Wer die Website eines Logistikunternehmens öffnet, steht meist unter Zeitdruck: Der Produktionsplan steht, dem eigenen Kunden ist ein Liefertermin zugesagt, und eine bestimmte Ladung muss auf einer bestimmten Relation bewegt werden. Einkäufer und Disponenten sehen sich einige Anbieter an, setzen zwei oder drei auf die engere Wahl und fragen dort an, wo eine schnelle und vollständige Antwort am wahrscheinlichsten ist.
In diesem Leitfaden zeigen wir, Talha Aslan und Team, in welcher Reihenfolge wir die Entscheidungen treffen, wenn wir die Website einer Spedition, eines Transportunternehmens, eines Lagerlogistikers oder eines Zolldienstleisters planen. Jeder Abschnitt enthält ein Kriterium, eine Prüfliste oder eine Frage an die Agentur, die Sie sofort nutzen können. Unseren allgemeinen Projektablauf beschreiben wir auf der Seite zu unserem Webdesign Service.
01Die vier Personen kennen, die Ihre Website prüfen
Eine Logistikwebsite muss mehrere Rollen aus demselben Kundenunternehmen bedienen, nicht einen allgemeinen Besucher. Wer anfragt, wer freigibt und wer Sie als Lieferanten anlegt, sind selten dieselbe Person; jede Rolle braucht ihre Antwort an einer vorhersehbaren Stelle.
- Logistikleitung oder Versand: will wissen, ob die Ladung zu Ihrer Leistung, Ihren Fahrzeugen und Ihren Relationen passt.
- Einkauf: vergleicht mehrere Angebote und erwartet eine vollständige, schriftliche Antwort.
- Lieferantenmanagement: sucht Firmierung, Registerangaben, Genehmigungen, Versicherung und einen festen Ansprechpartner an einem Ort.
- Empfänger oder Partnerspedition im Ausland: möchte Ihre Leistungen in der eigenen Sprache lesen und wissen, an wen sie schreiben kann.
Im Planungsgespräch schreiben wir für jede dieser Rollen eine Frage auf und ordnen ihr die Seite zu, die sie beantwortet. Bleibt eine Frage ohne Seite, liegt genau dort die Lücke. Denselben Test können Sie mit Ihrer heutigen Website machen: Jede Antwort sollte von der Startseite aus mit höchstens zwei Klicks erreichbar sein.
Hier unterscheidet sich eine Website für Geschäftskunden deutlich von einer Umzugswebsite. Für Privatumzüge, über die eine Person an einem Abend entscheidet, braucht es einen anderen Aufbau, den wir auf der Seite zur Website für Umzugsunternehmen beschreiben. In der Logistik entscheidet ein Team, und zwar anhand von Unterlagen und Abläufen.
02Leistungen nach Verkehrsträger und Ladung trennen
Jede Leistung verdient eine eigene Seite, weil eine Disponentin, die Komplettladungen sucht, und ein Exporteur, der eine Zollabwicklung braucht, völlig verschiedene Fragen stellen. Alles mit je einer Zeile auf einer Seite „Leistungen“ aufzulisten, lässt beide ohne Antwort.
Ob eine Leistung eine eigene Seite bekommt, entscheiden wir nach vier Kriterien:
- Andere Fragen: Fragen Kunden bei dieser Leistung etwas anderes, etwa nach Bestandsmeldungen in der Lagerlogistik oder nach der Leercontainerrückgabe im Containertransport, bekommt sie eine Seite.
- Andere Ausstattung: Braucht die Leistung eigene Fahrzeuge oder Anlagen, etwa Tieflader für Projektladung oder ein Lager mit Rampen, bekommt sie eine Seite.
- Echtes Volumen: Hat die Leistung im letzten Jahr regelmäßig Aufträge gebracht, wird sie eine Seite; gelegentliche Aufträge bleiben ein Abschnitt auf einer verwandten Seite.
- Spezielle Ladung: Haben Sie echte Erfahrung mit Stahlcoils, Schüttgut oder Gefahrgut, bekommt die Ladungsart eine eigene Seite.
Daraus ergibt sich das Menü fast von selbst: Komplettladungen und Teilladungen, Containertransport, Lagerung und Umschlag, Hafendienstleistungen, Zoll und Außenhandel. Einen Verkehrsträger, den Sie nicht selbst betreiben, etwa Luftfracht über Agenten, stellen wir nicht als Kernleistung dar, sondern beschreiben offen, wie Sie ihn abwickeln.
03Auf jeder Leistungsseite auch die Grenzen nennen
Eine gute Leistungsseite sagt ebenso klar, was Sie nicht übernehmen, wie das, was Sie anbieten; kein Einkäufer möchte einen Tag in eine Anfrage investieren, die nie gepasst hat. Klare Grenzen verbessern unmittelbar die Qualität der Anfragen, die bei Ihrer Disposition ankommen.
Für eine Leistungsseite verwenden wir dieses Gerüst:
- Was transportiert wird: Ladungsarten, Grenzen bei Gewicht und Maßen, Anforderungen an die Verpackung, etwa Palettenware, Big Bags oder Maschinenteile.
- Wie der Ablauf ist: die Schritte von der Anfrage über die Verladung bis zur Zustellung und die Angaben oder Dokumente, die der Kunde jeweils liefern muss.
- Womit: die eingesetzten Fahrzeugtypen und die Anbindung an Lager oder Hafen.
- Was nicht dazugehört: Ladungen, die Sie nicht befördern, Gebiete, die Sie nicht bedienen, und Leistungen, die extra berechnet werden.
- Häufige Fragen: die vier oder fünf Fragen, die Ihre Disposition am häufigsten hört, mit kurzen Antworten.
Es lohnt sich, diese Seiten mit den Branchen zu verbinden, die Sie bedienen. Ein Transportunternehmen, das Teile für Automobilzulieferer fährt, kann in wenigen konkreten Sätzen zeigen, dass es Just in Time Anlieferung versteht und weiß, was ein stehendes Band kostet. Wie die Website auf der Seite des Verladers aufgebaut ist, zeigt unsere Seite zur Website für Industrieunternehmen.
04Relationsseiten nur für regelmäßige Verkehre anlegen
Eine Relationsseite ist wertvoll, wenn sie eine Strecke mit festen Abfahrten oder einen Hafen beschreibt, den Sie jede Woche anfahren; Kopien, in denen nur der Ortsname wechselt, führen Leser und Suchmaschinen gleichermaßen in die Irre.
Bei einer internationalen Spedition gehören auf eine Relationsseite der Laufweg mit Grenzübergängen, die Abfahrtsfrequenz, typische Ladungen, nötige Dokumente wie der Frachtbrief nach CMR im internationalen Straßengüterverkehr und die praktischen Besonderheiten der Strecke. Bei einem regionalen Anbieter beschreibt die Seite die Verbindung zu einem bestimmten Hafen, Industriegebiet oder Güterverkehrszentrum: Entfernung zum Lager, Abläufe für den Hafenzugang und die Ladungen, die Kunden dort typischerweise verschicken.
Bevor wir eine Relationsseite anlegen, klären wir diese Fragen:
- Gab es auf dieser Relation im letzten Jahr regelmäßige Abfahrten oder nur einzelne Fahrten?
- Stehen auf der Seite mindestens drei Angaben, die nur für diese Relation gelten und auf keiner anderen Seite vorkommen?
- Gibt es in der Disposition jemanden, der diese Relation kennt und Angebotsfragen dazu beantworten kann?
- Passen Fahrzeuge und Dokumente der Relation zu den Angaben auf den Seiten zu Fuhrpark und Unternehmen?
Lautet eine Antwort nein, bleibt die Strecke ein kurzer Abschnitt auf der Leistungsseite. Wenige Relationsseiten mit echten Details bringen mehr Vertrauen und bessere Anfragen als viele dünne Seiten.
05Das Anfrageformular aus den Fragen der Disposition bauen
Ihr Anfrageformular sollte genau die Fragen stellen, die Ihre Disposition heute am Telefon klärt, bevor sie einen Preis nennen kann; sammelt das Formular diese Angaben vorab, ist Ihre erste Antwort bereits das Angebot. Ein Formular mit Name, Telefon und Nachrichtenfeld führt dagegen zuerst zu einer Runde Rückfragen.
Wir bauen das Formular in Schritten auf, weil ein einzelner Bildschirm mit fünfzehn Feldern abgebrochen wird:
- Leistung: Komplettladung, Teilladung, Container, Lagerung oder Zoll; die folgenden Schritte passen sich dieser Wahl an.
- Ladung: Ladungsart, Verpackung, Menge, Gesamtgewicht und Maße; bei Lagerung die Zahl der Paletten und die voraussichtliche Dauer.
- Strecke und Termin: Abgangsort, Zielort, ein Zeitfenster für die Verladung und, falls bekannt, die vereinbarte Klausel der Incoterms.
- Besondere Anforderungen: Felder zum Ankreuzen für Gefahrgut, Temperaturführung oder Stapelverbot.
- Firma und Kontakt: Firmenname, Ansprechpartner, Telefon, E-Mail und bevorzugter Antwortweg.
Pflichtfelder halten wir knapp und bieten bei den Maßen die Option „noch unbekannt“ an. Wer Container wählt, sieht Containertyp und Anzahl; wer Zoll wählt, sieht die Art des Verfahrens. Für Kunden, die lieber Unterlagen schicken, lässt sich ein Feld zum Hochladen einer Packliste oder Handelsrechnung ergänzen.
06Vor dem Livegang festlegen, wo jede Anfrage landet
Ein Anfrageformular nützt nur, wenn die Anfrage vollständig und schnell bei der richtigen Person ankommt; landet sie in einem Sammelpostfach, ist der Vorsprung verloren. Deshalb planen wir den Weg der Anfrage im selben Termin wie die Seitenstruktur.
Diese Punkte legen wir dabei fest:
- Verteilung: Containeranfragen gehen an die Containerdisposition, Zollanfragen an das Zollteam; die gewählte Leistung bestimmt den Empfänger.
- Eingangsbestätigung: Der Kunde erhält sofort eine Zusammenfassung per E-Mail und einen Hinweis, wann er mit einer Antwort rechnen kann.
- Nachverfolgung: Jede Anfrage wird in einer Liste oder einem CRM erfasst; sichtbar ist, wer sie übernommen hat, wann geantwortet wurde und ob ein Angebot verschickt wurde.
- Datenschutz: Das Formular verweist auf die Datenschutzerklärung und fragt nur ab, was für ein Angebot nötig ist; mit externen Dienstleistern, etwa Anbietern von Formularen oder CRM, braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
Soll der Ablauf weitergehen, etwa mit einer Anbindung an Ihre Preistabellen oder einer Übersicht früherer Angebote für den Kunden, planen wir das gesondert im Rahmen unserer Softwareentwicklung. Die Frage an jede Agentur lautet: Wer genau erhält die Anfrage nach dem Absenden, in welcher Form und wie viele Sekunden später?
07Fuhrpark und Lager mit messbaren Angaben zeigen
Auf der Fuhrparkseite sucht ein Einkäufer kein Hochglanzfoto, sondern die Antwort auf die Frage, ob Sie das passende Fahrzeug für seine Ladung haben; beschreiben Sie den Fuhrpark deshalb nach Fahrzeugtyp und Einsatz.
Für jeden Fahrzeugtyp zeigen wir eine kurze Karte: den Typ, etwa Planensattel, Kühlauflieger, Tieflader oder Containerchassis, die passenden Ladungen, ungefähre Lademaße und Nutzlast sowie vorhandene Telematik. Diese Angaben übernehmen wir aus Ihrer Fahrzeugliste und lassen sie vor dem Livegang von Ihrer Disposition freigeben. Kapazität von Subunternehmern zeigen wir nie als eigenen Fuhrpark; arbeiten Sie mit Partnern, steht das offen auf der Seite.
Bieten Sie Lagerlogistik an, beschreibt die Seite die überdachte Fläche, das Regalsystem, die Zahl der Rampen, die Umschlagtechnik und wie Bestände geführt und gemeldet werden. Fotos stammen aus der echten Anlage, bei gutem Licht an einem Tag aufgenommen; Symbolbilder fallen erfahrenen Einkäufern als Erstes auf.
Ob Angaben wie Wartungsrhythmus oder Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf die Website kommen, entscheiden wir mit Ihnen. Wenn ja, legen wir auch fest, wer sie wann aktualisiert; eine Seite mit dem Fuhrparkstand von vor zwei Jahren wirft mehr Fragen auf als eine ohne Zahlen.
08Impressum, Genehmigungen und Nachweise an einem Ort
Geschäftskunden prüfen einen neuen Lieferanten, bevor sie ihn anlegen; stehen die Angaben gebündelt auf einer Seite, geht diese Prüfung schneller. Verstreute oder fehlende Angaben führen dazu, dass dieselben Unterlagen einzeln per E-Mail angefordert werden.
§ 5 DDG verlangt unter anderem Name, Anschrift, Rechtsform und Vertretungsberechtigte, Handelsregister und Registernummer, die Umsatzsteuer Identifikationsnummer und, wenn die Tätigkeit einer behördlichen Zulassung bedarf, die zuständige Aufsichtsbehörde. Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Vorgaben, die Sie mit Ihrer Beratung abstimmen. Darüber hinaus empfehlen wir für diese Seite:
- Genehmigungen und Lizenzen für den Güterkraftverkehr, die Sie tatsächlich besitzen, mit ihrem Umfang; ob Kopien gezeigt werden, entscheiden wir gemeinsam.
- Zertifizierungen für Qualitätsmanagement und andere Managementsysteme, die Sie wirklich haben, mit Gültigkeit.
- Eine kurze, korrekte Aussage zur Verkehrshaftungsversicherung und ihrem Umfang.
- Einen festen Ansprechpartner für die Lieferantenanlage und Fragen zur Compliance.
Alle Angaben übernehmen wir aus Ihren Unterlagen und lassen sie vor der Veröffentlichung freigeben; die rechtliche Prüfung liegt bei Ihrem Unternehmen. Ein abgelaufenes Zertifikat auf der Website ist ein echtes Vertrauensproblem, deshalb versehen wir jedes Dokument mit einem Prüfdatum und empfehlen eine jährliche Durchsicht.
09Sprachversionen als eigene Seiten aufbauen
Für ein Logistikunternehmen mit Verkehren über Grenzen ist eine zweite Sprache kein Schmuck, sondern ein Anfragekanal; der ausländische Empfänger Ihres Kunden oder eine Partnerspedition muss Sie in der eigenen Sprache verstehen. Verlässlich gelingt das mit einer eigenen Seite pro Sprache, unter eigener Adresse und mit eigenem Inhalt.
Bei der Planung der Sprachversionen achten wir auf diese Punkte:
- Umfang: Nicht jede Seite muss übersetzt werden; Leistungen, Relationen, Fuhrpark, Unternehmensangaben und das Anfrageformular haben Vorrang.
- Fachsprache: Lieferbedingungen, Containertypen und Zollverfahren stehen in den Begriffen, die die Branche in dieser Sprache verwendet; maschinelle Übersetzungen erscheinen nie ungeprüft.
- hreflang: Diese Auszeichnung teilt Suchmaschinen die Sprachversionen mit und muss gegenseitig sein; jede Version verweist auf die anderen und auf sich selbst.
- Kontakt: Vor dem Livegang steht fest, wer in dieser Sprache antwortet und über welchen Kanal, ob E-Mail oder WhatsApp.
Auch Einheiten und Formate gehören zur Sprachversion. Gewichte und Maße nennen ihre Einheit, Datum und Telefonnummer folgen den Gewohnheiten der Leser, Länder und Orte im Formular bleiben freie Textfelder. Solche kleinen Entscheidungen helfen einem ausländischen Einkäufer, das Formular beim ersten Versuch vollständig auszufüllen.
Wie der Aufbau pro Sprache funktioniert, von der Struktur der Adressen bis zur Freigabe der Übersetzung, erklären wir auf der Seite zur mehrsprachigen Website. Die Zahl der Sprachen und die Herkunft der Übersetzung halten wir im Angebot schriftlich fest.
10Die Sendungsverfolgung an der richtigen Stelle anbinden
Rufen Kunden die Disposition an, um zu fragen, wo ihre Sendung ist, bringt ein klarer Zugang zur Sendungsverfolgung auf der Website den schnellsten Gewinn. Das reicht von einem Link im Menü bis zur vollständigen Anbindung; welche Tiefe passt, hängt von Ihrem System ab.
Wir prüfen drei Stufen der Reihe nach. Die erste ist ein klarer Zugang zu Trackingsystem oder Kundenportal im Hauptmenü; das geht mit jedem System und ist ab dem ersten Tag möglich. Die zweite ist eine Abfrage per Sendungsnummer direkt auf der Website, sofern das System Abfragen von außen erlaubt; der Kunde sieht den Status ohne Anmeldung. Die dritte ist ein eigenes Kundendashboard mit Berichten; das ist ein Softwareprojekt und wird gesondert geplant.
Vor der Entscheidung empfehlen wir, Ihrem Anbieter des Trackingsystems diese Fragen zu stellen:
- Gibt es eine dokumentierte Schnittstelle, um den Sendungsstatus von außen abzufragen?
- Welche Angaben liefert eine Abfrage, und könnten andere als der Kunde sie sehen?
- Lässt sich das Kundenportal unter Ihrer eigenen Domain betreiben?
- Wie wird die Abfrage auf der Website angepasst, wenn das System wechselt?
Sendungsdaten können personenbezogene Angaben wie Name und Anschrift des Empfängers enthalten. Statt einer Abfrage, die jedem mit einer Nummer alles zeigt, bevorzugen wir deshalb eine, die nur Status und Standort zusammenfasst.
11Inhalte danach planen, wie Einkäufer suchen
Einkäufer suchen einen Logistikdienstleister meist mit einer Kombination aus Leistung, Ladung und Ort, und Sichtbarkeit in der Suche entsteht durch Seiten, die genau diese Kombination abbilden: Containertransport mit Hafenname, Lagerlogistik mit Stadt, Spedition mit Ladungsart.
Nach den Seiten zu Leistungen und Relationen folgt als zweite Ebene ein Bereich mit Ratgebern zu den Fragen, die Einkäufer während der Entscheidung stellen. Gute Beispiele sind Themen, nach denen eine Außenhandelsverantwortliche wirklich sucht: wie die Incoterms die Verantwortung für den Transport aufteilen, wann eine Teilladung statt einer Komplettladung sinnvoll ist, welche Unterlagen vor der Verzollung bereitliegen sollten. Jeder Ratgeber verweist auf die passende Leistungsseite und endet mit dem Weg zum Anfrageformular.
Die verlässlichste Quelle für diese Ratgeber ist Ihre Disposition. Wir bitten Sie, einen Monat lang die Fragen zu sammeln, die Kunden telefonisch und schriftlich stellen; jede Frage, die sich wiederholt, ist ein Kandidat für einen Ratgeber oder einen Eintrag in den häufigen Fragen.
Die Richtlinien für das Google Unternehmensprofil verlangen, dass der Name dem tatsächlich verwendeten Firmennamen entspricht; Zusätze wie „Spedition Logistik Zoll“ verstoßen dagegen und gefährden das Profil. Firmenname, Adresse, Telefon und Leistungen werden als strukturierte Daten ausgezeichnet, also in einer für Suchmaschinen lesbaren Form, und nur, was auch auf der Seite steht. Wie diese Arbeit abläuft, beschreiben wir auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.
12Geschwindigkeit, Mobilnutzung und Messung ab dem ersten Tag
Eine Logistikwebsite wird im Lager und unterwegs ebenso oft geöffnet wie am Schreibtisch; lädt sie auf dem Smartphone langsam oder lässt sich das Formular dort nicht ausfüllen, gehen gerade die dringenden Anfragen verloren.
Google bewertet die Core Web Vitals beim 75. Perzentil als gut, wenn LCP, also die Ladezeit des größten sichtbaren Inhalts, bei höchstens 2,5 Sekunden liegt, INP, die Reaktionszeit auf Tippen und Klicken, bei höchstens 200 Millisekunden und CLS, das Verrutschen von Elementen beim Laden, bei höchstens 0,1. Wir messen diese Werte vor dem Livegang getrennt für Leistungsseiten und Anfrageformular. Wie sich Ihre heutige Website auf dem Smartphone verhält, zeigt unser Test auf Mobilfreundlichkeit.
Ziel der Messung ist nicht die Zahl der Besuche, sondern zu sehen, welche Seite welche Anfrage gebracht hat. Formularanfragen, Klicks auf die Telefonnummer und auf WhatsApp werden ab dem ersten Tag als Conversions erfasst und der Leistungsseite zugeordnet. Nach § 25 TDDDG braucht das Speichern und Auslesen nicht notwendiger Informationen auf Endgeräten, etwa durch Cookies, eine Einwilligung; Einwilligungsbanner und der Consent Mode von Google werden daher vor jeder solchen Messung eingerichtet.
Wollen Sie für eine einzelne Relation oder Leistung werben, führen Sie die Anzeigen auf eine eigene Seite statt auf die Startseite und messen Sie die Conversions auch im Anzeigenkonto getrennt nach Leistung.
13Häufige Fehler auf Logistikwebsites
Die meisten Fehler auf Logistikwebsites entstehen nicht im Design, sondern aus einer falschen Annahme darüber, was der Einkäufer wissen muss. Diese sechs korrigieren wir am häufigsten, jeweils mit der besseren Lösung.
- Startseite mit Werbespruch: Statt einer Überschrift wie „Ihr zuverlässiger Partner“ zeigen Sie im ersten Bildschirm Ihre Leistungen, Ihr Einsatzgebiet und eine Schaltfläche für die Anfrage.
- Kopierte Relationsseiten: Statt dutzender Seiten, auf denen nur der Ortsname wechselt, veröffentlichen Sie wenige Seiten mit echten Details für Strecken, die Sie tatsächlich fahren.
- Aufgeblähte Kapazität: Statt Fahrzeuge von Partnern als eigene darzustellen, beschreiben Sie den eigenen Fuhrpark und die Leistung mit Partnern getrennt und offen.
- Allgemeines Kontaktformular: Statt nur Name und Nachricht abzufragen, bauen Sie ein Anfrageformular in Schritten, das sich der Leistung anpasst und nach der Ladung fragt.
- Veraltete Nachweise: Statt abgelaufene Zertifikate online zu lassen, geben Sie jedem Dokument ein Prüfdatum und sehen die Seite jährlich durch.
- Ungeprüfte Übersetzung: Statt maschinelle Übersetzung direkt zu veröffentlichen, lassen Sie Sprachversionen von jemandem prüfen, der die Fachbegriffe kennt.
Diese Liste auf die eigene Website anzuwenden, dauert etwa eine Stunde: Markieren Sie jeden Punkt mit ja, nein oder teilweise. Jedes Nein gehört auf die Aufgabenliste für die neue Website, und mit genau dieser Liste können Sie in das erste Gespräch mit einer Agentur gehen.
14Den passenden Partner wählen und der nächste Schritt
Der passende Partner für die Website eines Logistikunternehmens stellt zuerst Fragen, um Ihren Betrieb zu verstehen, und spricht erst danach über Gestaltung. Eine Agentur, die mit Farben und Vorlagen beginnt, wird Ihre Leistungen und Ihren Anfrageweg später vermutlich in eine Vorlage pressen.
Diese Fragen empfehlen wir für jedes Agenturgespräch:
- Nach welchen Kriterien entscheiden Sie über Leistungsseiten und Relationsseiten?
- Wer legt die Schritte des Anfrageformulars fest, und auf welcher Grundlage?
- Wohin geht eine Anfrage nach dem Absenden, und wie wird das getestet?
- Wer übernimmt Übersetzung und Prüfung der Fachbegriffe für die Sprachversionen?
- Wie sehen wir nach dem Livegang, welche Anfrage von welcher Seite kam?
Bei uns liegen Gestaltung, Entwicklung und Inhalte in einem Team: Talha Aslan entwickelt die Strategie, erfahrene Fachleute aus dem Team setzen sie um. Unsere veröffentlichte Arbeit im Bereich Logistik und weitere Projekte finden Sie auf unserer Seite mit Referenzen.
Pakete mit festem Umfang sehen Sie im Bereich Preise; da die Zahl der Leistungen, die Sprachversionen und die Anbindung der Sendungsverfolgung den Umfang verändern, erstellen wir für Ihr Unternehmen ein schriftliches Angebot. Um Leistungen, Fuhrpark und Zielkunden zu besprechen, vereinbaren Sie über unsere Kontaktseite ein kurzes Gespräch; danach erhalten Sie Umfang und Angebot schriftlich.