App Store Screenshots erstellen: Größen, Regeln und Gestaltung

Kurze Antwort
Wie erstellen Sie App Store Screenshots, die Downloads bringen?
App Store Screenshots sind Bilder Ihrer Produktseite, die die echte Oberfläche Ihrer App mit einem kurzen Nutzensatz zeigen. Sie erstellen sie nach den Pixelregeln des jeweiligen Stores, legen den stärksten Nutzen in die ersten zwei Motive, schreiben die Texte für jeden Markt neu und messen dann mit dem Testwerkzeug des Stores, welche Version mehr Installationen bringt.
Kurz gesagt: Es geht weniger um Grafik als um eine Verkaufsabfolge. In diesem Leitfaden erklären Talha Aslan und Team die Regeln von App Store und Google Play anhand offizieller Quellen. Machen Sie zunächst einen schnellen Check:
- Zeigt Ihr erstes Motiv einen Startbildschirm oder eine Anmeldeseite, ersetzen Sie es durch den wertvollsten Bildschirm der App.
- Entfernen Sie Preise, Superlative wie „der beste“ und Aufforderungen wie „jetzt laden“ aus den Bildern.
- Nehmen Sie Bildschirme mit Benachrichtigungen, Netzbetreibernamen oder schwachem Akku neu auf.
- Veröffentlichen Sie in mehreren Sprachen, übersetzen Sie auch den Text in den Bildern.
- Planen Sie schließlich einen Storetest, damit Daten und nicht Vermutungen entscheiden.
Warum entscheiden App Store Screenshots so stark über den Download?
Weil Nutzer Ihre Storeseite sehen, bevor sie die App ausprobieren. Die Beschreibung lesen viele nicht, die Bilder dagegen nehmen den größten Teil der Seite ein. Deshalb sind App Store Screenshots die erste und oft die einzige Chance, Ihr Produkt zu erklären.
Apple gibt dazu zudem einen klaren Hinweis. Laut Apples Leitfaden zur Produktseite erscheinen die ersten ein bis drei Bilder auch in den Suchergebnissen, wenn die App kein Vorschauvideo hat. Wie viele es sind, hängt dann von der Ausrichtung der Bilder ab. Anders gesagt: Ihre ersten Motive stehen direkt in der Trefferliste neben der Konkurrenz.
Andererseits wecken Screenshots nicht nur Interesse, sie wecken auch Erwartungen. Finden Nutzer das gezeigte Erlebnis in der App nicht wieder, löschen sie die App oft schnell. Daher beeinflusst eine gute Bildserie sowohl Installationen als auch die Bindung in den ersten Tagen. Wie Sie den ersten Start gestalten, zeigen wir im Beitrag App Onboarding gestalten.
Welche Größen und Regeln gelten für App Store Screenshots?
Apples Seite mit den Screenshot Spezifikationen in App Store Connect nennt die Grundlagen. Pro Gerätegröße laden Sie mindestens einen und höchstens zehn Screenshots hoch. Erlaubt sind .jpeg, .jpg und .png. Außerdem dürfen die Bilder weder Alphakanal noch Transparenz enthalten.
Bei den Größen teilt Apple die Bildschirme in Geräteklassen ein. Eine zulässige Hochformatgröße für die große Dynamic Island Klasse ist zum Beispiel 1320 × 2868 Pixel. Unterstützt Ihre App das iPad, verlangt Apple auch Bilder für das 13 Zoll iPad; eine zulässige Hochformatgröße ist dort 2064 × 2752 Pixel. Dieselbe Tabelle zeigt, welche Klasse Pflicht ist und welche auf eine größere Klasse zurückgreift.
Eine Regel spart außerdem viel Zeit. Ist Ihre Oberfläche über Gerätegrößen und Sprachen hinweg gleich, genügen Bilder in der höchsten geforderten Auflösung. App Store Connect skaliert sie dann selbst herunter. Allerdings passt Apple diese Tabelle mit neuen Geräten an; prüfen Sie also vor jedem Upload die aktuelle Liste.
Schließlich verlangt Richtlinie 2.3.3, dass Screenshots die App im Einsatz zeigen. Titelgrafik, Anmeldeseite oder Startbildschirm allein reichen nicht.
Welche Anforderungen stellt Google Play an Screenshots?
Google bündelt die Regeln auf der Hilfeseite zu Vorschauassets in der Play Console. Zum Veröffentlichen brauchen Sie mindestens zwei Screenshots über verschiedene Gerätetypen hinweg. Pro unterstütztem Gerätetyp sind dann bis zu acht Bilder möglich.
Als Format gelten JPEG oder 24 Bit PNG ohne Alphakanal. Die kürzeste Seite muss mindestens 320 Pixel messen, die längste höchstens 3840 Pixel. Zudem darf die lange Seite höchstens doppelt so lang sein wie die kurze. Diese Verhältnisregel schließt sehr hohe Panoramabilder von vornherein aus.
Daneben gibt es eine Empfehlung für Werbeflächen. Für bestimmte Formate, die Apps über Screenshots empfehlen, wünscht Google mindestens vier Bilder mit mindestens 1080 Pixeln Auflösung. Konkret heißt das 9:16 im Hochformat ab 1080 × 1920 oder 16:9 im Querformat ab 1920 × 1080 Pixeln. Wer das nicht erfüllt, beschädigt seinen Eintrag nicht; laut Google kann es aber Werbechancen begrenzen.
Für große Bildschirme wie Tablets und Chromebooks gilt zudem eine eigene Regel. Dort sollte jede Seite zwischen 1.080 und 7.680 Pixeln liegen, und Google empfiehlt mindestens vier Screenshots.
Worin unterscheiden sich App Store und Google Play?
Beide Stores verfolgen dasselbe Ziel, unterscheiden sich aber im Detail. Die Tabelle stellt die wichtigsten Unterschiede aus den offiziellen Hilfeseiten nebeneinander. Werte können sich ändern; prüfen Sie daher vor jedem Upload die aktuelle Seite.
| Thema | App Store | Google Play |
|---|---|---|
| Anzahl der Bilder | 1 bis 10 pro Gerätegröße | Insgesamt mindestens 2 zur Veröffentlichung, bis zu 8 pro Gerätetyp |
| Dateiformat | .jpeg, .jpg, .png; keine Transparenz | JPEG oder 24 Bit PNG ohne Alphakanal |
| Größenlogik | Feste Pixelliste pro Geräteklasse | 320 bis 3840 Pixel, lange Seite höchstens doppelt so lang wie die kurze |
| Empfehlung für Werbeflächen | Keine feste Schwelle | Mindestens 4 Bilder, ab 1080 Pixel, 9:16 oder 16:9 |
| Video | Eigene App Vorschauen, bis zu 3 | Ein Video über einen Link zu YouTube |
| Zusatzgrafik | Keine | Featuregrafik mit 1024 × 500 Pixeln |
| Eingebauter Test | Produktseitenoptimierung | Store Listing Experimente |
Die praktische Lehre: Sie können beide Stores aus einer Designdatei bedienen. Verhältnisse und Anzahl planen Sie allerdings getrennt.
Warum sind die ersten zwei Screenshots am wichtigsten?
Weil die meisten Besucher auf der Storeseite nicht scrollen. Die Motive auf dem ersten Bildschirm müssen auf einen Blick erklären, was Ihre App leistet. Dass Apple die ersten Bilder auch in der Suche zeigt, macht diese Motive doppelt wertvoll.
Beantworten Sie deshalb in den ersten zwei Motiven die Frage „Was habe ich davon?“. Das erste Motiv zeigt also den Kernnutzen. Das zweite zeigt die Hauptfunktion, die diesen Nutzen möglich macht. Zum Beispiel könnte eine Termin App mit dem Gedanken „In zwei Tipps gebucht“ starten und danach einen Kalender mit freien Zeiten zeigen.
Markenwerbung im ersten Motiv ist verlockend, verschenkt aber meist Platz. Ihr Logo steht ohnehin im Icon, denn dort sucht man es zuerst. Wie das Icon seine eigene Aufgabe erfüllt, erklären wir im Beitrag App Icon gestalten. Geben Sie die ersten zwei Motive also dem Produkt selbst und heben Sie Markensätze für spätere Motive auf.
Wie prüfen Sie, ob die ersten zwei Motive funktionieren? Zeigen Sie nur diese beiden Bilder drei Sekunden lang einer Person, die Ihre App nicht kennt. Fragen Sie dann, was die App macht. Stimmt die Antwort mit Ihrer Botschaft überein, sind Sie auf dem richtigen Weg. Andernfalls ändern Sie den ersten Bildschirm oder seinen Text. So sortieren Sie schwache Ideen aus, bevor Sie Traffic in einen Storetest stecken.
In welcher Reihenfolge ordnen Sie Ihre Screenshots?
Denken Sie die Reihenfolge wie eine Geschichte. Auch Apples Leitfaden zur Produktseite empfiehlt, dass sich jedes Bild auf einen Hauptnutzen oder eine Funktion konzentriert. So sehen Nutzer beim Scrollen den vollen Wert der App. In Projekten nutzen wir diese Reihenfolge als Ausgangspunkt:
- Kernnutzen: der stärkste Bildschirm, der das gelöste Problem in einem Satz zeigt.
- Hauptfunktion: die Funktion, die diesen Nutzen liefert.
- Einfachheit: ein Ablauf, der zeigt, wie wenige Schritte nötig sind.
- Personalisierung: Einstellungen, Favoriten oder passende Inhalte.
- Vertrauen: sichere Zahlung, Datenschutz oder Support.
- Extras: Benachrichtigungen, Dark Mode oder die Tabletansicht.
Diese Liste ist ein Startpunkt und keine Schablone. Nehmen Sie als Beispielszenario eine App für Essensbestellungen. Dort könnte das Motiv zur Einfachheit die Bestellverfolgung zeigen und das Motiv zum Vertrauen den Bezahlbildschirm. Passen Sie die Reihenfolge somit immer an den Entscheidungsweg Ihrer eigenen Nutzer an.
Unterstützt Ihre App den Dark Mode, empfiehlt Apple außerdem mindestens ein Bild mit diesem Erlebnis. Am Ende der Serie ist es meist gut aufgehoben.
Wie schreiben Sie Bildtexte für App Store Screenshots?
Konkret ist der Bildtext der kurze Nutzensatz über oder unter dem Bildschirm. Auf App Store Screenshots erklärt er in Sekunden, was das Motiv zeigt. Schreiben Sie ihn deshalb wie ein Wegweiser und nicht wie einen Werbeslogan.
Google Play nennt hier eine klare Grenze: Slogans sollten höchstens 20 Prozent des Bildes einnehmen. Zudem rät Google von kleiner Schrift und unruhigen Hintergründen hinter dem Text ab. In der Praxis hat ein guter Bildtext diese Merkmale:
- Er beginnt mit einem Verb oder einem konkreten Nutzen: „Belege mit einem Foto speichern.“
- Er bleibt so kurz, dass man ihn auf dem Handy mit einem Blick erfasst.
- Er passt genau zum Bildschirm darunter und verspricht keine andere Funktion.
- Er verzichtet auf Übertreibungen wie „der beste“, „Nummer eins“ oder „kostenlos“.
Die allgemeinen Regeln für kurze, klare Mikrotexte beschreiben wir im Beitrag Was ist UX Writing. Dieselben Prinzipien gelten ebenso für Storebilder. Halten Sie die Bildtexte zudem im Einklang mit den Kernbegriffen Ihrer Storebeschreibung; das Versprechen im Bild sollte auch im Text auftauchen.
Welche Gestaltungsentscheidungen verbessern die Lesbarkeit?
Die erste Entscheidung betrifft den Kontrast. Ihr Bildtext muss sich klar vom Hintergrund abheben; weiße Schrift auf hellgrauem Grund verschwindet auf dem Handy. Als Zweites zählt die Schriftgröße. Storebilder hinterlassen ihren ersten Eindruck klein und verkleinert, daher wirkt Text, der in der Designdatei bequem lesbar ist, auf dem Handy oft winzig.
Drittens geht es um den Geräterahmen, und hier denken die Stores unterschiedlich. Google Play zählt Geräteabbildungen zu den Elementen, die Sie in Screenshots vermeiden sollten. Apple möchte dagegen die App im Einsatz sehen und erlaubt Text und Bildebenen. Deshalb starten wir bei Google Play mit einem schlichten Layout ohne Rahmen.
Nutzen Sie außerdem über die ganze Serie dasselbe Farbsystem, dieselbe Schrift und dieselbe Textposition. Dann fließen die Bilder beim Scrollen wie eine einzige Produktseite. Leiten Sie die Farben aus der App selbst ab; ein Bruch zwischen Storebild und geöffneter App kostet Vertrauen.
Prüfen Sie schließlich jedes Motiv auf einem echten Handy in kleiner Größe. Ein Layout, das auf der Designfläche perfekt aussieht, kann in der Storeliste ganz anders wirken.
Welche Inhalte machen in Screenshots Probleme?
Beide Stores reagieren klar auf irreführende oder fremde Inhalte. Richtlinie 2.3.7 der App Store Review Guidelines besagt, dass Metadaten wie Screenshots und Vorschauen keine Preise und keine fachfremden Begriffe enthalten sollen. Richtlinie 2.3.10 ergänzt, dass Namen, Icons oder Bilder anderer mobiler Plattformen nicht in Ihre Metadaten gehören.
Google Play liefert allerdings eine genauere Liste. Laut der Hilfeseite zu Vorschauassets sollten Sie Folgendes vermeiden:
- Begriffe, die Rang, Preise, Auszeichnungen, Erfahrungsberichte oder Aktionen andeuten, etwa „Best“, „#1“, „Top“, „New“, „Free“ oder „Sale“.
- Handlungsaufforderungen wie „Jetzt herunterladen“ oder „Jetzt testen“.
- Zeitgebundene Inhalte, die schnell veralten.
- Marken oder Logos von Drittanbietern ohne Erlaubnis.
- Abzeichen und Icons von Google Play oder anderen Stores.
- Unscharfe, gestreckte, verpixelte oder stark komprimierte Bilder.
Nehmen Sie diese Regeln nicht nur wegen möglicher Ablehnungen ernst, sondern auch wegen des Vertrauens. Die häufigsten Ablehnungsgründe haben wir im Beitrag Warum Apps abgelehnt werden gesammelt; Probleme mit Metadaten tauchen dort oft auf.
Wie bereinigen Sie Statusleiste und Demodaten?
Google Play empfiehlt ausdrücklich eine saubere Benachrichtigungsleiste: keine Benachrichtigungen, keine Netzbetreibernamen, dafür volle Symbole für Akku, WLAN und Mobilfunk. Apple nennt keine so detaillierte Liste. Trotzdem wirkt dieselbe Bereinigung in beiden Stores professioneller.
Demodaten sind zudem genauso wichtig wie die Statusleiste. Eine leere Liste, der Name „Testnutzer“ oder Fülltext lassen die App unfertig wirken. Richten Sie deshalb vor der Aufnahme ein Demokonto ein und füllen Sie es mit realistischen Daten. Ein Beispielszenario: Für eine Budget App legen Sie plausible Ausgaben, stimmige Daten und ein ausgewogenes Diagramm an.
Verwenden Sie allerdings nie echte Personendaten. Echte Kundennamen, Telefonnummern oder E-Mail Adressen haben in Storebildern nichts verloren. Erfundene, aber realistische Namen, Adressen unter example.com und stimmige Inhalte genügen.
Viele Teams wiederholen diese Arbeit bei jedem Release von Hand. Koppeln Sie die Aufnahme stattdessen an Ihre automatisierten Oberflächentests. Dann liefert jedes Release dasselbe saubere Ergebnis, und bei mehrsprachigen Projekten sparen Sie viel Zeit.
Wie lokalisieren Sie App Store Screenshots?
Lokalisierung geht über das Übersetzen der Bildtexte hinaus. Sie bauen App Store Screenshots für jeden Markt neu auf: mit dessen Sprache, Datums und Währungsformat sowie den Erwartungen der Nutzer. Apple und Google empfehlen beide, die Bilder für jeden Markt zu lokalisieren.
Behandeln Sie in der Praxis deshalb drei Ebenen getrennt:
- Textebene: Schreiben Sie den Bildtext in der Zielsprache neu, statt ihn Wort für Wort zu übersetzen. Sprachen mit langen Wörtern wie Deutsch verändern die Zeilenumbrüche.
- Oberflächenebene: Auch die App im Screenshot sollte in dieser Sprache laufen. Ein deutscher Bildtext über einer türkischen Oberfläche wirkt widersprüchlich.
- Inhaltsebene: Namen, Währung und Beispiele in den Demodaten sollten zum Markt passen.
Apple weist außerdem darauf hin, dass der Store bei fehlender Lokalisierung die nächstbeste verfügbare Sprache nutzt. Das ist allerdings ein Sicherheitsnetz und keine Strategie. Eine deutsche Storeseite mit englischen Bildern wirkt zum Beispiel neben lokalen Konkurrenten schwach. Wie Lokalisierung in die gesamte ASO passt, erklären wir im Beitrag Was ist App Store Optimierung (ASO).
Kann ein Vorschauvideo Screenshots ersetzen?
Nein, aber es kann sie stärken. Laut Apples Spezifikationen für App Vorschauen sind pro Gerätegröße und Sprache bis zu drei Vorschauen möglich. Jede dauert dabei zwischen 15 und 30 Sekunden, denn Apple legt diese Spanne als Minimum und Maximum fest. Die Datei darf bis zu 500 MB groß sein, und Vorschauen erscheinen immer vor den Screenshots.
Apple erklärt außerdem, dass Vorschauen auf der Produktseite automatisch und stumm starten. Die ersten Sekunden müssen also ohne Ton verständlich sein. Richtlinie 2.3.4 erlaubt in Vorschauen nur Bildschirmaufnahmen der App selbst; Sprecher und Texteinblendungen dürfen Sie aber ergänzen.
Bei Google Play fügen Sie ein Video über einen Link zu YouTube hinzu. Laut Google muss das Video öffentlich oder nicht gelistet sein, ohne Werbung laufen, keine Altersbeschränkung haben und sich einbetten lassen. Zudem empfiehlt Google, das echte App Erlebnis in den ersten 10 Sekunden zu zeigen und das Video kurz zu halten, denn nur die ersten 30 Sekunden laufen automatisch.
Zusammengefasst: Sehen Sie das Video als Schaufenster vor Ihren Screenshots, nicht als Ersatz. Ohne Video übernehmen Ihre ersten Bilder diese Rolle.
Wozu dient die Featuregrafik bei Google Play?
Die Featuregrafik ist ein querformatiges Werbebild, das Google Play an einigen Stellen nutzt. Google nennt als Pflichtgröße 1024 × 500 Pixel, als Format JPEG oder 24 Bit PNG ohne Alphakanal. Im App Store gibt es dazu kein Gegenstück, deshalb erledigen Teams sie oft erst in letzter Minute.
Google gibt außerdem einige klare Tipps. Halten Sie die wichtigsten Elemente in der Mitte und weg von Rändern, die abgeschnitten sein könnten. Wählen Sie kräftige Farben, denn reines Weiß, Schwarz oder Dunkelgrau verschmilzt mit dem Storehintergrund. Vermeiden Sie zudem feine Details und auffälliges Branding, das Ihr Icon nur wiederholt.
Außerdem empfiehlt Google für die Featuregrafik einen Alternativtext mit höchstens 140 Zeichen. Dieser Text beschreibt das Bild für Menschen, die einen Screenreader nutzen. Schreiben Sie ihn also als kurzen, natürlichen Satz über das Bild und nicht als Keywordliste.
Wie testen Sie Screenshots mit Store Listing Experimenten?
Mit den Store Listing Experimenten in der Play Console vergleichen Sie Versionen Ihrer Storeseite mit echten Besuchern. Google unterscheidet dabei zwei Arten. Ein Standardgrafiktest prüft Icon, Featuregrafik und Screenshots im Eintrag der Standardsprache. Ein lokalisierter Test deckt bis zu fünf gewählte Sprachen ab und kann zusätzlich Beschreibungen testen.
Pro App laufen gleichzeitig ein Standardgrafiktest oder bis zu fünf lokalisierte Tests. Gegen den aktuellen Eintrag stellen Sie eine kleine Zahl von Varianten; das aktuelle Limit finden Sie auf der Hilfeseite. Als Zielmetrik stehen unter anderem eindeutige Installationsklicks zur Wahl.
Konfidenzniveau und minimal erkennbaren Effekt legen Sie selbst fest. Laut Google enden Experimente nach sechs Monaten automatisch. Ein guter Start für einen Screenshot Test sieht so aus:
- Ändern Sie nur die ersten zwei Motive und lassen Sie den Rest der Serie gleich.
- Testen Sie pro Variante genau eine Idee, etwa einen anderen Nutzensatz oder einen anderen ersten Bildschirm.
- Übernehmen Sie ein Ergebnis erst, wenn der Hinweis auf fehlende Daten verschwindet.
Wie funktioniert die Produktseitenoptimierung im App Store?
Apples Gegenstück heißt Produktseitenoptimierung. Damit testen Sie Icons, Screenshots und Vorschauvideos. Laut Apples Dokumentation kann ein Test bis zu drei Varianten gegen Ihre Originalseite enthalten und bis zu 90 Tage laufen.
Den Trafficanteil wählen Sie selbst, und Apple verteilt ihn gleichmäßig auf die Varianten. Teilen Sie zum Beispiel 40 Prozent auf zwei Varianten auf, erhält jede 20 Prozent und die Originalseite 60 Prozent. Jede Person sieht während des gesamten Tests dieselbe Variante. Zudem läuft immer nur ein Test, und einen gestarteten Test können Sie nicht mehr ändern.
Ein Detail ist zudem wichtig. Neue Metadaten in den Varianten brauchen eine Freigabe durch App Review, bevor der Test startet. Wollen Sie alternative Icons testen, müssen diese im veröffentlichten App Paket enthalten sein; das bedeutet oft eine neue Version. Tests, die nur Screenshots ändern, kommen dagegen ohne neue Version aus.
Die Ergebnisse sehen Sie in App Analytics in App Store Connect. Apple empfiehlt zu warten, bis mindestens eine Variante mit mindestens 90 Prozent Konfidenz besser oder schlechter abschneidet.
Wie lesen Sie Testergebnisse richtig?
Akzeptieren Sie zunächst, dass kleine Unterschiede oft Zufall sind. Eine Variante kann in Woche eins vorne liegen und in Woche zwei zurückfallen. Deshalb zeigen beide Stores ein Konfidenzniveau und raten von Entscheidungen ohne ausreichende Daten ab.
Eine Beispielrechnung: Die Originalseite konvertiert mit 30 Prozent, die neue Variante mit 31 Prozent. Bei wenig Traffic ist dieser eine Punkt womöglich kein echter Gewinn. Mit unserem A/B Test Rechner prüfen Sie Ihre eigenen Zahlen und sehen, ob der Unterschied statistisch trägt.
Beobachten Sie andererseits auch nach der Übernahme weiter. Ein Bild, das mehr Installationen bringt, aber falsche Erwartungen weckt, kommt oft als schlechte Bewertung zurück. Wie Sie Bewertungen regelkonform anfragen, zeigen wir im Beitrag App Bewertungen richtig anfragen. Kurz gesagt: Lesen Sie die Conversion Rate immer zusammen mit Bewertungen und Bindung.
Screenshots Schritt für Schritt produzieren
Um die Theorie umzusetzen, folgen wir in Projekten dieser Reihenfolge. Sie funktioniert für den ersten Launch ebenso wie für spätere Updates:
- Lesen Sie die aktuellen offiziellen Storeseiten und notieren Sie die Zielgrößen.
- Bringen Sie den Grund für den Download auf einen Satz; er wird zum ersten Bildtext.
- Skizzieren Sie eine Abfolge von sechs bis acht Motiven auf Papier.
- Füllen Sie das Demokonto mit realistischen Daten und bereinigen Sie die Statusleiste.
- Nehmen Sie die Bildschirme in der höchsten geforderten Auflösung auf.
- Schreiben Sie die Bildtexte und prüfen Sie die Lesbarkeit auf dem Handy in kleiner Größe.
- Lokalisieren Sie Text und Oberfläche für jeden Markt.
- Laden Sie die Bilder hoch und kontrollieren Sie die Reihenfolge in der Vorschau.
- Starten Sie einen Storetest für die ersten zwei Motive.
Auch die Ordnerstruktur zählt, denn Ordnung spart später Zeit. Ein eigener Ordner pro Sprache und Geräteklasse zeigt Ihnen bei späteren Releases sofort, welches Bild wo live ist.
Welche Fehler passieren bei Screenshots am häufigsten?
Am häufigsten sehen wir in der Praxis ein erstes Motiv mit Startbildschirm oder Logo. Apples Richtlinien sagen bereits, dass Titelgrafik, Anmeldung und Startbildschirm allein nicht genügen. Ein zweiter häufiger Fehler ist zu viel Text; im Store schauen Menschen, statt zu lesen.
Drittens zeigen manche Teams Funktionen, die es in der App nicht gibt, oder zeichnen die Oberfläche anders als in Wirklichkeit. Das birgt Ablehnungsrisiken und schadet somit dem Vertrauen. Viertens erstellen viele Teams die Bilder einmal und aktualisieren sie nie. Ändert sich die Oberfläche, erzählen alte Bilder nicht mehr die Wahrheit.
Denken Sie schließlich an Downloadgröße und Tempo. Screenshots verändern die App Größe nicht, doch ein schweres App Paket kann das Interesse wieder verspielen, das Ihre Bilder erzeugen. Dieses Thema behandeln wir im Beitrag Beeinflusst die App Größe die Downloads. Zusammengefasst: Gute Bilder sind das Schaufenster einer guten App; eine unfertige App retten sie nicht.
Wer sollte Ihre App und Ihre Storeseite umsetzen?
Screenshotarbeit bleibt schwach, wenn Sie sie getrennt von der App denken. Die Bilder entstehen nämlich aus der Oberfläche; ändert sich die Oberfläche, müssen sich auch die Bilder ändern. Deshalb entsteht das stimmigste Ergebnis, wenn das Team, das die App entwickelt, auch die Storeseite plant.
Bei Talha Aslan und Team umfasst unsere App Entwicklung Konzept, Design und Umsetzung Ihrer App, und den Launch in den Stores übernehmen wir ebenfalls. Screenshotserie, Vorschauvideo, Lokalisierung und Storetests gehören zu diesem Prozess. Somit sprechen Ihre Bilder mit jedem Release dieselbe Sprache wie Ihre App.
Wünschen Sie einen vollständigen Plan inklusive Storeseite, dann fordern Sie ein Angebot für Ihr App Projekt an. Wir besprechen Umfang, Zielmärkte und Sprachen und erstellen Ihnen ein Angebot, das zu Ihrem Projekt passt. Anders gesagt: Wir entwickeln Ihre App und bringen sie auch in die Stores.



