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Teamseite erstellen: Wie gelingt eine Teamvorstellung mit Vertrauen?

Talha Aslan 17 Minuten Lesezeit 1 Aufrufe

Kurze Antwort

Wie sollte eine gute Teamseite aussehen?

Eine Teamseite ist eine Vertrauensseite, die mit echten Fotos, klaren Rollen und überprüfbarer Expertise zeigt, wer die Arbeit wirklich macht. Eine gute Teamseite gibt jeder Person ein Gesicht, einen Namen, eine Funktion, einen Schwerpunkt und eine kurze persönliche Notiz. Sie geht nur mit Einwilligung online und führt Besucher zum nächsten Schritt.

Alle Details und Beispiele finden Sie weiter unten im Beitrag

In diesem Leitfaden gehen wir den gesamten Aufbau durch. Zunächst klären wir, warum die Seite Vertrauen schafft. Danach geht es um Fotos, Rollentexte, Länge der Kurzbiografie, personenbezogene Daten und Einwilligung, die Wirkung auf das Recruiting und strukturierte Daten vom Typ Person. Am Ende steht eine Checkliste vor dem Livegang. Wir bei Talha Aslan und Team erleben oft, dass diese Seite im Projekt zuletzt entsteht, obwohl Besucher sie besonders aufmerksam lesen.

Warum schafft eine Teamseite Vertrauen?

Bevor Menschen einem Unternehmen Geld, Zeit oder persönliche Daten anvertrauen, möchten sie wissen, wer auf der anderen Seite sitzt. Logo und Slogan beantworten diese Frage allerdings nicht. Gesichter und Namen dagegen schon. Deshalb verbindet eine Teamseite eine abstrakte Marke mit echten Menschen, vor allem bei Dienstleistern.

Die Studie der Nielsen Norman Group zu "About Us" Informationen auf Websites beschreibt ein ähnliches Bild. Teilnehmende reagierten positiv auf Fotos echter Mitarbeitender. Stockbilder und glatte Unternehmenssprache weckten bei skeptischen Nutzern dagegen Misstrauen. Zudem betont die Studie, dass Nutzer wissen wollen, wer hinter einem Angebot steht.

Allerdings entsteht Vertrauen nie durch eine einzelne Seite. Referenzen, Kontaktdaten, ein transparenter Ablauf und ein stimmiges Design wirken zusammen. Das gesamte Bündel beschreiben wir in unserem Beitrag über Vertrauenselemente auf der Website. Die Teamseite liefert dabei das menschliche Gesicht. Sie ist also die Beweisebene, die alle anderen Signale stützt.

Worin unterscheidet sich die Teamseite von der Über uns Seite?

Die Über uns Seite erzählt die Geschichte des Unternehmens, seine Werte und seinen Zweck. Die Teamseite zeigt dagegen, wer diese Geschichte heute trägt. Somit beantwortet die eine das Warum, die andere das Wer. Kleine Unternehmen können beides auf einer Seite bündeln. Wächst das Team allerdings, liest sich eine eigene Seite besser.

Wie Sie den Text zur Unternehmensgeschichte aufbauen, erklären wir in unserem Leitfaden Über uns Seite schreiben; deshalb wiederholen wir das hier nicht. In der Praxis verlinken sich beide Seiten am besten gegenseitig. Die Über uns Seite endet mit einem Link "Lernen Sie unser Team kennen". Die Teamseite beginnt zudem mit einem kurzen Verweis zurück zur Firmengeschichte.

Möchten Sie Menschen als Figuren in Ihrer Markenerzählung einsetzen, hilft Ihnen außerdem unser Beitrag zum Storytelling auf der Website bei kurzen Teamporträts. Kurz gesagt: Die Über uns Seite ist der Kompass, die Teamseite zeigt die Hände, die ihn halten.

Welche Angaben gehören auf eine Teamseite?

Ein einheitliches Grundgerüst für jede Personenkarte macht die Seite überschaubar und fair. Ist eine Karte lang und die nächste nur eine Zeile, deuten Besucher das als Hierarchie oder Nachlässigkeit. Zum Beispiel bilden diese Felder einen soliden Start:

  • Ein echtes, aktuelles Porträtfoto.
  • Vor und Nachname in der Form, die die Person bevorzugt.
  • Funktion, so formuliert, dass Außenstehende sie verstehen.
  • Schwerpunkt oder Hauptaufgabe in ein bis zwei Sätzen.
  • Ein überprüfbarer Nachweis, etwa Zertifikat, Abschluss oder Erfahrungsfeld.
  • Eine kurze persönliche Notiz, etwa zur Arbeitsweise.
  • Optional ein beruflicher Profillink, sofern die Person zustimmt.

Außerdem gehört ein kurzer Einleitungstext dazu, der erklärt, was das Team gemeinsam leistet. Am Ende steht dann eine klare Handlungsaufforderung. Direkte Telefonnummern oder persönliche E-Mail Adressen brauchen Sie nicht auf jeder Karte. Meist ist ein gemeinsamer Kontaktweg für Sicherheit und Arbeitsablauf ohnehin besser.

Warum wirken echte Fotos besser als Stockbilder?

Stockfotos signalisieren, dass hier niemand Echtes zu finden ist, denn Besucher kennen dieselben Gesichter von anderen Seiten. Ein echtes Teamfoto wirkt dagegen als Beleg, auch wenn es nicht perfekt ist. Kommt ein Kunde zum Termin, erkennt er die Person aus dem Web wieder. Dieser Abgleich stärkt also das Vertrauen.

Auch Google bezieht hier klar Stellung. Der Search Central Leitfaden zu hilfreichen, zuverlässigen Inhalten nennt erfundene Autorenprofile ausdrücklich irreführend. Als Beispiele führt er von KI erzeugte Porträts, erfundene Namen und falsche Qualifikationen an. Folglich schaden Gesichter, die ein Team nur größer wirken lassen sollen, dem Nutzervertrauen und den Qualitätssignalen.

Was tun Sie, wenn jemand kein Foto online sehen möchte? Dann drängen Sie nicht. Eine schlichte Karte mit Name und Funktion ist immer ehrlicher als ein falsches Gesicht. Mit Zustimmung der Person können Sie stattdessen ein Arbeitsfoto nutzen, auf dem das Gesicht nicht klar erkennbar ist. Wenden Sie das allerdings als feste Gestaltungsregel an.

Wie planen Sie ein Fotoshooting für das Team?

Uneinheitliche Fotos mit wechselndem Licht, Hintergrund und Bildausschnitt lassen die Seite amateurhaft wirken. Planen Sie das Shooting daher an einem Termin oder nach festen, schriftlichen Regeln. Als Beispielszenario für ein Büro mit zehn Personen empfehlen wir diese Reihenfolge:

  1. Legen Sie zunächst den Stil fest: Hintergrundfarbe, Bildausschnitt und Lichtrichtung.
  2. Teilen Sie dann Termin und Kleidungsempfehlung mindestens eine Woche vorher mit.
  3. Fotografieren Sie am Tag selbst alle aus gleicher Entfernung und Kamerahöhe.
  4. Machen Sie mehrere Aufnahmen pro Person und wählen Sie das finale Bild gemeinsam aus.
  5. Halten Sie die Retusche natürlich und verzichten Sie auf Filter, die Gesichter verändern.
  6. Bringen Sie die Dateien schließlich auf Webgröße und in ein modernes Format.

Halten Sie dieselben Regeln auch für neue Kolleginnen und Kollegen fest. So wirkt eine Person, die sechs Monate später dazukommt, nicht wie ein Fremdkörper. Bei Remote Teams hilft zudem eine kurze Anleitung zu Hintergrund und Licht. Damit bleibt die Bildsprache einheitlich, auch wenn kein professionelles Shooting möglich ist.

Wie beschreiben Sie Rolle und Expertise?

Berufsbezeichnungen ergeben intern Sinn, nach außen sind sie oft vage. "Senior Solutions Partner" verrät Besuchern nichts über die tatsächliche Arbeit. Deshalb ergänzen Sie direkt unter dem Titel einen Satz zur Tätigkeit. Zum Beispiel: "Begleitet die Kundenkommunikation vom Projektstart bis zum Launch."

Bei der Expertise machen Sie die Aussage konkret. "Experte auf seinem Gebiet" sagt nichts. "Barrierefreiheitstests und Formulargestaltung für Unternehmenswebsites" zeigt dagegen genau, mit wem man spricht. Nennen Sie außerdem Zertifikate oder Abschlüsse, achten Sie darauf, dass sie überprüfbar sind. Denn ein nicht belegbarer Titel schadet mehr als ein fehlender.

Schreiben Sie Berufsjahre als Zahl, aktualisieren Sie diese regelmäßig. Sonst wird aus "5 Jahre Erfahrung" drei Jahre später eine falsche Angabe. Dauerhafter ist es, das Startjahr oder die Art der Projekte zu nennen. Zusammengefasst: Halten Sie Rollentexte kurz, konkret und alterungsbeständig. Dann wenden Sie denselben Maßstab auf alle im Team an.

Wie lang sollte eine Kurzbiografie sein?

Auf der Übersichtsseite genügen zwei oder drei Sätze pro Karte. Besucher widmen jeder Person beim Überfliegen nur wenige Sekunden. Lange Absätze bremsen deshalb dieses Scannen. Für Personen, die Sie ausführlicher vorstellen möchten, eignet sich eine eigene Profilseite oder ein aufklappbarer Detailbereich.

Für den Aufbau funktioniert ein einfaches Muster: was die Person tut, wo sie in die Tiefe geht und wie sie arbeitet. Konkret etwa so: "Plant die Informationsarchitektur von Unternehmenswebsites. Konzentriert sich auf Menüs und Inhaltsstruktur mehrsprachiger Seiten. Testet jede Seite vor dem Livegang auf dem Smartphone." Diese drei Sätze sagen, was der Titel nicht kann.

Übertreiben Sie die persönliche Note jedoch nicht. Kaffeevorliebe oder Hobby bringen Wärme. Füllt das allerdings die halbe Karte, leidet der professionelle Eindruck. Schreiben Sie die Kurzbiografie zudem gemeinsam mit der Person und lassen Sie sie den finalen Text freigeben. Wer sich mit eigenen Worten beschreibt, klingt deutlich glaubwürdiger als eine Marketingschablone.

Schwache und starke Teamseite im Vergleich

Die folgende Tabelle stellt die schwachen Varianten, die wir am häufigsten sehen, ihren stärkeren Gegenstücken gegenüber. Nutzen Sie sie als schnellen Maßstab für Ihre eigene Seite.

ElementSchwache UmsetzungStarke Umsetzung
FotoStockbild oder Selfies in wechselndem LichtEchte Porträts nach einheitlichen Regeln
TitelInterner FachjargonTitel plus ein Satz zur Tätigkeit
ExpertiseAllgemeine Floskeln wie "Branchenexperte"Konkrete Tätigkeit und überprüfbarer Nachweis
KurzbiografieStark unterschiedliche LängenGleiches Gerüst, zwei bis drei Sätze
EinwilligungMündlich oder gar nichtSchriftlich, ausdrücklich und widerrufbar
AktualitätEhemalige noch gelistetPflege gekoppelt an Ein und Austritt
Strukturierte DatenFehlen oder passen nicht zur SeitePerson Markup deckungsgleich mit sichtbaren Inhalten
HandlungsaufforderungSeite endet in einer SackgasseAngebot, Kontakt oder Karriere

Jede Zeile ist somit eine eigene Verbesserungschance. Sie müssen nicht alles auf einmal ändern. Zeilen zu Einwilligung und Aktualität sollten Sie allerdings nicht aufschieben, denn sie bergen rechtliche Risiken und Reputationsrisiken.

Was gilt bei Einwilligung und personenbezogenen Daten?

Name, Foto und Funktion von Mitarbeitenden sind personenbezogene Daten. In der EU regelt die DSGVO deren Verarbeitung; andere Länder haben ähnliche Gesetze, etwa das KVKK in der Türkei. Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung, deshalb klären Sie Ihren Fall bitte mit einer Rechtsberatung. Trotzdem teilen wir gern die allgemeinen Grundsätze, die wir im Webdesign anwenden.

  • Holen Sie vor der Veröffentlichung von Foto und Kurzbiografie eine schriftliche, ausdrückliche und verständliche Einwilligung ein.
  • Verstecken Sie die Einwilligung nicht im Arbeitsvertrag; nutzen Sie ein eigenes, widerrufbares Dokument.
  • Erklären Sie, welche Angaben wo und wie lange erscheinen.
  • Legen Sie intern fest, wie Sie einen Widerruf schnell umsetzen.
  • Veröffentlichen Sie nur das Nötige; Geburtsdatum oder Wohnadresse bleiben weg.

Den seitenweiten Rahmen, also Datenschutzerklärung und Cookie Verwaltung, behandeln wir in unserem Leitfaden zur datenschutzkonformen Website. Die Teamseite ist Teil dieses Rahmens und keine Ausnahme davon. Bedenken Sie vor allem, dass ein Nein im Arbeitsverhältnis schwerfallen kann. Respektieren Sie das Recht auf Ablehnung daher wirklich, nicht nur auf dem Papier.

Was passiert mit dem Profil ehemaliger Mitarbeitender?

Bleibt eine ausgeschiedene Person auf der Teamseite, entstehen zwei Probleme. Erstens melden sich Besucher womöglich in der Erwartung, mit ihr zu arbeiten. Zweitens kann das Weiterzeigen ihrer Daten dem Einwilligungsprinzip widersprechen. Deshalb sollte die Teamseite an Ihre Personalprozesse gekoppelt sein.

Eine praktische Lösung: Nehmen Sie "Profil von der Website entfernen" in die Checkliste für den Austritt auf. Dann muss sich niemand mehr daran erinnern. Hatte die Person zudem eine eigene Profilseite, leiten Sie die Adresse besser auf die Teamseite oder den passenden Bereich weiter, statt sie zu löschen. So landen Besucher nicht auf einer leeren Fehlerseite.

Andererseits dürfen Blogbeiträge der Person auf der Website bleiben. Vereinbaren Sie dann einen Hinweis wie "ehemaliges Teammitglied" oder ergänzen Sie den Namen der Person, die den Beitrag heute pflegt. Das ist transparenter als ein stilles Entfernen der Autorenzeile. Welchen Weg Sie auch wählen, halten Sie ihn als feste Regel schriftlich fest.

Wie wirkt sich eine Teamseite auf das Recruiting aus?

Nicht nur Kunden lesen die Teamseite. Auch Bewerberinnen und Bewerber besuchen sie, um das Unternehmen kennenzulernen. Sie möchten wissen, mit wem sie arbeiten würden, wie sich die Kultur anfühlt und ob Menschen wie sie dazugehören.

Daher schlägt ein kurzer Abschnitt "Arbeiten bei uns" eine natürliche Brücke zum Recruiting. Gibt es offene Stellen, verlinken Sie diese. Gibt es keine, beschreiben Sie den Weg zur Initiativbewerbung. Außerdem wirken ein paar kurze Sätze, die Mitarbeitende selbst formuliert haben, glaubwürdiger als allgemeine Kulturtexte auf der Karriereseite.

Achten Sie trotzdem auf die Balance. Wird die Teamseite zur reinen Karriereseite, verliert die Botschaft an Kunden an Kraft. Am stimmigsten ist es, den Hauptteil den Kunden und den unteren Abschnitt den Bewerbern zu widmen. Als Beispielszenario könnte ein Architekturbüro sein Projektteam vorstellen und dann mit einem Absatz zum Praktikumsprogramm schließen.

Wie hängt die Teamseite mit SEO und E-E-A-T zusammen?

In Googles Qualitätsverständnis ist die Frage, wer einen Inhalt erstellt hat, zentral. Der Search Central Leitfaden zu hilfreichen Inhalten empfiehlt korrekte Autorenangaben dort, wo Leser sie erwarten. Zudem sollen Autorenzeilen zu weiteren Hintergrundinformationen über die Person führen. Teamseite und Einzelprofile erfüllen genau diesen Bedarf.

Eine Teamseite ist also kein Rankingschalter. Vielmehr bildet sie die Grundlage, die Erfahrung, Expertise und Vertrauenswürdigkeit sichtbar macht. Verlinken Sie Autorenzeilen im Blog mit den Teamprofilen, sehen Leser und Suchmaschinen dieselbe Person konsistent auf mehreren Seiten. Das Gesamtkonzept erklären wir in unserem Beitrag zu E-E-A-T und Vertrauen bei Google.

Außerdem gehört die Teamseite zu den Seiten, die Menschen bei Markensuchen suchen. Halten Sie den Title schlicht, etwa "Unser Team | Firmenname". Fassen Sie in der Meta Description zusammen, was das Team leistet. Platzieren Sie die Seite dann gut erreichbar im Menü, damit Nutzer und Crawler sie schnell finden.

Wie fügen Sie strukturierte Daten vom Typ Person hinzu?

Der Typ Person auf Schema.org beschreibt eine Person maschinenlesbar. Für eine Teamseite sind diese Eigenschaften am nützlichsten: name, jobTitle, worksFor, image, knowsAbout, alumniOf und sameAs. Letztere verweist auf weitere Profile der Person.

Für einzelne Profilseiten gilt zusätzlich Googles Dokumentation zu strukturierten Daten für Profilseiten (ProfilePage). Demnach ist das Markup für Seiten gedacht, deren Schwerpunkt eine einzelne, mit der Website verbundene Person oder Organisation ist. Mitarbeiterseiten eines Unternehmens zählen ausdrücklich zu den gültigen Beispielen. Zudem rät die Dokumentation von Platzhalterbildern als Profilfoto ab.

Die wichtigste Regel lautet: Das Markup wiederholt nur, was die Seite sichtbar zeigt. Ein Zertifikat, das auf der Seite nirgends steht, im Markup zu nennen, ist irreführend. Für einen Entwurf ohne Programmierung nutzen Sie unseren Schema Generator. Die Grundlagen erklärt unser Beitrag Was ist Schema Markup. Prüfen Sie das Markup nach dem Livegang dann mit dem Testtool von Google.

Eine Übersichtsseite oder ein Profil pro Person?

Diese Entscheidung hängt von der Teamgröße ab und davon, wie direkt Menschen mit Kunden arbeiten. Für ein kleines Team genügt eine Seite. In Beratung, Recht, Architektur oder Agenturarbeit prägt die Expertise einzelner Personen dagegen oft die Kaufentscheidung. Dort lohnen sich eigene Profilseiten.

Ein eigenes Profil lohnt sich vor allem, wenn eine Person im Blog schreibt, auf Veranstaltungen spricht oder von Kunden gezielt gewählt wird. Diese Seite kann eine längere Biografie, eine Liste ihrer Beiträge und ProfilePage Markup enthalten. Allerdings bedeutet jede Profilseite Pflegeaufwand. Ein veraltetes Profil ist schlechter als gar keines.

Zudem funktioniert auch ein Mittelweg. Alle erscheinen mit einer kurzen Karte auf der Übersicht, und nur Autoren oder zentrale Beraterinnen erhalten eine eigene Seite. Somit bleibt der Aufwand überschaubar, während die wichtigen Profile an Tiefe gewinnen.

Wie gestalten Sie Layout und Barrierefreiheit der Teamseite?

Ein Kartenraster ist das gängigste Layout und meist die richtige Wahl. Auf dem Desktop funktionieren drei oder vier Spalten, auf dem Smartphone eine oder zwei. Bei größeren Teams hilft eine Gruppierung nach Abteilung, damit Besucher die richtige Person schneller finden.

Für die Barrierefreiheit gelten einige Grundregeln. Nennen Sie im Alternativtext des Porträts den Namen und bei Bedarf die Funktion. Das Bilder Tutorial des W3C empfiehlt, dass der Alternativtext informativer Bilder die wesentliche Information im jeweiligen Kontext knapp wiedergibt. Vermeiden Sie zudem Kurzbiografien, die nur beim Überfahren mit der Maus erscheinen. Auf Touchscreens und per Tastatur sind sie sonst womöglich unerreichbar.

Vergessen Sie auch die Ladezeit nicht. Denn Dutzende Porträts machen eine Seite schwer. Liefern Sie Bilder in passender Größe aus und laden Sie Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert. Geben Sie dann jedem Kartenbild ein festes Seitenverhältnis. So verschiebt sich das Layout beim Laden nicht, und Smartphone Nutzer können die Karten ohne Wartezeit überfliegen.

Sollten Sie ein Video auf der Teamseite einsetzen?

Ein kurzes Teamvideo zeigt Stimme, Haltung und Arbeitsumgebung auf eine Weise, die ein Foto nicht leisten kann. Für Kunden, die lange mit Ihnen zusammenarbeiten, schafft ein kurzes Vorstellungsvideo einen warmen ersten Kontakt. Allerdings ersetzt ein Video nicht das Kartenraster, denn Besucher wollen oft schnell eine bestimmte Person finden.

Setzen Sie ein Video ein, beachten Sie einige Regeln. Starten Sie es nicht automatisch, lassen Sie die Steuerung sichtbar und ergänzen Sie Untertitel bei gesprochenem Inhalt. Holen Sie außerdem von allen, die im Video erscheinen, eine schriftliche Erlaubnis ein, genau wie beim Foto. Platzieren Sie das Video schließlich unter der Einleitung oder nach den Teamkarten, nicht ganz oben. Das schützt Ladezeit und Übersichtlichkeit.

Als Beispielszenario könnte ein Softwareteam einen kurzen Zusammenschnitt drehen, in dem je eine Person pro Abteilung ihre Arbeit in dreißig Sekunden erklärt. Dieses Format wirkt echter als ein langer, durchinszenierter Imagefilm und lässt sich zudem leichter aktualisieren.

Wie gehen kleine Unternehmen mit der Teamseite um?

Für ein Unternehmen mit zwei oder drei Personen wirkt eine eigene Teamseite manchmal überflüssig. Dabei macht gerade die kleine Größe die Vorstellung wertvoller, denn Kunden wissen genau, mit wem sie arbeiten. In diesem Fall genügt ein Teamabschnitt auf der Über uns Seite.

Der häufigste Fehler kleiner Teams besteht darin, Rollen zu erfinden, um größer zu wirken. Tun Sie das deshalb nicht. Arbeiten Sie mit externen Partnern, sagen Sie das offen. Ein Satz wie "Für Fotoshootings arbeiten wir regelmäßig mit einer vertrauten Fotografin zusammen" ist ehrlich und beruhigend. Vorgetäuschte Größe fällt dagegen spätestens im ersten Termin auf.

Kurz gesagt punktet ein kleines Unternehmen mit Nähe. Eine persönliche Notiz, ein Satz zu Ihren Anfängen und ein direkter Kontaktweg können das Kartenraster großer Firmen übertreffen. Entscheidend ist, dass Besucher eine klare Antwort auf die Frage erhalten, wer diese Arbeit tatsächlich macht.

Welche Fehler passieren auf Teamseiten am häufigsten?

Die meisten Fehler, die wir in Projekten sehen, entstehen nicht aus böser Absicht. Sie entstehen, weil die Seite einmal aufgebaut und danach vergessen wird. Die folgende Liste fasst zusammen, was Sie vor dem Livegang und bei regelmäßigen Prüfungen ansehen sollten:

  • Stockfotos oder von KI erzeugte Porträts nutzen.
  • Fotos ohne schriftliche Einwilligung veröffentlichen.
  • Ehemalige monatelang weiter auflisten.
  • Titel in unerklärtem internem Jargon belassen.
  • Kurzbiografien sehr unterschiedlicher Länge mischen.
  • Kurzbiografien nur beim Überfahren mit der Maus zeigen.
  • Strukturierte Daten ergänzen, die die Seite nicht zeigt.
  • Die Seite ohne Handlungsaufforderung enden lassen.

Wir empfehlen deshalb, diese Liste mindestens zweimal im Jahr durchzugehen. Nutzen Sie zudem Ein und Austritte im Team als Auslöser für die Prüfung. Dann hängt die Kontrolle nicht allein an einer Kalendererinnerung.

Was gehört auf die Checkliste vor dem Livegang?

Prüfen Sie vor der Veröffentlichung diese Schritte der Reihe nach. Wer jeden Punkt einzeln abhakt, entdeckt auch Details, die in der Eile untergehen.

  1. Liegt für jede Person eine schriftliche Einwilligung vor?
  2. Folgen alle Fotos denselben Regeln und einer natürlichen Retusche?
  3. Zeigt jede Karte Name, Titel, Tätigkeit und Schwerpunkt?
  4. Sind die Kurzbiografien ähnlich lang und hat jede Person ihre freigegeben?
  5. Enthält jeder Alternativtext eines Porträts den Namen der Person?
  6. Sind die Karten auf dem Smartphone lesbar und öffnen sich Biografien per Tippen?
  7. Enthält das Person oder ProfilePage Markup nur sichtbare Angaben?
  8. Führen Autorenzeilen im Blog zu den richtigen Profilen?
  9. Endet die Seite mit einem Link zu Angebot, Kontakt oder Karriere?
  10. Enthält der Austrittsprozess den Schritt "Profil entfernen"?

Lautet die Antwort bei einem Punkt Nein, verschieben Sie den Livegang oder vereinfachen Sie den Abschnitt vorerst. Eine unvollständige, aber ehrliche Seite ist sicherer als eine polierte Seite mit falschen Angaben.

Wie messen Sie den Erfolg einer Teamseite?

Eine Teamseite bringt selten direkt Umsatz. Vielmehr dient sie im Entscheidungsprozess als Prüfschritt. Messen Sie den Erfolg daher am nächsten Schritt der Besucher, nicht nur an Seitenaufrufen. Schauen Sie zum Beispiel, wie oft Besucher der Teamseite danach zur Kontaktseite oder zur Angebotsanfrage wechseln.

Werten Sie in Ihrem Analysetool Sitzungen mit Teamseite als eigenes Segment aus. Definieren Sie Klicks auf die Handlungsaufforderung als Ereignis. Fragen Sie außerdem in Vertriebsgesprächen, wie Kunden Sie bewertet haben. Erwähnen Kunden die Teamseite, erhalten Sie ein qualitatives Signal, das Zahlen nicht zeigen.

Nutzen Sie die Ergebnisse dann zur Verbesserung. Öffnen Besucher eine Abteilung besonders oft, rücken Sie diesen Abschnitt nach oben. Erhalten Profilseiten kaum Besuche, reichen die Karten womöglich schon aus, und Sie können den Pflegeaufwand senken. Betrachten Sie die Daten schließlich jedes Quartal zusammen mit den Anfragen desselben Zeitraums.

Wer sollte die Teamseite auf Ihrer Website umsetzen?

Eine Teamseite vereint Text, Fotografie, einen rechtlichen Einwilligungsprozess, Design und strukturierte Daten. Laufen diese Teile an einer Stelle zusammen, bleibt die Seite stimmig und pflegbar. Ihr Contentteam kann die Texte übernehmen, die Personalabteilung die Einwilligungen und das Designteam das Kartensystem samt Technik.

Diesen Aufbau setzen wir gern auf Ihrer Website für Sie um. Das reicht von der Anleitung fürs Fotoshooting über das Kartendesign bis zum Einwilligungsablauf und dem Person Markup. Möchten Sie den Umfang Ihres Projekts besprechen, fordern Sie über unsere Seite zum Webdesign ein Angebot an.

Haben Sie bereits eine Teamseite, bewerten Sie diese zunächst mit der Vergleichstabelle und der Checkliste aus diesem Leitfaden. Planen Sie dagegen einen kompletten Relaunch, ist es am effizientesten, die Teamseite zusammen mit Informationsarchitektur und Vertrauensebene der Website anzugehen. Dafür nutzen Sie das Angebotsformular auf unserer Webdesign Leistungsseite.

Häufig gestellte Fragen

Braucht jede Person auf der Teamseite ein Foto?
Nein, Pflicht ist das nicht. Drängen Sie niemanden, der sein Gesicht nicht zeigen möchte; eine schlichte Karte mit Name und Funktion genügt. Bewahren Sie aber ein einheitliches Design und füllen Sie die Lücke nie mit einem Stockbild oder einem von KI erzeugten Gesicht, denn Google stuft erfundene Profile als irreführend ein.
Reicht eine mündliche Einwilligung der Mitarbeitenden?
Darauf sollten Sie sich besser nicht verlassen. Eine schriftliche, ausdrückliche und widerrufbare Einwilligung schützt die Person und das Unternehmen. Halten Sie fest, welche Angaben wo und wie lange erscheinen. Dieser Hinweis ist keine Rechtsberatung, deshalb klären Sie Ihren konkreten Fall vor der Veröffentlichung bitte mit einer qualifizierten Rechtsberatung.
Verbessert eine Teamseite direkt das Google Ranking?
Ein direkter Rankingschalter ist sie nicht. Sie zeigt allerdings, wer Ihre Inhalte erstellt, verbindet Autorenzeilen mit Profilen und stützt Signale für Erfahrung und Expertise. Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten empfiehlt korrekte Autorenangaben und Seiten mit Hintergrund zu Autoren; daher ist der Nutzen indirekt, aber dauerhaft.
Sollte ich die Profilseite ehemaliger Mitarbeitender löschen?
Nehmen Sie das Profil offline, leiten Sie die Adresse aber auf die Teamseite oder den passenden Bereich weiter. So sehen Besucher keine Fehlerseite. Bleiben Blogbeiträge der Person online, vereinbaren Sie einen Hinweis wie ehemaliges Teammitglied oder ergänzen Sie den Namen der Person, die den Beitrag heute pflegt.
Welche Angaben gehören in das Person Markup?
Nur das, was die Seite sichtbar zeigt. Meist sind das Name, Funktion, Arbeitgeber, Foto, Fachgebiet und berufliche Profillinks, denen die Person zugestimmt hat. Ein Zertifikat oder Titel im Markup, der auf der Seite fehlt, ist irreführend. Prüfen Sie das Markup nach dem Livegang deshalb mit dem Testtool von Google.
Braucht ein kleines Unternehmen eine eigene Teamseite?
Meist nicht; ein Teamabschnitt auf der Über uns Seite reicht oft aus. Entscheidend ist, dass Besucher klar sehen, wer die Arbeit macht. Erfinden Sie keine Rollen, um größer zu wirken. Arbeiten Sie mit externen Partnern, sagen Sie das offen, denn ein ehrliches kleines Team schafft mehr Vertrauen als eine vorgetäuschte Größe.
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Talha Aslan

Google Partner und Experte für digitales Marketing. Seit 2012 praktisch in SEO, Google Ads, Webdesign und E-Commerce Projekten; jeder Beitrag hier stammt aus dieser Erfahrung.

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