Domain Authority: Was ist das, nutzt Google sie, wie steigern Sie sie?

Was ist Domain Authority?
Domain Authority ist ein von Moz entwickelter Wert zwischen 1 und 100, der vorhersagen soll, wie gut eine Domain in den Suchergebnissen ranken könnte. Google nutzt diesen Wert nicht. Ähnliche Kennzahlen wie der Domain Rating von Ahrefs oder der Authority Score von Semrush folgen derselben Logik.
Diese Einordnung ist daher wichtig. Domain Authority ist zudem nicht die Meinung von Google über Ihre Website. Es handelt sich um eine Vergleichsgröße, die ein Tool aus Ihrem Backlinkprofil berechnet.
Wir nutzen den Wert in SEO Projekten wie einen Kompass. Allerdings machen wir ihn nie zum Ziel. Das Ziel sind organischer Traffic, Rankings und Umsatz.
In diesem Leitfaden zeigen wir, wie der Wert entsteht, wofür er taugt und welche Maßnahmen echte Autorität aufbauen.
Nutzt Google die Domain Authority?
Nein. In den Rankingsystemen von Google gibt es keinen Wert namens Domain Authority. Moz sagt das selbst: Domain Authority ist kein Rankingfaktor von Google und beeinflusst die Suchergebnisse nicht direkt. Außerdem haben Google Vertreter mehrfach bestätigt, dass sie den Wert nicht verwenden.
Die Verwirrung entsteht also durch das Wort. Zum Beispiel spricht auch Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten von Expertise und Vertrauenssignalen. Das ist allerdings keine einzelne Zahl.
Google nutzt Links allerdings weiterhin als Signal. Dennoch bewertet Google selbst, wie viel ein Link wert ist. Daher dürfen Sie nicht annehmen, dass eine höhere DA Ihre Seiten automatisch nach oben bringt.
Der richtige Rahmen lautet: DA ist ein Näherungswert. Er ist nützlich, weil er mit Signalen zusammenhängt, die Google tatsächlich belohnt.
Googles öffentliche Haltung ist ebenfalls klar. Links helfen bei der Entdeckung und Bewertung von Seiten. Zudem wägen die Rankingsysteme viele Signale gemeinsam ab, und kein einzelnes Signal entscheidet.
Deshalb raten wir Kunden, nicht dem Wert hinterherzulaufen. Arbeiten Sie stattdessen an den Seiten, die ranken sollen. Dann steigt der Wert als Nebeneffekt.
Wie unterscheiden sich DA, DR, Authority Score und Trust Flow?
Jedes SEO Tool wertet die Links in seiner eigenen Datenbank aus und nutzt eine eigene Formel. Deshalb sehen Sie für dieselbe Website in verschiedenen Tools unterschiedliche Zahlen. Vergleichen Sie also nie Zahlen zwischen Tools. Vergleichen Sie Ihre Seite und die Wettbewerber innerhalb eines Tools.
| Kennzahl | Anbieter | Grundlage | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|---|
| --- | --- | --- | --- |
| Domain Authority (DA) | Moz | Linkdatenbank und ein Modell für maschinelles Lernen | Skala 1 bis 100, logarithmisch |
| Domain Rating (DR) | Ahrefs | Zahl und Stärke der verweisenden Domains | Misst nur die Linkstärke |
| Authority Score | Semrush | Linkqualität, organischer Traffic und Spamsignale | Bezieht Trafficdaten ein |
| Trust Flow | Majestic | Abstand zu vertrauenswürdigen Startseiten | Bietet thematische Kategorien |
Das Fazit ist also einfach. Keine dieser Zahlen ist der interne Wert von Google. Jede liefert eine Schätzung, und jede misst etwas leicht anderes.
Welche Kennzahl sollten Sie wählen? Wenn Sie Budget haben, legen Sie eine als Hauptmaß fest. Danach nutzen Sie eine zweite zur Gegenprobe. Zeigen beide in dieselbe Richtung, können Sie sicher weiterarbeiten.
Außerdem sind die Linkdatenbanken nicht identisch. Ein Tool findet einen Link, das andere übersieht ihn. Wenn ein Tool also null Links anzeigt, heißt das nicht, dass keine existieren.
Wie berechnet Moz die Domain Authority?
Moz erstellt den DA Wert mit einem Modell für maschinelles Lernen. Das Modell sucht die Formel, bei der Linkdaten am besten zu den Rankings in tausenden echten Suchergebnissen passen. Die stärksten Eingaben sind die Zahl der einzigartigen verweisenden Domains und die Qualität dieser Links.
Die Skala ist logarithmisch. Das heißt, der Sprung von 20 auf 30 ist viel leichter als der von 70 auf 80. Außerdem ist der Wert relativ. Er kann sinken, selbst wenn Sie nichts ändern, weil Wettbewerber mehr Links gewinnen.
Diese Eingaben spielen meist die größte Rolle:
- Die Zahl der einzigartigen Domains, die auf Sie verlinken.
- Die Stärke dieser verweisenden Domains.
- Ob die Links Spamsignale zeigen.
- Wie sich die Gesamtzahl der Links auf Domains verteilt.
Wenige starke Links bringen daher meist mehr als viele schwache. Konkret sollten Sie also auf Linkqualität zielen und nicht auf Linkmenge.
Daraus folgt eine praktische Regel. Neue Links erscheinen deshalb nicht sofort im Wert. Zunächst muss das Tool den Link finden, danach aktualisiert es sein Modell. Dieser Zyklus kann außerdem Wochen dauern.
Moz überarbeitet sein Modell zudem von Zeit zu Zeit. Nach einer Überarbeitung können sich die Werte vieler Seiten verschieben. Achten Sie daher beim Vergleich alter und neuer Zahlen auf Versionswechsel.
Was ist ein guter Wert für die Domain Authority?
Es gibt keinen allgemeingültigen guten Wert. Entscheidend ist also, wie Sie im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern stehen. Eine DA von 15 kann für eine lokale Zahnarztpraxis reichen. Für einen bundesweiten Onlineshop ist derselbe Wert schwach.
So gehen wir beim Vergleich vor. Zunächst wählen wir fünf bis sechs Wettbewerber aus den Top zehn. Danach bilden wir den Durchschnitt ihrer DA und legen ihn neben Ihren Wert. Ist der Abstand klein, liegt das Problem wahrscheinlich nicht bei den Links. Wahrscheinlicher sind Inhalte oder die technische Basis.
Ein Beispiel zur Rechnung: Fünf Wettbewerber haben 22, 25, 28, 31 und 34. Der Durchschnitt beträgt somit 28. Liegen Sie bei 24, beträgt die Lücke vier Punkte. Ein bis zwei gute Linkkampagnen können sie schließen.
Liegen Sie bei 10, sieht es anders aus. Dann sollten Sie den Linkaufbau als langfristiges Programm planen. Das ist nur ein Beispiel, und die echten Zahlen hängen von Ihrer Branche ab.
Die Richtung des Wertes sagt mehr als der absolute Wert. Eine Seite, die in sechs Monaten von 12 auf 18 steigt, macht etwas richtig. Verfolgen Sie deshalb den monatlichen Trend statt einer Einzelmessung.
Zudem können Nischenseiten mit kleinen Werten großen Traffic gewinnen. Bei starker Themenkompetenz kommen Sie auch mit niedriger DA gut voran.
Warum entspricht Domain Authority nicht den Rankings?
Rankings entstehen also auf Seitenebene. Google rankt die beste Seite für eine Suchanfrage, nicht eine Domain. Eine schwache Seite einer Domain mit hoher DA kann gegen eine gründliche, passende Seite einer Domain mit niedriger DA verlieren.
Dafür gibt es drei konkrete Gründe:
- Suchintention: Beantwortet eine Seite die Anfrage nicht, hilft auch ein hoher Wert nicht.
- Inhaltsqualität: Dünne Inhalte gewinnen keine Rankings, selbst auf einer starken Domain.
- Nutzererfahrung: Langsame oder umständliche Seiten verlieren Besucher.
Andererseits hilft ein starkes Linkprofil im Allgemeinen. Neue Seiten werden daher schneller entdeckt und ranken leichter. Trotzdem nutzen Sie diesen Vorteil nur mit guten Seiten.
Stellen Sie sich DA wie den Ruf eines Restaurants in der Stadt vor. Der Ruf bringt Gäste, doch bei schlechtem Essen kommen sie nicht wieder. In der Suche ist die Seite selbst das Essen.
Wenn also ein Wettbewerber mit niedrigerer DA an Ihnen vorbeizieht, wundern Sie sich nicht. Vermutlich beantwortet seine Seite die Anfrage besser. Analysieren Sie sie und lernen Sie, warum sie gewinnt.
Kurz gesagt: DA ist ein Indikator, kein Ergebnis. Ergebnisse messen Sie mit den Daten der Search Console.
Wie prüfen Sie die Domain Authority?
Sie haben mehrere kostenlose und kostenpflichtige Möglichkeiten. Der Link Explorer von Moz erlaubt zum Beispiel eine begrenzte Zahl kostenloser Abfragen. Auch Ahrefs, Semrush und Majestic zeigen eigene Werte. Nutzen Sie bei der Prüfung Ihrer Seite immer dasselbe Tool und denselben Zeitraum.
Für einen schnellen ersten Blick probieren Sie unseren Domain Wert Rechner. Für ein breiteres Bild zeigt Ihnen unser SEO Check technische Probleme auf Seitenebene.
Gehen Sie bei der Prüfung so vor:
- Notieren Sie den Wert Ihrer eigenen Domain.
- Notieren Sie im selben Tool die Werte von fünf Wettbewerbern.
- Messen Sie jeden Monat am selben Tag erneut.
- Ordnen Sie Wertänderungen den gewonnenen Links zu.
Machen Sie Screenshots zur Gewohnheit, denn Tools halten alte Daten nicht immer bereit. Mit einem eigenen Archiv erkennen Sie den Trend nach einem Jahr klar.
Außerdem sollten Sie nicht nur die Hauptdomain betrachten. Betreiben Sie Subdomains, bewerten Sie deren Linkstatus getrennt. Vielleicht sammelt Ihre Blog Subdomain Links, die Hauptseite aber nicht.
Werte können sich auch bewegen, wenn das Tool seine Daten aktualisiert. Reagieren Sie daher nicht auf kleine Schwankungen. Schauen Sie auf den Dreimonatstrend.
Wie steigern Sie die Domain Authority?
Die einzige echte Methode, die Domain Authority zu steigern, ist der Gewinn von echten Links vertrauenswürdiger Seiten. Drei Dinge tragen dazu bei: Inhalte, die Links verdienen, eine saubere technische und interne Struktur, die diese Links verteilt, und eine erkennbare Marke. Eine Abkürzung gibt es nicht.
Wenn Sie die Arbeit ordnen wollen, empfehlen wir diesen Ablauf:
- Zunächst räumen Sie die Technik auf: Beheben Sie nicht crawlbare, langsame oder doppelte Seiten.
- Danach entwickeln Sie Inhalte, die Links verdienen: Studien, Tools und Leitfäden.
- Dann bringen Sie diese Inhalte zu den richtigen Menschen.
- Schließlich lenken Sie die Autorität mit internen Links auf Ihre Kernseiten.
Die Reihenfolge ist daher wichtig. Gewinnen Sie Links für eine Seite mit technischen Problemen, verpufft ihr Wert. Bereiten Sie also zuerst den Boden.
Ein Punkt verdient Betonung. Autoritätsaufbau ist also eine Gewohnheit und keine Kampagne. Eine Seite, die jeden Monat einige wertvolle Links gewinnt, wächst gesünder als eine, die einmal hundert Links einsammelt und dann aufhört.
Bei Unternehmensprojekten planen wir diese Arbeit gemeinsam im Rahmen unserer SEO Beratung.
Wie erhöhen gute Backlinks die Domain Authority?
Backlinks sind die Haupteingabe der DA. Allerdings hat nicht jeder Link dasselbe Gewicht. Ein thematisch passender, redaktionell gesetzter Link von einer Seite mit echtem Traffic bringt mehr als hunderte schwache Verzeichnislinks.
Einen guten Link erkennen Sie an diesen Merkmalen:
- Die Quellseite passt thematisch zu Ihrem Angebot.
- Der Link steht natürlich im Fließtext.
- Die Quellseite hat ein echtes Publikum.
- Hinter dem Link steckt weder Bezahlung noch Linktausch.
Die Grundlagen haben wir im Beitrag Was sind Backlinks und woran erkennen Sie Linkqualität beschrieben. Wer auf Ihre Wettbewerber verlinkt, sehen Sie in unserer Backlink Analyse der Konkurrenz.
Quellen, die auf einen Wettbewerber verlinken, aber nicht auf Sie, sind Ihre realistischste Chancenliste. Diese Seiten interessieren sich zudem bereits für Ihre Branche.
Ehrliche Wege zu Links gibt es durchaus. Branchenverbände, lokale Presse, Gastbeiträge und gemeinsame Projekte stehen an erster Stelle. Alle kosten Mühe, aber sie schaffen dauerhaften Wert.
Zum Beispiel kann ein lokales Unternehmen einen Link von der regionalen Industrie und Handelskammer bekommen. Dieser Link ist relevant und vertrauenswürdig. Zudem sind solche Einrichtungen meist Seiten mit hoher Autorität.
Welche Linkaufbau Methoden sind riskant?
Gekaufte Links, private Blognetzwerke, automatische Kommentarlinks und überoptimierte Ankertexte sind riskant. Google wertet sie daher als Linkspam. Die Spam Richtlinien von Google verbieten Linkmuster, die Rankings manipulieren sollen.
Anhand dieser Liste erkennen Sie riskante Angebote:
- "DA 50+ Linkpakete", die nach Preisliste verkauft werden.
- Blognetzwerke auf derselben IP oder mit demselben Eigentümer.
- Massenlinks in Forensignaturen und Kommentaren.
- Immer derselbe kommerzielle Ankertext bei jedem Link.
Seien wir ehrlich. Solche Methoden können den Wert kurzfristig bewegen. Allerdings verlieren Sie Rankings, sobald Google sie bemerkt. Ein höherer Wert verhindert also keinen Trafficverlust.
Was, wenn Sie solche Methoden früher genutzt haben? Geraten Sie zunächst nicht in Panik. Oft ignoriert Google solche Links einfach. Dennoch sollten Sie bei einem großen Problem den Bericht zu manuellen Maßnahmen in der Search Console prüfen.
Zur Vorsorge verlangen Sie von jeder Agentur eine Liste der Linkquellen. Ein Anbieter ohne Transparenz ist daher meist ein Warnsignal.
Wie schaffen Inhalte Domain Authority?
Inhalte sind also der Rohstoff für Links. Menschen verlinken nur auf Quellen, die ihnen helfen oder ein Zitat verdienen. Deshalb ist die beste Investition in Autorität ein Inhalt, der in Ihrem Fachgebiet zur Referenz werden kann.
Diese Inhaltstypen ziehen häufig Links an:
- Eigene Daten oder Umfrageergebnisse.
- Kostenlose Rechner und Prüftools.
- Gründliche, aktuelle und gut belegte Leitfäden.
- Branchenvorlagen und Checklisten.
Können Sie keine eigenen Daten erheben, dokumentieren Sie Ihre Praxiserfahrung. Beschreiben Sie zum Beispiel Methode und Ergebnisse einer Arbeit für eine Branche. Verzichten Sie auf erfundene Zahlen, denn sie zerstören sofort Vertrauen.
Fragen Sie sich bei der Planung: Welche Seite würde auf diesen Inhalt verlinken, und warum? Haben Sie keine Antwort, erstellen Sie die Seite nur für Traffic. Das ist in Ordnung, erwarten Sie dann aber keine Links.
Linkstarke Inhalte beantworten meist ein echtes Problem. Ein Rechner wird zum Beispiel von Autoren zitiert. Er hilft außerdem deren Lesern, und der Autor muss ihn nicht selbst bauen.
Für die Planung hilft unser Leitfaden, wie Sie mit Content Marketing Website Traffic steigern. Außerdem stärkt der E-E-A-T Ansatz die Glaubwürdigkeit dieser Inhalte.
Beeinflusst technisches SEO die Domain Authority?
Direkt beeinflusst es den Wert nicht, aber der indirekte Effekt ist groß. Eine Seite, die sich nicht crawlen lässt, langsam lädt oder Fehler zeigt, kann den Wert ihrer Links nicht nutzen. Technische Gesundheit sorgt somit dafür, dass die aufgebaute Autorität Ihre Seiten erreicht.
Diese technischen Themen haben bei uns Vorrang:
- Fehler bei Crawlbarkeit und Indexierbarkeit.
- Defekte Links und falsche Weiterleitungen.
- Ladezeit und Core Web Vitals.
- Doppelte Inhalte und Probleme mit Canonical Tags.
Ein Beispiel: Ein alter Artikel einer Nachrichtenseite gewinnt einen starken Link. Beim Relaunch ändert sich die Adresse, und die Weiterleitung wird vergessen. Der Linkwert geht somit verloren, und der Wert sinkt mit der Zeit.
Um das zu verhindern, listen Sie die Seiten auf, die externe Links erhalten. Prüfen Sie diese Liste bei jeder Aktualisierung. Liefert eine verlinkte Seite einen 404 Fehler, leiten Sie sie dauerhaft auf die neue Adresse weiter.
Eine Checkliste finden Sie im Beitrag Was ist technisches SEO. Eine kleine Gewohnheit verhindert also große Verluste.
Wie lenkt die interne Verlinkung die Autorität?
Der Linkwert einer Seite fließt über interne Links zu anderen Seiten. Ein Link von einer starken Seite auf eine Zielseite hebt deren Wert. Das ist außerdem das günstigste und schnellste Autoritätswerkzeug, das Sie haben.
In der Praxis gehen wir so vor:
- Wir listen die Seiten auf, die externe Links erhalten.
- Wir verlinken von diesen Seiten im Kontext auf Zielseiten.
- Die Ankertexte halten wir natürlich und beschreibend.
- Wir lassen keine wichtige Seite ohne interne Links.
Ein häufiger Fehler ist, alle internen Links in Hauptmenü und Footer zu stapeln. Dabei sind Links im Fließtext mit Kontext viel stärker. Der Leser klickt dann, wenn ihm das Thema gerade einfällt.
Auch der Ankertext zählt. Statt "hier klicken" nutzen Sie beschreibende Wörter wie "interne Verlinkung Strategie". Dann verstehen Leser und Suchmaschine, wohin der Link führt.
Zudem hilft interne Verlinkung den Nutzern. Leser wechseln zu verwandten Themen und bleiben länger. Die ganze Methode lesen Sie in unserem Beitrag zur internen Verlinkung.
Was ist der Unterschied zwischen Markenautorität und Domain Authority?
Domain Authority ist ein Toolwert. Markenautorität beschreibt, wie gut Menschen und Suchsysteme Ihre Marke kennen und suchen. Der erste entsteht aus Links. Die zweite wächst aus Markensuchen, Erwähnungen, Referenzen und Vertrauenssignalen.
Beide füttern sich also gegenseitig. Auf eine bekannte Marke verlinkt man leichter. Mit jedem Link wird die Marke somit sichtbarer. Dennoch sind sie nicht dasselbe.
Dieser Unterschied zählt in der Praxis. Eine Seite mit hoher DA, nach der niemand sucht, kann anfälliger sein als eine Seite mit mittlerer DA, die in ihrer Branche bekannt ist. Wir sehen die Marke als langfristiges Kapital.
Ein praktischer Test: Beobachten Sie, wie sich die Suchen nach Ihrem Markennamen im Zeitverlauf entwickeln. Wachsen sie, sind Sie zudem auf dem richtigen Weg, egal wie Ihr Linkwert aussieht. Denn Menschen suchen nur nach Marken, denen sie vertrauen.
Zur Markenautorität tragen Branchenerwähnungen, Kundenbewertungen, Vorträge und Presse bei. Viele davon erzeugen auch Links. So verbinden sich die beiden Konzepte.
Den ganzen Ansatz behandeln wir im Beitrag Markenautorität aufbauen. Stellen Sie Ihre Linkarbeit in diesen Rahmen.
Wie lange dauert es, die Domain Authority zu erhöhen?
Das hängt von Ihrem Ausgangspunkt und vom Wettbewerb ab. Bei einer Seite, die bei null startet, dauert ein spürbarer Anstieg meist Monate. Außerdem brauchen neue Links Zeit, bis sie in der Datenbank des Tools erscheinen. Erwarten Sie daher keine schnellen Sprünge.
Hier ein grober Rahmen aus unserer Praxis. Er ist ein Startbereich und keine Garantie:
| Zeitraum | Schwerpunkt | Erwartetes Signal |
|---|---|---|
| --- | --- | --- |
| 0 bis 3 Monate | Technische Bereinigung, Contentplan | Crawling und Indexierung bessern sich |
| 3 bis 6 Monate | Erste linkstarke Inhalte | Zahl verweisender Domains wächst |
| 6 bis 12 Monate | Stetiger Linkgewinn | Sichtbarer Anstieg beim Wert |
Suchen Sie keine Abkürzungen. Der schnelle Weg, die DA einer Seite zu heben, führt meist über riskante Links. Sie halten zudem nicht lange und schlagen oft zurück.
Setzen Sie stattdessen kleine, stetige Ziele. Zwei gute Links im Monat, ein starker Inhalt und eine technische Verbesserung ergeben nach einem Jahr einen echten Unterschied. Geduld ist hier ein echter Wettbewerbsvorteil.
Unser Beitrag Wie lange dauert SEO erklärt den größeren Zeitrahmen.
Warum sinkt die Domain Authority?
Meist liegt ein Rückgang also nicht an Ihnen. Gewinnen Wettbewerber Links, kann Ihr relativer Wert fallen. Aktualisiert das Tool seine Datenbank und sein Modell, sehen Sie ebenfalls Schwankungen.
Echte Ursachen für Verluste sind diese:
- Wertvolle Links verschwinden, oder verlinkte Seiten werden gelöscht.
- Nach einem Umzug fehlen Weiterleitungen.
- Links mit Spamsignalen häufen sich.
- Seiten, die auf Sie verlinkt haben, gehen offline.
Trennen Sie zunächst die Ursache. Ist nur der Wert gefallen, oder auch der organische Traffic? Fiel nur der Wert, ist meist keine Panik nötig. Fiel auch der Traffic, suchen Sie ein technisches oder inhaltliches Problem.
Sinkt der Wert bei einem Kunden, öffnen wir zuerst den Bericht über verlorene Links. Wir sehen, welche Links wann verschwunden sind. Oft stammten sie von gelöschten alten Seiten oder geschlossenen Websites.
Einen verlorenen wertvollen Link können Sie zurückgewinnen. Kontaktieren Sie die Quellseite und nennen Sie die neue Adresse. Viele Betreiber helfen dann gern.
Planen Sie einen Umzug, nutzen Sie unsere Checkliste für die SEO Website Migration.
Bringt der Kauf einer abgelaufenen Domain Autorität?
Meist nicht. Eine abgelaufene Domain mit hoher DA zu kaufen und darauf eine neue Seite zu bauen, war früher eine verbreitete Taktik. Heute kann Google das zudem als Spam werten. Ändert sich das Thema, verlieren die alten Links oft ihren Wert.
Wir empfehlen diesen Weg nicht. Er birgt zudem hohes Risiko und ist teuer. Eine solide Marke von Grund auf aufzubauen, ist die verlässlichere Investition.
Es gibt auch eine Weiterleitungstaktik: Man kauft eine abgelaufene Domain und leitet sie auf die eigene Seite um. Google gibt Linkwert in solchen Fällen meist nicht weiter. Passen die Themen nicht, liegt das Ergebnis nahe null.
Ein legitimer Fall ist, die alte Domain der eigenen Marke zurückzuholen. Hat Ihr Unternehmen die Domain gewechselt, ist es richtig, die alte Adresse zu behalten und sauber weiterzuleiten.
Wählen Sie bei der Domain einen kurzen, einprägsamen Namen, der zur Marke passt. Details finden Sie im Beitrag Domain auswählen und Domainnamen finden.
Müssen Sie dennoch eine alte Domain kaufen, prüfen Sie zuerst ihre Geschichte. Sehen Sie nach, wofür sie genutzt wurde und ob sie je eine Strafe hatte.
Wie sieht ein 90 Tage Plan für die Domain Authority aus?
In den ersten 90 Tagen ist Ihr Ziel ein solides Fundament und kein Sprung beim Wert. Der folgende Plan ist ein Beispielrahmen für eine Unternehmensseite auf Einstiegsniveau. Passen Sie ihn an Budget und Branche an.
- Erste zwei Wochen: Messen Sie Ihren Wert und die Werte von fünf Wettbewerbern.
- Woche drei und vier: Führen Sie einen technischen Crawl durch und beheben Sie defekte Links und Weiterleitungen.
- Zweiter Monat: Bauen Sie zwei bis drei linkstarke Inhalte, etwa ein Tool, einen Leitfaden und eine Datenstudie.
- Ende des zweiten Monats: Erstellen Sie aus der Linklücke zur Konkurrenz eine Zielliste.
- Dritter Monat: Sprechen Sie Zielseiten persönlich an und aktualisieren Sie die internen Links.
- Ende des dritten Monats: Berichten Sie über verweisende Domains und Traffic.
Halten Sie das Ergebnis jedes Schritts schriftlich fest. So sehen Sie dann, was funktioniert hat.
Dieser Plan passt allerdings nicht zu jeder Branche. Bei einem ganz neuen Unternehmen können Inhalte und Markenbekanntheit im ersten Monat Vorrang haben. Bei einem etablierten Haus bringt allein die technische Bereinigung großen Gewinn.
Legen Sie vor dem Start Ihr Ziel fest. Wollen Sie einen höheren Wert, mehr Traffic oder mehr Conversions? Die Reihenfolge der Arbeit hängt von Ihrer Antwort ab. Unser Rat ist stets ein Ziel mit Conversion Bezug.
Welche Kennzahlen gehören neben die Domain Authority in den Bericht?
Zeigen Sie der Geschäftsführung nicht nur die DA. Der Wert erzählt allein keine Geschäftsgeschichte. Stellen Sie ihn deshalb mit echten Leistungskennzahlen vor. Dann erhält die Frage "Warum investieren wir hier?" eine klare Antwort.
Ein Monatsbericht sollte diese Kennzahlen enthalten:
- Einzigartige verweisende Domains.
- Organische Klicks und Impressionen aus der Search Console.
- Durchschnittliche Position für Ziel Keywords.
- Conversions aus organischem Traffic.
- Suchvolumen der Marke.
Auf diesem Rahmen bauen wir unsere Berichte auf. Steigt die DA, aber die Conversions nicht, läuft die Arbeit in die falsche Richtung.
Auch die Sprache des Berichts zählt. Statt "Die DA stieg um 5 Punkte" sagen Sie: "Links von Branchenseiten haben sich verdoppelt, und die Durchschnittsposition der Zielseiten stieg um drei Plätze." Dieser Satz knüpft an ein Geschäftsergebnis an.
Kennzeichnen Sie Ihre Zahlen klar. Nennen Sie Schätzungen Schätzungen und Messwerte Messwerte. Vertrauen im Reporting entsteht also durch Ehrlichkeit.
Wünschen Sie Unterstützung bei Ihrer SEO Arbeit, sehen Sie sich unsere SEO Beratung an. Kurz gesagt: Beobachten Sie den Wert, entscheiden Sie aber anhand von Traffic und Umsatz.




