Google Play App entfernt: Einspruch bei Richtlinienverstoß einlegen

Google Play App entfernt: Was tun Sie als Erstes?
Bei einer entfernten App lesen Sie zuerst die Seite Policy status in der Play Console und die Benachrichtigung per E-Mail. Dort steht, welche Richtlinie Google nennt. Danach beheben Sie das Problem und senden ein regelkonformes Update, oder Sie legen Einspruch ein, falls Sie einen Fehler vermuten.
Hektische Uploads verschlimmern die Lage meistens. Gehen Sie deshalb in dieser Reihenfolge vor:
- Öffnen Sie die Seite Policy status der App und notieren Sie die aktive Maßnahme.
- Lesen Sie danach die E-Mail und die Hinweise in der Play Console vollständig.
- Schreiben Sie dann den Namen der Richtlinie und das genannte Beispiel auf.
- Veröffentlichen Sie die entfernte App nicht erneut, bevor der Verstoß behoben ist.
- Senden Sie ein regelkonformes Update oder legen Sie Einspruch ein, wenn Sie einen Irrtum vermuten.
Bestimmen Sie außerdem eine Person, die mit Google schreibt. So bleiben Ihre Nachrichten konsistent, und das Team kann sich auf die technische Korrektur konzentrieren.
Allerdings behandelt dieser Beitrag nur diese eine Situation. Ein Ergebnis kann niemand garantieren, denn Google Play entscheidet selbst.
Google Play App entfernt: Worin unterscheiden sich Ablehnung, Entfernung und Sperre?
Google beschreibt drei Stufen. Laut Hilfeseite blockiert eine Ablehnung eine neue App oder ein Update, während die frühere Version online bleiben kann. Entfernung und Sperre nehmen die App dagegen aus dem Store, also komplett.
Die folgende Tabelle fasst den Unterschied zusammen. Den vollen Wortlaut finden Sie auf Googles Seite zum Durchsetzungsprozess.
| Status | Wirkung auf Ihre App | Weg zurück |
|---|---|---|
| Ablehnung (Rejected) | Neue App oder Update erscheint nicht, die frühere Version kann online bleiben | Beheben und erneut senden, oder Einspruch |
| Entfernung (Removed) | Die App ist in Google Play nicht auffindbar | Ein richtlinienkonformes Update senden |
| Sperre (Suspended) | Die App ist weg, und es kann ein Strike für Ihr Konto zählen | Ein erfolgreicher Einspruch |
Kurz gesagt, enden Ablehnung und Entfernung meist mit einer Korrektur. Bei einer Sperre muss dagegen der Einspruch Erfolg haben. Die Formulierungen können sich ändern, prüfen Sie daher die aktuellen Definitionen in der offiziellen Hilfe.
Was zeigt die Seite Policy status?
Die Seite Policy status zeigt, ob Ihre App die Richtlinien für das Google Play Entwicklerprogramm und die Vereinbarung zum Entwicklervertrieb einhält. Zunächst wählen Sie in der Play Console die App aus und finden die Seite im linken Menü. Außerdem kann die Bezeichnung je nach Sprache der Oberfläche abweichen.
Achten Sie auf drei Dinge:
- Gibt es eine aktive Maßnahme, und ist es eine Ablehnung, eine Entfernung oder eine Sperre?
- Welche Richtlinie und welches Problem nennt Google?
- Ist eine Option für den Einspruch sichtbar, wie es bei einer Sperre der Fall ist?
Liegt nichts vor, sehen Sie eine Meldung in der Art von „No issues found“. Der genaue Text kann sich allerdings mit der Zeit ändern. Die offizielle Beschreibung finden Sie auf der Seite Richtlinienstatus Ihrer App prüfen.
Speichern Sie außerdem einen Screenshot mit Datum. Denn beim Schreiben des Einspruchs spart Ihnen das später Zeit. Verwalten Sie mehrere Apps, öffnen Sie jede einzeln, denn ein gemeinsames SDK kann mehrere Apps betreffen.
Wie lesen Sie die Benachrichtigung von Google richtig?
Google informiert Sie per E-Mail über die Maßnahme. Zudem erklärt dieselbe Nachricht, wie Sie Einspruch einlegen, falls Sie einen Fehler vermuten. Diese E-Mail ist das wichtigste Dokument im ganzen Verfahren, denn sie nennt die Richtlinie, die betroffene Version und oft ein Beispiel für das Problem.
Beantworten Sie beim Lesen diese Fragen:
- Welcher Richtlinienname steht in der Nachricht?
- Wo liegt das Problem: im Store Eintrag, bei den Berechtigungen, in der Datenangabe oder im Code?
- Welche Version oder welcher Veröffentlichungskanal ist betroffen?
- Enthält die E-Mail einen Link zum Einspruch oder konkrete Hinweise?
Prüfen Sie auch Absender und Kontoadresse. Eine Nachricht, die gegen Gebühr Ihr Konto „rettet“ und nicht in der Play Console auftaucht, ist sehr wahrscheinlich Betrug. Weichen E-Mail und Hinweis in der Play Console voneinander ab, gilt daher die Play Console.
Bleiben Sie schließlich nicht beim einen Beispiel stehen. Dasselbe Muster steckt oft in weiteren Bildschirmen, also prüfen Sie die ganze App.
Aus welchen Gründen ist eine Google Play App entfernt?
Jeder Fall liegt anders. Trotzdem bündeln sich die Ursachen um wenige offizielle Richtlinienbereiche. Beachten Sie: Die Liste ist keine Statistik, sondern eine einfache Gruppierung nach den Themen, die Google dokumentiert.
- Ein unvollständiger oder ungenauer Bereich Data safety.
- Berechtigungen oder sensible APIs, die die beworbenen Funktionen nicht brauchen.
- Unklarer Umgang mit persönlichen und sensiblen Nutzerdaten.
- Eine fehlende, nicht erreichbare oder falsche Datenschutzerklärung.
- Irreführende Metadaten, etwa eine täuschende Beschreibung, ein falscher Titel oder unpassende Screenshots.
- Code von Drittanbietern, also ein SDK, das gegen die Richtlinie verstößt.
Allerdings kann eine App mehrere Punkte gleichzeitig treffen. Zum Beispiel tauchen eine falsche Datenangabe und eine unnötige Berechtigung oft zusammen auf. Beheben Sie deshalb nicht nur das einzelne Beispiel aus der E-Mail.
Fragen Sie deshalb bei jedem Punkt, was in der App heute wirklich passiert. Erzählen Angabe, Berechtigungen, Eintrag und Code dieselbe Geschichte, sinkt Ihr Risiko. Daher gehen die nächsten Abschnitte die Themen einzeln durch.
Wie kann der Bereich Data safety zum Problem werden?
Google erwartet von jeder App eine genaue Angabe im Bereich Data safety. Konkret umfasst sie Daten, die Ihre App erhebt, nutzt und teilt. Dazu zählen auch Daten, die Bibliotheken und SDKs von Drittanbietern verarbeiten. Deren Verhalten gehört also zu Ihrer Angabe.
Probleme entstehen also meist durch eine Lücke zwischen Angabe und tatsächlichem Verhalten. Ein Analyse SDK erfasst zum Beispiel eine Gerätekennung, doch das Formular erwähnt diese Datenart nicht. Auch bei sauberem eigenem Code kann dieser Widerspruch als Verstoß zählen.
So gehen Sie vor:
- Listen Sie die Daten auf, die Ihre App wirklich über das Netzwerk sendet.
- Lesen Sie die Datenangaben jedes SDKs.
- Dann passen Sie das Formular an diese Liste an.
- Achten Sie darauf, dass Ihre Datenschutzerklärung dem Formular nicht widerspricht.
Prüfen Sie das Formular daher bei jedem größeren Update, nicht nur beim Start. Eine neue Anmeldemethode, ein neues Analysewerkzeug oder ein neuer Zahlungsanbieter verändert den Datenfluss. Lassen Sie Entwickler, Produktverantwortliche und Verantwortliche für die Veröffentlichung gemeinsam darauf schauen.
Die offizielle Anleitung steht auf der Seite Angaben für den Bereich Data safety.
Warum lösen Berechtigungen und sensible APIs eine Ablehnung aus?
Die Richtlinie besagt, dass Sie Berechtigungen und APIs für sensible Informationen nur anfordern dürfen, wenn sie für aktuelle, im Google Play Eintrag beworbene Funktionen nötig sind. Standort, Kontakte, Kamera oder Mikrofon „auf Vorrat“ anzufordern, ist daher riskant.
Ein typischer Fehler sieht so aus. Die erste Version fordert für eine Funktion eine Berechtigung an. Dann streichen Sie die Funktion, aber die Berechtigung bleibt im Manifest. Bei der Prüfung passen Berechtigung und Funktion dann nicht mehr zusammen.
Nutzen Sie diese Checkliste:
- Schreiben Sie jede angeforderte Berechtigung auf.
- Ordnen Sie dann jeder Berechtigung einen Bildschirm und eine Funktion zu.
- Entfernen Sie Berechtigungen, die nichts nutzt.
- Erklären Sie Nutzern im Moment der Anfrage, wofür Sie die Berechtigung brauchen.
Außerdem kann in plattformübergreifenden Projekten eine Bibliothek ohne Ihr Wissen eine Berechtigung ergänzen. Vergleichen Sie deshalb das fertige Paket mit dem, was Sie im Quellcode erwarten.
Für manche Berechtigungen verlangt Google zudem ein Zusatzformular. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen in der offiziellen Hilfe. Entfernen Sie außerdem die Berechtigung, sobald Sie die Funktion streichen. Das hilft auch Nutzern, denn unnötige Abfragen kosten Vertrauen.
Was verlangen die Richtlinie zu Nutzerdaten und Ihre Datenschutzerklärung?
Die Richtlinie zu Nutzerdaten (User Data) verlangt Transparenz im Umgang mit persönlichen und sensiblen Daten. Das heißt, Sie sagen offen, was Sie erheben, wie Sie es nutzen und an wen Sie es weitergeben. Den offiziellen Text finden Sie auf Googles Seite zur User Data Richtlinie.
Deshalb ist Ihre Datenschutzerklärung das wichtigste Dokument für diese Transparenz. Google erwartet eine umfassende Erklärung, die Nutzer in der App erreichen und die Sie in der Play Console verlinken. Sie muss genau beschreiben, wie die App Daten abruft, erhebt, nutzt und teilt.
Diese Probleme tauchen häufig auf:
- Der Link öffnet sich nicht oder führt auf eine allgemeine Seite einer fremden Website.
- Der Text nennt die erhobenen Datenarten nicht.
- Erklärung und Formular zu Data safety widersprechen sich.
Konkret hilft beim Schreiben eine Regel: Beschreiben Sie, was die App tut, und nie, was sie nicht tut. Denn ein fertiges Muster einfach einzufügen, führt oft zu Sätzen, die dem echten Verhalten widersprechen.
Als Beispiel für eine verständliche Erklärung sehen Sie unsere Datenschutzerklärung. Zur Webseite lesen Sie auch den Leitfaden zur datenschutzkonformen Website. Dies ist keine Rechtsberatung, fragen Sie bei Bedarf eine Anwältin oder einen Anwalt.
Wann gelten Metadaten als irreführend?
Metadaten sind alles, was Nutzer in Ihrem Store Eintrag sehen: Titel, Kurz- und Langbeschreibung, Symbol, Screenshots und Promovideo. Zudem erwartet Google, dass der Eintrag zeigt, was die App wirklich kann. Unbelegte Behauptungen und irreführende Versprechen schaffen Probleme.
Ein Beispiel: Eine Notiz App verspricht in der Beschreibung „Cloud Backup und KI Zusammenfassungen“, aber diese Funktionen gibt es noch nicht. Somit kann diese Lücke als täuschendes Verhalten zählen.
Prüfen Sie Ihren Eintrag mit diesen Fragen:
- Beschreibt jeder Satz eine Funktion, die heute in der App existiert?
- Zeigen die Screenshots die aktuelle Oberfläche?
- Enthält der Titel einen Haufen fremder Schlüsselwörter?
- Nutzt der Eintrag Namen oder Symbole anderer Marken ohne Erlaubnis?
Ein häufiger Fehler ist, Zukunftspläne wie fertige Funktionen zu beschreiben. Lassen Sie Ihre Roadmap deshalb aus dem Store Text heraus und aktualisieren Sie die Beschreibung erst, wenn die Funktion live ist. Ebenso gilt dasselbe für Screenshots: Frischen Sie sie nach jeder größeren Designänderung auf.
Zur Prüfung der Textlänge hilft unser Wörterzähler. Die aktuellen Grenzen bestätigen Sie danach in der Play Console selbst.
Wer haftet, wenn ein SDK von Drittanbietern gegen die Regeln verstößt?
Googles Seite zur Durchsetzung sagt, dass Sie für den Code von Drittanbietern in Ihrer App verantwortlich sind. Verursacht also eine Bibliothek den Verstoß, spricht Google trotzdem mit Ihnen als Inhaber des Eintrags.
Deshalb sollten Sie Ihre Abhängigkeiten regelmäßig prüfen:
- Halten Sie Version und Zweck jedes SDKs fest.
- Entfernen Sie Bibliotheken, die nichts nutzt.
- Lesen Sie die Hinweise zur Datenerhebung jedes Anbieters und vergleichen Sie sie mit Ihrer Angabe.
- Aktualisieren Sie alte Versionen mit bekanntem Richtlinienproblem.
Praktisch ist eine einfache Tabelle mit den Spalten Bibliothek, Zweck, erhobene Daten und letztes Update. Zudem hilft sie bei internen Prüfungen und dient im Einspruch als Beleg. Allerdings: Lässt sich ein SDK nicht entfernen, bitten Sie den Anbieter um eine schriftliche Aussage zur Richtlinienkonformität.
Plattformübergreifende Projekte bringen mehr Abhängigkeiten mit. Einen Einstieg bietet unser Beitrag Was ist React Native. Auf der nativen Seite deckt der Beitrag Android Kotlin Interview Fragen die Grundlagen ab. Diese Themen wiederholen wir hier nicht.
Wie beheben Sie die App und senden sie erneut ein?
Googles Weg für eine entfernte App ist einfach: Grund verstehen, App korrigieren und ein regelkonformes Paket in die Play Console hochladen. Die Hilfeseite verlangt außerdem, dass Sie alle Veröffentlichungstypen aktualisieren. Prüfen Sie also neben der Produktion auch die Testkanäle.
Eine praktische Reihenfolge sieht so aus:
- Übersetzen Sie den Grund aus E-Mail und Policy status in eine Liste von Problemen.
- Beheben Sie jeden Punkt im Code, in der Angabe oder im Store Eintrag.
- Stellen Sie sicher, dass auf keinem Kanal eine nicht konforme Version bleibt.
- Erstellen Sie ein neues Release und schließen Sie alte, nicht konforme Versionen davon aus.
- Senden Sie das Release ab und verfolgen Sie das Ergebnis in Policy status.
Denn Google rät ausdrücklich davon ab, vor der Korrektur erneut zu veröffentlichen. Laden Sie daher nie dasselbe Paket noch einmal hoch, nur um zu sehen, was passiert.
Zunächst testen Sie vor dem Senden eine saubere Installation auf Ihrem eigenen Gerät. Schreiben Sie dann für Ihr Team in einfachen Worten auf, was Sie behoben haben. Scheitert das Update erneut, lesen Sie dann den neuen Grund von Anfang an. Manchmal verschwindet das erste Problem, und ein zweites tritt auf. Die offiziellen Schritte stehen auf der Seite Meine App wurde aus Google Play entfernt.
Google Play App entfernt: Beheben oder Einspruch einlegen?
Die Antwort hängt davon ab, ob der Verstoß echt ist. Haben Sie das Problem gefunden, ist somit Beheben und erneutes Senden der kürzeste Weg. Ein Einspruch passt zu Fällen, in denen Sie glauben, dass Google geirrt hat und die App der Richtlinie entspricht.
| Situation | Empfohlener Weg |
|---|---|
| Der Verstoß ist echt und behebbar | Beheben und ein konformes Release senden |
| Sie haben eine Ablehnung und kennen den Grund | Beheben und erneut senden; ein Einspruch ist zusätzlich möglich |
| Die App ist gesperrt | Ein erfolgreicher Einspruch ist nötig; verstehen Sie zuerst den Grund |
| Der Grund ist unklar oder wirkt falsch | Einspruch mit Belegen |
| Sie erhielten eine Mitteilung zur Kontokündigung | Offiziellen Hinweisen folgen und nur offizielle Kanäle nutzen |
Die offizielle Seite zum Veröffentlichungsstatus sagt: Bei einer Ablehnung können Sie das Problem beheben und erneut senden, oder Sie können Einspruch einlegen. Bei einer gesperrten App muss der Einspruch Erfolg haben, bevor sie zurückkehrt. Eilen Sie bei einer Sperre also nicht.
Sind Sie unsicher, lesen Sie Ihre App ehrlich gegen den Richtlinientext. Beheben Sie also die kleinste Abweichung, die Sie finden. Finden Sie keine, bereiten Sie stattdessen den Einspruch mit Belegen vor. Nennen Sie auch eine bereits gemachte Korrektur, damit die Prüfung die aktuelle Version ansieht.
Wie schreiben Sie den Text für den Einspruch?
Ein guter Einspruch ist kurz, konkret und belegt. Lassen Sie die emotionale Geschichte weg und zeigen Sie, gegen welche Richtlinie die App nicht verstößt und warum. Denn die prüfende Person liest Ihre App gegen den Richtlinientext.
Bauen Sie die Nachricht in dieser Reihenfolge auf:
- Nennen Sie App Namen, Paketnamen und betroffene Version.
- Zitieren Sie den Richtliniennamen aus der Mitteilung.
- Erklären Sie mit einem konkreten Grund, warum Sie diese Richtlinie einhalten.
- Ergänzen Sie die Korrektur und die Version, die sie enthält, falls vorhanden.
- Senden Sie alles als eine ruhige, höfliche Nachricht.
Ein Beispielsatz genügt: „Die Standortberechtigung dient nur dem Kartenbildschirm; die Funktion steht im Eintrag, und die Abfrage erscheint beim Öffnen.“ Dieses Muster passt vielleicht nicht zu Ihrer App, beschreiben Sie also Ihren eigenen Fall wahrheitsgemäß.
Vermeiden Sie Drohungen, Vorwürfe und große Versprechen. Allerdings macht eine Darstellung, die nicht zur Wirklichkeit passt, alles schwerer. Schreiben Sie außerdem einfach. Laut Hilfeseite antwortet Google nur in bestimmten Sprachen, daher helfen kurze Sätze. Erklären Sie Fachbegriffe und lösen Sie Abkürzungen einmal auf.
Wie oft dürfen Sie das Einspruchsformular nutzen?
Laut Googles Hilfeseite können Sie einen Einspruch pro Entfernung, Sperre oder sonstiger Maßnahme einreichen. Dieselbe Nachricht mehrmals zu senden, bringt daher nichts. Bereiten Sie den ersten Einspruch deshalb vollständig vor.
Die Hilfeseite nennt außerdem:
- Einsprüche können auf Chinesisch, Englisch, Japanisch und Koreanisch eine Antwort bekommen.
- Wer das Verfahren missbraucht, etwa mit beleidigenden Nachrichten, verliert unter Umständen den Support per E-Mail.
- Den Link zum Einspruch erreichen Sie über die Hinweise in der E-Mail oder über die offizielle Hilfe zur Problemlösung.
Eine Bearbeitungszeit nennen wir hier nicht. Aktuelle Angaben finden Sie dafür auf der offiziellen Hilfeseite. Ob Sie die App während des Wartens ändern sollten, hängt zudem von der Mitteilung ab, also folgen Sie den Hinweisen der E-Mail.
Speichern Sie nach dem Absenden zudem eine Kopie Ihrer Nachricht. Fällt die Antwort negativ aus, lesen Sie den Grund erneut und erstellen Sie einen neuen Plan. Zudem beschleunigen zusätzliche Nachrichten über viele andere Kanäle beschleunigen nichts.
Die Seite zum Veröffentlichungsstatus hilft zudem beim Lesen der Status in der Play Console.
Google Play App entfernt: Was passiert bei Wiederholung mit Ihrem Entwicklerkonto?
Laut Googles Seite zur Durchsetzung wirkt sich eine einzelne Entfernung nicht sofort auf den Status Ihres Kontos aus. Mehrere Entfernungen können allerdings zur Sperre des Kontos führen. Eine Sperre zählt als Strike gegen Ihr Konto, und mehrere Strikes können zur Kündigung einzelner und verbundener Entwicklerkonten führen.
Dagegen können schwere oder wiederholte Verstöße, etwa Schadsoftware und Betrug, können mit der Kündigung enden. Bei einem gekündigten Konto verschwinden alle Apps, und Sie können mit diesem Konto nicht mehr veröffentlichen.
Sehen Sie jede Warnung daher als Teil der Kontohistorie und nicht als einmaliges Ärgernis:
- Suchen Sie denselben Fehler in Ihren anderen Apps.
- Stellen Sie sicher, dass alle im Team die Richtlinienprüfung vor dem Release kennen.
- Aktualisieren Sie gemeinsame SDKs in allen Apps zur selben Zeit.
Haben Sie viele Apps, richten Sie deshalb Sie einen Prüfkalender ein. Prüfen Sie alle paar Monate Formular, Berechtigungsliste und Datenschutzlink aller Apps in einer Sitzung. So fällt eine kleine Abweichung auf, bevor sie zur Maßnahme wird.
Am Ende reicht es nicht, ein einzelnes Problem zu lösen. Sie müssen den Prozess dahinter verbessern.
Welche Abkürzungen sollten Sie meiden?
Eine entfernte App löst Panik aus, und genau dann tauchen Leute mit Abkürzungen auf. Manche Wege lösen das Problem nicht. Stattdessen können sie Sie das ganze Konto kosten.
- Ein neues Entwicklerkonto eröffnen und dieselbe App hochladen. Das zählt zum Beispiel als Versuch, die Maßnahme zu umgehen, und kann verbundene Konten schließen.
- Mit einem VPN oder einem anderen Werkzeug regionale Beschränkungen oder Kontoschranken umgehen.
- Gefälschte Dokumente, falsche Firmendaten oder die Identität einer anderen Person nutzen.
- Sich in das Entwicklerkonto einer anderen Person einloggen oder das eigene weitergeben.
- Unbekannten Geld zahlen, die versprechen, ein Konto zu „retten“ oder zu „öffnen“.
Googles Seite zur Durchsetzung sagt, dass verbundene Konten gekündigt werden können. Nutzen Sie daher nur die offiziellen Wege in der Play Console. Niemand kann garantieren, dass Ihr Einspruch Erfolg hat, seien Sie daher vorsichtig bei jedem, der es tut.
Unbekannte fragen außerdem gern nach Kontozugang, Ausweisen oder Zahlungsdaten. Geben Sie nichts davon weiter. Gehen Sie im Zweifel zu den offiziellen Hilfelinks in der Play Console zurück. Die Hilfe ist immer da, denn Wunderlösungen gibt es nicht.
Wie bereiten Sie sich vor, bevor Ihre App entfernt wird?
Somit ist die beste Lösung eine kurze Richtlinienprüfung vor dem Release. Eine knappe Checkliste, die Ihr Team vor jeder Version abarbeitet, fängt die meisten Verstöße vorab ab.
- Vergleichen Sie das Formular zu Data safety mit dem echten Netzwerkverkehr.
- Ordnen Sie die Berechtigungsliste der Funktionsliste zu.
- Testen Sie den Link zur Datenschutzerklärung in der App und in der Play Console.
- Vergleichen Sie Beschreibung und Screenshots mit dem aktuellen Build.
- Sehen Sie SDK Versionen und deren Datenangaben durch.
- Stellen Sie sicher, dass auf den Testkanälen keine alte, nicht konforme Version bleibt.
Machen Sie die Liste zum Pflichtschritt Ihres Veröffentlichungsprozesses. Eine zweite Person kann zum Beispiel jeden Punkt abhaken, bevor jemand ein Release freigibt. Somit verteilt sich die Verantwortung, und das Risiko des Vergessens sinkt.
Zudem halten Sie die Webseite Ihrer App konsistent. Dafür eignet sich unser Test auf Mobilfreundlichkeit. Schreiben Sie die Liste selbst im kleinen Team auf, denn das Gedächtnis versagt an hektischen Veröffentlichungstagen zuerst.
Die Prüfung dauert etwa eine Stunde, verhindert aber einen Ausfall, der viel länger dauern kann.
Was tun Sie bei einem ähnlichen Problem auf der Apple Seite?
Veröffentlichen Sie dieselbe App auch auf iOS, hat der App Store eigene Regeln und Ablehnungsgründe. Dieser Beitrag beschränkt sich auf Google Play, doch einige Nachbarthemen verdienen einen kurzen Hinweis.
- Scheitert die Firmenprüfung bei der Apple Anmeldung, lesen Sie Apple Developer Program Anmeldung hängt.
- Bei einer Ablehnung wegen Spam im App Store hilft unser Beitrag App Store Richtlinie 4.3 Ablehnung.
- Schlägt die Kartenprüfung im Bezahlvorgang fehl, lesen Sie 3D Secure fehlgeschlagen.
Somit lösen Sie das Problem jeder Plattform mit deren eigenen offiziellen Regeln. Kopieren Sie nie eine Lösung von einem Store in den anderen, denn Richtliniensprache und Abläufe unterscheiden sich.
Läuft Ihr Produkt zudem auf mehreren Plattformen, können Sie die Beobachtung gemeinsam organisieren. Lesen Sie die Entscheidung jedes Stores dennoch getrennt. Eine Lösung, die ein Store akzeptiert, bringt im anderen vielleicht nicht dasselbe Ergebnis.
Wie kann unser Team Sie bei diesem Vorgang unterstützen?
Wir sind Talha Aslan und Team, ein Team für digitales Marketing und Software aus Istanbul und Google Partner, seit 2012 in der Praxis aktiv. Konkret unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung des Store Eintrags, bei der technischen Seite der Richtlinienkonformität und bei der Planung des erneuten Einsendens. Google entscheidet allerdings selbst, daher versprechen wir kein Ergebnis.
In diesen Bereichen können wir helfen:
- Bestandsaufnahme von Berechtigungen, SDKs und Datenflüssen.
- Konsistenzprüfung von Formular zu Data safety und Entwurf der Datenschutzerklärung.
- Durchsicht des Store Eintrags auf genaue Beschreibung und Bilder.
- Ein schlichter, belegter Entwurf für den Einspruch.
Zunächst genügt es, wenn Sie den Grund aus der E-Mail, die betroffene Version und Ihre Unterlagen teilen. Wir fragen nie nach Passwörtern oder Zugängen zu Ihrem Konto, und Sie sollten diese auch niemandem geben.
Für ein neues Vorhaben sehen Sie sich unsere App Entwicklung an. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt.



