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Google Play Datensicherheit: Formular richtig ausfüllen ohne Ablehnung

Talha Aslan 18 Minuten Lesezeit 2 Aufrufe

Kurze Antwort

Was ist der Google Play Datensicherheit Abschnitt und wie füllen Sie das Formular aus?

Der Google Play Datensicherheit Abschnitt ist eine verpflichtende Erklärung in der Play Console. Darin geben Sie an, welche Nutzerdaten Ihre App erhebt, welche Daten sie an Dritte weitergibt und wie Sie diese Daten schützen. Zum Ausfüllen erfassen Sie zuerst alle Datenflüsse Ihrer App und ihrer SDKs. Danach beantworten Sie jede Frage auf Basis dieser Übersicht.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

Vermutlich sind Sie hier gelandet, weil die Play Console eine Warnung zeigt, ein Update hängt oder Sie vor dem ersten Release unsicher sind. Keine Panik. Beginnen Sie mit diesen fünf Schritten:

  1. Listen Sie alle Daten auf, die Ihre App vom Gerät sendet, auch an Dienste von Drittanbietern.
  2. Öffnen Sie die Datensicherheitshinweise jedes SDK (Software Development Kit) in Ihrem Build und ergänzen Sie die Liste.
  3. Prüfen Sie, ob Ihre Datenschutzerklärung genau dasselbe sagt wie diese Liste.
  4. Falls Nutzer ein Konto anlegen können, bereiten Sie einen Löschweg in der App und einen Löschlink im Web vor.
  5. Füllen Sie das Formular anhand dieser Unterlagen aus und lesen Sie die Vorschau.

In diesem Leitfaden zeigen Talha Aslan und Team den gesamten Ablauf. Die Regeln haben wir im offiziellen Hilfeartikel der Play Console zum Abschnitt Datensicherheit geprüft. Allerdings passt Google Fragen und Umfang gelegentlich an. Prüfen Sie daher immer den aktuellen Wortlaut auf der offiziellen Seite.

Welche Apps müssen das Formular ausfüllen?

Laut offizieller Hilfeseite müssen alle Entwickler mit einer veröffentlichten App das Google Play Datensicherheit Formular ausfüllen. Das betrifft nicht nur den Produktionstrack. Auch Apps im geschlossenen und im offenen Test brauchen ein vollständiges Formular. Zudem gilt die Pflicht für vorinstallierte Apps, die ihre Updates über Google Play beziehen.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Apps, die ausschließlich im internen Testtrack aktiv sind, brauchen das Formular nicht. Solange also nur Ihr eigenes Team frühe Builds testet, können Sie es noch zurückstellen. Sobald Sie in den geschlossenen Test wechseln, beginnt jedoch die Pflicht. Deshalb bereiten wir das Formular immer vor dem geschlossenen Test vor. Neue private Konten durchlaufen zudem eine lange Testphase; mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zum geschlossenen Test bei Google Play.

Außerdem fallen Systemdienste und private Apps nicht unter die Pflicht. Verteilen Sie eine App nur innerhalb Ihrer eigenen Organisation, dann prüfen Sie auf der offiziellen Seite, ob diese Ausnahme auf Sie zutrifft.

Braucht auch eine App ohne Datenerhebung das Formular?

Ja. Google schreibt das ausdrücklich: Auch Entwickler, deren Apps keine Nutzerdaten erheben, müssen das Formular ausfüllen und einen Link zur Datenschutzerklärung angeben. Der Unterschied liegt darin, dass Sie dann den größten Teil überspringen. Im ersten Abschnitt erklären Sie einfach, dass Sie keine Daten erheben und keine Daten weitergeben.

Allerdings passiert hier ein typischer Fehler. Viele Entwickler denken so: „Wir haben keinen Server, also erheben wir nichts.“ Sendet aber ein Werbe SDK, eine Analysebibliothek oder ein Absturzbericht Tool Daten vom Gerät, dann zählt das als Ihre Erhebung. Ein komplett offline arbeitender Taschenrechner darf zum Beispiel ehrlich „keine Daten“ angeben. Sobald Sie in dieselbe App Werbung einbauen, gehören Gerätekennungen und App Interaktionen jedoch sehr wahrscheinlich ins Formular.

Kurz gesagt: Gehen Sie die Abhängigkeiten in Ihrer Builddatei Zeile für Zeile durch, bevor Sie „keine Daten“ angeben. Im Zweifel lesen Sie die Hinweise des jeweiligen SDK Anbieters.

Was meint Google genau mit „Datenerhebung“?

Die offizielle Definition ist eindeutig. Erhebung bedeutet, dass Ihre App Daten vom Gerät des Nutzers nach außen überträgt. Gelangen Daten also vom Gerät auf Ihren Server, zu einem Clouddienst oder zu einem SDK Anbieter, dann gelten sie als erhoben. Ebenso zählen Daten, die Ihre App über eine von ihr gesteuerte Webview sammelt.

Zwei Fälle fallen allerdings nicht unter diese Definition:

  • Daten, die Ihre App nur auf dem Gerät verarbeitet und nirgendwohin sendet.
  • Daten mit Ende zu Ende Verschlüsselung, die kein Vermittler lesen kann, auch Sie selbst nicht.

Achten Sie außerdem auf pseudonyme Daten. Laut Google müssen Sie pseudonyme Daten angeben, wenn man sie vernünftigerweise wieder einem Nutzer zuordnen kann. Eine zufällige Nutzer ID enthält zum Beispiel keinen Namen. Lässt sie sich aber mit Ihren Kontodaten verknüpfen, dann müssen Sie sie angeben. Fragen Sie sich daher immer, ob ein Datum mit einem anderen Datensatz zusammenpasst.

Was bedeutet „Weitergabe“ und welche Übertragungen sind ausgenommen?

Weitergabe heißt, dass Sie Nutzerdaten aus Ihrer App an einen Dritten übertragen. Das kann von Server zu Server geschehen, auf dem Gerät an eine andere App, über ein SDK oder über eine Webview, die Sie steuern. Dritter ist jede Organisation außer Ihnen selbst und Ihren Dienstleistern.

Die offizielle Seite nennt zudem Übertragungen, die Sie nicht als Weitergabe angeben müssen:

  • Übertragungen an Dienstleister, die Daten in Ihrem Auftrag und nach Ihren Anweisungen verarbeiten.
  • Übertragungen aufgrund bestimmter rechtlicher Pflichten oder behördlicher Anfragen.
  • Übertragungen, die der Nutzer selbst auslöst und erwartet, oder die auf einem deutlichen Hinweis mit Einwilligung in der App beruhen.
  • Daten, die Sie vollständig anonymisieren, sodass niemand sie einer Person zuordnen kann.

Die Dienstleisterausnahme sorgt für die meisten Fehler. Laut den FAQ von Google erfüllt ein SDK, das über mehrere Kunden hinweg Werbeprofile aufbaut, diese Bedingung nicht. Ein Werbenetzwerk als „unseren Dienstleister“ zu bezeichnen, um die Weitergabe nicht anzugeben, ist daher meist falsch.

Was ist flüchtige Verarbeitung und wie geben Sie sie an?

Flüchtige Verarbeitung (ephemeral processing) bedeutet: Sie halten Daten nur im Arbeitsspeicher und nicht länger, als Sie für eine konkrete Anfrage in Echtzeit brauchen. Das offizielle Beispiel ist eine Wetter App. Sie nutzt den Standort nur, um die aktuelle Vorhersage abzurufen, und speichert ihn nicht.

Müssen Sie diese Daten also trotzdem angeben? Ja. Sie nehmen flüchtig verarbeitete Daten in Ihre Antworten auf. Erfüllen sie die Definition, zeigt Google sie im Store Eintrag allerdings nicht an. Sie verschweigen sie also nicht, sondern kennzeichnen sie lediglich als flüchtig.

Google zieht dabei eine klare Grenze. Daten für Werbung oder Nutzerprofile gelten nie als flüchtig. Nehmen Sie als Beispielszenario eine Bestell App für Essen. Nutzen Sie den Standort nur, um im Moment die nächste Filiale zu finden, kann das flüchtig sein. Speichern Sie denselben Standort für gezielte Aktionen, dann ist er nicht mehr flüchtig und braucht eine vollständige Angabe.

Welche Datentypen umfasst der Google Play Datensicherheit Abschnitt?

Zunächst ordnet Google die Datentypen in Kategorien. Im Formular markieren Sie für jede Kategorie, welche Untertypen Sie erheben und welche Sie weitergeben. Die offizielle Seite nennt unter anderem diese Kategorien:

  • Standort: ungefährer und genauer Standort.
  • Persönliche Daten: Name, E-Mail Adresse, Nutzer IDs, Adresse, Telefonnummer und weitere, teils sensible Angaben.
  • Finanzdaten: Zahlungsinformationen, Kaufverlauf und weitere Finanzdaten.
  • Nachrichten, Fotos, Videos und Audio: Nachrichten in der App, Fotos, Videos und Sprachaufnahmen.
  • Dateien, Kalender und Kontakte: Dokumente, Kalendertermine und Adressbuch.
  • App Aktivität und Webbrowsing: Interaktionen, Suchverlauf in der App, installierte Apps und Browserverlauf.
  • App Informationen und Leistung: Absturzprotokolle und Diagnosedaten.
  • Geräte oder andere Kennungen.

Übersehen Sie die Absturzprotokolle nicht. Nutzen Sie etwa Crashlytics, dann erheben Sie Leistungsdaten. Wie diese Tools mit der Store Qualität zusammenhängen, erklären wir im Beitrag zur App Absturzrate und den Grenzwerten der Stores.

Wie geben Sie Daten an, die Ihre SDKs erheben?

Die offizielle Regel ist klar. Sie müssen auch Daten angeben, die Bibliotheken und SDKs von Drittanbietern in Ihrer App erheben oder weitergeben. Ob die Daten bei Ihnen oder direkt beim SDK Anbieter landen, spielt keine Rolle. Außerdem betont Google, dass Sie selbst dafür sorgen müssen, dass dieser Code den Play Richtlinien entspricht.

Deshalb erstellen wir in jedem Projekt ein SDK Verzeichnis. Der Ablauf sieht so aus:

  1. Listen Sie alle Abhängigkeiten aus der Builddatei auf, auch indirekt eingebundene Bibliotheken.
  2. Suchen Sie die Datensicherheitshinweise, die jeder SDK Anbieter veröffentlicht.
  3. Prüfen Sie nach Möglichkeit den Google Play SDK Index auf bekanntes Datenverhalten.
  4. Notieren Sie, welche Einstellung welches SDK zu welcher Übertragung veranlasst; haben Sie etwa die Werbe ID abgeschaltet, halten Sie das fest.
  5. Übertragen Sie das Verzeichnis ins Formular und aktualisieren Sie es mit jedem Release.

Nehmen Sie als Beispielszenario eine App mit drei SDKs für Analyse, Werbung und Absturzberichte. Selbst wenn Ihr eigener Server nur eine E-Mail Adresse speichert, muss das Formular dann auch Gerätekennungen, Interaktionen und Diagnosedaten abdecken.

Wie wählen Sie die Verwendungszwecke aus?

Für jeden Datentyp wählen Sie, warum Sie ihn erheben und warum Sie ihn weitergeben. Beide Zwecke sind unabhängig voneinander und können sich daher für dieselben Daten unterscheiden. Die offizielle Liste der Zwecke lautet:

  • App Funktionalität.
  • Analyse.
  • Kommunikation des Entwicklers.
  • Werbung oder Marketing.
  • Betrugsprävention, Sicherheit und Compliance.
  • Personalisierung.
  • Kontoverwaltung.

Richten Sie sich vor allem nach der tatsächlichen Nutzung. Verwenden Sie die E-Mail Adresse zum Beispiel für den Login und für einen Newsletter, dann wählen Sie neben der Kontoverwaltung auch die Kommunikation des Entwicklers. Andererseits ist es ebenfalls ein Fehler, vorsorglich jeden Zweck anzukreuzen. Das zeigt Nutzern eine aufgeblähte Übersicht und widerspricht womöglich Ihrer Datenschutzerklärung.

In der Praxis füllen Sie die Zwecke am besten gemeinsam mit Ihren Entwicklern aus, während Code und Verträge vor Ihnen liegen.

Wie unterscheiden Sie zwischen erforderlichen und optionalen Daten?

Im Formular kennzeichnen Sie jeden erhobenen Datentyp als erforderlich oder optional. Optional heißt, dass Nutzer selbst entscheiden, ob sie die Daten angeben, oder die Erhebung ein und ausschalten können.

Allerdings knüpft Google diese Kennzeichnung an eine strenge Bedingung. Sie dürfen Daten nur dann als optional angeben, wenn alle Nutzer unabhängig von Gerät oder Region die Erhebung ablehnen, aktivieren oder überspringen können. Verlangt irgendeine Version Ihrer App die Daten zwingend, dann muss Ihre Angabe erforderlich lauten.

Ein Beispielszenario: Eine Fitness App lässt Smartphone Nutzer das Profilfoto überspringen, aber die Tablet Version verlangt bei der Registrierung ein Foto. In diesem Fall dürfen Sie das Foto nicht als optional kennzeichnen. Testen Sie daher jeden Registrierungsablauf einzeln, wenn sich Ihre Plattformen unterscheiden. Wir haben diese Prüfung fest in unsere Testliste vor dem Release aufgenommen. So widerspricht keine Angabe im Formular einem versteckten Unterschied im Produkt.

Wie beantworten Sie die Frage zur Verschlüsselung bei der Übertragung?

Im Bereich der Sicherheitspraktiken fragt Google, ob Sie Daten bei der Übertragung verschlüsseln. Google erwartet, dass Sie dabei die besten Branchenstandards einhalten, und nennt TLS und HTTPS als gängige Beispiele.

Ein Detail ist allerdings entscheidend. Sie dürfen nur dann mit „Ja“ antworten, wenn die Verschlüsselung für alle Nutzerdaten gilt, die Ihre App und ihre SDKs erheben und übertragen. Nutzt Ihre Haupt API also HTTPS, sendet aber ein alter Endpunkt Bilder oder Protokolle über einfaches HTTP, dann stimmt Ihre Antwort nicht.

Deshalb empfehlen wir diese Prüfungen:

  • Beobachten Sie den Netzwerkverkehr Ihrer App auf einem Testgerät und suchen Sie nach unverschlüsselten Anfragen.
  • Fragen Sie Ihren Entwickler, ob die Netzwerksicherheitskonfiguration Klartextverkehr erlaubt.
  • Stellen Sie sicher, dass auch jede Seite in einer Webview über HTTPS lädt.

Für die Webseite dieses Themas ist unser Leitfaden zum SSL Zertifikat und zur HTTPS Sicherheit ein guter Einstieg.

Warum ist die Frage zur Datenlöschung so wichtig?

Das Formular fragt, ob Nutzer die Löschung ihrer Daten beantragen können. Die offizielle Seite schreibt dafür keinen bestimmten Mechanismus vor. Sie verlangt aber, dass Nutzer den Weg leicht finden und ohne Hürden nutzen können. Als Beispiele nennt Google eine Funktion in der App, ein Kontaktformular oder eine eigene E-Mail Adresse.

Zudem wird Ihre Antwort zu einer Information, die Nutzer im Store Eintrag sehen. Sie dürfen die passende Option wählen, wenn Sie einen Löschantrag anbieten oder Daten innerhalb der von Google genannten Frist automatisch löschen oder anonymisieren. Bewahren Sie einige Daten aus rechtlichen Gründen oder zur Missbrauchsabwehr auf, schließt Sie das nicht aus.

Der angegebene Weg muss allerdings funktionieren. Liest zum Beispiel niemand das Postfach, auf das Sie verweisen, dann existiert Ihre Angabe nur auf dem Papier. Daher raten wir zu einem einfachen Ablauf, der jeden Löschantrag protokolliert, und zu einer Datenschutzerklärung, die Ihre Bearbeitung beschreibt. Aktuelle Fristen und Bedingungen prüfen Sie auf der offiziellen Seite.

Wie bereiten Sie den Link zur Kontolöschung vor?

Können Nutzer in Ihrer App ein Konto anlegen, dann verlangt Google zwei Dinge. Diese Regeln haben wir auf der offiziellen Hilfeseite der Play Console zur Kontolöschung geprüft:

  1. Einen Weg in der App, über den Nutzer ihr Konto und die zugehörigen Daten löschen können, idealerweise gut sichtbar in den Kontoeinstellungen.
  2. Einen Link zu einer Webseite, auf der Nutzer die Löschung beantragen können, ohne die App neu zu installieren.
  3. Diesen Weblink im passenden Feld des Google Play Datensicherheit Formulars.

Die Webseite muss funktionieren, leicht auffindbar sein und den App oder Entwicklernamen aus Google Play nennen. Müssen Nutzer vorher zusätzliche Schritte gehen, etwa ein Abo kündigen, dann beschreiben Sie diese klar. Bewahren Sie außerdem Daten aus Sicherheitsgründen, zur Betrugsabwehr oder wegen gesetzlicher Pflichten auf, dann informieren Sie Nutzer deutlich darüber, zum Beispiel in der Datenschutzerklärung.

Die Regel gilt auch dann, wenn Sie Nutzer für die Registrierung aus der App heraus leiten. Der Satz „die Registrierung läuft auf unserer Webseite“ befreit Sie also nicht von dieser Pflicht.

Warum muss Ihre Datenschutzerklärung genau zum Formular passen?

Nach der Google Play Richtlinie zu Nutzerdaten muss jede App im vorgesehenen Feld der Play Console einen Link zur Datenschutzerklärung hinterlegen. Zusätzlich muss die App selbst einen Link zur Erklärung oder ihren Text anbieten. Diese Punkte haben wir auf der offiziellen Seite zur Richtlinie für Nutzerdaten geprüft.

Auch die Erklärung selbst hat Bedingungen. Sie muss unter einer aktiven, öffentlichen URL ohne Geoblocking stehen, die niemand bearbeiten kann; ein PDF akzeptiert Google nicht. Inhaltlich gehören Angaben zum Entwickler, ein Datenschutzkontakt, die erhobenen Datentypen, die Empfänger, Ihre Schutzmaßnahmen sowie Ihre Regeln zu Aufbewahrung und Löschung hinein.

Warum ist die Übereinstimmung so wichtig? Weil Prüfer und Nutzer Widersprüche schnell bemerken. Steht in der Erklärung etwa „wir teilen Daten mit Werbepartnern“, während das Google Play Datensicherheit Formular keine Weitergabe angibt, dann ist das ein direkter Widerspruch. Hinweise, Einwilligung und Berechtigungen behandeln wir im Beitrag zum Datenschutz in der App. Dieser Leitfaden ist keine Rechtsberatung; stimmen Sie Ihre Texte mit Ihrer Rechtsberatung ab.

Wie füllen Sie das Google Play Datensicherheit Formular Schritt für Schritt aus?

Laut offiziellem Ablauf finden Sie das Formular auf der Seite App Inhalte (App content) in der Play Console. Menünamen können sich ändern; finden Sie den Bereich nicht, nutzen Sie die Suche in der Play Console. Der Ablauf sieht so aus:

  1. Öffnen Sie Ihre App in der Play Console und gehen Sie zur Seite App Inhalte.
  2. Wählen Sie im Bereich Datensicherheit den Start und lesen Sie die Übersicht.
  3. Geben Sie im ersten Schritt an, ob Sie einen der erforderlichen Datentypen erheben oder weitergeben; falls ja, beantworten Sie die Fragen zu Verschlüsselung und Löschung.
  4. Danach wählen Sie die Datentypen aus, die Sie erheben und weitergeben.
  5. Für jeden Typ tragen Sie die Zwecke ein und markieren ihn als erforderlich oder optional.
  6. Lesen Sie dann die Vorschau des Store Eintrags.
  7. Schließlich senden Sie das Formular ab oder speichern es als Entwurf.

Überspringen Sie die Vorschau nicht. Die Übersicht für Nutzer ist eine einfache Übersetzung Ihrer technischen Antworten. Wirkt dort eine Zeile seltsam, dann haben Sie vermutlich irgendwo falsch geantwortet. Anschließend prüft Google das Formular als Teil der App Prüfung.

Wozu dient der CSV Import und Export?

Laut offizieller Seite können Sie das Formular auf der Datensicherheit Seite als CSV Datei exportieren und Antworten aus einer CSV Datei importieren. Google stellt außerdem eine Beispieldatei für das Ausfüllen offline bereit. Jede Zeile enthält eine Antwort, und in die Spalte für den Antwortwert tragen Sie TRUE oder FALSE ein.

Die Funktion hilft vor allem in diesen Fällen:

  • Nutzen mehrere Ihrer Apps dieselbe Technik, starten Sie mit einer gemeinsamen Vorlage.
  • Muss Ihr Rechts oder Sicherheitsteam die Antworten freigeben, schicken Sie ihm die Tabelle.
  • Archivieren Sie mit jedem Release eine Kopie, dann sehen Sie später, was sich wann geändert hat.

Vorsicht allerdings: Ein Import überschreibt die bereits eingetragenen Antworten. Exportieren und sichern Sie deshalb vor jedem Import das aktuelle Formular. Laden Sie dann versehentlich die falsche Datei hoch, stellen Sie die alten Antworten wieder her. Wir benennen jede Datei mit der Releasenummer und legen sie im Projektordner ab.

Was bedeuten die optionalen Abzeichen?

Im Bereich der Sicherheitspraktiken gibt es auch einige freiwillige Angaben. Sie erscheinen unter Umständen als zusätzliche Information im Store Eintrag, passen aber nicht zu jeder App.

Die erste ist die unabhängige Sicherheitsprüfung. Laut offizieller Seite ist sie freiwillig, und der Entwickler bezahlt sie. Ein von Google autorisiertes Labor führt sie im Rahmen des Mobile Application Security Assessment (MASA) nach dem Standard OWASP MASVS durch. Allerdings weist Google darauf hin, dass diese Prüfung die Richtigkeit und Vollständigkeit Ihrer Formularangaben womöglich nicht abdeckt. Das Abzeichen nimmt Ihnen also die Pflicht zu korrekten Antworten nicht ab. Den allgemeinen Sicherheitsrahmen beschreibt unser Leitfaden zu den OWASP Top 10.

Die zweite ist die Verpflichtung zur Familienrichtlinie. Geeignete Apps für Kinder zeigen in diesem Bereich ihre Verpflichtung zur Play Familienrichtlinie. Gehören Kinder zu Ihrer Zielgruppe, lesen Sie zudem alle Anforderungen dieser Richtlinie gesondert.

Was passiert bei falschen Angaben?

Google stellt klar, dass allein der Entwickler für vollständige und richtige Angaben verantwortlich ist. Außerdem soll die Prüfung durch Google nicht jede Angabe auf Richtigkeit kontrollieren. Das heißt jedoch nicht, dass niemand hinschaut. Google kann Abweichungen erkennen und Maßnahmen ergreifen.

Laut den FAQ der offiziellen Seite fordert Google bei falschen Angaben eine Korrektur. Apps, die nicht nachbessern, drohen Maßnahmen nach den Richtlinien; als Beispiele nennt Google gesperrte Updates und die Entfernung aus Google Play.

Falsche Angaben kosten Sie also unter Umständen viel. Hat Google Ihre App entfernt, erklären wir den Einspruch Schritt für Schritt im Beitrag zu Richtlinienverstößen und Einsprüchen bei Google Play. Keine Methode garantiert einen erfolgreichen Einspruch. Ein neues Entwicklerkonto, um Maßnahmen zu umgehen, gilt zudem als Versuch, die Regeln zu umgehen, und verschlimmert die Lage.

Weitere häufige Probleme im Store haben wir im Beitrag zu den häufigsten Ablehnungsgründen für Apps gesammelt.

Wie könnte das Formular für eine Bestell App aussehen?

Die folgende Tabelle ist ausschließlich ein Beispielszenario; Ihre Antworten hängen von Ihren eigenen Datenflüssen ab. Im Szenario legen Nutzer ein Konto an, bestellen, finden per Standort die nächste Filiale, und die App nutzt ein Analyse SDK sowie ein SDK für Absturzberichte.

DatentypErheben Sie ihn?Geben Sie ihn weiter?ZweckErforderlich?
Name und E-MailJaNeinKontoverwaltung, Kommunikation des EntwicklersErforderlich
TelefonnummerJaNeinApp FunktionalitätErforderlich
Ungefährer StandortJa, flüchtigNeinApp FunktionalitätOptional
KaufverlaufJaNeinApp Funktionalität, AnalyseErforderlich
App InteraktionenJaHängt vom SDK Setup abAnalyseErforderlich
AbsturzprotokolleJaNeinAnalyseErforderlich

Kartendaten haben wir in diesem Szenario bewusst weggelassen. Verarbeitet ein Zahlungsanbieter die Kartendaten auf seinem eigenen Bildschirm, dann prüfen Sie in dessen Hinweisen, wie Sie das angeben. Kurz gesagt: Die Tabelle ist keine Vorlage, sondern zeigt eine Denkweise.

Welche Checkliste nutzen Sie vor dem Absenden?

Wir gehen die folgende Tabelle vor jedem Absenden Zeile für Zeile durch. Können Sie eine Zeile nicht mit „Ja“ beantworten, speichern Sie das Formular als Entwurf und schließen zuerst die Lücke.

PrüfpunktWo Sie nachsehenHäufiger Fehler
Jedes SDK steht im VerzeichnisBuilddatei und AnbieterhinweiseEine indirekte Bibliothek vergessen
Ausnahmen bei der Weitergabe stimmenVerträge und SDK HinweiseWerbenetzwerk als Dienstleister einstufen
Verschlüsselung gilt für allen VerkehrNetzwerkverkehr auf dem TestgerätEin alter unverschlüsselter Endpunkt
Optionale Angaben gelten in jeder VersionAlle Abläufe nach Gerät und RegionPflichtfeld in der Tablet Version
Löschweg funktioniertMenü in der App und WebseiteEin Postfach, das niemand liest
Datenschutzerklärung passtÖffentliche URL der ErklärungWiderspruch zwischen Erklärung und Formular
Vorschau gelesenVorschau des Store EintragsOhne Lesen absenden

Gehen Sie diese Liste mit jedem Release erneut durch. Vor allem dann, wenn Sie ein SDK hinzufügen oder eine Funktion entfernen, ändert sich auch das Formular.

Wann aktualisieren Sie den Google Play Datensicherheit Abschnitt?

Die offizielle Seite verlangt, dass Ihre Antworten jederzeit richtig und vollständig sind. Das Formular ist also kein Dokument, das Sie einmal ausfüllen und dann vergessen. Ändert sich das Datenverhalten Ihrer App, dann aktualisieren Sie auch das Formular.

Prüfen Sie es in diesen Situationen erneut:

  • Sie fügen ein neues SDK hinzu oder aktualisieren ein bestehendes.
  • Eine neue Funktion erhebt einen neuen Datentyp, zum Beispiel Foto Uploads oder Chat.
  • Sie nutzen Daten für einen neuen Zweck, etwa für Marketing.
  • Ihre Datenschutzerklärung ändert sich.

Laut offizieller Seite dauert es außerdem einige Tage, bis eine Änderung am Formular auf den Geräten ankommt. Planen Sie die Änderung daher rechtzeitig vor einem Release ein. Unter iOS erledigen Sie dieselbe Aufgabe mit den Datenschutzangaben; das erklären wir im Beitrag App Store Datenschutzangaben vorbereiten.

Sollten Sie das Formular selbst ausfüllen oder ein Team einbinden?

Hat Ihre App keinen Server und keine SDKs, dann füllen Sie das Formular mit diesem Leitfaden selbst aus. Eine App mit Konten, Zahlungen, Werbung oder mehreren SDKs braucht allerdings jemanden, der den Code kennt. Denn jede Antwort im Formular hängt davon ab, was der Code tatsächlich tut.

Bei Talha Aslan und Team gehören Datenverzeichnis, SDK Liste, Entwurf der Datenschutzerklärung und Kontolöschung von Anfang an zu jedem App Projekt. Wir entwickeln Ihre App und bringen sie in die Stores; das Google Play Datensicherheit Formular erstellen wir dabei gleich mit. Beschreiben Sie Ihr Projekt und fordern Sie ein Angebot über unsere Seite zur App Entwicklung an.

Hängt eine bestehende App wegen des Formulars fest, dann prüfen wir die Lage gern mit Ihnen. Konkret analysieren wir Ihren Code, erfassen die Datenflüsse und gleichen Formular und Datenschutztext an die Realität an. Nutzen Sie dafür das Angebotsformular auf unserer Leistungsseite zur App Entwicklung. Kein Dienst garantiert eine Freigabe im Store. Eine korrekte Angabe senkt das Risiko von Problemen allerdings deutlich.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine App ohne Datensicherheit Formular veröffentlichen?
Nur im internen Testtrack. Laut offizieller Hilfeseite müssen Apps im geschlossenen Test, im offenen Test und in der Produktion das Formular ausfüllen. Deshalb empfehlen wir, es vor dem Wechsel in den geschlossenen Test vorzubereiten. So verzögert das Formular Ihren Testplan nicht, und Ihre Tester warten nicht unnötig.
Muss ich Daten angeben, die Tools wie Firebase erheben?
Ja. Google verlangt, dass Sie auch Daten angeben, die Bibliotheken und SDKs von Drittanbietern in Ihrer App erheben oder weitergeben. Lesen Sie die Datensicherheitshinweise jedes SDK Anbieters und notieren Sie, welche Einstellung welche Daten sendet. Dass die Daten beim Anbieter statt bei Ihnen landen, ändert daran nichts.
Wie lange dauert es, bis das Formular im Store erscheint?
Eine feste Dauer gibt es nicht, denn Google prüft das Formular als Teil der App Prüfung. Laut offizieller Seite dauert es einige Tage, bis eine Änderung auf den Geräten ankommt. Fristen ändern sich, daher prüfen Sie die aktuelle Angabe in der Play Console Hilfe. Am sichersten planen Sie die Änderung rechtzeitig vor dem Release.
Reicht eine E-Mail Adresse für die Kontolöschung?
Für Apps mit Konten nicht. Google verlangt einen Löschweg in der App und einen Weblink, der ohne Neuinstallation funktioniert; diesen Link tragen Sie zudem ins Formular ein. Für Apps ohne Konten genügt dagegen ein leicht auffindbarer Kontaktweg als Löschantrag, solange jemand die Anfragen tatsächlich bearbeitet.
Was tun, wenn Google meine App wegen des Formulars entfernt?
Lesen Sie zunächst die Mitteilung in der Play Console und finden Sie die Abweichung. Danach passen Sie Formular und Datenschutzerklärung an Ihre echten Datenflüsse an und senden ein Update. Falls nötig, legen Sie Einspruch ein. Keine Methode garantiert das Ergebnis, und ein neues Konto zur Umgehung verschlimmert die Lage nur.
Ist das Abzeichen der unabhängigen Sicherheitsprüfung Pflicht?
Nein, es ist freiwillig. Laut offizieller Seite bezahlt der Entwickler die Prüfung, und ein von Google autorisiertes Labor bewertet die App nach dem Standard OWASP MASVS. Allerdings beweist das Abzeichen nicht, dass Ihre Formularangaben stimmen. Die Verantwortung für korrekte und aktuelle Antworten liegt weiterhin bei Ihnen.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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