Billige Website: Warum das günstige Angebot am Ende teurer wird

Kurze Antwort
Warum wird eine billige Website am Ende oft teurer?
Eine billige Website hat meist einen kleinen Leistungsumfang: Lizenzen, Eigentum, Sicherheit, Ladezeit, SEO und Wartung fehlen im Angebot. Diese Lücken kommen später als Zusatzrechnung, verlorene Anfragen oder kompletter Neubau zurück. Bewerten Sie deshalb die Gesamtkosten der Website, nicht nur den Preis zum Start.
Wir reden günstige Angebote hier nicht schlecht. Denn manche Projekte brauchen tatsächlich nur eine einfache, preiswerte Lösung. Schwierig wird es erst, wenn Sie nach der Unterschrift erfahren, was im Preis fehlt. Dieser Leitfaden zeigt, wo versteckte Kosten entstehen und was Sie vorab fragen sollten. Suchen Sie eher nach Budgetfaktoren, dann lesen Sie unseren Beitrag zu den Kosten und Preisfaktoren einer Firmenwebsite.
Was fehlt in einem niedrigen Webdesign Angebot meistens?
Hinter einem niedrigen Preis steckt selten böse Absicht. Meist beschreibt er schlicht einen kleineren Auftrag. Zum Beispiel verspricht ein Angebot „fünf Seiten“, nennt aber nicht, wer die Texte schreibt. Daher können zwei Angebote gleich aussehen und trotzdem ganz unterschiedliche Arbeit abdecken.
Steht einer dieser Punkte nicht schriftlich im Angebot, gehen Sie davon aus, dass er fehlt:
- Verlängerung kostenpflichtiger Themes und Plugins.
- Domain, Hosting und E-Mail auf Ihren eigenen Namen.
- Regelmäßige Updates, Backups und Sicherheitskontrollen.
- Mobile Tests, Ladezeittests und Bildoptimierung.
- SEO Grundlagen wie Titel, Beschreibungen, Weiterleitungen und Sitemap.
- Texterstellung, Messung und Betreuung nach dem Start.
Eine billige Website wirkt beim Start deshalb oft fertig, obwohl vieles fehlt. Jeder Punkt wirkt für sich klein. Zusammen ist der Angebotspreis allerdings längst nicht mehr Ihre eigentliche Ausgabe.
Dazu kommt Ihre eigene Zeit. Bleibt der Umfang vage, schreiben Sie wegen jeder Lücke eine Nachricht und warten auf Freigaben. Diese Stunden stehen auf keiner Rechnung. Gerade im kleinen Betrieb ist die Zeit der Inhaberin oder des Inhabers aber oft die teuerste Ressource. Fragen Sie deshalb bei jeder Zeile: Wer erledigt das?
Wie berechnen Sie die wahren Kosten einer billigen Website?
Für die wahren Kosten betrachten Sie die gesamte Lebensdauer der Website, nicht eine einzelne Zahlung. Beginnen Sie mit dem Erstellungspreis, dann ergänzen Sie Verlängerungen, Wartung und wahrscheinliche Korrekturen. Schließlich zählen auch entgangene Anfragen, denn verlorenes Geschäft erscheint auf keiner Rechnung.
- Notieren Sie den Preis für die Erstellung.
- Ergänzen Sie jährliche Kosten für Domain, Hosting und Lizenzen.
- Planen Sie einen eigenen Posten für Wartung und kleine Änderungen.
- Bei geplanter Werbung: Schätzen Sie, wie viel Budget eine langsame Seite verschwenden würde.
- Prüfen Sie zuletzt, wie wahrscheinlich ein Neubau in einigen Jahren ist.
Nehmen wir als Beispielszenario zwei Angebote. Angebot A ist niedrig und deckt nur den Start ab. Angebot B kostet mehr, enthält aber Wartung, Zugangsübergabe und Messung. Nach zwei Jahren können die Zusatzarbeiten bei A den Abstand aufgeholt haben. Natürlich passiert das nicht bei jedem Projekt. Entscheidend ist also, dass Sie die Rechnung vor der Unterschrift aufstellen.
Fällt Ihnen diese Rechnung allein schwer, liefert ein klar abgegrenztes Angebot für professionelles Webdesign einen guten Vergleichswert. Legen Sie das niedrige Angebot daneben und gehen Sie es Zeile für Zeile durch, dann fallen die Lücken sofort auf.
Wie lesen Sie einen niedrigen Einrichtungspreis mit Monatsgebühr?
Manche Anbieter zeigen eine sehr niedrige Erstzahlung und verdienen vor allem an der Monatsgebühr. Dieses Modell ist nicht grundsätzlich falsch, denn laufende Betreuung kostet echte Arbeit. Steht jedoch nicht drin, was die Gebühr abdeckt, können Sie die Gegenleistung nicht beurteilen.
Fragen Sie zunächst nach Laufzeit und möglichen Preiserhöhungen. Danach klären Sie, was mit Website, Inhalten und Domain geschieht, wenn Sie kündigen. Ein Beispielszenario: Ein kleiner Betrieb zahlt jahrelang ein Abonnement und besitzt beim Wechsel keine einzige übertragbare Datei. Die Zahlungen haben also nie einen eigenen Wert geschaffen.
- Listet der Tarif jede enthaltene Leistung einzeln auf?
- Gibt es eine Mindestlaufzeit oder eine Gebühr beim vorzeitigen Ausstieg?
- In welchem Format erhalten Sie Ihre Inhalte beim Wechsel?
Ist eine Websitevorlage an sich ein Problem?
Nein, eine Vorlage ist an sich kein Problem. Für viele Unternehmen ist sie ein schneller und vernünftiger Einstieg. Heikel wird es erst, wenn jemand sie als individuelles Design verkauft oder fast ohne Anpassung abliefert.
Viele Plugins auf einer Vorlage können zudem bremsen, und genau so wird eine billige Website mit der Zeit träge. Außerdem nutzt vielleicht auch ein Mitbewerber dieselbe Optik, und Ihre Marke verliert an Profil. Fragen Sie deshalb direkt, ob eine Vorlage zum Einsatz kommt, und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben. Beide Wege vergleichen wir ausführlicher im Beitrag WordPress oder individuelle Website.
Ein ehrliches Angebot nennt das Theme, den Grad der Anpassung und die Grenzen. So wissen Sie, wofür Sie zahlen, und hören später nicht den Satz: „Das Theme kann das leider nicht.“
Prüfen Sie zudem, ob das Theme noch weiterentwickelt wird. Ein aufgegebenes Theme kann mit künftigen Softwareupdates in Konflikt geraten. Dann erzwingt ein kleines Kompatibilitätsproblem womöglich den Austausch der gesamten Website. Sehen Sie sich daher das letzte Updatedatum und den Supportstatus vor dem Kauf an.
Auf wessen Namen sollten Theme und Pluginlizenzen laufen?
Kostenpflichtige Theme und Pluginlizenzen sollten möglichst in Ihrem eigenen Konto liegen. Viele Produkte koppeln Updates an eine gültige Lizenz, und die Bedingungen unterscheiden sich je nach Produkt. Bleibt die Lizenz beim Anbieter, verlieren Sie womöglich am Tag der Trennung den Zugang zu Updates.
Noch riskanter sind geknackte, sogenannte Nulled Themes. Diese Dateien stammen aus unsicheren Quellen und können Schadcode enthalten. Zudem erhalten sie Sicherheitsupdates oft nicht zuverlässig. Bei einer billigen Website erkennen Sie das von außen kaum, deshalb verlangen Sie bei der Übergabe die Lizenznachweise.
- Fordern Sie eine Liste aller kostenpflichtigen Produkte an.
- Klären Sie, in wessen Konto jede Lizenz liegt und wann sie ausläuft.
- Ergänzen Sie auf derselben Liste die Nutzungsrechte für Bilder und Schriften.
Was passiert, wenn Domain und Hosting nicht auf Ihren Namen laufen?
Liegt die Domain im Konto einer anderen Person, kontrolliert diese praktisch die Adresse Ihrer Marke. Eine Trennung kann dann zur langwierigen Übergabe werden und sogar Ihren E-Mail Verkehr treffen. Deshalb sollte die Registrierung auf Ihren Namen keine Verhandlungssache sein.
Die Transferrichtlinie der ICANN gibt bei generischen Endungen dem eingetragenen Domaininhaber die Befugnis, einen Transfer zu genehmigen oder abzulehnen. Der eingetragene Name zählt also in der Praxis. Länderendungen wie .de folgen allerdings eigenen Regeln, deshalb erfragen Sie den aktuellen Ablauf bei der zuständigen Vergabestelle.
Ebenso wichtig ist das Ablaufdatum. Vergisst der Anbieter eine Zahlung, kann die Domain auslaufen, und Website sowie E-Mail stehen gemeinsam still. Außerdem gehen die Warnungen an ihn statt an Sie. Prüfen Sie daher, ob die eingetragene Kontaktadresse wirklich Ihnen gehört.
Beim Hosting gilt dieselbe Logik. Liegt Ihre Website im Sammelkonto des Anbieters, hängen Sie bei Dateien und Datenbank von ihm ab. Stehen Sie schon vor diesem Problem, helfen die Schritte in unserem Beitrag Website und Domain von der Agentur zurückholen.
Warum gehören Adminzugang und Dateien in den Vertrag?
Mündliche Zusagen helfen nicht mehr, sobald die Zusammenarbeit kippt, weil niemand sie belegen kann. Halten Sie deshalb den Übergabeumfang schriftlich fest. Vertrag oder Angebot sollten klar nennen, wer Adminkonto, Quelldateien und Designdateien erhält.
Manche preiswerten Dienste betreiben Ihre Website in einem eigenen geschlossenen System. Zahlen Sie nicht mehr, kann die Website offline gehen, und Ihre Inhalte lassen sich womöglich nicht exportieren. Dieses Modell ist nicht immer schlecht. Allerdings mieten Sie dann ein Abonnement, statt einen Wert zu kaufen, also entscheiden Sie das bewusst.
- Behalten Sie das Adminkonto mit den höchsten Rechten selbst.
- Lassen Sie die Übergabe von Design und Quelldateien festschreiben.
- Legen Sie fest, in welchem Format Sie Ihre Daten beim Ende der Zusammenarbeit erhalten.
Lassen Sie Vertragsklauseln von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen, denn dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Warum ist eine billige Website ein Sicherheitsrisiko?
Das Risiko entsteht weniger durch den Preis als dadurch, dass sich nach dem Start niemand kümmert. Der offizielle Sicherheitsleitfaden von WordPress empfiehlt aktuelle Software, das Entfernen ungenutzter Plugins, starke Passwörter und zweistufige Authentifizierung. Bei niedrigen Angeboten bleibt oft unklar, wer das übernimmt.
Auch eine kleine Website schützt Sie nicht. Automatische Scans suchen nach veralteten Versionen und nutzen jede gefundene Lücke. Folglich kann Ihre Website plötzlich Spam oder schädliche Weiterleitungen tragen. Die Bereinigung ist zudem weit mühsamer als die Vorsorge. Ist es bereits passiert, beschreibt unser Beitrag WordPress Seite gehackt: was tun die ersten Schritte.
Was fragen Sie also vorab? Klären Sie, wer Updates einspielt, wie oft jemand prüft und wen Sie im Störungsfall erreichen. Bekommen Sie keine klare Antwort, liegt diese Aufgabe faktisch bei Ihnen.
Warum sollten Sie die geschäftliche E-Mail gleich mitplanen?
Ihre Domain trägt nicht nur die Website, sondern auch Ihre geschäftliche E-Mail. Ein Problem auf der Website kann daher auch Ihren Schriftverkehr stoppen. Bei niedrigen Angeboten hängt die E-Mail oft am selben Hostingkonto, und niemand erwähnt diese Abhängigkeit.
Wechseln Sie den Anbieter oder wird das Konto gesperrt, können auch die Postfächer leiden. Außerdem kann ein Fehler in den DNS Einstellungen, die festlegen, wohin Ihre Domain zeigt, eingehende Nachrichten unbemerkt abschneiden. Fragen Sie deshalb, wo die E-Mail liegt, welche Postfachgrenzen gelten und wie alte Nachrichten umziehen.
Fehlen die Versandeinstellungen, landen Ihre Angebote und Rechnungen außerdem leicht im Spamordner. Sagt ein Kunde dann „Ihre Nachricht kam nie an“, kostet die Ursachensuche Zeit, die Sie nicht eingeplant haben. Vereinbaren Sie daher von Anfang an schriftlich, wer diese Einstellungen übernimmt.
Was kostet es, wenn kein Backupplan existiert?
Ohne Backup kann ein einziges fehlerhaftes Update die gesamte Arbeit vernichten, denn es gibt keinen Stand zum Zurückspringen. Schlimmer noch: Der Ausfall trifft oft ausgerechnet Ihre stärkste Zeit. Das Backup ist also Ihre Versicherung und keine Nebensache im Angebot.
Der Hinweis „Backups inklusive“ im Hostingtarif reicht allein nicht aus. Sie müssen wissen, wo die Kopie liegt, wie weit sie zurückreicht und wer sie einspielt. Zudem verrät ein nie getestetes Backup nicht, ob es im Ernstfall funktioniert.
- Lassen Sie sich Häufigkeit und Aufbewahrungsdauer schriftlich nennen.
- Bestätigen Sie, dass die Kopien an einem getrennten Ort liegen.
- Verlangen Sie mindestens einmal im Jahr eine Testwiederherstellung.
Den vollständigen Aufbau erklärt unser Beitrag zur Backupstrategie für Websites.
Wie kostet Sie eine langsame Website Geld?
Eine langsame Website verbraucht die Geduld der Besucher und Ihr Werbebudget zugleich. Schwere Bilder und zu viele Plugins bremsen die Seite vor allem im Mobilfunknetz, weil dort weniger Bandbreite ankommt. Eine billige Website spart außerdem oft genau an dieser Optimierung. Geht jemand, bevor der Inhalt erscheint, ist das Geld für diesen Klick verloren.
Googles Überblick zu den Core Web Vitals nennt drei Messgrößen: LCP für die Ladegeschwindigkeit, INP für die Reaktionszeit und CLS für die visuelle Stabilität. Wie Sie diese Werte lesen, zeigt unser Beitrag Core Web Vitals erklärt. Fragen Sie vorab, welche Ladezeittests vor dem Start laufen.
Übertreiben Sie es trotzdem nicht. Der Leitfaden von Google zur Nutzererfahrung sagt, dass gute Werte keine Topplatzierung garantieren und Relevanz am wichtigsten bleibt. Kurz gesagt: Tempo allein bringt Sie nicht auf Platz eins. Langsamkeit kostet Sie aber die Besucher, die Sie bereits gewonnen haben.
Warum sollten Sie die mobile Ansicht auf einem echten Handy testen?
Auch eine billige Website muss zuerst auf dem Handy bestehen, denn eine mobilfreundlich wirkende Vorlage funktioniert mit Ihren Inhalten nicht automatisch gut. Lange Überschriften laufen über, Tabellen passen nicht, und Formularfelder lassen sich schwer antippen. Bei knappen Budgets endet diese letzte Kontrolle oft mit einer Desktopvorschau.
Kommt ein großer Teil Ihrer Werbung und Suche über das Handy, kostet diese Lücke direkt Anfragen. Dabei ist die Korrektur meist klein, sobald überhaupt jemand hinsieht.
Öffnen Sie die Website vor der Abnahme auf Ihrem eigenen Handy und verhalten Sie sich wie ein Kunde. Tippen Sie zum Beispiel auf die Telefonnummer, füllen Sie das Formular aus und wechseln Sie über das Menü zu einer Leistungsseite. So finden Sie die Stolpersteine vor Ihren Kunden.
- Funktionieren Telefon und Chatlinks mit einem Tippen?
- Kommt ein abgeschicktes Formular tatsächlich bei Ihnen an?
- Lässt sich der Text ohne Zoomen lesen?
Was verliert eine billige Website ohne SEO Grundlagen?
Der größte Verlust ist eine Unsichtbarkeit, die niemand bemerkt. Die Seiten öffnen sich, alles wirkt in Ordnung, und trotzdem liegen Sie in den Suchergebnissen zurück. Da dieser Verlust auf keiner Rechnung steht, fällt er meist erst Monate später auf.
Diese Lücken sehen wir bei knappen Budgets besonders oft:
- Derselbe Titel und dieselbe Beschreibung auf jeder Seite.
- Vergrößerter Text statt echter Überschriftenstruktur.
- Eine Entwicklungseinstellung, die Suchmaschinen weiter aussperrt.
- Keine Sitemap und kein Plan für interne Links.
Technisch ist das meiste allerdings nicht schwer. Es braucht nur jemanden, der dafür zuständig ist. Lesen Sie deshalb genau, was unter dem Punkt SEO steht, denn „SEO optimiert“ allein verpflichtet zu nichts. Zudem kann Ihnen niemand eine bestimmte Position garantieren, also seien Sie bei solchen Versprechen vorsichtig.
Warum fallen kopierte Texte und beliebige Bilder auf Sie zurück?
Bei einer knappen Kalkulation trifft es zuerst die Inhalte, daher kommt eine billige Website oft mit austauschbaren Texten. Anbieter übernehmen Leistungstexte von anderen Websites und wählen Bilder wahllos aus. Am Ende finden Besucher keinen einzigen Satz, der Sie vom Mitbewerber unterscheidet.
Bilder mit ungeklärter Lizenz können zudem rechtlichen Ärger nach sich ziehen. Fragen Sie daher bei jedem Bild nach der Quelle. Fordern Sie außerdem Texte, die Ihre echte Erfahrung widerspiegeln. Auch Google rät dazu, aus eigenem Wissen zu schreiben, statt Fremdes aufzuwärmen.
Schreiben Sie die Texte selbst, klären Sie das von Anfang an. Sonst bleiben Designseiten leer, und der Starttermin rutscht immer weiter. Ein Beispielszenario: Das Design steht seit Wochen, aber die Website kann nicht online gehen, weil die Texte fehlen. Auch diese Verzögerung zeigt kein Angebot.
Welche Fragen bleiben ohne Messung offen?
Ohne Messung raten Sie nur, welche Seite Ihnen Geschäft bringt. Bei Werbung sehen Sie nicht, welcher Klick zur Anfrage wurde. Somit beruhen Ihre Budgetentscheidungen auf Gefühl statt auf Daten.
Bei niedrigen Angeboten installiert vielleicht jemand ein Analysetool, doch niemand legt die Conversions fest. Formularversand, Tippen auf die Telefonnummer und Chatklicks verdienen jeweils eine eigene Messung. Außerdem gehören bei personenbezogenen Daten auch Impressum, Datenschutzhinweise und Cookieauswahl zum Auftrag. Lesen Sie dazu unseren Leitfaden zur datenschutzkonformen Website nach DSGVO, und fragen Sie bei Rechtsthemen eine Fachperson.
Was sollten Sie also klären? Fragen Sie, welche Ereignisse gemessen werden, auf wessen Namen die Konten laufen und welchen Zugang Sie bei der Übergabe erhalten. Bleiben die Konten beim Anbieter, verlieren Sie beim Wechsel womöglich auch Ihre historischen Daten.
Wie blähen Korrekturgrenzen und Zusatzleistungen das Budget auf?
Eine kleine Korrekturgrenze sorgt bei einer billigen Website besonders oft für Überraschungen. Zum Beispiel enthält ein Angebot zwei Korrekturrunden, definiert aber keine Runde. Folglich kann schon eine Farbänderung Ihr Kontingent verbrauchen.
Ebenso macht eine vage Klausel zu Zusatzleistungen jeden neuen Wunsch zur Verhandlung. Eine weitere Sprache, ein zusätzliches Formular oder eine kleine Anbindung kann mehr kosten als gedacht. Den Anbieter dafür zu tadeln ist nicht immer fair, denn anders trägt sich der niedrige Preis nicht.
- Lassen Sie schriftlich festhalten, was eine Korrekturrunde umfasst.
- Listen Sie wahrscheinliche Extras auf und fragen Sie, wie Ihr Anbieter sie berechnet.
- Vereinbaren Sie eine schriftliche Freigabe für Zusatzarbeit, damit Sie keine Rechnung überrascht.
Welche Kosten entstehen beim Neubau einer billigen Website?
Beim Neubau bezahlen Sie nicht nur neues Design, sondern auch verlorene Zeit. Neues Angebot, Inhaltsumzug, Tests und Stunden Ihres Teams kommen zusammen. Hatte die alte Website Rankings, gefährdet ein Fehler beim Umzug außerdem auch diese.
Googles Leitfaden zum Websiteumzug mit URL Änderungen empfiehlt dauerhafte Weiterleitungen von jeder alten URL auf die passende neue. Er weist auch darauf hin, dass Rankings nach dem Umzug eine Zeit lang schwanken können. Diese Zuordnung ist ein eigener Arbeitsschritt, den ein günstiger Erstaufbau vielleicht nie vorgesehen hat.
- Alte URLs erfassen und zuordnen.
- Inhalte und Bilder in die neue Struktur übertragen.
- Formulare, Messung und E-Mail Einstellungen neu aufsetzen.
- Defekte Links und Rankings nach dem Start beobachten.
Für einen sauberen Ablauf lesen Sie SEO beim Website Relaunch schützen.
Was unterscheidet ein niedriges Angebot von einem klar abgegrenzten?
Der Unterschied liegt meist in der Klarheit, nicht im Design. Die folgende Tabelle enthält deshalb keine Preise. Stattdessen zeigt sie, was die beiden Angebotstypen zu jedem Punkt typischerweise sagen, damit Sie Ihre eigenen Angebote daran messen können.
| Punkt | Vages niedriges Angebot | Klar abgegrenztes Angebot |
|---|---|---|
| Vorlage | Nicht erwähnt oder als individuelles Design bezeichnet | Theme und Anpassungsgrenzen stehen schriftlich fest |
| Lizenzen | Bleiben im Konto des Anbieters | Aufgelistet, Kontoinhaber benannt |
| Domain und Hosting | Eventuell auf den Anbieter registriert | Auf Ihr Unternehmen registriert |
| Zugang | Eingeschränkter Redakteurszugang | Konto mit höchsten Rechten übergeben |
| Sicherheit und Backups | „Das schauen wir uns später an“ | Zuständigkeit und Häufigkeit benannt |
| Ladezeit | Kein Test | Test vor dem Start im Umfang |
| SEO Grundlagen | Nur der Hinweis „SEO optimiert“ | Aufgaben einzeln aufgeführt |
| Nach dem Start | Jede Anfrage extra berechnet | Betreuungszeit und Grenzen festgelegt |
Die linke Spalte bedeutet nicht immer böse Absicht. Trotzdem führt jeder ungeschriebene Punkt meist zu einem weiteren Gespräch und oft zu einer weiteren Rechnung.
Ist eine billige Website jemals die richtige Wahl?
Ja, eine billige Website kann die richtige Wahl sein. Eine neue Geschäftsidee im Test, ein kleiner Betrieb mit einer einzigen Seite oder eine kurze Aktion brauchen oft nicht mehr. Wichtig ist, dass Sie diese Grenzen bewusst wählen.
Andererseits ändern sich die Erwartungen, wenn die Website Ihr Hauptvertriebskanal ist oder Sie Werbebudget einsetzen. Dann wird ein kleiner Umfang schnell zum monatlichen Verlust. Zum Beispiel verbrennt eine Leistungsseite, die bezahlte Besucher nicht überzeugt, laufend Budget.
Ist das Budget wirklich knapp, sollten Sie eher den Umfang kürzen als die Qualität senken. Starten Sie etwa mit drei gut geschriebenen Seiten statt mit zehn dünnen. Dann ergänzen Sie auf derselben Grundlage neue Bereiche, sobald das Geschäft wächst. Somit bleibt die erste Investition auch später etwas wert.
Eine einfache Regel hilft: Leidet Ihr Geschäft, wenn die Website ausfällt, behandeln Sie sie als Infrastruktur und nicht als Ausgabe. Leidet es nicht, ist ein einfacher Start völlig vernünftig. Auch dabei verzichten Sie aber nicht auf Eigentum und Zugang.
Welche Fragen stellen Sie beim Vergleich von Webdesign Angeboten?
Die richtigen Fragen bringen zwei Angebote auf dieselbe Grundlage. Schicken Sie diese Liste an jeden Anbieter und bitten Sie um schriftliche Antworten. Eine ausführlichere Methode finden Sie im Beitrag Webdesign Angebote vergleichen.
- Nutzen Sie ein fertiges Theme, und wenn ja, welches und wie stark passen Sie es an?
- In wessen Konto liegen kostenpflichtige Lizenzen, und wer kümmert sich um die Verlängerung?
- Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting?
- Erhalte ich bei der Übergabe das Adminkonto mit den höchsten Rechten und alle Dateien?
- Wer übernimmt nach dem Start Updates und Backups, und wie oft?
- Welche Ladezeittests und mobilen Tests laufen vor dem Start?
- Welche Aufgaben umfasst SEO genau?
- Wer erstellt Texte und Bilder, und wer hält die Nutzungsrechte?
- Wie viele Korrekturen sind enthalten, und wie berechnen Sie Zusatzleistungen?
- Wie übernehme ich Website und Daten, wenn wir uns trennen?
Welche Antworten gelten als Warnsignal?
Manche Antworten sollten Sie zunächst innehalten lassen. Keine davon beweist allein etwas, doch mehrere zusammen weisen auf ein echtes Risiko hin. Achten Sie vor allem auf Druck, denn eilige Entscheidungen führen zu flüchtigem Lesen.
- „Wir garantieren Platz eins bei Google.“
- „Die Domain registrieren wir für Sie, darum müssen Sie sich nicht kümmern.“
- „Nach der Übergabe können wir keinen Codezugang geben.“
- „Diese Website braucht keine Wartung, sie geht nie kaputt.“
- Keine Referenzen oder früheren Arbeiten vorzeigbar.
- Der Wunsch, nur per Nachricht ohne schriftlichen Umfang zu arbeiten.
Ein weiteres Signal ist die Reaktion auf Ihre Fragen. Wer bei Lizenzen oder Zugängen ausweicht, ist im Ernstfall vermutlich ebenfalls schwer erreichbar. Achten Sie deshalb auf den Inhalt und auch auf die Art der Antwort.
Dagegen schafft ein Anbieter mit offen genannten Grenzen mehr Vertrauen. Der Satz „Bei diesem Budget nutzen wir eine Vorlage, und diese Änderungen sind nicht möglich“ setzt zum Beispiel bessere Erwartungen als ein Ja zu allem.
Wie prüfen Sie den Zustand einer billigen Website, die Sie schon haben?
Haben Sie bereits eine günstig erstellte Website, denken Sie nicht sofort an eine neue. Machen Sie zunächst eine kurze Prüfung, denn manchmal lösen wenige Korrekturen das Problem. Manchmal zeigt die Prüfung allerdings auch, dass ein Neubau sinnvoller ist.
- Sehen Sie mit unserem CMS Checker nach, welches System läuft.
- Prüfen Sie mit dem SSL Check, ob das Zertifikat gültig ist.
- Kontrollieren Sie im Domainpanel, wer als Inhaber eingetragen ist.
- Prüfen Sie im Adminbereich Ihre Rechte und ausstehende Updates.
- Füllen Sie das Formular aus und kontrollieren Sie, ob die Nachricht ankommt.
- Fragen Sie Ihren Anbieter nach dem Datum des letzten Backups.
Halten Sie die Ergebnisse in einer Tabelle fest und notieren Sie neben jeder Zeile eine zuständige Person. So trennen Sie, was der Anbieter leisten muss und was Sie selbst erledigen. Holen Sie später Angebote für einen Neubau ein, erklärt diese Notiz die Ausgangslage sofort.
Treten Probleme auf, beheben Sie zuerst Eigentum und Backups, das Design kommt zuletzt. Für die laufende Pflege nutzen Sie unsere Checkliste zur Websitewartung.
Wann sollten Sie professionelle Hilfe holen?
Hilfe lohnt sich vor allem, wenn Sie den Umfang nicht selbst beurteilen können, Ihre Zugänge verstreut sind oder die Website als Hauptkanal Umsatz bringen muss. Schwierig macht die Entscheidung selten das Design. Vielmehr treffen mehrere technische Themen gleichzeitig auf Sie.
Wenn Talha Aslan und unser Team ein Angebot erstellen, sprechen wir zuerst über Ihr Geschäftsziel, dann über Umfang und Eigentum. Lizenzen, Zugänge, Ladezeit, SEO Grundlagen und Pflichten nach dem Start halten wir schriftlich fest. Rankings oder Umsätze versprechen wir nicht. Dafür wissen Sie genau, wofür Sie zahlen.
Liegt Ihnen bereits ein niedriges Angebot vor, müssen Sie es nicht wegwerfen. Fordern Sie auch bei uns ein Angebot an, wenn Sie Ihre Website erstellen lassen möchten, und lesen Sie dann beide Dokumente mit den Fragen aus diesem Leitfaden. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Sie entscheiden dann nicht auf Basis halber Informationen.



