halten Sie unabhängig vom Tool die Einstellungen schriftlich fest: Gerät, Land, Sprache und Datum. So können Sie den Vergleich Monate später unter gleichen Bedingungen wiederholen. Lesen Sie außerdem unseren Beitrag zu Ranking Schwankungen als eigenes Thema.
Beispielszenario: Platz 3 am Desktop und Platz 6 mobil, was tun Sie?
Dies ist ein Beispielszenario und kein Kundenergebnis. Ihr Artikel steht bei einer Anfrage am Desktop auf Platz drei und mobil auf Platz sechs. Erstens ist Ihr erster Reflex vielleicht, mehr Inhalt zu schreiben. Wir raten Ihnen dagegen, zuerst zu messen.
Zunächst vergleichen Sie Anfrage und Gerät in der Search Console über vier Wochen. Bleibt die Lücke, machen Sie einen Screenshot der mobilen Ergebnisseite. Steht ganz oben ein Videoblock, ist Ihre organische Position eventuell unverändert, und die Lücke entsteht allein durch die Platzierung.
Zeigt der Screenshot keinen solchen Block, vergleichen Sie Ihre mobile Seite mit der Desktopseite. Angenommen, Sie finden eine fehlende Tabelle oder einen ausgeblendeten Abschnitt. Dann ergänzen Sie ihn in der mobilen Version, warten vier Wochen und wiederholen denselben Vergleich. Ein Ergebnis können wir nicht garantieren.
Also illustrieren die Zahlen nur die Methode. Lesen Sie Ihre eigene Lücke mit Ihren eigenen Daten. Beachten Sie außerdem, dass frische Seiten aus einem anderen Grund schwanken, siehe unseren Beitrag zu neuen Inhalten, die erst ranken und dann fallen.
Wann warten Sie ab und wann handeln Sie?
Bei kleinen und kurzen Lücken ist Abwarten sinnvoll. Positionsnummern schwanken bei Anfragen mit wenigen Impressionen ganz natürlich. Folglich braucht eine Lücke, die sich binnen Tagen schließt, selten Arbeit.
Andererseits verdienen dauerhafte und große Einbrüche, die nur mobil auftreten, Aufmerksamkeit. Beheben Sie fehlende Inhalte, abweichende Robots Anweisungen oder fehlendes Markup sofort. Sie widersprechen den Regeln zur Gleichwertigkeit, die Google selbst empfiehlt.
- Abwarten: kurze, kleine Lücken bei Anfragen mit wenigen Impressionen.
- Untersuchen: Einbrüche über mehr als zwei Wochen, die nur auf einem Gerät auftreten.
- Beheben: fehlende Inhalte, fehlendes Markup oder Robots Unterschiede in der mobilen Version.
Wenn Sie handeln, ändern Sie immer nur eine Sache und notieren das Datum. Ändern Sie dagegen fünf Dinge gleichzeitig, wissen Sie nicht, was gewirkt hat. Das verlangt Geduld, ist aber die sauberste Methode.
Was gilt, wenn Sie eine separate mobile URL betreiben?
Manche ältere Websites halten die mobile Version auf einer eigenen Adresse. In diesem Aufbau zählt die mobile Indexierung noch mehr, denn Google liest die mobile Version, und alles vom Desktop muss dort vorhanden sein. Somit kann sich jeder fehlende Abschnitt im Ranking zeigen.
Außerdem müssen die Canonical und Alternate Beziehungen zwischen beiden Adressen stimmen. Wie die Hilfeseite der Search Console erklärt, landen nach der Zusammenführung alle Klickdaten bei einer URL. Sie müssen daher beim Lesen der Berichte wissen, welche Adresse als Hauptadresse gilt.
Bei einer neuen Website senkt ein responsives Design Ihren Pflegeaufwand. Wir sagen das als Tendenz für leichtere Wartung und nicht als Regel. Für das größere Bild lesen Sie unseren Beitrag zu Mobile First Design.
Welche Fehlinterpretationen kommen am häufigsten vor?
Zunächst: Unser Team sieht immer wieder dieselben falschen Schlüsse. Deshalb führt jeder zu unnötiger Arbeit und falschen Prioritäten. Nutzen Sie die Liste als Checkliste, bevor Sie einen Bericht schreiben.
- Eine einzelne manuelle Suche als festes Ranking zu behandeln.
- Die durchschnittliche Position als Rang einer einzelnen Anfrage zu lesen.
- Einen Layoutunterschied als Rankingverlust zu deuten.
- Die mobile Geschwindigkeit ohne Beleg zur einzigen Ursache zu erklären.
- Die Website ständig zu ändern, um eine Lücke binnen Tagen zu schließen.
Diese Fehler haben eine Gemeinsamkeit: Man entscheidet, bevor man misst. Messen Sie zuerst und suchen Sie dann nach Ursachen. Wer auf die falsche Ursache setzt, verschwendet Budget und Zeit.
Wie berichten Sie diese Lücke an die Geschäftsführung oder an Kunden?
Schreiben Sie in den Bericht über mobile und Desktop Rankings nicht "unser mobiles Ranking ist schlecht". Nennen Sie stattdessen, welche Anfrage, welches Gerät, welchen Zeitraum und welche Messung Sie meinen. Ergänzen Sie neben den Zahlen einen Hinweis zum Layout der Ergebnisseite.
Teilen Sie außerdem die Ursache in drei Gruppen: aus Ihrer Website, aus dem Ergebnislayout und aus der Messung. So sieht der Leser sofort, welcher Punkt Handlung verlangt. Außerdem senkt diese Struktur unnötige Panik und unnötigen Aufwand.
Auch die Klickrate hilft im Bericht. Um die CTR beider Geräte getrennt zu lesen, nutzen Sie unser Tool zur CTR Berechnung. Bleibt die Position stabil und die CTR sinkt, liegt das Problem eventuell in der Platzierung. Ihr Snippet sehen Sie zudem in der Google SERP Vorschau.
Wie unterstützt Sie unser Team bei dieser Frage?
Talha Aslan und Team arbeiten seit 2012 in SEO und technischen Audits. Meldet ein Kunde eine solche Lücke, bestätigen wir daher zuerst die Daten. Danach prüfen wir mobile Seite und Ergebnislayout gemeinsam. Ergebnisse versprechen wir nie, doch wir trennen klar, was Korrektur braucht und was Geduld.
Unser Ablauf ist einfach. Wir ziehen Daten der Search Console nach Gerät, beobachten die Ergebnisseite auf beiden Geräten und listen Unterschiede bei Inhalt, Markup und Robots Anweisungen zwischen mobiler und Desktopseite auf. Daraus entsteht eine klare Tabelle, die zeigt, welche Punkte echte Probleme sind und welche nur Platzierungseffekte.
Möchten Sie diesen Vergleich gemeinsam auf Ihrer Website durchführen, sehen Sie sich unsere SEO Beratung an. Zu verwandten Themen lesen Sie, warum Nutzer andere Rankings sehen und warum SEO nicht funktioniert. Kurz gesagt: erst messen, dann entscheiden.



