Wie lange dauert die Erstellung einer Website? Phasen, Zeitplan und Verzögerungen

Wie lange dauert die Erstellung einer Website für ein Unternehmen?
Wie lange dauert die Erstellung einer Website? Das hängt von vier Faktoren ab: wie klar der Umfang ist, wie weit Ihre Inhalte vorbereitet sind, wie schnell Freigaben erfolgen und wie viele Anbindungen Sie brauchen. Eine pauschale Zahl gibt es deshalb nicht. Einen realistischen Zeitplan erhalten Sie, sobald Sie diese vier Faktoren zu Beginn schriftlich festhalten.
In diesem Beitrag zeigen wir die Phasen eines Projekts für eine Firmenwebsite, die Faktoren, die jede Phase verlängern, und wie Sie Ihren Starttermin schützen. Talha Aslan und Team arbeiten seit 2012 in diesem Bereich. Unsere Erfahrung zeigt: Design und Programmierung bremsen selten. Die Zeit geht vielmehr verloren, während alle auf Texte warten und niemand weiß, wer das letzte Wort hat.
Wie wir Umfang, Phasen und Zuständigkeiten von Anfang an klären, sehen Sie außerdem in unserer Webdesign Leistung. Hier geht es dagegen um eine praktische Logik für den Zeitplan, die Sie in Ihrem eigenen Projekt anwenden können.
Warum führt eine pauschale Tageszahl in die Irre?
Weil sich zwei „Firmenwebsites“ so stark unterscheiden können wie ein Flyer und ein Katalog. Zum Beispiel tragen eine Visitenkartenseite mit fünf Unterseiten und eine mehrsprachige Website mit Formularen und CRM Anbindung denselben Namen. Allerdings kommt die eine mit wenigen Entscheidungen und fertigen Texten aus, während die andere Dutzende Entscheidungen, Übersetzungen und Tests braucht.
Seien Sie deshalb vorsichtig mit festen Zusagen, die Sie im Netz finden. Nennt jemand eine Dauer, ohne nach dem Umfang zu fragen, denkt er entweder an ein sehr schmales Paket oder schiebt das Verzögerungsrisiko später zu Ihnen. Andererseits hat jeder Unternehmer recht, der nach der Dauer fragt. Meist steht ein echtes Ziel dahinter, etwa ein Produktstart, eine Kampagne oder eine Messe.
Sinnvoller ist es, über die Liste der Phasen zu sprechen und darüber, wer für welche Phase verantwortlich ist. So wird der Zeitplan von einer Schätzung zu einem Plan, den beide Seiten mittragen. Kurz gesagt: Die Frage sollte nicht „wie viele Tage“ lauten, sondern „welcher Schritt, wer und wann“.
Aus welchen Phasen besteht ein Website Projekt?
Die Details unterscheiden sich, das Grundgerüst bleibt jedoch fast immer gleich. Den gesamten Ablauf beschreiben wir im Beitrag Firmenwebsite erstellen: der Ablauf. Hier nennen wir daher nur die Schritte, die den Kalender beeinflussen:
- Analyse und Umfang: Wir halten Ziele, Seitenliste, Funktionen und Anbindungen schriftlich fest.
- Sitemap und Wireframes: Sie geben das Seitengerüst und die Navigation frei.
- Visuelles Design: Wir gestalten Startseite und Vorlagen und führen Korrekturrunden durch.
- Inhalte: Sie liefern Texte, Bilder, Dokumente und Übersetzungen oder übergeben diese Aufgabe an uns.
- Entwicklung und Anbindungen: Wir setzen das Design um und verbinden Formulare und Systeme.
- Test und Livegang: Wir prüfen Geräte, Ladezeit, Formulare und Sucheinstellungen und schalten die Seite live.
Sie sehen: Die Hälfte dieser Schritte hängt von Ihrer Mitwirkung ab. Daher braucht ein realistischer Zeitplan eine gemeinsame Aufgabenliste beider Seiten. Zudem können einige Phasen parallel laufen. Konkret heißt das: Die Texterstellung kann schon beginnen, während das Design noch entsteht.
Wie verlängert oder verkürzt der Umfang den Zeitplan?
Der Umfang ist die größte Variable im Zeitplan. Die Seitenzahl allein entscheidet allerdings wenig. Entscheidend ist die Zahl der unterschiedlichen Vorlagen. Zum Beispiel können zwanzig Leistungsseiten mit derselben Vorlage schneller fertig sein als fünf Seiten, die alle anders aussehen.
Diese Punkte verlängern den Kalender besonders häufig:
- Mehrere Sprachen mit eigener Inhaltsfreigabe pro Sprache.
- Funktionen wie Kundenlogin, Händlerportal oder Anfrageformular.
- Filterbare Listen, etwa ein Produktkatalog oder eine Projektübersicht.
- Individuelle Animationen, Rechner und interaktive Bereiche.
- Die Übernahme von Inhalten und Adressen aus einer alten Website.
Deshalb schützt es Ihren Termin, wenn Sie den Umfang in der ersten Woche einfrieren und spätere Wünsche als eigene Phase planen. Auch die Wahl zwischen fertigem Template und individuellem Design beeinflusst die Dauer direkt. Beide Wege vergleichen wir im Beitrag Website Template oder individuelles Webdesign.
Warum verzögern Inhalte das Projekt am häufigsten?
Weil Inhalte verlangen, dass sich das Unternehmen selbst beschreibt, und diese Aufgabe im Tagesgeschäft immer wieder nach hinten rutscht. Das Design steht, die Entwicklung ist fertig. Trotzdem wartet der Start, weil die Seite „Über uns“, die Leistungstexte oder die Projektfotos fehlen.
Am häufigsten sehen wir, dass Texte für „die letzte Woche“ liegen bleiben. Sobald sie dann eintreffen, braucht das Design oft Änderungen. Eine Überschrift ist zu lang, ein Abschnitt fehlt oder ein Bildformat passt nicht. Somit verwandelt sich die letzte Woche in eine neue Korrekturrunde.
Die Lösung ist einfach, verlangt aber Disziplin. Starten Sie die Inhalte zeitgleich mit dem Design und geben Sie jeder Seite eine verantwortliche Person und einen Termin. Außerdem muss der erste Entwurf nicht perfekt sein. Ein grober Entwurf, der die Struktur klärt, ist viel wertvoller als ein perfekter Text, der zu spät kommt. Sie können die Texterstellung auch an die Agentur abgeben. Selbst dann kommen Fakten und Freigabe aber von Ihnen.
Wie wirken sich Freigaberunden und die Zahl der Entscheider aus?
Jede Freigabe bedeutet eine Wartezeit. Entscheidet eine einzige Person, kommt das Feedback schnell zurück. Haben dagegen ein Vorstand, mehrere Gesellschafter oder verschiedene Abteilungen ein Mitspracherecht, dauert jede Runde länger, weil jemand alle Meinungen einsammeln muss.
Noch schwieriger sind widersprüchliche Rückmeldungen. Zum Beispiel wünscht sich das Marketing eine kräftigere Farbe, während die Geschäftsführung einen ruhigeren Auftritt möchte. Dann pendelt das Team zwischen zwei Richtungen und zeichnet denselben Bildschirm immer wieder neu.
Bestimmen Sie daher gleich zu Beginn eine Person mit dem letzten Wort. Andere Beteiligte dürfen ihre Sicht einbringen. Allerdings sollten sie diese über einen Kanal, gesammelt und bis zu einem festen Termin schicken. Legen Sie zudem schriftlich fest, wie viele Korrekturrunden jede Phase umfasst. Dieser Punkt gehört auch in Ihren Vertrag, den wir im Beitrag Webdesign Vertrag: wichtige Klauseln behandeln.
Wie viel Zeit kosten Anbindungen an andere Systeme?
Eine Anbindung lässt Ihre Website mit einem anderen System sprechen, etwa mit CRM, ERP, Zahlungsanbieter, Buchungstool oder E-Mail Marketing. Diese Aufgaben bringen Risiken mit, die nichts mit dem Design zu tun haben. Sie brauchen Zugangsdaten, Dokumentation und eine Testumgebung von der Gegenseite.
In der Praxis liegt die Verzögerung selten im Code, sondern beim Zugang. Zum Beispiel ist der CRM Administrator im Urlaub, niemand weiß, wer den API Schlüssel hat, oder ein Drittanbieter richtet das Testkonto nur langsam ein. Folglich sollten Sie alle Anbindungen schon in der Analyse auflisten und die Verantwortlichen für die Zugänge sofort benennen.
Fragen Sie außerdem, welche Anbindungen wirklich in die erste Version gehören. Manche Verbindungen können Sie in eine zweite Phase nach dem Start verschieben. So halten Sie Ihren Starttermin, während die weniger dringenden Arbeiten im Hintergrund weiterlaufen.
Wie sieht eine Zeitplantabelle mit Phasen und Zuständigkeiten aus?
Die folgende Tabelle nennt keine Tageszahlen. Stattdessen zeigt sie, wer in jeder Phase das Tempo bestimmt und was die Phase meist verlängert. Mit einer zusätzlichen Spalte für Termine machen Sie daraus einen ersten Zeitplan für Ihr Projekt.
| Phase | Wer bestimmt das Tempo? | Häufigster Zeitfresser | Vorbeugung |
|---|---|---|---|
| Analyse und Umfang | Beide Seiten | Unklare Ziele | Schriftliches Briefing und Seitenliste |
| Sitemap | Meist Freigabe durch den Kunden | Nachträglich ergänzte Seiten | Umfang einfrieren |
| Visuelles Design | Agentur und Entscheider | Widersprüchliches Feedback | Ein Entscheider, begrenzte Runden |
| Inhalte | Kunde | Texte verschieben sich | Verantwortliche und Termin pro Seite |
| Entwicklung | Agentur | Änderungen am Umfang | Prozess für Änderungswünsche |
| Anbindungen | Drittanbieter | Fehlende Zugänge | Zugänge zuerst sammeln |
| Test und Livegang | Beide Seiten | Wünsche in letzter Minute | Checkliste und fester Starttermin |
Die Kernaussage ist einfach. Nur eine der sieben Phasen liegt vollständig bei der Agentur. Das heißt: Niemand verantwortet den Zeitplan allein.
Wie erstellen Sie einen realistischen Zeitplan für Ihre Website?
Ein realistischer Zeitplan entsteht rückwärts vom Starttermin aus. Klären Sie zunächst, warum der Start genau an diesem Tag stattfinden muss. Ergänzen Sie dann für jede Phase sowohl die Arbeitszeit als auch die Wartezeit.
- Notieren Sie den festen Termin, etwa eine Messe, eine Kampagne oder den Saisonbeginn.
- Listen Sie die Phasen auf und geben Sie jeder eine verantwortliche Person.
- Planen Sie für jeden Freigabeschritt ein eigenes Zeitfenster für Feedback ein.
- Legen Sie Abgabetermine für Inhalte vor die Termine für das Design.
- Reservieren Sie ein eigenes Testfenster und betrachten Sie es nicht als Reserve.
- Schließlich fügen Sie dem gesamten Plan einen Puffer hinzu.
Ein Puffer ist kein Pessimismus. Krankheit, Urlaub oder ein überraschender Sinneswandel kommen in fast jedem Projekt vor. Brauchen Sie den Puffer nicht, geht die Seite also früher online. Brauchen Sie ihn, halten Sie den Termin trotzdem. Beispielszenario: Ein Unternehmen möchte vor einer Messe live gehen. Dann ist es viel gesünder, das Testfenster einige Werktage vor der Messe enden zu lassen, als in der Nacht davor Fehler zu suchen.
Gibt es eine ehrliche Spanne für die Frage, wie lange dauert die Erstellung einer Website?
Ja, allerdings erst, wenn der Umfang klar ist, und niemals als Garantie. Deshalb formulieren wir jede Spanne als Startspanne auf Basis unserer Praxiserfahrung, nicht als Garantie. Jede Spanne setzt voraus, dass Inhalte und Freigaben wie geplant kommen.
Um eine Spanne richtig zu lesen, trennen Sie Arbeitszeit und Kalenderzeit. Arbeitszeit ist die Zeit, in der Teams tatsächlich bauen. Kalenderzeit umfasst zusätzlich Wartezeiten, Freigaben und Urlaube. Zum Beispiel kann sich Arbeit von zwei Wochen leicht über einen deutlich längeren Kalenderzeitraum verteilen.
Stellen Sie jedem, der Ihnen eine Dauer nennt, ein paar Fragen. Welche Seiten deckt diese Dauer ab? Wann erwarten Sie die Inhalte? Wie viele Korrekturrunden sind enthalten? Gehören die Anbindungen dazu? Sind die Antworten klar, hat die Spanne Aussagekraft. Sonst ist die Zahl nur eine Hoffnung. Diese Fragen ergänzen die Kriterien aus dem Beitrag Webdesign Angebote vergleichen.
Wie beschleunigt ein gutes Briefing den Zeitplan?
Ein gutes Briefing verkürzt die Analyse und reduziert spätere Missverständnisse. Stehen Zielgruppe, wichtigste Leistungen, positive und negative Beispiele, Seitenliste und Anbindungen schriftlich fest, arbeitet das Team vom ersten Tag an in die richtige Richtung.
Wie Sie ein Briefing schreiben, erklären wir im Beitrag Webdesign Briefing erstellen, daher wiederholen wir das hier nicht. Für den Zeitplan zählt vor allem ein Punkt: Jedes Thema, das im Briefing fehlt, wird später zu einem Termin und einer Wartezeit.
Ergänzen Sie vor allem drei Angaben: den festen Starttermin samt Grund, die Person mit dem letzten Wort und die Zuständigkeit für die Inhalte. Diese drei Antworten machen den größten Teil des Terminrisikos schon im ersten Gespräch sichtbar. Zudem sollten Sie alle Systeme auflisten, für die Zugangsdaten nötig sind. So sorgen Anbindungen nicht mehr für Überraschungen.
Wie viele Korrekturrunden im Design sollten Sie einplanen?
Die Zahl unterscheidet sich von Agentur zu Agentur. Wichtig ist, dass sie schriftlich feststeht und alle sie kennen. Unbegrenzte Korrekturen klingen großzügig. Allerdings machen sie den Zeitplan unscharf, denn jede neue Runde kann eine frühere Entscheidung wieder öffnen.
Damit Korrekturen produktiv bleiben, geben Sie Feedback gesammelt. Schicken Sie zum Beispiel ein Dokument mit nummerierten Anmerkungen statt zehn einzelner Nachrichten zum selben Bildschirm. Verzichten Sie außerdem auf vage Wünsche wie „moderner bitte“. Erklären Sie stattdessen, was Sie ändern möchten und warum, am besten mit einem Beispiel.
Eine weitere Regel hilft enorm. Geben Sie zuerst die Startseite und eine Vorlage für Unterseiten frei. Gehen Sie vorher zu anderen Seiten über, wiederholen Sie dieselbe Änderung auf jeder Seite. Steht die Gestaltung einmal fest, kommen die übrigen Seiten schnell voran und die Schleifen nehmen ab.
Warum verschiebt sich der Zeitplan in der Entwicklung?
In der Entwicklung muss der Umfang am klarsten sein. Neue Wünsche in dieser Phase betreffen nicht nur eine Funktion. Sie verschieben auch Test und Livegang. Ein Filter, den das Design nie vorgesehen hat, kann zum Beispiel ein Umdenken bei Datenstruktur und mobiler Ansicht erfordern.
Dagegen hilft ein Prozess für Änderungswünsche. Kommt ein neuer Wunsch, beschreibt das Team schriftlich die Auswirkung auf Zeit und Budget. Dann entscheiden Sie: jetzt oder in Phase zwei. Diese Methode beschuldigt niemanden. Sie macht die Entscheidung lediglich für alle sichtbar.
Auch technische Unbekannte verlängern diese Phase. Denken Sie an Zugänge zu Domain und Hosting, an E-Mail Einstellungen oder an die Datenübernahme aus einem alten System. Daher sollten Sie diese Zugänge vor dem Start der Entwicklung sammeln. Prüfen Sie ebenso früh den Lizenzstatus von Plugins oder Diensten. Ein Lizenzproblem in der letzten Woche kann den Start aufhalten.
Wie viel Zeit sollten Sie für Test und Livegang einplanen?
Den Test streichen viele als Erstes, wenn es eng wird, und genau dort rutschen die teuersten Fehler durch. Prüfen Sie vor dem Start, ob Formulare im richtigen Postfach ankommen, die mobile Ansicht funktioniert, Seiten schnell laden, Weiterleitungen greifen und die Sucheinstellungen stimmen. Der Google Leitfaden So erscheint Ihre Website in Google erklärt zudem die grundlegenden Schritte nach dem Start.
Für Geschwindigkeit und Stabilität aus Nutzersicht lohnt sich ein Blick in die Übersicht zu Core Web Vitals auf web.dev. Core Web Vitals sind Google Metriken für Ladeverhalten, Interaktivität und visuelle Stabilität.
Unsere Checkliste bis zum Livegang führt die Schritte einzeln auf und hilft Ihnen in dieser Phase. Nach dem Start prüfen Sie wichtige Seiten schnell mit unserem SEO Check. Kurz gesagt: Betrachten Sie das Testfenster als festen Teil des Zeitplans.
Welche Warnsignale kündigen eine Verzögerung an?
Eine Verzögerung entsteht selten über Nacht. Meist sendet sie einige Wochen vorher Signale. Erkennen Sie diese früh, können Sie bewusst entscheiden, statt den Termin still zu verpassen.
- Der erste Abgabetermin für Inhalte ist verstrichen, und niemand hat einen neuen vereinbart.
- Feedback kommt von verschiedenen Personen und widerspricht sich.
- In Besprechungen fallen Entscheidungen, aber niemand schreibt sie auf.
- Das Team wartet noch immer auf Zugangsdaten für Anbindungen.
- Wünsche außerhalb des Umfangs kommen laufend als „nur eine Kleinigkeit“.
- Der Test erscheint nicht als eigene Zeile im Zeitplan.
Treten zwei dieser Signale gemeinsam auf, vereinbaren Sie einen kurzen wöchentlichen Statustermin. Danach aktualisieren Sie offene Punkte, Verantwortliche und neue Termine schriftlich. Somit lösen Sie das Problem, bevor es wächst, und beide Seiten schauen auf dasselbe Bild.
Was tun Sie, wenn der Zeitplan kippt?
Suchen Sie zuerst die Phase, in der die Verzögerung steckt, statt einen Schuldigen zu suchen. Liegt es an Inhalten, an Freigaben oder an Anbindungen? Die Antwort zeigt Ihnen auch die Lösung.
Steht ein fester Termin, ist es am wirksamsten, den Umfang zu verkleinern. Zum Beispiel starten Sie mit den wichtigsten Leistungsseiten und verschieben den Blog oder eine zweite Sprache in die nächste Phase. Kürzen Sie allerdings nicht den Test. Das verschiebt das Problem nur in die Zeit nach dem Start.
Eine weitere Möglichkeit ist eine vorläufige Landingpage, auf die kurz danach die vollständige Website folgt. So schützen Sie einen Kampagnentermin und verschaffen dem Team Luft. Achten Sie dennoch darauf, dass auch die vorläufige Seite ein funktionierendes Kontaktformular und korrekte Grundeinstellungen hat.
Wie hängen Budget und Dauer zusammen?
Zeit und Budget hängen zusammen, aber nicht linear. Ein größeres Budget kann es ermöglichen, manche Arbeiten parallel zu erledigen. Sie übergeben zum Beispiel zusätzlich die Texterstellung an die Agentur. Andererseits verkürzt mehr Geld nicht die Wartezeit auf Entscheidungen und Freigaben.
Deshalb funktioniert „wir zahlen mehr, dann geht es schneller“ nicht immer. Was den Zeitplan wirklich beschleunigt, ist die Vorbereitung auf Kundenseite. Die Preisfaktoren erklären wir im Beitrag Firmenwebsite Kosten und Preisfaktoren. Hier betonen wir nur einen Punkt: Ein überhastetes Projekt kann später teure Korrekturen nach sich ziehen.
Fragen Sie also schon in der Angebotsphase nach dem Zusammenhang zwischen Dauer und Umfang. Wie verändert sich der Plan, wenn ein Punkt wegfällt? Wie viel länger dauert es, wenn einer hinzukommt? Die Antworten bringen die Erwartungen beider Seiten auf eine Linie.
Ist die Arbeit mit dem Livegang erledigt?
Nein. Der Livegang ist der erste Tag, an dem Ihre Website echte Nutzer trifft. In den ersten Wochen laufen weitere Prüfungen zu Formularbenachrichtigungen, Analyse und Anmeldung bei Suchmaschinen. Zudem zeigt echtes Besucherverhalten oft kleine Anpassungen auf einzelnen Seiten. Planen Sie daher eine kurze Phase nach dem Start ein und sammeln Sie Korrekturen in einer priorisierten Liste.
Wie verändert eine mehrsprachige Website den Zeitplan?
Jede zusätzliche Sprache ist ein kleines Inhaltsprojekt für sich. Sie sollten früh festlegen, wer übersetzt, wer prüft und welche Sprache führt. Sonst löst jede Änderung in der Hauptsprache eine Kette von Anpassungen in allen anderen aus.
In der Praxis geben Sie am besten zuerst die Hauptsprache vollständig frei und beginnen dann mit der Übersetzung. So jagt niemand einem beweglichen Ziel hinterher. Bestimmen Sie außerdem für jede Sprache eine eigene prüfende Person. Veröffentlichen Sie keinen Text, den niemand mit sicheren Sprachkenntnissen gelesen hat.
Auch das Design verdient Aufmerksamkeit. In manchen Sprachen sind Wörter länger, und Überschriften laufen über. Deshalb empfehlen wir, Layouts schon im Design mit Beispieltext in der längsten Sprache zu prüfen. Zusammengefasst: Planen Sie den Zeitplan einer mehrsprachigen Website entlang der Freigabekette, nicht entlang der Sprachenzahl.
Was bedeutet der Umzug von einer alten Website für den Zeitplan?
Haben Sie bereits eine Website, ist die neue nicht nur ein Designprojekt, sondern auch ein Umzug. Sie müssen planen, welche Seiten bleiben, welche Sie zusammenlegen und wohin alte Adressen weiterleiten. Fehlt dieser Plan, verlieren Sie womöglich Seiten, die über Jahre Rankings aufgebaut haben.
Erfassen Sie daher in der Analyse jede Seite der alten Website und notieren Sie eine Entscheidung: behalten, aktualisieren, zusammenlegen oder entfernen. Danach bereiten Sie die Liste der Weiterleitungen in der Entwicklung vor und setzen sie am Starttag um. Liegt der Zugang zu Domain oder Hosting zudem noch bei einer früheren Agentur, kostet auch die Rückgabe eigene Zeit.
Die SEO Seite des Umzugs wiederholen wir hier nicht. Dennoch gilt: Rutscht der Weiterleitungsplan hinter den Start, bemerken Ihre Besucher das früher als Sie. Folglich gehören die Umzugsschritte als eigene Zeile in den Zeitplan.
Wie organisieren Sie die Kommunikation im Projekt?
Kommunikation ist das unsichtbare Rückgrat jedes Zeitplans. Verteilen sich Entscheidungen auf E-Mail, Telefon und Chat, kennt niemand den aktuellen Stand. Nutzen Sie deshalb ein gemeinsames Dokument oder ein Projektboard und halten Sie dort jede Entscheidung fest.
Ein kurzer wöchentlicher Statustermin genügt für die meisten Projekte. Stellen Sie darin drei Fragen: Was wurde letzte Woche fertig, was steht diese Woche an, und was fehlt von wem? Anschließend tragen Sie die Antworten in das Dokument ein. Dadurch schauen beide Seiten auf dasselbe Bild, und Überraschungen nehmen ab.
- Entscheidungen stehen in einem schriftlichen Dokument.
- Feedback kommt über einen Kanal und gesammelt.
- Jeder offene Punkt hat eine verantwortliche Person und einen Termin.
Häufiger Kontakt bedeutet allerdings keine täglichen Besprechungen. Kurze, regelmäßige Abstimmungen wirken viel besser als lange, verstreute Nachrichtenverläufe. Außerdem decken Protokolle, die Sie noch am selben Tag teilen, Missverständnisse früh auf.
Was sollten Sie als Unternehmer vorbereiten, um den Termin zu sichern?
Die folgende Checkliste fasst zusammen, was auf Ihrer Seite vor Projektstart bereitliegen sollte. Die meisten Punkte verlangen kein technisches Wissen, sondern nur Entscheidungen und Zeit.
- Eine Person mit dem letzten Wort und eine Vertretung.
- Ein fester Starttermin und der Grund dafür.
- Eine Seitenliste mit einer verantwortlichen Person je Seite.
- Logo, Markenfarben und vorhandene Bilder.
- Zugangsdaten für Domain, Hosting und E-Mail.
- Eine Liste der anzubindenden Systeme samt Administratoren.
- Ein fester wöchentlicher Termin für Feedback.
Liegt diese Liste vor, arbeitet das Team ab dem ersten Tag effizient. Zudem entfallen die Wochen, die sonst mit der Frage „wer weiß das?“ vergehen. Anders gesagt: Der günstigste Weg, Ihren Zeitplan zu schützen, ist die Vorbereitung vor dem Kickoff.
Wie fragen Sie eine Agentur: Wie lange dauert die Erstellung einer Website?
Lassen Sie die Frage nicht offen, sondern nennen Sie Umfang und Rahmenbedingungen. Dann werden die Antworten vergleichbar. Zum Beispiel können Sie so formulieren: „Wir brauchen diese Seiten, diese Funktionen und diese Anbindung. Die Texte schreiben wir selbst. Eine Person gibt frei. Unser Wunschtermin ist dieses Datum.“
Bitten Sie dann um einen Plan, der Phase für Phase aufgebaut ist. Ein guter Plan zeigt, was die Agentur in jeder Phase von Ihnen erwartet und bis wann. Besprechen Sie außerdem, was bei einer Verzögerung passiert. Wie aktualisieren Sie den Plan, und wie verkleinern Sie bei Bedarf den Umfang?
Notieren Sie schließlich die Annahmen hinter der Antwort. Beruht eine Dauer auf einer Annahme, akzeptieren Sie von Anfang an, dass sich der Plan ändert, sobald diese Annahme nicht mehr gilt. Diese Ehrlichkeit schützt auch die Zusammenarbeit über das gesamte Projekt.
Wer sollte am Ende den Zeitplan verantworten?
Der Zeitplan ist eine gemeinsame Verantwortung von Agentur und Unternehmen. Die Agentur steuert Phasen, Risiken und technische Abhängigkeiten. Das Unternehmen liefert dagegen Inhalte, Entscheidungen und Zugänge rechtzeitig. Übernimmt jede Seite ihre eigenen Zeilen, bleibt der Plan realistisch.
Kurz gesagt lautet die ehrlichste Antwort auf die Frage, wie lange dauert die Erstellung einer Website: so lange, wie Ihre Vorbereitung und Ihr Entscheidungstempo es zulassen. Klären Sie den Umfang, starten Sie die Inhalte früh, benennen Sie einen Entscheider und lassen Sie Raum für den Test. Diese vier Schritte verhindern die meisten Überraschungen.
Möchten Sie Ihr Projekt nach dieser Logik planen, finden Sie auf unserer Seite zum Webdesign unsere Arbeitsweise und können ein Angebot passend zu Ihrem Umfang anfragen.



